Montag, 27. Januar 2020

Gebell zu: Der Winterpalast


Allgemeine Infos:




Originaltitel The Winterpalace
Originalsprache: Englisch
Autor/in: Eva Stachniak
Verlag: Heyne
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Katharina die Große
Teil: 1
Genre: Historischer Roman
Erscheinungsjahr: 2012
Seiten: 530
Preis: 9,99 €
ISBN:: 978-3-458-35970-8





Klappentext:
Geheime Gänge, verdeckte Türen, dunkle Nischen: Als die Waise Varvara als Dienstmädchen in den Winterpalast kommt, lernt sie schnell, sich ihre Verschwiegenheit und ihren aufmerksamen Blick zunutze zu machen. Keine Intrige, die ihr entginge, kein Getuschel, das ihren Ohren verborgen bliebe. Schnell wird sie zu einer der wichtigsten „Spioninnen“ im Palast. Als die junge Sophie von Anhalt-Zerbst – die spätere Katharina die Große – an den Hof kommt und auf dem Weg zur Macht eine Verbündete braucht, wird Varvara ihre engste Vertraute. Schließlich erklimmt Katharina den Zarenthron – aus der unerfahrenen Fremden wird eine der mächtigsten Frauen ihrer Zeit.

Eva Stachniaks opulenter Roman über die ungewöhnliche Freundschaft zweier Frauen führt den Leser in eine Welt, in der Leidenschaft und Vertraulichkeit auf Heimtücke und Verrat treffen – in die abgründig-geheimnisvolle Welt des russischen Zarenhofs, gehüllt in schweren Brokat und knisternde Seide.


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2018
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Zu lesen begonnen: 11.01.2020
Beendet am: 25.01.2020
Gebraucht: 15 Tage

Lob und Tadel

~*~Gestaltung~*~
Das Buch ist in Prolog, 12 Kapitel und Epilog aufgeteilt. Die einzelnen Kapitel sind nicht betitelt. Stattdessen wird der Zeitraum genannt, in dem das jeweilige Kapitel spielt. Die Kapitel sind sehr lang, was mir persönlich nicht so gut gefällt.
Die Schriftgröße ist angenehm. Sie ist weder zu groß noch zu klein.

~*~Charaktere~*~
Die Autorin hat neben den historischen Figuren auch fiktive Charaktere in die Geschichte eingebaut.
Wawara: Sie ist die Protagonistin. Ihre Familie stammt aus Polen; ihre Eltern sind früh verstorben. Sie wird eine beliebte Spionin, da nichts ihren Augen und Ohren zu entgehen scheint. Zu Katharina hat sie ein freundschaftliches Verhältnis und unterstützt sie. Sie ist ein interessanter und authentischer Charakter.

~*~Handlungsort und -zeit~*~
Die Handlung spielt in Russland in den Jahren 1743 bis 1764.

~*~Idee und Umsetzung, Einstieg, Handlung~*~
Seitdem ich den Roman Katharina von Nina Blazon gelesen habe, bin ich sehr an der russischen Geschichte des 18. Jahrhunderts interessiert. Deshalb war ich auf diesen Roman sehr gespannt.
Der Einstieg ist mir leicht gefallen. Wir lernen die Erzählerin Wawara und ihre Eltern kennen und erfahren so mehr über ihre Hintergründe.
Mit Spannung habe ich Wawaras und Katharinas Lebenswege verfolgt. Mir gefällt die Verflechtung zwischen Fiktion und Fakten. Interessant finde ich auch, dass Katharina nicht die Hauptrolle spielt. Wir begleiten ausschließlich Wawara und erleben so alles aus ihrer Sicht.
Schlimm finde ich die Tatsache, dass die Kinder direkt nach der Geburt von Katharina getrennt und von Ammen aufgezogen wurden. Für die Zarenfamilie ist das ganz selbstverständlich. Dementsprechend emotionslos fällt die Reaktion aus. Wawara sieht das mit anderen Augen. Sie hat selbst eine Tochter und erklärt, wie es ist, zum ersten Mal das Baby in den Arm zu nehmen, was Katharina verwährt blieb. Dieser Kontrast ist schön dargestellt.
Aber auch ansonsten habe ich viel Interessantes über das Leben am russischen Zarenhof erfahren.
Ich bin auf jeden Fall neugierig auf Teil 2.

~*~Schreibstil und Stilmittel~*~
Das Buch ist im Präteritum in der Ich-Form aus Wawaras Sicht geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und authentisch geschrieben. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass mir Wawara die Geschichte erzählt.

~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~
„Trauer trägt man im Herzen. Es werden wieder bessere Tage kommen, was Sie jetzt brauchen, ist der Mut, sie sich vorzustellen.“ (S. 216)
„Manche Träume kann man nicht aufgeben, ohne einen Teil seiner Seele zu verlieren.“ (S. 462)

~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Jetzt erst wieder nachforschen…
Fazit: Ein spannender historischer Roman, der gelungen Fiktion und Fakten miteinander verflicht.
Bewertung




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