Freitag, 24. April 2026

Wenn ich nur ein Buch nennen dürfte...

 



Hallo,
vorgestern war ich auf einer Geburtstagsfeier, bei der wir ein kleines Quizspiel gespielt haben, das das Geburtstagskind selbst gebastelt hat. Es hieß "Wenn ich nur einen Film nennen dürfte..." Man hat nur 5 Sekunden Zeit einen Filmtitel zu nennen. Wem das gelungen ist, bekommt 1 Punkt und die Möglichkeit, ein 2. Mal in der Runde zu spielen. Wer keinen Titel innerhalb der Zeit nennt, ist ausgeschieden. Wer am Ende die meisten Punkte hat, hat gewonnen.
Da dachte ich mir, dass es das doch auch für Bücher geben. :-D Deshalb hatte ich angefangen, mir ein paar Fragen dazu auszudenken. Dann ist mir die Idee gekommen, dass ich ein paar Fragen davon ja als Bücherliste auf meinem Blog veröffentlichen kann.
So bin ich vorgegangen: Ein Zeitlimit gibt es nicht, aber ich darf nur jeweils einen Titel nennen. Vorbereitet hatte ich 30 Fragen, davon werde ich jetzt 7 ziehen und den ersten Titel nennen, der mir einfällt. Orientiert habe ich mich an den Fragen zu den Filmen.

1. Ein Buch, dessen Handlung auf einer Insel spielt


So preist der Makler das verwunschene Backsteinhäuschen in den Dünen an. Und Ruhe ist genau das, wovon Jannike träumt. Nach einem handfesten Skandal will die Fernsehmoderatorin nur noch noch weg aus Köln - und von ihrem Ex Clemens. Kurzerhand kauft sie das Haus, mit dem Plan, auf der idyllischen Nordseeinsel ein kleines Hotel zu eröffnen. Das Häuschen erweist sich allerdings als renovierungsbedürftig, und von den Insulanern wird Jannike skeptisch beäugt: Wie lang wird die Frau vom Festland wohl durchhalten? Als dann auch noch Clemens mit dem gesamten Filmteam bei ihr vor der Tür steht, droht ihr Traum zu platzen, bevor er überhaupt begonnen hat...







2. Ein Buch aus dem Genre Science-Fiction


Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden ? 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen?
Eine packende Gesellschaftsvision und ein fesselnder Pageturner um eine große Liebe, der Traum von Freiheit und tödliche Gefahren.








3. Ein Buch, in dem ein Tiger vorkommt

Ich gebe zu, dazu ist mir einfach kein passendes Buch eingefallen. Also habe ich bei den Rezis nach "Tiger" im Titel gesucht und eins entdeckt. Direkt danach ist mir Das Dschungelbuch (Shir Khan) in den Sinn gekommen, aber zuerst entdeckt und daher den Titel zuerst im Kopf hatte ich folgendes Buch: 


Eine Liebe für die Ewigkeit

Nie im Leben hätte die achtzehnjährige Kelsey Hayes gedacht, dass sie einmal nach Indien reisen würde. Und schon gar nicht mit einem Tiger als Reisegefährten! Doch ihr Ferienjob im Zirkus Maurizio verändert ihr Leben ein für alle Mal, denn dort begegnet sie Ren, dem majestätischen weißen Tiger. Sofort spürt Kelsey, dass zwischen ihr und dem Tiger eine ganz besondere Verbindung besteht.











4. Ein Buch, das verfilmt wurde

Die "Original"-Frage war übrigens Ein Film, zu dem es eine Buchvorlage gibt.
Der erste Titel, der mir dazu einfällt, weil ich den Film dazu gestern erst geschaut habe, ist Das Hundehotel. Da stand nämlich "based on the book by Lois Duncan", was ich lustig fand, weil ich ja vor Kurzem erst einen Thriller von ihr gelesen hatte und außerdem gar nicht wusste, dass Das Hundehotel auf einem Buch basiert. Ich habe gesucht, aber kein Buchcover mit deutschem Titel gefunden. Deshalb hier jetzt einfach die englischsprachige Ausgabe:


The Walkers are moving to a new town, and staying with an aunt who's allergic to dogs. Too bad for Andi and her brother Bruce, who love dogs -- and happen to meet a stray that needs help. Soon, Andi hatches a plan, turning the abandoned house down the block into a hotel for dogs. But as more and more tenants move in, the secret gets too big to keep. Can the kids save their canine castle? Or will the hotel have to close?













5. Ein Buchtitel mit U

Da fällt mir von selbst kein Titel sein, also muss ich schummeln und meine Rezensionen durchstöbern.
Als Erstes ist mir folgender Titel begegnet:


Modern, laut, komplex und immer in Bewegung - Metropolen sind alles, nur nicht langweilig. Auf der Suche nach Chancen, Komfort, Moderne und Abenteuer ziehen Menschen seit jeher in die Millionenstädte. Unter der Erdoberfläche ist es ebenso vielseitig wie darüber: Uralte Steinbrüche und Tempelanlagen zeugen von der Vergangenheit, während modernste Einkaufsstädte und Drainagesysteme in die Zukunft weisen. Doch wie sehen diese Orte aus? Welche Geschichten erzählen sie uns? Leoni Hellmayr führt auf eine Reise in die faszinierenden Unterwelten von Paris, New York, Tokio und vielen anderen Metropolen. Mit überraschenden Fakten vermittelt sie dabei neue Eindrücke von den Großstädten, ihrer Geschichte und Archäologie. Und der Band macht deutlich: Das, was wir oberirdisch sehen, ist nur ein Bruchteil dessen, was wirklich existiert!






6. Eine Buch-Reihe

Edelstein-Trilogie




Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

7. Ein Buch mit einer historischen Figur

Da fällt mir direkt ein Buch ein, das ich vor Kurzem erst gelesen habe. Die historische Figur, die vorkommt, ist Karl May.


Der sonnige Mai 1883 wird für die Dresdner zum Schreckensmonat: Aus dem Zoologischen Garten soll ein Tiger ausgebrochen sein und die Stadt unsicher machen. Zeitgleich treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der es offenbar auf die Söhne und Töchter reicher Bürger abgesehen hat. Ein äußerst heikler Fall für Kriminalrat Gustav Heller und seinen Assistenten Schrumm. Als ihr Verdacht auf einen Ex-Zuchthäusler fällt, werden sie sofort von dessen ehrgeizigem Anwalt unter Druck gesetzt. Zu Hellers großem Ärger mischt sich auch der vom Zoo wegen des Tigers um Hilfe gebetene Wildtierexperte namens Karl May immer mehr in die Polizeiarbeit ein. Während das Raubtier noch frei herumläuft, geschieht ein weiterer Mord an einer jungen Frau …








Beim Spiel wäre ich nicht weit gekommen. Das Inselhotel ist mir direkt bei der ersten Frage eingefallen. Schon bei Science-Fiction musste ich etwas grübeln. Das wäre wohl nicht mehr in der Zeit gewesen. Aber ansonsten hat es Spaß gemacht. Vielleicht ziehe ich ja irgendwann nochmal ein paar Fragen und stelle dann hier die passenden Buchtitel vor.
Liebe Grüße
Tinette


Dienstag, 21. April 2026

Aktuell lese ich... The wild robot escapes

  Hallo,





... eine Reihenfortsetzung.

Mein aktuelles Lesefutter





Roz is no ordinary robot. After being washed up on the shore of a remote and wild island, she learned to adapt and make it her home, befriend its animal inhabitants and even adopt a small orphaned gosling, Brightbill.But a new life is now beginning for Roz - she has been taken away, far away from her island, back to civilisation. Where she must pretend that she is a robot like any other - there to follow orders and to carry out tasks on the farm where she now works.She knows she must never let anyone find out who she really is. And more than anything, she must find a way to escape, back to the island and her beloved Brightbill - a journey that will be fraught with danger and drama, and some very unexpected surprises ...



Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 56 von 280. <The attack happend at dusk.> (Chapter 22 - The wolves)


Warum dieses Buch?



Teil 1 hatte ich ja auf Deutsch gelesen, nachdem ich den Film so toll fand. Weil die beiden Fortsetzungen (bisher) nicht übersetzt wurden, ich aber unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, habe ich Teil 2 eben auf Englisch gekauft. Es ist ja ein Kinderbuch mit großer Schrift und vielen Zeichnungen des Autors, da komme ich gut zurecht. :-D

Was gibt es sonst noch zu sagen?



Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Mr. Shareef, für den sie im Moment auf der Farm arbeitet, scheint ja ein netter Mann zu sein. Er hat seine Frau verloren und ist durch eine Verletzung nicht mehr in der Lage, die Farm alleine zu bewirtschaften. Er hat außerdem zwei kleine Kinder, mit denen sich Roz inzwischen gut versteht. Wenn sie tatsächlich fliehen will, wird sie dann ein schlechtes Gewissen haben, weil sie den Mann dann alleine mit den Aufgaben lässt? Auf die Antwort bin ich gespannt.

Was ist sonst noch passiert?


Am Freitag war ich in Darmstadt und habe mir das Musical Hairspray angeschaut. Die gleiche Inszenierung hatte ich vor 2 Jahren in Bonn gesehen. Mir hat das Stück wieder sehr gut gefallen. Lustig, aber es regt auch zum Nachdenken an. Und das Publikum war ruhig und hat nicht durch Filmen oder Reden gestört. Sonst hatte ich da ja oft Pech gehabt. Am Freitag konnte ich aber die Inszenierung ganz in Ruhe anschauen. -> Mein Bericht dazu


Dann habe ich endlich mal bei Der junge Inspektor Morse weitergeschaut. Ich habe mir die Sammelbox 2 mit den Staffeln 4 bis 6 gekauft. Weil die ersten 3 Staffeln schon etwas her sind, habe ich von vorne angefangen. Inzwischen bin ich bei Folge 2 von Staffel 4. Ich bin gespannt, ob sich das mit den gestohlenen Sachen von Beweismitteln aufklärt, was sich ja seit der 1. Staffel durchzieht.


Liebe Grüße
Tinette

Montag, 20. April 2026

Ein paar Sätze zu... Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

 

 

 


»Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast ... «, behauptet der Verfasser eines anonymen Briefs und versetzt damit Julie, Ray, Helen und Barry in Angst und Schrecken. Eigentlich war es »nur« ein Unfall – doch an jenem Juliabend vor einem Jahr beschlossen die vier Freunde, das tödliche Ereignis für immer als ihr Geheimnis zu bewahren. Aber irgendjemand kennt die Wahrheit – und will Rache! Und damit beginnt ein albtraumhafter Wettlauf auf Leben und Tod ...


Dieses Buch habe ich eher zufällig entdeckt – als günstigen Gebrauchtkauf, um Versandkosten zu sparen. Der erste Eindruck war dann leider etwas holprig, da einige Seiten am Anfang fehlten. Zum Glück beginnt die Geschichte direkt mit Kapitel 1, sodass mir kein entscheidender Einstieg verloren ging.
Die Handlung entfaltet sich ruhig und lebt vor allem von Andeutungen: Was vor einem Jahr passiert ist, bleibt zunächst im Dunkeln. Die vier Jugendlichen wirken verändert, doch wir lernen sie nur in diesem „Danach“-Zustand kennen, was eine gewisse Distanz schafft. Erzählt wird ohnehin aus einer neutralen Perspektive, die uns nie ganz nah an die Figuren heranlässt.
Spannend fand ich, eigene Theorien zu entwickeln, wer hinter den Drohungen steckt. Auch wenn ich früh einen Verdacht hatte, blieb die Geschichte für mich interessant, weil ich wissen wollte, ob ich richtig liege. Anders als die Verfilmung, die ich nicht gesehen habe, setzt das Buch nicht auf Horror, sondern auf unterschwellige Bedrohung.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, was gut zum Jugend-Thriller-Genre passt. Weniger gefallen hat mir allerdings, wie stark das Aussehen der Figuren bewertet wird. Manche Beschreibungen wirken abwertend und klischeehaft, und oft werden Eigenschaften einfach behauptet, statt sie durch Handlungen zu zeigen. Gerade das hat für mich das Leseerlebnis etwas getrübt.


Schiggy unterwegs... Hairspray in Darmstadt

 


1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel der Veranstaltung: Hairspray
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Staatstheater Darmstadt
Sprache: deutsch
Besuch: 17.04.2026
Beginn: 19:30 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden inkl. Pause
Reihe / Platz: Reihe 1 Platz 16
Vorlage: gleichnamiger Film von 1988
Wichtige Hinweise: Übernahme der Inszenierung aus Bonn

2. Besetzung der besuchten Vorstellung

Tracy Turnblad – Antonia Tröstl
Edna Turnblad – Enrico de Pieri
Wilbur Turnblad – Volker Metzger
Motormouth Maybelle – Monica Lewis-Schmidt
Seaweed J. Stubbs – Maickel Leijenhorst
Corny Collins/Mr. Pinky/Wärter/Sprecher – Tobias Brönner
Link Larkin – Daniel Johnson
Velma van Tussle – Maaike Schurrmans
Amber van Tussle – Sarah Steinemer
Penny Pingleton – Mirjam Wershofen
Prudy Pingleton/Wärterin/Sportlehrerin – Sonja Bühling
Mr. Spritzer – Frank Koch
Cindy Watkins/Ines – Aminata Ndaw
Peaches – Lara de Toscano
Pearl – Tina Ajala
Duane – Ngaka Keuni
Gilbert – Amadin Piatello
Stooie – Juan David Mendez
Shelly (Dance Captain) – Schirin Zarre
Tammy – Larissa Winkel
Lou Ann – Annika Netthorn
Sketch – Pascal Schürken
Brad – Achim Himmelbauer
Fender – Joshua Schmid
Brenda – Samantha Senn
IQ – Iman Khaleghi

außerdem:
Jugendchor und Statisterie des Staatstheaters Darmstadt

Es spielt das Staatsorchester Darmstadt (Band) unter der musikalischen Leitung von Luis Richter.



3. Mein Eindruck von der Show

Schiggy war wieder unterwegs – dieses Mal reisten wir in die Swinging Sixties und schauten uns Hairspray in Darmstadt an. Ich habe den Film von 1988 gesehen und außerdem die gleiche Inszenierung bereits vor zwei Jahren in Bonn.
Ich mag die gute Laune, die das Stück durch seine schwungvolle Musik verbreitet. Gleichzeitig regt es durch die Darstellung der damaligen Rassentrennung zum Nachdenken an.
Im Theater wird darauf hingewiesen, dass im Stück rassistische Bezeichnungen fallen, die zur Zeit der Handlung üblich waren, und dass sich das Theater ausdrücklich davon distanziert. Ich finde diesen Umgang oft sinnvoller als eine nachträgliche Anpassung an heutige Sprache – nicht, weil ich diese Begriffe gutheiße, sondern weil die unveränderte Darstellung deutlich macht, wie offen und selbstverständlich Diskriminierung damals war – und wie verletzend sie ist.
Genau das wurde auch in den Szenen spürbar: Es war unangenehm mitanzusehen, wie Amber und ihre Mutter über die schwarzen Tänzer sprechen. Als Seaweeds Schwester vortanzen will und nur ein „Du schon mal gar nicht“ zu hören bekommt, wird sofort klar, dass es nicht um ihr Können geht – sie bekommt nicht einmal die Chance, es zu zeigen. Als Zuschauer merkt man, wie falsch sich das anfühlt, und genau dadurch beginnt man, darüber nachzudenken.
Da ich die Inszenierung schon kannte, rechnete ich nicht mit Überraschungen – aber die gab es dennoch: Einige Darsteller liefen durch das Publikum. Meine Begleitung saß am Gang, und einer der Darsteller sprang die Treppen herunter und landete mit einem Wumms neben ihr. Das sorgte für einen kurzen, aber lustigen Schreckmoment.
Das Bühnenbild, ebenfalls aus Bonn übernommen, ist sehr wandelbar. Drehbare Elemente verwandeln die Bühne schnell in verschiedene Schauplätze wie die Wäscherei, einen Friseursalon, ein Burgerladen, Mr. Pinkys Laden, Maybelles Musikladen, das Studio der Corny Collins Show oder den Nachsitzraum. Ein Highlight ist die überdimensionale Spraydose, die eine besondere Überraschung bereithält.
Der Orchestergraben ist überbaut, sodass die Musiker im hinteren Bühnenbereich sitzen und – je nach Szene – sichtbar sind.
Einige Darsteller aus der Bonner Produktion waren auch in Darmstadt dabei. Alle wirkten sehr glaubwürdig in ihren Rollen.
Tracy ist eine unbekümmerte Schülerin, die von einem Auftritt in der Corny Collins Show träumt. Sie erkennt Ungerechtigkeit und nimmt sie nicht einfach hin, sondern setzt sich aktiv dagegen ein – trotz Spott und Ablehnung. Als Velma ihr beim Vortanzen entgegnet: „Nicht zu spät … zu dick“, merkt man, wie sehr sie das trifft. Dennoch lässt sie sich nicht entmutigen.
Edna, ihre Mutter, möchte sie zunächst schützen, da sie Angst hat, dass Tracy verspottet wird. Sie selbst hat kaum Selbstbewusstsein, entwickelt dieses aber im Laufe der Handlung. Die Rolle wird traditionell von einem Mann gespielt – hier angenehm ruhig und ohne Überzeichnung.
Wilbur, Tracys Vater, ist lebensfroh und unterstützt seine Tochter von Anfang an. Das Duett „Du bist zeitlos für mich“ war gleichzeitig witzig und berührend – ein echtes Highlight.
Link Larkin wirkt anfangs sehr auf sein Image bedacht, entwickelt sich aber im Laufe des Stücks weiter und zeigt schließlich Haltung.
Penny und Seaweed sind ein besonders sympathisches Paar. Ihre Beziehung zeigt, wie selbstverständlich Offenheit und gegenseitige Zuneigung sein können.
Motormouth Maybelle beeindruckt durch ihre starke Präsenz. Während sie im ersten Akt Selbstbewusstsein mit ihrem Solo "Breit, blond und blendend" ausstrahlt, zeigt sie im zweiten Akt mit „Ich weiß, wo ich war“ eine sehr emotionale und verletzliche Seite.
Amber und Velma sind bewusst unsympathisch angelegt und werden entsprechend überzeugend gespielt. Ihre überheblichen und verletzenden Aussagen lassen einen als Zuschauer nur den Kopf schütteln.
Auch das Ensemble insgesamt überzeugte sowohl schauspielerisch als auch stimmlich.
Die Live-Band spielte schwungvoll, ohne den Gesang zu überdecken. Beim Schlussapplaus zählte ich 16 Musiker – eine positive Überraschung.
Die Tonabmischung war durchweg gelungen, alles war gut verständlich.
Die Kostüme passten hervorragend zur Zeit der 1960er-Jahre, besonders die farbenfrohen Outfits in der Corny Collins Show. Ednas Entwicklung wird auch optisch sichtbar – von gedeckten Farben hin zu einem glitzernden blauen Kleid.
Das Publikum war angenehm ruhig, ohne störende Gespräche. Besonders positiv fiel mir auf, dass es keinen lauten Pfeifjubel gab – nur Applaus und Begeisterung.
Beim Finale ließ sich das Publikum mitreißen – „Niemand stoppt den Beat“ und verdiente Standing Ovations.
Die Inszenierung hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Sie verbindet mitreißende Musik mit einer wichtigen, nachdenklich stimmenden Botschaft. Man lacht viel, wird aber auch immer wieder zum Nachdenken angeregt.


4. Persönliche Highlights

Lieblingsszene: „Glocken klingen sehr“ (das „Quietschie-Lied“) und das Duett von Tracys Eltern
Bestes Solo: „Ich weiß, wo ich war“ (Motormouth Maybelle)
Bestes Duett: „Du bist zeitlos für mich“ (Edna & Wilbur)
Ohrwurm des Tages: „Niemand stoppt den Beat“
Überraschung des Tages: Darsteller laufen durchs Publikum, Effekt beim Gefängnisschloss (funktioniert in der besuchten Vorstellung in Bonn nicht)
Beste Ensemblenummer: „Niemand stoppt den Beat“
Emotionalster Moment: Tracy ist kurz vorm Aufgeben, Maybelle ermutigt sie

Mittwoch, 15. April 2026

Kurz gebellt zu: Gefährliche Gestalten

  




   Allgemeine Infos:

OriginaltitelGefährliche Gestalten
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Katja Brandis
Übersetzt von: ///
Verlag: Arena
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Seawalkers
Teil: 1
Genre: Urband Fantasy
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 301
Preis11,00 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-401-51300-3







Klappentext:
Für Tiago ist es ein Schock, als er herausfindet, dass er ein Gestaltwandler ist. Und was für einer: In seiner zweiten Gestalt als Tigerhai wird er sogar von seinen Mitschülern gefürchtet. Einzig das fröhliche Delfinmädchen Shari hat keine Angst vor ihm. Doch ihre Freundschaft wird bereits beim ersten großen Abenteuer, das sie an der Blue Reef High erwartet, auf die Probe gestellt.


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Geschenk
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 08.04.2026
Beendet: 14.04.2026
Gebraucht: 7 Tage

Kurz gebellt


Weil mir die Woodwalkers-Reihe so gut gefallen hat und ich Haie faszinierend finde, war ich sehr neugierig auf den ersten Teil von Seawalkers. Schließlich ist Tiago, der Protagonist, in seiner Tiergestalt ein Tigerhai. Gerade deshalb war meine Erwartung entsprechend hoch.
Leider wurde ich mit ihm überhaupt nicht warm. Er wirkt oft sehr oberflächlich und bewertet andere nach ihrem Aussehen, wirft aber genau das seiner Erzfeindin vor. Fiese Bemerkungen haut er ebenfalls gerne raus. 
An dieser Stelle möchte ich einen seiner Gedanken von Seite 158 nennen:
„Vielleicht ein bisschen oberflächlich, aber auch nicht schlimmer als manche fetten, in Jogginganzügen und nach billigem Parfüm stinkenden Mütter in meiner alten Highschool.“
Gerade weil ich Haie unglaublich faszinierend finde und mich sehr auf einen Hai-Wandler als Protagonisten gefreut habe, war meine Enttäuschung über Tiago besonders groß. Ich hatte erwartet, dass ich mich mit ihm gut identifizieren kann und vielleicht sogar mit ihm mitfühle – vor allem in Momenten, in denen andere ihn aufgrund seiner Hai-Gestalt fürchten oder meiden. Diese Angst kann ich selbst nämlich überhaupt nicht nachvollziehen.
Umso schwieriger fand ich es, dass Tiago selbst immer wieder sehr oberflächliche und abwertende Gedanken über andere äußert. Damit hat er für mich viel von dem zerstört, was ich mir von einem solchen Charakter erhofft hatte. Statt Mitgefühl auszulösen, entstand bei mir eher Distanz.
Als Carag auftaucht, reagiert Tiago zudem mit einer sehr starken Eifersucht, was ihn für mich nicht sympathischer macht. Über den Puma-Wandler aus der Woodwalkers-Reihe habe ich mich dagegen sehr gefreut – Carag mochte ich ja von Anfang an.
Von Shari, dem Delfinmädchen, erfährt man leider nicht allzu viel. Sie wird von Tiago vor allem über ihr Aussehen beschrieben – als das schönste Mädchen der Welt und sehr schlank. Auch hier fiel mir wieder diese starke Oberflächlichkeit auf.
Die Rivalität zwischen Tiago und einigen der Süßwasser-Wandler hat mich ein wenig an die Situation zwischen Carag und den Wölfen erinnert.
Der Schreibstil ist dagegen sehr angenehm. Die Sätze sind klar und nicht unnötig verschachtelt, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Das war auch ein wichtiger Grund, warum ich weitergelesen habe, obwohl ich mit Tiago nicht warm wurde. Außerdem war ich natürlich gespannt auf das „Wiedersehen“ mit Carag.
Normalerweise mag ich die Ich-Perspektive sehr, weil man dadurch eine enge Verbindung zur Hauptfigur aufbauen kann. Hier hätte ich mir allerdings gewünscht, etwas weniger in Tiagos Gedankenwelt zu stecken.
Was mich ebenfalls gewundert hat: Er nimmt es erstaunlich gelassen hin, dass er ein Seawalker ist. Da er bis zu seiner Verwandlung als Mensch gelebt hat und nichts von dieser Welt wusste, hätte ich mehr Unsicherheit, Fragen oder auch Ängste erwartet. Stattdessen findet er sich sehr schnell damit ab.
Mit der Cafeteria hatte ich ein wenig Schwierigkeiten beim Vorstellen. Das Konzept mit dem gefluteten Raum, damit die Wandler in Tiergestalt hineinschwimmen können, fand ich zwar grundsätzlich interessant. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, wie das für die Wandler in Menschengestalt praktisch umgesetzt ist, wenn dort auch Tische und Bänke stehen.
Vielleicht habe ich mir das auch zu realistisch vorgestellt, aber für mich wirkte das nicht ganz stimmig, weil ich mir schwer vorstellen konnte, wie man dort trocken und bequem essen soll.
Ab dem Zeitpunkt, an dem Shari, Ella, Tiago und Carag auf ihre Rettungsmission gehen, wird es deutlich spannender. Der mysteriöse Hilferuf sorgt für eine interessante Entwicklung, die mich dann auch mehr fesseln konnte.
Das Buch behandelt außerdem Themen wie Naturschutz, insbesondere den Schutz der Gewässer, und setzt sich kritisch mit Tiershows auseinander. Dabei wirkt es nicht belehrend, sondern regt eher dazu an, sich eigene Gedanken zu machen.
Insgesamt hat mir das Buch also durchaus gefallen. Nur Tiago hätte ich mir weniger oberflächlich und dafür deutlich sympathischer gewünscht. Gerade weil er ein Hai-Wandler ist, hat mich das besonders enttäuscht.


Zitate, die im Kopf geblieben sind

///

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Schade. Ich hatte erwartet, dass mir die Geschichte mit einem Hai-Wandler als Protagonisten besonders gut gefallen würde.
Fazit: Eine interessante Idee, die für mich durch den unsympathischen Protagonisten etwas an Lesespaß verliert.
Bewertung


Schiggy unterwegs... Grease in Dortmund

 


1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel der Veranstaltung: Grease – Das Musical
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Opernhaus Dortmund
Sprache: Dialoge auf Deutsch, Songs auf Englisch
Besuch: 12.04.2026
Beginn: 14:30 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden 30 Minuten inkl. Pause
Reihe / Platz: Reihe 6, Platz 169
Vorlage: originäres Stück
Wichtige Hinweise: Sing-along-Show (zwei Songs wurden jeweils einmal regulär und einmal zum Mitsingen gespielt)

2. Die Besetzung der besuchten Vorstellung

Danny Zuko: Philipp Büttner
Sandy Dumbrowski: Antonia Kalinowski

Pink Ladies:
Betty Rizzo – Maria-Danaé Bansen
Frenchy – Friederike Zeidler
Marty Maraschino – Katalin Rohse
Jan – Anna Teodora Donosa-Danila

Burger Palace Boys:
Kenickie Murdock – Markus Schneider
Doody – Pedro Reichert
Roger – Julius Störmer
Dominic „Sonny“ LaTierri – Jonathan Guth

Weitere Rollen:
Patty Simcox – Kelly Parnier
Eugene Florczyk – Albert Gaßmann
Charlene „Cha-Cha“ DiGregorio – Giulia Vazzoler
Miss Lynch – Brigitte Schirlinger
Vince Fontaine – Mark Seibert

Ensemble:
Alina Adam, Sofia Elena Coretti, Carina Leopold, Marie Pioner, Lucia Prader-Pscheidl, Christina Verrieth, Andrew Chadwick, Jan-Marten Gerve, Christoph Gründinger, Timm Moritz Marquardt, Tamino Herzog, Ivan Keim

Grease-Band:
Keyboard / Musikalische Leitung – Stephan Kanyar
Gitarre I – Julien Castanie
Gitarre II – Bastian Ruppert
Bass – Malt Winter
Drums – Stefan Schott
Saxophon I – Wim Wollmer
Saxophon II – Nappo (Klaus) Bernatzky

3. Mein Eindruck von der Show

Schiggy war wieder unterwegs – dieses Mal unternahmen wir eine Zeitreise in die späten 1950er-Jahre. 
Das Musical habe ich bereits zweimal komplett auf Englisch gesehen, außerdem kenne ich die Filmadaption. Entsprechend war ich gespannt auf diese Inszenierung.
Als wir die Tickets gebucht hatten, war noch nichts von einer Sing-along-Show bekannt. Erst durch Zufall erfuhr ich davon, als ich ein Gespräch in einer anderen Vorstellung aufschnappte. Ehrlich gesagt hatte ich zunächst ein mulmiges Gefühl – ich befürchtete, dass das Publikum permanent laut mitsingen und man die Darsteller kaum noch hören würde.
Diese Sorge erwies sich zum Glück als unbegründet: Jeweils das letzte Lied vor der Pause und das Finale wurden zunächst regulär gespielt und anschließend noch einmal als Mitsing-Version wiederholt. Das empfand ich als sehr gelungene Lösung. Aus anderen Produktionen kenne ich es so, dass die Mitsing-Parts direkt in die Handlung integriert sind – diese Variante hier war deutlich angenehmer. Ein klarer Pluspunkt.
Beim Betreten des Saals war ich zunächst überrascht vom Bühnenbild – es wirkte fast wie eine Baustelle, sogar ein Betonmischer stand auf der Bühne. Ich überlegte kurz, ob ich mich an etwas Vergleichbares aus früheren Inszenierungen oder dem Film erinnere, konnte es aber nicht einordnen. Entsprechend gespannt war ich, welche Bedeutung dieses Setting haben würde.
Noch vor Beginn tritt der „Schulleiter“ auf und erklärt, dass das Schuljahr heute endet – passend dazu, dass wir die vorletzte Vorstellung besuchten. Außerdem erläuterte er das Konzept des Sing-alongs.
Die eigentliche Vorstellung beginnt dann mit einem ungewöhnlichen Bild: Vier sichtbar gebrechliche Senioren betreten mühsam die Bühne. Dieser Einstieg weckte sofort meine Neugier. Schnell entsteht der Eindruck, dass es sich um ehemalige Schüler handelt, die an ihre Schulzeit zurückdenken. Als eine der Frauen ein Radio einschaltet und plötzlich Figuren im Stil der 1950er-Jahre erscheinen, wird klar: Die Handlung springt zurück in die Vergangenheit. Ein origineller und sehr stimmungsvoller Beginn, der mir ausgesprochen gut gefallen hat. Vermutlich handelt es sich bei der älteren Frau um Sandy, die sich an ihre Jugend erinnert.

erinnert mich irgendwie an ein Roboter-Gesicht

Die Darsteller überzeugten mich nahezu durchweg und ich nahm ihnen ihre Rollen glaubhaft ab.
Sandy, die neu an die Rydell High kommt, wirkt sehr unschuldig, beinahe naiv. Sie ist überglücklich, Danny wiederzutreffen, umso größer ist ihre Enttäuschung, als er ihre gemeinsame Vergangenheit herunterspielt. Ihre Disziplin und das eher konservative Elternhaus zeigen sich darin, dass sie weder raucht noch trinkt und immer pünktlich zu Hause ist. Dass die Pink Ladies sich darüber lustig machen, setzt ihr sichtlich zu.
Besonders emotional wird es, als sie beim Tanzwettbewerb von Danny stehen gelassen wird und im Waschraum ihr Solo „Hopelessly devoted to you“ singt – ein Moment, in dem sie sehr verletzlich wirkt.
Danny hingegen versucht, vor seinen Freunden besonders cool zu erscheinen und verdrängt dabei seine echten Gefühle. Seine Unsicherheit wird jedoch immer wieder sichtbar, etwa in seinem Solo „Sandy“, in dem deutlich wird, dass er sich ändern möchte, weil er erkannt hat, dass er Sandy liebt.
Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern war sehr stimmig, auch gesanglich harmonierten sie hervorragend.
Die Pink Ladies werden von Betty Rizzo angeführt. Sie ist selbstbewusst, schlagfertig und weiß genau, was sie will. Hinter ihrer harten Fassade zeigt sich in „There are worse things I could do“ jedoch eine verletzlichere Seite.
Frenchy ist offen und herzlich, ohne dabei zu überdreht zu wirken, was mir hier besonders gut gefiel. In einer anderen Vorstellung war sie wirklich extrem quietschig.
Marty wirkt stark auf materielle Dinge fixiert und nutzt ihren Charme gezielt aus, was sich in „Freddy my love“ zeigt.
Jan tritt zunächst eher zurückhaltend auf, beweist aber durchaus Schlagfertigkeit.
Auch die T-Birds – Kenickie, Doody, Roger und Sonny – geben sich betont cool, halten aber fest zusammen. Ihr Umgang mit Eugene, den sie regelmäßig schikanieren, zeigt jedoch auch die Schattenseiten ihres Verhaltens.
Eugene selbst wirkt unsicher und geduckt, als wolle er möglichst wenig auffallen. Gleichzeitig sehnt er sich danach, dazuzugehören, was besonders deutlich wird, als er Dannys Jacke tragen darf.
Die Cheerleaderin Patty Simcox hingegen ist ehrgeizig, selbstbewusst und sehr darauf bedacht, im Mittelpunkt zu stehen.
Cha-Cha bringt als temperamentvolle Tänzerin zusätzliche Dynamik in die Handlung, während Miss Lynch als strenge, aber faire Lehrerin auftritt.
Alle diese Rollen waren überzeugend besetzt und auch das Ensemble versprühte eine ansteckende Energie.
Als einzige Rolle konnte mich die des Vince Fontaine nicht überzeugen. Sein Auftritt beim Tanzwettbewerb wirkte auf mich unangenehm und insgesamt zu überzeichnet. Die ohnehin selbstverliebte und „schmierige“ Art der Figur wurde hier für meinen Geschmack zu stark durch ausladende Gestik betont, wodurch sie eher ins Karikaturhafte abglitt und an Charme verlor.
Bei anderen Inszenierungen wirkte diese Figur ebenfalls selbstbewusst, aber deutlich zugänglicher. Zudem fiel auf, dass ein zunächst angedeuteter amerikanischer Akzent nicht konsequent beibehalten wurde. Auch stimmlich sagte mir die Klangfarbe nicht zu, sodass diese Rolle im Vergleich zu den übrigen Darstellern für mich abfiel.



Die bekannten Songs sorgten für gute Stimmung, ohne dass das Publikum permanent mitklatschte – was ich persönlich sehr angenehm fand. Die Live-Band, bestehend aus sieben Musikern, spielte schwungvoll und gut abgestimmt, ohne den Gesang zu übertönen. Besonders gelungen fand ich ihre Integration in die Handlung beim Tanzwettbewerb.
Das Bühnenbild ist grundsätzlich fest angelegt, wird jedoch durch zahlreiche Requisiten flexibel ergänzt. Szenenwechsel erfolgen sichtbar, aber schnell und fließend, was ich eher charmant als störend empfand. Mit wenigen Mitteln entstehen Klassenzimmer (Stühle, Tische), Schlafzimmer (Bett, Schrank), Sporthalle (Basketballkorb), Werkstatt (Schild, auf dem Garage steht), Waschraum (Waschbecken), riesige Schilder in Autoform (Autokino) oder Café (Bistrotische, riesige Schallplatte mit den Worten Burger Palace). 
Als Kenickies Cabrio zum ersten Mal auf die Bühne geschoben wurde, war das schon ein kleiner „Wow-Moment“. Das war so ein richtiger amerikanischer Schlitten, wie man ihn sich aus dieser Zeit vorstellt.
Auch die Kostüme transportieren das Flair der 1950er-Jahre sehr gut – von Petticoats bis Lederjacken. Sandys Wandel wird dabei auch optisch deutlich unterstrichen. Trägt sie zunächst noch weite Petticoats, Turnschuhe und einen Pferdeschwanz, betont sie am Ende mit enganliegender Kleidung, High-Heels und Locken ihr erwachtes Selbstbewusstsein.
Das Lichtkonzept unterstützt die Szenen stimmungsvoll, und die Choreografien wirken schwungvoll und präzise.
Positiv hervorzuheben ist auch das Publikum, das aufmerksam und respektvoll war. Störungen wie Gespräche oder Handy-Nutzung habe ich dieses Mal nicht mitbekommen.
Das Sing-along-Konzept war insgesamt gelungen, auch wenn die Platzierung der Übertitel nicht optimal war, weil man sich entscheiden musste, ob man die Texte liest oder den Darstellern zuschaut. Während „We go together“ eher zurückhaltend aufgenommen wurde, sorgte „You’re the one that I want“ am Ende für deutlich mehr Beteiligung.
Der Schluss der Inszenierung gefiel mir besonders gut: Die Handlung kehrt zur älteren Sandy zurück und schließt damit den Kreis zum Anfang. Dieser dramaturgische Rahmen wirkte sehr stimmig und rundete die Inszenierung gelungen ab.
Positiv hervorheben möchte ich außerdem: Im Foyer gab es eine Fotoecke mit einem Bistrotisch und Requisiten-Milkshakes. Da haben wir uns dann direkt angestellt, um Erinnerungsfotos zu machen.
Als kleines Geschenk gab es am Infostand einen Kamm aus Holz, in dem „Grease“ und „Opernhaus Dortmund“ eingebrannt waren. Dieser steckte in einer Verpackung, auf der „Kamm to Dortmund“ stand. Ein witziges Wortspiel.
Insgesamt handelt es sich um eine schwungvolle Inszenierung mit viel Spielfreude, starken Stimmen und einer gelungenen Umsetzung. Besonders die kreative Verbindung von Anfang und Ende bleibt positiv in Erinnerung, auch wenn die Darstellung von Vince Fontaine für mich etwas hinter dem ansonsten hohen Niveau zurückblieb.



4. Persönliche Highlights

Lieblingsszene: Beauty School Dropout
Bestes Solo: Hopelessly devoted to you (Sandy)
Bestes Duett: Rock’n’Roll Party Queen (Doody und Roger)
Ohrwurm des Tages: Das Musical ist voller Ohrwürmer – keine eindeutige Wahl möglich
Überraschung des Tages: Das erste Auftauchen des Autos
Beste Ensemblenummer: Greased Lightning
Lustigster Moment: „Sie sind so… so alt.“ sowie Doodys Gitarrenversuch
Emotionalster Moment: „Hopelessly devoted to you“ – sehr berührend und verletzlich dargestellt



Dienstag, 14. April 2026

Aktuell lese ich...

 Hallo,





... einen Reihenauftakt und einen Einzelband.

Mein aktuelles Lesefutter



Für Tiago ist es ein Schock, als er herausfindet, dass er ein Gestaltwandler ist. Und was für einer: In seiner zweiten Gestalt als Tigerhai wird er sogar von seinen Mitschülern gefürchtet. Einzig das fröhliche Delfinmädchen Shari hat keine Angst vor ihm. Doch ihre Freundschaft wird bereits beim ersten großen Abenteuer, das sie an der Blue Reef High erwartet, auf die Probe gestellt.





»Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast ... «, behauptet der Verfasser eines anonymen Briefs und versetzt damit Julie, Ray, Helen und Barry in Angst und Schrecken. Eigentlich war es »nur« ein Unfall – doch an jenem Juliabend vor einem Jahr beschlossen die vier Freunde, das tödliche Ereignis für immer als ihr Geheimnis zu bewahren. Aber irgendjemand kennt die Wahrheit – und will Rache! Und damit beginnt ein albtraumhafter Wettlauf auf Leben und Tod ...



Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 239 von 301. <Es dauerte eine Weile, bis ich herausfand, woher der Ruf gekommen war.> (Kapitel Mit Klauen und Zähnen)





Aktuell bin ich auf Seite 58 von 254.<Ray Bronson war nicht überrascht, als er morgens den Umschlag im Briefkasten entdeckte.> (Kapitel Fünf)



Warum dieses Buch?



Weil ich so einige Reihenauftakte auf dem SuB habe, dachte ich, ich lese in nächster Zeit überwiegend die ersten Bände und entscheide dann, ob ich die Reihe überhaupt weiterverfolgen will. Die Woodwalkers-Reihe hat mir gut gefallen. Von Haien bin ich ja fasziniert. Also war ich wirklich gespannt auf die Seawalkers.





Ich habe nach bestimmten gebrauchten Filmen gesucht, die es neu nicht mehr gibt. Dann haben mir gerade noch 1,29 € bis zur portofreien Lieferung gefehlt. Also habe ich bei den 1-2 € Büchern geschaut und das hier für 1,40 € entdeckt und mitbestellt. Weil ich so meine Schwierigkeiten mit dem Protagonisten aus Seawalkers habe, und dieser Thriller nur um die 250 Seiten hat, habe ich das Buch direkt begonnen. 



Was gibt es sonst noch zu sagen?


Ich hatte es ja schon angedeutet. Leider ist mir Tiago nicht sympathisch. Er ist ganz schön oberflächlich und auch fies. Auf Seite 158 sind seine Gedanken etwa "Vielleicht ein bisschen oberflächlich, aber auch nicht schlimmer als manche fetten, in Jogginganzügen und nach billigem Parfüm stinkenden Mütter in meiner alten Highschool." Überhaupt bewertet er die anderen nach ihrem Aussehen. Shari ist natürlich das schönste Mädchen der Welt. Als dann Carag auftaucht, reagiert Tiago sehr eifersüchtig. Dass er ein Seawalker ist, nimmt er außerdem schnell hin und findet sich ruckzuck zurecht. Und das mit der überfluteten Cafeteria stelle ich mir seltsam vor. Ja, es soll dafür sein, dass die Seawalkers in ihrer Tiergestalt hinschwimmen können, aber das bedeutet ja auch, dass diejenigen in Menschengestalt wahrscheinlich hüfthoch durchs Wasser waten und dann sich nass zum Essen hinsetzen. Das klingt nicht so angenehm.



Leider wurden bei meinem Exemplar die ersten Seiten rausgerissen. Die erste Seite ist dann Kapitel 1. Ich habe dann erst mal geschaut, ob da vielleicht der Prolog fehlt, aber es gibt keinen. Naja, die rausgerissenen Seiten sind nicht so toll, aber das Buch hat ja nicht mal 1,50 € gekostet. Weil eben auch nichts von der Handlung fehlt, kann ich drüber hinwegsehen.



Was ist sonst noch passiert?


Ich bin dabei, das neue Zuhause für Schiggy anzulegen. Es ist zwar noch etwas Zeit, aber ich wollte schon mal damit beginnen. Dann kann ich das in Ruhe ohne Druck erledigen. Als Eiablage-Platz (ich hatte ja schon erzählt, dass sie das braucht, weil sie sonst an Legenot sterben könnte) habe ich eine Kaninchentoilette gekauft. Die fülle ich dann mit Sand auf und pflanze Mini-Gräser ein, damit sie dann ungestört ist. Weil sie dreieckig ist, passt sie auch ideal in die Ecke auf ihre Höhle. Als Weg nach oben habe ich an eine Nagerbrücke aus Holz gedacht. Dabei habe ich schon eine als Sonnendeck. Das kennt sie also und hat keine Schwierigkeiten, daran hochzuklettern.
So eine Nagerbrücke meine ich. Sie ist mit Drähten durchzogen und lässt sich deshalb schön verbiegen.
Sobald das neue Zuhause fertig ist, werde ich dann mal ein Foto davon machen.


Liebe Grüße
Tinette

Schon gelesen?

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