Dienstag, 1. September 2026

Aktuell lese ich... Die Krone der Meere und Das Nibelungenlied

 Hallo,





... zwei Bücher.

Mein aktuelles Lesefutter






📖 1593. Die Hanse kämpft um ihr Überleben, misstrauisch beäugen die Kaufleute Lübecks den Aufstieg des rivalisierenden Amsterdam. Der junge Arjen, unehelich in eine Lübecker Kaufmannsfamilie geboren und voller Neugier auf die weite Welt, macht sich auf, um in der niederländischen Metropole das Glück zu finden. Dank seinem Geschäftssinn erarbeitet er sich schnell Reichtum und Respekt. Doch als er sich ausgerechnet in Marianna verliebt, die längst einem anderen versprochen ist, muss Arjen erkennen, dass Erfolg seinen Preis hat und man die Vergangenheit niemals ganz hinter sich lassen kann ...




📖 Das um 1200 entstandene »Nibelungenlied« ist das bekannteste deutsche Heldenepos: Jeder kennt Siegfrieds Tarnkappe und seine Haut aus Drachenblut, das Schwert Balmung, den Schatz der Nibelungen und die fürchterliche Rache der Kriemhild. Wie kaum ein anderes Werk diente das »Nibelungenlied« als Vorlage für Literatur, Kunst und Film: Spätestens seit dem Welterfolg von »Der Herr der Ringe« sind die sagenhaften Bilderwelten fester Bestandteil moderner Populärkultur.

Lesezeichen




🔖Aktuell bin ich auf Seite 256 von 704. <"Irgendein Aufruhr. Jemand ist mit einem Messer auf den Hund losgegangen."> (Kapitel Hamburg, Juli 1597)



🔖 Aktuell bin ich auf Seite 110 von 262. <Als Kriemhilt so verwitwet war, blieb Markgraf Eckewart mit seinen Männern bei ihr im Lande und diente ihr unermüdlich.> (Kapitel 19 Wie der Nibelungenschatz nach Worms gebracht wurde)

Warum dieses Buch?




❓Aus der Vorwoche...



❓ Das Buch habe ich einfach spontan aus dem Regal gezogen. Das Nibelungenlied haben wir damals in der Schule gelesen. Letztes Jahr habe ich dann eine Doku darüber gesehen und gedacht, dass mir Vieles nicht mehr vertraut vorkam. Deshalb hatte ich mir beschlossen, es irgendwann nochmal zu lesen.

Was gibt es sonst noch zu sagen?




💬Ich muss hier sagen, dass mich besonders das Schicksal von Agnes und Thilo berührt. Sie lebt schon lange auf der Straße und muss sich durchkämpfen. Er stammt aus reichem Haus und musste nach der Ermordung seiner Eltern fliehen und hat seitdem ebenfalls kein Zuhause mehr. Arjens Geschichte interessiert mich nicht so. Ich bin aber gespannt, ob die drei Handlungsfäden am Ende zusammenführen.



💬 Die Prosaform lässt sich wirklich sehr gut lesen. 

Was ist sonst noch passiert?


Die Serie habe ich durch Zufall entdeckt. Sherlock und eine vermeintliche Tochter? Das hört sich interessant an. Bisher habe ich die ersten beiden Folgen geschaut. Sie haben mir gut gefallen. Ich möchte wissen, wie es weitergeht.










Nachdem ich Die Auferstehung gelesen habe, habe ich mir vorgenommen, mir die Original-Reihe anzuhören. Den ersten Fall habe ich als mp3 gekauft. Allerdings habe ich noch keine Gelegenheit gefunden, reinzuhören. Mal schauen, ob ich es heute nach der Arbeit schaffe...


Liebe Grüße
Tinette

Montag, 31. August 2026

Schiggy unterwegs... Der Schimmelreiter in Fulda (2. Besuch)

 

Schiggy war wieder unterwegs und wollte erneut herausfinden, was es mit den Gerüchten um das mysteriöse Pferd auf sich hat.
Es war mein zweiter Besuch von „Der Schimmelreiter“. Nach der Vorstellung im Juni – damals die dritte reguläre Show – wollte ich wissen: Hat sich inzwischen auch beim Ton alles eingespielt? Dieses Mal begleitete mich erneut meine Schwester.
Allerdings saßen wir diesmal deutlich weiter vorne: in Reihe A des Orchestergrabens. Was würde das im Vergleich zu Reihe 3 für einen Unterschied machen? Durch den Orchestergraben liegen die Reihen A, B und C noch vor Reihe 1. Reihe 3 entspricht damit – wenn man einfach die Reihen von der Bühne aus zählt – eigentlich der sechsten Sitzreihe.


1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel der Veranstaltung: Der Schimmelreiter
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Schlosstheater Fulda
Sprache: Deutsch
Besuch: 30.08.2026
Beginn: 14:00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden (inkl. Pause)
Reihe / Platz: Orchestergraben, Reihe A, Platz 13
Vorlage: Gleichnamige Novelle von Theodor Storm


2. Mein Eindruck von der Show


Vorweg kann ich bereits sagen: Uns beiden hat der zweite Besuch besser gefallen – obwohl unser Sitzplatz seine Vor- und Nachteile hatte.
Der größte Vorteil von Reihe A ist natürlich die unmittelbare Nähe zur Bühne. Die Mimik der Darsteller ist hervorragend erkennbar, und genau darauf legen meine Schwester und ich großen Wert. Außerdem sitzt niemand vor einem, sodass die Sicht weder durch größere Personen noch durch trotz Verbots filmende Besucher eingeschränkt wird.
Allerdings zerstört die Nähe zur Bühne teilweise auch einige Illusionen. Man erkennt eben, dass das Essen, der blutige Sack, die Totenkopfmasken oder der Regen auf den Mänteln nicht echt sind.
In Reihe 3 hatte ich beispielsweise den Effekt mit den Regenmänteln besonders gelungen gefunden. Solange der Vorhang, auf den der Regen projiziert wird, noch vor der Bühne hing, wirkte auch von Reihe A aus alles erstaunlich realistisch. Dieser Eindruck brach allerdings in sich zusammen, als der Vorhang hochgezogen wurde und ich freie Sicht auf den Deichbau bei diesem Wetter hatte.
Teilweise werden Personen oder Gegenstände im Hintergrund durch Darsteller verdeckt, die direkt vor einem stehen. Da die Reihen ab der zweiten Reihe ansteigen, hat man weiter hinten eine bessere Sicht auf das gesamte Bühnengeschehen.
Ein besonders großer Nachteil zeigte sich für mich bei Elkes Szene im Wochenbett. Da das Bett schräg stand, blickte ich direkt auf das hohe Bettende und konnte Elke nicht sehen. Dadurch ging für mich viel von der Emotionalität der Szene verloren, und auch Haukes Solo „Lass sie leben“, in dem er Gott anfleht, seine Frau zu retten, verfehlte etwas seine Wirkung.
Dafür konnte ich diesmal viele Details entdecken, die mir bei meinem ersten Besuch entgangen waren – entweder, weil es so viele andere Eindrücke zu verarbeiten gab oder weil mir damals Personen vor mir die Sicht versperrten.
 
So entdeckte ich beispielsweise das Gerippe im hinteren linken Bühnenbereich, das laut Gerüchten der Dorfbewohner nur sichtbar ist, wenn der Schimmel nicht unterwegs ist. Dieses Detail gefällt mir besonders gut – vor allem in dem Moment, als einer der Knechte mit dem Boot losrudert, um zu überprüfen, ob es im Watt liegt oder nicht.
Des Weiteren waren mir dieses Mal vier Männer auf einer Bank aufgefallen. Sie saßen dort rauchend mit ihren dünnen, langen Pfeifen und waren die Ruhe selbst, während Ole versuchte, sie gegen Hauke aufzustacheln.
Mir fiel außerdem auf, dass Hauke nicht einfach nur irgendwo steht und seinen Vater betrauert. Auf der Bühne ist ein Kreuz aufgebaut. Er steht also an dessen Grab.
Bei einer eigentlich fröhlich aufgelösten Feier sieht Hauke Elke mit einem großen, vermummten Mann tanzen. Das war doch genau derjenige, der ihm den Schimmel für dreißig Taler verkauft hatte!
Hauke bekommt Panik und möchte Elke von diesem Mann lösen. Doch plötzlich ist dieser verschwunden und an seiner Stelle steht der Pfarrer.
Hat Hauke sich das gerade eben nur eingebildet?
Meine Schwester hatte dazu eine ganz andere Assoziation: Für sie sah es aus, als hätte Elke gerade mit dem Tod getanzt. Allein durch die Größe des vermummten Mannes wirkte diese Szene auf sie besonders stark.
Bei meinem ersten Besuch war ich zu Beginn durch die Diskussionen zweier Besucherinnen abgelenkt worden und hatte deshalb Teile des Anfangs verpasst. Diesmal konnte ich ihn ungestört verfolgen und entdeckte so, dass der Schimmel aus drei voneinander getrennten Teilen besteht. Das war mir vorher überhaupt nicht bewusst. Tatsächlich hatte ich gedacht, der Schimmel sei ein einziges Element, das gemeinsam von den drei Darstellern gespielt wird.
Beim ersten Auftauchen des grünen Kamins bemerkte ich außerdem den warmen, roten Hintergrund. Das fand ich sehr passend. Ich hatte ja bereits in meinem ersten Bericht erzählt, dass ich einen Kamin automatisch mit Behaglichkeit und Gemütlichkeit verbinde.
 
Trins Todesszene hatte ich im Juni nicht so bewusst wahrgenommen.
Diesmal sah ich sie in ihrem weißen Gewand, mit offenen, ungekämmten Haaren und einem bleichen Gesicht. Dadurch wirkte sie auf mich bereits wie ein Geist. Die Tänzer mit ihren Todesmasken umzingeln sie zusätzlich.
Trins Mimik fand ich sehr ausdrucksstark. Die Schminke unterstützt diesen Eindruck: Ihr Gesicht wirkt leicht grau, während die Falten stark betont sind. Sie erscheint dadurch sehr alt und lebenserfahren.
Wirklich sehr unheimlich fand ich ihre weit aufgerissenen Augen und ihren durchdringenden Blick. Ich hatte das Gefühl, als würde sie etwas über mich wissen, das ich selbst noch nicht weiß.
Auch ihre Stimme ist mir besonders stark in Erinnerung geblieben. Sie ist kraftvoll und zugleich angenehm. Bei ihren Worten hatte ich immer das Gefühl, dass sie vollkommen von ihnen überzeugt ist und alles, was sie sagt, wohlüberlegt ist.
Ich war besonders gespannt auf ihr Solo „Die Sündenflut“, das mir erneut sehr gut gefallen hat. Der Nebel, der düstere Hintergrund und die Tänzer mit den Totenkopfmasken erzeugen eine ausgesprochen unheimliche Atmosphäre.
Sehr interessant fand ich, wie unterschiedlich meine Schwester und ich diese Szene diesmal erlebt haben.
Im Gegensatz zu meinem ersten Besuch hatte ich diesmal nicht das Gefühl, dass sich die Bühne hebt. Bei meiner Schwester neben mir hatte sich dieser Eindruck dagegen sogar noch verstärkt; ihr wurde davon richtig schwindlig.
Sie vermutet, dass es darauf ankommt, wohin man während der Szene genau schaut. Sie war stark auf Trin fixiert, während ich hauptsächlich auf die Tänzer im Hintergrund achtete, unter anderem, um Trins Blick auszuweichen.
 
Hauke wurde diesmal von einem Cover gespielt, der die Rolle deutlich anders interpretierte als die Erstbesetzung im Juni.
Dieser Hauke wirkte auf mich wesentlich ängstlicher und unsicherer. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass er sich selbst manches nicht zutraut.
Besonders fiel mir das in seinem Umgang mit Ole auf. Für mich hatte es den Anschein, als würde Hauke vor ihm kuschen. Selbst als Deichgraf zuckt er vor seinem Widersacher zusammen und meidet den Blickkontakt.
Auch im Umgang mit Elke wirkt er sehr schüchtern.
Gerade weil dieser Hauke eher verschlossen und unsicher erscheint, kann ich gut nachvollziehen, dass die Dorfbewohner ihn seltsam finden.
Der Hauke der Erstbesetzung kam mir dagegen selbstbewusster vor. Damals zog ich eher den Schluss, dass die anderen Einwohner ihn vor allem wegen seiner Zielstrebigkeit und seines Engagements für den Deichbau als merkwürdig abstempeln.
Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich dieselbe Figur allein durch eine andere Interpretation wirken kann. Für mich funktionieren beide Versionen dieses Charakters.
Bei Haukes Solo „Lass sie leben“ gefiel mir besonders, wie seine Stimme gegen Ende bricht und wackelig wird – als wäre er mit der Situation gerade vollkommen überfordert. Das passt für mich sehr gut, weil er solche Angst um Elke hat.
Allerdings hatte ich bei Hauke das Gefühl, an vier Stellen Klackergeräusche gehört zu haben. Meine Schwester konnte das nicht bestätigen. Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob ich da vielleicht selbst Gespenster gehört habe. Jedenfalls war es ausschließlich im ersten Akt.
 
Elkes Solo „Für wen?“ hatte mir bereits beim ersten Besuch so gut gefallen, dass ich es zu meinem persönlichen Favoriten erklärt hatte. Das hat sich nicht geändert.
Ich fand das Lied erneut sehr schön und emotional gesungen. Elke macht sich Sorgen um die Zukunft ihrer stillen Tochter, während diese unbeschwert mit den Herbstblättern spielt.
Elke geht langsam auf und ab, die Finger ineinander verknotet, und wirft immer wieder einen aufmunternden, liebevollen Blick zu Wienke. Sobald sie sich jedoch von ihrer Tochter abwendet, schleichen sich die Sorgen wieder in ihr Gesicht.
Da die Wochenbett-Szene durch meine eingeschränkte Sicht für mich an Intensität verloren hatte, konnte dieses Solo diesmal zugleich den Titel des emotionalsten Moments gewinnen.
 
Das Duett „Glaubst du noch an mich?“ ist weiterhin mein Lieblingsduett des Musicals.
Die hochschwangere Elke streicht über ihren Bauch und sucht Haukes Nähe. Ihr Mann sitzt währenddessen am Schreibtisch und grübelt über den Bau des neuen Deichs. Dabei scheint er nicht einmal zu bemerken, dass sie überhaupt im Raum ist.
Sie stellt sich hinter ihn und legt ihre Hände auf seine Schultern.
Er lehnt sich zurück, fast so, als würde er fallen.
Sie hält weiterhin zu ihm und fängt ihn auf.
Schließlich steht er auf, und es kommt beinahe zu einem Kuss. Doch im letzten Moment wendet er sich ab.
Am Ende stehen beide voneinander entfernt und sehen sich nicht einmal an.
Haukes Ehrgeiz scheint sie zunehmend voneinander zu entfremden.
Stimmlich hat mir das Duett wieder sehr gut gefallen. Die Stimmen harmonierten schön miteinander.
 
Meine Schwester mag die Stimme der Vollina-Darstellerin sehr gerne. Mir gefällt sie ebenfalls sehr gut.
Beim letzten Besuch klang sie aufgrund der damaligen Tonprobleme leider teilweise undeutlich. Das war diesmal überhaupt nicht der Fall. Ihre Stimme klang voll, kraftvoll und sehr sauber.
Dadurch wirkte auch ihr Duett mit Ole ausgewogen und harmonisch. Besonders deutlich wurde das beim lange gehaltenen Schlusston, den beide ohne hörbare Wackler durchhielten.
Wenn Vollina etwas „Teuflisches“ in ihre Stimme legt, denke ich jedes Mal: Sie möchte ich nicht zur Feindin haben.
In Kombination mit ihren verkniffenen Augen wirkt sie auf mich jedenfalls nicht besonders sympathisch.
Beim „Teufelspferd“, das mir sofort vertraut vorkam – ich ahnte bereits, dass gleich wieder diese „Mörder, Mörder“-Melodie aus „Jekyll & Hyde“ auftauchen würde –, bringt Vollina die anderen Frauen dazu, ihre Beobachtungen über Hauke zu erzählen.
Die Magd berichtet dabei von dem Vorfall am Wochenbett. Hauke hatte gesagt: „Falls es dich gibt.“
Dass er damit die Existenz Gottes infrage stellt, ist für die Frauen ein Schock. In Vollinas Gesicht erscheint dabei ein kaum wahrnehmbares, spöttisches Grinsen. Sie will genau das erreichen. Die Gerüchte über Hauke sollen entstehen.
 
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich viele neue Details entdeckt habe und die Mimik der Darsteller hervorragend erkennen konnte.
Wer viel Wert auf Gesichtsausdrücke und kleine schauspielerische Details legt, sollte daher durchaus erwägen, weit vorne – beispielsweise in Reihe A – zu sitzen.
Allerdings raubt die Nähe zur Bühne auch manchen Effekten ihre Illusion.
Wem die Mimik nicht ganz so wichtig ist, wer dafür aber lieber einen besseren Gesamtüberblick haben und möglichst wenig entdecken möchte, das unecht wirkt, dem würde ich eher Plätze ab Reihe 3 empfehlen.
 
Sehr positiv fand ich außerdem, dass diesmal keine Störenfriede in unserer Nähe saßen.
Das Publikum war angenehm ruhig. Dadurch wurde ich nicht abgelenkt und konnte mich vollständig auf das Geschehen auf der Bühne konzentrieren.
Es wurde außerdem nicht bei den Liedern mitgeklatscht oder bereits während eines Schlusstons in Jubel ausgebrochen. Das Publikum wartete, bis die Lieder tatsächlich vorbei waren. Das hat mir sehr gut gefallen.
 
Zu guter Letzt möchte ich noch eine nette Begegnung mit der Sitznachbarin meiner Schwester erwähnen, mit der wir vor der Vorstellung ins Gespräch kamen.
Die Frau hatte ihre Karte spontan an der Abendkasse gekauft und wohnt nicht weit von Fulda entfernt.
Das Buch hatte sie vor mindestens vierzig Jahren gelesen, weshalb ihr die Handlung nicht mehr besonders präsent war. Deshalb hatte sie die Befürchtung, dem Musical vielleicht nicht gut folgen zu können. In diesem Punkt konnten wir sie allerdings beruhigen.
Sie wollte wissen, welche weiteren Musicals wir bereits in Fulda gesehen hatten, und war sehr überrascht, als sie hörte, dass allein „Robin Hood“ bei uns zwanzig Besuche zu Buche schlagen konnte.
Wir erzählten ihr allerdings auch, dass der Produzent bei der Dernière von einer Besucherin berichtet hatte, die die Show über 180-mal gesehen hatte.
In der Pause gab sie uns ein erstes Zwischenfazit: Ihr hatte die Vorstellung bis dahin gut gefallen.
Nach der Show berichtete sie uns, dass ihr das Musical insgesamt sehr gut gefallen habe und sie nicht das Gefühl gehabt hätte, vorher noch einmal das Buch lesen zu müssen.
Zum Abschied wünschte sie uns eine gute Heimreise und scherzte, wir sollten es mit unseren Musicalbesuchen nicht übertreiben – nicht, dass wir irgendwann selbst noch auf über hundert Besuche kämen.
Das fand ich sehr sympathisch. Nicht einfach aufstehen und gehen, sondern sich noch verabschieden.
Zwar konnte ich nach wie vor keine wirklichen Ohrwürmer für mich entdecken, doch ich ging deutlich positiver gestimmt aus dem Saal als bei meinem ersten Besuch.
Das Musical konnte mit der aktualisierten Punktzahl von 177 Punkten von Platz 13 auf Platz 8 von insgesamt 16 Musicals vorgaloppieren.
Und nun bin ich schon sehr gespannt auf die Dernière am nächsten Sonntag.


3. Persönliche Highlights
Highlight des Tages:
Trin Jans' Solo „Die Sündenflut“
Bestes Solo:
„Für wen?“ (Elke)
Bestes Duett:
„Glaubst du noch an mich?“
Ohrwurm des Tages:
Keiner. Die Lieder gefielen mir insgesamt, aber keines blieb dauerhaft hängen.
Beste Ensemblenummer:
„Für die Marsch, für die Geest“
Lustigster Moment:
Die Szene mit Deichgrafen und Oberdeichgrafen.
Emotionalster Moment:
„Für wen?“

 

4. Besetzung der besuchten Vorstellung

Schiggy saß im Publikum – aber wer stand eigentlich auf der Bühne?

Hauke Haien / Reisender: Christopher Dederichs
Elke Volkerts: Pamina Lenn
Ole Peters: Dennis Henschel
Vollina Harders: Anja Backus
Schulmeister / Tede Haien: Thorsten Tinney
Trin Jans: Kaatje Dierks
Deichgraf / Arzt: Volker Metzger

Ensemble
Schimmel
Kopf: Lars Wandres
Herz: Antonello Papagno
Hinten (Hind): Robin Scheel

Magd Ann Grete: Maja Dickmann
Magd Geschke: Emma Sophie Adelmann
Magd Wiebke: Sophie Bauer
Leiterin Else: Jenny Schlensker
Dienstmagd / Lene: Jo Rackham
Dienstmagd / Mareike: Irene Eggerstorfer
Witwe Wohlers: Tina Haas
Iven Johns: Samuel Jonathan Bertz
Jeve Manners / Unbekannter: Nico Schweers
Lütten: Tobias Korinth
Carsten: Niklas Schurz
Wirt Friedrich: Steven Seale
Pastor Jansen: André Haedicke
Wiens: Torsten Paul
Junger Hauke: Rosa
Wienke: Nora

 

5 am Montag #1: Neustart


 
Hallo,

vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass ich bis 2021 die Aktion „5 am Freitag“ (die ursprünglich vom Leseclub stammte) regelmäßig auf meinem Blog geteilt habe.
Irgendwann fehlte mir die Zeit dafür und ich habe die Reihe eingestellt. Später schlief das Thema auch beim Leseclub ein. Aber ehrlich gesagt hat es mir immer riesigen Spaß gemacht. Deshalb habe ich beschlossen, die Aktion einfach zu reaktivieren – allerdings zum Wochenstart.
Neuer Name, neuer Wochentag, gleiches Prinzip: Ich suche mir ein Motto oder Schlagwort aus und stelle dazu fünf passende Bücher vor. Das Motto darf dabei ganz nach Belieben interpretiert werden.
Ob ich es jeden Montag mache, ist noch nicht sicher. Das werde ich immer spontan entscheiden.

Für das erste 5 am Montag finde ich NEUSTART besonders passend.
Mögliche Interpretationen wären zum Beispiel:

  • Spin-off
  • Reihenauftakt
  • Neuauflage
  • Protagonist(in) wagt einen Neuanfang

Und hier sind meine 5 am Montag:

1. Spieglein, Spieglein (Neuinterpretation)

Schneewittchen einmal anders und doch vertraut? Das habe ich diesen Sommer nicht nur bei den Brüder-Grimm-Festspielen erlebt. Auch bei der Twisted Tale-Reihe gibt es eine Version, die ich im Februar 2022 gelesen habe.


Nach dem Tod von Schneewittchens Mutter übernimmt ihre überall als "böse Königin" bekannte Stiefmutter die Herrschaft über das Schloss. Und Schneewittchen hält ihr hübsches Köpfchen still und gesenkt und versucht nicht aufzufallen. Aber als der Versuch, sie zu töten, gründlich schiefgeht, erwacht Schneewittchens Kampfgeist. Mit der Hilfe ihrer Zwerge und des freundlichen Prinzen, den sie nie wiederzusehen vermutet hätte, zieht sie in den Kampf gegen die Königin. Aber kann dieser überhaupt gelingen, wenn ihre Erzrivalin jeden ihrer Schritte kennt?




Meine Rezension zum Buch findet ihr hier.
Falls es euch interessiert, ob ich auch die Bühnenadaption des bekannten Märchens gelungen fand, könnt ihr das gerne hier nachlesen.

2. Edelstein-Trilogie (Neuauflage)

Die Edelstein-Trilogie wurde 2025 neu aufgelegt und an die heutige Zeit angepasst. Stellvertretend dazu habe ich den ersten Teil ausgesucht.


Manchmal ist es echt nicht leicht, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest Gwendolyn – bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Sie ist eine Zeitreisende! Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!





Meine Rezensionen zur Reihe:

3. Die Krone der Meere (mehrere Charaktere wagen einen Neustart)

Arjen versucht sein Glück in Amsterdam. Thilo muss fortan als Straßenkind leben. Auch Agnes muss sich umstellen, denn bisher hat sie sich immer allein durchgeschlagen. Findet sie in einer neuen Stadt ihr Glück? Das möchte ich unbedingt wissen. Noch habe ich einige Seiten vor mir, denn dieser Wälzer hat rund 700 Seiten. Ich lese ihn aktuell.


1593. Die Hanse kämpft um ihr Überleben, misstrauisch beäugen die Kaufleute Lübecks den Aufstieg des rivalisierenden Amsterdam. Der junge Arjen, unehelich in eine Lübecker Kaufmannsfamilie geboren und voller Neugier auf die weite Welt, macht sich auf, um in der niederländischen Metropole das Glück zu finden. Dank seinem Geschäftssinn erarbeitet er sich schnell Reichtum und Respekt. Doch als er sich ausgerechnet in Marianna verliebt, die längst einem anderen versprochen ist, muss Arjen erkennen, dass Erfolg seinen Preis hat und man die Vergangenheit niemals ganz hinter sich lassen kann ...




4. Die Auserwählten im Labyrinth (Protagonist erwacht ohne Gedächtnis)

Thomas erwacht ohne Gedächtnis. Für ihn und sein Gehirn ist es also wie ein Neustart. Die Reihe um die Auserwählten habe ich 2015 gelesen. Da Newt einer meiner Lieblingscharaktere wurde, habe ich auch sein Spin-Off gelesen.



Der erste Teil der rasanten und düsteren Trilogie "Maze Runner: Die Auserwählten". Er heißt Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem seltsamen Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth, in dem mörderische Kreaturen lauern. Nun liegt es an ihm und den anderen Überlebenden, einen Weg in die Freiheit zu finden. Doch die Zeit drängt und nicht alle werden es schaffen …






Eine Rezension zu Teil 1 oder 2 gibt es nicht auf meinem Blog, aber ich habe eine zum Re-Read von Teil 3 geschrieben, außerdem Rezensionen zu Crank Palace und Phase Null sowie zu Teil 1 der neuen Reihe The Maze Cutter. 


5. Das Adoptivzimmer (Reihenauftakt von Achim und Karl)

Die Bücher von Antonia Michaelis lese ich sehr gerne. Ich mag ihren Schreibstil sehr. Das Adoptivzimmer ist der erste Teil einer Trilogie. Achim wird adoptiert, was für ihn auch einen Neustart bedeutet.



Sosehr Achim es sich auch gewünscht hat, adoptiert zu werden, in seinem neuen Zuhause ist zunächst alles ungewohnt und fremd. Bereits in der ersten Nacht entdeckt er im Flur eine seltsame Tür, hinter der sich ein magisches Zimmer verbirgt. Hier trifft er auf einen Jungen, der vom mächtigen Namenlosen gefangen gehalten wird und Achim bittet, ihn zu befreien. Aber dazu muss Achim sich dem schrecklichen Herrscher entgegenstellen ...






Hier findet ihr eine Rezension vom Dezember 2018.

Mit diesen fünf Büchern wünsche ich euch einen tollen Wochenstart!
Liebe Grüße
Tinette










Freitag, 28. August 2026

Ins Wochenende mit... Büchern und ihren Adaptionen

 




Hallo,

seit meinem Umzug schaffe ich es leider nicht mehr persönlich zu meinem Buchclub. Um trotzdem im Austausch zu bleiben, haben wir ein privates Forum gestartet. Dort gibt es die Kategorie „Ins Wochenende mit…“, in der wir uns austauschen, mit welchen Geschichten wir ins Wochenende starten.
Weil ich die Idee so toll finde, möchte ich sie auch hier auf dem Blog mit euch teilen. Damit es sich nicht mit meinen Dienstags-Updates überschneidet, blicke ich hier über den Tellerrand: Neben Büchern geht es auch um Verfilmungen, Spiele mit Buchbezug oder Bühnenadaptionen, die für das Wochenende geplant sind.


Ich verabschiede mich ins Wochenende mit...

... diesen Büchern


1593. Die Hanse kämpft um ihr Überleben, misstrauisch beäugen die Kaufleute Lübecks den Aufstieg des rivalisierenden Amsterdam. Der junge Arjen, unehelich in eine Lübecker Kaufmannsfamilie geboren und voller Neugier auf die weite Welt, macht sich auf, um in der niederländischen Metropole das Glück zu finden. Dank seinem Geschäftssinn erarbeitet er sich schnell Reichtum und Respekt. Doch als er sich ausgerechnet in Marianna verliebt, die längst einem anderen versprochen ist, muss Arjen erkennen, dass Erfolg seinen Preis hat und man die Vergangenheit niemals ganz hinter sich lassen kann ... --- Seite 114 von 704
Das um 1200 entstandene »Nibelungenlied« ist das bekannteste deutsche Heldenepos: Jeder kennt Siegfrieds Tarnkappe und seine Haut aus Drachenblut, das Schwert Balmung, den Schatz der Nibelungen und die fürchterliche Rache der Kriemhild. Wie kaum ein anderes Werk diente das »Nibelungenlied« als Vorlage für Literatur, Kunst und Film: Spätestens seit dem Welterfolg von »Der Herr der Ringe« sind die sagenhaften Bilderwelten fester Bestandteil moderner Populärkultur.
 --- Seite 56 von 263



... dieser Verfilmung


Emma Woodhouse sucht einen Mann für ihre Freundin Harriet und merkt nicht, daß sie selbst verliebt ist. Mrs. Weston: Emmas ehemalige Lehrerin. Dank Emmas Hilfe jetzt glücklich verheiratet. Mr. Elton: Harriet sehnt sich nach diesem Snob, der aber nur für Emma Augen hat. Mr. Knightley: Emmas Schwager, Freund, Vertrauter und vielleicht auch mehr? Mr. Churchill: Wen wird dieser begehrte Junggeselle zur Frau nehmen? Jane Fairfax taucht überraschend auf und verzaubert alle Männer. Mr. Martin: Ist dieser einfache Farmer wirklich der Richtige für Harriet?

... diesem Spiel



Wieder einmal ist Dracula in Whitby, England, angekommen und hat damit begonnen, die unschuldigen Bewohner der Stadt anzugreifen. Ihre einzige Hoffnung ist Van Helsing, ein berühmter Vampirjäger, der seinen Erzfeind schon seit langem verfolgt. Die letzte Schlacht findet heute Abend statt. Wird es Van Helsing gelingen, Dracula zu besiegen, bevor er alle Bewohner von Whitby in Vampire verwandelt hat?


... dieser Bühnenadaption



Basierend auf der berühmten Geschichte von Theodor Storm bringt das Erfolgsteam von spotlight musicals im Sommer 2026 eine bildgewaltige und emotionale Inszenierung in einer neuen Dimension auf die Bühne. Ein Musical, in dem Tanz, Musik und modernste Bühnentechnik zu einem magischen und unvergesslichen Theatererlebnis verschmelzen.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Tinette

Vom Buch auf die Bühne - Bücher und ihre Musicaladaptionen



Hallo,
da ich inzwischen einige Musicaladaptionen von Büchern live erlebt und darüber berichtet habe, dachte ich mir: Warum nicht meine Buchrezensionen und Erlebnisberichte in einer Beitragsreihe sammeln und miteinander verknüpfen?

Den Anfang macht – wie könnte es anders sein – Robin Hood. Mit diesem Musical fing für mich im Blog schließlich alles so richtig an. Wer mir schon länger folgt, weiß außerdem, dass ich auch  gerne Bücher rund um die Robin-Hood-Saga lese und mir die verschiedenen Verfilmungen anschaue.

1. Robin Hood





Es gibt unzählige Geschichten über den Rächer der Enterbten. Auf meinem Blog habe ich zwei davon rezensiert:


Vom Buch auf die Bühne:
Ich habe Robin Hood – Das Musical von Spotlight Musicals zwischen 2022 und 2025 insgesamt 20 Mal gesehen. Nicht über jeden einzelnen Besuch habe ich einen eigenen Text verfasst, aber zu folgenden Vorstellungen könnt ihr meine Erlebnisberichte nachlesen:


2. Die Päpstin

Den historischen Roman Die Päpstin von Donna Woolfolk Cross habe ich vor Jahren zum ersten Mal gelesen. 2024 folgte schließlich mein Re-Read – auch als perfekte Vorbereitung auf den Musical-Besuch in Fulda.

Meine Rezension zum Re-Read

Vom Buch auf die Bühne:
Zum ersten Mal habe ich die Musical-Adaption 2022 in einer ganz besonderen Inszenierung in Lahnstein gesehen. 2024 und 2025 folgten dann die beeindruckenden Vorstellungen im Schlosstheater Fulda:


3. My Love Story - Die Autobiografie (Tina Turner)



Neben Robin Hood hat sich ein weiteres absolutes Lieblings-Musical in mein Herz gespielt: Tina. Vor meinem allerersten Besuch wollte ich unbedingt die Autobiografie von Tina Turner lesen, um nicht völlig unvorbereitet in die Show zu gehen.


Vom Buch auf die Bühne:
Am 25. Juni 2023 war es dann so weit – und die Inszenierung hat mich derart umgehauen, dass ich noch in der Pause Tickets für den September gekauft habe! Insgesamt habe ich das Musical sieben Mal besucht. Zu meinen ersten drei Abenden gibt es ausführliche Berichte:


4. Dr. Jekyll und Mr. Hyde



Ich hatte mir vorgenommen, mehr Klassiker zu lesen – darunter natürlich auch den berühmten Schauerroman von Robert Louis Stevenson. Mit ihren 127 Seiten war meine Ausgabe sehr kurzweilig und innerhalb von zwei Tagen durchgeschmökert.


Vom Buch auf die Bühne:
Nachdem ich das Buch bereits 2018 gelesen hatte, wünschte sich meine Schwester 2024 Tickets für die Inszenierung in Darmstadt. Ich musste nicht lange überlegen: Wie würde der düstere Klassiker als Musical umgesetzt werden und was würde ich aus der Vorlage wiedererkennen?
Insgesamt haben wir die Show zweimal in Darmstadt und zweimal in Wiesbaden (eine großartige Produktion des Jungen Staatstheaters!) besucht. Zu folgenden drei Vorstellungen gibt es ausführliche Berichte:


5. Die drei Musketiere



Verfilmungen der Musketiere habe ich unzählige gesehen – am liebsten den Realfilm-Klassiker von Disney aus dem Jahr 1993, den ich immer wieder anschauen kann. Die eigentliche Buchvorlage von Alexandre Dumas hatte ich bis dahin allerdings nie gelesen. Das musste sich 2024 dringend ändern.


Vom Buch auf die Bühne:
2023 entdeckte ich eine schlichtweg fantastische Inszenierung der Musical-Jugendgruppe in Ludwigshafen. Die jungen Leute haben mich derart begeistert, dass ich im Folgejahr von der Profi-Produktion in Tecklenburg fast ein wenig enttäuscht war. Die Jugendproduktion hatte die Messlatte für mich überraschend höher gelegt.
Mein einziger Wermutstropfen damals: Ich hatte die Ludwigshafener Produktion erst zur Dernière entdeckt. Seit diesem Abend verpasse ich jedoch kein Stück des Ensembles mehr (nach Sister Act und Hair freue ich mich auf Footloose).



6. Elisabeth - Kaiserin wider Willen




Biografien über historische Persönlichkeiten lese ich unwahrscheinlich gerne. Die Biografie von Brigitte Hamann gilt als absolutes Standardwerk über die Kaiserin, weshalb ich besonders neugierig darauf war. 


Wer Sisi außerdem einmal ganz ungewohnt erleben und mit ihr gemeinsam Mordfälle lösen möchte, sollte sich die unterhaltsame Reihe Krimijahre einer Kaiserin näher anschauen. 


Vom Buch auf die Bühne:
Das Musical wollte ich schon seit Ewigkeiten live sehen. Jahrelang musste ich mit der DVD-Aufzeichnung von 2005 vorliebnehmen. Als dann feststand, dass die konzertante Schönbrunn-Version auf Tour ging und unter anderem in der Alten Oper Frankfurt gastierte, habe ich nicht lange gefackelt und direkt Tickets für zwei Termine gesichert.
Da ich den Bericht erst knapp vier Wochen später verfasst habe, fällt er zwar etwas kürzer aus als gewohnt, aber ich hoffe, meine Begeisterung sprüht trotzdem aus jeder Zeile heraus:


7. Der Schimmelreiter



Diese ganzen Klassiker liest man doch eigentlich in der Schule, oder? Wir haben damals Die Räuber, Das Fräulein von Scuderi und das Nibelungenlied auf Mittelhochdeutsch gelesen. Außerdem hatte jeder von uns die Aufgabe, eine Literaturepoche zu erarbeiten und der Klasse vorzustellen. Ich hatte Aufklärung und Empfindsamkeit gewählt und in diesem Zug Nathan der Weise von Lessing gelesen.
Inzwischen habe ich mir vorgenommen, versäumte Klassiker nachzuholen. Als ich erfuhr, dass Spotlight Musicals 2026 Der Schimmelreiter auf die Bühne bringen würde, bot es sich perfekt an, die Novelle endlich zu lesen. Was 144 Seiten kurz ist, sollte eigentlich fix gehen – dachte ich! Doch meine Buchausgabe hat mir dabei ganz schöne Steine in den Weg gelegt...


Vom Buch auf die Bühne:
Nachdem mich Robin Hood und Die Päpstin so begeistert haben, war die Neugier auf die neunte Weltpremiere in Fulda riesengroß. Von einem neuen „Robin Hood“-Phänomen bin ich zwar nicht direkt ausgegangen, aber ich war extrem gespannt und habe mir direkt Tickets für zwei Shows gesichert – und später noch für die Dernière am 7. September.
Visuell ist die Produktion wirklich beeindruckend! Doch kann sie mich auch in den anderen Punkten vollkommen überzeugen? Der Erlebnisbericht zu meinem ersten Besuch ist bereits online, die Berichte zu den beiden Folgeterminen folgen, sobald ich sie erlebt habe.

8. Der Graf von Monte Christo





Ein fast 1.000 Seiten langer Klassiker! Und den soll ich lesen, wo ich doch eigentlich schon ab 500 Seiten schweißnasse Hände bekomme? Ja, ich habe den Roman 2025 tatsächlich durchgezogen. Kaum hatte ich damit begonnen, war die Seitenzahl völlig vergessen. Da ich damals nur eine Sterne-Bewertung abgegeben hatte, habe ich heute spontan ein paar Zeilen nachgeholt:


Vom Buch auf die Bühne:
Als ich im Sommer 2025 entdeckte, dass dieses Jahr die Musicaladaption in Plauen gezeigt wird, gab es kein Halten mehr – die Tickets wurden sofort gebucht! Da Plauen nicht gerade um die Ecke liegt, wollten wir das Stück am selben Wochenende direkt zweimal schauen.
Dabei war ich allerdings etwas schusselig und habe versehentlich Karten für zwei unterschiedliche Wochenenden gekauft... Was dieses Missgeschick zur Folge hatte und ob ich meinen Fehler am Ende bereut habe, erfahrt ihr in meinen Berichten:



Das war er – der erste Teil meiner Beitragsreihe „Vom Buch auf die Bühne“!
Falls ich in Zukunft weitere Buchrezensionen verfasse und die passenden Musicaladaptionen dazu besuche, wird es ganz bestimmt einen zweiten Teil geben. Bis dahin freue ich mich riesig auf eure Nachrichten: Kennt ihr noch tolle Bücher, die genial als Musical umgesetzt wurden? Welches Stück sollte ich mir unbedingt mal anschauen?
Lasst mir gerne eure Tipps und Empfehlungen da.
Liebe Grüße
Tinette




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