Mittwoch, 8. April 2026

Kurz gebellt zu: Der wilde Roboter

 



   Allgemeine Infos:

OriginaltitelThe Wild Robot
Originalsprache: Englisch
Geschrieben von: Peter Brown
Übersetzt von: Uwe-Michael Gutzschhahn
Verlag: Penguin Junior
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Der wilde Roboter
Teil: 1
Genre: Kinderbuch
Erscheinungsjahr: 2017
Seiten: 282
Preis15,00 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-328-30403-6




Klappentext:
Als das Robotermädchen Roz erstmals die Augen öffnet, findet sie sich auf einer wilden, einsamen Insel wieder. Wie sie dorthin gekommen ist und warum, weiß sie nicht. Das Wetter und ein wilder Bär setzen ihr übel zu, und Roz begreift, dass sie sich ihrer Umgebung anpassen muss, wenn sie überleben will. Also beobachtet sie, erlernt die Sprache der Tiere und entdeckt, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sie weiterbringen. Viele würden das Blechmonster zwar am liebsten verjagen, aber Roz gibt nicht auf. Sie zieht ein Gänseküken auf, und endlich fassen die Tiere Vertrauen. Als Roz dann in großer Gefahr schwebt, stehen sie ihr als Freunde bei.




Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 07.04.2026
Beendet: 07.04.2026
Gebraucht: 1 Tag

Kurz gebellt


Den gleichnamigen Film habe ich beim Stöbern zufällig entdeckt und spontan mitbestellt, ohne mir groß Gedanken darüber zu machen. Ich habe ihn dann ohne Erwartung begonnen, und er hat mich direkt emotional gepackt.
Dadurch wurde ich auch neugierig auf die Buchvorlage, die ich als Schnäppchen gebraucht ergattern konnte.

Es ist der 1. Teil der Reihe. Die Fortsetzungen sind (bisher) nicht auf Deutsch erschienen. Es ist ein Kinderbuch. Das merkt man direkt durch die sehr große Schrift und die vielen Illustrationen, die vom Autor selbst stammen.
Dass die Geschichte 80 Kapitel auf 283 Seiten hat, zeigt bereits, dass die einzelnen Kapitel nicht sehr lang sind – und genau so ist es auch. Teilweise sind sie sogar nur eine halbe Seite lang.
Die Sätze sind einfach und kurz gehalten. So liest sich das Buch sehr flott und flüssig.

Die Geschichte an sich ist wirklich schön, aber ich muss sagen, dass mir der Film doch besser gefallen hat, auch wenn er zum Teil stark von der Buchvorlage abweicht. Im Film ist Roz noch herzlicher. Sie tut mir leid, als sie versucht, den Tieren zu helfen, und es dadurch nur noch schlimmer macht, etwa als sie die Stämme vom Biberdamm entfernt.
Im Buch bleibt sie eher kühl, was natürlich wiederum dazu passt, dass sie ein Roboter ist und daher keine Gefühle hat.
Das Buch geht offener mit dem Thema Tod um. So lesen wir schwarz auf weiß, dass Roz die Gänseeltern und vier Küken in den Eiern getötet hat, als sie auf sie gefallen ist, und der Fuchs sagt, dass er etwas Besseres als das Küken zu fressen hat. Es ist klar, dass er die toten Gänseeltern verschlingen wird. Im Film wird nur angedeutet, dass Roz für den Tod verantwortlich ist. Es ist aber nichts von den toten Gänsen zu sehen.
Außerdem wird beschrieben, dass viele Tiere den Winter nicht überlebt haben und der Frühling ihre Leichen freigibt, die dann zu Erde werden würden. Ich bin mir nicht sicher, ob das für jüngere Kinder nicht zu erschreckend sein könnte.
Geschrieben ist das Buch im Präteritum aus der Sicht eines neutralen Erzählers, wobei dieser aber auch öfter mal die Leser direkt anspricht und ihnen z. B. das mit den erfrorenen Tieren erklärt. Das finde ich einen guten Ansatz.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Die Idee mit einem Roboter, der eigentlich keine Gefühle hat und sich dann um ein kleines Gänseküken kümmert, gefällt mir sehr gut. Die Beziehung der beiden ist schön dargestellt, bleibt aber etwas distanziert, was – wie bereits gesagt – zu Roz passt und dadurch realistischer wirkt als im Film.
Mir gefiel dieses viel herzlichere Verhältnis der beiden im Film trotzdem besser. Da hatte ich am Ende auch Tränen in den Augen, ohne jetzt spoilern zu wollen, was genau passiert.
Gespannt wäre ich trotzdem auf die Fortsetzung. Ich überlege, ob ich sie auf Englisch lesen soll. Mich würde schon interessieren, ob Roz die Flucht gelingt und wie das Wiedersehen mit Leuchtschnabel und den anderen Tieren der Insel sein könnte.

Zitate, die im Kopf geblieben sind

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Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Ich wäre ja schon neugierig, wie es weitergeht...
Fazit: Eine schöne, ruhige Geschichte über eine ungewöhnliche Mutter-Kind-Beziehung, Freundschaften und Zusammenhalt – auch wenn mich die Buchversion emotional nicht ganz so erreicht hat wie der Film.
Bewertung


Kurz gebellt zu: Das Labyrinth der Knochen

 


   Allgemeine Infos:

Originaltitel: The Maze of Bones
Originalsprache: Englisch
Geschrieben von: Rick Riordan
Übersetzt von: Bernd Stratthaus
Verlag: Adrian Verlag
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Die 39 Zeichen
Teil: 1
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2024
Seiten: 216
Preis12,95 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3985851935






Klappentext:
Die Cahills sind die mächtigste Familie der Welt. Sie birgt ein Geheimnis, das das Schicksal der Menschheit für immer verändern kann… Als die Patriarchin Grace Cahill stirbt, hinterlässt sie ein folgenschweres Erbe: Sieben Teams aus den vier verschiedenen Häusern der Familie sollen sich auf eine gefährliche Mission begeben, auf der das lang vergessene Familiengeheimnis gelöst werden muss. Wem wird es zuerst gelingen, die 39 Zeichen zu entschlüsseln? Auch die Geschwister Dan und Amy entschließen sich, Grace Erbe anzunehmen und sich auf die abenteuerliche Suche nach den 39 Zeichen zu begeben. Der erste Hinweis führt sie auf den Spuren Benjamin Franklins von Boston nach Paris. Doch haben sie ohne Geld und nur mit der Hilfe ihres Kindermädchens Nellie überhaupt eine Chance, das Rennen zu gewinnen? Die anderen Teams trauen den Geschwistern offenbar einiges zu, denn sie versuchen alles, um Dan und Amy möglichst schnell aus dem Weg zu räumen…


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 24.03.2026
Beendet: 07.04.2026
Gebraucht: 15 Tage

Kurz gebellt


Das Labyrinth der Knochen ist der erste Band der Reihe Die 39 Zeichen, die ich eher zufällig entdeckt habe. Der Klappentext klingt interessant – und da mir bereits andere Bücher von Rick Riordan gefallen haben, war ich entsprechend neugierig auf diesen Auftakt.
Es werden viele Namen genannt, wodurch ich kurzzeitig etwas den Überblick verloren habe, wer eigentlich zu wem gehört. 
Im Mittelpunkt stehen jedoch klar die Geschwister Amy und Dan. Amy ist die Vernünftigere von beiden: vorsichtig, belesen und eher konfliktscheu. Dan hingegen handelt oft impulsiv, überrascht aber immer wieder mit nützlichem Wissen und einem erstaunlich guten Gedächtnis.
Als Waisen, die eine sehr enge Bindung zu Grace hatten, stehen die beiden plötzlich vor einer großen Entscheidung: Sie schlagen eine Million Dollar pro Person aus, ohne genau zu wissen, worauf sie sich einlassen. Genau darin liegt eines der zentralen Geheimnisse der Geschichte.
Die Spannung baut sich schnell auf, da die konkurrierenden Teams nicht davor zurückschrecken, auch zu drastischen und gefährlichen Mitteln zu greifen, um Amy und Dan aufzuhalten. Die Reise führt die Geschwister zunächst nach Paris, wo wir gemeinsam mit ihnen nach dem nächsten Hinweis suchen.
Erzählt wird die Geschichte im Präteritum aus einer neutralen Perspektive. Dadurch bleiben Amy und Dan zwar etwas auf Distanz, wirken aber dennoch sympathisch. Ich habe sie gerne auf ihrer Reise begleitet – ebenso wie ihr Kindermädchen Nellie – und mit ihnen gemeinsam die Hinweise entschlüsselt.
Das Buch endet mit einem Hinweis auf Mozart, der die Geschwister nach Wien führen wird. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, und möchte unbedingt weiterlesen.

Zitate, die im Kopf geblieben sind

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Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Soll ich Teil 2 schon kaufen, obwohl ich eigentlich im Moment kaum zum Lesen komme?
Fazit: Ein spannender Reihenauftakt, bei dem man gemeinsam mit den ungleichen, aber sympathischen Geschwistern die ersten Rätsel entschlüsseln kann.
Bewertung

Dienstag, 7. April 2026

Schiggy unterwegs... The Bodyguard in Frankfurt

1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel: The Bodyguard – The Musical
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Alte Oper Frankfurt
Besuch: 05.04.2026
Beginn: 15:00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden inkl. Pause
Sprache: Englisch
Musik: Live-Band
Reihe / Platz: Reihe 1 Platz 16
Vorlage: gleichnamiger Film
Wichtige Hinweise:
Die Inszenierung ist komplett auf Englisch, was einige wohl vorher nicht gelesen haben.

2. Die Besetzung der besuchten Vorstellung

Rachel Marron: Mireia Mambo
Frank Farmer: Matt Milburn
Fletcher: Rio Chigwedere
Nikki Marron: Sasha Monique
Bill Delvaney: John Macaulay
Sy Spector: Ryan Bennett
Ray Court: Luke Walsh
Tony Scibelli: Jonathan Alden
The Stalker: James-Lee Harris
 
Ensemble
Kayne Gordon
Taylor Bridges
Ohaana Greaves
Alice Readie
Theo UK Rose
Yiota Theo
Luke Woolaston
Zirihi Zadi

3. Mein Eindruck von der Show

Schiggy war wieder unterwegs – ohne eigenen Bodyguard, aber dafür stand „The Bodyguard“ auf der Bühne.
Der Besuch kam diesmal auf Initiative meiner Tante zustande, die den Film The Bodyguard sehr mag und sich das Musical unbedingt anschauen wollte. Da in ihrer Familie sonst niemand etwas mit Musicals anfangen kann, ich dafür umso mehr, hat sie mich kurzerhand eingeladen und mir die Tickets geschenkt.
Den Film selbst kannte ich vorher nicht, bekam aber auf der Fahrt eine kurze Einführung in die Handlung. Entsprechend bin ich ohne große Erwartungen, aber offen in die Vorstellung gegangen – mit dem Wissen, dass die Show komplett auf Englisch sein würde, was – wie ich schnell herausstellte – nicht allen klar gewesen war.
Unsere Plätze in der ersten Reihe erwiesen sich dabei als gute Entscheidung. Da die Reihen im Parkett erst weiter hinten ansteigen und ich nicht zu den Größten gehöre, hätte ich weiter hinten vermutlich deutlich weniger gesehen.
Obwohl ich den Film The Bodyguard vorher nicht kannte, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Die Inszenierung ist strukturiert aufgebaut und vermittelt alle wichtigen Informationen, ohne dass Lücken entstehen oder man sich etwas zusammenreimen muss.
Besonders gelungen ist, wie die Motivation der Figuren nachvollziehbar dargestellt wird. So wird schlüssig erklärt, warum Frank den Auftrag überhaupt annimmt, obwohl er normalerweise nicht als Bodyguard für Sänger oder Schauspieler arbeitet – ausschlaggebend ist letztlich Rachels kleiner Sohn.
Auch die zwischenmenschlichen Konflikte werden gut herausgearbeitet. Die unterschwellige Rivalität zwischen den Schwestern ist jederzeit spürbar: Nicki wirkt wie eine Person, die selbst gerne im Rampenlicht stehen würde, sich aber mit ihrer Rolle abgefunden hat und stattdessen in kleinen Bars auftritt – jedoch mit echter Leidenschaft für die Musik.
Gleichzeitig ist auch Rachels Ablehnung gegenüber dem Bodyguard absolut verständlich, da sie sich trotz ihres Ruhms nach einem möglichst normalen Leben sehnt, insbesondere für ihren Sohn.
Die Bedrohung durch den Stalker zieht sich konstant durch die Inszenierung und bleibt jederzeit präsent. Besonders eindrucksvoll ist die Szene in der Waldhütte:
Die plötzlich ausgeleuchtete Tür und die Erscheinung des maskierten Stalkers sorgen für einen spürbar angespannten Moment.
Emotionaler Höhepunkt dieses Handlungsstrangs ist für mich die Szene, in der Nicki in Rachels Armen stirbt, während diese „Jesus Loves Me“ singt – ein Lied, das die Schwestern verbindet und das auch an den Sohn weitergegeben wurde. Diese Kombination aus Handlung, Musik und Emotion hat mich besonders mitgenommen.
Besonders interessant ist die Einbettung moderner Elemente: Social Media und Handys spielen innerhalb der Handlung eine Rolle, etwa wenn Rachels Karaoke-Auftritt gefilmt und online verbreitet wird und dadurch die Handlung in Gang setzt. Dadurch wirkt die Inszenierung bewusst in die heutige Zeit verlegt und sehr stimmig.
Der musikalische Fokus liegt klar auf Rachel, ihrer Schwester Nicki und dem jungen Fletcher – die übrigen Rollen sind größtenteils als Sprechrollen angelegt.
Eine besonders unterhaltsame Ausnahme bildet jedoch die Karaoke-Szene: Frank kündigt selbst an, dass er nicht singen kann – und genau das setzt der Darsteller herrlich um. Seine bewusst schräg und unsauber gesungene Version von „I Will Always Love You“ sorgt für großen Applaus und viele Lacher im Publikum. Dabei singt er es so schlecht, dass ich anfangs nicht einmal erkennen konnte, welches Lied er interpretiert. Wirklich sehr gelungen.
Auch drei weitere Figuren überzeugen zuvor mit absichtlich schlechtem Karaoke, was vermutlich gerade für ausgebildete Sänger eine besondere Herausforderung darstellt – und entsprechend gewürdigt wurde. Diese Szene lockert die Handlung spürbar auf und gehört für mich zu den Highlights des Abends.
Rachel übernimmt den Großteil der Songs, die gesanglich durchaus anspruchsvoll sind. Dennoch wirkt ihr Gesang durchgehend mühelos: klar, kraftvoll und sehr präsent, ohne angestrengt zu klingen. Besonders die vielen Balladen entfalten durch ihre gefühlvolle Interpretation eine starke emotionale Wirkung. Gleich zu Beginn setzt sie mit „Queen of the Night“ ein energiegeladenes Ausrufezeichen und zeigt direkt ihr beeindruckendes Stimmvolumen.
Noch ein kleines Stück mehr überzeugt hat mich jedoch die Stimme von Nicki. Sie wirkt kraftvoll, angenehm klar und gleichzeitig sehr emotional. Vor allem in ruhigeren Songs wie „Saving All My Love for You“ oder „All at Once“ bringt sie eine spürbare Melancholie ein, die den Liedern zusätzliche Tiefe verleiht.
Für einen stimmungsvollen Abschluss sorgt „I Wanna Dance with Somebody“ als Zugabe nach dem Schlussapplaus. Hier kommen auch die Darsteller zum Singen, die zuvor nur gesprochen haben – was für einige Überraschungen sorgt.
Besonders der Stalker sticht dabei heraus: Während er zuvor mit wenigen, aber sehr bedrohlichen Momenten auffällt, zeigt er hier plötzlich eine völlig andere, völlig fröhliche Seite.
Auch der junge Darsteller des Fletcher überzeugt mit einer schönen, klaren Stimme. Gerade das noch Kindliche in seinem Gesang – passend zu seinem Alter von etwa zehn Jahren – verleiht seinen Auftritten eine besondere Authentizität.
Die darstellerischen Leistungen haben mich durchweg überzeugt – ich konnte allen Figuren ihre Rollen jederzeit abnehmen.
Rachel wird als selbstbewusste, nahbare Künstlerin dargestellt, die den Kontakt zu ihren Fans bewusst sucht und dabei sehr offen wirkt. Gerade diese Lockerheit macht sie sympathisch, zeigt aber auch ihre Verletzlichkeit: In einer Szene nach einem Auftritt kippt die Stimmung, als Fans zunehmend aufdringlich werden und ihre Nähe suchen. Hier wird deutlich, wie schnell die Situation außer Kontrolle geraten kann und wie wichtig Franks Eingreifen ist.
Gleichzeitig wird ihre Rolle als Mutter sehr glaubwürdig vermittelt. Ihre Beziehung zu ihrem Sohn ist spürbar liebevoll, und ihr Wunsch nach einem möglichst normalen Leben für ihn zieht sich nachvollziehbar durch die Handlung.
Der junge Darsteller des Fletcher überzeugt dabei besonders. Für sein Alter wirkt er erstaunlich souverän und natürlich – zu keinem Zeitpunkt nervös, sondern mit einer Selbstverständlichkeit auf der Bühne, die beeindruckt. Seine Unbekümmertheit passt perfekt zur Figur, die noch an das Gute im Menschen glaubt – was sich tragisch zeigt, als er sich nichtsahnend mit dem Stalker unterhält und diesem persönliche Informationen preisgibt.
Auch Nicki wird vielschichtig und glaubwürdig dargestellt. Man spürt ihren Wunsch, aus dem Schatten ihrer berühmten Schwester herauszutreten, gleichzeitig aber auch ihre Akzeptanz der eigenen Situation. Statt großer Bühnen steht sie in kleinen Bars – doch ihre Leidenschaft für die Musik bleibt unverkennbar.
Besonders gelungen ist die Darstellung der Beziehung zwischen den Schwestern: Trotz unterschwelliger Rivalität wirken sie als Team. Das zeigt sich unter anderem in einer schönen Szene, in der Rachel an einem Songtext arbeitet und nicht weiterkommt, bis Nicki die entscheidende Zeile ergänzt – ein Moment, der ihre Verbindung auf den Punkt bringt. Rachel beginnt: "No matter what they take from me They can't take away..." Hier stockt sie, und Nicki ergänzt: "…my dignity".
Diese Interpretation gefällt mir persönlich deutlich besser als die Filmversion von The Bodyguard, in der Nicki aus Eifersucht einen Auftragskiller engagiert. Im Musical bleibt sie eine durchweg nachvollziehbare und menschliche Figur, die ihre Schwester unterstützt, anstatt ihr zu schaden.
Der Stalker wird hingegen sehr intensiv und bedrohlich dargestellt. Mit ruhigen, kontrollierten Bewegungen, die mich an eine schleichende Katze erinnert haben, und seiner Präsenz auf der Bühne erzeugt der Darsteller eine durchgehend unangenehme Spannung. Besonders in Szenen, in denen er sich unbemerkt Zugang verschafft, Rachel beobachtet oder sich als jemand anderes ausgibt, wirkt er erschreckend glaubwürdig. In der Waldhütten-Szene erreicht diese Bedrohung ihren Höhepunkt – so sehr, dass ich unweigerlich ein Stück im Sitz zurückgerutscht bin. Der Moment, in dem er im Dunkeln Nicki für Rachel hält und zusticht, ist schockierend inszeniert. Seine Reaktion danach, als ihm bewusst wird, dass er die Falsche getroffen hat, verstärkt die Szene zusätzlich.
Frank wird als pflichtbewusster und professioneller Bodyguard dargestellt, der seine Aufgabe sehr ernst nimmt und wiederholt auf Sicherheitslücken hinweist. Gleichzeitig wird sein innerer Konflikt nachvollziehbar gezeigt, als er beginnt, Gefühle für Rachel zu entwickeln und zwischen Nähe und beruflicher Distanz schwankt.
Auch die Nebenfiguren tragen zur Glaubwürdigkeit der Inszenierung bei. Bill Devaney wirkt wie eine fürsorgliche, fast väterliche Figur für Rachel, während Tony im direkten Vergleich eher weniger engagiert erscheint. Sein Auftreten – etwa das ständige, demonstrative Kaugummikauen – vermittelt eher Gleichgültigkeit und hinterlässt einen leicht respektlosen Eindruck.
Musik und Gesang waren insgesamt gut ausbalanciert. Die Band übertönte zu keiner Zeit die Stimmen, sodass die Darsteller durchgehend klar verständlich waren. Lediglich ein kurzer Moment zu Beginn, als das Mikrofon von Frank für etwa ein bis zwei Sekunden verzögert einsetzte, fiel minimal auf, störte den Ablauf jedoch nicht.
Abgesehen davon lief die gesamte Vorstellung technisch stabil und ohne größere Probleme. Alle Darsteller waren jederzeit gut zu hören und deutlich zu verstehen. Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass eine frühere Aufführung aufgrund von Tonproblemen sogar abgebrochen werden musste – davon war bei unserer Vorstellung jedoch nichts zu merken.
Das Bühnenbild hat mich – gerade im Kontext einer Tourproduktion – positiv überrascht. Es wirkte durchgehend stimmig und wurde wirkungsvoll durch das Lichtdesign unterstützt, auch wenn mich zu Beginn während „Queen of the Night“ einzelne Scheinwerfer kurzzeitig blendeten.
Die Kulissen waren funktional und schnell wechselbar: Stühle und Tische wurden für Bar- und Karaoke-Szenen hereingeschoben, während andere Räume nur angedeutet waren. So wurden beispielsweise Fletchers Kinderzimmer durch ein Bett und Spielsachen dargestellt, Rachels Schlafzimmer durch ein schlichtes Bett, und die Waldhütte durch Fenster und eine markante Tür.
Auch die erhöhte Bühne auf der Bühne für bestimmte Auftritte sorgte für zusätzliche Dynamik. Trotz dieser wechselnden Elemente wirkte das Bühnenbild nie überladen – zu jeder Zeit war klar erkennbar, wo die jeweilige Szene spielt.
In Verbindung mit dem Lichtdesign ergab das ein stimmiges Gesamtbild.
Die Kostüme waren insgesamt sehr passend und unterstützten die Figurenzeichnung wirkungsvoll.
Im Alltag trägt Rachel eher bequeme, moderne Kleidung wie Jeans, Blusen oder Hosen, während sie auf der Bühne in deutlich glamouröseren Outfits auftritt und dabei auch bewusst inszeniert wirkt. Besonders eindrucksvoll ist ihr Auftritt bei den „Oscars“ in einem eleganten goldenen Kleid, das sehr edel wirkt.
Ein weiterer Höhepunkt ist „I Will Always Love You“: Zunächst steht Rachel in Alltagskleidung auf der Bühne, denn diese Szene geht nahtlos vom Abschied von Frank über, bevor sie hinter der Bühne verschwindet. Nach dem Vorhangwechsel erscheint sie in einem schwarzen, eleganten Kleid auf einem sich langsam hebenden Podest – ein klarer „Wow-Moment“, der im Publikum auch entsprechend mit Applaus reagiert wurde. Zusammen mit dem Einsatz von Nebel entsteht hier ein besonders eindrucksvolles Bild.
Frank wirkt durchgehend seriös in seinem Anzug, was seine Rolle als Bodyguard unterstreicht.
Nicki erscheint in der Bar-Szene in einem eleganten Kleid, das für den kleinen Rahmen fast overdressed und übertrieben wirkt und dadurch zusätzlich ihre Ambitionen, eigentlich auf den ganz großen Bühnen zu stehen, unterstreicht.
Der Stalker hingegen trägt unauffällige Alltagskleidung, wodurch er bewusst nicht sofort als Bedrohung wahrgenommen wird.
Fletcher trägt altersgerechte Alltagskleidung, die seine kindliche Unbeschwertheit unterstreicht.
Insgesamt wirken die Kostüme sehr stimmig und tragen wesentlich zur Atmosphäre der Inszenierung bei.
Leider gibt es einen sehr großen Kritikpunkt, der allerdings nichts mit der Show an sich zu tun hat: Die Atmosphäre im Saal war leider einer der größten Störfaktoren des Abends.
Bereits zu Beginn zeigte sich eigentlich, wie wirkungsvoll die Inszenierung ist: Ein lauter Schuss gleich am Anfang sorgte für einen spürbaren Schreckmoment im Publikum. Doch kaum fielen die ersten gesprochenen Sätze, machte sich schnell Unruhe breit. Offenbar war nicht allen bewusst, dass die Show komplett auf Englisch ist.
Besonders die Situation direkt neben mir entwickelte sich zunehmend zu einer Belastung. Ein Paar begann schon früh, sich – teilweise auch lautstark - über das Stück zu unterhalten. Anfangs versuchte ich noch, das zu ignorieren, in der Hoffnung, dass es sich legen würde – was leider nicht der Fall war. Selbst mehrfaches „Psst“ wurde entweder ignoriert oder mit irritierten Blicken quittiert, als wäre ich diejenige, die stört.
Vor allem der Mann fiel durch seine laute, tiefe Stimme auf, mit der er teilweise sogar die Darsteller übertönte. In der Pause beschwerten sich die beiden darüber, dass angeblich nirgendwo gestanden habe, dass das Stück auf Englisch sei. Gleichzeitig betonte er, durch seinen Beruf regelmäßig in London zu sein und daher „perfekt Englisch“ zu können – während er die Verständlichkeit der Darsteller kritisierte – angeblich hatten sie einen zu starken Akzent, weil es keine Muttersprachler wären. Das stimmt allerdings nicht. Es waren alles Muttersprachler. Da hat der Gute wohl nicht aufgepasst.
Die Aussprache war klar und gut verständlich im britischen Englisch gehalten. Ich hatte keinerlei Probleme, sie zu verstehen, obwohl ich ja regelmäßig Kontakt zur gesprochenen englischen Sprache habe.
Auch ein direktes Ansprechen in der Pause änderte nichts an der Situation. Mein Hinweis, während der Vorstellung bitte ruhiger zu sein, wurde eher herablassend aufgenommen und anschließend ignoriert. Nach der Pause ging das Gespräch unverändert weiter.
Ein weiterer störender Moment war, als der Mann während der Vorstellung sein Handy herausholte und begann zu filmen. Das leuchtende Display fiel im dunklen Saal sofort unangenehm auf. Erst als eine Mitarbeiterin eingriff – die dabei sogar über seine ausgestreckten Beine stolperte – steckte er es widerwillig wieder weg.
Insgesamt hat dieses Verhalten mein Erlebnis deutlich beeinträchtigt, da ich immer wieder aus der Handlung gerissen wurde. Gerade bei einer emotionalen und atmosphärisch dichten Inszenierung ist ein solches Verhalten besonders störend. In solchen Momenten wünscht man sich fast, die Vorstellung ganz in Ruhe und ohne Ablenkung genießen zu können.
Die Inszenierung an sich hat mich nämlich positiv sehr überrascht. Insgesamt ist es eine stimmige und gut verständliche Umsetzung von The Bodyguard, die auch ohne Vorkenntnisse des Films gut funktioniert. Die Handlung ist klar und emotional nachvollziehbar erzählt.
Umso mehr finde ich es schade, dass der tolle Nachmittag durch das rücksichtslose Verhalten einzelner Theaterbesucher getrübt wurde.

4. Persönliche Highlights

Lustigste Szene: eindeutig die Karaoke-Szene, vor allem Franks bewusst schiefe Performance von „I Will Always Love You“

Schönste Szene: der Oscarauftritt von Rachel in dem goldenen Kleid zu „One Moment in Time“, der durch seine Eleganz und Bühnenwirkung besonders in Erinnerung bleibt.

Emotionalste Szene: der Moment, in dem Nicki in Rachels Armen stirbt – eine sehr intensive und berührende Szene.

Wow-Moment: Rachels Auftritt bei „I Will Always Love You“, als sie zunächst nur im Dunkeln mit einem einzelnen Lichtstrahl zu sehen ist und sich anschließend ihr Podest im Nebel langsam nach oben fährt – ein stark inszenierter Gänsehautmoment.

Aktuell lese ich... Der wilde Roboter

 Hallo,





... einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter




Als das Robotermädchen Roz erstmals die Augen öffnet, findet sie sich auf einer wilden, einsamen Insel wieder. Wie sie dorthin gekommen ist und warum, weiß sie nicht. Das Wetter und ein wilder Bär setzen ihr übel zu, und Roz begreift, dass sie sich ihrer Umgebung anpassen muss, wenn sie überleben will. Also beobachtet sie, erlernt die Sprache der Tiere und entdeckt, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sie weiterbringen. Viele würden das Blechmonster zwar am liebsten verjagen, aber Roz gibt nicht auf. Sie zieht ein Gänseküken auf, und endlich fassen die Tiere Vertrauen. Als Roz dann in großer Gefahr schwebt, stehen sie ihr als Freunde bei.




Lesefortschritt


Aktuell bin ich auf Seite 7 von 283. <Unsere Geschichte beginnt auf dem Meer, mit Regen und Sturm, Blitz und Donner, tosenden Wellen.>


Warum dieses Buch?


Ich fand den Film so süß. Weil es aber eine neue Reihe ist und außerdem bisher nur dieser 1. Teil auf Deutsch erschienen ist, habe ich gezögert, das Buch zu kaufen. Dann habe ich es aber durch Zufall beim Stöbern gebraucht entdeckt, als ich eigentlich nach einem neu nicht mehr erhältlichen Film gesucht habe. Für 3 Euro habe ich dann zugeschlagen.


Was gibt es sonst noch zu sagen?


Ich möchte heute nach der Arbeit damit anfangen. Die Schrift ist ja sehr groß. Da hoffe ich dann, dass ich zügig vorankomme.


Was ist sonst noch passiert?



Die Tickets hatte ich letztes Jahr von meiner Tante geschenkt bekommen. Sie mag den Film so gerne und war neugierig auf das Musical. Weil in ihrer Familie aber keiner mitgehen wollte, hat sie mich gefragt. Den Film hatte ich vorher nicht, konnte der Handlung aber gut folgen. Wir waren am Sonntag in Frankfurt. Das Stück an sich hat mir gut gefallen. Nur die Zuschauer neben uns haben massiv gestört und sich auch nicht durch Bitten, dass sie ruhig sein sollen, davon abbringen lassen, die ganze Zeit über zu quasseln. Sie hatten nämlich nicht gelesen, dass das Musical komplett auf Englisch ist. Darüber haben sie dann diskutiert, dass es ja nirgends gestanden hätte. Seltsam nur, dass ich es gelesen hatte. 
Dann musste ich mir anhören, dass sie ja zum Glück alle so perfekt Englisch verstehen und sprechen könnten, weil sie ja beruflich so viel damit zu tun hätten. Nur wären die Akzente ja so schwer zu verstehen, weil es keine Muttersprachler wären. Tja, waren es aber. Haben die Guten auch nicht richtig gelesen.
Da wünsche ich mir manchmal wirklich, ganz allein im Saal zu sein, um das Stück in Ruhe anzuschauen.
Gestern habe ich mir aus Neugier dann auch mal den Film angeschaut. Ich muss sagen, die Musical-Version gefällt mir besser. Im Film engagiert die Schwester aus Eifersucht einen Auftragskiller, im Musical nicht. Da will ein Stalker Rachel töten. Mir gefällt die Version, dass die Schwestern ein gutes Verhältnis zueinander haben, einfach besser. Die Szene in der Waldhütte hat mich dadurch auch viel mehr mitgenommen.

Liebe Grüße
Tinette

Donnerstag, 2. April 2026

Kurz gebellt zu: Die weiße Nacht


   Allgemeine Infos:

Originaltitel: Die weiße Nacht
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Anne Stern
Übersetzt von: ///
Verlag: Piper
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Lou & König
Teil:: 1
Genre: Historischer Krimi
Erscheinungsjahr: 2026
Seiten: 400
Preis25,00 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-492-07461-2






Klappentext:
Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näher rückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 09.03.2026
Beendet: 24.03.2026
Gebraucht: 16 Tage

Kurz gebellt


Da mich die Reihe Fräulein Gold von Anne Stern so begeistert hat, wollte ich unbedingt weitere Bücher der Autorin lesen. Auch der Klappentext zu Die weiße Nacht hat mich direkt neugierig gemacht.
Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen, denn die Spannung ist sofort da. Die Leiche wird bereits auf den ersten Seiten entdeckt, sodass man direkt beginnt, eigene Theorien zu entwickeln. Besonders die gefalteten Hände der Toten wirken bedeutungsvoll – nur welche Rolle sie spielen, bleibt lange unklar.
Lou ist eine junge Fotografin, die eher zufällig in den Fall hineingezogen wird. Sie war mir schnell sympathisch: aufmerksam, eigenständig und durchaus resolut, auch wenn sie manchmal etwas vorschnell handelt. 
Kriminalkommissar König bildet dazu einen interessanten Gegenpol. Er wirkt zunächst distanziert und streng, fast etwas steif, doch gleichzeitig merkt man, dass er den Fall ernst nimmt und alles daransetzt, weitere Morde zu verhindern.
Beim Lesen habe ich wieder mitgerätselt und verschiedene Theorien zu Täter und Motiv entwickelt. Durch einen Hinweis kam ich schließlich selbst auf die richtige Spur. 
Die Auflösung ist schlüssig und lässt keine offenen Fragen zurück. Besonders die Hintergründe des Falls sind erschreckend und bleiben im Gedächtnis.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wirkt dabei authentisch. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, dass die Figuren zu modern sprechen – die Sprache passt gut zur Zeit der Handlung in den 1940er-Jahren. 
Gerade bei historischen Krimis finde ich es immer spannend zu sehen, wie Ermittlungen ohne die heutigen technischen Möglichkeiten funktionieren.
Da der Roman – wie auch Fräulein Gold – in Berlin spielt, war ich zudem neugierig, ob es kleine Verbindungen zwischen den Reihen geben könnte.
Insgesamt hat mir dieser Reihenauftakt sehr gut gefallen. Dass ich etwas länger dafür gebraucht habe, lag nicht an der Geschichte, sondern schlicht daran, dass mir die Zeit zum Lesen gefehlt hat. Ich hätte das Buch sonst gern in kürzerer Zeit verschlungen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung und darauf, was Lou und König im nächsten Fall erwartet.

Zitate, die im Kopf geblieben sind

///

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Da war meine Vermutung also richtig gewesen...
Fazit: Ein spannender und atmosphärischer Reihenauftakt, der mit interessanten Figuren, einem erschreckenden Hintergrund und einer schlüssigen Auflösung überzeugt
Bewertung

10 Buchtitel mit Wassertieren

  Die Aktion


findet auf dem Blog Weltenwanderer statt.


Heutige Aufgabe:


*~* Suche 10 Buchtitel, die Wassertiere (auch Amphibien) beinhalten *~*



Hallo,

da fallen mir doch direkt Haie ein. Das sind meine Lieblings-Wassertiere. Die Stadt der Haie (Teil 3 von Animox) liegt noch auf meinem SuB. Aber ich nehme ein anderes Buch... ;-D

1. Kölner Haie - Wie geht das?


Das Sachbuch ist für Kinder ab 8 Jahren gedacht.
Ich bin ja Fan der Kölner Haie und habe das Buch mal zu Weihnachten geschenkt bekommen. Für mich waren keine neuen Infos dabei, aber für Neueinsteiger, die sich mit Eishockey beschäftigen wollen, ist es sicher hilfreich, um einen ersten Überblick zu bekommen.

Spannung, Dynamik, Action und Teamwork: Eishockey, der schnellste Mannschaftssport der Welt, begeistert Groß und Klein gleichermaßen. Erstmals können junge Sportbegeisterte nun einen Blick hinter die Kulissen eines der erfolgreichsten und traditionsreichsten Clubs in Deutschland werfen: der Kölner Haie. Durchschnittlich über 12 000 Fans besuchen die Heimspiele des Kölner Eishockey-Clubs in einer der größten Hallen Europas und lassen sich von spannenden Partien mitreißen. Das Sachbuch erklärt, warum für viele Fans Herbst und Winter die schönsten Jahreszeiten sind, aus wie vielen Teilen eine Spielerausrüstung besteht, was ein Puck ist, was junge Talente beim Haie-Nachwuchstraining lernen und warum Maskottchen Sharky so gut tanzen kann.






Falls es doch "echte" Haie sein sollen...



Wenn Haie vertreten sind, sollten Delfine vielleicht nicht fehlen...

2. Delfinteam - Abtauchen ins Abenteuer


Das Buch hat mich eher enttäuscht, was vor allem an der unsympathischen Protagonistin lag. 

Sandra findet nichts langweiliger als ihre Ausbildung bei der Bank. Deswegen ergreift sie sofort die Gelegenheit, als ihr ein Job als Taucherin in einem DelfinTeam in Florida angeboten wird. Weit weg von Deutschland lernt Sandra gemeinsam mit ihrer Delfin-Partnerin Caruso die neue Umgebung kennen, übt die gemeinsame Sprache ein und bereitet sich auf ihre Einsätze im Meer vor. Und schon bei ihrer ersten, richtigen Mission mit Caruso wird es gefährlich: Das Bergungsschiff Antares sucht im Meer nach der Silberfracht einer versunkenen spanischen Galeone, doch ein noch größeres Rätsel gibt Sandra das merkwürdige Verhalten der Menschen an Bord auf. Als sie herausfindet, was dahintersteckt, ist es schon fast zu spät …








Oh, da Amphibien ja auch erlaubt sind... da fällt mir doch noch ein Märchen ein...

3. Der Froschkönig


Es war einmal … Eines Tages verliert die wunderschöne Prinzessin ihren kostbarsten Besitz. Um ihn zurückzuerhalten, verspricht sie ihrem kleinen grünen Retter alles, was er möchte. Doch ist sie auch bereit, dieses Versprechen zu halten? Die Geschichte vom Froschkönig gehört zu den beliebtesten Märchen auf der ganzen Welt. Ein fantastisch illustriertes Märchenbuch, das zum Träumen einlädt.







Ich halte ja Guppys und Platys. Passend dazu nenne ich folgendes Buch

4. Lebendgebärende Zahnkarpfen



Michael Kempkes stellt die wichtigsten Arten der Lebendgebärenden Zahnkarpfen vor und erläutert ihre Pflege und Vermehrung.











Die Zwillinge haben neulich dieses Buch geschenkt bekommen...

5. Der kleine Seehund und das Meer

Es ist Frühling, als auf einer einsamen Sandbank im Wattenmeer ein kleiner Seehund geboren wird. Schon kurz nach der Geburt geht es ab ins Wasser zu den anderen Seehunden. Alles ist so neu und aufregend! Er begegnet den verschiedensten Meeresbewohnern vom Seestern bis zum Schweinswal und lernt, wie man taucht und leckere Fische fängt. Schon bald hat sich das kleine Seehundbaby zu einem eleganten Schwimmer und geschickten Jäger entwickelt und ist bereit für neue Abenteuer. Im Anhang erfahren große und kleine Leser, wo man Seehunde beobachten kann, wie man sich in der Nähe von Seehunden verhält und wie man sie schützen kann.


Teil 9 der Alea Aquarius ist in 2 Teile geteilt. Deshalb zeige ich beide Bücher

6. Der Gesang der Wale



Nachdem die Alpha Cru Rom erreicht, kehrt sie nach Hause auf die Crucis zurück. Auf Alea und ihre Freunde warten größere Herausforderungen als je zuvor. Wie können sie die Gretzer aufhalten, die im Thyrrhenischen Meer giftige Industrieabfälle verklappen? Die Zerstörung des Meeres nimmt nie gekannte Ausmaße an und das große Klimakonzert in Rom wird zur Bewährungsprobe für die Alpha Cru. Sie riskieren mit diesem Auftritt nicht weniger als ihr Leben, denn Doktor Orion hat sie ins Visier genommen. Wird er noch im Stadion zuzuschlagen?


Eine Freundin von mir wünscht sich zum Geburtstag folgendes Buch: (Ich habe sogar extra nachgeschaut, ob Pinguine zu den Wassertieren zählen. :-D)

7. Pinguine schwimmen nur im Wasser


Greta ist alles, was Vincent nicht sein will: laut, bunt und voller übersprudelnder Gefühle. Doch als er in ihrem Taxi landet, hat er gerade alles verloren, wofür er jahrelang gearbeitet hat. Seine ehemalige Chefin und Geliebte hat ihn aus Job und Wohnung geworfen und in der Branche seinen Ruf ruiniert. Vincent weiß weder, warum ihm das passiert ist, noch, wo er jetzt hinsoll. Deshalb nimmt er notgedrungen Gretas Angebot an: Wenn er ihr bei der Renovierung der alten Villa hilft, die sie von ihrer Großmutter geerbt hat, darf er mietfrei bei ihr wohnen.
Während Greta und Vincent ein Zimmer nach dem anderen in einen Ort zum Wohlfühlen verwandeln, entdecken sie, dass sie eigentlich gar nicht so verschieden sind. Aber wie soll man sich näherkommen, wenn man mit Weglaufen beschäftigt ist?


Das folgende Buch habe ich vor Jahren mal gelesen. Die Verfilmung habe ich auch gesehen...

8. Lachsfischen im Jemen



Alfred Jones, ein schüchterner Wissenschaftler und Experte in Sachen Lachs- und Forellenzucht, steht vor einer unlösbaren Aufgabe: Für einen steinreichen Scheich soll er in dessen Heimat, ausgerechnet im Wüstenstaat Jemen, eine Lachsfarm anlegen. Sofort mischt sich Englands profilneurotischer Premierminister ein, der in Jones' Vorhaben eine Möglichkeit sieht, die Medien von den unerfreulichen Nachrichten aus dem Nahen Osten abzulenken.






Ein Buch ist mir ebenfalls noch eingefallen. Ich wusste, dass das Wort Oktopus vorkommt, aber den genauen Titel wusste ich nicht mehr... Zum Glück kann man ja nach Worten suchen . :-)

9. Die Bucht des blauen Oktopus



Beim Urlaub in Griechenland lernt die 11-jährige Kiki den Jungen Jorgos kennen, der allein mit seinem kleinen Bruder am Strand lebt. Jorgos träumt davon, einen Schatz zu finden, der im Meer verborgen liegen soll. Doch auch der fiese Alexis und seine Bande aus dem Dorf sind auf der Suche danach. Werden Jorgos und Kiki den Schatz als Erste finden? Und kann vielleicht der in der Bucht lebende geheimnisvolle, uralte blaue Oktopus ihnen dabei helfen? Ein spannendes Abenteuer beginnt, in dem es nicht zuletzt darum geht, wie wichtig wahre Freundschaft im Leben ist.




Ich weiß nicht, ob Schildkröten zählen. Ich habe ja eine Wasserschildkröte, aber es gibt ja auch Landschildkröten. Ich hätte nur einen Titel mit Schildkröte, nicht aber Wasserschildkröten. Ich habe ein Sachbuch darüber, aber ich finde es gerade nicht. Deshalb nehme ich stattdessen...

10. Seepferdchen & überaus verrückte Zufälle



Oliver verkörpert das typische Bild eines Workaholics. Doch am Wochenende existiert für ihn ausschließlich der eine Mensch, der ihm alles bedeutet. Nur wenige wissen von seinem geheimen Leben fernab der Hansestadt und ihm liegt viel daran, dass es so bleibt. Seine zwei Welten dürfen sich niemals miteinander vermischen. Als er Nele kennenlernt, trifft er auf eine Frau, die ihm in puncto Ehrgeiz in nichts nachsteht und ihm damit den letzten Nerv raubt. Bald muss Oliver jedoch feststellen, dass sich hinter ihrem Verhalten mehr verbirgt, als er vermutet hätte. Kann eins und eins zwei ergeben oder kommt es zu einem ganz anderen Ergebnis? Ein Sommerroman mit stürmischen Begegnungen, erstaunlichen Erkenntnissen und natürlich viel Gefühl.



Ich hätte da doch ein Wasserschildkröten-Buch... Das habe ich gerade im Regal entdeckt... Das nenne ich noch ...


Gemessen an ihren Ansprüchen und ihrem Platzbedarf sind Wasserschildkröten recht genügsam und für den Anfänger in der Reptilienhaltung gut geeignet. Trotzdem, ohne Kenntnisse über die notwendige Gestaltung des Aquariums, ihre Haltung im Gartenteich, Fütterung, artgerechte Pflege und Vermehrung wird man keine dauerhafte Freude an seinen Lieblingen haben. Das dazu notwendige Wissen vermittelt diese Fibel für den Einsteiger Schritt für Schritt, ergänzt durch Pflegepläne, Futtertabellen und Einrichtungstipps zum Selberbauen sowie viele schöne Fotos. Die 14 ausführlich beschriebenen Arten mit ihren individuellen Bedürfnissen, machen die Auswahl des richtigen Tieres leicht und bewahren vor Fehlkäufen.



Das war ein ganz schönes Stück Arbeit, bis meine Liste voll war. Zufrieden bin ich mit der Auswahl nicht, aber ich bin froh, dass ich überhaupt passende Titel gefunden habe...
Zum Kommentieren werde ich wohl erst am Dienstag kommen.

Liebe Grüße
Tinette

Mittwoch, 1. April 2026

Schiggy unterwegs... This is the Greatest Show in Frankfurt und Stuttgart


1. Eckdaten zur Vorstellung

Veranstaltung: This is the Greatest Show
Art der Veranstaltung: Konzert
Ort: Alte Oper Frankfurt / Stage Apollo Theater Stuttgart
Besuch: 29.03. & 30.03.2026
Beginn:
Ort: Alte Oper Frankfurt / Stage Apollo Theater Stuttgart
Besuch: 29.03. & 30.03.2026
Beginn:
29.03.: 19:00 Uhr
30.03.: 19:30 Uhr
Dauer: ca. 3 Stunden (inkl. Pause)
Vorlage:  
Wichtige Hinweise:
Es handelt sich nicht um die Musicalversion des Films Greatest Showman, sondern um ein Konzertformat mit Songs aus verschiedenen Musicals und Filmen.
Es waren an beiden Orten einige Stimmen im Publikum zu hören, die das Musical erwartet hatten und entsprechend überrascht bzw. enttäuscht waren.

2. Die Besetzung beider Vorstellungen

Solistinnen:
Verena Mackenberg
Michaela Schober
Roberta Valentini

Solisten:
Friedrich Rau
Filippo Strocchi

Special Guest:
Prince Damien

Showman-Singers (alphabetisch nach Nachnamen):
Max William Best
Tayler Davis
Amber-Chiara Eul
Jan Grossfeld
Lina Kropf
Esther-Larissa Lach
Mattis Moll
Melissa Laurenzia Peters
Ilias Sidi-Yacoub
Simon Staiger
Ann-Charlotte Wittmann
Froukje Zuidema

3. Songliste

1. Akt
This is the Greatest Show (The Greatest Showman)
Don’t Stop Believin’ (Rock of Ages)
Wenn sie diesen Tango hört (Abenteuerland)
Billie Jean (MJ – Das Michael Jackson Musical)
Ich gehör nur mir (Terzett-Version) (Elisabeth)
Das, was ewig bleibt / Stärker als ihr denkt (Maria Theresia)
Der Heiratsantrag / Wir seh’n uns wieder (Titanic – Das Musical)
Totale Finsternis (Tanz der Vampire)
Marta / Aurora / Das Lied der Spinnenfrau / Am Morgen danach (Der Kuss der Spinnenfrau)
The Power of Love (Zurück in die Zukunft – Das Musical)
Jetzt wird der Heimweg lang (Pretty Woman – Das Musical)
Let It Go (internationale Version) (Die Eiskönigin)
Hurricane (Death Note)
Save Tonight / Wake Me Up / Hello / Bring Tomorrow On (The Choir of Man)


2. Akt
Mamma Mia!-Medley:
Dancing Queen / Voulez-Vous / Knowing Me, Knowing You / Fernando / SOS / The Winner Takes It All / Money, Money, Money / Super Trouper

I Will Always Love You (The Bodyguard)
Crazy Rolling (Moulin Rouge)
Even If (I Can Only Imagine 2)
Frei und schwerelos (Wicked)
Dann fall ich / Hormone / Liebe ist alles (Romeo & Julia – Liebe ist alles)

The Greatest Showman-Block:
A Million Dreams
Come Alive
Never Enough
This Is Me
Tightrope
Rewrite the Stars
From Now On
This Is the Greatest Show

4. Mein Eindruck

Schiggy war wieder unterwegs… Das gleiche Konzert, aber an zwei verschiedenen Orten.
In der Alten Oper Frankfurt steigt der Zuschauerraum erst in den hinteren Reihen an, das Parkett vorne ist ebenerdig. Wir saßen dort in Reihe 1 auf den Plätzen 24 und 25 – also höchste Preiskategorie, aber leider mit einem sehr seitlichen Blick auf die Bühne.
In Stuttgart im Stage Apollo Theater saßen wir dagegen in Reihe 9 auf der linken Seite (Plätze 3–6). Dort steigen die Reihen bereits ab der 6. Reihe an, sodass wir trotz größerer Entfernung einen deutlich besseren Gesamtüberblick hatten. Insgesamt wirkte die Show dort einfach stimmiger. Auch klanglich hat mir Stuttgart besser gefallen.
Dafür war das Publikum in Frankfurt deutlich angenehmer. Dort gab es kaum Unruhe, während es in Stuttgart leider einige störende Situationen gab: Zuschauer standen während der Songs auf, sodass die Leute dahinter nichts mehr sehen konnten, hinter uns wurde geredet und teilweise so stark im Takt mitgestampft, dass unsere Sitze gewackelt haben. Das hat den Abend schon etwas getrübt. Außerdem fiel auf, dass einige Zuschauer klare „Lieblinge“ hatten – was zu Standing Ovations für einzelne Darsteller führte, während andere, die es genauso verdient hätten, diese nicht bekamen.
Die Show selbst war an beiden Abenden identisch – sowohl vom Programm als auch von der Besetzung. Ich habe die Konzertreihe bereits 2023 und 2024 besucht, und auch dieses Jahr begann alles wieder mit „This is the Greatest Show“, wobei alle wie in den Vorjahren Abendkleidung trugen.
Der erste Akt bot einen sehr ausgewogenen Mix aus bekannten Songs und eher selten gespielten Stücken.
„Ich gehör nur mir“ aus Elisabeth habe ich schon oft gehört – aber noch nie als Terzett. Diese Version hat sich dadurch deutlich abgehoben und war wirklich sehr schön.
Auch „Let it go“ war eine positive Überraschung: Obwohl ich das Lied eigentlich kaum noch hören kann, wirkte die internationale Version (Deutsch, Englisch, Italienisch und Niederländisch) frisch und interessant.
Solche mehrsprachigen Versionen von Songs könnte es gerne öfter geben. Ich finde so etwas immer spannend.
Das Musical Pretty Woman hatte ich erst im Dezember in Frankfurt besucht. Ich fand es nett, aber ohne Ohrwürmer. So konnte ich mich dann auch nicht an "Jetzt wird der Heimweg lang" erinnert und könnte nicht sagen, an welcher Stelle der Song im Stück vorkommt.
Gesungen war es gut. Die beiden Stimmen haben gut harmonisiert, aber es ist einfach kein Lied, das mir im Gedächtnis bleibt.
„Billie Jean“ aus MJ – Das Michael Jackson Musical hat bei uns ebenfalls Eindruck hinterlassen. Eine meiner Begleitungen meinte dazu übrigens: „Ich hätte die Augen schließen können und meinen können, es wäre tatsächlich Michael Jackson, der da singt.“
Und genau das beschreibt es ziemlich gut – stimmlich wirklich erstaunlich nah am Original.
Der Kuss der Spinnenfrau war mir vorher nur dem Namen nach bekannt. Gesanglich war das sehr stark, auch wenn die Songs – bis auf „Am Morgen danach“ – nicht ganz meinen persönlichen Geschmack getroffen haben. Trotzdem fand ich es spannend, mal etwas anderes zu hören.
Der Einblick in Maria Theresia hat mich neugierig auf das Musical gemacht.
„Totale Finsternis“ ist ein Klassiker solcher Konzerte, hier hatte ich allerdings das Gefühl, dass der Sänger an beiden Abenden etwas schwächelte. Da hatte ich seine Performances an den beiden besuchten Musicalbesuchen von Tanz der Vampire 2022 und 2023 stärker in Erinnerung.
Sehr positiv aufgefallen ist bei uns dagegen „Hurricane“ aus Death Note. Der Song ist sehr kraftvoll und wurde sehr stark präsentiert, sodass ich auf eine Aufführung des gesamten Musicals in Deutschland hoffe. Eine meiner Begleitungen hatte in der Pause direkt geschaut, ob es den Song als mp3 zu kaufen gibt.  Auch die Songs aus The Choir of Man waren sehr schwungvoll und mitreißend.
Ich habe mich sehr gefreut, als ich im Programmheft entdeckt habe, dass auch das Musical Titanic vertreten war. Das Stück habe ich ja durch Inszenierungen in Tecklenburg und Magdeburg insgesamt viermal erlebt und war jedes Mal begeistert. Gezeigt wurde "Der Heiratsantrag" von Fred, dem Heizer, leider ohne die Verbindung zu "Die Nacht hallte wider" des Funkers. Ich mag diese Szene mit den beiden einfach sehr. In Frankfurt kam der Song durch unseren Sitzplatz leider nicht so gut zur Geltung, in Stuttgart wirkte er deutlich stärker. Der Übergang vom Heiratsantrag zu „Wir seh’n uns wieder“ war sehr gelungen. Er war schön fließend.
Der zweite Akt startete mit einem Mamma Mia!-Medley – eine gute Entscheidung, da alle Songs einzeln den Rahmen der Show gesprengt hätten.
„I Will Always Love You“ wurde an beiden Abenden sehr sicher und klar gesungen – technisch wirklich stark.
Ein Highlight war für uns der Block aus Romeo & Julia – Liebe ist alles. „Dann fall ich“ war ein sehr harmonisches Duett, „Hormone“ hat mit viel Energie überzeugt und „Liebe ist alles“ sorgte für ordentlich Stimmung – auch wenn ich persönlich kein Fan vom durchgehenden Mitklatschen bin. Ich bin jetzt aber sehr auf meinen Besuch des Musicals im September gespannt.
Der Sänger, der bei "Totale Finsternis" geschwächelt hatte, zeigte bei "Even if" aus I can only imagine 2 eine sehr starke Performance, was besonders in Stuttgart durch den besseren Klang sehr gut rüberkam.
Zwei meiner Begleitungen meinten, dass er allgemein auf Englisch viel besser als auf Deutsch gesungen hat.
Den Abschluss bildete der große Greatest Showman-Block mit passenden Kostümen, die sich deutlich am Film orientierten. Hier haben noch einmal alle alles gegeben – mit spürbarer Energie, die sich auf das Publikum übertragen hat.
Ich habe nur nicht ganz das Konzept der Kleiderordnung bei diesem Konzertformat verstanden. Teilweise gab es Kostüme bei den Auftritten. Teilweise trugen die Darsteller aber Abendkleidung.
Am Konzerterlebnis an sich macht es natürlich keinen Unterschied, was die Sänger anhaben, und es soll auch keine negative Kritik dazu sein. Ich wäre nur neugierig, was es damit auf sich hat. :-D

Fazit:
Die Show an sich ist wirklich großartig – abwechslungsreich, hervorragend gesungen und mit viel Energie präsentiert. Wir waren alle begeistert.
Der direkte Vergleich zeigt aber auch: Die Rahmenbedingungen machen viel aus. Während in Stuttgart Sicht und Klang besser waren, hat dort das Publikum den Gesamteindruck etwas getrübt. Frankfurt war in dieser Hinsicht deutlich angenehmer.
Nächstes Jahr geht es für mich nach Trier – ich bin gespannt, wie sich das Format dort anfühlen wird.

5. Persönliche Highlights

Lustigstes Lied:
„Hormone“ (Romeo & Julia – Liebe ist alles)

Schönste Ballade:
„I Will Always Love You“ (The Bodyguard)

Schönstes Duett:
„Dann fall ich“ (Romeo & Julia – Liebe ist alles)

Emotionalstes Lied:
„Der Heiratsantrag / Wir seh’n uns wieder“ (Titanic – Das Musical)

Highlight des Abends:
„Hurricane“ (Death Note)
→ gesanglich herausragend und absolut mitreißend.

 

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