Freitag, 17. Juli 2026

Reihenanfang gelesen - Reihe fortsetzen oder abbrechen?

Hallo,

ich hatte mir ja vorgenommen, die Reihenanfänge, die sich auf meinem SuB befinden, vorrangig zu lesen und dann zu entscheiden, ob ich die Reihen überhaupt weiterverfolge oder es sein lasse. 
Welche Reihen werde ich weiterlesen? Welche abbrechen? Das sage ich in diesem Beitrag....

1. Delfinteam


Sandra findet nichts langweiliger als ihre Ausbildung bei der Bank. Deswegen ergreift sie sofort die Gelegenheit, als ihr ein Job als Taucherin in einem DelfinTeam in Florida angeboten wird. Weit weg von Deutschland lernt Sandra gemeinsam mit ihrer Delfin-Partnerin Caruso die neue Umgebung kennen, übt die gemeinsame Sprache ein und bereitet sich auf ihre Einsätze im Meer vor. Und schon bei ihrer ersten, richtigen Mission mit Caruso wird es gefährlich: Das Bergungsschiff Antares sucht im Meer nach der Silberfracht einer versunkenen spanischen Galeone, doch ein noch größeres Rätsel gibt Sandra das merkwürdige Verhalten der Menschen an Bord auf. Als sie herausfindet, was dahintersteckt, ist es schon fast zu spät …


Die Woodwalker-Reihe hat mir gut gefallen. Also wollte ich es mit einer weiteren Reihe von ihr versuchen. Ich habe nette Geschichten für zwischendurch gesucht. Leider kam ich mit der Protagonistin überhaupt nicht zurecht. Das Buch habe ich beendet, aber die Reihe danach aufgegeben.

Meine vollständige Rezension findet ihr hier.

2. Lou & König



Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näher rückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit...




Eine neue Reihe meiner Lieblingsautorin? Da habe ich nicht lange überlegt. Doch könnte sie mit Hulda, die ich nun schon seit acht Bände begleiten und dem 9. teil entgegenfiebere, mithalten? 
Natürlich muss ich die neuen Charaktere erst noch richtig kennenlernen. Sie sind mir nicht so vertraut wie Hulda, Karl, Ben und alle die anderen aus Fräulein Gold. Doch sympathisch sind sie mir, und ich möchte sie weiterbegleiten und besser kennenlernen.
Der 1. Fall hat mir sehr gut gefallen. Ich bin gespannt auf Fall 2.

Meine Kurzrezension findet ihr hier.

3. Die 39 Zeichen



Die Cahills sind die mächtigste Familie der Welt. Sie birgt ein Geheimnis, das das Schicksal der Menschheit für immer verändern kann… Als die Patriarchin Grace Cahill stirbt, hinterlässt sie ein folgenschweres Erbe: Sieben Teams aus den vier verschiedenen Häusern der Familie sollen sich auf eine gefährliche Mission begeben, auf der das lang vergessene Familiengeheimnis gelöst werden muss. Wem wird es zuerst gelingen, die 39 Zeichen zu entschlüsseln? Auch die Geschwister Dan und Amy entschließen sich, Grace Erbe anzunehmen und sich auf die abenteuerliche Suche nach den 39 Zeichen zu begeben. Der erste Hinweis führt sie auf den Spuren Benjamin Franklins von Boston nach Paris. Doch haben sie ohne Geld und nur mit der Hilfe ihres Kindermädchens Nellie überhaupt eine Chance, das Rennen zu gewinnen? Die anderen Teams trauen den Geschwistern offenbar einiges zu, denn sie versuchen alles, um Dan und Amy möglichst schnell aus dem Weg zu räumen…



Der Reihenauftakt klang spannend. Und ich lese gerne die Bücher von Rick Riordan. Es war spannend, das ungleiche Geschwisterpaar zu begleiten. Ich habe inzwischen schon Teil 2 gelesen und festgestellt, dass dieser von einem anderen Autor geschrieben wurde. Teil 3 der Neuauflage (wieder anderer Autor) ist noch nicht erschienen. Ich möchte aber dran bleiben. 

Meine Rezension zu Teil 1 findet ihr hier.


4. Der wilde Roboter



Als das Robotermädchen Roz erstmals die Augen öffnet, findet sie sich auf einer wilden, einsamen Insel wieder. Wie sie dorthin gekommen ist und warum, weiß sie nicht. Das Wetter und ein wilder Bär setzen ihr übel zu, und Roz begreift, dass sie sich ihrer Umgebung anpassen muss, wenn sie überleben will. Also beobachtet sie, erlernt die Sprache der Tiere und entdeckt, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sie weiterbringen. Viele würden das Blechmonster zwar am liebsten verjagen, aber Roz gibt nicht auf. Sie zieht ein Gänseküken auf, und endlich fassen die Tiere Vertrauen. Als Roz dann in großer Gefahr schwebt, stehen sie ihr als Freunde bei.




Das Buch wollte ich lesen, nachdem ich den Film so herzergreifend fand. Im Buch ist Roz deutlich nüchterner, aber mir hat es trotzdem gut gefallen. Die Fortsetzungen sind bisher nur auf Englisch erschienen. Teil 2 habe ich schon gelesen. Teil 3 wartet auf dem SuB.

Meine Kurz-Rezension zu Teil 1 findet ihr hier.


5. Seawalkers



Für Tiago ist es ein Schock, als er herausfindet, dass er ein Gestaltwandler ist. Und was für einer: In seiner zweiten Gestalt als Tigerhai wird er sogar von seinen Mitschülern gefürchtet. Einzig das fröhliche Delfinmädchen Shari hat keine Angst vor ihm. Doch ihre Freundschaft wird bereits beim ersten großen Abenteuer, das sie an der Blue Reef High erwartet, auf die Probe gestellt.








Statt Woodwalkers nun Seawalkers? Das hat sich sehr interessant angehört, vor allem, weil Haie zu meinen Lieblingstieren gehören. Leider hatte ich mit Tiago meine Probleme. Er hat keine großen Sympathiepunkte bei mir sammeln können. Eigentlich bin ich schon gespannt, wie es weitergeht, aber Tiago brauche ich nicht unbedingt als Protagonisten. Deshalb habe ich die Reihe nach Teil 1 abgebrochen.

Meine Rezension dazu findet ihr hier.

6. Mistle End


Der Greif stand aufgerichtet auf dem Dach, mit weit ausgebreiteten Schwingen und sah ihn an. Er neigte kurz sein Haupt und Cedrik hörte wieder die Stimme des Fabelwesens in seinem Kopf. „Da ist sie. Die Kraft, ich spüre sie. So alt, uralt ...“ Cedrik schluckte und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Um was geht es hier?“ Der Greif musterte ihn mit seinen Adleraugen. „Ich muss wissen, welches Geheimnis du vor mir verbirgst. Du wirst dich meiner Prüfung unterziehen müssen.“






Nachdem mir Joshua Jackelby so gut gefallen hat, war ich gespannt auf die Reihe. Der Protagonist war mir sympathisch, was ja schon mal ein Pluspunkt ist. Die Geschichte hat mir auch gut gefallen, wenn auch nicht ganz so gut wie die über Joshua. Trotzdem möchte ich weiterlesen. Teil 2 ist bereits eingezogen.

Meine Kurz-Rezension findet ihr hier.

7. Wilderland


Der vierzehnjährige Calum ist ohne Eltern aufgewachsen - und er spürt, dass er nicht nur deswegen anders ist als alle Jugendlichen, die er so kennt. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er in seiner neuen Wohngruppe Jasleen, Skye und Miro begegnet. Was ist los mit diesen dreien – warum lehnen sie ihn ab, was verbergen sie vor ihm? Und warum fühlt er sich trotzdem von ihnen angezogen, besonders von der faszinierenden Skye und ihrem wilden Raben? Als die Jugendlichen zufällig feststellen, dass sie rund um die Uhr beobachtet werden, entdeckt Calum ihr Geheimnis: Sie alle sind das Ergebnis eines skrupellosen wissenschaftlichen Experimentes, sie sind Hybride aus Mensch und Tier – und sie werden ganz offensichtlich gejagt! So beginnt eine dramatische Flucht und für sie alle die Reise zu ihrem wahren Selbst ...



Nach der komplexen Ilias wollte ich etwas Lockeres, Kurzes für zwischendurch lesen. Leider bin ich mit Calum überhaupt nicht warmgeworden. Das lag vielleicht auch etwas an der Erzählform. Durch die neutrale Erzählweise blieb mir der Protagonist sehr distanziert. Mich hat nicht interessiert, was weiter aus ihm wird. So habe ich dann abgebrochen, auch wenn der Schreibstil flüssig zu lesen war. Diese Reihe werde ich deshalb nicht fortführen.


Drei Reihen, die ich abgebrochen habe, vier, die ich weiterlesen möchte. Das klingt ja gar nicht so schlecht. :-)
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Tinette

Schiggy unterwegs... Der Freischütz - Albtraum für Deutschland in Bonn

 



Schiggy war wieder unterwegs und hat einen „Albtraum für Deutschland“ (so der Untertitel) erlebt. Würde diese Inszenierung auch für mich zum Albtraum werden?

1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel: Der Freischütz – Albtraum für Deutschland
Art: Oper
Ort: Oper Bonn
Sprache: deutsch
Datum: 04.07.2026
Beginn: 19:30 Uhr
Reihe / Platz: Reihe 1, Platz 11
Dauer (inkl. Pause): ca. 3 Stunden
Vorlage: Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“
Hinweise: Es ist nicht die klassische Inszenierung, sondern eine sehr freie, moderne Interpretation

 

2. Mein Eindruck von der Show

Durch Zufall bin ich zwei Tage vor der Veranstaltung auf eine Kritik gestoßen. Dadurch erfuhr ich erst, dass mich keine klassische Inszenierung des Freischütz erwarten würde, sondern eine sehr moderne Interpretation, bei der Texte und Rollenauslegungen verändert wurden.
Ich stehe modernen Adaptionen grundsätzlich positiv gegenüber, weil sie oft etwas Frisches in altbekannte Geschichten hineinbringen. Trotzdem war ich etwas enttäuscht, weil ich die Musik von dieser Oper so mag und mich auf eine klassische Inszenierung eingestellt hatte.
Ich hätte mir eine klarere Kommunikation gewünscht, dass es sehr modern und politisch wird. Auch der Untertitel war mir zum Zeitpunkt des Kaufs nicht bekannt. Der Regisseur soll wohl genau für diese Art bekannt sein. Das war mir vorher nicht bewusst. Der Freischütz und Die Zauberflöte sind die einzigen Opern, die ich bisher gesehen habe. Ich bin also nicht tief in der Opernwelt drin und kenne viele Namen und Regiehandschriften nicht.
Gut, nun war ich vorbereitet und wusste, dass ich in zwei Tagen eine ungewöhnliche Adaption sehen würde. Andere Zuschauer waren wohl richtig überrascht, denn kurz nach Beginn bemerkte ich Unruhe im Saal. Plötzlich wurde die Dunkelheit durch den Lichtschein einer geöffneten Tür durchbrochen, die kurz darauf wieder ins Schloss fiel.
Wie immer habe ich, wenn es so etwas gibt, ein Programmheft gekauft. Darin lag auch die Besetzungsliste der heutigen Show. Bei Ännchen wurde zwischen Gesang und Schauspiel unterschieden und es gab den Hinweis, dass sie für Nicole Wacker spielten. Das hat direkt meine Neugier geweckt. So etwas hatte ich damals bei Liebe, Mord und Adelspflichten erlebt. Der Darsteller hatte krankheitsbedingt keine Stimme. Sein Sprachrohr war ein anderer Darsteller, der am Bühnenrand stand und ihm seine Stimme lieh. Gerade das hatte die Show für mich zu etwas Besonderem gemacht. Also war ich direkt gespannt, wie es hier umgesetzt wurde.
So trat dann auch vor Beginn der Intendant vor und erzählte genau davon. Da ja die Texte eigens für Bonn geschrieben wurden, konnte nicht einfach kurzfristig eine andere Sängerin einspringen. Diese würde eben an der Seite stehen und die Texte ablesen. Die Regieassistentin hatte sich bereiterklärt, den schauspielerischen Teil zu übernehmen. Und um uns so richtig zu verwirren, gäbe es in einer Szene eine längere Videosequenz, in der die ursprüngliche Darstellerin zu sehen sei. So würden wir diese wenigstens auch kennenlernen.

Die Musik beginnt, und diese Ouvertüre mag ich ja besonders gerne. Sie ist sehr lang. Man hört die Bläser und Hörner heraus. Da denke ich automatisch an Wald und Jäger. Während dieser Ouvertüre wurden Bilder gezeigt: abwechselnd von strahlenden, hellhäutigen, blonden Familien, oft in bayerischer Tracht, und Menschen mit dunklen Haaren und/oder Hautfarbe, die nicht gerade glücklich wirken. Dass es keine gemeinsamen Fotos gibt, erweckt den Anschein, als sei hier keine Zusammengehörigkeit gewünscht, als gäbe es eben zwei Arten von Menschen. Da ahnte ich schon, warum es in der Kritik hieß, dass der Regisseur nicht für subtile Inszenierungen bekannt ist.
Am Ende der Ouvertüre werden die Fotos nochmals im Schnelldurchlauf gezeigt, wobei das noch untertrieben ist. Die Bilder wechselten so schnell, dass es wie zuckende Blitze wirkte, und ich musste mir die Augen zuhalten. Mir wird bei so etwas schnell schwindlig.
Die Handlung wurde nach Bonn ins Jahr 2029 gelegt. Wir stehen kurz vor den Wahlen. Der ehemalige Plenarsaal ist inzwischen von Pflanzen überwuchert. Diesen Ort hat sich eine rechtsradikale Partei als Parteisitz ausgesucht. Sie wollen an die Macht kommen. Kanzlerkandidatin ist eine blonde Frau in blauem Kostüm, die Samiel genannt werden will. Wer die ursprüngliche Fassung kennt, weiß, dass Samiel die Verkörperung des Teufels ist. In dieser Version ist diese Rolle viel präsenter. Man könnte schon fast sagen, es ist eine der Hauptrollen.
Während die Parteien ihre Parolen, Gewehre und Schlagstöcke schwingen, werden im Hintergrund Zitate der AfD eingeblendet. Diese sind nicht immer vollständig lesbar, weil ein riesiger Bundesadler vor der Wand hängt, wodurch die Projektionen „geknickt“ werden und nicht komplett zu erkennen sind.
Max ist ein Kriegs-Veteran, der seine traumatischen Erlebnisse in Afghanistan immer noch mit sich herumträgt.
Agathe ist wie Ännchen eine sogenannte Tradwife. Beide teilen als Influencer ihr traditionelles Leben mit der Welt.
Kaspar ist ein rechtsradikaler Kampfsportler.
 
Gesanglich konnten mich die Darsteller überzeugen. Sehr schöne, klare Stimmen, ohne Wackler. Das hat sich sehr angenehm angehört.
Überrascht war ich, als ich Agathe gesehen habe. Das Gesicht der Darstellerin kam mir so bekannt vor. War sie etwa auch in der Inszenierung in Wiesbaden dabei gewesen, die ich letztes Jahr gesehen habe? Ein Blick zuhause in die Besetzungsliste bestätigte meine Vermutung. Sie war es also tatsächlich. Schon damals hat mir ihre Stimme gut gefallen. Normalerweise habe ich es ja nicht so mit Sopranstimmen, weil ich da schon ein paar schrille, unangenehme Töne gehört habe. Das war hier aber nicht der Fall.
 
Die Sängerin des Ännchen hatte ebenso eine klare Stimme. Ich fand ihre Mimik dabei interessant. Sie sang nicht einfach nur, sie fühlte es richtig mit, setzte dazu auch Gestik ein.
Der Regieassistentin merkte man dagegen an, dass sie keine Routine hatte. Sie stand meist regungslos auf der Bühne und bewegte nur gelegentlich die Arme. Da sie die Lippen nicht bewegte, war das dann etwas seltsam, aber tragisch fand ich es nicht. Wer weiß, wann sie auch davon erfahren hat. Ich finde es toll, dass sie eingesprungen ist, und die Vorstellung dadurch nicht ausfallen musste. Von mir deshalb ein großes Lob an beide Ännchen-Vertreterinnen. Mit der bereits angekündigten Videosequenz, die aus einer Abfolge verschiedener Fotos von Ännchen bestand, war dann auch die ursprüngliche Darstellerin zu sehen. Dabei kam mir noch eine mögliche Interpretation in den Sinn: Es wird oft kritisiert, dass Menschen in sozialen Medien mit Filtern ihr Aussehen verändern und der Welt eine bearbeitete Version von sich zeigen. Warum also nicht auch Ännchen? Vielleicht sehen wir gleichzeitig ihr „echtes“ Aussehen (die Assistentin, die den Schauspiel-Part übernommen hat) und die Version, die sie nach außen präsentieren möchte (die Fotos der ursprünglichen Darstellerin).  
 
Sehr lustig fand ich die Szene, in der Agathe ihr Hochzeitskleid anzieht. Sie schafft es einfach nicht hinein und kämpft richtig damit. Ännchen bemerkt das gar nicht, weil sie so in ihrer Rolle als Tradwife-Influencerin aufgeht.
Schmunzeln musste ich auch, als die vier Brautjungfern die Bühne betraten, auch wenn die Überraschung wegfiel, weil ich ein Bild von dieser Szene in der Kritik gesehen hatte. Sie hatten lange blaue Kleider an, die jedoch Sicht auf ihre runden, weit fortgeschrittenen Babybäuche gaben, um Agathe den Jungfernkranz zu winden, wie es im Gesangsstück heißt. Sie zeigen ihr, was sie in Zukunft als Ehefrau erwartet. Agathe sieht nicht begeistert aus. Ihr geschockter Blick spricht Bände. Das scheint ihr persönlicher Albtraum zu werden.
Für Lacher sorgte auch ein Satz von Samiel, nachdem sie ordentlich Werbung für ihre Partei gemacht hat: „Und ich verspreche, wenn wir an der Macht sind, gibt es auch wieder einen ordentlichen Freischütz!“ Dass sich der Regisseur dadurch selbst auf die Schippe nimmt, fand ich witzig.
 
Fürst Ottokar, der gegen Ende auftaucht, sieht Friedrich Merz zum Verwechseln ähnlich. Da war dann auch Erheiterung unter den Zuschauern zu spüren.
Vom plötzlichen Erscheinen des Eremiten, der hier Deus ex Machina heißt, war ich überrascht. Samiel meint: „Ach, wir sind hier ja in der Oper. Dann versuche ich es mal mit Gesang.“ Und dann „fährt“ dieser Eremit nach oben aus dem Bühnenboden hervor. Seine Stimme hat meiner Schwester besonders gut gefallen. Er singt, während sich Samiel selbstbewusst vor ihm positioniert. Die Armbewegungen der beiden sind identisch, aber nicht synchron. Samiel ist immer ein paar Sekunden vor ihm, was ich so interpretiert habe, dass sie den Takt vorgibt und die Fäden in der Hand hat.
 
Das Stück endet mit dem Wahlsieg der Partei, und ein riesiges AfD-Plakat mit einer jubelnden Alice Weidel wird herabgelassen. Darauf steht: „Danke, Deutschland!“ Samiel feiert sich, winkt dem Publikum zu und ruft: „Wir sehen uns in Berlin!“, wofür sie vereinzelte Buhrufe erntet.
Der Vorhang fällt und darauf wird „2029 AfD vermeiden“ projiziert. Ein letzter Holzhammer.
Ja, subtil war diese Inszenierung wirklich nicht. Es wird sehr deutlich, was der Regisseur damit sagen wollte.
Ich befürchte nur, dass diese sehr deutliche Botschaft die Menschen, die er damit erreichen möchte, eher nicht umstimmen wird, sondern dass sich manche dadurch sogar provoziert fühlen könnten.
Mir hat die Inszenierung gut gefallen. Die Melodien, die ich so schätze, waren alle noch da, nur eben mit anderen Texten.
Rückblickend wurde diese Inszenierung für mich also kein „Albtraum“, sondern eher eine unerwartete und interessante Begegnung mit einem bekannten Werk.

 

3. Die Besetzung

Schiggy saß im Publikum. Aber wer stand auf der Bühne?

Max: Kai Kluge
Agathe: Alyona Rostovskaya
Kaspar: Tobias Schabel
Ännchen: Katerina von Bennigsen (Gesang) / Anna Pies (Schauspiel)
Ottokar, Fürst: Johannes Mertes
Kuno, Erbförster: Martin Tzonev
Ein Eremit: Christopher Jähnig
Kilian: Ralf Rachbauer
Samiel: Birte Schrein
Brautjungfern:
Iva Danova
Claudia Rodriguez
Marianne Freiburg
Vardeni Davidian
 
außerdem mit:
Chor des Theater Bonn
Extrachor des Theater Bonn
Orchester: Beethoven Orchester Bonn
Musikalische Leitung: Lothar Koenigs

 


Donnerstag, 16. Juli 2026

Mit 10 Büchern durch die Jahreszeiten

  Die Aktion


findet auf dem Blog Weltenwanderer statt.


Heutige Aufgabe:


*~*  Zeige uns 10 Bücher, in deren Titel eine Jahreszeit genannt wird  *~*



Hallo,
heute unternehmen wir eine kleine Reise durch die Jahreszeiten – natürlich nicht mit Koffer und Reiseführer, sondern mit zehn Büchern im Gepäck.
Unsere Reise führt uns vom Frühling über den Sommer und den Herbst bis hinein in den Winter.
Ich habe mir vorgenommen, jeweils drei Titel mit Sommer und Winter sowie je zwei Titel mit Frühling und Herbst mitzunehmen. Mal schauen, ob mir diese Aufteilung gelingt. Denn während Sommer und Winter bei den Buchtiteln gut vertreten sind, war ich gespannt, wie es mit Frühling und Herbst aussieht.

Frühling

1. Ein Zuhause im Frühling

Wir beginnen im Frühling und von wo aus startet man meistens eine Reise? Von Zuhause.
Das Buch habe ich einer Kollegin geschenkt. Selbst gelesen habe ich es nicht. Aber der Titel passt einfach perfekt zur Aufgabe. :-)

Die Londoner Illustratorin Ella braucht dringend eine Auszeit – von ihrem aufreibenden Großstadtleben, von ihrer On-Off-Beziehung und von ihrer künstlerischen Krise. Zum Glück kann sie für ein halbes Jahr das kleine Cottage ihrer verreisten Patentante in Wilsgrave hüten. Hier in der englischen Countryside versucht Ella zu sich zu finden. 
Allerdings hat sie die Rechnung ohne die quirligen Dorfbewohner gemacht. Auch von einem vierbeinigen Mitbewohner im Cottage war nicht die Rede – aber die schwarze Labradorhündin Tess hält Ella ziemlich auf Trab. Und leider merkt der grummelige Dorftierarzt Devon sofort, dass sie eigentlich keine Ahnung von Hunden hat. Doch bei ausgiebigen Spaziergängen entdecken die beiden, dass sie mehr gemeinsam haben als erwartet …



2. Brimble und der verlorene Frühling

Wenn der Frühling nicht mehr da wäre, würde etwas fehlen. Gut, dass es Buchcharaktere gibt, die ihn zurückholen würden.
Das Buch habe ich neulich im Buchladen entdeckt und mich direkt daran erinnert. Ich habe überlegt, ob es ein Geschenk für meine Nichte sein könnte, habe es aber doch nicht mitgenommen. Ein wenig ärgere ich mich darüber. Beim nächsten Mal kommt es mit, und wenn es für mich selbst ist. :-)

In Rye, einem kleinen englischen Dorf, will der Winter einfach nicht weichen - und Flora Brimble fühlt sich genauso grau wie die Welt um sie herum. Doch als sie an ihrem Geburtstag eine besondere Tinte kauft, beginnt für sie das größte Abenteuer ihres Lebens. Flora will den Frühling zurückholen und macht sich auf die Suche nach der Maikönigin, die mit ihren Zauberkräften Sonne und Blumen zurückbringen kann. Auf ihrem Weg begegnet sie einem klugen Kobold, einem sprechenden Eichhörnchen und einer bösen Hexe, die alles daran setzt, Floras Mut zu brechen. Doch mit Fantasie, Freundschaft und einer Prise Magie wächst Flora über sich hinaus - und entdeckt, wie viel Hoffnung in einer Geschichte stecken kann.



Sommer

3. Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

Ich kann nicht mehr genau sagen, was ich alles im letzten Sommer getan habe. 
Diesen Jugendthriller habe ich diesen April gelesen. Kein sommerlich-fröhlicher Roman, aber der Titel passt.


»Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast ... «, behauptet der Verfasser eines anonymen Briefs und versetzt damit Julie, Ray, Helen und Barry in Angst und Schrecken. Eigentlich war es »nur« ein Unfall – doch an jenem Juliabend vor einem Jahr beschlossen die vier Freunde, das tödliche Ereignis für immer als ihr Geheimnis zu bewahren. Aber irgendjemand kennt die Wahrheit – und will Rache! Und damit beginnt ein albtraumhafter Wettlauf auf Leben und Tod ...







4. Sommerglück auf Reisen

Weiter geht es nach Schweden, wo wir einen Abstecher in Kristinas Restaurant machen und sie bei ihrer Suche nach ihrem Sohn durchs Land begleiten.
Ein sommerlicher Roman, der sehr gut zur Aufgabe passt. Ich habe ihn im August 2018 gelesen.


Die Köchin Kristina Ljungström hat sich Schwedens berühmtesten Gastrokritiker zum Feind gemacht. Und ihr Sohn Finn hat sich ausgerechnet in dessen Tochter Svea verliebt. Natürlich kommt es überhaupt nicht infrage, dass Finn und Svea in den Sommerferien gemeinsam durch Schweden reisen. Doch die Teenager lassen sich ihren Urlaub nicht verderben und reißen aus.
Kristina nimmt die Verfolgung auf, aber schon nach wenigen Kilometern bleibt ihr Auto am Straßenrand liegen – wo ausgerechnet der unverschämte Gastrokritiker sie aufsammelt…




5. Sternensommer

Wem Schweden noch nicht weit genug weg ist, möchte vielleicht lieber mit den Sternensingern in die Galaxie reisen. Das Buch habe ich 2015 gelesen.


Designerkleider, hochhackige Schuhe und stundenlange Haarkuren sind für die sechzehnjährige Dilia so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen. Kein Wunder, dass es für Dilia der pure Albtraum ist, als ihr vielbeschäftigter Vater sie über die Ferien in ein Sommercamp abschiebt. Die einzige Person, die sie dort kennt, ist auch noch ihr Schulkamerad Emrys, der Nerd, den sie bis auf den Tod nicht ausstehen kann. Und doch wird es ein Sommer werden, der sie buchstäblich bis in die Sterne trägt. Denn Emrys ist ein Junge wie nicht von dieser Welt ...





Herbst 


6. Herbstmagie

Es hat doch schon etwas Magisches, wenn sich die Blätter im Herbst so schön färben. :-)
Teil 1 (Frühlingsträume) habe ich zum Verschenken gekauft. Herbstmagie ist der dritte Teil der Jahreszeiten-Reihe. Selbst gelesen habe ich die Bücher nicht.



Gemeinsam mit ihren drei besten Freundinnen betreibt die hübsche Konditorin Laurel die erfolgreiche Hochzeitsagentur Vows. Tag für Tag hilft sie glücklichen Paaren, ihre Liebe mit einem rauschenden Fest zu krönen, in Laurels eigenem Privatleben sieht es aber alles andere als rosig aus. Doch dann verliebt sie sich in den smarten Staranwalt Del. Er ist für sie die Liebe ihres Lebens. Aber sieht der heißbegehrte Junggeselle das ebenso?






7. Wenn es Herbst wird

Und wenn sie sich verfärben, fallen sie auch irgendwann...
Ein herbstliches Kinderbuch, das die Zwillinge von einer Kollegin geschenkt bekommen haben. Danke dafür. So habe ich einen weiteren Titel für diese Aufgabe. :-)


Herbstzeit ist Kuschelzeit
Für die Tiere im Wald beginnt der Herbst. Bunte Blätter fallen von den Bäumen. Die Eichhörnchen kuscheln sich eng aneinander, Mama Wildschwein und ihr Kind gehen ein letztes Mal zum Baden, bevor die kalte Jahreszeit einbricht und die Vögel ziehen Richtung Süden, denn da ist es auch im Winter warm.







Winter

8. Der Winterpalast

Katharina die Große lädt zu einer Audienz im Winterpalast ein. Nehmen wir diese Einladung an und begleiten sie ein Stück durch ihr Leben.
Diesen historischen Roman habe ich im Januar 2020 gelesen. Und auch das Cover passt mit seiner winterlichen Atmosphäre perfekt zur Aufgabe.


Geheime Gänge, verdeckte Türen, dunkle Nischen: Als die Waise Varvara als Dienstmädchen in den Winterpalast kommt, lernt sie schnell, sich ihre Verschwiegenheit und ihren aufmerksamen Blick zunutze zu machen. Keine Intrige, die ihr entginge, kein Getuschel, das ihren Ohren verborgen bliebe. Schnell wird sie zu einer der wichtigsten „Spioninnen“ im Palast. Als die junge Sophie von Anhalt-Zerbst – die spätere Katharina die Große – an den Hof kommt und auf dem Weg zur Macht eine Verbündete braucht, wird Varvara ihre engste Vertraute. Schließlich erklimmt Katharina den Zarenthron – aus der unerfahrenen Fremden wird eine der mächtigsten Frauen ihrer Zeit.



9. Wintersturm

Im Winter spielt das Buch zwar nicht, aber der Titel passt trotzdem: Der Täter geht eiskalt vor. Auch ansonsten verbreitet es eine düstere, beklemmende Stimmung. Das Buch habe ich im Oktober 2024 gelesen.


Ray und Nancy Eldredge leben zusammen mit ihren Kindern in einer malerischen Siedlung an der amerikanischen Ostküste. Aber die Idylle trügt: Ein geheimnisvoller, neurotischer Mörder geht um, der die Kinder des jungen Ehepaares entführt. Zug um Zug wird eine grauenvolle Vergangenheit aufgedeckt, die sich zu wiederholen droht...






10. Das Winterhotel

Wo kann man eine Reise durch die Jahreszeiten besser ausklingen lassen als in einem gemütlichen Winterhotel? Schnell hinein in die warme Stube von Hattie!
Die Bücher von Sarah Morgan sind für mich Wohlfühlgeschichten. Dieses habe ich passend in der kalten Jahreszeit gelesen.


Im Maple Sugar Inn lässt Besitzerin Hattie Coleman die Träume ihrer Gäste wahr werden. Doch dieses Weihnachten ist sie fast am Ende ihrer Kräfte, denn nach dem zu frühen Tod ihres Ehemannes muss sie sich nun allein um ihr gemeinsames Kind und das Hotel kümmern. Dann checken Erica, Claudia und Anna zu ihrem jährlichen Buchclub-Urlaub ein. Ihre jahrelange Freundschaft und tiefe Liebe zu Büchern verbindet sie, doch Hattie ist klar, dass da einiges unter der Oberfläche brodelt. Trotzdem ist sie nicht darauf vorbereitet, als herauskommt, wie sehr ihre eigene Geschichte mit der der anderen Frauen verwoben ist. Können die vier Frauen sich gegenseitig helfen, ein neues Kapitel im Leben aufzuschlagen?



Damit endet unsere kleine Reise durch die Jahreszeiten auch schon wieder. Es braucht manchmal gar nicht viel, um von Frühling bis Winter zu reisen – zehn Bücher mit den passenden Titeln reichen dafür völlig aus.
Ich hoffe, euch hat der kleine Ausflug gefallen. Ich wünsche euch eine gute Weiterreise durch die bunte Welt der Bücher und freue mich auf die nächste gemeinsame Aufgabe.
Liebe Grüße
Tinette

Mittwoch, 15. Juli 2026

Kurz gebellt zu: Klänge einer neuen Zeit




   Allgemeine Infos:

Originaltitel: Klänge einer neuen Zeit
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Eva Wagendorfer
Übersetzt von: /
Verlag: Penguin
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Die Radioschwestern
Teil: 1
Genre: Historischer Roman
Erscheinungsjahr: 2022
Seiten: 429
Preis: 15,00 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-328-10796-5




Klappentext:
Frankfurt, 1927: Ihre Zukunft ist das Radio – da sind sich Gesa, Inge und Margot sicher. Die Freundinnen haben eine Stelle bei einem neu gegründeten Radiosender ergattert und träumen nun von einer glänzenden Karriere. Gesa möchte Hörspielsprecherin werden, die lebenshungrige Inge als berühmte Sängerin die Bühnen der Welt erobern, und Margot möchte endlich als Cellistin von ihren männlichen Kollegen im Rundfunkorchester anerkannt werden. Denn obwohl eine kreative Aufbruchsstimmung in der Luft liegt, müssen die jungen Frauen gegen alte Konventionen ankämpfen. Unterstützung bekommen sie vom neuen Intendanten, zu dem sich Gesa immer mehr hingezogen fühlt. Voller Tatendrang blicken die Freundinnen in die Zukunft, um ihren gemeinsamen Traum wahr werden zu lassen: Endlich frei und glücklich zu sein!



Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2025
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 05.07.2026
Beendet: 13.07.2026
Gebraucht: 9 Tage

Kurz gebellt


Seit der Fräulein Gold-Reihe lese ich gerne Bücher, die in den 1920ern spielen. Eine Geschichte rund um die Anfänge des Radios klang interessant. Außerdem war ich schon oft in Frankfurt und war gespannt, ob ich da irgendwelche Orte wiedererkenne, auch wenn es vor 100 Jahren vielleicht anders ausgesehen hat.
Die Kapitel sind nicht durchnummeriert, haben aber eine angenehme Länge. Interessant fand ich die Radiomeldungen zu Beginn jedes Kapitels sowie die kurze Information darüber, was aus der jeweiligen Persönlichkeit geworden ist.
Ich bin gut in das Buch hineingekommen. Der einfache Schreibstil mit eher kurzen und kaum verschachtelten Sätzen hat sich flüssig lesen lassen.
Leider schwang dabei viel Oberflächlichkeit mit. Das Aussehen der Figuren wird bewertet und daraus auf ihre Charaktereigenschaften geschlossen. Was hat die Größe der Nase damit zu tun, ob jemand bieder sein soll? 
Den drei Freundinnen fällt alles sehr leicht. Es wird zwar geschrieben, dass sie es als Frauen nicht einfach haben. Es gelingt ihnen trotzdem alles scheinbar mühelos. Da hätte ich mir gewünscht, dass deutlicher gezeigt wird, wie sehr sie wirklich darum kämpfen mussten. Obwohl die drei Freundinnen als starke, unabhängige Frauen dargestellt werden sollen, scheint letztlich jede von ihnen auf die Unterstützung eines Mannes angewiesen zu sein. Das passte für mich nicht zu dem Bild, das der Roman vermitteln wollte.
Die Handlung ist vorhersehbar, und mich hat die Liebesgeschichte sehr gestört. Als Gesa plötzlich zu Albert sagt, dass sie ihn liebt, hat mich das sehr stutzen lassen. Woher kam dieses Gefühl? Habe ich da etwas überlesen? Das konnte ich nicht nachvollziehen. Das kam für mich aus dem Nichts. Sie betont tatsächlich, dass sie ihn liebt, nicht nur verliebt ist. 
Von dem Zeitpunkt an hatte mich die Geschichte verloren, und ich habe sie eher überflogen als richtig gelesen.
Ich habe die weiteren Lebensstationen der drei Protagonistinnen nur noch zur Kenntnis genommen, statt mit ihnen mitzufiebern. 
Schade, ich hatte mir da eine spannende Geschichte und interessante Einblicke erhofft. Besonders in Margot als erste Cellistin im Rundfunkorchester habe ich Potential gesehen. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.
So bleibt es für mich ein Buch, das ich nur in Ordnung fand, und ich verspüre kein Bedürfnis, die Freundinnen auf ihrem weiteren Lebensweg zu begleiten.


Zitate, die im Kopf geblieben sind

keine

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Das musste ja so kommen...
Fazit: Der flüssige Schreibstil konnte die negativen Punkte nicht wettmachen.
Bewertung

Dienstag, 14. Juli 2026

Aktuell lese ich... Odyssee und Katzenmond

 Hallo,





... einen Klassiker und einen Einzelband.

Mein aktuelles Lesefutter




Die Odyssee erzählt die abenteuerliche Heimreise des Königs von Ithaka nach dem Trojanischen Krieg – voller Schiffbrüche, gefährlicher Ungeheuer, verführerischer Sirenen und Launen der Götter. Dabei beweist der sagenumwobene Held Odysseus seinen Mut, Scharfsinn und tiefe Menschlichkeit. Dieses klassische Werk gilt als Fundament der abendländischen Literatur, verbindet Generationen und wirkt durch seine erzählerische Kraft bis heute.


Die 'Odyssee' ist eines der ältesten Meisterwerke der Weltliteratur und ihr Name längst zum geflügelten Wort avanciert. Erzählt wird die zehnjährige Irrfahrt des tapferen und schlauen Königs Odysseus, die im kleinasiatischen Troja beginnt und nach zahllosen gefahrvollen Abenteuern mit seiner Heimkehr nach Ithaka endet. In einem grandiosen Finale befreit er seine mutige und treue Gattin Penelope aus den Fängen ihrer aufdringlichen Freier und feiert das Wiedersehen mit seinem Sohn Telemachos.



Der 11-jährige Jeremias fährt mit seinen Eltern nach Griechenland ans Meer. Schon bald bemerkt er, dass die vielen wilden Katzen dort ihn beobachten. Der geheimnisvolle Junge Mond erzählt Jeremias von einer verschwundenen Tür, die einst in eine magische Nachtwelt führte, in der Katzen Dinge können, zu denen sie im echten Leben nicht fähig sind. Gemeinsam mit Mond, der schüchternen Nyx und einem Haufen streunender Katzen begibt sich Jeremias auf Spurensuche. Ist die Nachtwelt in Gefahr? Was hat es mit dem unheimlichen Schatten auf sich, der sie verfolgt? Und warum interessiert sich der Mann im silbernen Anzug so sehr für die rätselhafte Tür? Jeremias muss sich entscheiden, wie weit er gehen will, um die Nachtwelt zu retten.

Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 186 von 456. <Es wurde ein schwerer Abend am Strand von Aiaia.> (Kapitel Elfter Gesang)


Aktuell bin ich auf Seite 127 von 335. <Und wir kamen zur Insel Aiolia.> (Kapitel X. Gesang)



Aktuell bin ich auf Seite 48 von 318. <"Wir warten", sagte Mond. (Kapitel 3 König der Nacht)

Warum dieses Buch?



Aus der Vorwoche...


Aus der Vorwoche...



Ich mag den poetischen Schreibstil von Antonia Michaelis und dachte, dass es vielleicht mein erstes Highlight in diesem Jahr sein könnte.

Was gibt es sonst noch zu sagen?


Ich komme gut voran mit dem Buch und achte auch nicht auf die Sternchen nach manchen Wörter. Diese markierten Begriffe werden im Anhang erläutert. Ich denke aber, das bringt mich aus dem Lesefluss, wenn ich sie nachschlage.

Die Odyssee liest sich in Poesieform deutlich flüssiger als die Ilias. Das hat mich sehr überrascht.


Ich habe mich sofort wohl gefühlt in der Geschichte, ein sehr gutes Zeichen. Außerdem habe ich mir auf Seite 8 schon ein Zitat markiert. Bevor die Geschichte beginnt, gibt es eine Triggerwarnung. Die Auflistung steht ganz hinten. Ich war doch neugierig und habe mir die Themen durchgelesen. Das klingt heftig, aber bei Antonia Michaelis war es bisher immer so, dass sie schwierige Themen sensibel und kindgerecht behandelt. Da glaube ich nicht, dass es in diesem Buch anders sein könnte.


Was ist sonst noch passiert?



Ich habe den Kurs beendet.












Liebe Grüße
Tinette

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