Mittwoch, 4. November 2026

Schiggy unterwegs... Disney in concert - Die Jubiläumstournee in Köln

 

Schiggy war wieder unterwegs und hat sich die Jubiläumstournee von Disney in Concert angeschaut – das letzte Konzert in dieser Form. Für das kommende Jahr ist nämlich ein neues Konzept angekündigt: Künftig soll es nur noch eine Band statt der bisherigen Kombination aus Band und großem Orchester geben.
Gerade das große Orchester macht für mich aber einen wesentlichen Teil des Reizes aus. Es ist einfach etwas Besonderes, die vertrauten Disney-Lieder in dieser musikalischen Wucht zu erleben.
Deshalb steht für mich bereits fest, dass ich 2027 erst einmal pausieren werde. Ich möchte abwarten, welche Meinungen es zum neuen Format gibt und wie es genau umgesetzt wird. Vielleicht steige ich dann 2028 wieder ein.
Umso mehr wollte ich das diesjährige Konzert genießen. Schließlich war es für mich vorerst die letzte Gelegenheit, Disney in Concert in der gewohnten Form zu erleben. Würde mich die Jubiläumstournee noch einmal richtig begeistern können?


1. Eckdaten zur Vorstellung

 

Titel der Veranstaltung: Disney in Concert - Die Jubiläumstournee
Art der Veranstaltung: Konzert
Ort: LANXESS Arena Köln
Sprache: Deutsch, Englisch
Besuch: 29.10.2026
Beginn: 19:30 Uhr
Dauer: ca. 3 Stunden (inkl. Pause)
Reihe / Platz: Innenraum 102, Reihe 1, Platz 5


2. Mein Eindruck von der Show



Ich hatte meiner Schwester das Ticket bereits letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt. Damit hat sie ihr diesjähriges Geschenk (& Julia am 25.10.) tatsächlich früher als das Geschenk zu ihrem Geburtstag 2025 erlebt.
Da wir möglichst weit vorne sitzen wollten, um nicht durch filmende Zuschauer gestört zu werden, blieb mir nur der Kauf von VIP-Tickets. Diese waren mit Plätzen in den ersten drei Reihen verbunden.
Am 29. Oktober machen wir uns auf den Weg nach Köln. Durch den Berufsverkehr brauchen wir deutlich länger als üblich. Zum Glück planen wir immer einen großzügigen Zeitpuffer ein.
Zum VIP-Ticket soll es einen exklusiven Merchandise-Artikel geben, der bereits auf dem Sitzplatz liegen soll. Wir gehen also zu unseren Plätzen. Dort liegt auf jedem Sitz eine kleine blaue Stofftasche.
Darin befinden sich neben dem VIP-Pass ein Notizbuch mit dem Aufdruck „VIP Guest Tour 2026“ und dem Logo der diesjährigen Tour.
Den Pass finde ich unnötig. Letztes Jahr haben wir ihn gebraucht, weil es ein Meet & Greet mit drei Solisten gab. Außerdem war Verpflegung enthalten. Um Zutritt zu erlangen, musste man den Pass vorzeigen. Dieses Jahr gibt es beides nicht. Vereinzelt sehe ich allerdings Zuschauer, die sich den Pass umgehängt haben. Meiner wird in meinem Erlebnisordner landen.
Meine Schwester ist vom „exklusiven Merchandise“ enttäuscht. Sie hätte sich zum Notizbuch wenigstens noch einen Kugelschreiber oder Bleistift gewünscht. Im Vergleich zum Vorjahr findet sie das Gebotene für den Preis doch etwas dürftig.

Ich bin enttäuscht, dass es überhaupt keine Programmhefte gibt – weder als Zusatz zum VIP-Ticket wie im vergangenen Jahr noch als Möglichkeit, eines käuflich zu erwerben. Gerade bei einer Jubiläumstournee hätte ich damit gerechnet.
Immerhin werden zwei verschiedene Becher angeboten. Für jeweils 2 Euro schlagen wir zu.

Im Programmheft stand bisher auch immer die Songliste, die ich für meine Berichte genutzt habe. Dieses Jahr ist das leider nicht möglich. Dafür wird das gesamte Konzert zu einer Überraschung für mich, denn ich weiß vorher nicht, welche Titel mich erwarten.
Auf dem Rückweg notiere ich mir die Songs aus dem Gedächtnis und hoffe, dass ich nichts vergessen habe. Die Reihenfolge stimmt deshalb nicht unbedingt.

Das Orchester betritt unter dem Applaus der Zuschauer die Bühne. Kurz darauf folgt der Dirigent Wilhelm Keitel, den wir bereits bei allen von uns besuchten Disney-in-Concert-Veranstaltungen erlebt haben.

Den Auftakt macht eine Suite aus Peter Pan. Sehr schön! Die habe ich noch nie live gehört. Sie zeigt mir einmal mehr, dass mir auch ein rein instrumentales Disneykonzert richtig gut gefallen würde. Für mich ist das schon einmal ein sehr gelungener Einstieg.
Der Moderator erzählt, dass Disney mehrere Generationen verbindet und sich das auch im Publikum widerspiegelt: Großeltern, Eltern und Kinder. Er fordert zunächst alle unter 90 Jahren auf, zu applaudieren und zu jubeln. Anschließend sind die über 90-Jährigen an der Reihe. Statt der vielleicht zu erwartenden Stille bricht in einem Block Jubel aus. Der Moderator bemerkt den Scherz und meint: „Memo an mich: In Köln werde ich veräppelt.“
Mit „In New Orleans“ aus Küss den Frosch wird es jazzig. Das erinnert mich daran, dass ich den Film schon lange nicht mehr geschaut habe. Die Musik davon höre ich öfter.

„Ich bin bereit“ hören wir von der Gesangsstimme der Realverfilmungs-Vaiana. 
Die Realverfilmung habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen. Ich warte auf die Blu-ray, die übrigens am nächsten Tag in meinem Briefkasten liegt. Das nenne ich passendes Timing! Ich schaue den Film gemeinsam mit meiner Schwester, die an diesem Tag ebenfalls Urlaub hat. Sie meint scherzhaft: „Ich habe das Gefühl, die Stimme gestern schon gehört zu haben.“
Aladdin ist gleich dreimal vertreten: mit „Arabische Nächte“, „Nur'n kleiner Freundschaftsdienst“ und „In deiner Welt“. Besonders das Solo des Dschinnis gefällt mir. Ich mag das Lied auch in der Musical- und Filmversion. Hier hüpft der Sänger im Takt mit und zeigt genau im richtigen Moment auf die gerade aufsteigende Feuerwerksfontäne. Dazu zieht er Grimassen. Sehr lustig! Das Musical habe ich bereits 2019 und 2022 jeweils einmal in Stuttgart gesehen.

Mulan ist, wie ihr sicher wisst, mein Lieblings-Disneyfilm. Schon letztes Jahr hatte ich mich sehr gefreut, als ich im Programmheft las, dass „Sei ein Mann“ auf der Songliste stand. Leider wurde es damals aber nicht aufgeführt. Dafür bekommen wir das Lied in diesem Jahr zu hören! Den Film habe ich ja so oft geschaut, dass ich ihn Wort für Wort mitsprechen kann.

Der Moderator erzählt, dass Arielle bisher bei jeder Tournee vertreten war. Wie soll man das bei einer Jubiläumstournee noch toppen können? Ganz einfach: mit Ute Lemper, der Gesangsstimme von Arielle aus dem Film von 1989!
Bei „Ein Mensch zu sein“ singt sie außerdem den alten Text und nicht die neue Version. Ein Riesenpluspunkt! Der alte Text ist mir einfach viel vertrauter. Dazu trägt sie ein meergrünes Kleid. Zusammen mit ihren roten Haaren passt das wunderbar zu Arielle.
„Unter dem Meer“ – ebenfalls in der Version von 1989. Danke! Der Text gefällt mir deutlich besser als die neue Fassung. Und die Melodie macht einfach gute Laune.
Eben noch Arielle, jetzt die böse Ursula: „Arme Seelen in Not“. Hier zeigt Ute Lemper eine ganz andere Seite. Sie gibt sich divenhaft und verzieht passend dazu das Gesicht. Für uns ist das definitiv eines der Highlights des Abends! Meine Schwester findet ihre Stimme grandios. Die Sängerin schmettert die Töne nur so heraus. Diese Interpretation schlägt für mich sogar „Ein Mensch zu sein“.

Coco ist dieses Jahr ebenfalls dabei. Die Suite finde ich wunderschön. Sie ist traurig, aber gleichzeitig auch hoffnungsvoll. Dazu werden Filmszenen gezeigt: Miguel überquert die Brücke ins Totenreich und trifft dort auf seine verstorbenen Verwandten. Sehr emotional!
Ich mag diese rein instrumentalen Teile auch deshalb, weil ich mich dann ganz auf die Leinwand konzentrieren kann. Bei Gesang achte ich eher auf die Sänger. Hier kann ich mich zurücklehnen, die Musik genießen und gleichzeitig die Szenen aus den Disneyfilmen anschauen.
Danach wird es lustig. „Denk stets an mich“ hören wir in der Version von Ernesto de la Cruz, dem Antagonisten, der sich das Lied angeeignet hat und damit berühmt wurde.
Der Sänger schlüpft richtig in diese Rolle und gibt sich herrlich schmierig. Immer wieder wirft er sich in Pose. Den Gitarristen, der auf einem Hocker sitzt, scheint er als störend zu empfinden. Schließlich möchte er selbst im Mittelpunkt stehen. Er geht sogar zum Dirigenten und macht ihn mit theatralischer Gestik auf den vermeintlichen „Störenfried“ aufmerksam.

Wir erfahren auch, wer der Lieblingscharakter des Moderators ist: Pascal, das Chamäleon aus Rapunzel. Aus diesem Film hören wir „Wann fängt mein Leben an?“. Rapunzel ist seit Jahren im Turm eingesperrt. Jeden Tag erlebt sie mehr oder weniger das Gleiche, und genau diese Tätigkeiten zählt sie in ihrem Lied auf.
Außerdem gibt es das Duett „Endlich sehe ich das Licht“, welches Rapunzel und Flynn Rider gemeinsam singen. Dabei sorgen die eingeschalteten Handylichter im Publikum für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Der Moderator möchte wissen, wer Vaiana 2 gesehen hat. Da hebe ich direkt die Hand.
„Du hast die Wahl“ wird aus diesem Film gesungen. Das finde ich besonders lustig, weil wir das Lied bereits auf dem Hinweg gehört haben. Dabei lassen wir immer einen USB-Stick laufen, auf dem sich verschiedene Songs befinden – vor allem aus Musicals, aber auch viele Disney-Lieder.

Der Glöckner von Notre Dame ist gleich mit zwei wirklich schönen Liedern vertreten.
Die Sängerin, die Arielle 1989 ihre Gesangsstimme geliehen hat, war übrigens auch die Gesangsstimme von Esmeralda. „Gott, deine Kinder“ ist sehr emotional. Esmeralda wird verfolgt, weil sie von vielen Einwohnern von Paris als Plage angesehen wird. In der Kathedrale hat sie zunächst Zuflucht gefunden. Dabei beklagt sie nicht ihr eigenes Schicksal, sondern singt davon, dass es Menschen gibt, denen es noch viel schlechter geht als ihr: „Gib ihnen Mut, diese Welt zu versteh'n!“
Auch „Einmal“ ist sehr schön. Hier freut es mich wieder besonders, dass die alte Textfassung gesungen wird. Quasimodo möchte nur ein einziges Mal nach draußen gehen, unter anderen Menschen sein und dabei so akzeptiert werden, wie er ist. Er gibt seinen Traum nicht auf, bis er „weiß, es war einmal“.
Beide Figuren haben also etwas gemeinsam. Für mich ist das eine stimmige Auswahl, um den Film zu repräsentieren. Und ich freue mich schon sehr auf den Besuch der Tournee des Budapester Operettenhauses in Düsseldorf.

Merida wird mit einem Dating-Profil vorgestellt: eine rothaarige Prinzessin, die lieber mit Pfeil und Bogen durch die schottischen Highlands reitet. Sie ist die erste Disney-Prinzessin ohne Liebesgeschichte. „Touch the Sky“ passt da sehr gut zum Film. Die Melodie erinnert an Schottland und hat etwas Zielstrebiges und zugleich Unbeschwertes an sich. Eine Geigerin darf nach vorne treten und ein Solo spielen.

„Nur kein Wort über Bruno“ aus Encanto ist ein richtiger Ohrwurm, den ich immer wieder hören kann. Ich mag sowieso die Musik aus diesem Film und freue mich, dass zumindest ein Lied davon vorkommt. Es macht direkt gute Laune. Memo an mich: Film demnächst wieder anschauen!

Der Moderator bezeichnet den Soundtrack des nächsten Films als den wohl ikonischsten von Disney. Mit einer Geste möchte er einen Tipp geben. Gespielt entsetzt stellt er fest, dass scheinbar nicht alle wissen, um welchen Film es sich handelt, und klärt auf: Es soll natürlich Rafiki sein, der Baby-Simba hochhält. Außerdem schickt er Grüße nach Hamburg, wo das Musical Der König der Löwen seit inzwischen 25 Jahren ununterbrochen läuft.
Ich bin überrascht, dass dieser Block bereits zum Ende des ersten Akts eingeschoben wird. In den Vorjahren bildete er immer das Finale.
„Ewiger Kreis“, „Seid bereit“, „Can You Feel the Love Tonight“ sowie ein instrumentales Lied, dessen Titel ich leider nicht genau weiß. Es ist der Moment, in dem Simba seinen Vater in den Wolken sieht und schließlich beschließt, zurückzukehren und seinen Anspruch auf den Thron zu erheben. Ich habe recherchiert und dabei unterschiedliche Ergebnisse zum Titel gefunden. Deshalb verzichte ich an dieser Stelle lieber auf eine konkrete Angabe. Das Musical habe ich bereits 2008 und 2022 in Hamburg gesehen.

Mit den Muppets beginnt der zweite Akt rein instrumental. Sehr interessant! Auch diese Suite habe ich bisher noch nicht live gehört.

Der Moderator fragt sich, was der lustigste Disneyfilm ist, und entscheidet, dass es der mit dem besten Bösewicht sein muss. Moment, das kann für mich ja nur Hades sein. Also müsste jetzt Hercules an der Reihe sein. Er zitiert drei Stellen aus dem Film, und sofort wird mir klar: Ja, auch für den Moderator ist Hades der beste Bösewicht!
Ich gebe es zu: Hercules ist nicht mein Lieblings-Disneyfilm. Ich schaue ihn eigentlich nur wegen Hades und seiner Sprüche. Die Musik finde ich allerdings toll. Deshalb freue ich mich sehr, dass „Ich werd's noch beweisen“ gesungen wird. Es ist mein Lieblingslied aus diesem Film. Der Sänger hat im Musical in Hamburg den Hercules gespielt. Mir gefällt seine Version sehr gut. Ein weiteres Highlight!

Von Die Schöne und das Biest wird die Realverfilmung mit zwei Liedern angekündigt. Diese bleiben im englischen Original: „How Does a Moment Last Forever“ und „Evermore“. Ich habe den Film nur auf Deutsch gesehen.
Beim ersten Lied bin ich zunächst eine Sekunde lang verwirrt, weil Bilder aus Rapunzel gezeigt werden. Doch dann wird mir klar: Hier geht es um die vielen verschiedenen Disneyfilme und die Erinnerungen, die wir mit ihnen verbinden.

Bei „Verlassen im Wald“ aus Die Eiskönigin 2 komme ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. Schon das Ankommen der Sänger ist lustig: Sie deuten an, dass man sie anrufen soll, und winken ins Publikum. Der Moderator erzählt, dass sie eine neue Boyband gegründet haben: „Snow Direction“.
Dabei gerät er auch in eine kleine Kabbelei mit dem Leadsänger und zieht sich anschließend nach hinten zurück. Er bleibt mit den zwei anderen im Background. Wir bekommen eine Kostprobe davon, was uns bei einer Tour der Band erwarten würde: Typische Boyband-Gesten werden herrlich übertrieben dargestellt und bringen die Zuschauer zum Lachen. Am Schluss gibt es noch Luftküsse und den Hinweis, dass der Tourbus hinten steht.

Ruhiger wird es dagegen beim „Lied der Taubenfrau“ aus Mary Poppins. Ich mag diese Ballade, die ich bei diesem Konzert nicht erwartet hätte. Eine schöne Überraschung! Live habe ich sie vorher noch nicht gehört.

Bei „Fremde wie ich“ aus Tarzan, gesungen vom Darsteller dieser Rolle in Hamburg, wird es dagegen wieder etwas flotter. Es bleibt allerdings das einzige Lied aus diesem Film beziehungsweise Musical, was mich etwas überrascht, da die Jane-Darstellerin aus Stuttgart mit dabei ist. Deshalb hätte ich mit einem Duett der beiden gerechnet. Die Jane-Darstellerin habe ich einmal gesehen. Insgesamt habe ich das Musical sechsmal in Stuttgart besucht.



Die Suite von Fluch der Karibik klingt durch das große Orchester besonders wuchtig. In den Vorjahren gab es dazu Feuerwerksfontänen. Diese bleiben dieses Jahr allerdings aus. Meine Schwester ist von der Suite richtig begeistert.
Für mich ist sie ein weiterer Beweis dafür, warum ich große Orchester so mag: Das ist musikalisch einfach eine andere Hausnummer als beispielsweise nur zehn Musiker. Gerade die Kombination aus Streichern, Blasinstrumenten, Gitarren, Keyboard und Harfe zeigt verschiedene Facetten und deckt ein deutlich breiteres Klangspektrum ab. Ich werde schauen, ob es vielleicht noch andere Disneykonzerte mit einem Symphonieorchester gibt. Ich möchte den vollen Sound und echte Instrumente hören, statt dass diese mit dem Keyboard „vorgetäuscht“ werden.

Es gibt noch eine weitere Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe. Der Moderator erzählt, dass bei Disney in Concert seit der ersten Veranstaltung bisher alles gesungen wurde – bis auf ein Lied. Dafür braucht es die richtige Person, und die ist seiner Meinung nach heute dabei. Ute Lemper gibt die „Cruella de Vil“ aus 101 Dalmatiner!
Das Lied mag ich eigentlich nicht besonders, weil ich mit Jazz und Swing nicht viel anfangen kann. Sie performt es aber so, dass ich das glatt vergesse. Schon ihr wütender Blick und das fiese Lachen wirken unheimlich, und dann dieses „Wuff wuff“! Ich muss so lachen. Völlig unerwartet ist das ein weiteres Highlight.

Von Verwünscht hören wir „So nah“. Das Lied wird beim Kostümball gespielt, auf dem Giselle mit Robert tanzt. Dabei werden auch wieder Szenen aus verschiedenen Disneyfilmen gezeigt.

Am 13. September habe ich Die Eiskönigin in Stuttgart zum sechsten und letzten Mal besucht. Jetzt darf ich die tiefe Stimme der Elsa-Darstellerin erneut erleben. „Lass jetzt los“ hat bisher bei keinem von mir besuchten Disney in Concert gefehlt. Sehr schön gesungen! Auch das kristallfarbene Kleid gefällt mir ausgesprochen gut. Es erinnert an Eis, Schnee und Kälte.
Der Moderator kündigt das Lied als letztes des Abends an. „Es wird auf keinen Fall weitere Lieder geben. Ihr könnt danach gleich nach Hause gehen.“
Gespielt verwirrt fragt er, warum wir immer noch da sind. Dann möchte er wissen, ob wir bereit für eine Zugabe sind.

Einen kleinen Schockmoment gibt es, als der Dirigent auf der Bühne ausrutscht und nach hinten stürzt. Der Moderator eilt sofort zu ihm und hilft ihm auf. Der Dirigent versichert, dass alles in Ordnung ist. Daraufhin fordert der Moderator uns zu einem Extra-Applaus für den Dirigenten auf. Ich hoffe nur, dass es schlimmer aussah, als es war.
Wir dürfen noch einmal die Stimme der Arielle aus dem Film von 1989 erleben, dieses Mal mit der Reprise von „Ein Mensch zu sein“. Der Moderator nimmt die Sängerin an die Hand und begleitet sie zur Bühnenmitte. Vermutlich hat er Angst, dass sie ebenfalls stürzt. Auch beim Verlassen der Bühne achtet er darauf, dass alles gut geht.
Anschließend möchte er wissen, ob wir Lust auf eine weitere Zugabe haben. Natürlich! Dabei gilt: „Wer singen kann, singt. Wer nicht singen kann, singt noch lauter. Wer tanzen kann, tanzt. Wer nicht tanzen kann, tanzt erst recht.“
Wir sollen alle aufstehen. Der Moderator meint daraufhin: „Das war das lauteste Aufstehen. Habt ihr künstliche Hüften?“



Das wirklich letzte Lied des Abends ist „We're All in This Together“ aus High School Musical. Das gesamte Ensemble performt es in Jogginghosen und passenden Trainingsjacken. Der Text des Refrains wird eingeblendet. Ich höre um mich herum allerdings niemanden mitsingen. Ich traue mich selbst auch nicht. Ich wäre perfekt als Feueralarm. Wenn ich singen würde, wäre die Halle spätestens nach zehn Sekunden leer. Das wollen wir ja nicht. Also lasse ich es lieber.
Zum Abschluss wird noch buntes, großes Konfetti abgeschossen. Super! Beim Herausgehen sammle ich mir gleich ein paar Stücke für meinen Erlebnisordner ein.
Das Orchester übertönt die Sänger nicht. Von meinem Platz aus finde ich den Klang sehr gut.
Verglichen mit den Vorjahren gibt es bei dieser Show weniger Spektakel. Effekte werden nur sparsam eingesetzt: einmal die Feuerwerksfontäne und einmal das Konfetti.
Vielleicht ist es genau das, was dafür sorgt, dass dies für mich bisher das beste Disney in Concert ist: weniger Spektakel, mehr Fokus auf die Musik. Auch die Songauswahl ist dieses Jahr besonders gelungen. Sie ist sehr abwechslungsreich und enthält einige Lieder, mit denen ich nicht gerechnet habe. Es gibt Bekanntes und weniger Bekanntes. Ruhige Balladen und schwungvolle Nummern. Genau diese Mischung gefällt mir ausgesprochen gut.
Meine Schwester sieht das ähnlich. Auch ihr hat die Songauswahl sehr gut gefallen. Für sie war es ein tolles Geburtstagsgeschenk. 

Schade, dass dieses Konzept mit dem großen Orchester nicht weiterverfolgt wird! Gerade weil in den Disney-Musicals oft weniger als zehn Musiker im Orchestergraben sitzen, finde ich es schön, diese Lieder mit dieser Wucht und Instrumentenvielfalt zu hören. Ich mag ja sowieso schon die Disney-Lieder, und erst recht mit dem Sound eines großen Orchesters. Das wird mir fehlen. Aber zumindest die Erinnerung an den tollen Abend bleibt.

3. Auf der Bühne


Die Solistinnen in alphabetischer Reihenfolge:
Judith Caspari
Chiara Fuhrmann
Ute Lemper

Die Solisten in alphabetischer Reihenfolge:
Philipp Büttner
Riccardo Greco
Mark Seibert

Moderation: Daniel Boschmann

Dirigent: Wilhelm Keitel

Musik: Hollywood Sound Orchestra sowie Fab & The Sparrows (Band)

Dienstag, 3. November 2026

Aktuell lese ich... Der Sohn des Neptun

 Hallo,





... eine Reihenfortsetzung

Mein aktuelles Lesefutter



📖 Die Balance zwischen Leben und Tod ist aus dem Gleichgewicht gekommen: Egal, welchen Monstern sich die beiden römischen Halbgötter Hazel und Frank stellen und egal, wie oft sie sie erfolgreich töten – die Bestien stehen immer wieder auf, um erneut anzugreifen. Den beiden Freunden bleibt nur noch eines: Sie können die alte Norm nur wieder herstellen, wenn sie in die Eiswüste von Alaska reisen und Thanatos, den Totengott, aus seiner Gefangenschaft befreien. Auf ihrer gefährlichen Reise begleitet sie noch ein dritter Halbgott, der neu im römischen Camp ist und sein Gedächtnis verloren hat. Angeblich ist er ein Sohn des Neptun – auch wenn er ihn bei seinem griechischen Namen, Poseidon, nennt. Er heißt Percy Jackson.

Lesezeichen





🔖 Aktuell bin ich auf Seite 127 von 544. <Von der Beerdigung wusste Frank nicht mehr viel.> (Kapitel X - Frank)


Warum dieses Buch?







❓ Nachdem ich wieder ein Buch gelesen hatte, bei dem ich mit den Charakteren nicht zurechtkam, dachte ich mir, ich muss es mal mit einer Reihenfortsetzung versuchen, bei der mir Teil 1 sehr gut gefallen hat.



Was gibt es sonst noch zu sagen?





💬 Ich kann mich nicht mehr so genau an die Handlung von Teil 1 erinnern und kann nicht alle Charaktere zuordnen, ob sie auch im Vorgängerband vorkamen. Das ändert aber nichts daran, dass mir diese Fortsetzung bis jetzt sehr gut gefällt. Ich möchte wissen, wie es weitergeht. 


Was ist sonst noch passiert?


Die zwei Wochen Urlaub sind ja blitzschnell vorbeigewesen. Ich weiß noch, wie ich mich am 16.10. beim Feierabend gefreut habe: Endlich Urlaub! :-D

Liebe Grüße
Tinette

Samstag, 31. Oktober 2026

Gelesen, gespielt, geschaut... Mini-Rückblick auf den Oktober 2026

 


Hallo,
für den Oktober gibt es dieses Mal nur einen kurzen Rückblick. Gelesen habe ich nämlich gerade einmal zwei Bücher.

Gelesen habe ich im Oktober:


 


Vergiss die Toten fand ich spannend, auch wenn ich die Lösung geahnt hatte.
Bei All better now hatte ich Schwierigkeiten mit manchen Charakteren. Sie waren mir nicht sympathisch.

Gespielt haben wir:




Gespielt haben wir es zu zweit. An sich fanden wir es lustig, vermuteten aber, dass es mit mehr Spielern auch mehr zündet. Deshalb blieb es bei einer Partie.



Eine andere Version habe ich schon öfter gespielt. Diese limitierte Edition habe ich geschenkt bekommen. Hier gibt es noch das Chamäleon, das sich in jedes Tier verwandeln kann. 
Weil es sich so flott spielt, haben wir gleich mehrere Partien gespielt.

Geschaut haben wir...



Das Musical "Kiss me, Kate" haben wir am 4. Oktober in Kaiserslautern besucht. Ich kannte es vorher nur vom Namen her. Wir fanden es wirklich lustig.



Am 16. Oktober waren wir auf der Premiere der Rosalie-Tour vom Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". An sich hat es mir gut gefallen. Die Stiefmutter fand ich aber zu überzeichnet.




Zwei Tage später ging es nach Bonn zu "Diebe im Olymp - Das Percy Jackson Musical". Ich habe zwar damit gerechnet, dass die Jugendlichen viel Spielfreude zeigen, aber dass ich so begeistert von der Umsetzung wäre, hätte ich nicht gedacht. Aktuell ist es auf Platz 2 in meinem Musical-Jahresranking.



Meine Schwester hatte sich Tickets für "& Julia" zum Geburtstag von mir gewünscht. Ich bin mit, bin aber kein Fan von Partymusicals. Deshalb konnte mich das Stück nicht so begeistern.



Am 29. Oktober sind wir nach Köln in die LANXESS Arena. Die Jubiläumstournee von Disney in Concert stand an. Von der Musikauswahl für mich die bisher beste Show dieses Formats, die ich besucht habe. Und als Highlight war mit Ute Lemper die Gesangsstimme von Arielle (1989) und Esmeralda dabei.

Heute geht noch noch nach Mönchengladbach. Wir werden "Der kleine Horrorladen" anschauen. Das Stück kenne ich bereits aus Mainz und bin auf die Inszenierung gespannt.

Liebe Grüße
Tinette

Schiggy unterwegs... Diebe im Olymp - Das Percy Jackson Musical in Bonn


 

Schiggy war wieder unterwegs und hat „Diebe im Olymp“ gesucht. Mir ist das Gerücht zu Ohren gekommen, dass sie sich im Jungen Theater in Bonn verstecken. Also habe ich mich am 18. Oktober 2026 auf den Weg dorthin gemacht.
Die Percy Jackson-Buchreihe gehört zu meinen Lieblingsreihen. Dementsprechend war die Fallhöhe sehr hoch. Würde mich diese Inszenierung ebenso begeistern können wie die Bücher oder würde ich den Saal am Ende enttäuscht verlassen?


1. Eckdaten zur Vorstellung

 

Titel der Veranstaltung: Diebe im Olymp – Das Percy Jackson Musical
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Junges Theater Bonn
Sprache: Deutsch
Besuch: 18.10.2026
Beginn: 15:00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden (inkl. Pause)
Reihe / Platz: Parkett Reihe 1, Platz 9

Vorlage: Teil 1 der Percy Jackson-Reihe von Rick Riordan („Diebe im Olymp“)
Hinweise: In diesem Erlebnisbericht gehe ich sehr ausführlich auf die Inszenierung ein und werde auch spoilern.


2. Mein Eindruck von der Show
 




Während ich sämtliche Bücher der Reihe gelesen habe und schon sehnsüchtig auf den nächsten Band warte, kennt meine Schwester, die mich begleitet hat, bisher nur die Filme und die Serie.
Es ist unser erster Besuch im Jungen Theater Bonn. Für unsere Plätze in der ersten Reihe haben wir gerade einmal 20,00 Euro pro Ticket bezahlt.
Bis wir in den Saal dürfen, machen wir es uns zunächst in einer Art Bistro des Theaters gemütlich und gönnen uns jeweils eine Brezel für 2,00 Euro. Auch Programmhefte für 3,00 Euro und sogar Poster für 1,50 Euro werden angeboten. Da wir beide gerne solche Dinge sammeln, schlagen wir natürlich zu. Außerdem bekommen wir eine Besetzungsliste. Das finde ich besonders praktisch, weil ich die Besetzung dadurch nicht selbst heraussuchen und zusammenstellen muss.
Eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn öffnet sich der Saal. Die Sitze sind ganz schön tief, aber dafür ist die Sicht auf die Bühne wirklich gut. Einen Vorhang gibt es nicht, sodass wir bereits einen ersten Blick auf das Bühnenbild werfen können. Die Bühnenelemente sind mit Tüchern verhängt, und auf einem Schild ist „Metropolitan Museum of Arts“ zu lesen.
Meine Vorfreude steigt. Allerdings bekomme ich kurz darauf einen kräftigen Tritt gegen die Rückenlehne. Ich hoffe, dass das nur beim Hinsetzen passiert ist und ich nicht während der gesamten Vorstellung durchgeschüttelt werde.
Dann betreten die Jugendlichen die Bühne, und ich denke zunächst: Ach ja, Percy ist ja von Anfang an dabei! Kurz darauf höre ich hinter ihnen eine Stimme, die mich korrigiert: Verwechslung, er ist gerade erst aufgetaucht.
 
Schon das erste Lied (Originaltitel: „My Day I Got Expelled“) ist mitreißend. Meine Schwester erzählt mir später, dass sie bereits zu diesem Zeitpunkt wusste, dass uns eine tolle Show erwarten würde.
Als sich Mrs. Dodds, die vermeintliche Lehrerin, als Harpyie entpuppt, bin ich zum ersten Mal richtig beeindruckt. Ensemblemitglieder stellen das Wesen mit zwei riesigen schwarzen Flügeln dar. Ich denke nur: Wow, wie genial! So einfach und doch so wirkungsvoll!
Natürlich darf auch Percys Schwert Springflut nicht fehlen. Percy selbst ist davon allerdings zunächst ziemlich verwirrt. Hat sich der Kugelschreiber, den Mr. Brunner ihm gegeben hat, tatsächlich in ein Schwert verwandelt? Und warum hält er plötzlich wieder einen ganz gewöhnlichen Kugelschreiber in der Hand?
Mr. Brunner scheint sich an nichts mehr erinnern zu können, und auch Grover behauptet, dass es niemals eine Lehrerin namens Mrs. Dodds gegeben habe. Der arme Percy beginnt allmählich, an seinem eigenen Verstand zu zweifeln. Als wäre das nicht schon genug, fliegt er auch noch von der Schule.
 
Mit Gabe, dem Lebensgefährten seiner Mutter, versteht sich Percy überhaupt nicht. Allein dessen Körpergeruch lässt ihn würgen. Auch ansonsten geraten die beiden immer wieder aneinander. Gabe ist faul und erwartet, rund um die Uhr bedient zu werden. Percy kann einfach nicht verstehen, wie seine Mutter mit einem solchen Menschen zusammen sein kann.
Mit seiner Mutter Sally verbindet ihn dagegen ein wirklich schönes Verhältnis. Die beiden fahren gemeinsam ans Meer und gönnen sich dort blaue Speisen und Getränke – darunter blaue Marshmallows. Dafür fühlt Percy sich offenbar noch lange nicht zu alt. Eine kleine Beobachtung fällt mir dabei auf: Percy fischt ein weißes Marshmallow zwischen den blauen Stückchen heraus und steckt es sich in den Mund. Da frage ich mich, ob die blauen Teile vielleicht aus Styropor bestehen.
Bei Percy wurden ADHS und Legasthenie diagnostiziert. Er fühlt sich wie ein Versager, weil er innerhalb von sechs Jahren bereits von der fünften Schule geflogen ist. Seine Mutter macht ihm deswegen jedoch keine Vorwürfe. Stattdessen baut sie ihn auf und erzählt ihm, wie sie seinen Vater kennengelernt hat. (Originaltitel: „Strong“)
 
Auf dem Weg zum Camp werden die beiden von einem Minotaurus verfolgt. Das Monster besteht aus mehreren einzelnen Elementen, darunter Mund, Augen und Hörner. Besonders interessant finde ich, dass das Mädchen, das sich im Maul des Monsters befindet, passend zu den abgespielten Geräuschen selbst mitbrüllt.
Hier stellt sich bei mir dasselbe Gefühl ein wie zuvor bei der Harpyie. Ich überlege nicht eine Sekunde lang, ob das Monster realistisch aussieht. Mein einziger Gedanke ist: Natürlich, der Minotaurus!
Mit Springflut gelingt es Percy schließlich, den Minotaurus zu besiegen. Danach fällt er allerdings in Ohnmacht.
Wir begegnen zum ersten Mal Annabeth, die offenbar nicht so recht glauben will, was geschehen ist, und ihren Unmut darüber deutlich zum Ausdruck bringt.
Percy beweist auch hier wieder sein Talent, in jedes erdenkliche Fettnäpfchen zu treten. Das kenne ich bereits aus den Büchern. Er ist einfach ein liebenswerter, verpeilter Chaot.
Als Percy Annabeth sieht, entfährt ihm: „Du bist mein Traummädchen!“ Kurz darauf wird ihm bewusst, wie ungeschickt das gerade geklungen hat. Stammelnd versucht er zu erklären, dass er sie in seinem Traum gesehen hat.
Der Arme muss wirklich einiges verkraften. Erst bekommt er einen Schock, als er Grover plötzlich mit behaarten Beinen und Hörnern sieht. Dann muss er auch noch erfahren, dass er sich das alles keineswegs eingebildet hat. Es ist tatsächlich wahr: Grover ist ein Satyr und wurde zu Percys Beschützer bestimmt. Außerdem soll Percy der Sohn eines Gottes sein.
Das ist ganz schön viel auf einmal für einen Jungen. Dass Percy in dieser Situation völlig überfordert ist, kann ich gut nachvollziehen.
Nachdem er die Neuigkeiten einigermaßen verdaut hat, wird Percy zunächst in Lukes Hütte untergebracht. Dort leben nicht nur die Kinder des Götterboten Hermes, sondern auch diejenigen, zu denen sich bislang noch kein Gott bekannt hat.
 
Mr. D., der in der Mythologie als Dionysos bekannt ist, kann Kinder überhaupt nicht leiden. Dass er das Camp Half-Blood leiten muss, ist für ihn eine Strafe, und das lässt er seine Schützlinge bei jeder Gelegenheit spüren. Er macht keinen Hehl daraus, wie sehr sie ihn nerven. Die Sorgen der Jugendlichen wischt er kurzerhand beiseite – ganz gleich, ob jemand einen gebrochenen Arm oder ein gebrochenes Herz hat. (Originaltitel: „Another Terrible Day“)
Zwei Ensemblemitglieder, an deren Schuhspitzen sich Rollen befinden, halten ihm ein Brett hin, auf das er sich stützen kann. Das reicht vollkommen aus, um die Situation als sein Büro zu erkennen.
Percys Namen spricht Mr. D. konsequent falsch aus. Den richtigen Namen zu lernen, liegt allerdings außerhalb seines Interesses. Seine Reaktion auf entsprechende Korrekturen lautet: „Wie auch immer!“
In seinem Solo inszeniert er sich als den Besten und Größten überhaupt. Und ich glaube ihm sofort, dass er selbst fest davon überzeugt ist. Mr. D. wirkt wie ein Egozentriker, der die Schuld grundsätzlich bei anderen sucht. Als die Ensemblemitglieder auf ihren Rollen stürzen, kommt er jedenfalls nicht auf die Idee, sich nach ihrem Befinden zu erkundigen. Stattdessen scheucht er sie einfach aus seinem Büro.
Mr. Brunner, der zuvor im Rollstuhl saß, zeigt sich als Chiron in seiner Zentaurengestalt. In einer braunen Hose in Felloptik und mit dem gleichfarbigen Pferdekörper, den er hinter sich herzieht, sieht er tatsächlich wie diese mythologische Gestalt aus. Im Stand und während der Bewegung winkelt er ein Vorderbein an und prustet wie ein Pferd. Charakterlich ist er das Gegenteil von Mr. D. Er wirkt gelassen und hilfsbereit.
 
Wie im Buch übt das Camp „Capture the Flag“. Clarisse, die Tochter des Kriegsgottes Ares, sucht direkt Streit und provoziert ihre Mitstreiter. (Originaltitel: „Put You in Your Place“)
Von Annabeths Helm fällt eine Feder ab und schwebt von der Bühne. Diese nehme ich später als Andenken für meinen Erlebnisordner mit. Annabeth teilt jedem in ihrem Team eine Aufgabe zu. Percy soll währenddessen im Waschraum der Jungs warten.
Clarisse folgt ihm dorthin und fordert ihn zum Kampf heraus. Percy scheint mangels Trainings vollkommen unterlegen zu sein. Doch plötzlich erstrahlt das Waschbecken in blauem Licht, und Nebel wabert aus dem Abfluss. Clarisse schreit auf und starrt Percy entsetzt an. Auch wenn bei dieser Inszenierung nicht wirklich Wasser zum Einsatz kommt, wird trotzdem deutlich, dass Clarisse gerade einen ordentlichen Schwall davon abbekommen hat.
Percy wird von den anderen Camp-Bewohnern als Held gefeiert. Annabeths Eroberung der gegnerischen Flagge geht dabei völlig unter, was sie ziemlich wütend macht.
Percy stellt sie zur Rede, weil sie ihn als Köder benutzt hat. Doch Annabeth kontert, dass er Clarisse abgelenkt habe, sodass sie die Flagge erobern konnte. Ein kluger Plan, findet sie.
Percy fragt sie nach ihrem Vater und reagiert auf ihre Antwort entsetzt: „Er ist ein Mensch?“
Annabeth schnaubt und nennt ihn einen „Sexisten“. Bei ihr ist eben die Mutter göttlicher Abstammung: Athene, die Göttin der Weisheit.
 
Für das Lagerfeuer stapeln einige Bewohner Holz. Das rötliche Licht vermittelt den Eindruck eines echten Feuers. Die Camp-Kinder singen: „Das Leben ist Mist, wenn du Kind eines Gottes bist.“ (Originaltitel: „The Campfire-Song“) Der Refrain ist ein echter Ohrwurm. In jeder Strophe stellt sich ein Halbblut vor und erzählt von seinem göttlichen Elternteil: Demeters Tochter trägt Kleidung in Waldgrün und Braun und setzt sich für die Natur ein, während Aphrodites Tochter ständig mit Schminken beschäftigt ist.
Als Percy an der Reihe ist, singt er über seine Mutter, wird jedoch unterbrochen. Er soll von seinem Vater erzählen. Da er nicht weiß, wer dieser ist, muss er improvisieren.
Plötzlich erscheint ein Zeichen, das für uns Zuschauer nicht sichtbar ist. Percy ist wie so oft etwas verpeilt und deutet es als Gabel. Chiron weiß die Lösung: Es ist ein Dreizack. Poseidon ist also Percys Vater. Damit ist Percy ein Sohn eines der drei Großen. Da Zeus, Hades und Poseidon zu den mächtigsten Göttern gehören, ist es verboten, dass sie Kinder mit Menschen bekommen.
Nach diesem Bekenntnis kommt das Gerücht auf, dass Percy den Herrscherblitz gestohlen hat. Mr. D. beschuldigt ihn zunächst, schwenkt dann jedoch um. Da er auch der Gott des Theaters ist, merkt er angeblich sofort, wenn jemand kein Talent zum Schauspielern hat. Deshalb wisse er ganz genau, dass Percy nicht lüge und somit auch nicht der Dieb sein könne.
Chiron beschreibt das Aussehen des mächtigen Herrscherblitzes: Er wäre nicht wie in einem Broadway-Musical aus Alufolie. Ein weiterer von vielen lustigen Momenten!
 
Percy wird zum Orakel von Delphi geschickt. Dort erfährt er eine Prophezeiung über sich (Originaltitel: „The Oracle“) und erhält den Auftrag, den Herrscherblitz zurückzubringen. Luke schenkt ihm Flügelschuhe, die Percy sofort anzieht. Annabeth ist ziemlich sauer, denn sie wartet schon lange auf ihre erste eigene Mission. Trotzdem begleitet sie Percy und Grover. (Originaltitel: „Killer Quest!“)
Der Greyhound-Bus, den Percy, Annabeth und Grover nehmen, besteht aus bemalter Pappe. Die Harpyien finden die drei und greifen an. Eine Passagierin nimmt das Ganze erstaunlich gelassen und merkt nebenbei an: „Ich bin schlimmere Busfahrten gewöhnt. Ich bin schon mal Flixbus gefahren.“
Alle verlassen den Bus, der anschließend zerstört wird. Die Harpyien tragen ihn in drei Teilen von der Bühne.



 
In einem Wald in New Jersey, der ebenfalls durch bemalte Pappe dargestellt wird, finden sich die drei nicht mehr zurecht. Sie sind völlig orientierungslos. (Originaltitel: „Lost!“) Da ist es wirklich ein Glück, dass sich Grover mit Tieren unterhalten kann. Percy macht sich darüber lustig und verärgert dadurch ein Eichhörnchen. Annabeth und Grover zwingen ihn, sich zu entschuldigen. Das erledigt er eher halbherzig.
In Mrs. Ms. Gartencenter (laut Schild) stellt das mit gräulichen Tüchern bedeckte Ensemble Statuen dar. Grover bemerkt eine frappierende Ähnlichkeit zwischen einer der Statuen und seinem verschwundenen Onkel Ferdinand. Keiner der drei scheint jedoch zu erkennen, wen sie da tatsächlich vor sich haben.
Die zischende Mrs. M. lullt Annabeth und Percy mit Komplimenten ein und möchte ein Foto von ihnen machen. Erst als es beinahe zu spät ist, erkennen die beiden, dass sie es mit Medusa zu tun haben.
Percy stellt sich ihr mit Springflut entgegen. Allerdings darf er ihr nicht in die Augen schauen, was den Kampf erschwert. Er verfolgt sie. Plötzlich rollt ihr Kopf über die Bühne. Mit offenem Mund starrt Percy darauf. Hat er das gerade tatsächlich getan?
Percy und Annabeth geraten darüber in Streit, wer daran schuld ist, dass Medusa so rachsüchtig geworden ist. Annabeth wegen ihrer Mutter, die Medusa in ein Monster verwandelt hat? Oder doch Percy, dessen Vater Medusa das Herz gebrochen hat?
Percy schickt Medusas Kopf an den Olymp.
 
In einem unbeobachteten Moment zeigt sich Annabeth unerwartet verletzlich. (Originaltitel: „My Grand Plan“) Sie möchte nicht immer nur als die Kluge wahrgenommen werden. Sie sehnt sich nach Anerkennung und Liebe und möchte in Erinnerung bleiben. Es scheint ihr nicht gutzutun, dass Athene sie so sehr ignoriert und die neue Frau ihres Vaters sie nicht leiden kann.
 
Einige Stationen der Reise werden nur kurz angespielt. Dazu gehört beispielsweise die Begegnung mit der Frau und ihrem vermeintlichen „Chihuahua“, der sich als Chimäre entpuppt und Percy beißt.
Später, im Casino-Hotel Lotus, reicht es aus, dass eine Frau erzählt, sie sei seit Mai 1939 dort zu Gast – für sie fühlt es sich an, als wäre sie erst gestern angekommen. Im Buch verbringen Percy und seine Freunde mehrere Tage dort, weil sie völlig das Zeitgefühl verlieren.
Die Reise wird durch Städteschilder unterstützt, die von den Ensemblemitgliedern hochgehalten werden. So wird deutlich, dass das Ziel nicht gerade um die Ecke liegt.
Auch der Traktor, der die Freunde mitnimmt, besteht wieder aus Karton beziehungsweise Pappe. Dank der hoppelnden Bewegungen entsteht die Illusion, als würden sie tatsächlich damit fahren.
Schließlich treffen sie auf Ares, der sie auf seinem Motorrad mitnimmt. Im Zug Richtung Los Angeles träumt Percy von Hades und einer weiteren Person, die er zunächst nicht erkennt. Die Zuschauer sehen allerdings, dass es Luke ist. Hades spricht von einer gewissen Thalia. Mit diesem Namen kann Percy nichts anfangen. Als Hades bemerkt, dass sie beobachtet werden, wacht Percy auf.
Von Grover erfährt Percy, was mit Thalia geschehen ist. Ein leuchtendes rotes Auge steht für den Zyklopen, gegen den Thalia gekämpft und dadurch ihren Freunden Annabeth, Luke und Grover das Leben gerettet hat. Dabei hat sie sich jedoch geopfert und wurde von ihrem Vater Zeus in einen Baum verwandelt.
Hier lernen wir den ansonsten so fröhlichen Grover von einer ernsten und nachdenklichen Seite kennen. Man spürt, wie wichtig ihm Thalia war und wie sehr er sich wegen ihres Todes Vorwürfe macht. (Originaltitel: „The Tree on the Hill“)
 
Kurz vor dem Ziel wird Percy von scheinbar unsichtbaren Kräften beinahe in einen Krater gezogen. Krampfhaft hält er sich an der felsigen Kante fest. Grover zieht Percy kurzerhand die Schuhe aus. Annabeth hat eine Eingebung und durchsucht Percys Rucksack. Tatsächlich befindet sich darin der Herrscherblitz!
Die drei beschuldigen sich gegenseitig. Für Annabeth ist es verdächtig, dass Percy den Herrscherblitz die ganze Zeit mit sich herumgetragen hat. Percy dagegen erinnert sich an die Prophezeiung. Darin hieß es unter anderem, dass ein Freund ihn verraten werde. Ist Annabeth etwa die Verräterin?
 
Auf dem Weg zur Unterwelt müssen sie an Charon vorbei, dem Fährmann – Entschuldigung, ich meine natürlich der Fährfrau! Das ist allerdings nur ein Nebenjob für sie. Eigentlich träumt sie vom großen Durchbruch als Sängerin. Ob Percy, Annabeth und Grover wohl ihr Demo anhören möchten? Nein. Egal, sie singt es trotzdem. (Originaltitel: „D.O.A.“)
Das schwarze Gewand wird kurzerhand ausgezogen. In einem roten Kleid schwingt sie die Hüften. Unterstützt wird sie dabei von Janis Joplin, Kurt Cobain und Mozart – außerdem von einem Kinderchor, der verunglückt ist.
Grover ist begeistert und hakt nach, ob auch Florian Silbereisen dabei ist. Charon macht ihm Hoffnung: „Kommt noch!“
Das Demo erhält beim „Testpublikum“ im Zuschauerraum viel Applaus. Vielleicht wird das ja doch noch etwas mit Charons Musikkarriere. Die Stimme hat sie auf jeden Fall dafür.
 
Hades lebt in der Unterwelt und verachtet seinen Bruder. Immer wieder spuckt er dessen Namen geradezu aus: „PO- … seidon“. Er bietet Percy an, seine Mutter freizulassen, wenn dieser ihm im Gegenzug den Herrscherblitz überlässt.
Hades hofft auf einen Krieg zwischen den Göttern, unter dem auch die Menschen leiden würden. Viele Tote bedeuten schließlich auch viele Neuankömmlinge in der Unterwelt. Dann wäre Hades nicht mehr so allein. Eigentlich kann einem der Gott des Todes da schon leidtun, dass er sich so einsam fühlt.
Percy hat eine Idee und verspricht, seine Mutter später zu befreien. Die Freunde verlassen die Unterwelt und lassen einen gelangweilten Hades zurück.
Anschließend begegnet Percy seinem Vater. Der etwas zerstreut wirkende Poseidon hat lange Haare und trägt ein Hawaiihemd. Percy wird bewusst, dass er seinen Vater bereits im Traum gesehen hat.
Poseidon zeigt auf das Paket mit Medusas Kopf. Es hat tatsächlich seinen Weg zum Olymp gefunden. Er überlässt es Percy.
 
Percy muss sich dem Kriegsgott Ares zum Kampf stellen. Seine Fähigkeit, das Wasser zu kontrollieren, ermöglicht es ihm, Ares wegzuschleudern.
Percys Mutter erhält als Geschenk eine Art Do-it-youself-Skulptur, wie er Medusas Kopf nennt. Sie schickt ihm später ein Foto ihrer ersten Skulptur, die Gabe zum Verwechseln ähnlichsieht.
Am Ende offenbart sich der Freund, der Percy verraten hat. Percy geht zunächst als Sieger aus dem Kampf hervor, weiß aber, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist.
Er hat Freunde und Mut gewonnen und singt voller Inbrunst: „Her mit den Monstern!“ (Originaltitel: „Bring on the Monsters“)
 
Mir gefällt besonders gut, wie das Licht eingesetzt wird: Blau steht für Meer und Wasser, Rot für Gefahr und die Unterwelt und Grün für den Wald. Die Beleuchtung ergänzt das Bühnenbild hervorragend und taucht die einzelnen Szenen in eine passende Atmosphäre.
Mir war keine Sekunde lang langweilig. Die Inszenierung hat mich von Anfang an gepackt. Ich finde, dass es eine sehr gelungene Adaption ist, die sich eng an die Buchvorlage hält. Sogar Annabeths Spitzname „Algenhirn“, den sie Percy gibt, kommt vor. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber bei der ersten Erwähnung muss ich trotzdem grinsen. Gerade solche winzigen Details finde ich toll!
Ich war wirklich überrascht, als die Pause begann. Es kam mir überhaupt nicht so vor, als wäre bereits eine Stunde vergangen. Auch der zweite Akt ging wie im Flug vorbei. Es war einfach immer etwas los.
Drei erwachsene Profis unterstützen die Jugendlichen. Die ungeheure Spielfreude aller Beteiligten ist so ansteckend, dass ich keinen Moment darüber nachdenke, ob jeder Ton getroffen wird. Ich möchte einfach nur wissen, wie es weitergeht und wie die nächste Szene umgesetzt wird.
Auch das Bühnenbild hat mich positiv überrascht. Das hatte ich wirklich nicht erwartet!
Man wusste immer, wo sich die Figuren gerade befanden, und die verschiedenen Schauplätze wurden meiner Meinung nach sehr kreativ umgesetzt.
 
Die abwechslungsreiche Musik gefällt mir ebenfalls gut. Sie ist schwungvoll, rockig und heiter, bietet aber auch ruhige Nummern. Ein Lied (Originaltitel: „Drive“) erinnert mich stark an Countrymusik. Leider kenne ich die deutschen Titel der Lieder nicht. Ich habe mir die MP3-Ausgabe aus London gekauft und deshalb in meinem Bericht immer die englischen Titel genannt.
Das einzige Manko, das mir bei dieser Inszenierung aufgefallen ist: Die Mikrofone wurden häufig zu spät eingeschaltet. Trotzdem habe ich alles gut verstanden.
 
Ich konnte fast pausenlos lachen. Vor allem das beleidigte Eichhörnchen fand ich klasse!
Immer wieder dachte ich: Wie genial umgesetzt!
Ich bin einfach nur begeistert davon, wie eine meiner liebsten Buchreihen auf die Bühne gebracht wurde.
Bis auf die Kategorien „Ton“ und „Mehrfachbesuch“ konnte diese Inszenierung die höchstmögliche Punktzahl erreichen. Insgesamt ergibt das 192 Punkte. Ohne die Tonprobleme wäre es Platz 1 geworden. So erreicht „Diebe im Olymp“ in Bonn zunächst einen Gleichstand mit „Romeo und Julia“, gewinnt aber die entscheidenden Tiebreakpunkte. Mit 192,1 Punkten landet das Musical damit auf Platz 2, hinter „Schneewittchen“ mit 193 Punkten.
 
Meine Schwester hat Percy übrigens zu Beginn ebenfalls verwechselt. Besonders gut gefiel ihr die Stimme der Darstellerin von Percys Mutter, die unter anderem auch die Harpyie, das Orakel und Charon spielte. Auch Annabeths Solo hat ihr sehr gefallen, ebenso die Darstellung von Chiron und Hades. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist sie absolut begeistert.
Ich habe eine Stimme gehört, die das Fehlen von Live-Musik bemängelt hat. Dazu sage ich nur: „20,00 Euro!“
Für mich ist diese Inszenierung die Überraschung des Jahres. Ein echtes Highlight!
 

3. Persönliche Highlights

Highlight des Tages: Charons Demo
Emotionalster Moment: unentschieden zwischen Annabeths Solo und Grovers Solo
Ohrwurm des Tages: „Her mit den Monstern!“
Ohrwurm des Tages: „Her mit den Monstern!“
Beste Ensemblenummer: das Lied am Lagerfeuer
Lustigster Moment: Das beleidigte Eichhörnchen



4. Besetzung der besuchten Vorstellung

Schiggy saß im Publikum – aber wer stand eigentlich auf der Bühne?


Percy Jackson: Maximilian Teschner
Annabeth Chase: Lina Gräfe
Grover Underwood: Zoltán Selo
Luke Castellan: Moritz Rheinisch
Clarisse La Rue: Clélia Oemus
Katie Gardner: Aila Olk
Silena Beauregard: Lina Sophie Kalisch
Lee Flechter: Konstantin Kluth
Lou Ellen Blackstone: Milena Hüsgen
Charly Beckendorf: Auden Hucho
 
Mr. Brunner/Chiron/Poseidon/Hades: Axel Becker
Mr. D./Ares u.v.m.: Thomas Kahle
Percys Mutter u.v.m.: Isabella Gonzalez
 
 

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