Mittwoch, 26. August 2026

Ein paar Sätze zu... Der Tod liegt in der Luft

 





Der junge Sherlock Holmes soll seine Sommerferien auf dem Land verbringen – bei Tante Anna in Farnham. Stundenlang dauert die Reise und nichts als Gerstenfelder weit und breit. Noch öder geht es ja wohl kaum, Sherlock ist stocksauer. Doch dann kommt alles ganz anders und plötzlich ist er mittendrin in seinem ersten Fall. Mysteriöse Todesfälle, prügelnde Muskelprotze und ein böser Baron – das erste Abenteuer des jungen Meisterdetektivs beginnt.

Im Urlaub in Plauen habe ich durch Zufall die Serie Young Sherlock entdeckt und in einem Rutsch geschaut. Zuhause wollte ich dann schauen, ob die Serie auch auf DVD erhältlich ist bzw. ob eine zweite Staffel geplant ist. Dabei habe ich herausgefunden, dass es eine Buchvorlage gibt. Da habe ich nicht lange überlegt und zugegriffen.
Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht packen. Ich weiß nicht einmal genau, woran es lag: War die Serie im Hinterkopf schuld, oder hätte mich der Auftakt auch so nicht überzeugt? Sherlock ist hier zwar deutlich jünger, aber das war nicht das Problem.
Ich habe gelesen, aber die Handlung ist an mir vorbeigezogen. Es hat mich schlicht kaltgelassen. Weder wollte ich wissen, wie es weitergeht, noch hat mich Sherlocks Schicksal berührt. Ich empfand weder Sympathie noch Abneigung – eigentlich gar nichts. Und Gleichgültigkeit ist für mich beim Lesen schlimmer, als einen Charakter einfach nur unsympathisch zu finden. Nach 120 Seiten (Kapitel 5) habe ich das Buch schließlich abgebrochen.




Dienstag, 25. August 2026

Aktuell lese ich.... Mythologie und Die Krone der Meere

 Hallo,





... zwei Bücher.

Mein aktuelles Lesefutter




📖 Tauchen Sie ein in die epische Welt der Mythologie mit diesem einzigartigen Manuskript, einer fesselnden Sammlung, die Sie durch die Geheimnisse und Legenden der alten Kulturen führen wird. Diese Sammlung erforscht die Mythen und Erzählungen, die die Geschichte, Religion und Traditionen dieser jahrtausendealten Zivilisationen geprägt haben, und enthüllt ihre Werte, Gottheiten und fantastischen Kreaturen. Jeder Abschnitt des Buches erzählt nicht nur die Geschichten dieser Mythologien, sondern hilft Ihnen zu verstehen, welche Bedeutung diese Erzählungen für die Menschen hatten, die sie weitergaben. Sie werden entdecken, wie diese Mythen miteinander verbunden sind und welche Einflüsse sie auf die moderne Kultur und Gesellschaft hinterlassen haben. Dieses Manuskript bietet eine ausführliche Synthese von Ritualen, Legenden und Traditionen und lädt Sie zu einer bereichernden Erfahrung ein, die für Anfänger und Enthusiasten gleichermaßen geeignet ist.



📖 1593. Die Hanse kämpft um ihr Überleben, misstrauisch beäugen die Kaufleute Lübecks den Aufstieg des rivalisierenden Amsterdam. Der junge Arjen, unehelich in eine Lübecker Kaufmannsfamilie geboren und voller Neugier auf die weite Welt, macht sich auf, um in der niederländischen Metropole das Glück zu finden. Dank seinem Geschäftssinn erarbeitet er sich schnell Reichtum und Respekt. Doch als er sich ausgerechnet in Marianna verliebt, die längst einem anderen versprochen ist, muss Arjen erkennen, dass Erfolg seinen Preis hat und man die Vergangenheit niemals ganz hinter sich lassen kann ...

Lesezeichen





🔖Aktuell bin ich auf Seite 162 von 544. <Das Mädchen stand daraufhin auf, wandte dem Händler aber weiterhin den Rücken zu und weinte.> (Kapitel Das Licht von Kiinokuni-Zaka)



🔖Aktuell bin ich auf Seite 35 von 704. <Dem Aufbruch seines Bruders war ein weiterer heftiger Streit vorausgegangen, denn Arjen hatte beschlossen, nicht zu schweigen.> (Kapitel Lübeck, April 1593)

Warum dieses Buch?



❓Diesen Monat habe ich bereits drei Bücher, an die ich hohe Erwartungen hatte, abgebrochen. Deshalb habe ich mir eine neue "Taktik" ausgedacht. Inzwischen greife ich einfach wahllos zu Büchern und lese die ersten Kapitel. Dann überlege ich, ob ich weiterlese oder abbreche.



❓Das gilt auch für dieses Buch.

Was gibt es sonst noch zu sagen?



💬Die Formatierung finde ich nicht so gelungen. Oft steht die Kapitelüberschrift am Ende der Seite, auf der nächsten Seite geht es dann weiter. Was mir auch aufgefallen ist: viele Fehler, z. B. mehrfach Grieschisch. Da die einzelnen Teile nur rund 100 Seiten umfassen, kann die Mythologie natürlich nicht besonders tiefgehend behandelt werden. Deshalb fand ich den Teil über die griechische Mythologie nicht so spannend. Da war nichts Neues für mich dabei. Mit der japanischen Mythologie sieht es da schon anders aus. Da kenne ich mich nicht aus und deshalb finde ich das interessant, nur eben nicht so flüssig zu lesen.



💬Der Einstieg hat mir schon mal gut gefallen. Das zwölfjährige Straßenmädchen Agnes hat direkt meine Neugier wecken können, und ich will mehr über ihren Hintergrund wissen. Auch, was es mit dem Tod von Thilos Eltern auf sich hat. Wer hat sie getötet? Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Was ist sonst noch passiert?

Da ich inzwischen ja einige Erlebnisberichte veröffentlicht habe, dachte ich, es wäre an der Zeit, Schiggy auch offiziell in den Blog einzubinden. Deshalb gibt es seit heute einen neuen Header.
Auch wenn Tibi jetzt schon über vier Jahre tot ist, möchte ich sie weiterhin symbolisch als Maskottchen der Buchrezensionen behalten. Die Kategorie "Tibi liest" wird also ebenso wie "Tawny spielt" bleiben, auch wenn beide in letzter Zeit nicht so häufig vertreten waren. Dafür habe ich zu wenig gelesen und gespielt. Schiggy ist ab sofort offiziell das Maskottchen der Erlebnisberichte.


Liebe Grüße
Tinette

Montag, 24. August 2026

Tibi liest: Die Auferstehung

  Allgemeine Infos:






Originaltitel: Die Auferstehung
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Andreas Eschbach
Übersetzt von: ///
Verlag: Kosmos
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Thriller
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 442
Preis: 24,00 € (Hardcover)
ISBN:  978-3-440-17974-1




Klappentext:
Können Tote wieder auferstehen? Eine junge Frau ist vor vielen Jahren nicht mehr aus dem brasilianischen Regenwald zurückgekehrt. Nun taucht sie plötzlich wieder auf. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews kommen - inzwischen erwachsen geworden - auf verschiedenen Wegen mit ihrer Rückkehr in Verbindung und in gewohnt detektivischer Manier ziehen sie ihre Schlüsse. Irgendwann kreuzen sich ihre Wege und die drei Freunde von einst müssen sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

 

Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 10.08.2026
Beendet: 22.08.2026
Gebraucht: 13 Tage
 
~*~Erwartung~*~
Der Klappentext klingt interessant, aber das war beim vorherigen Buch genau so, und das habe ich nach knapp zwei Wochen abgebrochen. Überhaupt hatte ich dieses Jahr bisher kein glückliches Händchen bei der Bücherauswahl. Deshalb habe ich bei diesem Buch ein bisschen Angst, dass ich am Ende wieder enttäuscht werde.

 
Lob und Tadel
 
~*~Gestaltung~*~
Das Cover mit den zwei überlagerten Gesichtern finde ich sehr interessant. Dabei werden die Farben der drei ??? (Weiß, Rot und Blau) aufgegriffen. Gleichzeitig passt das Motiv auch gut zu meiner Wahrnehmung während des Lesens, denn ich war mir lange nicht sicher, ob Tracy tatsächlich mit offenen Karten spielt oder vielleicht doch ein falsches Spiel treibt und nicht ihr wahres Gesicht zeigt. Die drei Fragezeichen in Schwarz sind durch ein leichtes Relief hervorgehoben, sodass man sie beim Darüberstreichen auch ertasten kann. Allerdings sind sie mir erst auf den zweiten Blick aufgefallen.
Neben dem Prolog ist das Buch in 40 nicht allzu lange Kapitel aufgeteilt. Da ich nicht gerne mitten in einem Kapitel aufhöre, gefällt mir das gut. Gleichzeitig animiert mich eine solche Kapiteleinteilung immer dazu, „nur noch ein Kapitel“ weiterzulesen.
Auch die Schriftgröße finde ich angenehm. Ich habe weder das Gefühl, eine Lupe zu brauchen, noch die Befürchtung, von den Buchstaben erschlagen zu werden.
 
~*~Charaktere~*~
Im Gegensatz zu den Hörspielen und den Verfilmungen sind Justus, Peter und Bob hier erwachsen und nicht mehr als Detektive tätig. Sie haben sich mit der Zeit aus den Augen verloren. Warum es zum Bruch zwischen Justus und Peter kam, wird im Laufe der Handlung aufgelöst – da möchte ich aber nicht zu viel vorwegnehmen.
Justus lebt immer noch auf dem alten Schrottplatz, gemeinsam mit seiner Tante Mathilda. Sein Onkel Titus ist vor ein paar Jahren gestorben. Justus hat es sich zur Aufgabe gemacht, Dinge zu reparieren und sie so vor dem Müll zu retten. Nachhaltigkeit ist ihm sehr wichtig. Sein Wissen gibt er in Kursen weiter. Als er gebeten wird, einen Auftrag als Detektiv zu übernehmen, zögert er zunächst, sagt dann aber doch zu. Die Detektivarbeit packt ihn schnell, und man merkt, dass ihm daran vielleicht doch etwas gefehlt hat – vor allem seine beiden Freunde. Allerdings gerät er auch in einen Konflikt, als er Gefühle für die Verdächtige entwickelt.
Bob ist inzwischen bei der Quencher Literary Agency angestellt. Da er früher schon immer für Recherche und Archiv zuständig war, finde ich das eine sehr schlüssige Berufswahl. Sein Chef will, dass er Tracy dazu überredet, einen Roman über ihr Leben im Regenwald zu schreiben, weil er darin einen Bestseller wittert. So kommt Bob in Kontakt mit dem Fall und schließlich auch wieder mit Justus. Er zögert keine Sekunde, als er erkennt, dass an der Sache etwas faul sein könnte, und begibt sich sofort auf die Suche nach der Wahrheit.
Peter schrieb zuerst Reiseführer. Nachdem er merkte, dass diese nicht mehr so gefragt sind, wechselte er zu Google. Nur mit Bob hat er noch unregelmäßig Kontakt, während er mit Justus überhaupt nicht mehr spricht. Seine aktuelle Stelle erweist sich als nützlich, weil er praktisch an der Quelle für Netz-Recherchen sitzt, auch wenn ich diese Aufgabe gefühlsmäßig eher bei Bob verortet hätte.
Tracy ist die totgeglaubte Tochter des reichen Alec Hitfield. Sie gibt sich sehr unnahbar sowie geheimnisvoll und behauptet, unter Gedächtnislücken zu leiden. Durch die Überforderung braucht sie viel Ruhe, was nach sieben Jahren im brasilianischen Regenwald verständlich wirkt. Aber spricht sie wirklich die Wahrheit? 
Mary Kingsley ist Tracys Tante und gleichzeitig die Auftraggeberin. Sie zweifelt öffentlich an, dass es sich bei Tracy wirklich um ihre Nichte handelt. Doch auch ihr habe ich nicht zu hundert Prozent getraut: Will sie wirklich nur die Wahrheit erfahren, oder geht es ihr primär darum, ihre kurz vor der Insolvenz stehende Firma zu retten?


 
~*~Handlungsort und -zeit~*~
Die Handlung spielt hauptsächlich in den USA (Rocky Beach) sowie in Brasilien. Eine genaue Jahreszahl wird zwar nicht genannt, aber durch die gezeigte Technologie und die Lebensumstände lässt sich darauf schließen, dass die Geschichte in der Gegenwart spielt.
 
~*~Idee und Umsetzung, Einstieg, Handlung~*~
In diesem Buch sind die drei Detektive bereits um die 50 Jahre alt und gehen seit vielen Jahren getrennte Wege. Die Vorstellung, die drei ??? als Erwachsene zu erleben, finde ich spannend, weil sich dadurch ganz neue Möglichkeiten für die Handlung ergeben.
Der Einstieg hat mich direkt gefesselt: Dass Tracy plötzlich nur mit einem Lendenschurz bekleidet auftaucht und behauptet, von den Toten auferstanden zu sein, hat mich sofort zum Spekulieren gebracht. Auf mich wirkte das Ganze recht inszeniert. Aber vielleicht lag ich da ja auch völlig falsch? Ich wollte lieber noch nicht zu schnell urteilen und habe gespannt weitergewälzt.
Auf dem Buchrücken ist ein Zitat von Oliver Rohrbeck (der Hörspiel-Stimme von Justus Jonas) abgedruckt. Er sagt dort, es sei für ihn „unvorstellbar, dass die drei Detektive diese Entwicklung nehmen werden“. Da ich vor allem die Verfilmungen kenne, kann ich das schwer beurteilen. Mit meinem Kenntnisstand wirkte der Lebensweg, den die drei eingeschlagen haben, aber keineswegs abwegig.
Besonders neugierig war ich auf die Auflösung und den wahren Grund für das Zerwürfnis zwischen Justus und Peter, denn in den Filmen wirkten sie immer unzertrennlich. Sicher sind mir einige Anspielungen entgangen, weil mir das Hörspiel-Vorwissen fehlt. Das Buch hat es aber geschafft, mich so neugierig zu machen, dass ich mir direkt die allererste Folge „Die drei ??? und der Super-Papagei“ gekauft habe!
Auch wenn der Fall für mich schon recht früh durchschaubar war, hat mich das nicht groß gestört. Der Reiz lag vor allem darin, zu beobachten, wie die drei auf ganz unterschiedlichen Wegen versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

 
~*~Schreibstil und Stilmittel~*~
Erzählt wird die Geschichte aus der personalen Perspektive. Wir begleiten abwechselnd Justus, Peter und Bob, was einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der drei gealterten Freunde gewährt. Der häufige Perspektivwechsel sorgt für ein hohes Tempo und hält die Spannung aufrecht, da ich immer wissen möchte, wie der jeweils andere auf die neuen Erkenntnisse reagiert. 
Der Autor schreibt flüssig und schnörkellos. Die Dialoge wirken lebensnah und der Text lässt sich ohne Stolpersteine zügig lesen. Dass ich knapp zwei Wochen für die 40 Kapitel gebraucht habe, lag rein an meiner knappen Lesezeit im Alltag.

 
~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~
///
 
~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: ... (Den Gedanken kann ich hier leider nicht aufschreiben, ohne zu spoilern.)
Fazit: Ein packender und Nostalgie weckender Thriller, der weniger durch seinen Fall überrascht, sondern vor allem durch das spannende Wiedersehen mit den gealterten Detektiven überzeugt.

Bewertung:

 

Dienstag, 18. August 2026

Aktuell lese ich... (immer noch) Die Auferstehung

 Hallo,





... einen Einzelband.

Mein aktuelles Lesefutter



Können Tote wieder auferstehen? Eine junge Frau ist vor vielen Jahren nicht mehr aus dem brasilianischen Regenwald zurückgekehrt. Nun taucht sie plötzlich wieder auf. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews kommen - inzwischen erwachsen geworden - auf verschiedenen Wegen mit ihrer Rückkehr in Verbindung und in gewohnt detektivischer Manier ziehen sie ihre Schlüsse. Irgendwann kreuzen sich ihre Wege und die drei Freunde von einst müssen sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 270 von 442. <Der Mann war eine ausgesprochen ungepflegte Erscheinung.> (Kapitel 25)

Warum dieses Buch?



Aus der Vorwoche...

Was gibt es sonst noch zu sagen?



Ich finde es weiterhin sehr spannend und weiß gar nicht, wem ich glauben soll. Die Frau, die behauptet sieben Jahre im Dschungel gelebt zu haben, verhält sich sehr merkwürdig, aber die Tante scheint auch etwas zu verbergen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Was ist sonst noch passiert?

Wir waren am Sonntag mit den Kindern im Wildfreigehege Wildenburg. Weil es wieder so heiß werden sollte, sind wir direkt um 9:00 Uhr dorthin. Da war es noch angenehm, außerdem waren wir fast allein im Park und konnten uns alles in Ruhe anschauen.. Als wir um 11:00 Uhr gegangen sind, war der Parkplatz voll. Da fand ich es schon heiß und war froh, dass wir durch waren.
Fotos habe ich einige gemacht. Ich habe dazu auch einen Bericht geschrieben. Diesen und Fotos findet ihr hier.


Liebe Grüße
Tinette

Schiggy unterwegs... Wildfreigehege Wildenburg

 

 

Schiggy war wieder unterwegs. Dieses Mal haben wir das Wildfreigehege Wildenburg in Kempfeld besucht.
Die Preise finde ich wirklich human: Erwachsene zahlen 5,00 Euro, Kinder bis einschließlich 17 Jahre sind kostenlos. Parkplätze sind ausreichend vorhanden und auch Hunde dürfen mit, allerdings nur an kurzer Leine und natürlich nicht in die Gehege.
Da es an diesem Sonntag wieder heiß werden sollte, haben wir beschlossen, direkt zur Öffnung um kurz nach 9:00 Uhr dort zu sein. Der Parkplatz war zu dieser Zeit praktisch leer. Neben uns waren gerade einmal drei weitere Besucher da.
Für die Kinder haben wir jeweils für 2,00 Euro einen Futterbecher gekauft. Dazu kommen 2,00 Euro Pfand, die man bei der Rückgabe wiederbekommt.
Direkt nachdem wir den Park betreten, werden wir von zwei Pfauen begrüßt. Einer davon springt auf die Mauer und beginnt erst einmal ausgiebig, sich zu putzen.
Hat er etwa so früh noch keine Besucher erwartet und muss sich jetzt noch schnell herausputzen? ;-)


Was mich als Hühnerbesitzerin natürlich besonders freut: Hier gibt es auch Hühner. Und zwar Deutsche Lachshühner und Deutsche Reichshühner.
Beide Rassen hatte ich selbst einmal. Leider fand der Fuchs sie unwiderstehlich. Da beide Rassen eher gemütlich sind, habe ich mich danach für aktivere Rassen entschieden. Nach wie vor finde ich sie aber toll.

Deutsche Reichshühner

Deutsches Lachshuhn (Hahn)

Deutsches Lachshuhn (Henne)

Auch Warzenenten, Hausgänse, Höckergänse und Pommerngänse laufen in diesem Bereich frei herum. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag vor vier Jahren, als ich vier Pommerngans-Gössel großgezogen habe. Das hat mich natürlich direkt wieder daran erinnert.


Besonders niedlich finden die Kinder die Meerschweinchen. Dort gibt es Nachwuchs in verschiedenen Altersstufen. Eines davon ist noch ganz winzig. Ich hätte es auf höchstens einen Tag alt geschätzt.
Und auch dazu fällt mir direkt eine Geschichte aus meiner Kindheit ein.
Als Kind hatte ich zwei Meerschweinchen, die beide als Weibchen gekauft worden waren. Nachdem das Meerschweinchen eines Nachbarn gestorben war, bekam ich dessen verbliebenes Tier – ein kastriertes Männchen.
Kurz darauf starb eines meiner vermeintlichen Weibchen. Und rund 68 Tage später lief plötzlich ein winziges Meerschweinchen mit herum.
Wir dachten damals natürlich: Das Männchen muss wohl doch noch aktiv gewesen sein.
Tja. War es nicht.
Es stellte sich heraus, dass das Männchen tatsächlich kastriert war. Das verstorbene „Weibchen“ war nämlich ein Männchen gewesen.
So kann es gehen. ;-)




Auf dem Plan steht nichts davon, aber da ich selbst fünf davon besitze, habe ich die Laufenten direkt erkannt. Vielleicht sind sie noch neu dort und der Plan wurde einfach noch nicht aktualisiert.

Bei den Ziegen freuen sich die Kinder, dass ihr Futtereimer zum ersten Mal zum Einsatz kommen kann.
Die Tiere kommen zwar tatsächlich zu uns und lassen sich auch streicheln. Am Futter sind sie allerdings überhaupt nicht interessiert.


Dafür sind die Kamerunschafe umso hungriger, was die Kinder sehr freut. Ich muss sie etwas zurückhalten, den Schafen nicht alles zu geben, weil wir ja auch noch an anderen Tieren vorbeikommen werden. Aber ich muss sagen: Diese Schafe haben es mir angetan. Davon würde ich mir auch eine Herde halten, wenn ich Platz und Zeit dafür hätte. :-) 




Nach den Schafen kommen wir zum Damwild.
Auf der einen Seite sehen wir das rötlich-braune, teilweise auch helle Damwild, auf der anderen Seite das weiße Damwild. Die Gehege sind sehr groß und wirken angenehm natürlich.
Ein Damhirsch scheint sich direkt in mein Herz schleichen zu wollen.
Er kommt sofort an den Zaun, lässt sich streicheln und füttern und läuft mir sogar hinterher – zumindest so lange, bis der Tierpfleger mit dem Futter erscheint.
Wir kommen mit ihm ins Gespräch und erfahren, dass dieser Hirsch von klein auf an Menschen gewöhnt ist und von Hand aufgezogen wurde. Während man das andere Damwild treiben muss, könnte man mit ihm sogar ohne Leine durch den Park spazieren gehen.


Das ist der liebe Kerl, der sofort zu mir kam.


Das weiße Damwild.

An jeder Tierstation gibt es eine Infotafel. Solche Tafeln stehen außerdem auch bei verschiedenen Bäumen und anderen Gewächsen.
Die Informationen dazu fand ich tatsächlich sehr interessant – und erstaunlicherweise sogar besonders die über die Bäume.
Zum Beispiel über den Riesenmammutbaum, der einen Stammdurchmesser von rund elf Metern erreichen kann. Elf Meter! Das ist schon ziemlich beeindruckend.


Als Nächstes kommen wir zu den Wildschweinen.
Wegen der Schweinepest dürfen diese nicht gefüttert werden. Deshalb wurden die Zäune erhöht. Der Tierpfleger, dem wir hier erneut begegnen, erzählt uns allerdings, dass es trotzdem Besucher gibt, die versuchen, Futter über den Zaun zu werfen.
Ein zusätzlicher Holzzaun vor dem eigentlichen Gehege soll die Besucher auf Abstand halten.
Dort gibt es außerdem eine kleine „Rennbahn“ für Kinder. Die Aufgabe: Innerhalb von zehn Sekunden möglichst weit geradeaus laufen und sich damit mit verschiedenen Tieren messen – zum Beispiel mit einer Schnecke, einem Eichhörnchen oder einem Käfer.
Die Jungs müssen es sofort testen.
Die Wildschweine lassen sich zunächst überhaupt nicht blicken. Irgendwann taucht das erste auf, kurz darauf folgen weitere.
Da habe ich ja schon ein bisschen Mitleid mit ihnen, weil sie von uns kein Futter bekommen dürfen. Deshalb entschuldige ich mich dann auch noch bei ihnen. :-D
Fotos habe ich von den Wildschweinen übrigens überhaupt keine gemacht. Das ist mir erst zu Hause aufgefallen.

Das Gehege des Sikawilds darf betreten werden. Das wollen die Jungs natürlich unbedingt ausprobieren.
Wir müssen lediglich auf dem Weg bleiben.
So hautnah zwischen Hirschen und Hirschkühen hindurchzugehen, hat schon etwas. Man merkt, dass die Tiere Menschen gewohnt sind. Sie bleiben die ganze Zeit entspannt und lassen sich von uns überhaupt nicht aus der Ruhe bringen.

Bei der nächsten Station bin ich besonders gespannt: das Wolfsgehege.
Wölfe finde ich unglaublich faszinierend, habe aber tatsächlich noch nie einen in echt gesehen.
Auf der Infotafel erfahren wir, dass die Wölfe als Welpen in den Park kamen und von Hand aufgezogen wurden. Jeden Sonntag um 14:00 Uhr werden sie gefüttert.
Schade. So lange wollen wir dann doch nicht warten.
Ich halte trotzdem Ausschau – und entdecke erst einmal gar nichts.
Wir vermuten, dass die Wölfe irgendwo hinten im Gebüsch liegen. Also stehen wir eine ganze Weile vor dem Zaun und suchen den hinteren Bereich nach irgendwelchen Bewegungen ab.
Und plötzlich entdecke ich drei Wölfe.
Allerdings nicht hinten.
Sie liegen direkt vor uns am Zaun.
Wir haben also die ganze Zeit direkt vor ihnen gestanden und sie einfach nicht gesehen.
Im vertrockneten Gras sind sie wirklich hervorragend getarnt.
Als der Pfleger mit seinem Mobil vorfährt, werden die drei wach. Kurz darauf erscheint auch der vierte Wolf.
Da hat sich für mich tatsächlich so ein kleiner Traum erfüllt: einmal Wölfe in echt zu sehen.

Such die Wölfe ;-)






In der Nähe des Wolfgeheges gibt es einen Spielplatz. Da sind die Jungs dann auch sofort Feuer und Flamme.



In regelmäßigen Abständen gibt es Sitzbänke und Tische, an denen man sich ausruhen und die gekauften oder selbst mitgebrachten Speisen und Getränke genießen kann.
Auch Mülleimer, beispielsweise für Papier und Biomüll, stehen dort bereit.
Gerade bei einem heißen Tag finde ich solche Sitzmöglichkeiten wirklich angenehm.

Das Rotwild haben wir zwar schon vorher bemerkt, allerdings waren wir zunächst mehr mit den Wildschweinen und dem Sikawild beschäftigt.
Sind die jetzt etwa beleidigt?
Zunächst kommt nämlich überhaupt keiner von ihnen zu uns, obwohl wir versuchen, sie anzulocken.
Ich probiere es noch einmal.
Und tatsächlich: Schließlich kommt ein Hirsch auf uns zu.
Erst ganz langsam. Dann wird er schneller und verfällt schließlich in einen kleinen Trab.
Ein zweiter Hirsch folgt ihm, wird vom ersten allerdings direkt wieder vertrieben.
Der Gewinner darf sich dafür das restliche Futter schmecken lassen.




In der Voliere wohnt ein Uhu, der nicht mehr ausgewildert werden kann.
Ich entdecke ihn am Boden sitzend.
Leider ist mir vor ein paar Tagen mein Handy aus der Hand gefallen und dabei sind zwei der Kameralinsen zersprungen. Ersatz habe ich zwar schon, aber ich habe es noch nicht geschafft, sie auszutauschen.
Deshalb kann ich momentan nicht besonders gut heranzoomen. Sobald ich näher heranzoome, wird das Bild milchig und verschwommen.
Das merkt man den Fotos leider auch an.

Auch in diesem Wildfreigehege ist man vor Interviews nicht geschützt.
Ein Pärchen stellt sich neben uns und sofort geht es los:
„Schatz, was bist du nochmal von Beruf?“
Meine Augen fahren Karussell.
Fabian hat allerdings eine Idee und fängt einfach an, auf Finnisch zu sprechen.
Ich nicke zustimmend.
Irgendwann sagt die Frau dann:
„Wir können damit aufhören. Die verstehen nichts.“
Ich muss mir wirklich das Lachen verkneifen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was die Leute immer davon haben, solche „Interviews“ zu führen.


Neben der Voliere stehen mehrere Bienenvölker.
Da halten wir aber lieber gebührend Abstand und gehen weiter.
Vorbei geht es wieder am Damwild. Die Tiere kommen sofort angelaufen – ziehen aber genauso schnell wieder ab, nachdem sie festgestellt haben, dass wir kein Futter mehr haben.
Beim nächsten Mal müssen wir also wohl einen dritten Futtereimer kaufen.



Eine Wildkatze können wir trotz intensiver Suche nicht entdecken.
Dafür sieht Fabian den Waschbären.
Der liegt gemütlich in einem Reifen und schläft.
Offenbar hat er es sich deutlich bequemer gemacht als wir.


Die Ziegen werden gerade freigelassen. Wir sehen sie noch vorbeihuschen.
Da sind wir allerdings schon ziemlich am Ende der Strecke.
Der Aussichtsturm der Wildenburg ist momentan für Besucher gesperrt. Deshalb kann ich ihn nur aus der Entfernung fotografieren und einmal näher heranzoomen.
Wobei „näher heranzoomen“ mit meinen kaputten Kameralinsen momentan eher bedeutet: „etwas verschwommener darstellen“.
Etwas verschwommen




Zuletzt kommen wir noch an Hausschafen und Ziegen vorbei.
Ein Mutterschaf hat Zwillingslämmer.
Wirklich süß.
Natürlich habe ich in diesem Moment glatt vergessen, ein Foto zu machen.

Im Park ist inzwischen deutlich mehr los als am frühen Morgen. Die Kinder sind vom Ausflug müde und wir machen uns langsam auf den Heimweg.
Wir haben viele verschiedene Tiere gesehen, konnten einige davon füttern und teilweise sogar ganz nah erleben. Besonders schön fand ich die großen, natürlich wirkenden Gehege und natürlich die Wölfe.
Für die Kinder waren die Tiere, der Spielplatz und die Futterbecher die Highlights. Für mich waren es vermutlich die Wölfe, der zutrauliche Damhirsch und die Kamerunschafe.
Und so steht am Ende fest: Es war ein toller Tag. Wir werden auf jeden Fall noch einmal hierherkommen. Beim nächsten Mal dann vielleicht mit drei Futtereimern. ;-)

Schon gelesen?

Ein paar Sätze zu... Der Tod liegt in der Luft

  Der junge Sherlock Holmes soll seine Sommerferien auf dem Land verbringen – bei Tante Anna in Farnham. Stundenlang dauert die Reise und ni...