Montag, 13. Juli 2026

Schiggy unterwegs... Wie im Himmel in Bad Vilbel

 


Schiggy war wieder unterwegs und wollte sich „Wie im Himmel“ fühlen.
 
Nachdem ich letztes Jahr so begeistert von der Amateurproduktion in Wetzlar gewesen war – mein Highlight des Jahres, wenn man mein Lieblingsmusical „Robin Hood“ außer Konkurrenz laufen lässt –, war ich sehr gespannt auf die Inszenierung in Bad Vilbel. Bislang konnten mich alle Shows der Burgfestspiele restlos überzeugen. Würde das auch bei diesem Musical gelingen, dessen Filmvorlage ich ebenfalls sehr mag?

1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel: Wie im Himmel
Art: Musical
Ort: Wasserburg Bad Vilbel
Sprache: Deutsch
Datum: 12. Juli 2026
Beginn: 18:15 Uhr
Reihe / Platz: 10 Platz 15
Dauer (inkl. Pause): ca. 2,5 Stunden
Vorlage: gleichnamiger Film
Hinweise: Open Air

 
2. Mein Eindruck von der Show

Ich mag das Ambiente in Bad Vilbel sehr. Eine Wasserburg als Veranstaltungsort hat für mich einfach etwas Besonderes.
 
Gewählt habe ich wie schon öfter Reihe 10, Platz 15. Er befindet sich auf der überdachten Tribüne. Außerdem steht direkt vor diesem Platz kein anderer Stuhl, sodass ich freie Sicht auf die Bühne habe. Da manche Szenen auf den Seiten gespielt werden, hat dieser Platz den Vorteil, dass man sich nicht umdrehen muss. Man behält den perfekten Gesamtüberblick und ist trotzdem nah genug dran, um die Mimik der Darsteller zu erkennen.
 
Das hölzerne Bühnenbild ließ bereits erahnen, dass es die alte Schule darstellen sollte, die Daniel als sein neues Zuhause kauft. Zu sehen sind ein Klavier, einige Stühle und drei gezeichnete Engel an der Wand, deren Bedeutung später im Stück erklärt wird. Ich war gespannt, wie sich die Bühne im Laufe der Handlung verändern würde, um die verschiedenen Spielorte darzustellen.
 
Leider hat mich der Einstieg etwas enttäuscht. In Wetzlar wurden die ersten Momente hinter einem Vorhang gespielt, sodass sofort klar wurde, dass es sich um Erinnerungen an Daniels Vergangenheit handelte. In Bad Vilbel saß Daniel dagegen lediglich auf einem Hocker, während die Sätze per Toneinspielung abgespielt wurden. Hier hätte ich mir eine visuelle und nicht nur eine rein akustische Umsetzung gewünscht. Dadurch wirkte der Auftakt auf mich eher steril und verlor an Emotionalität. Dabei geht es um prägende Stationen in Daniels Leben: das Geigenspielen als Kind, Mobbing, den Umzug, den Tod seiner Mutter und schließlich den Herzinfarkt während eines Konzerts.
Meine Schwester, die ebenfalls in Wetzlar dabei gewesen war, meinte später, man habe es sich hier etwas zu einfach gemacht.
 
Auch das Bühnenbild konnte mich im weiteren Verlauf nicht begeistern. Es bleibt während der gesamten Aufführung unverändert. So lässt sich der Laden, in dem Lena arbeitet, lediglich durch einen Einkaufswagen und die vom Ensemble getragenen Waren – etwa eine Schaufel oder einen Spielzeugbagger – erahnen. Meine Schwester meinte sogar, man könnte vermuten, Olga sei eine Obdachlose, die ihr Hab und Gut in einem Einkaufswagen mit sich führt. Auch hier hätten wir uns gewünscht, dass sich die einzelnen Spielorte deutlicher voneinander unterscheiden.
Das waren zwar nur kleine Wermutstropfen, doch sie machten mir früh klar, dass diese Inszenierung für mich dieses Mal nicht ganz oben mitspielen würde.
 
Dafür konnten die Darsteller durchweg überzeugen – und zwar sowohl schauspielerisch als auch gesanglich.
 
Daniel, der berühmte Dirigent, der nach seinem Zusammenbruch in seiner alten Heimat zur Ruhe kommen will, nimmt die Stelle als neuer Kantor an. Man spürt in jeder Sekunde, wie viel ihm die Musik bedeutet. Ihm geht es nicht darum, dass die Menschen im Chor den perfekten Ton treffen – sie sollen ihren ganz eigenen Ton finden. Dem geplanten Chorwettbewerb steht er skeptisch gegenüber, weil Musik in seinen Augen kein Wettstreit sein sollte. Daniel ist eine sehr ernste Figur; man sieht ihn praktisch nie lachen. Erst im späteren Verlauf beginnen seine Augen zu strahlen, wenn er den Chor leitet.
Dass er Lena sehr mag, kann er nicht verleugnen, auch wenn er es zunächst nicht in Worte fassen kann. Seine warmen Blicke, die er ihr zuwirft, verraten ihn jedoch. Als Lena durch ein Gerücht glaubt, er habe eine andere Frau, ist er verzweifelt, läuft ihr nach und möchte dieses Missverständnis unbedingt aufklären. In diesem Moment merkt man, wie wichtig sie ihm wirklich ist. Immer wieder macht sich zudem sein gesundheitlicher Zustand bemerkbar: Er hustet, schnauft und fasst sich an die Brust, wenn ihn etwas aufregt. Am Ende zeigt er ein blutiges Taschentuch vor, ehe er erneut zusammenbricht.
Meiner Schwester sind in dieser Szene die roten, blinkenden LED-Streifen aufgefallen, die sie als Daniels Herzschlag interpretiert hat. Ich selbst habe sie gar nicht bemerkt, weil ich in diesem Moment vollkommen auf den Chor fixiert war.
 
Lena wiederum ist eine absolute Frohnatur. Sie kann gar nicht aufhören zu strahlen und zu lachen, womit sie eine wunderschöne Ergänzung zum ruhigen, ernsten Daniel bildet. Außerdem geht sie unglaublich liebevoll mit Tore um. Sie macht von Anfang an klar, dass er im Chor mitsingen soll, und nimmt ihn sofort in Schutz, als er beleidigt wird. Dass sie aber selbst eine sehr verletzliche Seite in sich trägt, wird deutlich, als sie vermutet, dass Daniel sie betrügt. Fassungslos stürmt sie aus der Chorprobe. Sie spricht die anderen auch direkt darauf an, wie unfair sie es fand, dass ihr niemand erzählt hat, dass ihr damaliger Freund eine Frau und Familie hatte. In dieser Szene wird sie laut und kämpft sichtlich mit den Tränen – eine verletzliche Facette, die man von ihr sonst gar nicht gewohnt ist.
 
Diese schützende Gemeinschaft ist es auch, die Tore Halt gibt. Als junger Mann mit einer geistigen Behinderung wird er von den Dorfbewohnern oft übersehen oder nicht ernst genommen. Während andere Konflikte im Dorf von Angst oder Verbitterung geprägt sind, bringt Tore eine ganz liebenswerte, unschuldige Energie in das Stück. Wie er durch Daniels Hilfe seine eigene Stimme entdeckt und schließlich einen klaren, kraftvollen Ton singt, zeigt die transformative Kraft der Musik auf eine besonders bewegende Weise.
Hier muss ich die besonders authentische Darstellung hervorheben. Der Darsteller knickte immer eine Hand ab, spreizte die Finger, blickte zu Boden, zuckte mit dem Kopf, lächelte nervös. Diese Körpersprache hielt er konsequent über die gesamte Aufführung hinweg bei. Zu keinem Zeitpunkt fiel er aus der Rolle.
 
Eine ganz andere, schmerzhafte Dynamik erleben wir bei Gabriella. Sie ist mit Conny verheiratet, der sie misshandelt und über ihr Leben bestimmen will. Äußerlich sieht man ihr das Leid zunächst nicht an, sie überspielt es geschickt. Doch sobald er in die Chorprobe torkelt, um sie mitzunehmen, reißt sie panisch die Augen auf, packt sofort ihre Sachen und geht fügsam mit ihm.
Als sie sich schließlich traut, das von Daniel extra für sie geschriebene Lied zu singen, scheint ihr Selbstbewusstsein schlagartig erwacht zu sein. In einem figurbetonten roten Kleid wirkt sie wie eine völlig andere Person – ganz im Gegensatz zu der weiten, langen Kleidung, die sie vorher getragen hat.
Leider währt dieses scheinbare Glück nicht lange: Einige Zeit danach erscheint sie in genau diesem Kleid erneut zur Chorprobe. Nur ist es jetzt zerrissen. An ihrem Bauch, wo die Stofffetzen ein großes Loch hinterlassen, sind blaue Flecken zu erkennen, und aus ihrer Nase fließt Blut. Als sie in diesem Zustand zur Tür hereinkommt, ist das ein absoluter Schockmoment. Umso kraftvoller ist es zu sehen, wie sie im Laufe des Stücks den Mut findet, sich gegen diese Höllenehe aufzulehnen. Sehr schön finde ich, dass der gewachsene Chor wie eine Schutzmauer vor ihr steht und gegen ihren Mann ansingt, als dieser zu ihr vordringen will, um sie wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Sie muss das nicht allein durchstehen.
 
Im starken Gegensatz zu diesem Zusammenhalt steht Arne, der sich gerne über andere lustig macht. Besonders auf Holmfried hat er es abgesehen und beleidigt ihn ständig. Arne bemerkt überhaupt nicht – oder es ist ihm schlichtweg egal –, wie tief er ihn mit diesen Worten verletzt. Er lacht stattdessen, als wäre er der größte Scherzbold. Schließlich platzt Holmfried der Kragen. Nachdem er die Demütigungen jahrelang schweigend über sich ergehen ließ, schleudert er Arne sämtliche Schimpfwörter entgegen, die er sich über die Jahre anhören musste. Das hat mich im Zuschauerraum richtig schlucken lassen. Es war ungemütlich und alles andere als schön, diese schmerzhafte Entladung mitzuerleben.
 
Auch die weiteren Nebenrollen fügen sich hervorragend in das dörfliche Gefüge ein: Das streng gläubige Ehepaar bestehend aus Pfarrer Stig und seiner Frau Inger zeigt den tiefen Konflikt zwischen starrer Kirchendogmatik und der neuen, befreienden Lebensfreude des Chors. Während Inger aufblüht und bei einer gelassenen Feier sogar ihr Oberteil auszieht, verzweifelt Stig am Kontrollverlust über seine Gemeinde. Selbst die leidenschaftliche Nacht mit seiner Frau empfindet er als Sünde und verleugnet sie. „Das ist nie geschehen“, betont er am nächsten Morgen mehrfach.
Die misstrauische Siv verkörpert dabei den konservativen Widerstand im Dorf, während Olga und der gemütliche Erik für die bodenständigen, treuen Seelen der Gemeinschaft stehen. Ich finde es niedlich, wie Erik nach 60 Jahren Olga seine Liebe gesteht, und sie davon völlig überwältigt ist und nicht weiß, wie sie darauf reagieren soll.
Sie alle tragen dazu bei, dass dieses dörfliche Beziehungsgeflecht so lebendig und glaubhaft wirkt.
Lediglich bei Siv gab es zunächst ein technisches Problem: Ihr Mikrofon funktionierte nicht richtig. Während der Dialog zwar leise, aber (zumindest auf meinem Platz) noch verständlich war, ging ihre Stimme in den musikalischen Passagen unter. Bereits in der nächsten Szene war die Störung jedoch behoben. Weitere Tonprobleme gab es im Verlauf der Vorstellung nicht.

Da die Handlung im tiefsten schwedischen Winter beginnt, tragen die Darsteller zunächst dicke Wintermäntel, Jacken, Mützen und Stiefel. Weil das Thermometer am Abend unseres Besuchs selbst zu fortgeschrittener Stunde noch über 30 Grad anzeigte, war das für das Ensemble sicher alles andere als angenehm. Angemerkt hat man ihnen die Hitze jedoch zu keiner Sekunde.
Unfreiwillig komisch wirkte bei diesen Temperaturen allerdings die Szene, in der Daniel draußen bibbernd vor Kälte auf Lena trifft. Er reibt sich fröstelnd die Arme, pustet in die Hände und sie meint trocken: „Du bist nicht warm genug angezogen.“ Bei diesem Satz musste nicht nur ich im Zuschauerraum laut lachen.
Später im Stück wechselt die Garderobe dann passenderweise zu sommerlicher Kleidung.
An den Kostümen lässt sich dabei nicht nur Gabriellas Wandel ablesen. Besonders bei Pfarrer Stig fällt eine optische Veränderung ins Auge: Trägt er sonst stets schwarze, hochgeschlossene Kleidung oder sein Pfarrersgewand, überrascht er am Tag der Abreise des Chors plötzlich mit einem hellblauen, geblümten Hemd. Zwar kombiniert er dazu weiterhin eine lange schwarze Hose – was zeigt, dass er noch nicht ganz bereit ist, mit allen alten Traditionen zu brechen –, dennoch symbolisiert dieses Outfit meiner Meinung nach sehr schön, dass er beginnt, sich langsam für neue Erfahrungen und eine andere Sicht auf das Leben zu öffnen.
Am Ende tritt der Chor schließlich geschlossen in gelben T-Shirts auf, auf denen „DareUs Chor“ gedruckt steht. Das ist das unverkennbare Zeichen dafür, dass hier eine eng verbundene, musikbegeisterte Gemeinschaft zusammengewachsen ist.
Was das englische Wort „dare“ genau bedeutet, musste ich zu Hause erst noch einmal nachschlagen: wagen, sich trauen oder herausfordern. „DareUs“, was sich also sinngemäß als „Trau dich, uns ...“ oder „Fordere uns heraus“ verstehen lässt, ist damit ein gelungenes, tiefgründiges Wortspiel mit Daniel Dareus' Nachnamen. Ein kleines, feines Detail der Inszenierung, das eine große Wirkung entfaltet.
 
„Wie im Himmel“ verbinde ich automatisch mit „Gabriellas Song“. Eine kraftvolle, wunderschöne Ballade über eine Frau, die ihre innere Stärke findet. Gabriella selbst hat sie noch nicht ganz bei sich entdeckt, als sie es singt, aber sie ist auf dem Weg dorthin. Es ist ein Lied, bei dem ich schon bei den ersten Klängen emotional werde. Es nimmt mich auch im schwedischen Original immer mit, obwohl ich den Text nicht verstehe. Aber schon aufgrund der Melodie und der Stimme kann man erahnen, worum es geht, selbst wenn man die deutsche Übersetzung nicht kennt. Für mich der musikalische Höhepunkt des Stücks. Und das war es auch in Bad Vilbel.
Doch natürlich hat das Musical noch viele weitere starke Nummern zu bieten.
Gabriellas weitere Lieder „Meine Sterne“ und „Ein Lied aufs Leben“ sind ebenfalls emotional, wobei besonders Letzteres durch die Verstärkung des Chors an Wucht gewinnt.
Süß finde ich das Duett zwischen Lena und Tore, in dem er sie bittet, dass sie die drei Worte zu ihm sagt, und sie seinem Wunsch nachkommt. Es ist herzlich und unbeschwert und tut nach den herablassenden Worten von Arne und ein paar anderen Chormitgliedern gut.
Aber das Musical hat nicht nur ruhige Nummern.
Schwungvoll und humorvoll wird es auch. Glaubst du nicht? „Frag einfach Arne.“ Er kann es beweisen und zudem erzählen, was er alles anbietet.
Als Daniel einen knappen Satz zur aktuellen Leistung des Chors sagt, feiern die Leute genau diesen Satz. „Vieles ist schon schön“. Voller Energie wirbeln sie im Kreis. Schön, wie sie sich darüber freuen, als hätten sie einen bedeutenden Wettbewerb gewonnen. Da spürt man, dass sie aus Freude am Singen im Chor dabei sind.
Einen schönen, wenn auch sehr traurigen Abschluss des Stücks bildet der Auftritt des Chors beim Wettbewerb „Let the People sing“. Zunächst singen alle nur „Ahhh“, aber schon das verursacht eine Gänsehaut bei mir. Neben den Profi-Darstellern stehen vierzig Laien als Chor auf der Bühne. Und so viele Menschen auf der Bühne machen einfach etwas her. Das war wirklich ein satter Klang.
Warum es gleichzeitig so traurig ist, würde zu viel verraten, falls jemand den Film oder das Musical noch nicht kennt. Deshalb lasse ich es, dazu Genaueres zu erzählen.
Nur so viel: Am Ende wird die Musik noch einmal lebhafter, und der gesamte Chor feiert ausgelassen die Musik und das Leben.
Die Live-Band besteht einschließlich des Dirigenten aus neun Personen. Mir gefiel ihr Spiel sehr gut. Sie klangen sanft bei den Balladen und mitreißend bei den schnelleren Liedern. Abgesehen vom Beginn, bei dem Siv nicht zu hören war, übertönten sie die Sänger nicht.
 
„Wie im Himmel“ in Bad Vilbel hat mir letztendlich sehr gut gefallen. Es ist eine wunderschöne, berührende Geschichte über Zusammenhalt, die eindrucksvoll zeigt, was Musik in Menschen bewirken kann. Vor allem mit der grandiosen Interpretation von „Gabriellas Song“ und dem stimmgewaltigen, 40-köpfigen Laienchor konnte Bad Vilbel bei mir ordentlich punkten. Vielleicht wäre diese Inszenierung sogar noch weiter oben gelandet, wenn ich im vergangenen Jahr nicht die wirklich sehr, sehr starke Produktion in Wetzlar gesehen hätte.
 
In meinem bisherigen Jahresranking sichert sich das Musical damit Platz 7 von 13 und reiht sich zwischen „Hairspray“ und „Der Schimmelreiter“ ein. Alles in allem war es ein wunderbarer Abend in der Wasserburg. Nun bin ich schon sehr gespannt auf „Die Feuerzangenbowle“ in zwei Wochen sowie auf die Brass Band am 2. August.
 
 
3. Schiggys persönliche Highlights

Lieblingsszene: die Schlussszene
 
Bestes Solo: „Gabriellas Song“
 
Bestes Duett: das Duett zwischen Lena und Tore
 
Ohrwurm des Tages: „Vieles ist schon schön“, diese Szene sehe ich dabei auch vor mir
 
Beste Ensemblenummer: „Vieles ist schon schön“ – voller Lebensfreude wegen eines einzigen Satzes
 
Lustigster Moment: als Daniel vor Kälte zitterte und Lena trocken meinte, er sei nicht warm genug angezogen. (Eigentlich keine lustige Szene – bei über 30 Grad aber unfreiwillig komisch.)
 
Emotionalster Moment: als Holmfried alle Schimpfwörter von Arne wiederholt und der Augenblick, als Gabriella im zerrissenen Kleid hereinkommt
 
 
4. Die Besetzung

Schiggy saß im Publikum. Aber wer stand eigentlich auf der Bühne?

Gerd Achilles: Daniel Daréus
Emanuel Jessel: Stig Berggren
Markus Düllmann: Conny
Lena Poppe: Lena
Andrea Spatzek: Olga
Stefan Kiefer: Arne
Björn Geske: Holmfrid
Armin Dillenberger: Erik
Anne Hoth: Amanda
Sonja Herrmann: Inger
Annika Müller: Siv
Hanna Mall: Gabriella
Lukas Schwedeck:Tore
 
außerdem
Live-Band
Projektchor der Burgfestspiele
Musikalische Leitung: Philipp Polzin

Donnerstag, 9. Juli 2026

10 Bücher aus dem 1. Halbjahr, die ich am höchsten bewertet habe

 Die Aktion


findet auf dem Blog Weltenwanderer statt.


Heutige Aufgabe:


*~*  Zeige uns deine 10 buchigen Highlights aus dem 1. Halbjahr  *~*



Hallo,
10 Flops in den ersten sechs Monaten zu nennen, wäre mir einfacher gefallen. Für mich waren in diesem Jahr bisher leider keine Highlights dabei. Im November 2025 habe ich das letzte Mal meine höchstmögliche Bewertung "Tibis Lieblingsknochen" vergeben, was 5+ und damit einem Lieblingsbuch entspricht. Ich habe schon überlegt, ob ich diese Woche passen soll, mich dann aber dazu entschieden, die Aufgabe ein klein wenig umzuformulieren. Vorstellen werde ich die zehn Bücher, die ich im ersten Halbjahr am höchsten bewertet habe. Mal schauen, ob ich die Aufgabe mit 5 und 4 Sternen abdecken kann, oder sogar 3 Sterne-Bücher nennen muss.
Ich werde chronologisch vorgehen...

1. This could be love - gelesen im Januar


Im Januar hatte ich kein Highlight dabei, aber dieses Buch war die positive Überraschung des Monats und bekam von mir die Bewertung "Tibis Leckerli", was 4–5 Sternen entspricht.
Mein Kurz-Fazit dazu lautete: Trotz einiger negativer Aspekte konnte mich das Buch mit seiner langsam verlaufenden Liebesgeschichte und den eher angenehmen Charakteren dann doch überzeugen.
Die vollständige Rezension findet ihr hier.

Deutschlands Tennis-Shootingstar Louisa ist nach einer Verletzung am Boden zerstört. In der Tennisschule ihrer Patentante Kay auf Hawaii will sie sich voll und ganz auf ihr Comeback konzentrieren. Als sie sich bereits beim ersten Lauftraining am Strand übernimmt, wacht sie ausgerechnet auf der Couch eines attraktiven Surferboys auf. Der ist aber spätestens dann tabu, als sie erfährt, dass es sich bei ihm um Vince Greenfield handelt, mit dem ihre Patentante auf Kriegsfuß steht, weil er in direkter Nachbarschaft zu ihrer Strandvilla ein Surfer-Hostel renoviert. Obwohl sie Kay nicht in den Rücken fallen will, zieht es Louisa immer häufiger zu Vince. Bis sie herausfindet, dass er ein paar wesentliche Kapitel seines Lebens unterschlagen hat ...



2. Fremde Wildnis - gelesen im Januar

Ich war schon sehr auf die Schule in Südamerika und die dort lebenden Woodwalker gespannt. Leider machte es nur einen kleinen Teil der Geschichte aus. Insgesamt hat mir der vierte Teil aber gut gefallen und bekam von mir "Tibis Leckerli".
Kurz-Fazit: Leider spielt Costa Rica als Handlungsort keine so große Rolle, aber ansonsten ist auch der 4. Teil wieder gelungen.
Die vollständige Rezension findet ihr hier.


Ein Traum wird wahr! Carag, Holly, Brandon und Co reisen zu einem Schüleraustausch nach Costa Rica. Doch hier warten nicht nur liebenswerte Brüllaffen, geheimnisvolle Schnappschildkröten und turbulente Regenwaldausflüge auf die Schüler der Clearwater High. Von Jaguarwandler King erfahren sie, dass der gefährliche Andrew Milling auch in Mittelamerika sein Unwesen treibt. Was plant Carags Widersacher nur und warum ist er ihm immer einen Schritt voraus? Für den Pumajungen steht fest: Er muss handeln, ehe die Gefahr unaufhaltsam wird.





3. Blutrote Tinte - gelesen im Januar/Februar 

Teil 1 hat mich enttäuscht. Ich hatte ja sehr hohe Erwartungen, weil der Klappentext so interessant klang. Dennoch war ich neugierig, wie es weitergeht. Die Fortsetzung hat mir dagegen deutlich besser gefallen und bekam "Tibis Leckerli". Der Reihenabschluss hat mich dagegen wieder enttäuscht.
Kurz-Fazit: Teil 2 liefert Antworten über Annies Herkunft, lässt sich trotz vereinzelter Stolperstein-Wörter flott lesen und macht neugierig auf den letzten Band. 
Die komplette Rezension gibt es hier.


Die Liga Lexis ist in Aufruhr: Lady Hamilton, die Protagonistin eines weltberühmten Bestsellers, wurde ermordet! Sofort werden mehrere Agent*innen und Lehrende von Bookford Manor abgesandt, um den Fall aufzuklären. Doch nicht alle kehren lebend zurück. 
Während Annies Gefühle aufgrund von Caspians merkwürdigem Verhalten noch vollkommen durcheinander sind, bleibt ihr keine Zeit. Denn sie ist die Einzige, die über die Interlineas – die Welt zwischen den Zeilen – in das zerstörte Buch gelangen kann. Doch in ihren kühnsten Träumen hätte sie sich nicht ausmalen können, auf wen sie dort trifft! Die Spur dieser Person führt sie in eine ganz neue Welt hinter den Welten …

4. Der Fluch der Wüste - gelesen im Februar


Es ist der 5. Teil der Old Bones-Reihe, der mir wieder gut gefallen hat, und mit "Tibis Leckerli" bewertet wurde.
Mein Kurz-Fazit: Ein Thriller, der die archäologischen Fakten in eine packende, aber auch erschütternde, Geschichte einbindet.
Die vollständige Rezension findet ihr hier.


In New Mexikos Badlands, einer bizarr geformten Wüstenregion, wird das Skelett einer Frau gefunden. Offenbar ist sie nackt in die Wüste gelaufen und qualvoll verdurstet. Ihre Hände halten noch immer zwei seltene Artefakte fest: blitzende Steine, die von den alten Chaco-Völkern zur Götterbeschwörung verwendet wurden. Hat die Frau Selbstmord begangen – oder war sie eine Opfergabe?






5. Das Signal - gelesen im Februar

Nachdem mich die letzten Bücher von Ursula Poznanski enttäuscht haben, konnte mich Das Signal wieder überzeugen und bekam von mir "Tibis Leckerli" verliehen.
Mein Kurz-Fazit: Ein mit aktuellen Themen versehener spannender Thriller, der ein beklemmendes Gefühl hinterlässt.
Die gesamte Rezension findet ihr hier.


Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt. Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …


6. Die Bestie von Dresden - gelesen im Februar/März 

Nachdem mich der zweite Teil der Reihe so begeistert hat, war ich schon sehr auf die Fortsetzung gespannt. Auch diese hat mir wieder sehr gut gefallen, allerdings nicht ganz so gut wie der Vorgänger, und bekam deshalb "nur" "Tibis Leckerli".
Mein Kurz-Fazit: Ein atmosphärischer historischer Kriminalroman mit interessanten Figuren und einer überraschenden Auflösung, der zwar nicht ganz an den starken Vorgänger heranreicht, mich aber dennoch gut unterhalten hat.
Die komplette Rezension findet ihr hier.


Der sonnige Mai 1883 wird für die Dresdner zum Schreckensmonat: Aus dem Zoologischen Garten soll ein Tiger ausgebrochen sein und die Stadt unsicher machen. Zeitgleich treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der es offenbar auf die Söhne und Töchter reicher Bürger abgesehen hat. Ein äußerst heikler Fall für Kriminalrat Gustav Heller und seinen Assistenten Schrumm. Als ihr Verdacht auf einen Ex-Zuchthäusler fällt, werden sie sofort von dessen ehrgeizigem Anwalt unter Druck gesetzt. Zu Hellers großem Ärger mischt sich auch der vom Zoo wegen des Tigers um Hilfe gebetene Wildtierexperte namens Karl May immer mehr in die Polizeiarbeit ein. Während das Raubtier noch frei herumläuft, geschieht ein weiterer Mord an einer jungen Frau …


7. Die weiße Nacht - gelesen im März

Ich lese ja sehr gerne die historischen Romane von Anne Stern. Auch dieser Reihenauftakt hat mir wieder sehr gut gefallen und ist knapp an der höchstmöglichen Bewertung vorbeigeschrammt. 
Kurz-Fazit: Ein spannender und atmosphärischer Reihenauftakt, der mit interessanten Figuren, einem erschreckenden Hintergrund und einer schlüssigen Auflösung überzeugt.
Die vollständige Rezension gibt es hier.


Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näher rückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit.




8. Das Labyrinth der Knochen - gelesen im März/April 

Der Klappentext zu diesem Reihenauftakt hat mich neugierig gemacht. Außerdem lese ich gerne die Bücher von Rick Riordan. Die Fortsetzungen wurden übrigens von jeweils anderen Autoren geschrieben. 
Mein Kurz-Fazit: Ein spannender Reihenauftakt, bei dem man gemeinsam mit den ungleichen, aber sympathischen Geschwistern die ersten Rätsel entschlüsseln kann.
Die ganze Rezension gibt es hier.

Die Cahills sind die mächtigste Familie der Welt. Sie birgt ein Geheimnis, das das Schicksal der Menschheit für immer verändern kann… Als die Patriarchin Grace Cahill stirbt, hinterlässt sie ein folgenschweres Erbe: Sieben Teams aus den vier verschiedenen Häusern der Familie sollen sich auf eine gefährliche Mission begeben, auf der das lang vergessene Familiengeheimnis gelöst werden muss. Wem wird es zuerst gelingen, die 39 Zeichen zu entschlüsseln? Auch die Geschwister Dan und Amy entschließen sich, Grace Erbe anzunehmen und sich auf die abenteuerliche Suche nach den 39 Zeichen zu begeben. Der erste Hinweis führt sie auf den Spuren Benjamin Franklins von Boston nach Paris. Doch haben sie ohne Geld und nur mit der Hilfe ihres Kindermädchens Nellie überhaupt eine Chance, das Rennen zu gewinnen? Die anderen Teams trauen den Geschwistern offenbar einiges zu, denn sie versuchen alles, um Dan und Amy möglichst schnell aus dem Weg zu räumen…

9. Anna Karenina - gelesen im April/Mai

Für die Challenge der zehn Klassiker habe ich mir u. a. dieses Buch ausgesucht und gelesen. Mir hatte ja schon Krieg und Frieden von Tolstoi sehr gut gefallen. Auch Anna Karenina reiht sich da ein.
Mein Kurz-Fazit: Durch die verschiedenen Handlungsstränge und die vielen Personen entsteht ein komplexer, aber zugleich lebendig und realistisch wirkender Roman über das gesellschaftliche Leben im 19. Jahrhundert.
Die vollständige Rezension findet ihr hier.


Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bovary die wohl berühmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. Glücklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfällt die bezaubernde, kluge und sanftmütige Anna dem jungen Offizier Graf Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche Affäre, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verheimlicht, nimmt ihren Lauf. Anna Karenina ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern …






10. Ilias - gelesen im Juni

Von der Ilias habe ich sowohl die Poesie- als auch die Prosaform gelesen. Bei der Poesieform hatte ich etwas Startschwierigkeiten, habe mich aber daran gewöhnt. Die Geschichte finde ich sehr spannend. Beide Versionen habe ich mit "Tibis Leckerli" bewertet. Zur Poesieform habe ich hier und zur Prosaform hier ein paar Sätze geschrieben.

Homers Epos Ilias erzählt in 24 Kapiteln (Gesängen) die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas und beruht auf Mythen und Erzählungen um den Trojanischen Krieg. Die »Ilias« ist das älteste nahezu vollständig erhaltene Zeugnis der europäischen Literatur. Sie entstand im 8. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland und schildert in 24 Gesängen die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas. Die unübertroffene Erzählkunst Homers bescherte dieser Dichtung eine überwältigende Wirkung und macht die »Ilias« zu einem bis heute lebendigen Meisterwerk. »Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus«, lautet der berühmte erste Vers, hier eingebunden in feinem Cabra-Leder mit Goldprägung.




Die »Ilias« erzählt vom über zwanzig Jahre währenden Trojanischen Krieg. Der Kampf der Archäer gegen Troja, die Abenteuer des Achill und der Zorn der olympischen Götter gehören zu den Höhepunkten der Weltliteratur. Wie die »Odyssee« kann auch die gewaltige und schillernde »Ilias« in dieser modernen Prosafassung als das gelesen werden, was sie wirklich ist: ein fesselnder Roman.










Das waren meine zehn Favoriten des ersten Halbjahres – auch wenn der Begriff "Highlight" dieses Mal vielleicht etwas hoch gegriffen wäre. Ich hoffe sehr, dass in der zweiten Jahreshälfte auch wieder ein echtes Highlight oder sogar ein neues Lieblingsbuch dabei sein wird.

Liebe Grüße
Tinette

Dienstag, 7. Juli 2026

Aktuell lese ich... Klänge einer neuen Zeit und Odyssee

 Hallo,





... einen Reihenauftakt und einen Klassiker.

Mein aktuelles Lesefutter


Frankfurt, 1927: Ihre Zukunft ist das Radio – da sind sich Gesa, Inge und Margot sicher. Die Freundinnen haben eine Stelle bei einem neu gegründeten Radiosender ergattert und träumen nun von einer glänzenden Karriere. Gesa möchte Hörspielsprecherin werden, die lebenshungrige Inge als berühmte Sängerin die Bühnen der Welt erobern, und Margot möchte endlich als Cellistin von ihren männlichen Kollegen im Rundfunkorchester anerkannt werden. Denn obwohl eine kreative Aufbruchsstimmung in der Luft liegt, müssen die jungen Frauen gegen alte Konventionen ankämpfen. Unterstützung bekommen sie vom neuen Intendanten, zu dem sich Gesa immer mehr hingezogen fühlt. Voller Tatendrang blicken die Freundinnen in die Zukunft, um ihren gemeinsamen Traum wahr werden zu lassen: Endlich frei und glücklich zu sein!


Die Odyssee erzählt die abenteuerliche Heimreise des Königs von Ithaka nach dem Trojanischen Krieg – voller Schiffbrüche, gefährlicher Ungeheuer, verführerischer Sirenen und Launen der Götter. Dabei beweist der sagenumwobene Held Odysseus seinen Mut, Scharfsinn und tiefe Menschlichkeit. Dieses klassische Werk gilt als Fundament der abendländischen Literatur, verbindet Generationen und wirkt durch seine erzählerische Kraft bis heute.


Die 'Odyssee' ist eines der ältesten Meisterwerke der Weltliteratur und ihr Name längst zum geflügelten Wort avanciert. Erzählt wird die zehnjährige Irrfahrt des tapferen und schlauen Königs Odysseus, die im kleinasiatischen Troja beginnt und nach zahllosen gefahrvollen Abenteuern mit seiner Heimkehr nach Ithaka endet. In einem grandiosen Finale befreit er seine mutige und treue Gattin Penelope aus den Fängen ihrer aufdringlichen Freier und feiert das Wiedersehen mit seinem Sohn Telemachos.

Lesefortschritt


Aktuell bin ich auf Seite 108 von 429. <Einige Kollegen beschlossen, die gelungene erste Ausstrahlung in einer Kneipe zu begießen, und wollten sie überreden mitzukommen, aber die beiden hatten keine Lust auf eine feuchtfröhliche Sause.> (Kapitel Gesa)


Aktuell bin ich auf Seite 26 von 456. <Die Nacht wich, der Himmel färbte sich morgenrot.> (Kapitel Zweiter Gesang)


Aktuell bin ich auf Seite 16 von 335. <Als die dämmernde Frühe mit Rosenfingern erwachte, sprang er vom Lager empor, der geliebte Sohn von Odysseus, legte die Kleider an und hängte das Schwert um die Schulter, band die schönen Sohlen sich unter die zierlichen Füße, trat aus der Kammer hervor, geschmückt mit göttlicher Hoheit und gebot den Herolden, schnell mit trönender Stimme zur Versammlung zu rufen die hauptumlockten Achaier..> (Kapitel Zweiter Gesang)

Warum dieses Buch?


Es ist ein weiterer Reihenauftakt auf dem SuB gewesen. Davon habe ich ja einige, die ich bevorzugt lesen will. Damit will ich die Zahl der noch nicht begonnenen Reihen verringern. Nachdem ich das Kinderbuch abgebrochen habe, dachte ich, ich versuche es mit einem historischen Roman. Dieses Buch lag schon länger bereit. Jetzt wollte ich es endlich beginnen.


Die Ilias habe ich ja erst vor Kurzem beenden. Da dachte ich, dass ich die Odyssee, die ja deren Handlung fortsetzt, einfach zeitnah lese. Weil es so gut funktioniert hat, habe ich mir noch diese Prosaversion gekauft, um sie parallel zur Poesieform zu lesen.


Die Begründung habe ich ja bereits bei der Prosaform genannt.

Was gibt es sonst noch zu sagen?


Dieses Buch habe ich vorgestern angefangen und bin schon weiter als beim Kinderbuch in einer Woche gekommen. Das ist ja schon mal ein gutes Zeichen. :-D Ich bin sehr gespannt, was die drei Freundinnen noch alles erwartet.

Das Buch habe ich gestern Abend erst begonnen und nur das erste Kapitel gelesen. Eine Verfilmung der Odyssee habe ich geschaut. Deshalb ist mir die Handlung vertraut. Ich bin trotzdem sehr auf die Geschichte gespannt.

Das erste Kapitel in Poesieform hat sich schon mal deutlich einfacher lesen lassen als der Beginn der Ilias. Ich weiß aber nicht, ob es daran liegt, dass ich mich inzwischen an die Form gewöhnt habe oder ob dieses Buch "flüssiger" geschrieben ist.


Was ist sonst noch passiert?



Hier bin ich aktuell bei Lektion 17.











Leider gab es bei meinen Orpingtonküken einen Verlust. Das kleine Kerlchen ist einfach nicht so gut gewachsen wie die anderen und sah drei Wochen jünger aus. Ich hatte ja gehofft, dass es es trotzdem schafft und wieder aufholt. Aber leider ist es gestorben. :-(



Liebe Grüße
Tinette

Montag, 6. Juli 2026

Tibi liest: Der Wald

 



   Allgemeine Infos:

Originaltitel: Der Wald
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Gina Mayer
Übersetzt von: /
Verlag: cbj
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Wilderland
Teil: 1
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 238
Preis: 15,00 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-570-18260-4



Klappentext:
Der vierzehnjährige Calum ist ohne Eltern aufgewachsen - und er spürt, dass er nicht nur deswegen anders ist als alle Jugendlichen, die er so kennt. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er in seiner neuen Wohngruppe Jasleen, Skye und Miro begegnet. Was ist los mit diesen dreien – warum lehnen sie ihn ab, was verbergen sie vor ihm? Und warum fühlt er sich trotzdem von ihnen angezogen, besonders von der faszinierenden Skye und ihrem wilden Raben? Als die Jugendlichen zufällig feststellen, dass sie rund um die Uhr beobachtet werden, entdeckt Calum ihr Geheimnis: Sie alle sind das Ergebnis eines skrupellosen wissenschaftlichen Experimentes, sie sind Hybride aus Mensch und Tier – und sie werden ganz offensichtlich gejagt! So beginnt eine dramatische Flucht und für sie alle die Reise zu ihrem wahren Selbst ...



Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: abgebrochen nach 92 Seiten
Lesesprache: Deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 26.06.2026
Beendet: 03.07.2026
Gebraucht: -

Kurz gebellt


Nachdem ich sowohl die Poesie- als auch die Prosaform der Ilias beendet habe, wollte ich etwas Leichtes für zwischendurch lesen. 
Beim Stöbern bin ich auf die Reihe Wilderland gestoßen. Der Klappentext, auch wenn er meiner Meinung nach zu viel verrät, klang ganz interessant, und die wenigen Seiten weckten die Hoffnung, dass es ein Buch sein könnte, das genau zu meiner momentanen Lesestimmung passt.
Leider hat mich die Geschichte nicht packen können. Die gewählte Erzählform (neutraler Erzähler) sorgte direkt für eine gewisse Distanz zum Protagonisten. Ich dachte, dass sich das vielleicht legen würde, und erinnerte mich immer wieder daran, dass das Buch nicht einmal 250 Seiten umfasst und zudem keine besonders kleine Schrift hat.
Ich merkte aber, wie froh ich war, wenn ich ein Kapitel beendet hatte. Die Motivation zum Weiterlesen war einfach nicht da. Ich hatte das Gefühl, es wären zehnmal so viele Seiten.
Eine Woche habe ich es versucht und es nur bis Kapitel 12 geschafft. Weder mit Calum, dem Protagonisten, noch mit dem Schreibstil, der auf mich zu gewollt jugendlich wirkte, wurde ich warm. Es hat mich nicht interessiert, was weiter geschieht. Auch von der im Klappentext angesprochenen Flucht vor den Verfolgern habe ich mir keine Spannung mehr versprochen. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, nicht mehr weiterzulesen.


Zitate, die im Kopf geblieben sind

-

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch abgebrochen habe: Das war die richtige Entscheidung.
Fazit: Die 90 Seiten haben sich wie 900 angefühlt; ich wollte nicht weiterlesen.
Bewertung


Donnerstag, 2. Juli 2026

Ice Cream Special

Die Aktion


findet auf dem Blog Weltenwanderer statt.


Heutige Aufgabe:


*~*  ICE CREAM SPECIAL  *~*



Hallo,
oh ja, für Eis ist doch immer Platz im Bauch. :-D 
Wie gehe ich vor? Ich habe mir einfach alle Aufgaben kopiert und suche jetzt nach passenden Titeln. Dann werden es die ersten 10, die ich entdecke.

1. Schokoladeneis = zarte Verführung in einer süßen Liebesgeschichte 




«Das Haus des Leuchtturmwärters, eine Oase der Ruhe und des Friedens»
So preist der Makler das verwunschene Backsteinhäuschen in den Dünen an. Und Ruhe ist genau das, wovon Jannike träumt. Nach einem handfesten Skandal will die Fernsehmoderatorin nur noch noch weg aus Köln – und von ihrem Ex Clemens. Kurzerhand kauft sie das Haus, mit dem Plan, auf der idyllischen Nordseeinsel ein kleines Hotel zu eröffnen. Das Häuschen erweist sich allerdings als renovierungsbedürftig, und von den Insulanern wird Jannike skeptisch beäugt: Wie lang wird die Frau vom Festland wohl durchhalten? Als dann auch noch Clemens mit dem gesamten Filmteam bei ihr vor der Tür steht, droht ihr Traum zu platzen, bevor er überhaupt begonnen hat…


2. Erdbeereis = unbeschwerte Sommertage -> Coming of Age


Fast ihr ganzes Leben hat die 18-jährige Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann…

Meine Rezension dazu findet ihr hier.



3. Kokoseis = Weiße Strände und Palmen: Eine Geschichte, die auf einer Insel spielt



Deutschlands Tennis-Shootingstar Louisa ist nach einer Verletzung am Boden zerstört. In der Tennisschule ihrer Patentante Kay auf Hawaii will sie sich voll und ganz auf ihr Comeback konzentrieren. Als sie sich bereits beim ersten Lauftraining am Strand übernimmt, wacht sie ausgerechnet auf der Couch eines attraktiven Surferboys auf. Der ist aber spätestens dann tabu, als sie erfährt, dass es sich bei ihm um Vince Greenfield handelt, mit dem ihre Patentante auf Kriegsfuß steht, weil er in direkter Nachbarschaft zu ihrer Strandvilla ein Surfer-Hostel renoviert. Obwohl sie Kay nicht in den Rücken fallen will, zieht es Louisa immer häufiger zu Vince. Bis sie herausfindet, dass er ein paar wesentliche Kapitel seines Lebens unterschlagen hat ...

Meine Rezension dazu findet ihr hier.


4. Vanilleeis = Königlicher Luxus mit prachtvoller Kulisse und höfischen Intrigen



Der Küchenmagd Elin ist es zu verdanken, dass ein verlorenes Medaillon wieder auftaucht. Königin Kristina nimmt das Mädchen fortan in den Kreis ihrer Vertrauten auf. Für Elin eröffnet sich eine Welt des Glanzes und der Intrigen, in der auch ihre große Liebe wartet.

Hier findet ihr meine Rezension.






5. Pistazien = ungewöhnlich oder exotisch – eine Geschichte mit besonderem Setting oder unkonventionellen Figuren




Wer das Mädchen mit den Haaren wie Feuer einmal gesehen hat, wird es nie wieder vergessen: Fire übt eine unwiderstehliche Macht auf alle Lebewesen in ihrer Nähe aus. Sie kann in die Gedanken anderer Menschen eindringen. Nur nicht in die von Prinz Brigan. Wer ist dieser unnahbare Feldherr und welche Rolle spielt er im Kampf um den Thron? Um Fire herum entspinnt sich ein Netz aus Verschwörungen. Und obwohl sich ihr Innerstes dagegen sträubt, kommt sie dem Prinzen immer näher.

Meine Rezension zum Re-Read findet ihr hier.





6. Haselnuss = mit Märchen Elementen




Lana und ihr großer Bruder Harrison haben früher immer gerne zusammen gespielt - bis Harrison fand, dass er für solchen Kinderkram zu groß sei. Doch bei einem Ausflug in den Supermarkt öffnet sich überraschend ein magisches Tor zur Märchenwelt. Lana stellt fest, dass Märchen eben nicht nur "erfundene Geschichten" sind. Und die Märchenwelt ist in großer Gefahr. Lana will diese Welt unbedingt retten. Und dafür muss sie ihren Bruder unbedingt davon überzeugen, wieder an Märchen zu glauben, ehe es zu spät ist!

Meine Rezension dazu findet ihr hier.




7. Karamelleis = Wohlfühl-Roman (Comfort Read) – süß, warm, gemütlich



Puffin Island vor der Küste Maines ist der perfekte Ort, um abzutauchen - und der denkbar schlechteste, wenn man sich wie Emily panisch vor dem Ozean fürchtet. Überall blaues Meer! Doch um ihre kleine Nichte vor dem Hollywood-Wahnsinn zu schützen, stellt sie sich ihrer größten Angst. Bald verfällt sie selbst dem Charme der Insel - sowie ihrer charismatischen Bewohner. Insbesondere dem Yachtclub-Besitzer Ryan Cooper. Ob er alle Frauen so verführerisch küsst, die einen Sommer hier verbringen? Eines weiß Emily bestimmt: Dieser Mann ist mit allen Wassern gewaschen ...

Meine Rezension dazu findet ihr hier.



8. Eiskaffee = Ein Pageturner, der dich wachgehalten hat


Berlin, 1932: Hulda Gold hat eine neue Wirkungsstätte als Hebamme gefunden. Im berüchtigten Frauengefängnis Barnimstraße  versorgt sie inhaftierte Schwangere und entwickelt einen guten Draht zu den oftmals verzweifelten Frauen. Als innerhalb der Gefängnismauern eine junge Insassin völlig unerwartet stirbt, kann Hulda nicht untätig bleiben. Bald kommen Zweifel wegen der Todesursache auf, und der Verdacht fällt auf Anna Marwitz, die bereits wegen Mordes verurteilt ist. Doch Hulda kann nicht glauben, dass diese verschüchterte Frau, die kurz vor der Entbindung ihres ersten Kindes steht, wirklich eine mehrfache Mörderin sein soll. Mit der Aufklärung des Falls wird ausgerechnet Irma Siegel betraut. Hulda und die Kriminalkommissarin kennen sich von früher, und sie gingen nicht als Freundinnen auseinander. Aber während sich die politischen Kräfte in Deutschland immer mehr radikalisieren, müssen sie nun gemeinsam gegen das Unrecht kämpfen – für die Zukunft aller Frauen und auch die ihrer eigenen Familien.

Meine Rezension dazu findet ihr hier.

9. Mango-Sorbet = Exotisches Setting – Südamerika, Asien, Afrika



Weil ich ja immer die Länder notiere, ist das die einfachste Aufgabe für mich, die ich auch als zuerst erfüllt habe. Ich wähle dazu ein Kinderbuch aus, das in Madagaskar spielt.

Die 11-jährige Enia und ihr Biologen-Papa reisen nach Madagaskar, um auf die Suche nach einem als ausgestorben geltenden Tier zu gehen: einem winzigen Lemuren mit Flügeln. Angekommen in einem kleinen Dorf im Süden des Landes erfahren sie, dass dieses Tier magische Fähigkeiten haben soll: Es kann angeblich Wasser finden! Und das brauchen die Bewohner des Dorfs unbedingt, denn schon viel zu lange ist es trocken. Wenn die Regenzeit auch dieses Jahr ausbleibt, müssen sie ihre Felder endgültig aufgeben. Zusammen mit einigen Kindern aus dem Dorf macht Enia sich auf eine gefährliche Suche nach dem Lemuren. Denn auch eine skrupellose Räuberbande, die Dahalos, möchte das Tier unbedingt in die Finger bekommen …

Meine Rezension dazu findet ihr hier.
 


10. Minzeis = Krimi oder Thriller – frisch, scharf, mit kühlem Nervenkitzel.



Hüte dich - besonders vor deiner eigenen Schwester.
Chloe ist scheinbar eine Gewinnerin. Als Verlegerin eines erfolgreichen Magazins hat sie durch ihre Kampagne Themtoo Berühmtheit erlangt. Mit dem Anwalt Adam hat sie einen attraktiven Ehemann und mit Ethan einen vielversprechenden Sohn. Doch als Adam in ihrem Haus ermordet wird, bricht ihre Welt zusammen. Nicht nur, weil herauskommt, dass Ethan in Wahrheit der Sohn ihrer Schwester ist; Nicky taucht auch persönlich auf, um noch mehr Chaos in Chloes Leben zu bringen. Und dann wird zu allem Überfluss Ethan verhaftet: Er soll seinen Vater aus Hass getötet haben.

Hier findet ihr meine Rezension dazu.


Zufrieden bin ich nicht mit meiner Auswahl, aber ich lasse sie jetzt so stehen.
Liebe Grüße
Tinette

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