Dienstag, 26. Mai 2026

Schiggy unterwegs... Tischlein, deck dich in Hanau

 


1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel der Veranstaltung: Tischlein, deck dich 
Art der Veranstaltung: Musical 
Ort: Amphitheater Hanau 
Sprache: Deutsch 
Besuch: 24.05.2026 
Beginn: 18:30 Uhr 
Dauer: ca. 2,5 Stunden inklusive Pause 
Reihe / Platz: Reihe 1, Platz 32 
Vorlage: gleichnamiges Märchen der Gebrüder Grimm 

2. Besetzung der besuchten Vorstellung

Björn Schneider: Andreas Bieber
Alfons Knickel: Tim-Al-Windawe
Dabra Caprana: Sophia Euskirchen
Thekla Knickel: Annette Potempa
Tim Knickel: Sebastian Prange
Katharina Schneider: Josefine Rau
Elisabeth Schneider: Charlotte Katzer
Philipp Schneider: Tim Taucher
Gundik, Eva Christensen: Antje Eckermann
Hugo Czerwinksi u.a.: Jonas Balowetz
Adriana Herford u.a.: Antonia Wortberg
Olivia Block u.a.: Verena Bonnkirch
Marco Mazza, Knüppel: Timo Stacey

Live-Band
Dominik Franke, Stefan Keuscher, Malte Bechtold, Elias Bollinger, Christian Lauterbach, Valentin Scheffzek




3. Mein Eindruck der Show

Schiggy war wieder unterwegs. Dieses Mal ging es zu den 42. Brüder Grimm Festspielen in Hanau.
Nachdem mich bereits Die Gänsemagd (2024), Die Bremer Stadtmusikanten sowie Hänsel und Gretel (2025) überzeugen konnten, habe ich mir in diesem Jahr fast das komplette Programm gebucht. 
Den Auftakt machte dabei das Musical Tischlein, deck dich im Amphitheater Hanau.
Bereits vor Vorstellungsbeginn wurde per Aushang bekannt gegeben, dass Svea Harder (Rolle: Luisa Higgs u.a.) krankheitsbedingt ausfällt und ihre Rollen von verschiedenen Ensemblemitgliedern übernommen werden. Zusätzlich trat der Intendant vor Beginn auf die Bühne und informierte das Publikum darüber, dass sich Andreas Bieber, Darsteller des Björn Schneider, den Fuß gebrochen habe, aber trotzdem spielen werde. Die Choreografien seien entsprechend angepasst worden.
Die Einschränkung fiel während der Vorstellung kaum auf. Ohne die Ankündigung hätte man sie vielleicht für einen Teil der Inszenierung gehalten. Auch die Choreografien wirkten schwungvoll und durchweg stimmig.
Die Inszenierung hat zunächst nur den Titel mit dem bekannten Märchen gemeinsam und überrascht stattdessen mit einer modernen, gesellschaftskritischen Interpretation mit unübersehbaren Parallelen zur heutigen Zeit. 
Diese wirken aber nicht belehrend oder zu gewollt, sondern regen zum Nachdenken an.
Der Wirt Alfons Knickel, der Bier mit Wasser streckt und Rechnungen fälscht, möchte durch Hetzkampagnen und Lügen Bürgermeister werden, u.a. indem er das Virus, welches sämtliches Nutzvieh getötet hat, infrage stellt.
Gemeinsam mit der Hexe Dabra Caprana spinnt Knickel Intrigen gegen die Familie Schneider. Durch die verwandelte Ziege werden die Kinder der Familie beschuldigt, das Tier hungern zu lassen, woraufhin sie Grimmweiler verlassen. 
An diesem Punkt wird der direkte Bezug zum Originalmärchen deutlich. Es bleiben typische Elemente wie „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt“, das Tischlein, der Goldesel und der Knüppel aus dem Sack erhalten.
Die Umsetzung fand ich insgesamt sehr gelungen. Das Musical zeigt, wie leicht Menschen durch Lügen und falsche Versprechungen manipuliert werden können, aber auch, dass man manche Dinge erst zu schätzen weiß, wenn sie verschwunden sind.
Besonders deutlich zeigt sich das in der Handlung rund um die gefällte Eiche. Während sich die Bewohner über die Hitze beklagen, wird ihnen bewusst, wie sehr ihnen der alte, mächtige Baum als Schattenspender fehlt. Dabras trockener Kommentar, man könne es den Leuten ohnehin nie recht machen, war dabei gar nicht so unberechtigt. Schließlich wollten sie die Eiche ja unbedingt loswerden.
Trotz der politischen Untertöne kommt auch der Humor nie zu kurz. Es gibt zahlreiche lustige Szenen, selbst rund um die Antagonisten der Geschichte. 
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir Dabra in ihrer Ziegengestalt. Kleine Sprünge, Bewegungen wie scharrende Hufen und ihre Körpersprache erinnerten tatsächlich an eine Ziege und machten die Darstellung sehr lebendig. 
Auch der Goldesel sorgte allein mit seinen Grimassen regelmäßig für Lacher.
Überraschend fand ich die Umsetzung des Knüppels aus dem Sack. Statt eines gewöhnlichen Knüppels wird die Figur als Boxer dargestellt, inklusive Boxerhandschuhen und sackartigem Umhang. 
Sobald der Knüppel „aus dem Sack“ kommt, wird die Szene wie ein Boxkampf inszeniert. Gerade diese unerwartete Idee sorgte im Publikum für Szenenapplaus. 
Ebenfalls starken Applaus erhielt die Szene, in der das Tischlein scheinbar auf magische Weise ein gebratenes Hühnchen erscheinen lässt. Der Effekt ist simpel, funktioniert aber hervorragend.



Auch musikalisch konnte die Produktion überzeugen. Die Songs sind abwechslungsreich und reichen von schwungvollen Ensemblenummern, lustigen Lieder (die Schneiders beim Kuchenessen) „schmierigen“ Solos (wenn Knickel über den Betrug an den Besuchern singt), bis hin zu emotionalen Balladen. Wie die Titel lauten, weiß ich nicht. Ich habe keine Songliste gefunden.
Besonders stark fand ich das Duett zwischen Schneider und Knickel gegen Ende des zweiten Akts. Beide Darsteller begegnen sich darin gesanglich auf Augenhöhe.
Emotional im Gedächtnis geblieben ist außerdem die ruhige Ballade von Katharina und Tim über den „gleichen Mond“. Das Lied handelt davon, trotz räumlicher Trennung miteinander verbunden zu bleiben. Gegen Ende des Stücks greift Katharina dieses Lied erneut auf, um den verzauberten Tim an die gemeinsame Vergangenheit zu erinnern. 
Dabra fragt, ob Katharina ihr jetzt auch vorsingt und dann eine Zeile daraus spöttisch nachäfft, mit passend angewidertem Gesicht. Ein weiterer sehr lustiger Moment.
Das Bühnenbild arbeitet mit zwei Ebenen und drehbaren Elementen, die schnell zwischen verschiedenen Schauplätzen wechseln können — darunter das Wirtshaus, Häuserfassaden im Grimmweiler, das Bürgermeisterbüro, Dabras Haus oder das Speisezimmer der Familie Schneider. 
Die Ausstattung wirkt dabei nie überladen, was ich sehr positiv finde. Es braucht auch nicht viel. Einzelne Requisiten wie Essen, Biergläser oder Wahlplakate reichen völlig aus, um die Szenen stimmungsvoll wirken zu lassen.
Auch die Kostüme unterstützen die Figurenzeichnung sehr gut. Björn Schneider wirkt im Anzug jederzeit seriös, während Alfons Knickel trotz seines politischen Ehrgeizes optisch immer der Wirt bleibt. 
Gelungen fand ich außerdem Theklas Wandel vom bodenständigen Auftreten hin zum feineren Kostüm nach dem Wahlsieg. 
Dabra fällt mit ihrem auffälligen blauen Kostüm und später als Ziege auf.
Schauspielerisch und gesanglich wirkte das gesamte Ensemble durchweg überzeugend. Besonders heraus stach für mich Dabra mit ihrer facettenreichen und extrem ausdrucksstarken Mimik, durch die viele Szenen zusätzlich an Komik gewannen. Ein Beispiel ist die Szene, in der Knickel von seinem neuen Büro erzählt: Dabra sitzt am vorderen Bühnenrand und kommentiert das Geschehen ausschließlich über ihre Mimik – etwa mit einem stummen „Wow“ und einem übertrieben beeindruckten Gesichtsausdruck. Auch das Publikum schien das ähnlich zu sehen, denn sie erhielt am Schluss den lautesten Applaus.



Die Live-Band war auf der linken oberen Bühnenseite platziert und begleitete die Songs souverän, ohne jemals den Gesang zu übertönen. Auch der Ton funktionierte in der besuchten Vorstellung problemlos. Alle Darsteller waren jederzeit gut verständlich.
Dank der niedrigen Bühne und guten Entfernung zwischen Sitzplätzen und Bühne konnte ich wie immer in Hanau die 1. Reihe buchen. So hatte ich weder Sichteinschränkungen noch Genickstarre, was für mich besonders wichtig ist, da größere Personen vor mir sonst häufig die Sicht einschränken. (Ich bin nun einmal nicht gerade groß.)
Nur die Sitze könnten etwas bequemer sein. Gerade am Rücken finde ich die Klappstühle nicht so angenehm.
Die Inszenierung von Tischlein, deck dich hat mich von Anfang an mitgenommen und durchgehend begeistert. Nach der Vorstellung wurden wie jedes Jahr Spenden gesammelt, unter anderem für das Kinderhospiz Hanau. Normalerweise werfe ich mein Geld einfach nur ein und sage außer „Hallo“ und „Tschüss“ nichts, weil ich eher zurückhaltend bin. Dieses Mal musste ich der Darstellerin von Thekla aber einfach sagen, wie begeistert ich von dem Stück war. Ihre Antwort: „Das hören wir gerne.“
Den Eintrittspreis finde ich für das Gebotene wirklich mehr als gerechtfertigt.
Damit hat Tischlein, deck dich für mich tatsächlich Mrs. Doubtfire von Platz 1 verdrängt und ist aktuell mein persönliches Jahres-Highlight. Umso gespannter bin ich jetzt auf die weiteren Produktionen in Hanau.


4. Persönliche Highlights

Lieblingsszene: Dabra als verwandelte Ziege 
Bestes Duett: Schneider / Knickel gegen Ende des 2. Akts 
Überraschendste Idee: Der Knüppel als Boxer 
Beste Ensemblenummer: Die Eröffnungsnummer 
Emotionalster Moment: Katharina versucht, Tim an seine wahre Identität zu erinnern

Aktuell lese ich...

 Hallo,





... einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter




Der Greif stand aufgerichtet auf dem Dach, mit weit ausgebreiteten Schwingen und sah ihn an. Er neigte kurz sein Haupt und Cedrik hörte wieder die Stimme des Fabelwesens in seinem Kopf. „Da ist sie. Die Kraft, ich spüre sie. So alt, uralt ...“ Cedrik schluckte und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Um was geht es hier?“ Der Greif musterte ihn mit seinen Adleraugen. „Ich muss wissen, welches Geheimnis du vor mir verbirgst. Du wirst dich meiner Prüfung unterziehen müssen.“

Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 224 von 416. <Er konnte nicht einschlafen..> (Kapitel 17)

Warum dieses Buch?



Aus der Vorwoche...

Was gibt es sonst noch zu sagen?




Ich habe die letzte Woche an diesem Buch gar nicht weitergelesen... Es war immer etwas anderes.

Was ist sonst noch passiert?


Geschlüpft sind am Freitag/Samstag übrigens 7 Küken aus 15 Eiern. Dazu habe ich noch 4 Eintagsküken bekommen, bei denen die Glucke gestorben ist. 
Hier vorab 2 Fotos aus der Brutmaschine...

gerade frisch geschlüpft und noch ganz nass

trocken, im Hintergrund später geschlüpfte Küken


Richtige Fotos will ich heute Abend machen und dann morgen hochladen.

Liebe Grüße
Tinette

Freitag, 22. Mai 2026

Kurz gebellt zu: Anna Karenina

 




   Allgemeine Infos:
Originaltitel: Анна Каренина
Originalsprache: Russisch
Geschrieben von: Leo Tolstoi
Übersetzt von: Hermann Röhl
Verlag: Anaconda
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Klassiker
Erscheinungsjahr: 1957
Seiten: 991
Preis: 9,95 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-86647-8





Klappentext:
Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bovary die wohl berühmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. Glücklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfällt die bezaubernde, kluge und sanftmütige Anna dem jungen Offizier Graf Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche Affäre, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verheimlicht, nimmt ihren Lauf. Anna Karenina ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern …



Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2024
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 27.04.2026
Beendet: 19.05.2026
Gebraucht: 23 Tage

Kurz gebellt


Anna Karenina ist wirklich ein Wälzer. Meine Ausgabe vom Anaconda-Verlag hat zum Beispiel stolze 991 Seiten. Das Buch lag schon eine ganze Weile auf meinem SuB, und ich habe beschlossen, es endlich zu lesen.
Die Übersetzung stammt aus dem Jahr 1957, und die alte Rechtschreibung wurde beibehalten. Trotzdem lässt sich das Buch erstaunlich flüssig lesen, sodass ich unerwartet schnell durchgekommen bin. Gerade durch diese ältere Übersetzung wirkt der Schreibstil besonders authentisch. Auch die Dialoge erscheinen dadurch passend zur Zeit und nicht künstlich modernisiert.
Wie schon bei Krieg und Frieden gibt es einige Fußnoten, etwa um französische oder englische Passagen zu übersetzen oder Begriffe zu erklären. Mich reißt so etwas oft aus dem Lesefluss, deshalb habe ich die Fußnoten an Stellen, die ich verstanden habe, einfach ignoriert.
Der Roman erzählt drei verschiedene Handlungsstränge mit vielen unterschiedlichen Figuren. Dadurch musste ich mich sehr konzentrieren, um nicht den Überblick zu verlieren.
Bereits der erste Satz zeigt, dass uns hier keine leichte Nebenbei-Lektüre erwartet: „Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, aber jede unglückliche Familie ist auf ihre besondere Art unglücklich.“
Anna Karenina, nach der der Roman benannt ist, ist dabei nicht die alleinige Protagonistin, sondern nur eine von mehreren zentralen Figuren. Sie ist verheiratet, jedoch offensichtlich unglücklich, und beginnt eine Affäre mit Graf Wronski, die sie nicht verheimlicht, sondern offen auslebt. Für sie hält das Schicksal allerdings kein gutes Ende bereit.
Im Gegensatz dazu steht Konstantin Ljewin, der zunächst scheinbar vergeblich um Kitty wirbt. Doch auch die beiden müssen hart für ihr Familienglück kämpfen.
Im dritten Handlungsstrang, mit dem das Buch beginnt, geht es um die Familie Oblonski. Fürstin Dolly Oblonskaja erfährt, dass ihr Ehemann Stepan sie betrogen hat, und denkt über eine Scheidung nach.
Neben den persönlichen Schicksalen erfährt man auch viel über die russische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Ich empfand es trotz seines Umfangs nicht als langatmig. Gerade weil nicht alles in einem zuckersüßen Happy End endet, wirkt die Geschichte auf mich besonders authentisch.



Zitate, die im Kopf geblieben sind

///

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Buch in einem Monat schaffe...
Fazit: Durch die verschiedenen Handlungsstränge und die vielen Personen entsteht ein komplexer, aber zugleich lebendig und realistisch wirkender Roman über das gesellschaftliche Leben im 19. Jahrhundert.
Bewertung


Dienstag, 19. Mai 2026

Aktuell lese ich...

  Hallo,





... einen Klassiker und einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter




Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bovary die wohl berühmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. Glücklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfällt die bezaubernde, kluge und sanftmütige Anna dem jungen Offizier Graf Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche Affäre, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verheimlicht, nimmt ihren Lauf. Anna Karenina ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern …






Der Greif stand aufgerichtet auf dem Dach, mit weit ausgebreiteten Schwingen und sah ihn an. Er neigte kurz sein Haupt und Cedrik hörte wieder die Stimme des Fabelwesens in seinem Kopf. „Da ist sie. Die Kraft, ich spüre sie. So alt, uralt ...“ Cedrik schluckte und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Um was geht es hier?“ Der Greif musterte ihn mit seinen Adleraugen. „Ich muss wissen, welches Geheimnis du vor mir verbirgst. Du wirst dich meiner Prüfung unterziehen müssen.“

Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 955 von 991. < Diese Gedanken quälten und peinigten ihn bald mehr, bald weniger, ohne ihn ganz zu verlassen.> (Teil 8 - Kapitel 9)





Aktuell bin ich auf Seite 224 von 416. <Er konnte nicht einschlafen..> (Kapitel 17)

Warum dieses Buch?



Aus der Vorwoche...





Aus der Vorwoche...

Was gibt es sonst noch zu sagen?



Ich finde, ich bin richtig gut vorangekommen. Es sind noch weniger als 40 Seiten. Die Chancen stehen also gut, dass ich es tatsächlich diese Woche beenden werde. :-)





Dieses Buch hatte deshalb etwas das Nachsehen. Ich finde die Geschichte aber sehr spannend. Es gab interessante Andeutungen und ich bin gespannt, ob sie weiter verfolgt werden.

Was ist sonst noch passiert?


Den Englisch-Sprachkurs habe ich abgeschlossen.
Beim Französisch-Sprachkurs bin ich bei Lektion 8 von 20.
Die Bruteier haben in 3-4 Tagen Schlupftermin. Deshalb habe ich da alles schon mal vorbereitet, d. h. Wendung ausgeschaltet, die Temperatur um 0,1 Grad gesenkt (hört sich nicht viel an, ist aber wichtig, weil die Embryos jetzt Eigenwärme entwickelt). Ich habe die Eier geschiert. Eins war eindeutig unbefruchtet. Die anderen konnte ich nicht erkennen, was schon etwas ungewöhnlich ist. Sie haben eine vanille- bis zartcremefarbene Schale. Ich kenne das bei türkisfarbenen und braunen Eiern, dass die Schale zu dunkel zum Schieren ist, nicht aber bei so hellen Eiern. Deshalb ist da alles offen. Ich erkenne einfach nichts.
Außerdem habe ich zum ersten Mal Die Chroniken von Narnia Teil 1 und 2 geschaut. Die Bücher hatte ich zwar schon vor einiger Zeit gelesen. Die Verfilmungen tatsächlich aber noch gar nicht. Ich dachte, das muss ich mal nachholen. :-D

Liebe Grüße
Tinette

Dienstag, 12. Mai 2026

Aktuell lese ich... Anna Karenina und Der Greif erwacht

 Hallo,





... einen Klassiker und einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter




Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bovary die wohl berühmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. Glücklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfällt die bezaubernde, kluge und sanftmütige Anna dem jungen Offizier Graf Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche Affäre, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verheimlicht, nimmt ihren Lauf. Anna Karenina ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern …






Der Greif stand aufgerichtet auf dem Dach, mit weit ausgebreiteten Schwingen und sah ihn an. Er neigte kurz sein Haupt und Cedrik hörte wieder die Stimme des Fabelwesens in seinem Kopf. „Da ist sie. Die Kraft, ich spüre sie. So alt, uralt ...“ Cedrik schluckte und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Um was geht es hier?“ Der Greif musterte ihn mit seinen Adleraugen. „Ich muss wissen, welches Geheimnis du vor mir verbirgst. Du wirst dich meiner Prüfung unterziehen müssen.“

Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 397 von 991. < Nach dem Kreis Surow gab es weder eine Eisenbahn noch eine Poststraße, und Ljewein fuhr daher in seinem Reisewagen mit eigenen Pferden> (Teil 3 - Kapitel 25)





Aktuell bin ich auf Seite 54 von 416. <Trotzig schüttelte er den Kopf.> (Kapitel 4)

Warum dieses Buch?



Aus der Vorwoche...





Als Ausgleich habe ich ein Kinderbuch gebraucht...

Was gibt es sonst noch zu sagen?



Ich komme ganz gut voran, aber ich habe noch nicht einmal die Hälfte vom Buch gelesen.





Der Greif ist bereits aufgetaucht und hat erste Andeutungen gemacht. Ich weiß aber noch nicht, wohin die Reise führen wird und bin schon sehr gespannt.

Was ist sonst noch passiert?


Bei den beiden Sprachkursen bin ich noch motiviert. Bei Französisch bin ich bei Lektion 5, bei Englisch bei Tag 14 (ich habe 2 Übungstage an einem gemacht, weil diese immer zusammenhängen.)
Ansonsten habe ich mir einen kleinen Wunsch erfüllt und Orloff-Bruteier bestellt. Die Hühner finde ich ja einfach toll mit ihrer Kämpferstatur. Ich wollte noch eine Hühnerrasse zu meinen 3 Ayams. Ich habe noch Appenzeller Spitzhauben, die gerade 4 Wochen alt sind. Die sind ja richtig hibbelig und nervös. Die könnten wohl Unruhe in die Hühnerschar einbringen. Deshalb wollte ich als Ausgleich noch eine ruhige Rasse, und da passen die Orloffs natürlich gut dazu. 
Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass sie schlüpfen werden. In 12 Tagen ist der errechnete Schlupftermin.


Liebe Grüße
Tinette

Montag, 11. Mai 2026

Ein paar Sätze zu... Die Edda - Die germanischen Sagen





Die Texte der Edda sind die Vorlage fast aller überlieferten germanischen Göttersagen. Durch sie wissen wir erst von Odin und Thor, Loki und Baldur, Asgard und Hel, und von Ragnarök, der Götterdämmerung. Diese Ausgabe enthält neben dem Originaltext der Simrockschen Übersetzung auch Marginalspalten, in denen zahlreiche Begriffe, Metaphern und Namen erklärt und Hintergründe beleuchtet werden.






 
Mit der germanischen Götterwelt kenne ich mich praktisch gar nicht aus. Ich hatte einmal einen Film darüber begonnen, ihn aber erst einmal abgebrochen, weil ich gemerkt habe, dass ich mich in dieser Welt nicht zurechtfinde. Deshalb habe ich mir vorgenommen, zunächst die Göttersagen zu lesen.
Das Buch hat ein ungewöhnliches, fast quadratisches Format. Durchnummeriert sind zwar 160 Seiten, allerdings gibt es zusätzlich einige rein bebilderte Seiten, die nicht mitgezählt wurden. Insgesamt umfasst diese Ausgabe also mehr als 160 Seiten.
Inhaltlich ist das Buch in die Prosa-Edda und die Lieder-Edda aufgeteilt. Den Text fand ich nicht immer einfach und flüssig zu lesen, da mir viele Götternamen und Begriffe aus dieser Welt nicht geläufig waren. Die Schreibweise erinnerte mich teilweise an Bibeltexte aus dem Religionsunterricht in der Schule.
Besonders gut gefallen hat mir, dass an den Seitenrändern Erklärungen zu manchen Namen und Begriffen stehen. Das war für mich sehr praktisch und hilfreich.
Auch die bebilderten Seiten fand ich besonders interessant. Gezeigt werden unter anderem Cover alter Edda-Ausgaben, Gemälde rund um die germanische Götterwelt sowie Fotografien echter jahrhundertealter Hinterlassenschaften, etwa von Runensteinen. Gerade für die archäologischen Aspekte bin ich sehr offen, weshalb ich mich mit diesem Thema sicher noch weiter beschäftigen werde.
Die germanischen Sagen selbst fand ich spannend, weil ich dabei viel Neues erfahren habe. Interessant war vor allem, wie die Menschen damals versuchten, sich Naturereignisse wie Erdbeben zu erklären.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ich denke, dass mir der Film jetzt deutlich leichter fallen wird.



Schiggy unterwegs... Hair in Ludwigshafen

 

1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel: Hair
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Theater im Pfalzbau
Datum: 09.05.2026
Beginn: 19:30 Uhr
Vorlage: ///
Stück gesehen: 3. Mal
Stück in dieser Inszenierung gesehen: 3. Mal

2. Mein Eindruck

Schiggy war wieder unterwegs und hat ein haariges Musical besucht.
Wenn ihr meinen Bericht von den beiden letzten Besuchen 2025 gelesen habt, wisst ihr, dass mir das Stück an sich nicht so gut gefällt, die Inszenierung in Ludwigshafen aber so viel durch die Energie und Spielfreude der Jugendlichen und jungen Erwachsenen gewonnen hat, dass ich mir sogar Tickets für einen 3. Besuch gekauft habe.
Da mir die Songs inzwischen deutlich vertrauter waren, konnte ich die Show diesmal auch mehr genießen. Besonders das Duett „What a Piece of Work Is Man“ ist mir bei dieser Inszenierung positiv in Erinnerung geblieben. Die beiden Stimmen harmonierten sehr schön miteinander.
Es war übrigens die Dernière. Deshalb gab es einige Momente, die für die eigentliche Handlungszeit nicht wirklich logisch gewesen wären und die ich deshalb als Dernièrenscherze einordnen würde. Woof hat z. B. in den ersten beiden Vorstellungen erzählt, dass er auf Mick Jagger steht, und bekommt später auch ein Poster von ihm. In der letzten Show sprach er dagegen von Beyoncé. Auch fiel plötzlich der Name „C & A“.
Gleichzeitig passten diese kleinen Änderungen irgendwie trotzdem, weil sie eine Brücke zur heutigen Zeit geschlagen haben. Hair wirkt stellenweise erschreckend aktuell. Das Stück behandelt Themen wie Krieg, Diskriminierung und Rassismus und vermittelt gleichzeitig die Botschaft, dass es egal ist, wer man ist oder wen man liebt.
Bei Claudes Trip erscheint Uncle Sam, der am Samstag im vorderpfälzischen Dialekt „Mir wolle dich“ statt „We want you“ rief. 
Die Besetzung war die gleiche wie bei meinem zweiten Besuch. Ein Darsteller, der damals noch etwas unsicher wirkte, trat bei der Dernière deutlich selbstbewusster auf. Generell gefielen mir die Stimmen der jungen Leute wieder sehr gut. Die Spielfreude war unglaublich ansteckend, und die schwungvollen Choreografien wirkten dabei völlig mühelos, als wäre das alles überhaupt nicht anstrengend. Insgesamt wirkte die gesamte Produktion sehr harmonisch und darstellerisch überzeugend.
Relativ zu Beginn gab es eine kleine „Panne“: Ein Ball rollte von der Bühne direkt zu meiner Begleitung. Sie warf ihn zurück und bekam dafür ein Winken von der Bühne. Gerade solche ungeplanten Momente machen für mich den Reiz eines Live-Erlebnisses aus.
Auch ansonsten gab es einige direkte Interaktionen mit dem Publikum, etwa wenn Berger jemanden nach seinem Namen fragt (allerdings leider keine Antwort bekam), Chrissy fragte, ob wir ihren Frank gesehen hätten, oder die Darsteller um Dollar bettelten.
Wir saßen dieses Mal in der ersten Reihe. In einer Szene lagen die Darsteller am Boden, krochen langsam auf das Publikum zu und streckten ihre Arme nach uns aus. Meine Begleitung erzählte mir später, dass sie dabei unweigerlich ein Stück zurückgewichen ist. Diese intensive und leicht surreale Stimmung blieb definitiv in Erinnerung.
Leider gab es vermehrt Tonprobleme. Manche Mikrofone funktionierten nicht oder wurden zu spät eingeschaltet. Gerade wenn gleichzeitig die Band spielte, gingen dadurch leider einige Texte unter.
Hair wird wohl nie zu meinen Lieblingsmusicals gehören. Ich denke, dass mir das Stück in einer anderen Inszenierung vermutlich deutlich weniger gefallen würde. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Ludwigshafen haben hier wirklich sehr viel herausgeholt.
Ich bin einfach kein großer Fan von (fast) durchkomponierten Musicals. Ich mag es lieber, wenn zwischendurch auch längere gesprochene Szenen vorkommen und nicht ein Song nahezu direkt auf den nächsten folgt. Die Botschaft des Stücks ist zwar wichtig, mir persönlich ist die Handlung aber auf Dauer etwas zu dünn.
Mein Fazit lautet deshalb: Das nächste Stück der Jugendlichen und jungen Erwachsenen – Footloose – werde ich mir auf jeden Fall anschauen. Hair dagegen muss für mich kein viertes Mal mehr sein.

3. Persönliche Highlights

Schönstes Solo: „Easy To Be Hard“
Schönstes Duett: „What a Piece of Work Is Man“
Beste Ensemblenummer: „Black Boys / White Boys“
Überraschendster Moment: Uncle Sam redet vorderpfälzisch


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