Hallo,
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keine Reihe
❌Abgebrochen
Hallo,
Schiggy war wieder unterwegs. Durch einen Fehler meinerseits beim Ticketkauf kam es dazu, dass aus zwei geplanten Besuchen schließlich drei wurden. Die beiden Vorstellungen in der Vorwoche hatten mich sehr begeistert. Doch könnte mich die Inszenierung auch beim dritten Besuch noch überzeugen – zumal Temperaturen von bis zu 40 °C gemeldet wurden und bereits im Vorfeld klar war, dass es ein sehr heißer Theaternachmittag werden würde?
1. Eckdaten zur Vorstellung
Titel: Der Graf von Monte Christo
Art: Musical
Ort: Parktheater Plauen
Sprache: Deutsch
Datum: 28. Juni 2026
Beginn: 16:00 Uhr
Reihe / Platz: Reihe 1, Platz 37
Dauer (inkl. Pause): ca. 2 Stunden 45 Minuten
Vorlage: gleichnamiges Buch
Hinweise: Der Beginn wurde von 20:00 Uhr auf 16:00 Uhr vorverlegt.
2. Mein Eindruck von der Show
Da ich in meinem Bericht zu den ersten beiden Vorstellungen bereits
ausführlich auf Kostüme, Bühnenbild und Inszenierung eingegangen bin, werde ich
diese Punkte dieses Mal (fast) außer Acht lassen.
Obwohl das Hotel nur etwa zwei Kilometer vom Parktheater entfernt liegt und wir sonst immer zu Fuß gegangen sind, haben wir uns am Sonntag dazu entschieden, mit dem Auto zu fahren. Es war einfach viel zu heiß; wir wären völlig verschwitzt dort angekommen.
Dieses Mal waren wir sehr früh vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt waren noch nicht viele Besucher auf dem Gelände, sodass wir uns alles in Ruhe anschauen konnten und dabei einiges entdeckten, was uns in der Vorwoche entgangen war. So gab es neben dem Boot noch eine weitere Fotomöglichkeit: eine Wand mit Guckloch, durch die man selbst zum Grafen werden konnte. Außerdem standen Kostüme zur Verfügung, mit denen man sich ins 19. Jahrhundert versetzen lassen konnte. Ergänzt wurde das Ganze durch weitere Dekorationen wie ein Steuerrad und einen Anhänger mit verschiedenen Requisiten.
Als äußerst praktisch erwies sich an diesem Tag die Sprühnebelanlage. Wir waren nicht die Einzigen, die mehrmals hindurchliefen.
Bei den Kostümen fiel uns sofort auf, dass die Darsteller ihre Garderobe den hohen Temperaturen angepasst hatten. Teilweise verzichteten sie auf Jacken oder Mäntel. Die Tänzer des Balletts trugen ihre weißen Perücken nicht, und Edmond verzichtete auf die Koteletten. An der Handlung änderte das natürlich nichts. Wer die Inszenierung vorher nicht kannte, wird auch nichts vermisst haben.
Als ich die Tickets im vergangenen Jahr gekauft hatte, sollte die Vorstellung ursprünglich um 20:00 Uhr beginnen. Einige Zeit später erhielt ich jedoch eine E-Mail mit der Information, dass der Beginn auf 16:00 Uhr vorverlegt wurde. Dadurch war die Vorstellung bereits vor 19:00 Uhr beendet. Da es zu diesem Zeitpunkt noch hell war, konnte das Lichtdesign seine volle Wirkung leider nicht entfalten.
An diesem Tag gab es außerdem einige Tonprobleme. Bereits beim ersten Duett zwischen Mercédès und Edmond („Ein Leben lang“) war das Mikrofon der Darstellerin etwas zu leise eingestellt, sodass ihre Stimme stellenweise unterging.
Später versagte das Mikrofon von Abbé Faria sogar komplett. In der ersten Reihe konnten wir ihn zwar trotzdem verstehen, doch kurze Zeit später brachte ihm eine Mitarbeiterin ein Handmikrofon. Mit den Worten „Oh, jetzt habe ich ein Mikrofon“ kommentierte er die Situation augenzwinkernd, was mit Zwischenapplaus bedacht wurde.
Nach seiner Frage hielt er Edmond das Mikrofon hin und meinte anschließend: „Ach so, brauchst du nicht.“ Auch das sorgte für einige Lacher. Im Gegensatz zur Vorstellung am Freitag zuvor blieb sein Bart diesmal die ganze Szene über an Ort und Stelle.
Dafür musste sich Edmond in der Verlies-Szene mehrfach die Haare aus dem Mund streichen.
Gesanglich und schauspielerisch fällt mein Urteil identisch zu den beiden vorherigen Besuchen aus: Alle Darsteller haben mich erneut überzeugt. Zu keiner Zeit hatte ich den Eindruck, dass jemand lustlos wirkte. Im Gegenteil, alle strahlten große Spielfreude aus, obwohl die Auftritte bei diesen Temperaturen und in den Kostümen sicherlich alles andere als angenehm waren.
Was ich im vorherigen Erlebnisbericht noch gar nicht erwähnt habe: Besonders stark inszeniert finde ich das Liebesduett „Ein Leben lang“. Während Mercédès und Edmond singen, werden sie von den Tänzern – die ich als Geister interpretiere – mit Tauen umwickelt. Diese wirken zunächst wie die sprichwörtlichen „Ketten der Liebe“, die das Paar untrennbar miteinander verbinden. Gleichzeitig sind sie jedoch eine düstere Vorahnung. Sie symbolisieren sowohl Edmonds bevorstehende Kerkerhaft als auch Mercédès' unglückliche Ehe.
Am Sonntag fiel mir außerdem noch ein weiteres Detail auf. Als Edmond und Jacopo zum ersten Mal die Schatzkammer auf Monte Christo betreten, singt Edmond die Reprise von „Könige“, während Jacopo sich eine Schatztruhe genauer anschaut. Dabei reibt er an einer Öllampe, was mich sofort an Aladdin erinnerte. Ich fand das eine witzige Anspielung. Zunächst dachte ich, es handele sich vielleicht um einen Dernièrenscherz, doch meiner Begleitung war dieses Detail bereits in der Vorwoche aufgefallen.
Auch dieses Mal verging die Zeit wie im Flug. Ich war überrascht, wie schnell die Vorstellung schon wieder vorbei war. Das zeigt wohl am deutlichsten, dass mich die Inszenierung auch beim dritten Besuch wieder vollkommen begeistern konnte.
Ich habe erneut mitgefiebert und hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich diesen dritten Besuch nicht gebraucht hätte. Im Gegenteil: Es ist ein Stück, das ich mir problemlos noch weitere Male ansehen könnte, ohne dass es etwas von seinem Reiz verlieren würde.
Von dieser letzten Vorstellung in Plauen – Ende August wird das Musical noch dreimal in Zwickau gespielt – habe ich mir außerdem ein kleines Souvenir mitgenommen: den Verschluss der Sektflasche, die Edmond während der Verlobungsfeier öffnet. Diesen entdeckte ich auf dem Weg nach oben und steckte ihn ein. Andernfalls wäre er vermutlich ohnehin im Müll gelandet. Zuhause beschriftete ich ihn mit einem wasserfesten Stift („Der Graf von Monte Christo – Plauen, 28.06.2026“) und stellte ihn zu meinen Sammelbechern. So habe ich ein kleines Andenken an die schöne Zeit im Parktheater.
3. Schiggys persönliche Highlights
Lieblingsszene: Der Karneval, bei dem Luisa mit Albert flirtet,
und die darauffolgende Fechtszene
Bestes Solo: Unentschieden zwischen „All die Zeit“ und „Der
Mann, der ich einst war“
Bestes Duett: „Niemals allein“
Ohrwurm des Tages: „Hölle auf Erden“ – habe ich
immer noch im Ohr
Beste Ensemblenummer: „Piraten – Wahrheit oder
Wagnis“
Lustigster Moment: Die Schein-Fechtszene zwischen
Edmond, Luisa und Jacopo
Emotionalster Moment: „Jeden Tag ein kleiner Tod“
Hallo,
Die Aktion
findet auf dem Blog Weltenwanderer statt.
Heutige Aufgabe:
Hallo, mein Rückblick für den Juni wird recht kurz werden, also im Vergleich zu sonst. Ich habe nur drei Bücher beendet und drei Spiele ge...