Dienstag, 16. Juni 2026

Kurz gebellt zu: Caspar und die Träne des Phönix



   Allgemeine Infos:

Originaltitel: Rumblestar
Originalsprache: Englisch
Geschrieben von: Abi Elphinstone
Übersetzt von: Annette von der Weppen
Verlag: Carlsen
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Die vier verborgenen Reiche
Teil: 1
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsjahr: 2022
Seiten: 330
Preis: 9,00 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-551-32173-2



Klappentext:
Caspar hasst Abenteuer. Am liebsten sitzt er in der Schulbibliothek und liest. Doch als er sich eines Tages vor den beiden Klassenfieslingen in der alten Standuhr versteckt, geschieht das Unglaubliche: Er findet sich in einem hohlen Baum wieder und vor ihm steht ein Mädchen mit Sommersprossen, die wie Sterne aussehen. Sie heißt Wilda Undank und bringt ihn unverzüglich vor die Zauberer von Wolkenstern. Damit nicht genug. Caspar muss die Rätsel der Nieselhexen lösen...



Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2025
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 28.05.2026
Beendet: 15.06.2026
Gebraucht: 18 Tage

Kurz gebellt


Dieses Kinderbuch lag schon eine Weile auf dem SuB. Ich habe mich dann dazu entschieden, es als Ausgleich zur Ilias zu lesen.
Caspar ist ein sehr zurückhaltender Junge, der sich nichts zutraut und von anderen gehänselt wird. Er liest lieber Bücher als selbst Abenteuer zu erleben, und er liebt To-do-Listen, die ihm scheinbar eine gewisse Sicherheit geben. So ist es für ihn ein richtiger Schock, als er sich plötzlich in einer ganz anderen Welt wiederfindet. Mir gefiel gut, dass er nicht von einer Sekunde auf die andere mutig ist, weil er als sehr ängstlicher Charakter eingeführt wurde. Er braucht lange, wächst dann aber über sich hinaus. Diese langsame Entwicklung fand ich realistisch.
Im Gegensatz zu Caspar war mir Wilda nicht von Anfang an sympathisch. Sie beleidigt ihn ständig, nennt ihn z. B. einen Feigling und verschweigt ihm den Grund, warum sie ihn zu den Erhabenen bringen will. Sie wechselt auch gerne mal urplötzlich ihre Meinung. Im Laufe der Handlung erkennt man jedoch, dass sie sich eigentlich nur Akzeptanz und die Liebe ihrer Eltern wünscht. Deshalb versucht sie sich vor anderen zu beweisen. Ihren Minidrachen Arlo fand ich sofort sehr putzig.
Sowohl Caspar als auch Wilda entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, und auch ihre Freundschaft wächst nach und nach. Das geschieht schleichend und wirkt dadurch sehr authentisch.
Die Welt, die sich die Autorin ausgedacht hat, ist sehr fantasievoll. Sie wird gut beschrieben. Die einzelnen Gebiete sind dadurch vor meinem inneren Auge entstanden. Es gibt viele verschiedene Fantasywesen, nicht nur die üblichen, denen man häufiger begegnet. So trifft man hier beispielsweise auf Schlammschlinger und Nieselhexen.
Beim Rätsel, das Caspar und Wilda lösen müssen, habe ich gerne mitgerätselt und war schon sehr auf die Lösung gespannt. Ich stand da wirklich auf dem Schlauch. „Je mehr man wegnimmt, desto größer wird es. Was ist es?“ (S. 149) 
Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Auch längere Sätze stören den Lesefluss nicht.
Normalerweise gehe ich nicht auf die Danksagung/das Nachwort ein. Hier muss ich es aber einfach. Die Überschrift lautet nicht einfach nur Nachwort oder Danksagung, sondern „Eine letzte To-do-Liste von Caspar Tock“. 
Die Danksagung ist aus Caspars Sicht geschrieben, was ich sehr kreativ finde, vor allem, weil Caspar ja To-do-Listen mag. Allein das ist schon eine tolle Verbindung zur eigentlichen Geschichte. Caspar dankt also der Familie, Freunden und Partnern der Autorin, darunter Bente Schlick, dass sie ihn „auf dem Einband so mutig, ja fast schon verwegen aussehen lässt.“ (S. 329) Da musste ich wirklich schmunzeln.
Nach all den positiven Aspekten könnte man meinen, dass mich das Buch begeistert hat. Leider konnte es mich nicht komplett packen. Ich fand es eine nette Geschichte, die ich gerne gelesen habe.
Trotz vieler gelungener Elemente blieb die Geschichte für mich aber etwas auf Distanz. Ich mochte die Figuren, die fantasievolle Welt und die Entwicklung der Freundschaft, doch emotional konnte mich das Buch nie vollständig erreichen. Es ist eine schöne und empfehlenswerte Geschichte, aber der Funke, der aus einem guten Buch ein persönliches Highlight macht, ist bei mir leider nicht ganz übergesprungen.





Zitate, die im Kopf geblieben sind

„Und es kann schon sein, dass ich oft Angst habe, aber im Gegensatz zu dir stehe ich wenigstens dazu! Du hast auch Angst, das weiß ich genau, und am meisten hast du Angst davor, jemanden zu verlieren, aber gleichzeitig bist du so garstig zu allen, dass keiner was mit dir zu tun haben will!“ (S. 166 – 167)
„Jeden Tag mindestens einmal in den Himmel schauen und sich daran erinnern, dass er randvoll ist mit Magie.“ (S. 330)

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: ...
Fazit: Eine fantasievolle Geschichte über Freundschaft und Mut.
Bewertung


Aktuell lese ich... Die Ilias

 Hallo,





... einen Klassiker.

Mein aktuelles Lesefutter




Homers Epos Ilias erzählt in 24 Kapiteln (Gesängen) die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas und beruht auf Mythen und Erzählungen um den Trojanischen Krieg. Die »Ilias« ist das älteste nahezu vollständig erhaltene Zeugnis der europäischen Literatur. Sie entstand im 8. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland und schildert in 24 Gesängen die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas. Die unübertroffene Erzählkunst Homers bescherte dieser Dichtung eine überwältigende Wirkung und macht die »Ilias« zu einem bis heute lebendigen Meisterwerk. »Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus«, lautet der berühmte erste Vers, hier eingebunden in feinem Cabra-Leder mit Goldprägung.


Die »Ilias« erzählt vom über zwanzig Jahre währenden Trojanischen Krieg. Der Kampf der Archäer gegen Troja, die Abenteuer des Achill und der Zorn der olympischen Götter gehören zu den Höhepunkten der Weltliteratur. Wie die »Odyssee« kann auch die gewaltige und schillernde »Ilias« in dieser modernen Prosafassung als das gelesen werden, was sie wirklich ist: ein fesselnder Roman.

Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 340 von 445. <Eos, im Safrangewand Okeanos' Fluten entsteigend, hub sich, Göttern das Licht und sterblichen Menschen zu bringen.> (XIX. Gesang)



Aktuell bin ich auf Seite 170 von 520. <Das troische Heer erwartete den Morgen.> (Neunter Gesang)


Warum dieses Buch?



Aus der Vorwoche... 

Aus der Vorwoche...

Was gibt es sonst noch zu sagen?




Noch etwas mehr als 100 Seiten habe ich vor mir. An die Gedichtform habe ich mich inzwischen gewöhnt. Nachdem ich Teil 1 von Die vier verborgenen Reiche beendet habe, kann ich mich ganz auf Die Ilias konzentrieren und das jetzt durchziehen.


Ich habe dann wieder vorgeblättert, um den ersten Satz von Kapitel 19, wo ich mit der anderen Ausgabe bin, in Prosaform zu zeigen. <Leuchtend golden erhob sich die Morgenröte aus dem Meer und brachte den Unsterblichen und Sterblichen eines neuen Tag.> (S. 378)


Was ist sonst noch passiert?



Ich wiederhole gerade Lektion 11.











Hier habe ich die ersten 9 Lektionen geschafft.












Durch Zufall habe ich entdeckt, dass dieses Jahr das Percy Jackson Musical in Bonn gespielt wird. Die teuersten Tickets gab es für gerade einmal 25 Euro, unsere haben 20,- gekostet. Also da kann man wirklich nichts sagen. Ich bin schon sehr auf die Umsetzung gespannt.





Liebe Grüße
Tinette

Montag, 15. Juni 2026

Schiggy unterwegs... Der allmächtige Handkäs in Fulda

 



1. Eckdaten zur Vorstellung
Titel der Veranstaltung: Der allmächtige Handkäs
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Domplatzarena Fulda
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Domplatzarena Fulda
Sprache: Deutsch
Besuch: 11.06.2026
Beginn: Ca. 22:50 Uhr
Dauer: ca. 40 Minuten
Reihe / Platz: Block C, Reihe 1 Platz 45
Vorlage: /
Besuch: 11.06.2026
Beginn: Ca. 22:50 Uhr
Dauer: ca. 40 Minuten
Reihe / Platz: Block C, Reihe 1 Platz 45
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Wichtige Hinweise: lief im Rahmen der Best of Spotlight Gala. Preview


2. Die Besetzung der Preview

Doc Bembel: Henni Nachtheim
KI Ursula: Pamina Lenn
Sandiana: Sandy Mölling
Rudi Völler: Jogi Kaiser
Goethe: Volker Metzger
Commander Clara: Tina Haas
Bonifatius: Ethan Freeman
Elvis Presley: Dennis Henschel
Soldat Franz: Franz Habersack
Waldemar Hartmann: Tobias Farnung
Heinz Schenk: Johannes Scherer
André Haedicke: Wilhelm Grimm
Samuel Jonathan Bertz: Jakob Grimm
Alida Will: Chalotte Grimm
Maja Dickmann: Technikerin Justine

Ensemble:
Emma Sophie Adelmann, Anja Backus, Sophie Bauer, Irene Eggerstorfer, Jo Rackham, Jenny Schlensker, Christopher Dederichs, Stefano Francabandiera, Antonello Papagno, Niklas Schurz, Nicor Schweers, Steven Seale, Lars Wandres



3. Mein Eindruck von der Show

Erbarmen – zu spät - die Hesse singe… und Schiggy war dabei.
Nachdem ich bereits den Beitrag zur Best of Gala online gestellt habe, möchte das für meinen Bericht zum Musical nachholen.
Der allmächtige Handkäs wurde eigens für den Hessentag geschrieben und hatte seine offizielle Premiere am 12. Juni. Wir haben die Preview einen Tag früher besucht.
Als wir die Tickets für die Gala gekauft haben, war noch nicht die Rede von diesem Stück gewesen. So war ich sehr überrascht, als ich den Hinweis auf der Spotlight-Website entdeckt habe. Die Beschreibung klang für mich zu abstrus und nicht nach etwas, das mir gefallen könnte. Aber das könnte ich ja nicht wissen, wenn ich dem Kurz-Musical nicht wenigstens eine Chance geben würde.
Die Handlung beginnt im Jahr 2126. Der Handkäs, der für die Energieversorgung der Welt zuständig ist, verliert seine Kraft. Der Weltuntergang steht damit kurz bevor. Doc Bembel soll das verhindern. Dafür reist er in verschiedene Zeitepochen der Vergangenheit, um hessische Persönlichkeiten zur Hilfe zu rufen. Unterstützung erhält er dabei von KI Ursula.
Die ersten zwei Minuten war ich noch unsicher, was ich davon halten soll. Aber das Musical konnte mich schließlich sehr zügig von sich überzeugen.
Ich fand es eine interessante und lehrreiche Zeitreise. Wir überraschen Rudi Völler bei einem Interview 2003 in Island und Heinz Schenk bei einer Folge „Zum blauen Bock“ im Jahr 1974.
Doc Bembel und Ursula reisen immer weiter zurück und landen so auch bei Goethe, Chalotte Grimm und deren Brüdern Wilhelm und Jakob und schließlich beim Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, in dem hessische Söldner für Großbritannien kämpften.
Später stößt auch Bonifatius zur Gruppe dazu.
Obwohl ich die Show „Zum blauen Bock“ nicht kannte, konnte ich lachen. Wer sie kennt, konnte sicher noch mehr Lustiges entdecken. Das merkte ich, weil der Mann hinter mir teilweise Sätze mitsprach. Es scheint also Zitate und Anspielungen gegeben zu haben, wohl auch welche vom Comedy-Duo Badesalz, das ich ebenfalls vorher nicht kannte.
Gelacht habe ich wirklich viel während des gesamten Stückes. Besonders die KI Ursula war dafür verantwortlich. Die Darstellerin sprach bei dieser Rolle abgehackt und monoton und bewegte sich eher steif, fast schon wie ein Roboter. Herrlich, wie sie auf alles zunächst ohne jegliche Emotion reagiert, aber nach und nach menschlicher wird. Am Ende überrascht sie sogar mit hessischer Mundart.
Das Zusammenspiel mit Doc Bembel war amüsant, etwa, wenn er sie Uschi nannte (Mein-Name-ist-Ursula.), sie zum Biertrinken animierte oder sagt, dass sie „jetzt schon“ ein Geschlecht hat.
Doc Bembel ist ein chaotischer, unbeschwerter Erfinder, der an einen verrückten Professor erinnert. Er gibt anderen gerne Spitznamen, sogar Goethe, den er Wolfi nennt.
Goethe wird als leicht arroganter Schnösel dargestellt, der sich für etwas Besseres als die Brüder Grimm hält, und es sichtlich genießt, angehimmelt zu werden. Das hat mich an Shakespeare aus Something Rotten! erinnert.
Die Brüder Grimm zeigen sich aber auch nicht gerade kreativ bei der Entwicklung ihrer Geschichten. Am Ende werden alle immer vom Wolf gefressen, egal ob Schneewittchen, Hänsel und Gretel oder der Prinz aus Rapunzel. In einer Geschichte wird dieser allerdings selbst verschlungen. Von wem? Na, von einem noch größeren Wolf!
Doc Bembel entscheidet deshalb, statt diesen „Flachpfeifen“ deren Schwester neben Goethe mitzunehmen.
Doch trotz all dieser Hessen scheint es keine Rettung für den Handkäs (und damit die gesamte Welt) zu geben. Doch Uschi, entschuldigt, Mein-Name-ist-Ursula, weiß die Lösung und verschwindet kurz. Da war ich wirklich sehr gespannt. Wen wird sie wohl herbringen? Etwa doch noch die Brüder Grimm?
Nein, Überraschung, es ist Elvis, der eine Zeitlang in Bad Nauheim gelebt hat und deshalb als Hesse zählt. Dieser singt „Love me Handkäs“ und „You ain´t nothing but a Handkäs.“ Zum Schießen.
Warum gelingt die Reaktivierung dadurch? Na, in Hessen ist Handkäs mit Musik doch eine Spezialität. Diesen Zusammenhang fand ich sehr kreativ umgesetzt.
Überhaupt hat mich dieses kurze Musical positiv sehr überrascht. Die Sache mit den Söldnern war mir z. B. auch ganz neu. So habe ich dann also noch etwas gelernt.
Die Lieder sind eine Mischung aus neu geschriebenen Nummern, z. B. die Handkäs-Hymne, und bereits vorhandenen Songs, wie z. B. „Es gibt nur ein‘ Rudi Völler“ oder „Die Hesse komme“. Ali Neander, Gitarrist der Band Rodgau Monotones, von der letzterer Song stammt, spielte übrigens im Orchester mit.
Bühnenbild gibt es auch, womit ich nicht gerechnet hatte: z. B. den Fusionsreaktor und den Zeitreisebogen. Im Hintergrund werden passende Videos auf die Wand projiziert, etwa den Countdown zum Weltuntergang oder ein flippiges, comicartiges Bild bei Doc Bembels Erscheinen.
Tische, Bänke und kleinere Requisiten runden das Ganze ab.
Das Lichtkonzept taucht die Bühne oft in knallige Farbe und unterstreicht, dass das Musical selbstironisch und nicht ernst gemeint ist.
Die Kostüme haben mich ebenfalls positiv überrascht. Während die Menschen der Zukunft optisch einen Mix aus High-Tech-Sci-Fi und ABBA verkörpern, waren die anderen entsprechend ihrer Zeitepoche gekleidet. So trägt Bonifatius seine Robe, die Soldaten tragen Uniform und Goethe ein historisches Gewand samt Perücke.
Gerade, wenn alle in der Zukunft versammelt sind, fällt der Kontrast der verschiedenen Zeiten sehr auf.
Insgesamt ist das Zusammenspiel aller Komponenten sehr stimmig.
Ich bin wirklich froh, dass ich mich nicht von der Beschreibung abschrecken gelassen habe. Das witzige Musical mit seinen kreativen Ideen hat mir sehr gut gefallen. Es hat auch gezeigt, dass man nicht unbedingt alles kennen und alle Anspielungen verstehen muss, um einen tollen Abend zu haben.

Schiggy unterwegs... Best of Spotlight Gala in Fulda

 


1. Eckdaten zur Vorstellung
Titel der Veranstaltung: Best of Spotlight Gala
Art der Veranstaltung: Konzert
Ort: Domplatzarena Fulda
Art der Veranstaltung: Konzert
Ort: Domplatzarena Fulda
Sprache: Deutsch
Besuch: 11.06.2026
Beginn: 20:30 Uhr (bzw. 20:45 Uhr)
Dauer: ca. 3 Stunden (inkl. Pause)
Reihe / Platz: Block C, Reihe 1 Platz 45
Vorlage: u. a. die Romane Die Päpstin, Die Schatzinsel
Besuch: 11.06.2026
Beginn: 20:30 Uhr (bzw. 20:45 Uhr)
Dauer: ca. 3 Stunden (inkl. Pause)
Reihe / Platz: Block C, Reihe 1 Platz 45
Vorlage: u. a. die Romane Die Päpstin, Die Schatzinsel
Wichtige Hinweise: Preview



 
2. Die Besetzung
Solistinnen (alphabetisch nach Nachnamen)
Pamina Lenn
Verena Mackenberg
Femke Soetenga
 
Solisten (alphabetisch nach Nachnamen)
Tobias Bieri
Philipp Büttner
Ethan Freeman
André Haedicke
Dennis Henschel
Jogi Kaiser
Sascha Kurth
Volker Metzger
Chris Murray
 
Ensemble (alphabetisch nach Nachnamen)
Emma Sophie Adelmann
Anja Backus
Sophie Bauer
Samuel Jonathan Bertz
Christopher Dederichs
Maja Dickmann
Irene Eggerstorfer
Stefano Francabandiera
Tina Haas
Antonello Papagno
Raphaela Pekovsek
Jo Rackham
Robin Scheel
Jenny Schlensker
Niklas Schurz
Nico Schweers
Steven Seale
Lars Wandress
Alida Will


 
3. Mein Eindruck von der Show
Schiggy war wieder unterwegs… Dieses Mal ging es nach Fulda zu einem Konzert mit Musicals von Spotlight.
Die Karten für die Gala am Freitag waren ja blitzschnell ausverkauft, aber wir konnten Plätze für die Preview ergattern, deren Verkauf später startete.
Von den Spotlight Musicals habe ich bisher Die Päpstin, Robin Hood und Der Schimmelreiter vor Ort gesehen, außerdem die Aufzeichnungen von Friedrich und Kolpings Traum.
Die Musik kommt im Schlosstheater ja immer vom Band. Deshalb war ich schon sehr gespannt, wie die Lieder live mit großem Orchester klingen.
Laut Karte war der Einlass um 18:00 Uhr. Als wir auf dem Gelände waren, wollte ich mir erst mal einen Überblick verschaffen. Andere Besucher gingen zu den Essens- und Getränkeständen. Plötzlich kam jemand von der Security und schimpfte, dass der Veranstalter das Gelände noch nicht freigegeben hätte. Der Einlass war vorerst wieder geschlossen worden. Die ersten Besucher standen direkt am Eingang, während die anderen vor der Ticketkontrolle warten mussten.
Dann fing es auch noch zu regnen an. Wir konnten uns dann wenigstens unterstellen.
Gegen 18:15 Uhr wurde der Einlass wieder geöffnet. Ich traute der ganzen Sache noch nicht so wirklich und bewegte mich eher vorsichtig, weil ich dachte, gleich gäbe es wieder einen Rüffel.
Die Bühne war sehr hoch. Das Hochschauen war dann auch etwas anstrengend in der ersten Reihe. Ich war aber trotzdem froh, nicht weiter hinten zu sitzen. Von beiden Seiten neben uns wurde ständig gefilmt oder fotografiert. Das hätte mich weiter hinten sicher noch mehr abgelenkt. Wer weiß, wie viele Leute außerdem noch gefilmt haben.
Die Preview fing schließlich eine Viertelstunde später an und begann mit der Ouvertüre zu Bonifatius.
Die Musicals wurden weder chronologisch noch blockweise präsentiert, sondern bunt gemischt. Kolpings Traum war nicht vertreten gewesen.
Der Geschäftsführer von Spotlight Peter Scholz erzählte zu jedem Song bzw. Block etwas Kurzes, etwa, wann und wo die Stücke erstmalig aufgeführt wurden. Sein Partner Dennis Martin, der Komponist der Songs, saß übrigens am Keyboard und begleitete das Orchester. Besonders auffällig war für mich die musikalische Leitung durch eine Dirigentin, da ich bei Konzerten bisher ausschließlich Dirigenten erlebt hatte.
Auch den Chor darf ich natürlich nicht unerwähnt lassen. Er stand nur hinter dem Orchester und war dadurch etwas verdeckt. Das fand ich etwas schade.
Die Songliste fand ich abwechslungsreich. Es gab langsame Lieder, wie Wann trägt der Wind mich fort?, Hinter hohen Klostermauern oder Sanssouci ebenso wie schwungvolle Nummern, die die Leute zum Klatschen animierten, wie etwa Salz der Erde, Bristol City oder Komm, wir lassen Fünfe g’rade sein. Eine gelungene Mischung aus acht der neun Musicals, darunter auch nicht so bekannte Stücke.
Die komplette Songliste habe ich nach meinen persönlichen Highlights angefügt, falls euch das interessiert.
Im Hintergrund wurde zu Beginn jedes Liedes Titel und Interpreten sowie das Stück, aus dem die Nummer stammt, eingeblendet. Die Namen der Interpreten waren dabei nicht immer zu erkennen, weil der Chor davorstand. Sie wurden aber auch kurz vorher genannt.
Der Ton war gut. Das Orchester übertönte den Gesang nicht. Der Chor war zu hören, aber er blieb eher im Hintergrund.
Bei Mein Weg war im Refrain das Wort „Weg“ kaum zu hören, weil der Sänger das Mikrofon immer etwas vom Mund weghielt. Das war aber der einzige Punkt, bei dem ich das bemerkt habe. Ansonsten war alles immer gut zu verstehen, egal bei welchem Lied.
Beim Musical Friedrich von 2012 waren zwei Darsteller der Erstaufführung vertreten. Ansonsten waren viele Darsteller von Der Schimmelreiter dabei. Bei diesem Block wurde am Schluss auch der Schimmel auf die Bühne gebracht. Es gab scheinbar viele, die das Stück noch nicht gesehen haben, denn ich hörte um mich herum erstaunte Laute.
Die Stimmen gefielen mir durchweg sehr gut. Die Soli waren allerdings nicht gleichmäßig verteilt. Manche Darsteller hatten einfach mehr Gelegenheiten, sich als Solisten zu präsentieren, und waren dadurch präsenter als andere.
Verena Mackenberg sang zum Beispiel Wann trägt der Wind mich fort?, Das bin ich und Einsames Gewand, während Femke Soetenga mit Starke Frauen nur ein Solo hatte. Beide haben starke Stimmen. Erstere bekam einfach mehr Gelegenheiten, ihre Stimme zu präsentieren. So war es auch bei anderen Sängern.
Ich könnte mich gar nicht entscheiden, welcher der Songs mein persönlicher Favorit ist. Ich fand alle schön.
Da Robin Hood eins meiner Lieblings-Musicals ist, habe ich mich natürlich gefreut, dass es mit drei Songs vertreten war. Auch wenn ich es insgesamt 20x gesehen habe, werde ich der Lieder nicht müde. Interessant fand ich übrigens auch die Interpretation von Freiheit für Nottingham. Das Lied wurde von den drei Robin-Darstellern des vergangenen Jahres als Terzett gesungen.
Mir gefiel außerdem, dass auch Musicals, die ich (bisher noch) nicht gesehen habe, dabei waren. Die Lieder aus Bonifatius haben jedenfalls Lust auf das Stück gemacht. Der Geschäftsführer erwähnte dabei einen Fünfjahresrhythmus. Demzufolge müsste Bonifatius 2029 wieder auf dem Domplatz gespielt werden. Sollte Bonifatius tatsächlich auf den Domplatz zurückkehren, wäre ich auf jeden Fall dabei.
Meine Schwester mochte die Songs aus Friedrich. Sie meinte, das könnte ein Musical für sie sein.
Im zweiten Akt wurden weniger Lieder gesungen, weil dort das eigens für den Hessentag geschriebene 40-minütige Musical Der allmächtige Handkäs gezeigt wurde. Dazu möchte ich aber einen eigenen Beitrag schreiben.
Bei den Kostümen habe ich mir die gleiche Frage wie bei This is the greatest Show gestellt. Das Konzept verstehe ich nicht ganz. Teilweise treten die Sänger in Abendkleidung, teilweise in den Original-Kostümen auf. In die Wertung fließt das natürlich nicht ein, weil es ja keinen Unterschied macht, was sie tragen.
Mit Es fühlt sich nach Heimat an wurde ein passendes Lied für den Abschluss gewählt, vor allem in Bezug auf den Hessentag, der einen Tag später begann.
Den Abend fand ich insgesamt sehr gelungen. Es war ein schöner Abend, wenn auch ein sehr kalter. An eine Decke hätte ich vielleicht denken sollen. Falls es noch einmal eine Gala dieser Art geben sollte, bin ich gerne wieder dabei.



 
4. Persönliche Highlights
Bestes Solo: Schwierige Entscheidung. Eigentlich fand ich alle Soli sehr gut. Deshalb nenne ich an dieser Stelle gleich vier: Wann trägt der Wind mich fort?, weil es eine schöne, ruhige Ballade ist, die ich vorher noch nicht gehört hatte. Starke Frauen, weil es eine kraftvolle Powernummer ist. Hinter hohen Klostermauern, weil ich das Lied einfach mag und es an diesem Abend richtig stark gesungen wurde. Und schließlich Woran kann ich noch glauben?, weil es für mich das stärkste Solo aus Robin Hood ist.
Bestes Duett: Sternenmeer. Es war eines von nur zwei Duetten. Mir gefiel das Lied schon im Musical sehr gut. Dort musste es sich allerdings Glaubst du noch an mich? geschlagen geben.
Beste Ensemblenummer: Heihoo, weil es eine schwungvolle Piratennummer ist. Es gewinnt für mich knapp gegen Bristol City, da mich dieses Lied von der Melodie eher an einen Saloon im Wilden Westen als an Piraten erinnert.



 
5. Die Songliste – sortiert nach den chronologischen Erstaufführungen
 
Da ich mir die genaue Reihenfolge der Lieder nicht notiert habe, habe ich die Songliste nach den Uraufführungen der einzelnen Musicals sortiert.
 
Bonifatius – 2004 – Schlosstheater Fulda
Ouvertüre
Wann trägt der Wind mich fort?
Starke Frauen
Gib mir Kraft
Salz der Erde
 
Elisabeth – Legende einer Heiligen – 2007 – Landestheater Eisenach
Wunder oder Wahrheit
 
Die Päpstin – 2011 – Schlosstheater Fulda
Hinter hohen Klostermauern
Das bin ich
Einsames Gewand
 
Friedrich – Mythos und Tragödie – 2012 – Metropolishalle Potsdam
Sanssouci
Sterbekittel
Ebenbild
 
Kolpings Traum – 2013 – Schlosstheater Fulda
Nicht vertreten
 
Die Schatzinsel – 2015 – Schlosstheater Fulda
Bristol City
Heihoo
 
Der Medicus – 2016 – Schlosstheater Fulda
Mein Weg
Das Herz dieser Stadt
Es fühlt sich nach Heimat an
 
Robin Hood – 2022 – Schlosstheater Fulda
Komm, wir lassen Fünfe g’rade sein
Woran kann ich noch glauben?
Freiheit für Nottingham
 
Der Schimmelreiter – 2026 – Schlosstheater Fulda
Sternenmeer
Deichgraf seines Weibes wegen
Weiter als zuvor

Dienstag, 9. Juni 2026

Aktuell lese ich... 2x Ilias und Caspar und die Träne des Phönix

 Hallo,





... einen Klassiker und einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter




Homers Epos Ilias erzählt in 24 Kapiteln (Gesängen) die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas und beruht auf Mythen und Erzählungen um den Trojanischen Krieg. Die »Ilias« ist das älteste nahezu vollständig erhaltene Zeugnis der europäischen Literatur. Sie entstand im 8. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland und schildert in 24 Gesängen die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas. Die unübertroffene Erzählkunst Homers bescherte dieser Dichtung eine überwältigende Wirkung und macht die »Ilias« zu einem bis heute lebendigen Meisterwerk. »Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus«, lautet der berühmte erste Vers, hier eingebunden in feinem Cabra-Leder mit Goldprägung.


Die »Ilias« erzählt vom über zwanzig Jahre währenden Trojanischen Krieg. Der Kampf der Archäer gegen Troja, die Abenteuer des Achill und der Zorn der olympischen Götter gehören zu den Höhepunkten der Weltliteratur. Wie die »Odyssee« kann auch die gewaltige und schillernde »Ilias« in dieser modernen Prosafassung als das gelesen werden, was sie wirklich ist: ein fesselnder Roman.


Caspar hasst Abenteuer. Am liebsten sitzt er in der Schulbibliothek und liest. Doch als er sich eines Tages vor den beiden Klassenfieslingen in der alten Standuhr versteckt, geschieht das Unglaubliche: Er findet sich in einem hohlen Baum wieder und vor ihm steht ein Mädchen mit Sommersprossen, die wie Sterne aussehen. Sie heißt Wilda Undank und bringt ihn unverzüglich vor die Zauberer von Wolkenstern. Damit nicht genug. Caspar muss die Rätsel der Nieselhexen löse...

Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 242 von 445. <Nestor vernahm das Geschrei, auch sitzend am Trunk nicht achtlos; Schnell zu Asklepios' Sohn die geflügelten Worte begann er: Denke doch, edler Machaon, wohin wende sich die Sache!.> (XIV. Gesang)



Aktuell bin ich auf Seite 120 von 520. <Nun wurde ohne Götter weitergekämpft.> (Sechster Gesang)



Aktuell bin ich auf Seite 227 von 330. <Arlo stieß sich vom Korbrand ab, schlüpfte durch die Gitter vor dem Höhleneingang und flatterte Wilda in die Arme.> (Kapitel 20)

Warum dieses Buch?



Aus der Vorwoche... Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, auf die Prosaform umzusteigen. Im Geschäft war die nicht vorrätig und wurde bestellt. Deshalb wollte ich dann so lange hier weiterlesen. Nachdem ich dann aber die Hälfte geschafft habe (das Prosabuch kam erst gestern an), habe ich beschlossen, es jetzt durchzuziehen.

Das Buch habe ich gestern Abend erst in der Buchhandlung abgeholt. Nachdem ich jetzt so weit bei der Gedichtsform gekommen bin, hätte ich sie eigentlich doch nicht gebraucht. Aber dann dachte ich mir, dass ich sie jetzt nicht im Regal verstauben lasse, sondern direkt beginne. Der Vergleich zwischen beiden Ausgaben ist vielleicht ganz interessant.



Das 2. Buch aus der Vorwoche. 

Was gibt es sonst noch zu sagen?




Vielleicht sage ich hier mal zum Vergleich den 1. Satz im 6. Gesang in der Gedichtsform, der ja bei der Prosaform schlicht "Nun wurde ohne Götter weitergekämpft", lautet: Einsam war der Troer und Danaer schreckliche Feldschlacht. - Ein noch vergleichsweise kurzer Satz. :-D


Und hier dann noch das Gegenstück zum 14. Gesang in Prosaform: In Nestors Zelt ließen sich's der alte Herr und der verwundete Armeearzt Machaon wohlsein.



Es ist spannend, und Caspar ist ein netter Protagonist. Die Geschichte reißt mich aber nicht zu Euphoriestürmen auf. Gut, aber kein Highlight. Ein nettes Buch für zwischendurch.

Was ist sonst noch passiert?



Beim Test hatte ich ein paar Fehler. Ich wiederhole deshalb gerade wieder die Lektionen 10 bis 12. 











Eine Kollegin hatte sich den Power-Sprachkurs Französisch 1 gekauft und beendet, allerdings die Aufgaben nicht im Buch ausgefüllt. Sie hat mir das Buch dann geschenkt. Ich hatte ja den Power-Sprachkurs für Englisch gemacht. Damit kam ich gut zurecht. Aus Neugier habe ich dann mit diesem Französisch-Buch begonnen. Ein interessanter Vergleich zum Langenscheidt-Kurs, weil hier ganz anders vorgegangen wird. Ich denke, es schadet ja nicht, wenn ich davon 1 bis 2x die Woche eine Lektion mache.

Liebe Grüße
Tinette

Schon gelesen?

Kurz gebellt zu: Caspar und die Träne des Phönix

     Allgemeine Infos: Originaltitel : Rumblestar Originalsprache : Englisch Geschrieben von : Abi Elphinstone Übersetzt von : Annette von d...