Freitag, 5. Juni 2026

Tawny spielt: Verräter an Bord



 
Allgemeine Infos
Spieltitel: Verräter an Bord
von: Jean-Xia Chou
Illustration/Design: Laura Bazzoni
Verlag: SAVANA
Vertrieb in Deutschland: Hutter Trade GmbH & Co. KG
EAN: 377017333190
Kategorie: Kartenspiel
Spielart: semi-kooperativ (geheime Teams)
Spielmechanismus: Social Deduction, Bluffen
Thema: abstrakt
Sprachneutral: Pirat
Einstufung: Party
Alter: ab 10 Jahren
Spieler: 3 – 8
Dauer: 20 Minuten
 
Beschreibung:
Verräter an Bord ist ein Partyspiel mit geheimen Identitäten, das Bluffen, Strategie, Allianzen und Verrat vereint. Es ist das perfekte Spiel für Verräter und/oder für Spieleabende mit Freunden oder der Familie!
Das Ziel ist einfach: Die guten Piraten müssen zusammenarbeiten, um eine Truhe mit Gold zu füllen, während die hinterlistigen Meuterer versuchen, ihre Bemühungen zu sabotieren, indem sie der Truhe ihren Wert entziehen – und das alles, ohne erwischt zu werden…
Kannst du die Truhe mit genug Gold füllen und die Meuterer entlarven, ohne dich gegen deine Teamkollegen zu wenden? Diskutiere, plane und setze deine Strategie um, um deinen Weg zum Sieg zu steuern!
 
Ziel des Spiels:
Piraten: alle Spieler des gegnerischen Teams eliminieren oder den geforderten Wert an Münzen sammeln
Meuterer: Anzahl Meuterer = Anzahl Piraten oder nicht genug Münzen in der Schatztruhe, wenn ein Pirat diese zählt
 
Unsere Hausregeln(n):
Ich habe eine Spielmatte mit Beutestapel, Nachziehstapel, Aktionskartenstapel, jeweils einen Stapel für abgeworfene Handkarten und entfernte Beutekarte gebastelt, damit man auf einen Blick erkennt, welche Karte wohin gehört. Am eigentlichen Spielprinzip ändert es nichts. Es lässt sich auch gut ohne Spielmatte spielen. Das haben wir die ersten Partien auch gemacht.

Verpackung und Spielmaterial:
Die Schachtel ist etwas größer als bei typischen Kartenspielen, bleibt aber kompakt und gut transportabel. Ein Einsatz in der Box verhindert, dass die Karten lose herumfliegen.
Die Karten selbst fühlen sich stabil und angenehm an. Die Illustrationen sind gelungen, weder zu kindlich noch zu ernst, und lassen sich gut unterscheiden. Besonders positiv: Auch Spieler, die kein Deutsch sprechen (wir haben es mit englischsprachigen Spielern getestet), konnten dank der klaren Symbole problemlos mitspielen, nachdem die Karteneffekte einmal erklärt waren.
Ein kleiner Kritikpunkt zeigt sich bei intensiver Nutzung: Die Karten nutzen sich relativ schnell an den Kanten ab. Wer das Spiel häufig spielt, sollte daher über Sleeves nachdenken, um die Lebensdauer zu erhöhen.

Anleitung:
Die Anleitung ist übersichtlich und gut strukturiert. Spielvorbereitung, Ablauf, Kartenfunktionen und Spielende werden verständlich erklärt.
Wichtig ist jedoch, die Regeln genau zu lesen: Uns ist beispielsweise entgangen, dass die Anzahl der Planken-Karten je nach Spielerzahl angepasst werden muss. Dadurch haben wir in den ersten Partien zu dritt mit einem falschen Kartenumfang gespielt, was den Spielverlauf spürbar beeinflusst.
 
Spielspaß:
Ich spiele gerne Social-Deduction-Spiele, allerdings sind viele davon erst ab größeren Gruppen wirklich gut spielbar. Verräter an Bord funktioniert dagegen überraschend gut schon ab drei Personen, und hat uns direkt überzeugt, auch wenn wir anfangs ja mit zu vielen Planke-Karten gespielt haben.
Das Spiel lebt stark von Kommunikation, Diskussion und Unsicherheit. Informationen dürfen geteilt, verdreht oder bewusst verschwiegen werden. Genau dadurch entsteht eine permanente Spannung: Wer sagt die Wahrheit, wer blufft?
Auch die Aktionskarten wie beispielsweise das Fernrohr, das Einblick in den Beutestapel erlaubt, sorgen für zusätzliche Dynamik. Da die Karten zuvor gemischt werden, bleibt trotzdem immer ein Unsicherheitsfaktor bestehen.
Besonders spannend ist, dass sich die Rollen ständig ändern. Mal spielt man für die Piraten, mal für die Meuterer. Jede Partie fühlt sich dadurch anders an. Selbst in kleinen Runden funktioniert das überraschend gut, auch wenn die Unsicherheit mit mehr Spielern noch deutlich steigt.
Ab sechs Spielern kommen sogar zwei Meuterer ins Spiel, die sich gegenseitig nicht kennen. Das führt zu interessanten Situationen, in denen man möglichweise unwissentlich gegen seine eigenen Verbündeten arbeitet.
Das Spiel sorgt regelmäßig für überraschende Wendungen, die oft zu Diskussionen führen – etwa, wenn ein verdächtig wirkender Spieler plötzlich doch auf der „guten Seite“ stand. Genau diese Momente tragen stark zum Spielspaß bei.
In unserer Runde ist es inzwischen ein regelmäßiger Kandidat geworden und wird auch von Spielern gerne gespielt, die sonst wenig Interesse an Brettspielen haben.

Wiederspielreiz:
Sehr hoch. Es ist tatsächlich ein Spiel, das ich einen ganzen Spieleabend spielen kann. Nach unzähligen Partien haben sich nur die Karten, nicht das Spielprinzip, abgenutzt. Durch die wechselnden Rollen spielt es sich immer wieder etwas anders. Das kommt immer wieder sehr gerne auf den Tisch.
 
Zu zweit spielbar?
Nein, es ist erst ab 3 Spielern.
 
Fazit:
Ein flottes, witziges Social Deduction-Spiel, das auch in kleiner Runde bestens funktioniert.
 
Bewertung: 

 

 

Tawny spielt: Durchmarsch


 

Allgemeine Infos
Spieltitel: Durchmarsch
von: Reinhard Staupe
Illustration/Design: Oliver Freudenreich
Verlag: KENDi GmbH
EAN: 4067941300008
Kategorie: Würfelspiel
Spielart: kompetitiv
Spielmechanismus: Zocken
Thema: abstrakt
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Familie
Alter: ab 8 Jahren
Spieler: 2 – 4
Dauer: 15 Minuten
 
Beschreibung:
Bist du bereit für das ultimative Würfelerlebnis? Stell dir die Frage: Zocken oder aufhören? Risiko eingehen oder auf Nummer sicher gehen? In diesem Würfelspiel liegt die Entscheidung bei dir – und genau das macht es so spannend! Mit 8 Würfeln und einem simplen Spielblock erlebst du den puren Nervenkitzel. Ob du als mutiger Draufgänger alles riskierst oder als Taktiker in kleinen Schritten zum Sieg kommst, bleibt dir überlassen. 8 Versuche hast du, um das Spiel zu gewinnen – doch sei gewarnt: Deine Gegner schlafen nicht und könnten dir den Sieg streitig machen. Für die einen ist es ein simples Vergnügen, für die anderen die ultimative Herausforderung. Welcher Spieler bist du? Finde es heraus – immer und immer wieder! Einfach, schnell und unglaublich spannend. DURCHMARSCH sorgt für endlose Unterhaltung und lässt dich nicht mehr los. Bist du dabei?
 
Ziel des Spiels:
Wer als Erster alle Zahlen einer Reihe ankreuzt, gewinnt das Spiel.
 
Unsere Hausregeln(n):
Wir haben DURCHMARSCH auch schon mit bis zu sechs Spielern gespielt.
Wie im Original scheidet ein Spieler aus, sobald alle vier Reihen durchgestrichen sind. Damit ausgeschiedene Spieler nicht untätig warten müssen, spielen sie bei uns außer Konkurrenz weiter. Sie würfeln und kreuzen weiterhin Felder an (in einer anderen Farbe), können jedoch nicht mehr gewinnen.
Außerdem habe ich die Spielblätter in Excel nachgebaut und um zwei Felder für Fehlwürfe sowie ein Feld für „Reihe nicht geschafft“ ergänzt. Diese werden mit Chips markiert. So lassen sich die Spielblätter immer wieder verwenden. 

Verpackung und Spielmaterial:
Die Schachtel ist handlich und eignet sich gut zum Mitnehmen. Enthalten sind acht Kunststoffwürfel in einem kräftigen Rot-Orange, vier kleine Bleistifte mit Radiergummi, ein Spielblock sowie die Spielanleitung.
Die weißen Augen der Würfel heben sich gut vom farbigen Hintergrund ab und sind problemlos zu erkennen. Die Qualität der Bleistifte ist ordentlich, auch wenn sie nur etwa halb so lang wie gewöhnliche Bleistifte sind.
Positiv fällt auf, dass die Spielblätter beidseitig bedruckt sind. Das spart Papier und erhöht die Nutzungsdauer des Blocks. Da man die Bögen dennoch irgendwann verbraucht, nutze ich inzwischen meine wiederverwendbaren Spielblätter aus den Hausregeln. 

Anleitung:
Die Anleitung ist übersichtlich aufgebaut. Wichtige Regeln sind fett hervorgehoben und mehrere Beispiele veranschaulichen den Spielablauf.
Nach dem ersten Lesen blieben bei uns keine Fragen offen, sodass wir direkt losspielen konnten.
 
Spielspaß:
Das Spielprinzip ist wirklich sehr einfach: Wir würfeln und hoffen, die geforderte Zahl zu erzielen – entweder als Summe zweier Würfel für die Zahlen 7 bis 10 oder als Einzelwürfel für die Zahlen 1 bis 6.
Nach jedem erfolgreichen Wurf steht die entscheidende Frage im Raum: Höre ich auf und sichere meinen Fortschritt oder würfle ich weiter? Wer weitermachen möchte, muss jeweils einen Würfel abgeben, kann allerdings nie unter fünf Würfel fallen.
Gerade dieses Risiko-Element gefällt mir sehr gut. Sichere ich meine bisherigen Erfolge oder versuche ich noch ein Feld mehr zu erreichen? Ein Fehlwurf kann schließlich dazu führen, dass man in der nächsten Reihe wieder von vorne beginnen muss.
Besonders gelungen finde ich, dass die Anleitung ausdrücklich dazu auffordert, Mitspieler zum Weiterwürfeln oder Aufhören zu überreden. Das sorgt regelmäßig für Gelächter und eine ordentliche Portion Schadenfreude, wenn die Ratschläge nach hinten losgehen.
Allerdings eignet sich DURCHMARSCH für mich nicht als Spiel für einen ganzen Abend. Als Einstieg oder Absacker funktioniert es sehr gut, mehrere Partien hintereinander werden jedoch schnell eintönig, da das Spiel kaum Abwechslung bietet.
In unserer Vielspielergruppe kam das Spiel daher eher mäßig an. Dort wurde es als zu simpel empfunden. In lockeren Runden mit Gelegenheitsspielern oder Menschen, die etwas Leichtes suchen, kam es deutlich besser an. Das Spiel ist schnell erklärt, sofort aufgebaut und ohne große Hürden spielbar.
Fraglich bleibt für mich, ob man das Spiel tatsächlich kaufen muss. Mit einem Preis von etwa 14 Euro wirkt das Gebotene vergleichsweise teuer. Das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. 

Wiederspielreiz:
Der Wiederspielreiz hält sich für mich in Grenzen. Das Spielprinzip ist auf Dauer etwas zu eintönig. Dennoch spiele ich gerne gelegentlich ein oder zwei Partien, etwa als Abschluss eines langen Spieleabends.
 
Zu zweit spielbar?
Ja
 
Fazit:
Ein netter Absacker, aber kein Dauerbrenner auf unserem Spieltisch.
 
Bewertung:
 

Dienstag, 2. Juni 2026

Aktuell lese ich... Die Ilias und Caspar und die Träne des Phönix

 Hallo,





... einen Klassiker und einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter




Homers Epos Ilias erzählt in 24 Kapiteln (Gesängen) die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas und beruht auf Mythen und Erzählungen um den Trojanischen Krieg.Die »Ilias« ist das älteste nahezu vollständig erhaltene Zeugnis der europäischen Literatur. Sie entstand im 8. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland und schildert in 24 Gesängen die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas. Die unübertroffene Erzählkunst Homers bescherte dieser Dichtung eine überwältigende Wirkung und macht die »Ilias« zu einem bis heute lebendigen Meisterwerk. »Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus«, lautet der berühmte erste Vers, hier eingebunden in feinem Cabra-Leder mit Goldprägung.


Caspar hasst Abenteuer. Am liebsten sitzt er in der Schulbibliothek und liest. Doch als er sich eines Tages vor den beiden Klassenfieslingen in der alten Standuhr versteckt, geschieht das Unglaubliche: Er findet sich in einem hohlen Baum wieder und vor ihm steht ein Mädchen mit Sommersprossen, die wie Sterne aussehen. Sie heißt Wilda Undank und bringt ihn unverzüglich vor die Zauberer von Wolkenstern. Damit nicht genug. Caspar muss die Rätsel der Nieselhexen löse...

Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 75 von 445. <Jetzo schmückt'  Athene des Tydeus Sohn Diomedes - Hoch mit Kraft und Entschluß, damit vorstrahlend aus allem Danaervol er erschien' und herrlichen Ruhm sich gewänne.> (V. Gesang)


Aktuell bin ich auf Seite 64 von 330. <Eisenfrost schaut Wilda an.> (Kapitel 5)

Warum dieses Buch?



Es steht auf der Liste der 30 Bücher, die angeblich jeder gelesen haben will. Ich wollte es mal damit versuchen, weil mich der historische Grund sehr interessiert.


Als Ausgleich habe ich extra ein Kinderbuch gewählt. Ich habe mir ja vorgenommen, Reihenauftakte, die schon auf dem SuB liegen, vorrangig zu lesen und dann zu entscheiden, ob ich die Reihe überhaupt fortsetze.

Was gibt es sonst noch zu sagen?




Diese epische Dichtung ist nicht gerade etwas, was ich als schön flüssig zu lesen bezeichnen würde. Vielleicht ist das ja schon aus dem 1. Satz meiner aktuellen Seite erkennbar. Ich habe jetzt die Geschichte auch in Prosaform entdeckt. Ich überlege schon, ob ich dann da wechsle. Ich möchte wissen, wie es weitergeht, aber ich finde es in dieser Dichtform nicht so schön zu lesen.


Es ist schon auf den ersten Seiten sehr fantasievoll. Wir haben gemeinsam mit Caspar schon Wilda kennengelernt. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Was ist sonst noch passiert?



Mein Französischkurs läuft weiter... Ich bin noch motiviert und  aktuell auf Seite 153, also Ende von Lektion 12. Als Nächstes kommt dann der 4. Test, bei dem ich das Gelernte von Lektion 10 bis 12 wiederholen kann. Mal sehen, wie der Test laufen wird. :-D Ich merke, dass das tägliche Üben etwas bringt. Das Problem: Sobald ich aufhöre, ist es wieder weg. Deshalb überlege ich mir, nach dem Kurs regelmäßig einfache Kinderbücher auf Französisch zu lesen. Ich möchte da schon gerne drin bleiben. Die Sprache finde ich ja wirklich schön, zumindest wenn andere sie sprechen. Bei mir selbst klingt es... etwas abenteuerlich. Aber man versteht mich. Hoffe ich. ;-D

Liebe Grüße
Tinette

Kurz gebellt zu: Der Greif erwacht



   Allgemeine Infos:
Originaltitel: Der Greif erwacht
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Benedict Mirow
Übersetzt von: ///
Verlag: Thienemann
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Die Chroniken von Mistle End
Teil: 1
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsjahr: 2020
Seiten: 416
Preis: 17,00 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-522-18540-0





Klappentext:
Der Greif stand aufgerichtet auf dem Dach, mit weit ausgebreiteten Schwingen und sah ihn an. Er neigte kurz sein Haupt und Cedrik hörte wieder die Stimme des Fabelwesens in seinem Kopf. „Da ist sie. Die Kraft, ich spüre sie. So alt, uralt ...“ Cedrik schluckte und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Um was geht es hier?“ Der Greif musterte ihn mit seinen Adleraugen. „Ich muss wissen, welches Geheimnis du vor mir verbirgst. Du wirst dich meiner Prüfung unterziehen müssen.“



Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 11.05.2026
Beendet: 28.05.2026
Gebraucht: 18 Tage

Kurz gebellt


„Der Greif erwacht“ von Benedict Mirow ist ein Kinderbuch, das sich angenehm und flüssig lesen lässt. Es hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es für mich kein absolutes Highlight war, weil mir dafür am Ende ein wenig das Besondere gefehlt hat.
Schon die Gestaltung des Buches hat mir gefallen. Die Schrift ist angenehm groß und dadurch sehr lesefreundlich, wirkt aber nicht so riesig, dass das Buch künstlich gestreckt erscheint. Auch die 36 Kapitel auf 416 Seiten fand ich gut eingeteilt. Die Kapitel sind nicht zu lang, sodass ich nicht mitten in einem Kapitel aufhören musste. Titel besitzen sie zwar nicht, sondern heißen einfach nur „Kapitel 1“, „Kapitel 2“ usw., dafür sind sie aber mit Bannern und Schnörkeln verziert. Diese wirkten auf mich fast wie kleine Kronen, was ich gut mit dem Greif und dessen erhabener Wirkung verbinden konnte.
Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Der graue Himmel vermittelt direkt eine eher düstere Stimmung und deutet schon an, dass in der Geschichte nicht alles friedlich bleibt. Der Greif im Kreis in der Mitte macht außerdem sofort klar, dass er eine zentrale Rolle spielen wird. Unten auf dem Cover erkennt man drei Kinder, wodurch man bereits ahnen kann, dass die Geschichte sich um diese Figuren drehen wird.
Die Handlung spielt im schottischen, fiktiven Ort Mistle End. Dort zieht Cedric gemeinsam mit seinem Vater hin, nachdem dieser eine neue Stelle als Lehrer angenommen hat. Schnell freundet er sich mit den Geschwistern Emily und Elliot Golden an, die ihm den Ort und dessen Geheimnisse näherbringen. Dass die drei sich recht schnell anfreunden, fand ich bei den jungen Figuren überhaupt nicht unrealistisch. Kinder gehen oft viel offener miteinander um und hinterfragen neue Bekanntschaften nicht so stark wie Erwachsene.
Cedric war mir als Protagonist sympathisch. Besonders mochte ich, dass er sich nicht die Meinung von Emily und Elliot über Crutch aufdrängen lässt. Während die Geschwister ihm eher kritisch begegnen, versucht Cedric, sich selbst ein Bild von ihm zu machen. Gerade Crutch fand ich deshalb sehr interessant, weil lange nur Andeutungen über ihn gemacht werden und man nie genau weiß, was wirklich hinter ihm steckt.
Gut gefallen hat mir auch, dass Cedric die magischen Ereignisse nicht sofort vollkommen selbstverständlich hinnimmt. Anfangs reagiert er skeptisch. Dass er sich später dennoch vergleichsweise schnell damit arrangiert, hat mich hier nicht gestört, weil durch den früheren Beruf seines Vaters bereits gewisse Berührungspunkte vorhanden sind. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, erfährt Cedric im Laufe der Geschichte außerdem einiges über sich selbst und über seine Mutter, wodurch manches, was er bisher geglaubt hat, infrage gestellt wird.
Der Schreibstil ist einfach gehalten und sehr gut auf die Zielgruppe abgestimmt. Die Sätze sind nicht unnötig verschachtelt und lassen sich flüssig lesen. Auch die Dialoge wirkten auf mich authentisch für Zehnjährige. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Kinder wie deutlich ältere Personen sprechen.
Allerdings wirkte die Handlung stellenweise etwas gehetzt auf mich. Manche Entwicklungen hätten ruhig etwas mehr Raum bekommen dürfen. 
Emily und Elliot waren mir außerdem manchmal etwas zu überdreht. Hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Ruhe gewünscht.
Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen und ich möchte die Reihe auf jeden Fall weiterlesen. Positiv fand ich auch, dass der erste Band ohne Cliffhanger endet. Ich hatte nach dem Ende nicht das Bedürfnis, sofort den nächsten Band lesen zu müssen, war aber trotzdem neugierig genug, um die Reihe fortsetzen zu wollen.
Trotzdem muss ich sagen, dass mir „Joshua Jackelby“ vom selben Autor noch etwas besser gefallen hat. Die Geschichte rund um die Weltausstellung von 1851 wirkte auf mich frischer und origineller. Bei „Der Greif erwacht“ hatte ich dagegen öfter das Gefühl, ähnliche Fantasygeschichten schon einmal gelesen zu haben. Genau das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum mir das Buch zwar gefallen hat, aber nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.
Dennoch ist „Der Greif erwacht“ für mich eine gelungene, angenehm lesbare Fantasygeschichte mit sympathischen Figuren und einer interessanten magischen Welt.




Zitate, die im Kopf geblieben sind

///

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: ...
Fazit: Eine spannende Fantasygeschichte, die aber leider nicht besonders hervorsticht...
Bewertung

Montag, 1. Juni 2026

Tibi und Tawny (und Schiggy) blicken zurück... auf den März bis Mai 2026

 

 Hallo,

dieses Mal habe ich März bis Mai gemeinsam in einem gemeinsamen Rückblick zusammengefasst, da es insgesamt nur 10 gelesene Bücher waren. 
Es waren keine absoluten Highlights dabei, aber auch Flops. Deshalb fällt das Book Battle etwas kleiner aus.
Dafür war ich viel unterwegs und habe unter anderem Bühnenadaptionen von Büchern besucht.

~*~ Tibis Leseecke ~*~

1. Mein SuB und ich


Der SuB zum Monatsbeginn 

📚48 Printbücher
📱0 E-Books
➡️insgesamt: 48 Bücher 



Zugänge
   



Abgänge
aussortiert:
keine

gelesen:
1. Die Bestie von Dresden von Frank Goldammer, 366 Seiten
2. Die weiße Nacht von Anne Stern, 400 Seiten
3. Das Labyrinth der Knochen von Rick Riordan, 216 Seiten
4. Der wilde Roboter von Peter Brown, 283 Seiten
5. Gefährliche Gestalten von Katja Brandis, 301 Seiten
6. Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast von Lois Duncan, 254 Seiten
7. The wild robot escapes von Peter Brown, 280 Seiten
8. Die Edda, 160 Seiten
9. Anna Karenina von Leo Tolstoi, 991 Seiten
10. Der Greif erwacht von Benedict Mirow, 416 Seiten

begonnen:
1. Ilias von Homer 

abgebrochen:
///


Der SuB zum Monatsende

📚 47 Printbücher
📱 0 E-Books
➡️ Insgesamt: 47 Bücher
📉 Veränderung: – 1 Buch

2. Gebell

Neu hinzugekommen sind folgende Rezensionen: 

3. Reihen

🆕Begonnen 
1. Lou & König
2. Der wilde Roboter
3. Die 39 Zeichen
4. Seawalkers
5. Die Chroniken von Mistle End

📖Fortgeführt 
1. Kriminalrat Gustav Heller (aktueller Stand)
2. Der wilde Roboter (2/3)

Beendet
keine Reihe

Abgebrochen
keine Reihe

4. Statistiken

📄Gelesene Seiten (inkl. gel. Seiten abgebrochener Bücher): 3.507
📚 Gelesene Bücher: 10
📖Ø Seiten pro Buch: 350
📅 Seiten pro Tag: 38


5. Buchverfilmungen (erstmals geschaut)

Ich zeige immer zuerst die Romanvorlage und daneben dann das Cover der Verfilmung.  





Den Film habe ich unter dem Titel "Hilfe, ich bin ein Supermodel" auf Deutsch geschaut. Ein deutsches Cover habe ich aber nicht gefunden.





6. 

  

💛Top vs.  Flop

 vs. ///



Positive Überraschung vs. größte Enttäuschung

 
 
/// vs. 




📏Kürzestes Buch vs. längstes Buch


vs. 




Die Edda hat 216 Seiten, Anna Karenina 991 Seiten.


👀Schönstes Cover vs. "hässlichstes" Cover

 /// vs. ////

Das lasse ich dieses Mal aus. Ich finde da keins, was heraussticht - positiv oder negativ.

💚Liebling des Monats vs. Unsympath des Monats


 vs. 


Lou war mir schnell sympathisch: aufmerksam, eigenständig und resolut.
Mit Tiago wurde ich mit überhaupt nicht warm. Er wirkt oft sehr oberflächlich und bewertet andere nach ihrem Aussehen, wirft aber genau das seiner Erzfeindin vor.



~*~ Tawnys Spielecke ~*

Gespielt

 
Rommé mit Ausrede

 
Offiziersskat, Skat-Duell




Offiziers-Schafkopf





Hammerwurf, 1-2-3


 



🎲Spiel des Monats





Begründung:
Wenn Verräter an Bord! auf den Tisch kam, haben wir es fast den ganzen Spieleabend über gespielt. In diesen drei Monaten habe ich es in verschiedenen Gruppen ausprobiert, und es kam jedes Mal sehr gut an.



~*~ Schiggy unterwegs ~*~

Im März bis Mai habe ich Folgendes besucht:


1x in Frankfurt besucht

1x in Düsseldorf

1x in Frankfurt, 1x in Stuttgart

1x in Frankfurt

1x in Dortmund


1x in Darmstadt


1x in Wiesbaden

1x in Ludwigshafen



1x in Hanau

📸 Highlight 
Tischlein, deck dich in Hanau hat mich mit einer unerwartet modernen und aktuellen Inszenierung überrascht.

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Ich bin gespannt, welche Buchwelten ich im Juni entdecken werde. 
Und werden wir wieder in See stechen und versuchen, die Verräter an Bord zu enttarnen?
Wohin Schiggy unterwegs sein wird, steht dagegen schon fest: Mit Der Schimmelreiter und Der Graf von Monte Christo werde ich zwei Musicaladaptionen von Romanen, die ich gelesen habe, besuchen.

Liebe Grüße
Tinette

Schon gelesen?

Tawny spielt: Verräter an Bord

  Allgemeine Infos Spieltitel: Verräter an Bord von: Jean-Xia Chou Illustration/Design: Laura Bazzoni Verlag: SAVANA Vertrieb in Deutschla...