Mittwoch, 29. April 2026

Ein paar Sätze zu... The wild robot escapes



Roz is no ordinary robot. After being washed up on the shore of a remote and wild island, she learned to adapt and make it her home, befriend its animal inhabitants and even adopt a small orphaned gosling, Brightbill. But a new life is now beginning for Roz - she has been taken away, far away from her island, back to civilisation. Where she must pretend that she is a robot like any other - there to follow orders and to carry out tasks on the farm where she now works. She knows she must never let anyone find out who she really is. And more than anything, she must find a way to escape, back to the island and her beloved Brightbill - a journey that will be fraught with danger and drama, and some very unexpected surprises ...


Ich habe den ersten Band auf Deutsch gelesen, aber weil die Fortsetzungen (bisher) nicht übersetzt wurden, habe ich zu Teil 2, The Wild Robot Escapes von Peter Brown, auf Englisch gegriffen. Ich wollte wissen, wie es weitergeht.
Das Buch umfasst etwa 280 Seiten, ist aber dank der großen Schrift und der vielen Illustrationen, die wieder vom Autor selbst stammen, flott durchgelesen. Obwohl ich sonst kaum englische Bücher lese, hatte ich hier keinerlei Probleme: Die Sprache ist einfach gehalten mit kurzen Sätzen, und das eine oder andere unbekannte Wort konnte ich aus dem Kontext erschließen.
Besonders gespannt war ich darauf, ob und wie Roz ihre Flucht meistern wird. Gleichzeitig fand ich die Situation auf der Farm sehr interessant: Mr. Shareef und seine Kinder sind sympathisch und brauchen wirklich Hilfe, nachdem die Mutter gestorben ist. Da war ich sehr gespannt, ob das für Roz eine Zwickmühle bedeutet, vor allem, weil sie sich mit den Kindern so gut versteht. Aber auch das Wiedersehen mit Brightbill war ein Moment, auf den ich hingefiebert habe. 
Insgesamt hat mir diese Fortsetzung sehr gut gefallen. 
Eine schöne, herzergreifende Geschichte über den wilden Roboter.

Dienstag, 28. April 2026

Aktuell lese ich... Eine falsche Note und Anna Karenina

 Hallo,





... eine Reihenfortsetzung und einen Klassiker.

Mein aktuelles Lesefutter



Die Cahills sind die mächtigste Familie der Welt. Sie birgt ein Geheimnis, das das Schicksal der Menschheit für immer verändern kann… Als die Patriarchin Grace Cahill stirbt, hinterlässt sie ein folgenschweres Erbe: Sieben Teams aus den vier verschiedenen Häusern der Familie sollen sich auf eine gefährliche Mission begeben, auf der das lang vergessene Familiengeheimnis gelöst werden muss. Wem wird es zuerst gelingen, die 39 Zeichen zu entschlüsseln? In Paris haben Dan und Amy ein geheimnisvolles Notenblatt gefunden, das sie auf die nächste Spur bringt: nach Wien ins Mozartmuseum. Doch in Wien werden sie bereits von ihren gefährlichsten Gegnern, den finsteren Kabras, erwartet, die mit aller Macht verhindern wollen, dass die Geschwister den entscheidenden Hinweis im Tagebuch von Mozarts Schwester Nannerl finden …


Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bovary die wohl berühmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. Glücklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfällt die bezaubernde, kluge und sanftmütige Anna dem jungen Offizier Graf Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche Affäre, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verheimlicht, nimmt ihren Lauf. Anna Karenina ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern …



Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 37 von 162. <Schockiert schob Nellie ihre Schützlinge zurück zwischen die Wäsche.> (Fünftes Kapitel)


Aktuell bin ich auf Seite 55 von 991. < Bei diesen Worten lächelte Stepan Arkadjewitsch fein und listig.> (Kapitel 11)




Warum dieses Buch?



Teil 1 hat mir ja gut gefallen. Ich war neugierig, wie es weitergeht, und was die Geschwister in Wien erwarten wird.


Es werden ja nicht weniger Seiten, je länger ich das vor mir herschiebe. Deshalb dachte ich mir, dass ich einfach mal damit beginne.



Was gibt es sonst noch zu sagen?



Ich muss zugeben, dass ich vorher gar nicht geschaut habe, wer den 2. Teil geschrieben hat. Ich bin ja einfach davon ausgegangen, dass die Fortsetzung auch von Rick Riordan geschrieben wurde. Obwohl die Texte übersetzt wurden, finde ich, dass man den Autoren-Wechsel bemerkt. Amy und Dan verhalten sich irgendwie anders als noch in Teil 1. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Autor scheinbar nicht viel von Europa hält. Die Figuren teilen ja ganz schön aus, und sie reisen mit einer Dampflok von Frankreich nach Österreich. Die wäre zwar so langsam und würde in jedem kleinen Ort anhalten, aber eben auch sehr günstig. Soll das auf Rückständigkeit hinweisen? Ich kenne keine regulären Dampflok-Strecken für den alltäglichen Fernverkehr. Aber na ja, gut. Ich warte mal ab, wie es weitergeht. Die Reihe ist jedenfalls eine Neuauflage. Und scheinbar hat jeder Teil ein anderer Autor geschrieben. Ich weiß nicht, ob ich Die 39 Zeichen weiterverfolgen werde.



Die Übersetzung stammt aus dem Jahr 1957. Deshalb wird da noch die alte Rechtschreibung verwendet. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Ich merke nur, dass ich mich da richtig konzentrieren muss, um den verschiedenen Handlungssträngen zu folgen und nicht den Überblick über die Figuren zu verlieren.



Was ist sonst noch passiert?



Am Sonntag habe ich zu einem Spielenachmittag eingeladen. Ich wollte da endlich mal ein paar Spiele für große Gruppen ausprobieren. Tja, und dann sind wir irgendwie an diesem Kartenspiel hängengeblieben und haben das die ganze Zeit gespielt. Die Regeln sind ganz einfach. Es gibt die Piraten, die die Schatztruhe füllen wollen, und je nach Spieleranzahl 1 bis 2 Meuterer, die sabotieren. Keiner weiß, was die Mitspieler sind. Ich mag ja Spiele mit Verräter-Mechanismus, und es funktioniert auch schon zu dritt sehr gut, wie ich gestern festgestellt habe.


Liebe Grüße
Tinette

Freitag, 24. April 2026

Wenn ich nur ein Buch nennen dürfte...

 



Hallo,
vorgestern war ich auf einer Geburtstagsfeier, bei der wir ein kleines Quizspiel gespielt haben, das das Geburtstagskind selbst gebastelt hat. Es hieß "Wenn ich nur einen Film nennen dürfte..." Man hat nur 5 Sekunden Zeit einen Filmtitel zu nennen. Wem das gelungen ist, bekommt 1 Punkt und die Möglichkeit, ein 2. Mal in der Runde zu spielen. Wer keinen Titel innerhalb der Zeit nennt, ist ausgeschieden. Wer am Ende die meisten Punkte hat, hat gewonnen.
Da dachte ich mir, dass es das doch auch für Bücher geben. :-D Deshalb hatte ich angefangen, mir ein paar Fragen dazu auszudenken. Dann ist mir die Idee gekommen, dass ich ein paar Fragen davon ja als Bücherliste auf meinem Blog veröffentlichen kann.
So bin ich vorgegangen: Ein Zeitlimit gibt es nicht, aber ich darf nur jeweils einen Titel nennen. Vorbereitet hatte ich 30 Fragen, davon werde ich jetzt 7 ziehen und den ersten Titel nennen, der mir einfällt. Orientiert habe ich mich an den Fragen zu den Filmen.

1. Ein Buch, dessen Handlung auf einer Insel spielt


So preist der Makler das verwunschene Backsteinhäuschen in den Dünen an. Und Ruhe ist genau das, wovon Jannike träumt. Nach einem handfesten Skandal will die Fernsehmoderatorin nur noch noch weg aus Köln - und von ihrem Ex Clemens. Kurzerhand kauft sie das Haus, mit dem Plan, auf der idyllischen Nordseeinsel ein kleines Hotel zu eröffnen. Das Häuschen erweist sich allerdings als renovierungsbedürftig, und von den Insulanern wird Jannike skeptisch beäugt: Wie lang wird die Frau vom Festland wohl durchhalten? Als dann auch noch Clemens mit dem gesamten Filmteam bei ihr vor der Tür steht, droht ihr Traum zu platzen, bevor er überhaupt begonnen hat...







2. Ein Buch aus dem Genre Science-Fiction


Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden ? 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen?
Eine packende Gesellschaftsvision und ein fesselnder Pageturner um eine große Liebe, der Traum von Freiheit und tödliche Gefahren.








3. Ein Buch, in dem ein Tiger vorkommt

Ich gebe zu, dazu ist mir einfach kein passendes Buch eingefallen. Also habe ich bei den Rezis nach "Tiger" im Titel gesucht und eins entdeckt. Direkt danach ist mir Das Dschungelbuch (Shir Khan) in den Sinn gekommen, aber zuerst entdeckt und daher den Titel zuerst im Kopf hatte ich folgendes Buch: 


Eine Liebe für die Ewigkeit

Nie im Leben hätte die achtzehnjährige Kelsey Hayes gedacht, dass sie einmal nach Indien reisen würde. Und schon gar nicht mit einem Tiger als Reisegefährten! Doch ihr Ferienjob im Zirkus Maurizio verändert ihr Leben ein für alle Mal, denn dort begegnet sie Ren, dem majestätischen weißen Tiger. Sofort spürt Kelsey, dass zwischen ihr und dem Tiger eine ganz besondere Verbindung besteht.











4. Ein Buch, das verfilmt wurde

Die "Original"-Frage war übrigens Ein Film, zu dem es eine Buchvorlage gibt.
Der erste Titel, der mir dazu einfällt, weil ich den Film dazu gestern erst geschaut habe, ist Das Hundehotel. Da stand nämlich "based on the book by Lois Duncan", was ich lustig fand, weil ich ja vor Kurzem erst einen Thriller von ihr gelesen hatte und außerdem gar nicht wusste, dass Das Hundehotel auf einem Buch basiert. Ich habe gesucht, aber kein Buchcover mit deutschem Titel gefunden. Deshalb hier jetzt einfach die englischsprachige Ausgabe:


The Walkers are moving to a new town, and staying with an aunt who's allergic to dogs. Too bad for Andi and her brother Bruce, who love dogs -- and happen to meet a stray that needs help. Soon, Andi hatches a plan, turning the abandoned house down the block into a hotel for dogs. But as more and more tenants move in, the secret gets too big to keep. Can the kids save their canine castle? Or will the hotel have to close?













5. Ein Buchtitel mit U

Da fällt mir von selbst kein Titel sein, also muss ich schummeln und meine Rezensionen durchstöbern.
Als Erstes ist mir folgender Titel begegnet:


Modern, laut, komplex und immer in Bewegung - Metropolen sind alles, nur nicht langweilig. Auf der Suche nach Chancen, Komfort, Moderne und Abenteuer ziehen Menschen seit jeher in die Millionenstädte. Unter der Erdoberfläche ist es ebenso vielseitig wie darüber: Uralte Steinbrüche und Tempelanlagen zeugen von der Vergangenheit, während modernste Einkaufsstädte und Drainagesysteme in die Zukunft weisen. Doch wie sehen diese Orte aus? Welche Geschichten erzählen sie uns? Leoni Hellmayr führt auf eine Reise in die faszinierenden Unterwelten von Paris, New York, Tokio und vielen anderen Metropolen. Mit überraschenden Fakten vermittelt sie dabei neue Eindrücke von den Großstädten, ihrer Geschichte und Archäologie. Und der Band macht deutlich: Das, was wir oberirdisch sehen, ist nur ein Bruchteil dessen, was wirklich existiert!






6. Eine Buch-Reihe

Edelstein-Trilogie




Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

7. Ein Buch mit einer historischen Figur

Da fällt mir direkt ein Buch ein, das ich vor Kurzem erst gelesen habe. Die historische Figur, die vorkommt, ist Karl May.


Der sonnige Mai 1883 wird für die Dresdner zum Schreckensmonat: Aus dem Zoologischen Garten soll ein Tiger ausgebrochen sein und die Stadt unsicher machen. Zeitgleich treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der es offenbar auf die Söhne und Töchter reicher Bürger abgesehen hat. Ein äußerst heikler Fall für Kriminalrat Gustav Heller und seinen Assistenten Schrumm. Als ihr Verdacht auf einen Ex-Zuchthäusler fällt, werden sie sofort von dessen ehrgeizigem Anwalt unter Druck gesetzt. Zu Hellers großem Ärger mischt sich auch der vom Zoo wegen des Tigers um Hilfe gebetene Wildtierexperte namens Karl May immer mehr in die Polizeiarbeit ein. Während das Raubtier noch frei herumläuft, geschieht ein weiterer Mord an einer jungen Frau …








Beim Spiel wäre ich nicht weit gekommen. Das Inselhotel ist mir direkt bei der ersten Frage eingefallen. Schon bei Science-Fiction musste ich etwas grübeln. Das wäre wohl nicht mehr in der Zeit gewesen. Aber ansonsten hat es Spaß gemacht. Vielleicht ziehe ich ja irgendwann nochmal ein paar Fragen und stelle dann hier die passenden Buchtitel vor.
Liebe Grüße
Tinette


Dienstag, 21. April 2026

Aktuell lese ich... The wild robot escapes

  Hallo,





... eine Reihenfortsetzung.

Mein aktuelles Lesefutter





Roz is no ordinary robot. After being washed up on the shore of a remote and wild island, she learned to adapt and make it her home, befriend its animal inhabitants and even adopt a small orphaned gosling, Brightbill.But a new life is now beginning for Roz - she has been taken away, far away from her island, back to civilisation. Where she must pretend that she is a robot like any other - there to follow orders and to carry out tasks on the farm where she now works.She knows she must never let anyone find out who she really is. And more than anything, she must find a way to escape, back to the island and her beloved Brightbill - a journey that will be fraught with danger and drama, and some very unexpected surprises ...



Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 56 von 280. <The attack happend at dusk.> (Chapter 22 - The wolves)


Warum dieses Buch?



Teil 1 hatte ich ja auf Deutsch gelesen, nachdem ich den Film so toll fand. Weil die beiden Fortsetzungen (bisher) nicht übersetzt wurden, ich aber unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, habe ich Teil 2 eben auf Englisch gekauft. Es ist ja ein Kinderbuch mit großer Schrift und vielen Zeichnungen des Autors, da komme ich gut zurecht. :-D

Was gibt es sonst noch zu sagen?



Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Mr. Shareef, für den sie im Moment auf der Farm arbeitet, scheint ja ein netter Mann zu sein. Er hat seine Frau verloren und ist durch eine Verletzung nicht mehr in der Lage, die Farm alleine zu bewirtschaften. Er hat außerdem zwei kleine Kinder, mit denen sich Roz inzwischen gut versteht. Wenn sie tatsächlich fliehen will, wird sie dann ein schlechtes Gewissen haben, weil sie den Mann dann alleine mit den Aufgaben lässt? Auf die Antwort bin ich gespannt.

Was ist sonst noch passiert?


Am Freitag war ich in Darmstadt und habe mir das Musical Hairspray angeschaut. Die gleiche Inszenierung hatte ich vor 2 Jahren in Bonn gesehen. Mir hat das Stück wieder sehr gut gefallen. Lustig, aber es regt auch zum Nachdenken an. Und das Publikum war ruhig und hat nicht durch Filmen oder Reden gestört. Sonst hatte ich da ja oft Pech gehabt. Am Freitag konnte ich aber die Inszenierung ganz in Ruhe anschauen. -> Mein Bericht dazu


Dann habe ich endlich mal bei Der junge Inspektor Morse weitergeschaut. Ich habe mir die Sammelbox 2 mit den Staffeln 4 bis 6 gekauft. Weil die ersten 3 Staffeln schon etwas her sind, habe ich von vorne angefangen. Inzwischen bin ich bei Folge 2 von Staffel 4. Ich bin gespannt, ob sich das mit den gestohlenen Sachen von Beweismitteln aufklärt, was sich ja seit der 1. Staffel durchzieht.


Liebe Grüße
Tinette

Montag, 20. April 2026

Ein paar Sätze zu... Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

 

 

 


»Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast ... «, behauptet der Verfasser eines anonymen Briefs und versetzt damit Julie, Ray, Helen und Barry in Angst und Schrecken. Eigentlich war es »nur« ein Unfall – doch an jenem Juliabend vor einem Jahr beschlossen die vier Freunde, das tödliche Ereignis für immer als ihr Geheimnis zu bewahren. Aber irgendjemand kennt die Wahrheit – und will Rache! Und damit beginnt ein albtraumhafter Wettlauf auf Leben und Tod ...


Dieses Buch habe ich eher zufällig entdeckt – als günstigen Gebrauchtkauf, um Versandkosten zu sparen. Der erste Eindruck war dann leider etwas holprig, da einige Seiten am Anfang fehlten. Zum Glück beginnt die Geschichte direkt mit Kapitel 1, sodass mir kein entscheidender Einstieg verloren ging.
Die Handlung entfaltet sich ruhig und lebt vor allem von Andeutungen: Was vor einem Jahr passiert ist, bleibt zunächst im Dunkeln. Die vier Jugendlichen wirken verändert, doch wir lernen sie nur in diesem „Danach“-Zustand kennen, was eine gewisse Distanz schafft. Erzählt wird ohnehin aus einer neutralen Perspektive, die uns nie ganz nah an die Figuren heranlässt.
Spannend fand ich, eigene Theorien zu entwickeln, wer hinter den Drohungen steckt. Auch wenn ich früh einen Verdacht hatte, blieb die Geschichte für mich interessant, weil ich wissen wollte, ob ich richtig liege. Anders als die Verfilmung, die ich nicht gesehen habe, setzt das Buch nicht auf Horror, sondern auf unterschwellige Bedrohung.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, was gut zum Jugend-Thriller-Genre passt. Weniger gefallen hat mir allerdings, wie stark das Aussehen der Figuren bewertet wird. Manche Beschreibungen wirken abwertend und klischeehaft, und oft werden Eigenschaften einfach behauptet, statt sie durch Handlungen zu zeigen. Gerade das hat für mich das Leseerlebnis etwas getrübt.


Schiggy unterwegs... Hairspray in Darmstadt

 


1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel der Veranstaltung: Hairspray
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Staatstheater Darmstadt
Sprache: deutsch
Besuch: 17.04.2026
Beginn: 19:30 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden inkl. Pause
Reihe / Platz: Reihe 1 Platz 16
Vorlage: gleichnamiger Film von 1988
Wichtige Hinweise: Übernahme der Inszenierung aus Bonn

2. Besetzung der besuchten Vorstellung

Tracy Turnblad – Antonia Tröstl
Edna Turnblad – Enrico de Pieri
Wilbur Turnblad – Volker Metzger
Motormouth Maybelle – Monica Lewis-Schmidt
Seaweed J. Stubbs – Maickel Leijenhorst
Corny Collins/Mr. Pinky/Wärter/Sprecher – Tobias Brönner
Link Larkin – Daniel Johnson
Velma van Tussle – Maaike Schurrmans
Amber van Tussle – Sarah Steinemer
Penny Pingleton – Mirjam Wershofen
Prudy Pingleton/Wärterin/Sportlehrerin – Sonja Bühling
Mr. Spritzer – Frank Koch
Cindy Watkins/Ines – Aminata Ndaw
Peaches – Lara de Toscano
Pearl – Tina Ajala
Duane – Ngaka Keuni
Gilbert – Amadin Piatello
Stooie – Juan David Mendez
Shelly (Dance Captain) – Schirin Zarre
Tammy – Larissa Winkel
Lou Ann – Annika Netthorn
Sketch – Pascal Schürken
Brad – Achim Himmelbauer
Fender – Joshua Schmid
Brenda – Samantha Senn
IQ – Iman Khaleghi

außerdem:
Jugendchor und Statisterie des Staatstheaters Darmstadt

Es spielt das Staatsorchester Darmstadt (Band) unter der musikalischen Leitung von Luis Richter.



3. Mein Eindruck von der Show

Schiggy war wieder unterwegs – dieses Mal reisten wir in die Swinging Sixties und schauten uns Hairspray in Darmstadt an. Ich habe den Film von 1988 gesehen und außerdem die gleiche Inszenierung bereits vor zwei Jahren in Bonn.
Ich mag die gute Laune, die das Stück durch seine schwungvolle Musik verbreitet. Gleichzeitig regt es durch die Darstellung der damaligen Rassentrennung zum Nachdenken an.
Im Theater wird darauf hingewiesen, dass im Stück rassistische Bezeichnungen fallen, die zur Zeit der Handlung üblich waren, und dass sich das Theater ausdrücklich davon distanziert. Ich finde diesen Umgang oft sinnvoller als eine nachträgliche Anpassung an heutige Sprache – nicht, weil ich diese Begriffe gutheiße, sondern weil die unveränderte Darstellung deutlich macht, wie offen und selbstverständlich Diskriminierung damals war – und wie verletzend sie ist.
Genau das wurde auch in den Szenen spürbar: Es war unangenehm mitanzusehen, wie Amber und ihre Mutter über die schwarzen Tänzer sprechen. Als Seaweeds Schwester vortanzen will und nur ein „Du schon mal gar nicht“ zu hören bekommt, wird sofort klar, dass es nicht um ihr Können geht – sie bekommt nicht einmal die Chance, es zu zeigen. Als Zuschauer merkt man, wie falsch sich das anfühlt, und genau dadurch beginnt man, darüber nachzudenken.
Da ich die Inszenierung schon kannte, rechnete ich nicht mit Überraschungen – aber die gab es dennoch: Einige Darsteller liefen durch das Publikum. Meine Begleitung saß am Gang, und einer der Darsteller sprang die Treppen herunter und landete mit einem Wumms neben ihr. Das sorgte für einen kurzen, aber lustigen Schreckmoment.
Das Bühnenbild, ebenfalls aus Bonn übernommen, ist sehr wandelbar. Drehbare Elemente verwandeln die Bühne schnell in verschiedene Schauplätze wie die Wäscherei, einen Friseursalon, ein Burgerladen, Mr. Pinkys Laden, Maybelles Musikladen, das Studio der Corny Collins Show oder den Nachsitzraum. Ein Highlight ist die überdimensionale Spraydose, die eine besondere Überraschung bereithält.
Der Orchestergraben ist überbaut, sodass die Musiker im hinteren Bühnenbereich sitzen und – je nach Szene – sichtbar sind.
Einige Darsteller aus der Bonner Produktion waren auch in Darmstadt dabei. Alle wirkten sehr glaubwürdig in ihren Rollen.
Tracy ist eine unbekümmerte Schülerin, die von einem Auftritt in der Corny Collins Show träumt. Sie erkennt Ungerechtigkeit und nimmt sie nicht einfach hin, sondern setzt sich aktiv dagegen ein – trotz Spott und Ablehnung. Als Velma ihr beim Vortanzen entgegnet: „Nicht zu spät … zu dick“, merkt man, wie sehr sie das trifft. Dennoch lässt sie sich nicht entmutigen.
Edna, ihre Mutter, möchte sie zunächst schützen, da sie Angst hat, dass Tracy verspottet wird. Sie selbst hat kaum Selbstbewusstsein, entwickelt dieses aber im Laufe der Handlung. Die Rolle wird traditionell von einem Mann gespielt – hier angenehm ruhig und ohne Überzeichnung.
Wilbur, Tracys Vater, ist lebensfroh und unterstützt seine Tochter von Anfang an. Das Duett „Du bist zeitlos für mich“ war gleichzeitig witzig und berührend – ein echtes Highlight.
Link Larkin wirkt anfangs sehr auf sein Image bedacht, entwickelt sich aber im Laufe des Stücks weiter und zeigt schließlich Haltung.
Penny und Seaweed sind ein besonders sympathisches Paar. Ihre Beziehung zeigt, wie selbstverständlich Offenheit und gegenseitige Zuneigung sein können.
Motormouth Maybelle beeindruckt durch ihre starke Präsenz. Während sie im ersten Akt Selbstbewusstsein mit ihrem Solo "Breit, blond und blendend" ausstrahlt, zeigt sie im zweiten Akt mit „Ich weiß, wo ich war“ eine sehr emotionale und verletzliche Seite.
Amber und Velma sind bewusst unsympathisch angelegt und werden entsprechend überzeugend gespielt. Ihre überheblichen und verletzenden Aussagen lassen einen als Zuschauer nur den Kopf schütteln.
Auch das Ensemble insgesamt überzeugte sowohl schauspielerisch als auch stimmlich.
Die Live-Band spielte schwungvoll, ohne den Gesang zu überdecken. Beim Schlussapplaus zählte ich 16 Musiker – eine positive Überraschung.
Die Tonabmischung war durchweg gelungen, alles war gut verständlich.
Die Kostüme passten hervorragend zur Zeit der 1960er-Jahre, besonders die farbenfrohen Outfits in der Corny Collins Show. Ednas Entwicklung wird auch optisch sichtbar – von gedeckten Farben hin zu einem glitzernden blauen Kleid.
Das Publikum war angenehm ruhig, ohne störende Gespräche. Besonders positiv fiel mir auf, dass es keinen lauten Pfeifjubel gab – nur Applaus und Begeisterung.
Beim Finale ließ sich das Publikum mitreißen – „Niemand stoppt den Beat“ und verdiente Standing Ovations.
Die Inszenierung hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Sie verbindet mitreißende Musik mit einer wichtigen, nachdenklich stimmenden Botschaft. Man lacht viel, wird aber auch immer wieder zum Nachdenken angeregt.


4. Persönliche Highlights

Lieblingsszene: „Glocken klingen sehr“ (das „Quietschie-Lied“) und das Duett von Tracys Eltern
Bestes Solo: „Ich weiß, wo ich war“ (Motormouth Maybelle)
Bestes Duett: „Du bist zeitlos für mich“ (Edna & Wilbur)
Ohrwurm des Tages: „Niemand stoppt den Beat“
Überraschung des Tages: Darsteller laufen durchs Publikum, Effekt beim Gefängnisschloss (funktioniert in der besuchten Vorstellung in Bonn nicht)
Beste Ensemblenummer: „Niemand stoppt den Beat“
Emotionalster Moment: Tracy ist kurz vorm Aufgeben, Maybelle ermutigt sie

Mittwoch, 15. April 2026

Kurz gebellt zu: Gefährliche Gestalten

  




   Allgemeine Infos:

OriginaltitelGefährliche Gestalten
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Katja Brandis
Übersetzt von: ///
Verlag: Arena
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Seawalkers
Teil: 1
Genre: Urband Fantasy
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 301
Preis11,00 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-401-51300-3







Klappentext:
Für Tiago ist es ein Schock, als er herausfindet, dass er ein Gestaltwandler ist. Und was für einer: In seiner zweiten Gestalt als Tigerhai wird er sogar von seinen Mitschülern gefürchtet. Einzig das fröhliche Delfinmädchen Shari hat keine Angst vor ihm. Doch ihre Freundschaft wird bereits beim ersten großen Abenteuer, das sie an der Blue Reef High erwartet, auf die Probe gestellt.


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Geschenk
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 08.04.2026
Beendet: 14.04.2026
Gebraucht: 7 Tage

Kurz gebellt


Weil mir die Woodwalkers-Reihe so gut gefallen hat und ich Haie faszinierend finde, war ich sehr neugierig auf den ersten Teil von Seawalkers. Schließlich ist Tiago, der Protagonist, in seiner Tiergestalt ein Tigerhai. Gerade deshalb war meine Erwartung entsprechend hoch.
Leider wurde ich mit ihm überhaupt nicht warm. Er wirkt oft sehr oberflächlich und bewertet andere nach ihrem Aussehen, wirft aber genau das seiner Erzfeindin vor. Fiese Bemerkungen haut er ebenfalls gerne raus. 
An dieser Stelle möchte ich einen seiner Gedanken von Seite 158 nennen:
„Vielleicht ein bisschen oberflächlich, aber auch nicht schlimmer als manche fetten, in Jogginganzügen und nach billigem Parfüm stinkenden Mütter in meiner alten Highschool.“
Gerade weil ich Haie unglaublich faszinierend finde und mich sehr auf einen Hai-Wandler als Protagonisten gefreut habe, war meine Enttäuschung über Tiago besonders groß. Ich hatte erwartet, dass ich mich mit ihm gut identifizieren kann und vielleicht sogar mit ihm mitfühle – vor allem in Momenten, in denen andere ihn aufgrund seiner Hai-Gestalt fürchten oder meiden. Diese Angst kann ich selbst nämlich überhaupt nicht nachvollziehen.
Umso schwieriger fand ich es, dass Tiago selbst immer wieder sehr oberflächliche und abwertende Gedanken über andere äußert. Damit hat er für mich viel von dem zerstört, was ich mir von einem solchen Charakter erhofft hatte. Statt Mitgefühl auszulösen, entstand bei mir eher Distanz.
Als Carag auftaucht, reagiert Tiago zudem mit einer sehr starken Eifersucht, was ihn für mich nicht sympathischer macht. Über den Puma-Wandler aus der Woodwalkers-Reihe habe ich mich dagegen sehr gefreut – Carag mochte ich ja von Anfang an.
Von Shari, dem Delfinmädchen, erfährt man leider nicht allzu viel. Sie wird von Tiago vor allem über ihr Aussehen beschrieben – als das schönste Mädchen der Welt und sehr schlank. Auch hier fiel mir wieder diese starke Oberflächlichkeit auf.
Die Rivalität zwischen Tiago und einigen der Süßwasser-Wandler hat mich ein wenig an die Situation zwischen Carag und den Wölfen erinnert.
Der Schreibstil ist dagegen sehr angenehm. Die Sätze sind klar und nicht unnötig verschachtelt, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Das war auch ein wichtiger Grund, warum ich weitergelesen habe, obwohl ich mit Tiago nicht warm wurde. Außerdem war ich natürlich gespannt auf das „Wiedersehen“ mit Carag.
Normalerweise mag ich die Ich-Perspektive sehr, weil man dadurch eine enge Verbindung zur Hauptfigur aufbauen kann. Hier hätte ich mir allerdings gewünscht, etwas weniger in Tiagos Gedankenwelt zu stecken.
Was mich ebenfalls gewundert hat: Er nimmt es erstaunlich gelassen hin, dass er ein Seawalker ist. Da er bis zu seiner Verwandlung als Mensch gelebt hat und nichts von dieser Welt wusste, hätte ich mehr Unsicherheit, Fragen oder auch Ängste erwartet. Stattdessen findet er sich sehr schnell damit ab.
Mit der Cafeteria hatte ich ein wenig Schwierigkeiten beim Vorstellen. Das Konzept mit dem gefluteten Raum, damit die Wandler in Tiergestalt hineinschwimmen können, fand ich zwar grundsätzlich interessant. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, wie das für die Wandler in Menschengestalt praktisch umgesetzt ist, wenn dort auch Tische und Bänke stehen.
Vielleicht habe ich mir das auch zu realistisch vorgestellt, aber für mich wirkte das nicht ganz stimmig, weil ich mir schwer vorstellen konnte, wie man dort trocken und bequem essen soll.
Ab dem Zeitpunkt, an dem Shari, Ella, Tiago und Carag auf ihre Rettungsmission gehen, wird es deutlich spannender. Der mysteriöse Hilferuf sorgt für eine interessante Entwicklung, die mich dann auch mehr fesseln konnte.
Das Buch behandelt außerdem Themen wie Naturschutz, insbesondere den Schutz der Gewässer, und setzt sich kritisch mit Tiershows auseinander. Dabei wirkt es nicht belehrend, sondern regt eher dazu an, sich eigene Gedanken zu machen.
Insgesamt hat mir das Buch also durchaus gefallen. Nur Tiago hätte ich mir weniger oberflächlich und dafür deutlich sympathischer gewünscht. Gerade weil er ein Hai-Wandler ist, hat mich das besonders enttäuscht.


Zitate, die im Kopf geblieben sind

///

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Schade. Ich hatte erwartet, dass mir die Geschichte mit einem Hai-Wandler als Protagonisten besonders gut gefallen würde.
Fazit: Eine interessante Idee, die für mich durch den unsympathischen Protagonisten etwas an Lesespaß verliert.
Bewertung


Schon gelesen?

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