Donnerstag, 30. Juli 2026

Schiggy unterwegs... Amadeus in Hanau


Schiggy war wieder unterwegs und hat diesmal eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert unternommen – in die Epoche, in der der berühmte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart lebte und wirkte.

Nachdem ich 2023 in Tecklenburg das Musical „Mozart!“ besucht und 2024 in Wiesbaden seine Oper „Die Zauberflöte“ gesehen hatte, stand nun in Hanau mein erster Theaterklassiker auf dem Programm. Bisher hatte ich im Amphitheater Hanau ausschließlich Märchenadaptionen erlebt. Mit „Amadeus“ tauchte ich diesmal in die Welt Mozarts, seiner Musik und seiner besonderen Beziehung zu Antonio Salieri ein.

1. Eckdaten

Titel: Amadeus
Art: Theaterstück
Ort: Amphitheater Hanau
Sprache: Deutsch
Datum: 25.07.2026
Beginn: 20:30 Uhr
Reihe / Platz: Reihe 1, Platz 34
Dauer (inkl. Pause): ca. 2 Stunden 25 Minuten
Vorlage: Leben von Wolfgang Amadeus Mozart
Hinweise:

2. Mein Eindruck von der Show

Da ich erst am Vortag im Amphitheater das Musical „Schneewittchen“ gesehen habe, konnte ich das Bühnenbild direkt vergleichen. Der Apfelbaum war verschwunden. Wirkten die Wände am Freitag noch wie Felsen, sahen sie jetzt erdiger aus. Die Torbögen waren – wie bei „Tischlein, deck dich“ – Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Gebäuden. Dadurch erschien die Bühne schlichter und ernster, was gut zu der Geschichte um Macht, Neid und Rivalität passte. 

Das Stück beginnt: Ein Mann wird im Rollstuhl auf die Bühne gefahren und mit dem Rücken zum Publikum platziert. Plötzlich beginnt er mit krächzender, schwacher Stimme auf Italienisch zu sprechen. Sein vermeintlicher Diener übersetzt für das Publikum. Der Mann, der sich als Salieri herausstellt, fleht den vor über 30 Jahren verstorbenen Mozart um Verzeihung an und behauptet, dessen Mörder zu sein. Er dreht sich um, und ich frage mich, ob er das ernst meint. Ist er vielleicht verwirrt? Er sieht sehr alt, gebrechlich und nicht gerade gesund aus.

Seine weiß gekleideten Venticelli – die „Lüftchen“ – halten es jedenfalls für ein Gerücht. Sie fragen gezielt ein paar Zuschauer, ob diese Salieris Behauptung für eine Lüge halten, und betonen: „ICH glaube das nicht!“

Gebeugt sitzt Salieri im Rollstuhl und fixiert das Publikum mit verkniffenen Augen. Er möchte uns an seinen Erinnerungen teilhaben lassen – wir sollen seine Beichtväter sein. Sein gelblicher Mantel fällt mir sofort auf. Ich frage mich, ob er ein Hinweis auf den Neid ist, der Salieri im Laufe der Handlung immer stärker bestimmt. Als er sich aus dem Rollstuhl erhebt, seinen Mantel sowie die weißhaarige, strähnige Perücke abnimmt und aufrecht steht, scheint er von einer Sekunde auf die nächste um Jahre jünger geworden zu sein. Nun tauchen wir gemeinsam mit ihm ganz ins 18. Jahrhundert ein und erfahren, wie sich Salieri und Mozart einst kennengelernt haben.

Schon bei der ersten Begegnung mit Mozart zeigt die Inszenierung, dass dieser sich nicht besonders um gesellschaftliche Konventionen schert. Während Salieri im Sessel in sich ruht, hört man plötzlich nur ein „Miau“ und ein „Quiek“. Ich bin neugierig, was das zu bedeuten hat. Kurz darauf erscheinen Mozart und Constanze und albern herum. Quiekend rennt sie die Treppe hinab und versteckt sich kichernd hinter dem Klavier, während er auf allen vieren nach ihr sucht und beide schließlich ausgelassen über den Boden rollen. Für die strengen gesellschaftlichen Vorstellungen des 18. Jahrhunderts ist dieses Verhalten alles andere als standesgemäß – und genau dadurch wird deutlich, wie unangepasst diese Mozart-Figur angelegt ist. Salieri schüttelt den Kopf. Mozart lacht nur und macht nicht den Eindruck, als wäre es ihm peinlich, von einem Fremden in dieser Situation beobachtet worden zu sein.

Überhaupt legt er oft ein kindisches Verhalten an den Tag: Er springt herum, nennt Graf Orsini-Rosenberg eine „Kröte“ oder piekt jemandem in die Nase. Dabei lacht er laut, legt den Kopf in den Nacken und hält sich scheinbar für den größten Komiker.

Salieri hingegen ist ein pflichtbewusster, gläubiger und von Ehrgeiz geprägter Mann, der immer wieder direkt zu Gott spricht und ihm später sogar Vorwürfe macht. Sein Portrait, das in seinem Haus hängt, spiegelt seinen Charakter sehr gut wider: Die strenge und würdige Darstellung entspricht dem Bild, das man auch von ihm als Mensch bekommt. Seine Stellung als Hofkompositeur von Kaiser Joseph ist ihm wichtig, und er möchte sie um keinen Preis verlieren. Er will den Kaiser mit eingängigen Melodien beeindrucken, wird aber immer wieder von Mozart bloßgestellt.

Dabei nutzt dieser nicht einmal viele Worte. Mozarts provokantes Verhalten zeigt sich in kleinen Gesten: Immer wieder überschreitet er bewusst Grenzen und scheint Freude daran zu haben, andere vor den Kopf zu stoßen. Selbst mit seinem Taktstock macht er anstößige Anspielungen – etwa, indem er ihn in Bezug auf Salieri und dessen Frau nach unten hängen lässt, während er steil nach oben zeigt, wenn er von sich selbst spricht, begleitet von einem spöttischen Grinsen. So bleibt der Eindruck zurück, dass Mozart jede Gelegenheit nutzt, um zu provozieren.

Ein weiteres Beispiel für Mozarts überhebliches Auftreten zeigt sich in der Szene, in der Salieri ihm eine eigene Komposition vorlegt. Mozart behauptet, dass er die Partitur nach einmaligem Ansehen bereits beherrsche, gibt Salieri mit einem überheblichen Grinsen das Notenblatt zurück und beginnt zu spielen. Dabei gähnt er ungeniert. Die Geste ist ausgesprochen respektlos, steckt für Salieri darin doch vermutlich viel Arbeit und Können. Doch Mozart erkennt sofort die Schwächen der Komposition und macht daraus spontan eine eigene, deutlich komplexere Version.

Gerade dieser Moment zeigt die widersprüchliche Darstellung Mozarts: Einerseits ist er arrogant und verletzend, andererseits wird sein außergewöhnliches musikalisches Talent unübersehbar. Das erkennt auch Salieri an, der es als ungerecht empfindet und Gott sein Leid klagt. Die Wut beginnt an ihm zu nagen, bis der ansonsten eher beherrschte Mann schließlich laut und mit donnernder Stimme verkündet, dass er und Mozart fortan Feinde sind. Bei den vielen Demütigungen, die er vom jüngeren Komponisten ertragen musste, kann ich seinen Groll durchaus nachvollziehen.

Ich denke mir: Es stimmt, wenn er selbst von sich sagt, dass er ein Genie ist. Seine Musik ist großartig und zeitlos – ich höre sie unheimlich gerne. Aber gleichzeitig finde ich sein Verhalten unmöglich. Das Kindische stört mich dabei gar nicht. Vielleicht ist es genau das, woraus er seine Kreativität zieht: dass er eben nicht steif und ernst ist, sondern sich das Kindliche bewahrt hat. Er müsste sich aber nicht so über andere stellen und sie entwürdigen.


Salieri beginnt zu intrigieren und erreicht, dass der Tanz aus Mozarts Oper gestrichen wird, da Ballett bei Hofe nicht erlaubt ist. Mozart reagiert empört und schlägt mit der Faust auf das Klavier. Während er sich gegen die Änderung wehrt, werden die entsprechenden Seiten aus dem Notenheft entfernt. Er soll die Oper einfach anpassen – schließlich sei er doch talentiert genug, eine neue Lösung zu finden. Doch Mozart weigert sich. Für ihn geht es nicht darum, irgendeine Melodie zu schreiben, sondern genau diese eine, perfekte Vision zu bewahren.

Statt die Vorgabe einfach hinzunehmen, findet er jedoch einen ganz eigenen Weg: Bei der Probe lässt er die Tänzer mitten in der Szene erstarren. Als der Kaiser verwundert fragt, was diese ungewöhnliche Darstellung bedeuten soll, erklärt Mozart, dass an dieser Stelle eigentlich der verbotene Tanz stattfinden würde. Da dieser nicht erlaubt sei, könnten sich die Tänzer eben nicht bewegen. Die schlaue Lösung überzeugt den Kaiser, der dieses starre Bild befremdlich findet – und Mozart bekommt erneut seinen Willen. Während Mozart triumphiert, entgleiten Salieris Gesichtszüge vollends.

Kaiser Joseph II. macht in der weiß-roten Galauniform eines österreichischen Feldmarschalls einen erhabenen Eindruck. Während er nach außen hin entscheidungskräftig auftritt, enthüllt die Inszenierung feine Zwischentöne: Mozarts komplexe Musik versteht der Kaiser gar nicht – seine Äußerung, es seien „zu viele Noten“, scheint entlarvend. Oft muss ihm sein Diener erst zu den passenden Formulierungen verhelfen, die er dann mit seinem wienerischen Einschlag wiederholt.

Nach der Hochzeit möchte Constanze ihren Mann unterstützen und dafür sorgen, dass er Aufträge bekommt. Läuft sie zuerst noch geschockt vor Salieris Annäherungsversuchen fort, sucht sie später selbst seine Nähe, setzt sich breitbeinig auf das Klavier und hebt den Rock hoch. Ihr Blick wirkt entschlossen, aber sie macht keine Anstalten, ihre Abneigung zu verbergen: „Bringen wir es hinter uns.“

Constanzes Ehe mit Mozart scheint dennoch glücklich zu sein. Die beiden teilen denselben Humor und lachen ständig zusammen. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass sie eifersüchtig ist, wenn ihr Mann andere Frauen unterrichtet. Sie vertraut ihm und weiß, dass sie das Geld aus den Musikstunden dringend nötig haben. Als sich die Geldprobleme häufen, sieht sie keinen anderen Ausweg, als mit ihren beiden Kindern erst einmal fortzugehen – doch sie verspricht, wiederzukommen.

Durch die Ausstattung und Kostüme fühle ich mich auf Anhieb ins 18. Jahrhundert versetzt. Mit typischen Schnallenschuhen, Justaucorps, Gilets, Kniebundhosen und Chemisenkleidern tritt das Ensemble historisch überaus stimmig auf. Meine Begleitung fand vor allem Strack sehr authentisch: Die Perücke saß perfekt, und in Kombination mit dem rosafarbenen Kostüm sah der Darsteller nicht verkleidet aus, sondern so, als stamme er tatsächlich direkt aus der Wiener Klassik.

Ganz anders verhielt es sich bei Mozart: Bei ihm wirkte das weiße Haarteil wie eine erzwungene Maskerade. Passend zu seiner Missachtung der Etikette lugten die eigenen braunen Haare darunter hervor. Diese vorgespielte Anpassung fiel erst von ihm ab, als er die Perücke im späteren Verlauf ablegte und endlich ganz er selbst sein durfte.

Constanze trägt zwar ein schickes, pastellgelbes Kleid, ihr offenes Haar passt aber nicht ganz zu den strengen Gewohnheiten der Wiener Klassik. Das habe ich einerseits als Zeichen ihrer unkonventionellen, bewusst nicht angepassten Art gedeutet, andererseits als Brücke zur heutigen Zeit. Sie ist eine Frau, die auch heute so leben könnte, ohne von allen angestarrt zu werden.

Mozarts Musik wird immer wieder wunderbar eingebunden – sei es bei einer Opernaufführung, bei Proben, wenn Salieri die Notenblätter liest und die Musik in seinem Kopf hört, oder wenn Mozart selbst komponiert. Bei den Aufführungen spüre ich, wie sehr Mozart in seiner Kunst aufgeht. Er fühlt die Musik durch und durch; seine Gesichtszüge verändern sich und gehen mit der Melodie mit. Er scheint völlig in einer anderen Welt zu sein und merkt nicht einmal, dass sich manche Besucher (darunter auch der Kaiser) nach mehreren Stunden Aufführung langweilen. Er zeigt sich dabei von seiner ganz natürlichen Seite. Ich hatte das Gefühl: Das ist der wahre Mozart. Hier ist er absolut in seinem Element.

Die Opernaufführungen fand ich generell wirklich sehr gut inszeniert. Drei der Torbögen werden umgedreht und zeigen nun das prächtige Innere des Opernhauses. Oben befindet sich die Kaiserloge mit ihren vornehmen, rot bezogenen Stühlen, während die Bühne in warmes Licht gehüllt ist. Dass Mozart beim Dirigieren zum Publikum schaut und damit den Besuchern der Loge den Rücken zudreht, passt hervorragend: Den Dirigenten sieht man nun einmal meistens von hinten, weil er dem Orchester zugewandt ist.

Bei der Opernsängerin Katharina Cavalieri fiel mir auf, dass ihre Lippenbewegungen nicht immer ganz synchron zum Gesang waren. Das sah etwas irritierend aus, fiel aber nicht weiter ins Gewicht – es war nur eine kurze Szene, die den Abend in keiner Weise getrübt hat.

Da ich vor zwei Jahren „Die Zauberflöte“ gesehen habe, war ich sehr gespannt, ob sie auch in diesem Theaterstück repräsentiert wird. Das wurde sie tatsächlich – allerdings in einem ganz anderen Ambiente als dem der höfischen Oper. Mozart möchte mit seiner Musik schließlich nicht nur die vornehme Gesellschaft beeindrucken, sondern alle Menschen erreichen. Deshalb hat er sich entschieden, das Stück in einer einfachen Lokalität aufzuführen: Hier sucht man vergeblich nach gepolsterten Sesseln, stattdessen sitzen die Zuschauer auf schlichten Holzbänken. Die karge Beleuchtung verströmt eine eisige Kälte. Die wandelbaren Torbögen zeigen nun Wände, die ihre besten Tage längst hinter sich haben und den Rauch vieler Jahre eingesogen zu haben scheinen. Sie sind teilweise mit Zetteln beklebt – definitiv kein Ort, an dem der Adel üblicherweise verkehrt. Genau in diesem historischen Ambiente des Freihaustheaters auf der Wieden feierte Mozarts Meisterwerk am 30. September 1791 seine echte Uraufführung.

Es scheint fast so, als könnte Mozart nichts erschüttern, doch Salieris Intrigengift entfaltet allmählich seine Wirkung. Mozarts Geldprobleme häufen sich, und die Aufträge bleiben aus. Nachdem Constanze vorübergehend auf Abstand gegangen ist, zieht er sich immer weiter zurück und verliert sich zunehmend in Krankheit, Alkohol und Wahnvorstellungen. Als eine geheimnisvolle, schwarz gekleidete Gestalt auftaucht und bei ihm ein Requiem – eine Totenmesse – in Auftrag gibt, beschleunigt das seinen Untergang. Der geschwächte Mozart steigert sich in den Glauben hinein, er schreibe die Musik für sein eigenes Begräbnis.

Schließlich scheint sich bei Salieri das schlechte Gewissen zu melden. Er sucht die Aussprache mit Mozart und erklärt ihm, dass sie sich über die Jahre gegenseitig vergiftet haben. Doch Mozart ist schon so von seinem Wahn zerfressen, dass er ihn nur noch auslacht – allerdings nicht mit seinem fröhlichen, kindischen Lachen, sondern mit einem bittersüßen Lachen, bei dem man spürt, dass er nicht mehr er selbst ist. Als Constanze schließlich zu ihm zurückkehrt, bleiben den beiden nur noch die letzten gemeinsamen Stunden, bevor das Genie viel zu jung stirbt.

Am Ende schließt sich der Kreis: Salieri kehrt in den Sessel zurück, setzt seine Perücke auf und legt den Mantel um. Aus dem jüngeren Mann, der uns seine Erinnerungen erzählt hat, wird wieder der gebrechliche alte Salieri vom Anfang. Doch mein Blick auf ihn hat sich verändert. Während er zu Beginn wie ein verwirrter Greis wirkt, wird nun deutlich, dass hinter seinem Geständnis ein kalkulierter Plan steckt: Indem er behauptet, Mozarts Mörder zu sein, möchte er selbst Teil von dessen Unsterblichkeit werden. Er will nicht vergessen werden – selbst wenn sein Name der Nachwelt nur als der Mann in Erinnerung bleibt, der das Genie auf dem Gewissen hat.

Doch ob sich sein Wunsch erfüllen wird, ist fraglich. Wie zu Beginn wenden sich die Venticelli ans Publikum und wollen wissen, ob wir es glauben. Sie tun es jedenfalls nicht.

Mein erster Theaterklassiker im Amphitheater Hanau hat mich auf ganzer Linie begeistert. Die Inszenierung von „Amadeus“ schafft für mich den Spagat zwischen historischem Flair und emotionaler Tiefe. Besonders beeindruckt hat mich, wie greifbar die Zerrissenheit der Figuren dargestellt wurde: Auf der einen Seite das kindliche, oft anstrengende Genie Mozart, das in seiner Musik vollkommen aufgeht; auf der anderen Seite der vom Neid zerfressene Salieri, dessen Verzweiflung und Hunger nach Ruhm stets spürbar waren. Das wandelbare Bühnenbild, das stimmige Kostümkonzept und die geschickte Einbindung von Mozarts unsterblicher Musik machten den Abend für mich zu einer rundum gelungenen Zeitreise ins 18. Jahrhundert.



3. Schiggys persönliche Highlights

Lieblingsszene: Die Szene in der Oper, in der Mozart vollkommen in seiner Musik aufgeht – weil ich da das Gefühl hatte, den echten Mozart hinter all seinen Provokationen zu entdecken.
Überraschung des Tages: Als sich Salieri aus dem Rollstuhl erhob und plötzlich viel jünger wirkte.
Lustigster Moment: Als Constanze und Mozart beim Herumtollen bemerken, dass sie beobachtet werden, und für einen kurzen Augenblick erschrocken erstarren.
Emotionalster Moment: Mozarts Tod in Constanzes Armen.

4. Die Besetzung

Schiggy saß im Publikum. Aber wer stand auf der Bühne?

Wolfgang Amadeus Mozart: Jan Mirow
Antonio Salieri: Hartmut Volle
Constanze Weber (Mozarts Frau): Hanna Vogler
Joseph II. (Kaiser von Österreich): Patrick Dollmann
Graf Johann Kilian von Strack (kaiserlicher Kammerherr): Detlev Nyga
Graf Franz Orsini-Rosenberg (Direktor der Nationaloper): Raphael Grosch
Baron Gottfried von Swieten (Präfekt der Nationalbibliothek): Jan Henning Kraus
Zwei Venticelli („Lüftchen“, Zuträger von Infos u. Gerüchten): Maria Arnold, Fabian Baecker
Katharina Cavalieri: Sonja Plahusch
Teresa Salieri: Sigrid Roßmann
Bürger von Wien, Diener, Bauern u. a.: Felix Volnhals, Frank Klimek

Mittwoch, 29. Juli 2026

Schiggy unterwegs... Schneewittchen in Hanau

 

Spieglein, Spieglein an der Wand – welches ist das schönste Musical im ganzen Land?
Schiggy war wieder unterwegs. Diesmal führte mich meine Reise ins Königreich Veldorian bei Hanau, um den magischen Spiegel zu befragen: Hat diese Inszenierung das Zeug zum Musical-Highlight des Jahres 2026? 
Auch der Trailer weckte meine Vorfreude, sodass ich mit entsprechend hohen Erwartungen zur Vorstellung anreiste.

1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel: Schneewittchen
Art: Musical
Ort: Amphitheater Hanau
Sprache: Deutsch
Datum: 24.07.2026
Beginn: 20:30 Uhr
Reihe / Platz: Reihe 1, Platz 34
Dauer (inkl. Pause): ca. 2 Stunden
Vorlage: das gleichnamige Märchen der Gebrüder Grimm
Hinweise:
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2. Mein Eindruck von der Show

Das Grundgerüst der Bühne kam mir sofort vertraut vor. Wie schon bei den anderen Produktionen, die ich in diesem Jahr dort besucht habe, besteht sie aus zwei Ebenen mit fünf Torbögen im Erdgeschoss sowie seitlichen Treppenaufgängen. Doch der Teufel – oder in diesem Fall das Märchen – steckt im Detail: Die Wände wirken wie aus schwerem, kunstvoll verziertem Stein und verleihen der Bühne eine düster-herrschaftliche Schlossatmosphäre. Einen reizvollen Kontrast dazu bildet der große rosafarbene Blütenbaum, an dessen rechter Seite ein einzelner Apfel hängt – ein schlichtes, aber wirkungsvolles Detail, das sofort erkennen lässt, welches Märchen erzählt wird.
Bereits die Vorgeschichte zu Beginn hat mich in ihren Bann gezogen. Anstatt auf aufwendige Kulissenwechsel zu setzen, erzählt das Ensemble die Handlung mit ausdrucksstarker Symbolik: Wiegende Arme stehen für das Baby, ein mit den Händen geformtes Dach symbolisiert das Schloss, und ein plötzliches Zusammenzucken stellt den berühmten Nadelstich der Königin dar. Gemeinsam mit dem herabrieselnden weißen Konfetti, das den Schnee verkörpert, reichen diese minimalistischen Mittel vollkommen aus, um mich unmittelbar in die Märchenwelt hineinzuziehen.
Während die Handlung ihren Lauf nimmt, wächst zugleich meine Vorfreude darauf, wie das Lichtkonzept seine volle Wirkung entfalten wird, sobald die Dunkelheit einsetzt.

Bevor ich auf die einzelnen Rollen eingehe, möchte ich zunächst das gesamte Ensemble hervorheben. Sowohl schauspielerisch als auch gesanglich hat mich die Besetzung von Anfang bis Ende überzeugt. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass auch nur ein Ton wackelte oder Unsicherheiten aufkamen. Jeder Song klang stimmlich sauber, präzise und sicher, sodass ich mich voll und ganz auf die Geschichte und die Figuren einlassen konnte.

Wer hier das klassisch naive, sanftmütige Mädchen erwartet, wird überrascht: Prinzessin Schneewittchen ist zu Beginn ausgesprochen oberflächlich. Sie ist sich ihrer Schönheit vollkommen bewusst, posiert mit übertriebenen Gesten und einem breiten Dauergrinsen. Sie hält sich selbst für perfekt und empfindet es bereits als kleine Katastrophe, wenn ihre Haare einmal nicht sitzen.
Als Lord Ares sie zur Flucht in den Wald drängt, wird schnell deutlich, wie abhängig sie von ihrem luxuriösen Leben ist. Ohne Zofe und Diener fühlt sie sich völlig hilflos. Das selbstbewusste Lächeln weicht einer trotzigen Schnute – fast wie bei einem Kleinkind, dem man das Lieblingsspielzeug weggenommen hat. Ihr Plan für den Wald? Erst einmal darauf warten, dass der Märchenprinz auftaucht und sie rettet.
Gerade diese charakterliche Schwäche empfinde ich jedoch als einen der klügsten Schachzüge der Inszenierung, denn dadurch wirkt die Handlung deutlich nachvollziehbarer als im Originalmärchen. Dass sie sich das Mieder viel zu eng schnüren lässt, geschieht nicht aus bloßer Naivität, sondern aus Eitelkeit: Sie möchte für Prinz Florin möglichst makellos aussehen. Auch ihr Vertrauen in die verkleidete Königin ergibt Sinn, denn Schneewittchen hält sie für eine von Lord Ares angekündigte Dienerin. Selbst der vergiftete Kamm erhält eine schlüssige neue Bedeutung. Er ist kein beliebiger Kamm, sondern ein Abschiedsgeschenk von Ares, das sie im Wald verloren hat. Als sie ihn wiederfindet, überwiegt die Freude über das vertraute Erinnerungsstück jedes Misstrauen.
Am spannendsten finde ich jedoch ihre Entwicklung im weiteren Verlauf. Schneewittchen legt nicht nur ihr Prinzessinnenkleid ab, sondern auch ihre verwöhnte Haltung. Sie erkennt, dass sie sich keinen Zacken aus der Krone bricht, wenn sie den Zwergen im Alltag hilft. Schritt für Schritt wächst sie über sich hinaus, lernt, sich selbst zu verteidigen, und begreift schließlich, dass weit mehr in ihr steckt als eine schöne Fassade.

Königin Sirenna bringt eine spannende Hintergrundgeschichte mit. An ihrem eigentlichen Ziel ändert das allerdings nichts: Sie will die Schönste im ganzen Land sein und Schneewittchen aus dem Weg räumen. Dabei beherrscht sie das Spiel mit den Masken perfekt. Nach außen begegnet sie ihrem Umfeld mit einem freundlichen Lächeln, doch sobald sich jemand abwendet, bröckelt die glamouröse Fassade. Plötzlich treten finstere Blicke und ein gehässiges Grinsen zum Vorschein. Nein, mit dieser Königin möchte ich definitiv keine Teestunde verbringen!

Über die Figur der Amneris möchte ich an dieser Stelle bewusst noch nicht allzu viel verraten, auch wenn mir das wirklich schwerfällt. Warum das so ist, erläutere ich erst im Spoilerteil unter Punkt 5.

Lord Ares steht Sirenna als treuer Diener zur Seite, unterstützt Schneewittchen jedoch heimlich bei ihrer Flucht. Er ist ein ruhiger und besonnener Charakter, der ein großes Geheimnis mit sich trägt. Der Darsteller verkörpert diese Rolle angenehm zurückhaltend, was auf mich sehr glaubwürdig wirkt. Denn wer im Hintergrund unbemerkt die Fäden ziehen möchte, sollte schließlich möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich lenken.

Prinz Florin aus Thandor bricht mit dem Klischee des unfehlbaren Märchenprinzen. Das zeigt sich bereits bei seiner ersten Begegnung mit Schneewittchen. Sein Versuch, sich lässig und selbstbewusst zu präsentieren, entwickelt sich schnell zu einem unfreiwillig komischen Moment.
Als Schneewittchen ungeschickt gegen sein Schwert stößt, versucht Florin, die Situation mit einem hölzernen „Boing, boing“ zu überspielen – nur um sich im nächsten Moment ertappt an die Stirn zu fassen. Gerade diese Selbstironie lässt ihn sympathisch wirken. Er scheint selbst zu merken, dass er eher für eine peinliche Situation sorgt, als den perfekten Helden abzugeben.
Auch im Umgang mit bekannten Märchensymbolen beweist die Inszenierung viel Humor. Als Florin den Zwergen begegnet, reagiert er augenzwinkernd mit einem „Heiho, heiho“ und deutet dabei das Ziehen einer imaginären Zipfelmütze an. Diese charmante Hommage an den Disney-Klassiker bildet einen amüsanten Kontrast zu den kämpferischen Hanauer Zwergen.
Zum Lachen brachte mich Florin schließlich auch nach seinem scheinbar missglückten Heiratsantrag. Als Schneewittchen die Flucht ergreift, sucht er mit einem zerknirschten und sichtlich peinlich berührten Blick den direkten Augenkontakt zum Publikum. Dieser wortlose Moment sagt mehr als jede Dialogzeile und zeigt eine weitere Facette dieser ungewöhnlichen Prinzenfigur.

Besonders gespannt war ich auf die bärtigen Zwerge – und sie haben mich tatsächlich überrascht. Mit dem klassischen Märchenbild haben sie nur wenig gemeinsam: Die Gruppe besteht aus sechs statt sieben Mitgliedern, die Darsteller sind auffallend groß, tragen keine Zipfelmützen und machen selbst unmissverständlich klar, dass ein Disney-haftes „Heiho“ bei ihnen Hausverbot hat. Auch ihre Aufgabe unterscheidet sich deutlich vom bekannten Vorbild. Statt im Bergwerk zu arbeiten, suchen sie den Eingang zum verborgenen Zwergenreich. Ihre raue und ungezähmte Art unterstreichen sie immer wieder mit einem kollektiven, geräuschvollen Ausspucken auf den Boden, sobald ihnen etwas gegen den Strich geht.

Rurik macht aus seiner Skepsis gegenüber Schneewittchen von Anfang an keinen Hehl. Auffällig war für mich, wie deutlich er seine Ablehnung allein durch Mimik und Gestik zeigte. Genervtes Augenrollen, demonstrativ verschränkte Arme oder das provokante Nachahmen von Schneewittchens Gang – sein gesamter Körper signalisiert Widerstand, noch bevor er überhaupt ein Wort sagt.

Grimbold strahlt als ältester Zwerg eine enorme Souveränität und Gelassenheit aus, wodurch seine Rolle als Anführer völlig selbstverständlich wirkt. Beim Gesang hat er mich dann allerdings eiskalt erwischt: Seine tiefe, kraftvolle Bassstimme kam für mich völlig unerwartet. Da ich solche tiefen Stimmen sehr gerne höre, zählt dieser Moment zu meinen musikalischen Highlights des Abends.

Das genaue Gegenteil davon ist das Nesthäkchen Nurik, der einzige Zwerg ohne Bart. Statt eines Kampfstocks trägt er einen Putzmopp und kümmert sich um die Hausarbeit der Gruppe. Mit seiner quirligen Art bringt er spürbar Leichtigkeit in die ansonsten eher raue Zwergenschar. Er springt und läuft beinahe ununterbrochen umher und sucht mit seinem offenen, neugierigen Blick immer wieder die Nähe zu Schneewittchen. Sogar eine Krone strickt er für sie. Offenbar sieht er in ihr trotz allem weiterhin die Prinzessin, die sie nach außen verkörpert.




Die Tontechnik hinterließ einen durchweg positiven Eindruck. Die Lautstärke war hervorragend abgestimmt, sodass weder Dialoge noch Gesang untergingen. Sämtliche Darsteller waren jederzeit klar und deutlich zu verstehen, ohne dass störende Tonprobleme auftraten.

Offiziell wird das Stück – ähnlich wie bereits „Hänsel und Gretel“ im vergangenen Jahr – als „Familientheater mit Musik“ beworben. Nach meinem Eindruck wird diese Bezeichnung der Produktion jedoch kaum gerecht. Für mich handelt es sich vielmehr um ein vollwertiges Musical – lediglich ohne Live-Orchester. Während der Vorstellung fiel dieser Unterschied überhaupt nicht negativ auf. Die musikalischen Einspielungen fügten sich stimmig in das Gesamtbild ein.

Vor allem das Ende von Königin Sirennas Solo ist mir in Erinnerung geblieben. Ein greller weißer Lichtstrahl setzt den Fokus kompromisslos auf die Königin, während der Rest der Bühne in völliger Dunkelheit verschwindet. Das passt für mich hervorragend zu ihrem Charakter, denn sie möchte um jeden Preis im Mittelpunkt stehen und sämtliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dass das Licht dabei bewusst steril weiß statt warm gelb gewählt wurde, empfinde ich als gelungenen inszenatorischen Kniff. Sirenna hüllt sich damit sinnbildlich in Unschuld: Das kalte Weiß vermittelt den Eindruck makelloser Reinheit und verschleiert zugleich ihre dunkle, skrupellose Seite – eine visuelle Täuschung, die perfekt zu ihrer Figur passt.

Die Szenenwechsel im Wald werden ebenso wirkungsvoll durch die Lichtfarben unterstützt. Der Rückzugsort der Zwerge erstrahlt häufig in einem mystischen Grün, das sich bei aufziehender Gefahr in ein warnendes, bedrohliches Rot verwandelt. So erzählt das Licht die Handlung aktiv mit und verstärkt die jeweilige Stimmung zusätzlich.

Ein echter Gänsehautmoment war für mich schließlich das Totenlied der Zwerge. Das Licht wird stark gedimmt, während düstere Nebelschwaden über den Bühnenboden ziehen. Gemeinsam erzeugen diese Effekte eine beklemmende, fast magische Atmosphäre, die die emotionale Wucht der Szene noch einmal deutlich verstärkt.

Das Bühnenbild hat mir bei dieser Inszenierung ebenfalls ausgesprochen gut gefallen. Unerwartet kam für mich der Moment, in dem sich die Torbögen plötzlich nach vorne bewegten. Ihre Rückseiten sind als moosbewachsene Felswände gestaltet und kommen unter anderem als Zwergenhäuschen zum Einsatz. Ein aus Ästen angedeutetes Fenster genügt dabei bereits, um den neuen Spielort glaubhaft und stimmungsvoll wirken zu lassen.

Nicht nur die großen Kulissenelemente, sondern auch die kleineren Requisiten tragen entscheidend zur Atmosphäre bei. Im Königsschloss werden bei feierlichen Anlässen Fahnen geschwenkt. Dass ausgerechnet der Pfau als Wappentier gewählt wurde, fügt sich für mich stimmig in die Inszenierung ein: Sowohl Königin Sirenna als auch – zumindest zu Beginn – Schneewittchen erinnern mit ihrer Eitelkeit und ihrem Drang, sich selbst in Szene zu setzen, an einen stolzen Pfau. Dieses Motiv greift die Inszenierung auf elegante Weise auf.

Mit wenigen Handgriffen entstehen aus steinernen Quadern und einer Holzplatte der Esstisch der Zwerge sowie die passende Einrichtung mit Tellern, Bechern und Besteck. Gerade diese schlichte Gestaltung passt hervorragend zu ihrem einfachen und bodenständigen Lebensstil.

Ein weiteres cleveres Bühnenelement ist das Drehelement, das auf seiner Rückseite den Keller des Schlosses mit dem magischen Spiegel verbirgt. Das davorhängende Tuch wird nur dann zur Seite gezogen, wenn der Spiegel befragt werden soll. Dadurch erhält jeder seiner Auftritte eine besondere Wirkung und hebt ihn deutlich von den übrigen Bühnenszenen ab.

Natürlich darf auch der Glassarg, in dem Schneewittchen liegt, nicht fehlen. Zwar waren an den Seiten die Lüftungsschlitze zu erkennen, gestört hat mich das jedoch überhaupt nicht. Im Gegenteil: Gerade bei einer sommerlichen Open-Air-Vorstellung kann ich gut nachvollziehen, dass diese aus praktischen Gründen notwendig sind.

Die Kostüme haben mir ausgesprochen gut gefallen. Sie verbinden märchenhafte Elemente mit einem modernen Design und unterstreichen sowohl den Charakter als auch die Entwicklung der einzelnen Figuren.

Schneewittchen trägt zu Beginn ein langes, blutrotes Kleid. Ihre schwarzen Haare sind lang, gepflegt und glänzend – passend zu ihrer Eitelkeit und ihrem Wunsch, stets perfekt auszusehen. Im Laufe der Handlung verändert sich ihr Erscheinungsbild jedoch deutlich: Das Kleid wird schmutzig, ihre Haare wirken zunehmend ungepflegt und der vergiftete Kamm muss schließlich herausgeschnitten werden. Mit ihren kurzen, lockigen Haaren, einer Hose und einem moosbewachsenen Umhang wirkt sie schließlich nicht mehr wie die oberflächliche Prinzessin vom Anfang, sondern wie eine bodenständige junge Frau. Auf eindrucksvolle Weise zeigt diese äußere Veränderung ihre innere Entwicklung.

Königin Sirenna trägt durchgehend weiße Gewänder. Wie bereits beim Lichtkonzept beschrieben, verbinde ich diese Farbe mit dem Bild von Unschuld. Gerade bei Sirenna wirkt dieses Weiß jedoch wie eine bewusste Täuschung: Nach außen erscheint sie makellos und rein, während sich hinter dieser Fassade eine skrupellose Herrscherin verbirgt. Ihre große Krone unterstreicht zusätzlich ihren Machtanspruch und vermittelt den Eindruck, dass jeder sofort erkennen soll, wer hier das Sagen hat.

Die Zwerge tragen zottelige Bärte und wilde Frisuren, die ihre raue Lebensweise unterstreichen. Ihre Gewänder erinnern in Kombination mit den Rüstungselementen eher an eine Gruppe erfahrener Krieger als an die häufig niedlich dargestellten Märchenzwerge. Damit passt ihr Erscheinungsbild hervorragend zu ihrer kämpferischen und ungezähmten Art.

Ein Vorteil bei dieser Produktion: Das Album ist sowohl als Stream als auch zum Kauf erhältlich. Ich habe diese Möglichkeit genutzt und konnte die Songs nach der Vorstellung noch einmal in Ruhe auf mich wirken lassen. Während ich bei „Tischlein, deck dich“ noch mit Umschreibungen arbeiten musste, weil weder eine Songliste noch ein Album verfügbar waren, kann ich hier die konkreten Titel nennen und gezielt auf einzelne Lieder eingehen. Da eine ausführliche Besprechung aller Songs den Rahmen sprengen würde, habe ich mich auf vier Titel beschränkt, die mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind.

„Alles Lüge“ räumt mit den Geschichten auf, die man über Zwerge kennt. Ja, das machen die Zwerge unmissverständlich klar: Sie sind nicht klein, tragen keine Zipfelmützen und haben weit mehr als nur eine einzige Eigenschaft. Für mich sind das eindeutige Anspielungen auf die Disney-Version, in der es beispielsweise Happy (immer fröhlich), Schlafmütz (immer müde) oder Brummbär (immer grimmig) gibt. Für die Zwerge ist das sogar „ausgemachter Mist, weil die Wahrheit über uns vollkommen anders ist“. Die Melodie ist überwiegend schwungvoll und animierte das Publikum zum Mitklatschen. In der Mitte wird sie deutlich ruhiger und erinnerte mich klanglich an den Beginn des Disney-Lieds „Heiho“. Doch stattdessen rufen sie: „Kein Heiho. Kein Heiho.“ Gegen Ende nimmt das Lied wieder Fahrt auf.

Schneewittchens Entwicklung wird in „Pack mit an“ unterstrichen. Anfangs zählt sie als ihre Fähigkeiten lediglich Singen, Tanzen und Sich-im-Kleid-Drehen auf, doch das beeindruckt die Zwerge nicht. Sie gerät zunehmend in Verzweiflung, bis Nurik sie dazu motiviert, mit anzupacken. Umso erstaunter sind die anderen, als sie plötzlich kocht und putzt. Sie ist also nicht wie im Original von Anfang an auf die Rolle der fleißigen Hausfrau festgelegt. Nein, es ist etwas Besonderes, dass sie im Haushalt mithilft, weil sie zuvor keinen Finger krumm gemacht und die Arbeit stets anderen überlassen hatte. Das zeigt, dass sie von ihrem hohen Ross absteigt und sich nicht mehr scheut, sich die Hände schmutzig zu machen. Anfangs noch ungeschickt, lernt sie schließlich sogar, sich mit dem Kampfstock zu verteidigen. Passend zu ihrer Entwicklung verändert sich auch die Melodie – von beschwingt über melancholisch bis hin zu dynamisch.

Nicht nur Schneewittchen hatte sich von Königin Sirenna „Ein falsches Bild“ gemacht. Auch andere Figuren verbergen ihre wahren Absichten. Mit genau diesem Motiv spielt das Lied. Schneewittchen erkennt, was Sirenna wirklich vorhat, während diese versucht, eine falsche Fährte zu legen. Schneewittchen ist enttäuscht und fühlt sich hintergangen, während Amneris endlich die Wahrheit ans Licht bringen möchte. Dieses Terzett hat mir sehr gut gefallen. Die Stimmen harmonierten hervorragend miteinander, und gerade der mehrstimmige Gesang hat mich fasziniert.

Im Finale der Inszenierung erfahren wir noch mehr Wahrheiten „Über Märchen“. Hier fiel meiner Begleitung auf, dass die Darsteller so taten, als würden sie ein Buch aufschlagen und Seite für Seite umblättern. Statt eines klassischen Happy Ends erwartet das Publikum ein rhythmischer Abschluss mit einem augenzwinkernden Blick auf das Märchengenre. Auch hier klatschten die Zuschauer mit und sorgten für einen stimmungsvollen Abschluss.

Eine kleine persönliche Randnotiz zum Schluss: In einer Szene trägt Schneewittchen Baumstämme, die in Wirklichkeit weiche, runde Sitzkissen sind und durch ihre Optik tatsächlich wie dick geschnittene Baumscheiben wirken. Dieses Detail brachte mich sofort zum Schmunzeln, denn genau solche Sitzkissen kenne ich auch aus eigener Erfahrung.

Dabei musste ich an meinen Besuch in Tecklenburg zurückdenken: Als ich dort aufstehen wollte, um eine andere Besucherin vorbeizulassen, rutschte mein Sitzkissen über die Bank nach hinten. Der Besucher hinter mir hob es auf und kommentierte den Moment scherzhaft mit einem „Autsch, mein Fuß!“, bevor er mir das Kissen zurückreichte. Die Ähnlichkeit zur Requisite in Hanau war für mich daher ein unerwarteter und amüsanter kleiner Wiedererkennungsmoment.

Insgesamt hat mir der Besuch von „Schneewittchen“ ausgesprochen gut gefallen. Die Vorstellung war für mich äußerst kurzweilig, sodass ich selbst überrascht war, wie schnell der erste Akt vergangen ist. Die Mischung aus humorvollen Momenten, stimmungsvoller Atmosphäre und einer gelungenen Figurenentwicklung hat mich über die gesamte Dauer hinweg bestens unterhalten.

Die Inszenierung bleibt dem Originalmärchen der Gebrüder Grimm treu, setzt jedoch gleichzeitig eigene Akzente und interpretiert bekannte Elemente auf frische Weise. Die vorgenommenen Änderungen wirken dabei nicht aufgesetzt oder erzwungen, sondern fügen sich stimmig in die Geschichte ein. Einige dieser Anpassungen möchte ich an dieser Stelle jedoch noch nicht vorwegnehmen, sondern im Spoilerteil unter Punkt 5 genauer beleuchten.

Ein besonderer Hinweis darauf, wie sehr mich die Produktion überzeugt hat, zeigt sich auch in meiner persönlichen Jahreswertung: „Schneewittchen“ hat es tatsächlich geschafft, meinen bisherigen Favoriten „Der Graf von Monte Christo“ vom ersten Platz zu verdrängen. Damit steht die Hanauer Märchenproduktion aktuell an der Spitze meiner Musical-Highlights 2026, während „Der Graf von Monte Christo“ nun den zweiten Platz vor „Tischlein, deck dich“ belegt.

3. Schiggys persönliche Highlights

Lieblingsszene: das Warten nach dem Heiratsantrag

Bestes Solo: „Was weißt du schon? – Reprise“

Bestes Duett: „Was weißt du schon?“

Ohrwurm des Tages: „Ein falsches Bild“

Überraschung des Tages: Grimbolds tiefe Bassstimme in „Mør'dar Nuîk Bombadur“. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet – und genau deshalb ist mir dieser Moment besonders in Erinnerung geblieben.

Beste Ensemblenummer: „Alles Lüge“. Mir gefiel, wie die Zwerge hier mit den bekannten Klischees über ihre eigene Figur aufräumen.

Lustigster Moment: Hier könnte ich mehrere Szenen nennen, aber einige davon würden bereits zu viel über die Handlung verraten. Daher bleibt es bei einem sehr knappen: Die Inszenierung hatte viele Momente, die mich zum Lachen gebracht haben.

Emotionalster Moment: „Mør'dar Nuîk Bombadur“ und die Szene um Amneris' Geheimnis. Beide Momente haben bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen.


4. Die Besetzung

Schiggy saß im Publikum. Aber wer stand auf der Bühne?


Schneewittchen von Veldorian: Rosa Alice Abruscato
Königin Sirenna von Veldorian: Johanna Haas
Amneris: Barbara Bach
Lord Ares: Benedikt Selzner
Prinz Florin von Thandor/Dalwin: Marius Schneider
Ranghilda u.a.: Barbara Seeliger
Grimbold u.a.: Jan Henning Kraus
Rurik u.a.: Valentin Mirow
Sigurd u.a.: Hanna Kogler
Nurik u.a.: Jiri Dehmel

5. Spoiler

Diesen Erlebnisbericht zu schreiben, fiel mir überraschend schwer. Nicht etwa, weil mir nichts eingefallen wäre – ganz im Gegenteil. Es gibt so viel zu erzählen. Das Problem war vielmehr, dass sich viele meiner Eindrücke nur anhand konkreter Szenen beschreiben lassen und ich damit zwangsläufig einen großen Teil der Handlung verrate. Deshalb habe ich mich wie beim Bericht zu „Wie im Himmel“ dazu entschieden, meine Gedanken im Spoilerteil zu beschreiben.

Da für das Musical noch eine Tour durch Bremen, Chemnitz und München geplant ist, gilt: Wer sich die Inszenierung dort noch ansehen und sich überraschen lassen möchte, sollte an dieser Stelle lieber nicht weiterlesen.

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Amneris ist die Frau im Spiegel. Sie wirkt sehr alt, hat langes graues Haar und ein von Falten gezeichnetes Gesicht. Ich hatte ehrlich gesagt vermutet, dass sie in Wahrheit Schneewittchens Mutter ist und von Sirenna in den Spiegel verbannt wurde. Immer wenn die Königin vor dem Spiegel steht, imitiert Amneris ihre Bewegungen exakt, als wäre sie tatsächlich ihr Spiegelbild. Gleichzeitig strahlt sie eine tiefe Traurigkeit und Verzweiflung aus. Für mich war deshalb klar, dass mehr hinter ihrer Geschichte stecken musste.

Am Ende stellt sich heraus, dass sie Schneewittchens Tante ist. Wegen ihres Aussehens wurde sie von den Menschen verspottet und gedemütigt. Ihre Schwester versteckte sie im Keller, weil der König sie als zu hässlich empfand. Als er sie schließlich entdeckte, verbannte er sie. Nach dem Tod ihrer Schwester tauschte Amneris mit der Frau im Spiegel den Platz, nahm als Sirenna deren Stelle ein und gewann das Herz des Königs.

Dadurch erhält ihre Besessenheit von Schönheit eine nachvollziehbare Motivation. Sie hat selbst erlebt, wie grausam Menschen mit jemandem umgehen können, der nicht ihrem Schönheitsideal entspricht. Diese Erfahrung möchte sie nie wieder machen. Auch dass sie den König letztlich nicht aus Machtgier, sondern aus Rache für das, was er ihr angetan hat, vergiftet, lässt sie in einem anderen Licht erscheinen. Sie bleibt zwar die Gegenspielerin, ist aber keine eindimensionale Missetäterin. Die jahrelangen Qualen haben sie geprägt und innerlich abstumpfen lassen.

Eine der lustigsten Szenen der Inszenierung war für mich Schneewittchens Geschenkübergabe an die Zwerge. Stolz berichtet sie, dass Nurik ihr das Stricken beigebracht hat und sie für jeden ein persönliches Geschenk vorbereitet hat: eine selbstgestrickte rote Socke. Der Haken daran: Die Socken sind derart groß geraten, dass sie eher einem Riesen passen würden als einem Zwerg. Die Zwerge wissen damit allerdings umzugehen und nutzen sie kurzerhand als Kopfbedeckung. Damit entsteht eine witzige Anspielung auf die klassischen Zipfelmützen, die man aus dem Märchenbild kennt – nur eben auf eine völlig unerwartete Weise.

Das Sprichwort „Was sich liebt, das neckt sich“ wird im Duett zwischen Schneewittchen und Rurik besonders deutlich. Was zunächst wie gegenseitige Ablehnung wirkt, entpuppt sich nach und nach als aufkeimende Zuneigung. Zwischen den beiden knistert es längst, auch wenn sie sich ihre Gefühle selbst noch nicht eingestehen wollen. Ihre Beziehung entwickelt sich angenehm langsam, und an ihren Blicken und Gesichtsausdrücken erkennt man immer wieder, dass da längst mehr ist.

Als Schneewittchen verzweifelt auf dem Boden liegt und sich hässlich findet, beugt sich Rurik über sie und ruft spontan: „Aber du siehst doch super aus!“ Dafür gab es Szenenapplaus. Offenbar war ich nicht die Einzige, die sich wünschte, dass die beiden zueinanderfinden.

Später gibt es eine ruhige Szene zwischen ihnen, in der es beinahe zu einem Kuss kommt. Doch ausgerechnet in diesem Moment platzen die anderen Zwerge herein. Sie begreifen sofort, was los ist, und ziehen Rurik damit auf.

Auch später sorgt Rurik immer wieder für humorvolle Momente. Als Schneewittchen während des Heiratsantrags davonläuft – eigentlich nur, weil sie sich in ihrer Hose unpassend gekleidet fühlt und sich umziehen möchte –, kommentiert er die Situation mit trockener Ironie. Während Florin völlig verunsichert ist, meint Rurik mit schelmischem Grinsen nur: „Sie kommt bestimmt wieder.“ Später setzt er noch einen drauf und sagt trocken: „Ich glaube, sie hat dich sitzenlassen.“

Umso mehr spricht sein enttäuschter Gesichtsausdruck Bände, als Schneewittchen schließlich im roten Kleid zurückkehrt und Florins Antrag annimmt. In diesem Moment tat er mir wirklich leid.

Seine Solo-Reprise von „Was weißt du schon?“ gehört für mich zu den emotionalsten Momenten des Musicals. Man spürt, wie tief ihn die Situation trifft. Meine Begleitung erzählte mir später sogar, dass sie ihn in diesem Moment am liebsten einfach in den Arm genommen und getröstet hätte.

Auf dem Rückweg wird deutlich, welche Absichten Florin tatsächlich verfolgt. Schneewittchen empfindet das Kleid als unbequem und möchte wieder ihre Hosen anziehen. Doch Florin wirft den Kleiderbeutel einfach weg und erklärt, er wolle keine Frau in Hosen. Das lässt sich durchaus auch als „keine Frau, die Widerworte gibt“ verstehen.

Als Schneewittchen ihm von ihren Plänen für Thandor erzählt, muss Florin schließlich eingestehen, dass das Königreich bankrott ist. Fast beiläufig murmelt er zerknirscht: „Und meine Eltern haben sich mit dem Rest aus dem Staub gemacht.“ Spätestens da erkennt Schneewittchen, dass er sie nie wirklich geliebt hat, und kehrt zu den Zwergen zurück.

Bei einer vermeintlichen Aussprache täuscht Sirenna Schneewittchen gezielt. Sie spiegelt ihr falsche Erinnerungen vor, unter anderem, dass sie früher immer gemeinsam Äpfel gegessen hätten. Dadurch wirkt Schneewittchen später keineswegs kopflos oder naiv, als sie in den vergifteten Apfel beißt. Sie glaubt tatsächlich, dass in der Königin noch die gute Amneris steckt und diese sich mit ihr versöhnen möchte.

Florin wittert dagegen seine Chance auf Reichtum. Er behauptet, Schneewittchen habe ihm das Eheversprechen gegeben, und während die Zwerge verzweifelt nach dem Grund suchen, warum sie nicht mehr atmet, lässt er unbemerkt das belastende Beweisstück verschwinden.

Schneewittchen wird schließlich in den Glassarg gelegt. Es kommt zum Streit zwischen Rurik und Florin. Dabei zählt Rurik auf, was Schneewittchen alles ausmacht: Sie ist nicht nur schön, sondern auch mutig, liebevoll und … wach. Ja, wach …

Diese Szene war für mich einer der komischsten Momente des Abends. Rurik stößt versehentlich gegen den Glassarg, woraufhin das Apfelstück aus Schneewittchens Mund fällt und sie wieder zu atmen beginnt. Während Rurik noch verzweifelt nach weiteren Komplimenten sucht, bemerkt einer der anderen Zwerge: „Sie ist wach.“ Doch Rurik ist so auf seine Aufzählung konzentriert, dass er nur wiederholt: „Ja, genau, wach“, bevor er sich schließlich umdreht und erst dann realisiert, dass Schneewittchen tatsächlich wieder lebt.

Der anschließende Kuss zwischen den beiden wurde vom Publikum mit großem Applaus gefeiert. Mir gefällt es sehr, dass Schneewittchen und Rurik am Ende ein Paar werden.

Eine ähnliche Entwicklung habe ich bereits in einer anderen Schneewittchen-Adaption erlebt. Auch dort wurden Gefühle zwischen Schneewittchen und einem der Zwerge angedeutet. Dieser Handlungsstrang wurde jedoch letztlich nicht weiterverfolgt, und die Geschichte kehrte zum klassischen Ende mit dem Prinzen zurück. Umso mehr hat es mich gefreut, dass die Hanauer Inszenierung diesen Gedanken konsequent weiterentwickelt und daraus eine glaubwürdige Liebesgeschichte entstehen lässt.

Schön fand ich außerdem, dass Amneris am Ende wieder sie selbst sein kann. Sie muss sich nicht länger verstecken und wird so akzeptiert, wie sie ist. Das habe ich ihr von Herzen gegönnt, denn die Auflösung ihres Geheimnisses hat mich wirklich berührt.

„Und sie lebten glücklich...“ – Moment, da erhebt Schneewittchen Einspruch und unterbricht den Erzähler. Sie weist ihn darauf hin, dass sie und Rurik sich auch in Zukunft ständig kabbeln werden. Den Beweis liefern sie sofort mit einer Diskussion über ihre künftigen Kinder. Dieses Ende fand ich wunderbar erfrischend, weil es sich nicht wie ein erzwungenes Märchen-Happy-End anfühlt.

Dienstag, 28. Juli 2026

Aktuell lese ich... Der Tod liegt in der Luft

 Hallo,





... einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter






Der junge Sherlock Holmes soll seine Sommerferien auf dem Land verbringen – bei Tante Anna in Farnham. Stundenlang dauert die Reise und nichts als Gerstenfelder weit und breit. Noch öder geht es ja wohl kaum, Sherlock ist stocksauer. Doch dann kommt alles ganz anders und plötzlich ist er mittendrin in seinem ersten Fall. Mysteriöse Todesfälle, prügelnde Muskelprotze und ein böser Baron – das erste Abenteuer des jungen Meisterdetektivs beginnt.


Lesefortschritt




Aktuell bin ich auf Seite 7 von 416. <Als Matthew Arnatt das erste Mal der Todeswolke begegnete, kam sie aus einem Fenster im ersten Stock geschwebt.> (Prolog)


Warum dieses Buch?




Ich habe Staffel 1 der Serie geschaut und wollte eigentlich nur schauen, ob eine 2. Staffel geplant ist. Da habe ich dann entdeckt, dass es eine Buchvorlage dazu gibt.

Was gibt es sonst noch zu sagen?



Ich fange nachher erst damit an.


Was ist sonst noch passiert?

Die Kinder sind mit den Großeltern eine Woche nach Frankreich gefahren. Wir haben dann am Wochenende einen Musical-Theater-Marathon gemacht: Freitag das Musical Schneewittchen in Hanau, Samstag das Theaterstück Amadeus, ebenfalls in Hanau, und Sonntag die Komödie Die Feuerzangenbowle in Bad Vilbel.


Außerdem habe ich gestern die 14. Staffel von Death in Paradise begonnen. Die erste Folge hat mir schon mal gut gefallen. Ich hoffe, es geht so weiter. Noch zeigt die Serie keine Ermüdungserscheinungen. In der letzten Staffel ging DI Parker auf Weltreise. Es kam also ein neuer Inspector. Auch Marlon ist ja in Staffel 13 weggezogen. Bisher kam für ihn noch kein Ersatz. Da bin ich sehr gespannt. Außerdem wurde am Ende von Folge 1 mitgeteilt, dass die Stelle des Commissioners gestrichen werden soll. Geht Selwyn Patterson etwa auch fort? Er ist neben Catherine die einzige Konstante, seit Staffel 1 dabei. Das wäre sehr schade.






Liebe Grüße
Tinette

Freitag, 24. Juli 2026

Kurz gebellt zu: Katzenmond

 



   Allgemeine Infos:

Originaltitel: Katzenmond
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Antonia Michaelis
Übersetzt von: /
Verlag: Oetinger
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Kinderbuch
Erscheinungsjahr: 2026
Seiten: 318
Preis: 16,00 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-7512-0789-8





Klappentext:
Der 11-jährige Jeremias fährt mit seinen Eltern nach Griechenland ans Meer. Schon bald bemerkt er, dass die vielen wilden Katzen dort ihn beobachten. Der geheimnisvolle Junge Mond erzählt Jeremias von einer verschwundenen Tür, die einst in eine magische Nachtwelt führte, in der Katzen Dinge können, zu denen sie im echten Leben nicht fähig sind. Gemeinsam mit Mond, der schüchternen Nyx und einem Haufen streunender Katzen begibt sich Jeremias auf Spurensuche. Ist die Nachtwelt in Gefahr? Was hat es mit dem unheimlichen Schatten auf sich, der sie verfolgt? Und warum interessiert sich der Mann im silbernen Anzug so sehr für die rätselhafte Tür? Jeremias muss sich entscheiden, wie weit er gehen will, um die Nachtwelt zu retten.



Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 13.07.2026
Beendet: 23.07.2026
Gebraucht: 11 Tage

Kurz gebellt


Nachdem ich dieses Jahr noch kein Highlight gelesen hatte, setzte ich große Hoffnungen in diese Geschichte. Antonia Michaelis hat mich schon oft mit ihrem Schreibstil begeistert.
Auch bei Katzenmond habe ich mich sofort wohlgefühlt. Das Buch wird aus Jeremias' Sicht in der Ich-Form erzählt. Diese Erzählform mag ich, weil sie Nähe zum Protagonisten schafft.
Mit seinen Eltern macht er in den Herbstferien Urlaub auf Kreta und gerät dort in ein geheimnisvolles Abenteuer rund um streunende Katzen und den König der Nacht.
Jeremias ist ein sympathischer Junge, den ich sofort mochte. Er ist manchmal vergesslich – eine Eigenschaft, die ich ebenfalls gut kenne. So konnte ich mich gut in ihn hineinversetzen. Er ist ein ruhiger und netter Protagonist, der sich schnell für die Straßenkatzen interessiert und sich zum Ziel gesetzt hat, sie zu füttern und zu zähmen.
Schön finde ich, wie er mit Nyx umgeht. Das Mädchen, das auf Kreta lebt, sitzt im Rollstuhl. Jeremias nimmt es wahr, aber er macht keine große Sache daraus. Die Freundschaft, die zwischen den beiden entsteht, hat mir gut gefallen. Wie Jeremias ist auch Nyx eine eher ruhige Person. Sie möchte sich auch für die Katzen einsetzen.
Seine Eltern und auch Nyx' Mutter haben nur wenig Zeit für ihre Kinder. Während Nyx' Mutter viel arbeitet, ist Jeremias' Vater ständig mit seiner Kamera unterwegs. Seine Mutter wirkt unglücklich in ihrer Ehe und verliert dabei ihren Sohn zunehmend aus dem Blick.
Sehr mysteriös ist der Junge, der sich Mond nennt. Er scheint kein richtiges Zuhause zu haben, trägt zerrissene, aber saubere Kleidung und ist sehr mager. Gerade weil das niemanden wirklich zu stören scheint, begann ich zu rätseln und stellte meine eigene Theorie auf.
Zu Beginn des Buchs gibt es eine Triggerwarnung. Die Auflistung auf der letzten Seite habe ich vorab gelesen. Es werden einige schwerwiegende Themen angesprochen. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass Antonia Michaelis schwierige Inhalte stets kindgerecht behandelt – und das ist auch bei Katzenmond der Fall. Sie hat diese wirklich sehr behutsam in die Geschichte eingeflochten. Es wirkt stimmig, weder erzwungen noch aufgesetzt.
Das Buch fand ich durchgehend spannend. Ich wollte unbedingt wissen, ob meine Vermutung zu Mond richtig ist und was der Anzugmann, wie die Kinder ihn nennen, eigentlich plant. 
Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr verschwimmen Realität und Fantasie. Gerade dieses Gefühl, nie genau zu wissen, was wirklich geschieht, hat mich bis zum Schluss gefesselt. Mehr möchte ich dazu aber nicht verraten, weil das Entdecken für mich einen großen Teil des Leseerlebnisses ausgemacht hat.
Besonders gut hat mir wieder der Schreibstil gefallen. Er liest sich leicht und flüssig und wirkt dennoch authentisch für den elfjährigen Protagonisten. Gleichzeitig hat er etwas Poetisches. Die Autorin spielt mit ihren Worten und malt damit eine fantasievolle Geschichte über Freundschaft, Mut und Katzen, die lange nachhallt.
So zücke ich tatsächlich zum ersten Mal in diesem Jahr die Höchstbewertung.


Zitate, die im Kopf geblieben sind

"Wenn mehr Leute träumen würden, statt die Welt in Schutt und Asche zu legen, wäre einiges besser." (S. 8)

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: (würde zu viel verraten)
Fazit: Eine wunderschöne magische Geschichte, nicht nur für Kinder.
Bewertung

Donnerstag, 23. Juli 2026

Neuerscheinungen, auf die ich mich freue

   Die Aktion


findet auf dem Blog Weltenwanderer statt.


Heutige Aufgabe:


*~*  Auf welche 10 Neuerscheinungen im 2. Halbjahr freust du dich am meisten? *~*



Hallo,

Neuerscheinungen habe ich mir ein paar notiert. Oft sind es Reihen, aber es sind auch ein ein paar Einzelbände dabei.

1. Katzenmond, erschienen am 10.07.

Das Buch lese ich aktuell, aber weil es ja im 2. Halbjahr erschienen ist, und ich Schwierigkeiten habe, überhaupt auf 10 Titel zu kommen, nenne ich es an dieser Stelle.


Der 11-jährige Jeremias fährt mit seinen Eltern nach Griechenland ans Meer. Schon bald bemerkt er, dass die vielen wilden Katzen dort ihn beobachten. Der geheimnisvolle Junge Mond erzählt Jeremias von einer verschwundenen Tür, die einst in eine magische Nachtwelt führte, in der Katzen Dinge können, zu denen sie im echten Leben nicht fähig sind. Gemeinsam mit Mond, der schüchternen Nyx und einem Haufen streunender Katzen begibt sich Jeremias auf Spurensuche. Ist die Nachtwelt in Gefahr? Was hat es mit dem unheimlichen Schatten auf sich, der sie verfolgt? Und warum interessiert sich der Mann im silbernen Anzug so sehr für die rätselhafte Tür? Jeremias muss sich entscheiden, wie weit er gehen will, um die Nachtwelt zu retten.


2. Fishbone Cinderella, erscheint am 28.07.

Schon das letzte Buch von Elizabeth Lim habe ich auf Englisch und später auf Deutsch gelesen, habe ich das auch bei ihrer neusten Geschichte vor.

1940s Hong Kong
When Japanese soldiers invade her hometown, Ha Yut Ying makes an unlikely escape—by turning invisible. But her miraculous survival is only the beginning. After the war is over, she’s sent to Hong Kong to live with her distant father and glamorous stepmother, who end her dreams of becoming a singer and turn her into the family’s servant. As the years pass, Yut Ying learns the hard truths of betrayal and ambition, of forbidden love and devastating loss, and discovers that sometimes the only way to endure is to disappear.
1960s San Francisco
Marigold has always had a knack for uncovering secrets, but nothing prepares her for the day she accidentally witnesses her mother vanish before her eyes. The moment fractures their bond, leaving questions that shadow her entire childhood. But when her mother’s condition suddenly deteriorates, Marigold is convinced she’s the only person who can save her. To do so, she must journey into the secrets her mother never shared and uncover the tragic, fairytale-tinged history their family has fought to forget.

3. Crimson Throne, erscheint am 30.07.

Da bin ich mir noch unsicher. Das Buch habe ich beim Stöbern entdeckt. Von Beth Revis habe ich vor Jahren mal die Godspeed-Reihe gelesen, die mir sehr gut gefallen hat. Dass Alyth mit ihren magischen Fähigkeiten Mary Stuart beschützt, hört sich sehr interessant an, aber ich habe schon etwas Angst, dass die Liebesgeschichte einen zu großen Anteil nimmt. Da werde ich wohl noch etwas warten, bis ich mich endgültig entscheide. Notiert ist es aber schon mal. :-)


Die Halbfae Alyth ist Leibwächterin am schottischen Hof. Mit ihren magischen Fähigkeiten schützt sie Mary Stuart vor Bedrohungen. Der Londoner Straßenkämpfer Samson ringt mit einem dunklen Fluch und begibt sich dafür als Spion in den Dienst der Königin Elisabeth. Als er am schottischen Hof eingeschleust wird, weiß Alyth, dass sie ihm nicht trauen kann. Doch schon bald können die beiden gegen ihre Gefühle nicht mehr ankämpfen. Während sie eine uralte Verschwörung aufdecken, wird ihre verbotene Liebe auf eine harte Probe gestellt. Intrigen, Verrat und dunkle Magie bringen sie in tödliche Gefahr …





4. Canvas, erscheint am 13.08.

Ursula Poznanski hat mich mit ihren Büchern in letzter Zeit öfter mal enttäuscht. Seitdem bin ich da etwas vorsichtiger geworden. Trotzdem möchte ich Canvas lesen. Teil 1 hat mir damals gut gefallen. Ich bin neugierig, wie die Geschichte weitergeht.


Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: Ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün, geduckten Häuschen und einer Burgruine. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn es an ihrem Arbeitsplatz mal wieder so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.

Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Doch dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln...


5. Le Septième Siffleur, erscheint am 21.08.

Nachdem ich den Auffrischungskurs abgeschlossen habe, dachte ich mir, ich muss weiterhin mit der französischen Sprache in Berührung bleiben; sonst verlerne ich alles wieder. Also habe ich mal nach französischer Literatur gesucht und bin auf dieses Buch gestoßen. Ich will es einfach mal damit versuchen.

Dans les Highlands écossais, sur une exploitation agricole en difficulté, vivent Fiona, son mari éleveur et leur fils adolescent, dont la vue décline.
La baie de Somme est le terrain de chasse de Willy, qui espère un jour transmettre à son petit garçon sa passion pour le gibier d’eau.
Au Maroc, la Merja Zerga voit naviguer touristes, guides ornithologiques et le jeune Hamza, qui donnerait tout pour s’échapper, migrer loin de là où il est né.
Dans ces mêmes lieux, chaque année, fait escale un oiseau en déclin, le courlis cendré.
Sous les battements d’ailes de cette espèce vulnérable, ce sont trois récits de filiation, de transmission et de réconciliation qui s’entrelacent, au plus près de familles issues de territoires trè...



6. Ravenmaster, erscheint am 26.08. - erscheint doch erst 24.02.2027

Ich habe schon einige Bücher von Nina Blazon gelesen, die mich sehr begeistert haben. Auch diese Geschichte klingt vielversprechend.
edit: Das Buch ist eigentlich falsch in dieser Liste. Ich hatte es letzte Woche entdeckt, vorbestellt und das Erscheinungsdatum notiert, damit ich nicht überrascht bin, wenn es eintrifft. Ich vergesse das ja gerne mal. Da hieß es noch 26. August. Damit hätte es gepasst. Ich lasse es jetzt trotzdem stehen, weil ich eh schon gerade so auf 10 Bücher gekommen bin...


In Tideborn, einer Metropole am Meer, in der Magie den mächtigen Wasserwächtern vorbehalten ist, sieht May, ein Waisenmädchen aus den Bergen, ihre große Liebe aus Kindertagen wieder: Ennis, den Sohn eines Wasserwächters, der dort ein prunkvolles Leben führt. May hat nie aufgehört, ihn zu lieben. Doch zu den Palästen der Wächter hat sie keinen Zutritt und eine solche Liebe verstößt gegen alle Regeln. Als Ennis sie dennoch heimlich trifft, kann May ihr Glück kaum fassen und wagt zu hoffen – bis Ennis plötzlich spurlos verschwunden ist. May ist bereit, bis ans Ende der Welt zu gehen, um ihn zu suchen. Sie wird ihr Leben dafür aufs Spiel setzen müssen und auf ein dunkles Geheimnis stoßen, das die ganze Stadt zu zerstören droht …



7. Never Leave the Path, erscheint am 11.09.

Antonia Michaelis ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich mag ihren Schreibstil und ihr Kunst, schwierige Themen sensibel zu behandeln. Außerdem weiß man bei ihr manchmal nicht, ob den Protagonisten das tatsächlich passiert ist oder ob sie es nur geträumt haben. Es gefällt mir, auf welche Art und Weise bei ihr Realität und Fantasie verschwimmen.

Natürlich gibt es den Hexer vom Berg nicht, da ist sich der 17-jährige Jesper sicher. Doch wer streift dann nachts um die abgelegene Hütte, in der er und seine Mutter Abstand vom Großstadtleben suchen? Was hat es mit den beklemmenden Bildern auf sich, die Jesper zusammen mit vergilbten Zeitungsartikeln über einen Mord in den Schubladen findet? Und wer ist das seltsame Mädchen, das im Wald lebt und über Regen und Wind zu gebieten scheint? Wohin geht sie, wenn sie verschwindet, und weshalb kann Jesper nicht aufhören, an sie zu denken?
Als ein plötzlicher Wintereinbruch es unmöglich macht, den Berg zu verlassen, und Jespers Mutter krank wird, weiß er nicht mehr, wem er trauen kann ... Doch diese Frage entscheidet über Leben und Tod.


8. Schascha und der Buchspazierer, erscheint am 14.08.

Gut, das ist jetzt etwas geschummelt. Das Buch ist nämlich nicht für mich. Ich möchte es meiner Nichte schenken. Es ist die Geschichte des Buchspazierers aus Kindersicht. 




Die neunjährige Schascha liebt Bücher über alles und begegnet eines Tages dem stillen Buchhändler Carl Kollhoff, der Bücher zu den Menschen der Stadt bringt. Fasziniert begleitet sie ihn auf seinen täglichen Wegen und wird Teil seiner besonderen Mission. Gemeinsam bringen sie Geschichten und Hoffnung zu anderen - bis Schascha selbst zeigen muss, wie viel Mut, Herz und Kraft in ihr und in den Büchern steckt.






9. Tote Frauen verzeihen nicht, erscheint am 14.10.

Historische Krimis lese ich gerne. Der Klappentext hat mich direkt neugierig gemacht.



Stockholm, Silvester 1895/96: In der klirrenden Kälte der Neujahrsnacht entdeckt die junge Näherin Hildur die Leiche einer Frau im Hinterhof ihres Mietshauses – neben ihr ein toter Fötus. Die Tote ist Emma Josefina, gerade einmal 16 Jahre alt und Dienstmädchen im Haushalt des angesehenen Bauherrn Johan Henrik Creutz.
Hildur kann das grausame Bild der jungen Toten nicht vergessen. Gemeinsam mit drei Mitbewohnerinnen – der wohlhabenden Witwe Olga, deren Dienstmädchen Edit und der scharfsinnigen Vollwaise Fredrika – beginnt sie, Fragen zu stellen, die niemand hören will. Was die vier Frauen aufdecken, ist mehr als ein Verbrechen: Es ist ein Blick in die dunklen Abgründe einer Gesellschaft, in der Frauen kaum mehr als Besitz sind.



10. Zwischen Himmel und Erde, erscheint am 13.11.

Das ist das Buch, auf das ich mich am meisten freue. Hulda begleite ich nun schon seit Jahren. Das hier ist der 9. Teil der Reihe. Die Leseprobe, die in Band 8 abgedruckt war, hat mich sehr neugierig gemacht. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.


Berlin, 1933: Hulda arbeitet als engagierte Hebamme in ihrem Schöneberger Kiez. Doch das Leben der Menschen wird zunehmend geprägt von der Radikalisierung der Gesellschaft und dem wachsenden Antisemitismus. Um sich abzulenken, besucht Hulda mit ihrer Tochter einen Rummelplatz an den Königskolonnaden. Dort gibt es Zuckerstangen und Glückslose, ein großes Riesenrad und die bunt bemalten Kulissen der Achterbahn. Aber hier tun sich auch Abgründe auf: Zwischen Schießbuden und Karussell begegnet Hulda einer verängstigten Frau aus einer Schaustellerfamilie. Und sie ist schon bald einem düsteren Geheimnis auf der Spur, bei dem es um Leben und Tod geht. Auch Kommissarin Irma Siegel arbeitet in einem Entführungsfall gegen die Zeit. Als sie und Hulda die Zusammenhänge verstehen, ist es schon fast zu spät. Und Hulda erkennt, wem von ihren Freunden sie noch trauen kann.



Okay, das war meine heutige Liste.
Buch 1 habe ich ja schon gelesen. Die Bücher 2, 4, 5, 6, 7 und 10 möchte ich unbedingt lesen. Buch 8 ist für die Nichte. Die anderen Bücher habe ich mir nur notiert. Da warte ich noch etwas ab.
Liebe Grüße
Tinette

Schon gelesen?

Schiggy unterwegs... Amadeus in Hanau

Schiggy war wieder unterwegs und hat diesmal eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert unternommen – in die Epoche, in der der berühmte Komponist W...