Freitag, 20. Februar 2026

Kurz gebellt zu: Abtauchen ins Abenteuer




   Allgemeine Infos:
OriginaltitelAbtauchen ins Abenteuer
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Katja Brandis
Übersetzt von: ///
Verlag: Arena
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Delfinteam
Teil:: 1
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2004 (unter dem Titel Das Geheimnis der Antares)
Seiten: 262
Preis10,00 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-401-51242-6





Klappentext:
Sandra findet nichts langweiliger als ihre Ausbildung bei der Bank. Deswegen ergreift sie sofort die Gelegenheit, als ihr ein Job als Taucherin in einem DelfinTeam in Florida angeboten wird. Weit weg von Deutschland lernt Sandra gemeinsam mit ihrer Delfin-Partnerin Caruso die neue Umgebung kennen, übt die gemeinsame Sprache ein und bereitet sich auf ihre Einsätze im Meer vor. Und schon bei ihrer ersten, richtigen Mission mit Caruso wird es gefährlich: Das Bergungsschiff Antares sucht im Meer nach der Silberfracht einer versunkenen spanischen Galeone, doch ein noch größeres Rätsel gibt Sandra das merkwürdige Verhalten der Menschen an Bord auf. Als sie herausfindet, was dahintersteckt, ist es schon fast zu spät …


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 10.02.2026
Beendet: 19.02.2026
Gebraucht: 10 Tage

Kurz gebellt

Nachdem mir die Woodwalkers-Reihe von Katja Brandis so gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf den Auftakt der Delfinteam-Trilogie. Mit rund 260 Seiten schien mir das Buch ideal für zwischendurch. Tatsächlich habe ich jedoch über eine Woche dafür gebraucht.
Das lag vor allem an der Protagonistin Sandra, genannt Sandy. Sie war mir von Anfang an unsympathisch. Sie wirkt häufig überheblich. Einerseits schüttelt sie den Kopf über Tauchanfänger. Andererseits stellt sie selbst Fragen, deren Antworten eigentlich offensichtlich sein sollten. 
Zudem bringt sie die Organisation The Deep dazu, einen Delfin aus einem Wasserpark in Japan freizukaufen und wird im Anschluss ohne nennenswerte Referenzen direkt eingestellt. Sie zieht dann auch zügig nach Florida um. Diese Entwicklung erschien mir etwas unrealistisch.
Besonders negativ aufgefallen ist mir ein Gedanke von ihr auf Seite 97: „Wenn das so weitergeht, wird sie wirklich noch neidisch auf mich, wenn sie es nicht schon ist.“
Auf Seite 101 meint Sandy zu ihrem Chef Greg: „Ist Tommy nicht eine Nummer zu groß für sie?“ Diese Aussagen über ihre Kollegin Nikki finde ich sehr arrogant, auch wenn der letzte zitierte Satz scheinbar eher zeigen soll, dass sich Sandy für andere einsetzt.
Generell scheint sie nahezu alles sofort zu können. Noch vor Ende der Probezeit besteht sie ihre erste Tauchprüfung.
Greg erwidert auf ihre Frage von Seite 101 übrigens u. a.: „Ach ja, ich würde vorschlagen, dass du Nikki mit ihm hilfst. Ich will, dass du im Notfall für sie einspringen kannst.“
Das war für mich wieder so ein Moment, in dem Sandy als Alleskönnerin hingestellt wird. Dabei ist sie ganz neu im Team, ist aber scheinbar die Geheimwaffe von The Deep.
Nikkis Tod wird schnell abgehandelt und kommt mir zu gewollt vor, um vor allem zu zeigen, wie toll Sandy ist. Schließlich organisiert sie problemlos die Rückkehr von Wal Tommy von Grönland nach Florida. 
Auch die Abschlussprüfung meistert sie mit Bravour. Für mich wirkt sie dadurch zu perfekt. Selbst vermeintliche Schwächen dienen eher dazu, ihre Fähigkeiten hervorzuheben. Ich hätte mir mehr Ecken und Kanten gewünscht, um sie greifbarer und menschlicher wirken zu lassen.
Auch die personelle Erzählweise trägt für mich dazu bei, dass Sandy trotz Einblicke in ihre Gedanken seltsam distanziert bleibt. Vielleicht hätte die Ich-Form etwas daran geändert.
Deutlich sympathischer fand ich dagegen ihren Kollegen Sharky. Seine Begeisterung für Haie und seine klugen Ratschläge machten ihn für mich zu einer angenehmen Figur. Er ist loyal und hilfsbereit – ein Freund, auf den man sich verlassen kann.
Caruso ist ebenfalls ein interessanter und ungewöhnlicher Charakter. Einen Delfin als einer der Hauptfiguren hatte ich bisher noch nicht in einem Buch. Sie ist eigenwillig, aber sehr intelligent.
Weniger gelungen fand ich die Darstellung der Haie. Sie sind grundsätzlich negativ gezeichnet und ganz klar als die Bösen positioniert. Da hätte ich mir eine differenziertere Betrachtung gewünscht.
Nach etwa 2/3 nahm die Spannung für mich zu. Der Showdown näherte sich, und ich wollte wissen, was die Crew der Antares zu verbergen hat.
Insgesamt bin ich aber eher enttäuscht. Die Grundidee finde ich durchaus interessant. Auch den einfachen, flüssigen Schreibstil möchte ich positiv hervorheben.
Leider wurde der Leseeindruck stark durch die für mich zu perfekt und unsympathisch dargestellte Protagonistin getrübt.


Zitate, die im Kopf geblieben sind

keine

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Schade...
Fazit: Obwohl Caruso und Sharky positiv auffallen, überschattet die unsympathische Protagonistin die Handlung.
Bewertung




Donnerstag, 19. Februar 2026

Kurz gebellt zu: Silberhelle Wellen

 



   Allgemeine Infos:
OriginaltitelSilberhelle Wellen
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Mo Enders
Übersetzt von: ///
Verlag: Fischer Sauerländer
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenabschluss
Reihe: Liga Lexis
Teil:: 3
Genre: Romantasy
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 432
Preis19,90 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-7373-7262-6





Klappentext:
Nach den verheerenden Ereignissen in der British Library, bei denen sich Malice – ein Wesen, das sich von der Furcht der Menschen ernährt – aus seinem Buch befreit hat, wird Bookford Manor bis auf Weiteres geschlossen.  
Währenddessen bricht weltweit Chaos aus: Die Limbuswesen bringen immer mehr Buchfiguren um, Bibliotheken und Buchhandlungen werden in Brand gesteckt, die Leute hören auf zu lesen, und die Idea schwindet. Annie und ihren Freunden bleibt nicht viel Zeit. Sie müssen Malice aufhalten! Doch reicht Annies Gabe aus, um das Schicksal der Welt zu verändern? 


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 10.02.2026
Beendet: 17.02.2026
Gebraucht: 8 Tage

Kurz gebellt

Nachdem mich Teil 1 wegen der übereilten Liebesgeschichte enttäuscht hatte, aber mich die Fortsetzung positiv überraschen konnte, war ich gespannt, wie die Reihe zu Ende geführt wird.
Leider konnte mich dieser Reihenabschluss nicht überzeugen.
Das Buch liest sich insgesamt flüssig. Mir ist aufgefallen, dass mich das Wort Idea, das mich in den vorherigen Bänden immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat, mich hier nicht so gestört hat.
Es wurden erneut teils neutrale Bezeichnungen oder Gender-Sternchen verwenden, teils aber auch nicht, obwohl mehrere gemeint waren. Gerade diese inkonsequente Umsetzung lässt das Gendern auf mich in diesem Buch eher erzwungen wirken.
Während ich sprachlich gut durch die Seiten kam, hat mich die Geschichte inhaltlich zunehmend verloren. 
Anfangs war ich noch neugierig auf die Auflösung. Doch mit fortschreitender Handlung konnte mich diese immer weniger fesseln.
Mich hat es auch nicht mehr interessiert, was mit Annie und den anderen passiert. So habe ich irgendwann eher flüchtig gelesen, statt wirklich mitzufiebern. Die Geschichte ist dadurch auch nicht hängengeblieben.
Die Idee rund um die Migras klang sehr spannend, konnte mich letztlich aber nicht überzeugen. Von diesem Konzept hatte ich mir im Verlauf der Trilogie deutlich mehr versprochen.
Es wirkte irgendwie nicht vollständig durchdacht. Da hatte ich mir eine schlüssigere Ausarbeitung gewünscht. So war es eher ernüchternd und die Enttäuschung groß.
Das Ende fand ich merkwürdig, und die Auflösung hat mir auch nicht gefallen. Da blieben auch noch Fragen offen, auf die ich mir Antworten gewünscht hätte.
Insgesamt bin ich von der Reihe enttäuscht. Ich hatte gehofft, dass der Abschluss die Geschichte überzeugend abrundet, was er aber in meinen Augen nicht tat.



Zitate, die im Kopf geblieben sind

keine

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Es hätte eine richtig tolle Trilogie werden können...
Fazit: Trotz des flüssigen Schreibstils konnte mich dieser Reihenabschluss nicht überzeugen.
Bewertung


Dienstag, 17. Februar 2026

Aktuell lese ich... Abtauchen ins Abenteuer

 Hallo,





... einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter



Sandra findet nichts langweiliger als ihre Ausbildung bei der Bank. Deswegen ergreift sie sofort die Gelegenheit, als ihr ein Job als Taucherin in einem DelfinTeam in Florida angeboten wird. Weit weg von Deutschland lernt Sandra gemeinsam mit ihrer Delfin-Partnerin Caruso die neue Umgebung kennen, übt die gemeinsame Sprache ein und bereitet sich auf ihre Einsätze im Meer vor. Und schon bei ihrer ersten, richtigen Mission mit Caruso wird es gefährlich: Das Bergungsschiff Antares sucht im Meer nach der Silberfracht einer versunkenen spanischen Galeone, doch ein noch größeres Rätsel gibt Sandra das merkwürdige Verhalten der Menschen an Bord auf. Als sie herausfindet, was dahintersteckt, ist es schon fast zu spät …


Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 88 von 263. <Als die Prüfung näher rückte, fanden sich immer mehr The-Deep-Leute am Südbecken ein.> (Bewährungsprobe)

Warum dieses Buch?



Teil 1 bis 3 habe ich zusammen für 5 Euro gekauft. Die Woodwalkers-Reihe von Katja Brandis hat mir gut gefallen. Das mit den Delfinen hat sich interessant angehört. Ich dachte, dass es nette Bücher für zwischendurch sind. Deshalb habe ich Teil 1 nach dem Thriller Das Signal begonnen.

Was gibt es sonst noch zu sagen?


Das Signal mit 400 Seiten hatte ich innerhalb von 2 Tagen durchgelesen. Diese Geschichte hat ja rund 140 Seiten weniger, aber ich bin seit letztem Mittwoch nicht weit gekommen. Sandra, oder jetzt Sandy, ist mir einfach nicht sympathisch, weil sie mal wieder eine dieser Doppelmoral-Protagonistinnen ist. Sie gibt sich genervt, als sie mit Tauchanfängern in einer Gruppe ist, stellt dann aber selbst so dämliche Fragen, deren Antwort offensichtlich ist.  Dann bringt sie mal eben diese The Deep-Organisation  aus Florida dazu, einer Delfinshow in Japan einen jungen Delfin abzukaufen, und sie wird auch prompt eingestellt, ohne irgendwelche Referenzen vorweisen zu können. Ich dachte ja, die 260 Seiten habe ich zügig durch, aber jetzt überlege ich, abzubrechen, weil ich nicht weiß, ob ich diese Sandy noch länger ertrage.

Was ist sonst noch passiert?


Ich habe eine neue Stelle zum 1. März und deshalb einen Aufhebungsvertrag zum 28. Februar unterschrieben. Eigentlich ist beim aktuellen Arbeitgeber festgelegt, dass ein Austritt immer nur zum Quartalsende möglich ist. Ich will aber so schnell wie möglich weg.
Bei der neuen Stelle mache ich etwas ganz anderes als vorher. Ich bin dann in der Buchhaltung. Da besteht wenigstens nicht die Gefahr, dass ich ständig versetzt werde.
Nächste Woche setze ich dann übrigens aus. Da ziehe ich dann mit Kind und Kegel um und brauche dann auch keine Zweitwohnung mehr, weil die neue Stelle deutlich näher am neuen Zuhause ist. Auf die Arbeit brauche ich dann 20 Minuten mit dem Auto. 

Liebe Grüße
Tinette

Mittwoch, 11. Februar 2026

Tibi liest: Das Signal

 Allgemeine Infos:





Originaltitel: Das Signal
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Ursula Ponanski
Übersetzt von: ///
Verlag: Knaur
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Thriller
Erscheinungsjahr: 2026
Seiten: 398
Preis: 24,00 € (Hardcover)
ISBN:  978-3-426-56812-5





Klappentext:
Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …

 

Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 09.02.2026
Beendet: 10.02.2026
Gebraucht: 2 Tage
 
~*~Erwartung~*~
Der Klappentext zu Das Signal hat mich direkt neugierig gemacht, sodass ich das Buch vorbestellt habe, obwohl ich von Die Burg und Shelter nicht so begeistert war.
Ursula Poznanski greift hier aktuelle Themen, wie digitale Überwachung, auf. Es geht aber auch um Manipulation und Kontrolle innerhalb einer Beziehung. Diese Idee finde ich stark und erhoffe mir Spannung, die in Richtung Psycho-Thriller geht, zumal im Klappentext die Rede von „psychologischer Spannung“ ist.

 
Lob und Tadel
 
~*~Gestaltung~*~
Das Cover sticht mit seinen intensiven pink-lilafarbenen Tönen hervor. Sie fallen sofort ins Auge und verleihen ihm eine geheimnisvolle Ausstrahlung. 
Erst bei genauerer Betrachtung ist mir aufgefallen, dass das dargestellte Motiv ein Treppengeländer zeigt. 
Es erinnert mich aber auch irgendwie an ein Schneckenhaus, eine Assoziation, die für mich gut zur inhaltlichen Ebene passt.
Ich deute diese Form symbolisch wie folgt: Viola möchte sich nach ihrem Unfall nicht in ihr Schneckenhaus zurückziehen und von der Außenwelt abschotten. Ihr Mann Adam hingegen scheint genau das für sie zu bevorzugen: Rückzug statt Konfrontation.
Das Buh ist in 71 durchnummerierte, sehr kurze Kapitel sowie einen Epilog gegliedert. Die Kürze verleitet dazu, immer noch ein Kapitel mehr zu lesen.
Die Schriftgröße ist angenehm gewählt und unterstützt das zügige Lesen.
Ein Pluspunkt ist auch der Kartenausschnitt von Wien. Da ich mich dort nicht auskenne, fand ich ihn hilfreich, mich wenigstens etwas zu orientieren.
 
~*~Charaktere~*~
Viola: Die Protagonistin ist 36 Jahre alt, Innenarchitektin und seit fünf Jahren mit Adam verheiratet. Sie ist eine starke und sympathische Protagonistin. Man spürt, dass sie mit ihrem neuen Leben zurechtkommen könnte, wenn man sie nur ließe.
Ihr sofortiges Misstrauen gegenüber ihrem Mann mag vielleicht übertrieben und unschlüssig wirken. Das habe ich aber der Amputation und ihrem dadurch zunächst verschwundenen Selbstvertrauen zugeschrieben. Ich halte sie für eine authentische Figur.
Adam: Er ist Violas Mann und ihr zufolge ein Perfektionist. Durch Fernsehauftritte und Social Media hat er sich eine große, scheinbar überwiegend weibliche Fangemeinde aufgebaut. Nach außen hin wirkt er vielleicht charmant und fürsorglich, doch es haftet einfach etwas Unaufrichtiges an ihm. Er war mir von Anfang an nicht sympathisch. Er bleibt auch vergleichsweise blass, weil man nur die negativen Seiten – sein falsches Spiel – mitbekommt.
Otilia: Sie ist die Pflegekraft aus Rumänien, die Viola betreut. Sie ist vielschichtig und schwer einzuordnen. Lange wusste ich nicht, was ich von ihr halten soll – ob ich ihr misstrauen oder sie vielleicht sogar bemitleiden soll.
Gegen Ende sammelt sie jede Menge Sympathiepunkte bei mir und entwickelt sich durch ihre Hintergrundgeschichte zur interessantesten Figur im Buch.
Benno: Er ist Mitte 20 und der Sohn der Nachbarn. Bedingt durch seine geistige Behinderung hat er eine kindliche Art, die ihn sehr liebenswert erscheinen lässt.
Romy und Marit: Violas beste Freundinnen fallen eher negativ auf. Romy nahm ich ihre Euphorie und ihre Freundlichkeit nicht ab und habe ihr nicht über den Weg getraut. 
Marit ist abweisend, aber ihr Verhalten wirkt zumindest teilweise nachvollziehbar. Die Hintergründe, warum sie so ist, habe ich erahnt.

 
~*~Handlungsort und -zeit~*~
Die Handlung spielt in Österreich (Wien) in der heutigen Zeit.
 
~*~Idee und Umsetzung, Einstieg, Handlung~*~
Im Zentrum steht die 36jährige Viola, die nach einem Unfall im eingestürzten Weinkeller ihr Bein verliert und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist. Doch nicht nur körperlich ist sie eingeschränkt. Auch in ihrem persönlichen Umfeld werden ihr Stolpersteine in den Weg gelegt.
Viola wird zunehmend isoliert. Sie soll das Haus nicht verlassen und den Kontakt zu ihrer Schwester Winnie und ihren Freunden meiden. Für all das hat Adam scheinbar vernünftige Begründungen.
Er gibt vor, aus Sorge um Viola zu handeln. Seine Erklärungen klingen oberflächlich betrachtet schlüssig. Doch wenn man darüber nachdenkt, hat man das Gefühl, dass er gar nicht will, das Viola selbständig ist.
Im Internet bestellt Viola Tracker, womit sie ihren Mann und andere Personen aus ihrem Umfeld digital überwachen will.
Die versteckten Tracker widersprechen Adams Aussagen über seine Tagesabläufe und Aufenthaltsorte. Was hat er zu verbergen?
Einen Teil von seinen Geheimnissen finde ich früh durchschaubar. Das ist zu offensichtlich und dadurch vorhersehbar. Mein Lesevergnügen hat es nicht getrübt.
Die Autorin hält auch überraschende Wendungen bereit, mit denen ich nicht gerechnet habe. 
Über die Auflösung lässt sich streiten, aber es gibt ausreichend Erklärungen, sodass bei mir keine Fragen offen geblieben sind.
Dieses Buch hat mich im Gegensatz zu den beiden oben genannten Büchern wieder überzeugt. 
Ich fand die Umsetzung spannend, wie Viola durch die Tracker wieder etwas Kontrolle bekommt und nicht mehr so hilflos ist, sondern den Spieß umdreht.

 
~*~Schreibstil und Stilmittel~*~
Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Violas Sicht erzählt. Verwendet wird Präsens, was nicht meine bevorzugte Zeitform ist. Gerade in dieser Geschichte finde ich sie aber sehr passend.
Durch die Ich-Form werden ihre Ängste und Zweifel greifbar. Wir erleben ihr Gefühl des Ausgeliefertseins und ihre daraus resultierende Wut unmittelbar mit.
Die Kommentare von Adams Quietschies, wie ich gerne fanatische Fans nenne, haben mich teilweise schockiert. "Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich hoffe, dass es um seine Frau geht und er bald wieder Single ist?" (Seite 15)
Die Sätze sind eher kurz gehalten, wirken aber nicht abgehackt. Sie erzeugen ein hohes Tempo, wodurch ich das Buch flott gelesen und innerhalb von zwei Tagen beendet habe.

 
~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~
///
 
~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Das ging schnell...
FazitEin mit aktuellen Themen versehener spannender Thriller, der ein beklemmendes Gefühl hinterlässt.

Bewertung:

 


Kurz gebellt zu: Der Fluch der Wüste



   Allgemeine Infos:
OriginaltitelBadlands
Originalsprache: Englisch
Geschrieben von: Douglas Preston, Lincoln Child
Übersetzt von: Michael Benthack
Verlag: Knaur
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenfortsetzung
Reihe: Old Bones
Teil:: 5
Genre: Thriller
Erscheinungsjahr: 2026
Seiten: 395
Preis16,99 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-426-65978-6





Klappentext:
In New Mexikos Badlands, einer bizarr geformten Wüstenregion, wird das Skelett einer Frau gefunden. Offenbar ist sie nackt in die Wüste gelaufen und qualvoll verdurstet. Ihre Hände halten noch immer zwei seltene Artefakte fest: blitzende Steine, die von den alten Chaco-Völkern zur Götterbeschwörung verwendet wurden. Hat die Frau Selbstmord begangen – oder war sie eine Opfergabe?


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 03.02.2026
Beendet: 06.02.2026
Gebraucht: 4 Tage

Kurz gebellt

Die Reihe Old Bones begeistert mich mit der Verflechtung von archäologischen Fakten und einer spannenden, fiktionalen Handlung, sodass ich natürlich auch den 5. Teil lesen wollte. Auch in diesem finde ich die Mischung gelungen.
Im Mittelpunkt stehen dieses Mal die Mythen der Ureinwohner von New Mexico. Vom Volk der Gallina habe ich zuvor noch nie gehört. Auch die Region Badlands war mir unbekannt. 
Gerade dieser Aspekt hat die Geschichte für mich interessant gemacht. Ich fand es faszinierend, mehr über diese längst verschwundene Kultur zu erfahren und in ihre Geschichte einzutauchen.
Das Buch hat mich dazu bewegt, schon vor dem Beenden zu recherchieren, um mehr über dieses Volk zu erfahren. Leider habe ich im Internet kaum Infos über die Gallina gefunden.
Die vagen Informationen, die bekannt sind, lassen den Autoren viel Raum für Spekulationen und eigene Interpretationen. Ihre Auslegung hat mir gut gefallen. Sie wirkt stimmig.
Mit Nora, Corrie und Skip begegnet man vertrauten Charakteren aus den vorherigen Bänden, was für eine angenehme Kontinuität sorgt.
Nora und Corrie sind starke, sympathische Protagonistinnen, die ich gerne begleitet habe. Sie gehen beide mit Sachverständnis und Logik an den Fall. Ich habe gemerkt, dass ihnen die Aufklärung wichtig ist. Sie können beide hartnäckig sein und auch mal unangenehme Fragen stellen.
Noras Bruder Skip handelt manchmal kopflos, was ihn in gefährliche Situationen bringt. Obwohl er alt genug ist, möchte man ihn da zurückhalten.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Durch die detaillierten Beschreibungen sind die Schauplätze und Ereignisse wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich wollte unbedingt wissen, was die Frau bewogen hat, in die Wüste zu laufen – ohne Wasser, dem sicheren Tod entgegen. Stand sie unter Drogen?
Die Spannung wird konsequent aufgebaut. Ich war mir nie sicher, welche Wendung die Handlung als Nächstes nehmen würde.
Das Buch enthält auch grausame Szenen, bei denen ich schlucken musste. Die beschriebenen Rituale sind nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Gerade das trägt aber auch zur düsteren Atmosphäre bei.
Insgesamt ist Der Fluch der Wüste wie die Vorgängerbände ein spannender und informativer Roman, der gekonnt Geschichte und Thriller-Elemente verbindet.



Zitate, die im Kopf geblieben sind

keine

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Ich bin gespannt, was uns im nächsten Band erwarten wird...
Fazit: Ein Thriller, der die archäologischen Fakten in eine packende, aber auch erschütternde, Geschichte einbindet.
Bewertung

Dienstag, 10. Februar 2026

Aktuell lese ich... Das Signal

 Hallo,





... einen Thriller.

Mein aktuelles Lesefutter



Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …


Lesefortschritt


Aktuell bin ich auf Seite 122 von 398. <Auf dem Weg in die Garage wirkt er zerstreut.> (Kapitel 20)


Warum dieses Buch?


Der Klappentext klingt sehr interessant. Da hatte ich das Buch direkt vorbestellt und wollte es direkt nach dem Erscheinen beginnen. Es kam aber erst gestern an.

Was gibt es sonst noch zu sagen?


Das Buch liest sich flott, und so bin ich gestern nach der Arbeit gut vorangekommen und habe über 100 Seiten gelesen. Ich bin sehr gespannt, was zu Violas "Unfall" (?) geführt hat. Benny, der Nachbar, hat ja schon ein paar Andeutungen gemacht, was er beobachtet hat. Da habe ich mir schon eine Theorie überlegt. Mal schauen, ob ich mich noch umentscheide und ob meine Vermutung am Ende dann richtig war.

Was ist sonst noch passiert?


Meine Familie zieht ja jetzt auch nach Rheinland-Pfalz. Dann muss ich am Wochenende nicht immer anderthalb Stunden hinfahren, sondern kann auch unter der Woche hinfahren.
Weil das Einzelgespräch mit dem Chef sowieso sehr unangenehm war, habe ich schon überlegt, mir was anderes in der Nähe zu suchen. Eine Stelle, bei  der nicht die Gefahr besteht, dauernd versetzt zu werden. Im Gespräch gab es nämlich auch Andeutungen zu Familie. Also daraus habe ich jetzt interpretiert, dass ihm Alleinstehende lieber sind. Mit Familie und Haustieren wäre ich ja wohl eher nicht bereit, abwechselnd in den verschiedenen Zweigstellen zu arbeiten. 
Ja, ich will nicht mehr ständig den Arbeitsort wechseln. Das habe ich die letzten Jahre gemacht. Ich will irgendwo mal ankommen.


Liebe Grüße
Tinette

Freitag, 6. Februar 2026

Kurz gebellt zu: Tag der Rache



   Allgemeine Infos:
OriginaltitelTag der Rache
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Katja Brandis
Übersetzt von: ///
Verlag: Arena
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenabschluss
Reihe: Woodwalkers
Teil:: 6
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsjahr: 2019
Seiten: 363
Preis11,00 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-401-51279-2




Klappentext:
Es ist so weit! In den Rocky Mountains ist Sommer und für Carag und seine Freunde stehen die Abschlussprüfungen an. Doch das Lernen fällt dem Pumajungen schwer, denn inzwischen ist klar, dass Millings Großer Tag der Rache unmittelbar bevorsteht. Verzweifelt versuchen Carag und seine Verbündeten, die Menschen zu schützen und sich ihrem Widersacher entgegenzustellen. Doch dadurch ahnt auch Carags Pflegefamilie, wer er wirklich ist. Für ihn, seine Menschenfamilie und die Clearwater High steht alles auf dem Spiel. Wird es den Verteidigern rechtzeitig gelingen, hinter Millings Geheimnis zu kommen und die gefährlichen Gegner zu stoppen?


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 30.01.2026
Beendet: 03.01.2026
Gebraucht: 5 Tage

Kurz gebellt

Im letzten Teil der ersten Woodwalkers-Staffel haben Carag und seine Freunde bald ihre Abschlussprüfungen des 1. Schuljahres. Richtig konzentrieren können sie sich aber nicht darauf, denn Andrew Millings Großer Tag, wie er es nennt, steht bevor. Es ist der Tag, an dem er sich an den Menschen rächen will.
Die Unruhe, die dadurch in der Schule entsteht, ist spürbar, denn keiner weiß, was Milling genau vorhat und wann er und seine Anhänger zuschlagen.
Die Geschichte liest sich wieder flüssig. Da wir alles aus Carags Sicht erleben, erfahren wir seine Ängste aus erster Hand. Sie sind glaubwürdig dargestellt. Wir wissen durch die Ich-Form auch immer nur so viel, wie Carag selbst weiß.
Die Geschichte hat dieses Mal einige traurige Szenen, denn es gibt auch Todesopfer zu beklagen. Da hatte ich etwas Angst, dass sich die Autorin überlegt hat, auch Miro sterben zu lassen. Deshalb habe ich die letzten Seiten auch etwas hinausgezögert. 
Dabei hätte ich das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen lassen. Ich habe richtig mit Carag und seinen Freunden mitgefiebert.
Die Autorin hat sich die eine oder andere überraschende Wendung einfallen lassen.
Insgesamt hat mir der Reihenabschluss sehr gut gefallen. Ich bin neugierig auf die 2. Staffel.


Zitate, die im Kopf geblieben sind

keine

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Soll ich zuerst Staffel 2 oder Seawalkers lesen?
Fazit: Ein würdiger Reihenabschluss mit einem nervenaufreibenden Showdown.
Bewertung

Schon gelesen?

Kurz gebellt zu: Abtauchen ins Abenteuer

     Allgemeine Infos: Originaltitel :  Abtauchen ins Abenteuer Originalsprache : Deutsch Geschrieben von : Katja Brandis Übersetzt von : //...