Dienstag, 17. März 2026

Aktuell lese ich...

 Hallo,





... einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter




Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näher rückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit.


Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 218 von 400. <Der Teltowkanal mit seinen gesprengten Kanalbrücken lag vor ihnen, die zerborstenen Eisenträger ragten in die klare Winterluft.> (32. Kapitel)


Warum dieses Buch?



Es ist aus der Vorwoche...


Was gibt es sonst noch zu sagen?



Nach der Arbeit halten mich die Kids auf Trab. :-D Da komme ich nicht viel zum Lesen. Dabei ist das Buch wirklich spannend. Ich habe noch keine Idee, wer dahintersteckt und was es mit den gefalteten Hände auf sich hat.


Was ist sonst noch passiert?


Ich habe Staffel 1 von Vigil geschaut. Das sind ja nur 6 Episoden. Ich fand es sehr spannend. Ich hatte zwar schnell einen Verdächtigen, aber es gab doch einige Andeutungen, dass es doch andere sein könnten. Kirsten ermittelt ja an Land, während Amy auf dem U-Boot ist. Kirsten gibt Amy verschlüsselte Hinweise, z. B. "Es hat etwas mit dem Lieblingssong meines Vaters zu tun." Amy erinnert sich dann daran, wie sie den Song hören und worum es geht. Da merkt man schon, dass da mehr zwischen den beiden gelaufen ist als nur Freundschaft. Dieses Subtile hat mir gut gefallen. Es ist auch klar, dass sie jetzt nicht mehr zusammen sind. Die Rückblenden des Kennenlernens bremsen meiner Meinung nach aber die Handlung aus. Da habe ich wirklich gedacht, dass es mir egal ist, wo sich die beiden kennengelernt haben. Ich wollte lieber wissen, wie es auf dem U-Boot weitergeht. Als sie mit Glover über ihre Tochter und den Autounfall spricht, hätte sie ja auch erwähnen können, dass sie eine Person kennengelernt hat, aber auch das schiefgelaufen ist. Ich denke, das hätte gereicht, weil klar gewesen wäre, wer gemeint ist. Aber ansonsten hat mir diese Staffel sehr gut gefallen.


Und dann war ich am Sonntag noch beim Musical Mrs. Doubtfire in Düsseldorf. Ich habe vorher gedacht, dass es nett für zwischendurch ist, aber ich habe ja fast pausenlos gelacht. Eine wirklich witzige Umsetzung des Films. Dass ich aber beschuldigt wurde, ICH hätte den Apfel geworfen, war ganz schön dreist. ;-D Hier gibt es den Bericht zur Vorstellung.


Liebe Grüße
Tinette

Schiggy unterwegs... Mrs. Doubtfire in Düsseldorf

 


1. Eckdaten zur besuchten Vorstellung

Titel: Mrs Doubtfire
Veranstaltung: Musical
Ort: Capitol Theater Düsseldorf
Besuch: 15.03.2026
Beginn: 13:30 Uhr 
Ort: Capitol Theater Düsseldorf
Reihe / Platz: Reihe 1, Platz 8
X. Besuch der Show: 1.
Vorlage: gleichnamiger Film


2. Die Besetzung der besuchten Matinee



Daniel Hillard – Dani Spampinato
Miranda Hillard – Jessica Kessler
Lydia Hillard – Alina Simon
Frank Hillard – Nicolas Tenerani
Andre Mayem – Malick Afocozi
Janet Lundy / Donna S. – Anneka Dacres
Wanda Sellner – Tamara Wörner
Stuart Dunmire – Christian Funk
Christopher Hillard – Tim
Natalie Hillard – Marlene
Richter / Jolly – Mark van Beelen

Ensemble:
Flamenco-Tänzerin – Lilian Nikolić
Chef Amy – Laya Höfling
Grace Kelly – Marlen Praxmarer
Cher – Daisy Quainton
Fashion Associate – Julia Waldmayer
Chef Louis / Maître D. – Julian Schier
Loopy Lenny – Daniel Délyon
Flamenco-Tänzer – Jack Walker
Make-Up Artist – Teya Quarmyne
Oscar Wilde / Flamenco-Tänzer – Calum Flynn

Live-Band unter der Leitung von Joe Schmitz:
David Holz, Oliver Kerstan, Oliver Poschmann, Markus Wienstroer, Olaf Krüger, Thorsten Heitzmann, Matthias Jahner

 

3. Mein Eindruck von der Show

Am 15. März war ich zum ersten Mal im Capitol Theater Düsseldorf und habe mir dort die Musicaladaption von Mrs. Doubtfire angeschaut. Den Film finde ich sehr lustig, deshalb war ich neugierig, wie die Geschichte auf der Bühne umgesetzt wurde. Ich bin ohne große Erwartungen in die Vorstellung gegangen – einfach mit der Hoffnung, positiv überrascht zu werden. Und genau das ist passiert.
Die Geschichte orientiert sich stark am Film, wurde aber an die heutige Zeit angepasst. So sucht Miranda das Kindermädchen nicht mehr über eine Zeitungsannonce, sondern online. Handys und Tablets gehören selbstverständlich zur Handlung. Statt einer Fernbedienung, die ins Aquarium fliegt, werden Geräte einfach per App gesperrt.
Besonders witzig fand ich die Szene, in der Daniel versucht, Kochen zu lernen. Im Film schaut er dafür Fernsehsendungen – im Musical greift er auf Onlinevideos zurück. Das Ensemble stellt diese Videos live nach, sodass Daniel sie gewissermaßen hautnah erlebt. Zwischendurch wird das Video sogar von Werbung unterbrochen – in diesem Fall für ein Mittel, das bei Reizdarm helfen soll. Daniel kommentiert das genervt mit einem Spruch über die ständige Werbung, was im Publikum für Lacher sorgt.
Die Inszenierung ist sehr flott und abwechslungsreich. Mir war zu keiner Zeit langweilig, weil auf der Bühne ständig etwas passiert.
Eine Szene werde ich besonders in Erinnerung behalten – auch, weil ich selbst unfreiwillig Teil davon wurde. In der Modenschau, bei der Miranda ihre eigene Kollektion präsentiert, hilft ihr Daniel als Mrs. Doubtfire im knappen Zweiteiler als Curvy Model aus. Aus Eifersucht wirft er danach einen Apfel nach Stuart, dem neuen Verehrer seiner Exfrau. Und plötzlich zeigt er auf mich – ich saß ja in der ersten Reihe – und behauptet dreist, ich wäre das gewesen. Der Stuart-Darsteller schaut mich daraufhin richtig giftig an, während auch das Ensemble mich fixiert. Ich konnte nur lachen. Am Ende bedankt sich Daniel sogar noch einmal bei mir. Eine wirklich lustige Art, das Publikum einzubinden.
Sehr unterhaltsam war auch Daniels Albtraum, in dem er plötzlich mehreren Mrs. Doubtfires gegenübersteht. Diese tragen alle identische Kostüme und zeigen gemeinsam eine Steptanznummer, die stilistisch an Lord of the Dance erinnert.
Herrlich überdreht ist außerdem die Szene im Restaurant „La Rosa“. Besonders die Flamenco-Tänzerin sorgt mit dramatischem Gesang und ausdrucksstarker Mimik für viele Lacher im Saal.
Musikalisch bietet das Stück eine abwechslungsreiche Mischung: schwungvolle Ensemblenummern, eine witzige Rap-Einlage zum Lernen der Uhrzeit sowie gefühlvolle Balladen. Besonders Mirandas traurige Ballade ging meiner Begleitung sehr nahe – sie meinte sogar, sie hätte die Figur am liebsten tröstend in den Arm genommen. Das spricht für die Glaubwürdigkeit der Darstellung.
Das ganze Ensemble sprühte vor Energie, was sich deutlich auf das Publikum übertrug.
Der Darsteller des Daniel Hillard steht praktisch permanent auf der Bühne.Besonders beeindruckend fand ich, wie er verschiedene Stimmen imitieren kann – unter anderem Figuren wie Mickey Maus, Kermit oder SpongeBob Schwammkopf.
Daniel wirkt wie ein großer Kindskopf, der manchmal noch mehr Flausen im Kopf hat als seine eigenen Kinder. Gleichzeitig merkt man aber auch, wie sehr er seine Familie liebt und wie sehr ihn die Trennung belastet. Dadurch bleibt die Figur trotz aller Verrücktheit sympathisch.
Miranda ist im Gegensatz zu Daniel vernünftig und eher ernst. Wie im Film steht sie auf eigenen Beinen und ist finanziell unabhängig. Es ist verständlich, warum sie nicht länger mit Daniel zusammenbleiben kann und die Scheidung will.
Daniels Bruder Frank wird immer laut, wenn er lügt, was zu einigen sehr lustigen Momenten führt – etwa, wenn er plötzlich einer Schauspielerin hinterherbrüllt, sie sei „sehr talentiert“. Sein Mann Andre ist da ruhiger, wodurch sich die beiden sehr gut ergänzen.
Stuart Dunmire wird ebenfalls passend dargestellt. Der Darsteller wirkt groß und muskulös und bildet damit einen deutlichen Gegenpol zu Daniel. Gleichzeitig redet Stuart immer wieder schlecht über ihn, sodass man klar merkt, dass die beiden Rivalen sind, die um Mirandas Gunst konkurrieren.
Auch die Kinderrollen haben mir gut gefallen. Lydia wird zwar von einer erwachsenen Darstellerin gespielt, aber man nimmt ihr das Alter von etwa 15 Jahren trotzdem ab. Zusammen mit ihren Bühnen-Geschwistern ergibt sich ein sehr glaubwürdiges Geschwistertrio, das zusammen sehr gut harmonisiert.
Die Sozialarbeiterin Wanda tritt resolut auf und lässt sich nicht so leicht abwimmeln. Daniels Chef beim Fernsehen ist im Musical eine Frau, die zunächst völlig emotionslos wirkt, bevor sie gegen Ende plötzlich einen unerwarteten Lachanfall bekommt. Da konnte man nur mitlachen. Das fand ich herrlich.
Jolly, ein alter Mann, der seit Jahrzehnten eine langweilige Fernsehsendung für Kinder moderiert, ist durch das geplante Aufpeppen seiner Show „so verwirrt“.
Das Bühnenbild ist sehr wandelbar und ermöglicht schnelle Wechsel zwischen den verschiedenen Schauplätzen der Handlung. Mal befindet man sich in Mirandas Haus, dann wieder in Daniels Wohnung, im Fernsehstudio, im Salon von Frank und Andre, im Gerichtssaal, auf dem Laufsteg der Modenschau oder im Restaurant „La Rosa“. Die Übergänge funktionieren reibungslos. Häufig werden einfach neue Bühnenelemente hereingeschoben. Bei größeren Umbauten wird vorne weitergespielt, während im Hintergrund der Vorhang fällt. Dadurch entstehen keine längeren Pausen.
Die Kostüme wirken insgesamt sehr authentisch. Da die Handlung in der Gegenwart spielt, tragen viele Figuren ganz normale Alltagskleidung, wie man sie auch auf der Straße sehen könnte. Einzelne Figuren werden aber auch über ihre Kleidung charakterisiert. Mrs. Lundy erscheint zum Beispiel in einem eleganten dunkelblauen Hosenanzug, während die Mitarbeiterin des Jugendamts etwas altmodischer wirkt. Frank und Andre sind dagegen etwas flippiger gekleidet und strahlen ein selbstbewusstes „Wir tragen, was wir wollen“-Auftreten aus. Insgesamt passen die Kostüme sehr gut zu den jeweiligen Figuren. Die Kostüme von Mrs. Doubtfire orientieren sich stark an der Filmvorlage. Maske und Perücke passen hervorragend dazu. Daniel zieht sich im Laufe der Handlung mehrfach direkt auf der Bühne um – ganz ähnlich wie im Film. Sogar die Szene, in der die Maske aus dem Fenster fällt, wurde übernommen.
Auch in anderen Szenen wird mit Kostümen gespielt. In der Kochlernszene ist das Ensemble beispielsweise als Köche verkleidet und schwingt tanzend die Kochlöffel, während Daniel versucht, mithilfe von Onlinevideos kochen zu lernen. Bei der Modenschau dreht sich alles um das Thema Sport, weshalb das Ensemble in figurbetonter Sportbekleidung über den Laufsteg läuft.
Wenn der Besuch nicht so teuer wäre, würde ich mir die Show definitiv noch einmal ansehen.
Erwähnenswert ist auch das hochwertige Programmheft, das für 12 Euro erhältlich ist. Neben Szenenfotos enthält es Informationen zur Besetzung. Viele Theater verzichten inzwischen darauf, weil sie als veraltet gelten – ich persönlich finde solche Hefte jedoch eine schöne Erinnerung und blättere auch gerne in der Pause darin.
Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass mir dieses Musical so gut gefallen würde. Doch die Mischung aus Humor, Tempo, kreativen Ideen und einem sehr energiegeladenen Ensemble hat mich wirklich begeistert. Mir war es keine Sekunde langweilig, und ich habe das Theater mit bester Laune verlassen.
Von den Musicals, die ich in diesem Jahr bisher gesehen habe, steht Mrs. Doubtfire aktuell sogar auf Platz 1 meines persönlichen Rankings und hat damit Something Rotten! auf den zweiten Platz verwiesen. Das hätte ich am Sonntagmorgen noch nicht erwartet.

4. Persönliche Highlights

Lieblingsszene: die Szene mit der Flamenco-Tänzerin
Unvergessen: Die Apfelwerf-Szene :-D
Lustigster Moment: schwierig, es gab so viele lustige Szenen, u.a. die Kochlernszene
Emotionalster Moment: Mirandas Solo „Lass los“
Schönste Songnummer: Weil nichts als Liebe bleibt

Montag, 16. März 2026

Schiggy unterwegs: Something Rotten! im English Theatre Frankfurt




Veranstaltung: Musical
Ort: English Theatre Frankfurt
Besuche: 15.02.2026 und 01.03.2026
Beginn: jeweils 18:00 Uhr
Vorlage: Shakespeare-Stücke und zahlreiche Musical-Anspielungen

Besetzung (beide Vorstellungen)

Brother Jeremiah – Bradley Adams
Viola – Lauren Arney
Tom Snout – Josh Belward
Bea – Beth Bradley
Lord Clapham – Luke Joseph Breathnach
Nick Bottom – Reuben Browne
Robin Starveling – Liam Huband
Rosalind – Francesca Jasmine
Nigel Bottom – Charlie Smart
Portia – Briana Kelly
Shylock – Jonathan Norman
Shakespeare – Benjamin Stratton
Peter Quince – Myles Waby
Nostradamus – Tom Watson

Das Musical habe ich zum ersten Mal am 26. November 2023 im English Theatre gesehen. Schon damals hat mich das Stück begeistert und ich habe viel gelacht. Für weitere Vorstellungen hatten wir zwar bereits Karten, doch diese mussten wegen einer notwendigen Sanierung des Theaters abgesagt werden. 
Erst im Februar 2026 kam es schließlich zur Wiederaufnahme – und ich habe die Gelegenheit genutzt, gleich zwei Vorstellungen zu besuchen. Auch dieses Mal hat mich das Stück wieder vollkommen überzeugt.

Im Mittelpunkt stehen die Brüder Nick und Nigel Bottom, die im London der 1590er-Jahre verzweifelt versuchen, im Theatergeschäft Erfolg zu haben – vor allem, um ihrem übermächtigen Rivalen William Shakespeare etwas entgegenzusetzen.
Nick ist ehrgeizig und ständig auf der Suche nach einem großen Bühnenerfolg. Sein Bruder Nigel dagegen ist eher zurückhaltend und möchte vor allem ein Stück schreiben, das von Herzen kommt.
Die Rettung scheint ausgerechnet von Nostradamus, dem Neffen des berühmten Wahrsagers, zu kommen. Er hat eine Vision: Das nächste große Ding im Theater werden … Musicals sein. 
Auch die Nebenfiguren tragen viel zum Humor der Geschichte bei:
Bea, Nicks resolute Ehefrau, möchte arbeiten und finanziell unabhängig sein – schließlich sind es die (15)90er Jahre.
Nigel verliebt sich in Portia, die Tochter von Brother Jeremiah, der seine Tochter am liebsten im Kloster sehen würde.
Der Rabbi Shylock finanziert die Produktion der Bottoms – hätte dafür aber gerne selbst eine Rolle im Stück.
Und Shakespeare wird als selbstverliebter Superstar dargestellt, dessen Fans ihm nicht nur zujubeln, sondern sogar in Ohnmacht fallen.

Man spürt während der gesamten Vorstellung die große Spielfreude des Ensembles. Es gab teilweise Neubesetzungen, aber es waren auch einige Darsteller aus der früheren Produktion dabei.
Alle spielten überzeugend, und auch stimmlich fand ich die gesamte Besetzung sehr stark.
Ich schaue Filme normalerweise nicht auf Englisch und bin es daher nicht so gewohnt. Trotzdem hatte ich keinerlei Probleme, der Handlung zu folgen oder die Darsteller zu verstehen.

Die Choreografien der großen Ensemblenummern sind so mitreißend, dass man am liebsten selbst aufspringen und mittanzen möchte.
Auch die Band spielt sehr schwungvoll. Ein- oder zweimal hat sie die Sänger kurz übertönt, doch die Tontechnik hat das schnell korrigiert.
Besonders begeistert aufgenommen wurde die Nummer „A Musical“, die minutenlangen Applaus bekam. Aber auch viele andere Songs bleiben im Ohr – meine Schwester hat dazu treffend gesagt: „Sie sind catchy.“

Ein großer Teil des Humors entsteht durch die vielen Anspielungen auf andere Musicals. Diese tauchen in Form von Zitaten, Wortspielen, Bewegungen, expliziten Erwähnungen oder kurzen musikalischen Motiven auf.
Wer die Referenzen erkennt, hat besonders viel Spaß – aber auch ohne dieses Wissen bietet das Stück zahlreiche witzige Momente. Beispiele sind etwa das zunächst geplante Musical der Bottoms „The Black Death“, die überdrehte „Omelette“-Nummer oder der herrlich arrogante Auftritt von Shakespeare. Seine Fans sorgen ebenfalls für Stimmung: Sie fallen in Ohnmacht, werfen Unterwäsche auf die Bühne oder schwenken Kerzen.
Auch nach mittlerweile drei gesehenen Vorstellungen habe ich nicht das Gefühl, mich an diesem Stück sattgesehen zu haben. Im Gegenteil: Ich würde es jederzeit wieder anschauen.
Inzwischen gibt es das Musical auch auf Deutsch. Darauf bin ich ebenfalls neugierig – besonders darauf, wie die vielen Wortspiele übersetzt wurden. Manche funktionieren ja im Englischen besonders gut, etwa:
  • „When there’s a Will, there’s a way.“

  • Toby or not Toby, that is the question.“

Gerade solche Wortspiele dürften in der deutschen Version eine spannende Herausforderung gewesen sein.

Donnerstag, 12. März 2026

Tawny erklärt: Duell-Skat

 


Hallo,
dieses Mal gibt es keine Rezension zu einem Spiel. Ich habe eine Anleitung für ein Kartenspiel.
Ich spiele zwar gerne Skat, finde aber selten zwei Mitspieler dafür. Deshalb spielen wir meist Offiziersskat (ohne Reizen) oder Admiralsskat (mit Reizen), Varianten, die man zu zweit spielen kann. Dann habe ich Skat-Duell kennengelernt, was ebenfalls für 2 Spieler ist. Dieses Spiel möchte ich euch vorstellen.

Spieletitel: Skat-Duell
Spieler: 2
Spielmaterial: Skatblatt, frz. Bild
Ziel: 5 Runden für sich entscheiden. Wer zuerst 5 Punkte erhalten hat, hat das Skat-Duell gewonnen. 
Wir führen dafür eine Strichliste. Man kann dem Gewinner aber auch eine Münze, einen Chip o.ä. geben.
Vorbereitung: Jeder erhält 10 Handkarten. 4 Karten werden offen in die Tischmitte gelegt. Sie bilden die Auslage. Die restlichen Karten werden als Talon verdeckt daneben gelegt.
Spielablauf: Vorhand (wechselt jede Runde) wählt zwischen diesen 3 Stufen:

1. Punkte mit Trumpf
In dem Fall wählt Vorhand Kreuz, Pik, Herz oder Karo als Trumpf.
Die Trumpf-Reihenfolge ist: Kreuz-Bube, Pik-Bube, Herz-Bube, Karo-Bube, anschließend in der gewählten Trumpffarbe Ass, 10, König, Dame, 9, 8, 7
Die Reihenfolge in den Farben, die nicht Trumpf sind, ist: Ass, 10, König, Dame, Bube
Die Buben sind immer die höchsten Trümpfe in dieser Reihenfolge, egal, für welche Farbe sich Vorhand entscheidet.
Ziel: min. 61 Augen gewinnen (Vorhand) /min. Gleichstand (Kartengeber)
Es besteht Bedienpflicht, d. h. wen man die zuerst gespielte Farbe auf der Hand hat, muss man diese spielen. Ansonsten darf man eine beliebige Karte abwerfen oder trumpfen.
Die höchste Karte gewinnt den Stich. Der Gewinner wählt zuerst eine Karte aus der Auslage, anschließend der Verlierer, sodass beide wieder 10 Handkarten haben. Anschließend wird die Auslage wieder auf 4 Karten aufgefüllt.
Ist der Talon leer, werden nur noch Karten aus der Auslage gezogen, diese nicht mehr aufgefüllt. Ist diese leer, werden Handkarten gespielt, ohne nachzuziehen.
Nachdem alle Karten gespielt wurden (16 Stiche), werden die Punkte gezählt.
Karte - Punktewert
Ass - 11
10 - 10
K - 4
D - 3
B - 2
9, 8, 7 - 0
Insgesamt sind also 120 Augen im Spiel.
Vorhand muss min. 61 Augen gewinnen, um einen Punkt zu erhalten. Der Kartengeber erhält den Punkt schon bei Gleichstand, also 60 Augen.

2. Punkte ohne Trumpf
Auch hier gilt es, min. 61 Augen zu gewinnen, allerdings wird ohne Trumpf gespielt. Die Buben reihen sich dann zwischen Dame und 9 ein.
Die Reihenfolge ist dann Ass, 10, König, Dame, Bube, 9, 8, 7.
Ansonsten ist das Spielprinzip wie Punkte mit Trumpf. Vorhand muss min. 61 Augen gewinnen, um einen Punkt zu erhalten. Der Kartengeber erhält den Punkt schon bei Gleichstand, also 60 Augen.

3. Bettlerrunde
Wählt Vorhand diese Stufe, geht es darum, Stiche zu vermeiden. Gespielt wird nur mit 10 Handkarten. Es gibt also keine Auslage zum Nachziehen. Außerdem wird ohne Trumpf gespielt. 
Vorhand gewinnt bei 4 oder weniger gewonnenen Stichen. Der Kartengeber gewinnt auch bei Gleichstand, d. h. also wenn beide Spieler jeweils 5 Stiche gewinnen, erhält der Geber einen Punkt.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler 5 Punkte erzielt hat. Dieser Spieler hat das Skat-Duell gewonnen.


Tawny spielt: Stau vorm Bau



Allgemeine Infos
Spieltitel: Stau vorm Bau
von: Tanja Malinowski, Marcus Meigel
Illustration/Design: Janos Jantner, Kinetic/Fiore GmbH
Verlag: Schmidt Spiele
EAN: 4001504750534
Kategorie: Kartenspiel
Spielart: kompetitiv
Spielmechanismus: Set Collection
Thema: Ameisen
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Kinder
Alter: ab 5 Jahren
Spieler: 2 – 4
Dauer: 10 Minuten
 
Beschreibung:
Die Ameisenkönigin feiert eine große Geburtstagsparty: Geduldig stellen sich die Ameisen mit ihren Instrumenten am Ameisenbau an, um zu gratulieren. Legt die richtigen Ameisenkarten in die Reihe und kassiert im besten Fall wertvolle Siegpunkte. Oder aber die anderen profitieren von eurer abgelegten Karte. Wer am Ende die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.
 
Ziel des Spiels:
Am Ende die meisten Karten haben
 
Unsere Hausregeln(n):
Keine. Wir haben nach den Regeln in der Anleitung gespielt, auch was die Ermittlung des Gewinners betrifft.
Man könnte aber tatsächlich auf die Siegpunkte achten, statt nur auf die Anzahl der gesammelten Karten.
 
Verpackung und Spielmaterial:
Die handliche Schachtel ist stabil. Direkt positiv bei Öffnen ist mir aufgefallen, dass es einen Einsatz für die Karten gibt. Das finde ich immer praktisch, weil sie nicht in der Schachtel herumfliegen.
Die Karten sind fest und schön griffig. Die Illustrationen gefallen mir sehr gut. Die Ameisen mit ihren Instrumenten oder als Dirigent sehen niedlich aus.
 
Anleitung:
Die Anleitung ist übersichtlich gegliedert. Die Bilder unterstützen die verständliche Regel gut. Ich war nur bei der Erklärung zur Ermittlung des Gewinners etwas verwirrt. Das lag aber nicht an der Erklärung an sich, sondern daran, dass auf der Schachtel steht, dass derjenige gewinnt, der die meisten Siegpunkte hat. In der Anleitung steht aber, dass derjenige mit den meisten Karten gewinnt. Das ist ja ein kleiner Unterschied. Weil es ja ein Kinderspiel ab 5 Jahren ist, haben wir uns für die Anzahl der Karten entschieden.
 
Spielspaß:
Das Spiel habe ich für die Zwillinge gekauft. Die Beschreibung hat sich interessant angehört. Außerdem steht auf der Schachtel "Perfekt für unterwegs und zwischendurch!" Zwischendurch stimmt auf jeden Fall. Bei "unterwegs" würde ich nur bedingt zustimmen, weil man schon viel Platz braucht, wenn niemand eine passende Karte legen kann (oder will), um Karten zu entfernen. Da hatten wir wortwörtlich Stau vorm Bau. :-D
Dass die Karten wie ein Ameisenbau auf einen Haufen gelegt werden. Das fühlt sich schon mal thematisch an.
Die Regeln sind wirklich einfach und schnell erklärt: Wer die gleiche Ameise wie die auf der vorherigen Karte legt, erhält Karten vom Anfang. Wer keine gleiche Ameise, aber den gleichen Hintergrund hat, verlängert die Reihe. Wer keine passende Karte hat, legt eine beliebige an. Dann erhält aber der vorherige Spieler Karten.
Dieses Spielprinzip haben auch die Kinder schnell verstanden. Es hat ihnen viel Spaß gemacht, Karten zu sammeln, und sie haben sich richtig gefreut, wenn sie Karten bekommen haben, weil der Spieler nach ihnen eine beliebige Karte anlegen musste. 
Während des Spiels müssen max. 4 Karten abgezählt werden, falls diese eingesammelt werden dürfen. Das war für die Kinder kein Problem.
Ich muss sagen, dass mir das Spiel auch Spaß gemacht hat. Mit 3 Handkarten hat man eine gewisse Auswahl, wenn auch keine riesengroße. Ich finde das aber ausreichend. Es ist eben auch Glück dabei, welche Karten man zieht. Das hat mir gut gefallen.
Die Wartezeit, bis man wieder an der Reihe ist, hält sich sehr in Grenzen. Man ist schnell wieder an der Reihe.
Es funktioniert sehr gut zu zweit, dritt oder viert.
Auch die anderen Erwachsenen in den Runden hatten Spaß. Da war die Rede von "einem guten Absacker." Es kam sogar der Wunsch auf, es zur nächsten Spielrunde mitzubringen. Dann wollen wir den Gewinner nach Siegpunkten ermitteln.
Insgesamt hat mich das Spiel positiv überrascht. Die Partien haben mich richtig gut unterhalten.
 
Wiederspielreiz:
Vorhanden. Es spielt sich flott. Die Karten sind schnell auf einen Haufen "geworfen", und schon kann es losgehen.
 
Zu zweit spielbar?
Ja
 
Fazit:
Ein witziges Kartenspiel (nicht unbedingt nur) für Kinder mit süßen Illustrationen.
 
Bewertung:




Tawny spielt: Level 8

 


Allgemeine Infos
Spieltitel: Level 8
von: nicht erwähnt
Illustration/Design: nicht erwähnt
Verlag: Ravensburger
EAN: 4005556208654
Kategorie: Kartenspiel
Spielart: kompetitiv
Spielmechanismus: Set Collection
Thema: Abstrakt
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Familie
Alter: ab 8 Jahren
Spieler: 2 – 6
Dauer: 45 Minuten
 
Beschreibung:
Level 8 – das Kartenspiel: 2 - 6 Spieler wetteifern Level für Level um den Sieg. Zu Beginn bekommt jeder Mitspieler eine Level-Karte mit allen acht Aufgaben sowie einen Level-Anzeiger der angibt in welchem Level man sich befindet. Wer legt die geforderten Kombinationen aus Zahlenfolgen, gleichen Karten und gleichen Farben am schnellsten aus? Einfache Regeln, schnelle Entscheidungen, großer Spielspaß!
 
Ziel des Spiels:
Als Erster die Level zu meistern
 
Unsere Hausregeln(n):
Die Aussetzen-Karte schieben wir verdeckt, nicht offen, unter den Nachziehstapel. 
Wenn ein Spieler direkt im ersten Zug ausgeht, dürfen alle anderen, die noch nicht an der Reihe waren,  wenigstens auch einmal spielen. Der Fall ist bis jetzt aber nur einmal eingetreten. Ansonsten halten wir uns an die Original-Regeln.
Eine Bekannte spielt aber nach folgenden Hausregeln:
1. Es gibt nur einen gemeinsamen Ablagestapel.
2. Sobald man seine Meldung ausgelegt hat, darf man auch bei anderen Spielern anlegen.
3. Joker dürfen ausgetauscht werden, werden aber dann beiseite gelegt.
 
Verpackung und Spielmaterial:
Die Schachtel ist handlich und stabil. Leider gibt es keine Einsätze für die Karten, sodass diese in der Schachtel herumfliegen.
Die Karten sind minimalistisch illustriert: nur die Zahl auf pastellfarbenem Hintergrund. Bei Grün und Blau hatten Spieler teilweise Schwierigkeiten, diese so zu unterscheiden. Dafür gibt es an den Ecken aber verschiedene Symbole, wie z. B. Stern für Blau, Rechteck für Grün, was sehr hilfreich ist, wenn man mit den Farben Probleme hat.
Die Karten sind fest und schön griffig. Enthalten sind auch 6 Levelanzeiger aus Karton, was ich sehr praktisch finde.
 
Anleitung:
Die Anleitung ist übersichtlich gegliedert und verständlich geschrieben. Es bleiben keine Fragen offen. Vor allem, wer schon Phase 10 kennt, wird sich schnell zurechtfinden.
 
Spielspaß:
Phase 10 kann sich ja manchmal ganz schön ziehen, weil man jede Phase durchspielen muss. Level 8 spielt sich da deutlich flotter. Abgesehen davon, dass es 2 Level (Phasen) weniger hat, müssen keine Punkte errechnet und notiert werden, und man kommt ins nächste Level, wenn man die Aufgabe geschafft hat, selbst wenn man nicht alle Handkarten abgelegt hat. Wer jedoch alle seine Handkarten ablegen konnte, beendet die Runde sofort und überspringt das nächste Level. Nur, wer das Level nicht auslegen konnte, muss es wiederholen.
Gerade in kleineren Spielrunden haben wir in den auf der Schachtel angegebenen Spielzeit 2 Partien gespielt.
Die persönlichen Ablagestapel finde ich eine interessante Idee. Je mehr Spieler dabei sind, desto mehr Stapel gibt es dann auch natürlich, was eine größere Auswahl bedeutet. Schließlich darf man von jedem Ablagestapel oder vom Nachziehstapel ziehen.
Wer das 8. Level auslegt, hat sofort gewonnen, auch wenn man noch Handkarten hat. Auch das beschleunigt das Spiel.
Beim Spieleabend bei meiner Bekannten habe ich nach ihren Hausregeln gespielt. Auch diese funktionieren gut. Sie erinnern noch mehr an Rommé und Phase 10.
Es gibt zwei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen für die 8 Level. 
Für eine flotte Runde spielen wir meist mit der 1*-Seite, aber auch die 2*-Seite nehmen wir gerne.
Das Spiel ist schnell erklärt, und die Vorbereitung, bis es spielebereit ist, dauert ebenfalls nicht lange.
Mit den Aussetzen-Karten kann man Mitspieler gezielt ärgern. Das gefällt vielen in unserer Spielrunde gut. Wer das nicht mag, kann sie ja einfach aussortieren.
Da bringe ich Level 8 immer mal wieder gerne auf den Tisch. 
In unseren Runden kommt das Spiel gut an. Da wird vor allem immer wieder positiv hervorgehoben, dass es sich flott spielt, es keine komplizierten Regeln gibt.
Es funktioniert in jeder Gruppengröße gut. Auch zu zweit lässt es sich gut spielen.
 
Wiederspielreiz:
Vorhanden. Ich spiele es immer mal wieder gerne. Gerade durch das Level-Überspringen dauert eine Partie auch in Vollbesetzung nicht lange.
 
Zu zweit spielbar?
Ja
 
Fazit:
Ein einfaches, flottes Kartenspiel für alle Rommé-Fans.
 
Bewertung:


Dienstag, 10. März 2026

Aktuell lese ich... Die weiße Nacht

 Hallo,





... einen Reihenauftakt.

Mein aktuelles Lesefutter




Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näher rückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit.


Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 97 von 400. <Justus drückte sich vor der Ladentür bei Melcherts Ecke Zossener Straße herum.> (15. Kapitel)


Warum dieses Buch?



Die Fräulein Gold-Reihe hat mich so begeistert, dass ich seitdem regelmäßig nach neuen Büchern von Anne Stern Ausschau halte. Hier hat mich auch der Klappentext direkt neugierig gemacht.


Was gibt es sonst noch zu sagen?



Die ersten 14 Kapitel habe ich gestern Abend noch gelesen. Dann war ich doch zu müde. Ich bin sehr gut ins Buch reingekommen und bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.


Was ist sonst noch passiert?


Meine Schildkröte Schiggy ist in den letzten Wochen ganz schön gewachsen und braucht demnächst wohl ein größeres Aquarium. Da habe ich aber keins entdeckt. Die meisten waren 100 cm lang. So lang ist auch mein aktuelles Aquarium. Ich überlege, ob ich nach Meeresaquarien schauen oder mir eins selber bauen soll. 

Liebe Grüße
Tinette

Schon gelesen?

Aktuell lese ich...

 H allo, ... einen Reihenauftakt. Mein aktuelles Lesefutter Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frau...