Dienstag, 15. September 2026

Aktuell lese ich... Neaver leave the path und Canvas

 Hallo,





... zwei Bücher.

Mein aktuelles Lesefutter




📖 Natürlich gibt es den Hexer vom Berg nicht, da ist sich der 17-jährige Jesper sicher. Doch wer streift dann nachts um die abgelegene Hütte, in der er und seine Mutter Abstand vom Großstadtleben suchen? Was hat es mit den beklemmenden Bildern auf sich, die Jesper zusammen mit vergilbten Zeitungsartikeln über einen Mord in den Schubladen findet? Und wer ist das seltsame Mädchen, das im Wald lebt und über Regen und Wind zu gebieten scheint? Wohin geht sie, wenn sie verschwindet, und weshalb kann Jesper nicht aufhören, an sie zu denken? Als ein plötzlicher Wintereinbruch es unmöglich macht, den Berg zu verlassen, und Jespers Mutter krank wird, weiß er nicht mehr, wem er trauen kann ... Doch diese Frage entscheidet über Leben und Tod.





📖 Janas neueste Welt ist eine Art Stellenvermittlung. Man kann sich hier für Jobs in anderen Welten bewerben: Arbeiten, die niemand machen will, die aber wichtig sind, damit alles möglichst echt wirkt. Als Entlohnung winken neue Pässe für die schönsten Welten von Mastermind. Denn seitdem die Erde für ein Leben zu heiß geworden ist, verbringen die Menschen ihre Tage überwiegend im Virtuellen. Nur eine kleine privilegierte Elite, zu der auch die Gründerfamilie von Mastermind gehört, genießt das milde Klima in den wenigen noch lebenswerten Regionen der Erde. Aber dann macht sich Widerstand bemerkbar …

Lesezeichen



🔖 Aktuell bin ich auf Seite 18 von 380. <Der Ort lag am Ende der Bahnstrecke.> (Kapitel 1)




🔖 Aktuell bin ich auf Seite 103 von 474. < Ich verdanke es der Armbrustschützin und ihren Freunden, dass mich die Frau - völlig unbeeindruckt vom Verlust ihres Fingers - nicht noch einmal anfällt.> (Kapitel 16)

Warum dieses Buch?



❓ Ich lese sehr gerne die Bücher von Antonia Michaelis. Ich mag ihren bildhaften Schreibstil. 




❓ Einige der letzten Bücher von Ursula Poznanski haben mich enttäuscht. Deshalb bin ich da inzwischen vorsichtig geworden. Cryptos hat mir damals gut gefallen, und der Klappentext zur Fortsetzung klingt interessant. Also wollte ich es damit versuchen.

Was gibt es sonst noch zu sagen?



💬 Hier hat mich der Prolog sehr schlucken lassen. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Szenen nicht immer vor meinem inneren Auge auftauchen.




💬 Das Buch liest sich flott. Ich komme gut voran, auch wenn mich auf der 3. Seite ein fehlendes Wort kurz aus dem Lesefluss gebracht hat. Ich bin gespannt, welche Welten wir mit Jana noch besuchen werden.

Was ist sonst noch passiert?



Wir hatten am Samstag Besuch von einem Sperber. Zum Glück ist mein Hahn Karly inzwischen so erfahren und hat rechtzeitig gewarnt. Da konnten sich alle verstecken. Ich habe kein Huhn verloren. Das ist schon mal positiv. Trotzdem möchte ich noch weitere Verstecke schaffen. Deshalb will ich heute in die Gärtnerei und schauen, ob ich noch Efeu kaufen kann. 


Liebe Grüße
Tinette

Montag, 14. September 2026

Ein paar Sätze zu... Nanny Matilda geht in die Stadt

 




Die Kinder der Familie Braun sind frech – unglaublich frech! Nur Nanny Matilda hat es geschafft, sie zu zähmen und ihnen gutes Benehmen beizubringen. Doch das hat nicht lange angehalten: Nun sind die Kinder frecher denn je! Tora schmiert Klebstoff auf die Butterbrote, David setzt eine Kröte in die Milchkanne, und Tim bindet die Schnürsenkel der Kinderschwester am Stuhlbein fest. Ihr Aufenthalt in London mit Großtante Adelheid Stich verspricht, eine einzige Katastrophe zu werden. Da kann nur Nanny Matilda mit ihrem Stock helfen!



Auch die Fortsetzung ist mit ihren 117 Seiten, verteilt auf 8 Kapitel, wieder flott gelesen und liebevoll illustriert. Wir kehren zurück zur Familie Braun, die durch weiteren Nachwuchs und Adoptionen mittlerweile noch größer geworden ist. Gelernt haben die Kinder allerdings nichts – im Gegenteil: Sie wirken fast noch ungezogener als im ersten Teil. Nanny Matilda scheint einmal mehr die Einzige zu sein, die das Chaos unter Kontrolle hat.
An manchen Stellen hatte ich allerdings das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Wenn Evangelina etwa plötzlich mit von Haferbrei verklebtem Mund hinter Fräulein Krabbe herrennt, fragte ich mich, wann sie den eigentlich gegessen hat; davon stand im Text nämlich nichts.
Ansonsten liest sich das Buch gewohnt flüssig. Ich bin gespannt, was mich im dritten und letzten Teil erwartet.

Mittwoch, 9. September 2026

Ins Wochenende mit... einer Nanny und einer Amme


Hallo,

da ich morgen die ganztägige Schulung und am Freitag in Düsseldorf bin, verabschiede ich mich bereits heute ins Wochenende. Eine Verfilmung oder ein Spiel habe ich mir für dieses Wochenende nicht vorgenommen. Ich denke, dazu werde ich keine Zeit finden.


Ich verabschiede mich ins Wochenende mit...

... diesem Buch




Keiner kann die frechen Braun-Kinder bändigen. Selbst im Krankenhaus treiben sie nur Unfug. Also muss Nanny Matilda zurück! Mit ihrem Stock klopft sie auf den Boden - und plötzlich ist alles verändert. Zur Erholung fährt Nanny Matilda mit den Kindern ans Meer. Und wirkt dem nahenden Unheil mit ihrer ganz besonderen Magie entgegen.



... dieser Bühnenadaption





Nie war Julia so wild, nie war Romeo so sexy, nie war Mercutio so verliebt. Nach einer erfolgreichen Spielzeit in Berlin mit über 500.000 Zuschauer*innen geht das gefeierte Musical von Peter Plate und Ulf Leo Sommer Romeo und Julia – Liebe ist alles auf große Deutschland-Tour! Verbotene Leidenschaft, atemberaubende Musik und eine Liebe, die stärker ist als Hass, Herkunft und Konvention. Basierend auf Shakespeares weltberühmter Tragödie inszeniert das Musical die Geschichte in einer kraftvollen, modernen Fassung – mit zahlreichen Songs aus dem Werk von Rosenstolz, darunter der emotionale Titelsong „Liebe ist alles“.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Tinette

Dienstag, 8. September 2026

Aktuell lese ich... Nanny Matilda geht in die Stadt

 Hallo,





... ein Buch.

Mein aktuelles Lesefutter





Die Kinder der Familie Braun sind frech – unglaublich frech! Nur Nanny Matilda hat es geschafft, sie zu zähmen und ihnen gutes Benehmen beizubringen. Doch das hat nicht lange angehalten: Nun sind die Kinder frecher denn je! Tora schmiert Klebstoff auf die Butterbrote, David setzt eine Kröte in die Milchkanne, und Tim bindet die Schnürsenkel der Kinderschwester am Stuhlbein fest. Ihr Aufenthalt in London mit Großtante Adelheid Stich verspricht, eine einzige Katastrophe zu werden. Da kann nur Nanny Matilda mit ihrem Stock helfen!



Was ist sonst noch passiert?



Eine Woche der Fortbildungen...


Liebe Grüße
Tinette

Montag, 7. September 2026

Schiggy unterwegs... Der Schimmelreiter in Fulda (3. Besuch)

 

Schiggy war wieder unterwegs und ist zum dritten und vorerst letzten Mal der Spur des geheimnisvollen weißen Pferdes gefolgt. Nach zwei Besuchen von „Der Schimmelreiter“ stand nun die Dernière im Schlosstheater Fulda auf dem Programm.
Vor Beginn der Show wurden Mini-Lichter mit einer kurzen Anweisung, wann sie zum Einsatz kommen sollten, verteilt. So etwas finde ich immer schön und war schon sehr gespannt auf die entsprechende Szene.


1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel der Veranstaltung: Der Schimmelreiter
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Schlosstheater Fulda
Sprache: Deutsch
Besuch: 06.09.2026
Beginn: 14:00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden (inkl. Pause)
Reihe / Platz: Orchestergraben, Reihe A, Platz 15
Vorlage: Gleichnamige Novelle von Theodor Storm


2. Mein Eindruck von der Show


Für die letzte Vorstellung in Fulda (vor der Winterspielzeit in Hameln) hatten wir die Plätze 15 und 16 in Reihe A. Zunächst befürchtete ich, dass die Sicht so weit am Rand noch schlechter sein würde als zuletzt auf Platz 12. Doch das Gegenteil war der Fall: Da die Sitzreihen in einer leichten Welle verlaufen, blickt man schräg zur Bühne. Das erlaubte einen Blick zwischen den Darstellern hindurch ins Bühnengeschehen.
Ich konnte Elkes Gesicht im Wochenbett sehen, das mir letzte Woche durch das hohe Bettende verdeckt geblieben war. Ihre Schmerzen so mitzuerleben, verlieh der Szene mehr Emotion. 
Meiner Schwester gefiel es, dass wir bei Duetten beide Darsteller gleichzeitig im Blick hatten, ohne ständig den Kopf hin und her drehen zu müssen.

Bei diesem dritten Besuch fielen mir übrigens wieder einige neue Details auf:
So erkannte ich erstmals, dass Trins Katze tatsächlich ein Gesicht hat. Das war mir bei den beiden vorherigen Vorstellungen überhaupt nicht aufgefallen, obwohl ich im Programmheft bereits entdeckt hatte, dass sie Augen hat.
Nachdem Trin dem Vater von Hauke entsetzt zeigt, dass Hauke ihre Katze erschlagen hat, und den blutigen Sack loslässt, ist zu sehen, dass ihre Hand rot ist. Tede Haien spricht seinen Sohn darauf an und zieht dessen Ärmel hoch. Die Kratzspuren sind dabei ganz deutlich zu erkennen.
Als Trin einmal direkt vor uns stand und ihren durchdringenden Blick über die Reihen schweifen ließ, hatte ich für einen kurzen Augenblick die Illusion, dass sie mich direkt ansieht. Unweigerlich bin ich im Stuhl zurückgewichen.
Der unbekannte, vermummte Mann stand bei Trins Todesszene im Hintergrund. Das unterstützt die Theorie meiner Schwester, dass es sich dabei um den Tod handeln könnte. Aufgefallen ist uns, dass er eine tiefe Sprechstimme hat.
Elkes Solo „Für wen?“ fand ich bereits letzte Woche sehr emotional. In dieser Vorstellung kämpfte allerdings nicht nur Elke mit den Tränen. Auch Haukes Augen wirkten verdächtig wässrig und gerötet. Darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet.
Meiner Schwester fiel außerdem auf, dass Hauke über Elkes Babybauch streichelte und das Kind in seinen Armen schaukelte. Sie meinte dazu, daran würde man merken, dass der Darsteller selbst Vater sei.

Einige Dinge waren mir bereits letzte Woche aufgefallen, nur hatte ich vergessen, sie zu erwähnen. Nachdem ich sie nun auch bei der Dernière wieder bemerkt habe, möchte ich sie an dieser Stelle noch ergänzen.
Wenn der Schimmel seitwärts mit dem Kopf nach links stand, erschien mir das Auge durchscheinend, als wäre das Mondlicht darin gefangen. Dadurch entstand ein unheimlicher und mysteriöser Eindruck. In diesen Momenten hätte nur noch Nebel gefehlt, und man hätte tatsächlich anfangen können, an seinem Verstand zu zweifeln und sich zu fragen, ob dieses Pferd überhaupt ein gewöhnliches Tier sei
Die Darstellung des Schimmels mit den Kopfbewegungen, dem Wiehern und dem Prusten gefiel meiner Schwester diesmal deutlich besser als letzte Woche. Es wirkte auf sie natürlicher.
Außerdem muss ich meinen Bericht zur zweiten Vorstellung korrigieren: Ich war danach ja überzeugt gewesen, dass das Pferd aus drei Einzelteilen besteht. So sah der Effekt zumindest zu Beginn für mich aus – übrigens auch in dieser letzten Vorstellung wieder.
Meine Schwester ist allerdings sicher, dass der Schimmel aus einem Stück besteht. Sie sah, wie dieser in der Anfangsszene auf Rollen weggezogen wurde. Sie vermutet lediglich einen zusätzlichen Kopf.
Die Stimme von Haukes Vater beziehungsweise dem Oberdeichgrafen (Doppelrolle) finde ich angenehm tief. Das war mir damals schon bei „Robin Hood“ aufgefallen, als der Darsteller Robins Vater sowie John Little spielte. Diese Doppelrolle habe ich insgesamt 16 Mal gesehen. Besonders der Gesang gefällt mir in dieser Stimmlage sehr gut. Ich mag einfach tiefe Stimmen.

Auf eine Szene habe ich dieses Mal besonders geachtet: Meine Schwester hatte bei der zweiten Vorstellung das Gefühl, dass die Bühne noch stärker schwankt als bei der ersten Show, während ich davon überhaupt nichts bemerkte. Sie hatte allerdings auf Trin geachtet, während ich die Tänzer im Hintergrund beobachtete.
Deshalb wollte ich ein kleines Experiment starten und habe bewusst Trin fixiert. Und tatsächlich: Für einen Moment glaubte ich ebenfalls, dass sich die Bühne hebt, wenn auch nicht so stark wie damals bei unserem ersten Besuch. Meine Schwester nahm es ebenfalls nicht lange wahr.

In zwei Szenen sind mir Handlungen aufgefallen, bei denen ich mir unsicher bin, ob sie bereits in den vorherigen Vorstellungen so gespielt wurden oder ob es sich vielleicht sogar um Dernierenscherze handelte.
Nach der Verkündung von Elkes und Haukes Verlobung schnappt sich Vollina ein volles Tablett und stampft damit von der Bühne. Das sorgt für einige Lacher im Publikum.
Bei der Feier zum Bau des neuen Deiches erschien Ole wie immer betrunken. Außerdem fiel er um und blieb ausgestreckt auf dem Boden liegen. Da habe ich mich gefragt, ob er das bei den vorherigen Vorstellungen auch schon so gemacht hat. Meine Schwester konnte sich ebenfalls nicht mit Gewissheit daran erinnern, da sie darauf nicht besonders geachtet hatte.
In dieser Szene ist allerdings auch wirklich viel los auf der Bühne: Der Oberdeichgraf erscheint und erhält von Wienke einen Blumenstrauß, während die Dorfbewohner ausgelassen feiern und tanzen.

Beim Duett „Sternenmeer“ machten wir dann wie verabredet unsere Mini-Lichter an. Elke und Hauke waren zunächst ganz auf sich konzentriert, bis sie sich schließlich in Richtung Publikum drehten. Elke war sichtlich überrascht, was man deutlich an ihrem Gesichtsausdruck erkennen konnte. Das brachte die Zuschauer in dieser eigentlich besinnlichen Szene zum Lachen.
Ich drehte mich zwar kurz um, konnte das Lichtermeer von meinem Platz aus aber nicht wirklich gut erkennen. Später zeigte mir meine Schwester ein Foto von Instagram, das jemand aus dem Hintergrund der Bühne aufgenommen hatte. Das sah wirklich toll aus. Da kann ich mir gut vorstellen, wie schön dieser Anblick live für die beiden Darsteller gewesen sein muss. Es passte jedenfalls perfekt zum Titel des Liedes.
Nach dem Showdown sollte das Licht erneut erstrahlen. Das fand ich allerdings nicht mehr ganz so wirkungsvoll. Es war einfach zu kurz vor dem Ende. Da suchte so mancher Zuschauer vermutlich schon nach dem Handy, um pünktlich den Schlussapplaus filmen zu können.

Leider war das Publikum bei dieser Vorstellung nicht so angenehm wie letzte Woche. Teilweise gab es mal wieder dieses Gerede über die besten Plätze oder die eigenen Leistungen. Es wurde auch damit geprahlt, wen man von den Darstellern alles persönlich kennt. So etwas nervt mich immer, selbst wenn es vor oder nach der Show oder in der Pause stattfindet.
Auch „Quietschies“, wie ich die Hyper-Fans eines bestimmten Darstellers gerne nenne, waren wieder da. Das fällt mir immer besonders auf: Bei ihrem „Star“ wird laut gejubelt, die Hände werden hochgerissen und gerne auch „Herzchen“ geformt, während andere Darsteller nur mit einem müden, fast schon gelangweilten Applaus bedacht werden.
Meiner Schwester klingelten jedenfalls die Ohren, weil ihre Sitznachbarin ständig so laut schrie und pfiff. Meine Sitznachbarin war zum Glück nicht ganz so laut. Ihre „Wuhhh“-Rufe klangen allerdings immer eher nach „Buh“.
Außerdem packte sie während der Pause ständig im Wechsel ihr Handy aus der Hosentasche und steckte es wieder zurück. Dabei fuhr sie jedes Mal ihren Ellbogen aus und war so nah an meinem Gesicht, dass ich in Deckung gehen musste, um nicht noch ein Veilchen zu kassieren.
Dass sie damit nicht die einzige Rücksichtslose im Saal war, musste meine Schwester anschließend schmerzhaft erfahren. Eine Frau stapfte hinter uns vorbei und traf meine Schwester dabei ziemlich hart am Kopf. Sie fasste sich danach an den Hinterkopf, worauf die Frau nur gackernd meinte: „Die Frisur sitzt noch.“
Nach der Show drängelten sich dann Personen nach vorne, nur um anschließend mitten im Weg stehen zu bleiben. Das sind mir immer die Liebsten.
Oder jemand schubste mich mit der Begründung „Muss zur Stagedoor!“ zur Seite. Ach ja, die Quietschies… Sie wären eigentlich auch ein gutes Thema für ein Musical.

Die Show selbst war wirklich gut. Allerdings hat uns die Vorstellung letzte Woche besser gefallen, was vor allem am Publikum lag. Das Lichtermeer bei „Sternenmeer“ war eine wunderschöne Idee, konnte das Verhalten einiger Zuschauer aber leider nicht wettmachen.
Das Musical verliert deshalb insgesamt einige Punkte in meinem Ranking – bedingt durch die Atmosphäre – und kommt nun nur noch auf 173 Punkte. Damit landet es auf Platz 10.


3. Persönliche Highlights
Highlight des Tages:
Trin Jans' Solo „Die Sündenflut“
Bestes Solo:
„Für wen?“ (Elke)
Bestes Duett:
„Glaubst du noch an mich?“
Ohrwurm des Tages:
Keiner. Die Lieder gefielen mir insgesamt, aber keines blieb dauerhaft hängen.
Beste Ensemblenummer:
„Für die Marsch, für die Geest“
Lustigster Moment:
Die Szene mit dem Deichgrafen und dem Oberdeichgrafen.
Emotionalster Moment:
„Für wen?“

 

4. Besetzung der besuchten Vorstellung

Schiggy saß im Publikum – aber wer stand eigentlich auf der Bühne?

Hauke Haien / Reisender: Sascha Kurth
Elke Volkerts: Pamina Lenn
Ole Peters: Dennis Henschel
Vollina Harders: Anja Backus
Schulmeister / Tede Haien: Thorsten Tinney
Trin Jans: Kaatje Dierks
Deichgraf / Arzt: Volker Metzger

Ensemble
Schimmel
Kopf: Christopher Dederichs
Herz: Antonello Papagno
Hinten (Hind): Robin Scheel

Magd Ann Grete: Maja Dickmann
Magd Geschke: Emma Sophie Adelmann
Magd Wiebke: Sophie Bauer
Leiterin Else: Jenny Schlensker
Dienstmagd / Lene: Jo Rackham
Dienstmagd / Mareike: Irene Eggerstorfer
Witwe Wohlers: Tina Haas
Iven Johns: Samuel Jonathan Bertz
Jeve Manners / Unbekannter: Nico Schweers
Lütten: Tobias Korinth
Carsten: Niklas Schurz
Wirt Friedrich: Steven Seale
Pastor Jansen: André Haedicke
Wiens: Torsten Paul
Junger Hauke: Rosa
Wienke: Nora

 

Tibi liest: Die Krone der Meere

 


Allgemeine Infos:



Originaltitel: Die Krone der Meere
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Johanna Dorn
Übersetzt von: ///
Verlag: blanvalet
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Historischer Roman
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 704
Preis: 15,00 € (Taschenbuch)
ISBN:  978-3-7341-1217-1




Klappentext:
1593. Die Hanse kämpft um ihr Überleben, misstrauisch beäugen die Kaufleute Lübecks den Aufstieg des rivalisierenden Amsterdam. Der junge Arjen, unehelich in eine Lübecker Kaufmannsfamilie geboren und voller Neugier auf die weite Welt, macht sich auf, um in der niederländischen Metropole das Glück zu finden. Dank seinem Geschäftssinn erarbeitet er sich schnell Reichtum und Respekt. Doch als er sich ausgerechnet in Marianna verliebt, die längst einem anderen versprochen ist, muss Arjen erkennen, dass Erfolg seinen Preis hat und man die Vergangenheit niemals ganz hinter sich lassen kann ...

 

Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2025
Status: gelesen
Lesesprache: deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 24.08.2026
Beendet: 05.09.2026
Gebraucht: 13 Tage
 
~*~Erwartung~*~
Der Klappentext von Die Krone der Meere klingt durchaus interessant. Allerdings hatte hatte ich in diesem Jahr bisher kein besonders glückliches Händchen bei meiner Bücherauswahl. Entsprechend vorsichtig bin ich an diesen Roman herangegangen und hatte durchaus die Befürchtung, am Ende wieder enttäuscht zu werden.

 
Lob und Tadel
 
~*~Gestaltung~*~
Das Cover ist passend zum Thema in verschiedenen Blautönen gehalten. Im unteren Bereich sind zahlreiche Schiffe zu sehen, die auf Lübeck beziehungsweise die Hanse zufahren.
Der Roman ist in vier Teile mit jeweils mehreren Kapiteln gegliedert. Die Kapitel sind nicht nummeriert, sondern mit Monat, Jahr und Ort versehen. Das hat mir gut gefallen, denn dadurch weiß man immer sofort, wann und wo die Handlung gerade spielt. Gerade bei einer Geschichte, die sich über mehrere Jahre und verschiedene Schauplätze erstreckt, ist das sehr hilfreich.
Auch die Schriftgröße empfand ich als angenehm.
 
~*~Charaktere~*~
Besonders gut gefallen haben mir Agnes und Thilo.
Agnes ist ein Waisenkind in Lübeck, das wir im Alter von zwölf Jahren kennenlernen. Sie ist gewitzt, selbstbewusst und weiß sich zu behaupten. Am liebsten ist sie allein unterwegs, denn andere sind ihrer Meinung nach ohnehin nur eine Behinderung – insbesondere beim Stehlen. Gleichzeitig hat sie aber auch eine soziale Seite und setzt sich für andere ein. Sie redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, und wirkte auf mich dadurch sehr authentisch. Insgesamt fand ich Agnes angenehm vielschichtig und sie gehörte für mich eindeutig zu den interessantesten Figuren des Romans. Ihre Geschichte habe ich am liebsten verfolgt.
Thilo stammt dagegen aus einem wohlhabenden Elternhaus. Als seine Eltern ermordet werden und er selbst unter Verdacht gerät, muss er fliehen und landet schließlich auf der Straße. Dort ist er zunächst völlig überfordert und auf Agnes' Hilfe angewiesen. Im Laufe der Geschichte entwickelt er sich jedoch weiter und lernt, mit seiner neuen Lebenssituation zurechtzukommen. Sein Schicksal ist eng mit dem von Agnes verbunden, weshalb ich auch seine Geschichte gerne verfolgt habe.
Arjen ist unehelich geboren und wächst bei seiner Mutter und seinem Stiefvater auf, der ihn immer wieder spüren lässt, dass er nicht sein leiblicher Sohn ist. Schließlich macht Arjen sich auf den Weg nach Amsterdam, um dort seinen Vater zu finden und sich ein eigenes Leben aufzubauen.
Mit Arjen bin ich leider von Anfang an nicht richtig warm geworden. Seine Geschichte konnte mich deshalb deutlich weniger fesseln als die von Agnes und Thilo. Obwohl seine Entwicklung durchaus interessant ist, habe ich seine Kapitel im weiteren Verlauf eher halbherzig verfolgt.
Es gibt noch viele weitere Personen. Es würde jedoch den Rahmen sprengen, näher auf alle einzugehen.

 
~*~Handlungsort und -zeit~*~
Die Handlung erstreckt sich über die Jahre 1593 bis 1606 und führt an verschiedene Orte. Neben Lübeck spielen unter anderem Hamburg, Amsterdam und Genua eine Rolle.
 
~*~Idee und Umsetzung, Einstieg, Handlung~*~
Die Grundidee des Romans hat mir gut gefallen. Ich hatte mir einen spannenden Einblick in die Welt der Kaufleute und in die Zeit der Hanse im ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhundert erhofft – und grundsätzlich konnte mich das Buch in dieser Hinsicht auch überzeugen.
Besonders gut gelungen ist für mich der Einstieg. Die Geschichte beginnt mit der zwölfjährigen Agnes, die in ein wohlhabendes Haus einbricht, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Dabei wird sie Zeugin eines Mordes. Der Junge des Hauses, Thilo, folgt ihr anschließend nach draußen, denn plötzlich steht er selbst unter dem Verdacht, seine Eltern ermordet zu haben.
Von diesem Moment an sind die beiden miteinander verbunden und müssen ihren Weg gemeinsam bestreiten. Ich habe Agnes und Thilo gerne begleitet und war gespannt darauf, was als Nächstes passieren würde und wie sich ihr Leben weiterentwickelt. Auch ihr treuer Begleiter Albrecht, ein großer, struppiger Hund, ist mir dabei ans Herz gewachsen.
Neben Agnes und Thilo fand ich auch die Geschichten der Familien Schellbach und Hinnerk interessant. Generell hat mir gefallen, dass der Roman verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensumständen begleitet. Dadurch bekommt man einen recht vielfältigen Einblick in die damalige Zeit.
Weniger interessant fand ich dagegen Arjens Geschichte. Während mich Agnes und Thilo schnell für sich gewinnen konnten, hat mich sein Weg nach Amsterdam und sein dortiger Aufstieg zum erfolgreichen Kaufmann kaum gefesselt. Irgendwann habe ich seine Kapitel deshalb eher überflogen, anstatt sie wirklich aufmerksam zu lesen. Auf diese Handlung hätte ich persönlich auch verzichten können.
Etwas zwiespältig stand ich außerdem den Liebesszenen gegenüber. Sie sind keineswegs peinlich oder unangenehm beschrieben, allerdings waren sie mir gerade in der Mitte des Romans zu häufig. Für meinen Geschmack hätte es davon deutlich weniger gebraucht.
Insgesamt hat mir die Handlung aber gut gefallen. Besonders positiv fand ich, dass die Geschichte nicht alles beschönigt und auch nicht in einem typischen, rundum glücklichen Ende endet. Stattdessen bleiben einige Fragen offen und auch das Schicksal einzelner Figuren wird nicht vollständig geklärt. Das passte für mich aber gut zur Geschichte und ihrer eher realistischen Grundstimmung.

 
~*~Schreibstil und Stilmittel~*~
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive eines personalen Erzählers. Dabei wechseln die Perspektiven zwischen verschiedenen Figuren, sodass man die unterschiedlichen Lebenswege und Sichtweisen kennenlernen kann.
Der Schreibstil ist eher einfach und dadurch sehr angenehm zu lesen. Gleichzeitig wirkte die Sprache für mich authentisch und passend zur Geschichte. Auch die verschiedenen Handlungsorte wurden anschaulich beschrieben, sodass sie während des Lesens gut vor meinem inneren Auge entstanden sind.
 
~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~
///
 
~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Ich hätte gerne gewusst, was aus XXX geworden ist.
Fazit
Ein spannender historischer Roman mit größtenteils interessanten und authentischen Charakteren, der mich vor allem mit der Geschichte rund um Agnes und Thilo überzeugen konnte.

Bewertung:

 

Ein paar Sätze zu... Das Nibelungenlied

 







Das um 1200 entstandene »Nibelungenlied« ist das bekannteste deutsche Heldenepos: Jeder kennt Siegfrieds Tarnkappe und seine Haut aus Drachenblut, das Schwert Balmung, den Schatz der Nibelungen und die fürchterliche Rache der Kriemhild. Wie kaum ein anderes Werk diente das »Nibelungenlied« als Vorlage für Literatur, Kunst und Film: Spätestens seit dem Welterfolg von »Der Herr der Ringe« sind die sagenhaften Bilderwelten fester Bestandteil moderner Populärkultur.




Ich habe mich dazu entschieden, Das Nibelungenlied in der Prosaform zu lesen. Die Strophen sind in dieser Ausgabe auf 39 Kapitel aufgeteilt.
Wir mussten damals in der Schule Das Nibelungenlied auf Mittelhochdeutsch lesen, was ich deutlich schwieriger fand. Die Prosaform war für mich daher wesentlich angenehmer und ließ sich flüssiger lesen. Der Schreibstil, vor allem die Dialoge, orientiert sich dabei durchaus an der damaligen Zeit, ohne schwer verständlich zu sein.
Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Sprache für mich tatsächlich nach Mittelalter angefühlt hat. Ich habe schon historische Romane gelesen, bei denen ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Figuren eigentlich viel zu modern sprechen oder bestimmte Begriffe eher aus unserer heutigen Zeit stammen. Das war hier anders. Natürlich handelt es sich um eine moderne Prosafassung, trotzdem hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass die Geschichte in einer anderen Zeit verankert ist.
Die grobe Handlung des Nibelungenlieds war mir noch bekannt, auch wenn ich mich längst nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern konnte. Umso schöner war es, beim Lesen immer wieder auf Stellen zu stoßen, bei denen ich dachte: „Stimmt, daran kann ich mich noch erinnern.“ Insgesamt konnte ich der Handlung gut folgen, und vieles fühlte sich dadurch überraschend vertraut an.
Interessant fand ich auch einen Gedanken, über den ich durch eine Dokumentation am Wochenende noch einmal neu nachgedacht habe. In der Schule hatte ich das Nibelungenlied immer mit den Ereignissen um die Burgunder im 5. Jahrhundert verbunden. Dabei entstand das Epos selbst erst um 1200 – also viele Jahrhunderte später. In der Dokumentation wurde erklärt, dass der Verfasser offenbar eigene Erfahrungen und Eindrücke aus seiner Zeit in die Geschichte einfließen ließ. Gerade die ausführlichen Beschreibungen bestimmter Orte können darauf hindeuten.
Dieser Gedanke hat für mich noch einmal dazu beigetragen, dass sich das Buch trotz der modernen Prosafassung erstaunlich authentisch anfühlt. Es erzählt zwar eine Geschichte, deren Stoff auf eine viel ältere Zeit zurückgeht, wurde aber von jemandem niedergeschrieben, der selbst im Mittelalter gelebt hat. Vielleicht ist es genau das, was ich beim Lesen in der Sprache gespürt habe.
Nach der eigentlichen Geschichte gibt es noch ein Nachwort, das ich ebenfalls sehr interessant fand. Auch die Geschichte der Übersetzung hat mir gut gefallen und war für mich eine schöne Ergänzung zur eigentlichen Lektüre.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Die Prosafassung war für mich eine angenehme Möglichkeit, das Nibelungenlied noch einmal neu zu entdecken – diesmal, ohne mich durch das Mittelhochdeutsche kämpfen zu müssen.



Schon gelesen?

Aktuell lese ich... Neaver leave the path und Canvas

 H allo, ... zwei Bücher. Mein aktuelles Lesefutter 📖 Natürlich gibt es den Hexer vom Berg nicht, da ist sich der 17-jährige Jesper sicher....