Donnerstag, 27. August 2026

10 Buchtitel, die aus zwei Wörtern bestehen

  Die Aktion


findet auf dem Blog Weltenwanderer statt.


Heutige Aufgabe:


*~*  Zeige uns 10 Bücher, deren Titel aus zwei Wörtern besteht (ohne Untertitel, ohne Reihentitel) *~*



Hallo,

nachdem ich die letzten Wochen wegen Zeitmangel oder zu wenig passenden Büchern pausiert habe, bin ich heute wieder dabei. Ich werde einfach die zehn ersten Titel nehmen, die ich bei meinen Rezensionen entdecken, wobei ich schon versuche, verschiedene Genres abzudecken. Versprechen kann ich es aber nicht.

1. Die Erbin


Die Schwedin Natalia De la Grip ist eine der angesehensten Unternehmensberaterinnen Europas. Doch obwohl sie in die schwedische Oberschicht und eine Welt grenzenlosen Wohlstands hineingeboren wurde, musste sie sich diesen Erfolg hart erarbeiten. Ihr höchstes Ziel ist es, einen Platz im Aufsichtsrat des milliardenschweren Familienunternehmens Investum und somit auch endlich die Anerkennung ihres patriarchalischen Vaters zu gewinnen. Als Natalia aus heiterem Himmel von David Hammar - Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber - zum Lunch eingeladen wird, ist sie zwar misstrauisch, vor allem aber eins: neugierig. Sie lässt sich auf das Treffen ein und ist überrascht, wie überwältigend die Anziehungskraft zwischen ihr und David ist. Doch was sie nicht weiß: David hat noch eine Rechnung mit ihrer Familie offen. Und die letzte Schachfigur, die er bewegen muss, um diese zu begleichen, ist Natalia ...


--- Taktikänderung... ich fange ja immer vorne bei A (Nachname Autor) an... ich mache es jetzt anders von gehe von Z rückwärts...

2. Becoming Megan




Als Kat nach sechs Jahren im Koma erwacht, eröffnet ihr ein Fremder, dass man ihr Bewusstsein in den Körper einer anderen Frau übertragen hat. Und diese ist ausgerechnet Megan Taylor, Stiefschwester von Noah Taylor, Erbe des größten Medizinkonzerns der Welt. Doch der Fremde, der sich als Dr. White vorstellt, hat einen perfiden Plan: Kat soll nahe genug an Noah herankommen, um ihn zu töten, und das immense Vermögen der Familie zu erben. Damit will White seine Forschung zum ewigen Leben finanzieren. Kat hat keine Wahl – White droht, ihre Schwester zu ermorden. Und so wird aus Kat Megan. Sie ist entschlossen, alles zu tun, um das Leben ihrer Schwester zu retten. Bis sie Noah kennenlernt und sich in ihn verliebt …



3. Mary Poppins





Mit rechten Dingen ist es nicht zugegangen, das haben Jane und Michael ganz genau gesehen. Der Wind hat sie hergeweht und mit einem Plumps vor der Haustür abgesetzt - Mary Poppins, das neue Kindermädchen. Eitel ist sie und sehr energisch, aber dafür hat sie viel beachtlichere Vorzüge: Sie kann das Treppengeländer hinauf rutschen, mit Tieren sprechen, in Bildern verschwinden und noch vieles mehr. Im Kirschbaumweg 17 bricht eine Zeit unglaublicher Abenteuer an.





4. Lindy Girls





Fasziniert vom neuen Swing aus Amerika gründet die Choreographin Wally eine Tanzgruppe. Ihre Tänzerinnen findet sie in den Straßen Berlins. Doch den »Lindy Girls« bleibt der Zugang zu den großen Tanzpalästen verwehrt, denn hier haben die Männer das Sagen. Dagegen begehrt auch Sekretärin Gila auf, die davon träumt, mehr zu schreiben als das, was ihr diktiert wird. Mit ihr stößt die Industriellentochter Thea zur Gruppe, und ihre Kontakte öffnen endlich Türen. Aber dann kommt den »Lindy Girls« die Liebe in die Quere ...





5. Auf Umwegen




Finn berechnet die Zeit in Meilen, nicht in Minuten. So erklärt er sich die Welt und so überzeugt er sich davon, wirklich zu sein, nicht eine Romanfigur im Kult-Bestseller seines Vaters. Stets am Rande der Katastrophe – als Kind ist ein totes Pferd von einer Brücke auf ihn gefallen – hat Finn immerhin den besten Freund der Welt: den total irren, aber ganz vortrefflichen Cade. Und dann lernt er Julia kennen, das erste Mädchen, das er liebt. Als Julia wegzieht bricht Finn das Herz. Zusammen mit Cade macht er sich auf eine Reise, die sie nicht – wie geplant – zum College ihrer Wahl führt. Ein unerwarteter Unfall macht sie zu ebenso unerwarteten Helden.



6. Black Beauty





Nach einer behüteten Jugend führt der schwarze, stattliche Hengst Black Beauty in der liebevollen Umgebung das Leben eines Reit- und Kutschpferdes. Eines Tages jedoch muss sein Besitzer ihn aus Geldnot verkaufen und Black Beauty gerät in die Fänge skrupelloser und egoistischer Menschen. Ein Ende seiner grausamen Lebenszeit scheint nicht mehr in Sicht, da nimmt ein kleiner Junge sich seiner an und sein Leben eine Wende. Mit ihrem aufrüttelnden Tierroman „Back Beauty“ schuf die englische Schriftstellerin Anna Sewell 1877 das große Vorbild aller modernen Pferdegeschichten – ein Muss.




7. Der Fluss (Teil 2)



Ich habe an dieser Stelle zwar das Cover zur Fortsetzung gezeigt. Das hier ist aber der Klappentext zu Teil 1 (Allein in der Wildnis): 
Brian ist in einem kleinen Flugzeug auf dem Weg zu seinem Vater, als der Pilot plötzlich einen Herzinfarkt erleidet. Dem Jungen gelingt das Unmögliche: eine Notlandung auf einem See mitten in den kanadischen Wäldern.
Doch damit beginnt das Abenteuer erst, denn nun muss er lernen, in der Wildnis zu überleben.


8. Tomorrow Land

Meine Rezension (Ich habe extra nochmal nachgeprüft, ob der Titel tatsächlich auseinander geschrieben wird - ja. :-))



Hannes will raus. Raus aus seiner Zelle, raus aus diesem Land. Als ein Sturm die Mauern seines Gefängnisses einreißt, gelingt ihm zwar die Flucht, doch damit beginnen die Gefahren erst. Verfolgt vom Sicherheitsapparat entkommt Hannes nur mit Hilfe von Moa, der dem Regime aus ganz anderen Gründen ein Dorn im Auge ist. Denn Hannes ist nicht der Einzige, der sich gegen das System auflehnt: Im Verborgenen formiert sich immer stärkerer Widerstand gegen die Mächtigen. Und selbst ein Mädchen aus der Elite kann sich auf die Seite der Unterdrückten schlagen, wie Greta-Anna, die Hannes zwar das Leben rettet, aber sein Herz in große Gefahr bringt. Doch keiner von ihnen ahnt, wie weit das Regime gehen wird, um seine Gegner zum Schweigen zu bringen... 






9. Die Märchenjägerin





Es waren einmal zwei Schwestern, die von einer bösen Hexe gefangen gehalten wurden. Die eine Schwester war zu gütig und zu sanft für diese Welt. Die andere Schwester dagegen stark und entschlossen. Doch wer von beiden wird diese Geschichte überleben?
Eve hat die Gefangenschaft bei der Hexe Maria überlebt und kämpft nun als Jägerin für andere Märchenfiguren in Not. Stets an ihrer Seite, ihr Freund Dan, Werwolf, und ihr Fels in der Brandung. Als Schneewittchen um Eves Hilfe bittet, wird ihr Leben gehörig auf den Kopf gestellt. Plötzlich scheint nichts mehr so zu sein, wie es scheint, ihre für tot geglaubte Schwester Viola lebt und wird von der Hexe Liza gefangen gehalten - als Tauschpfand erwartet diese den mysteriösen Mann namens Ace. Eve macht sich auf die Jagd nach ihm und findet bald heraus, dass sie mehr als nur der Wunsch, ihre Schwester zu retten, antreibt. Ein Blick in seine grünen Augen und sie vergisst die Welt um sich herum.



10. Herz verspielt




Als ihr Freund sie betrügt, indem er als Quarterback beim Erzrivalen anheuert, sieht die Football- Spielerin Ashtyn rot. Wenn sie die Meisterschaft nicht gewinnt, kann sie sich ihr Sportstipendium abschminken und wird in diesem elenden Nest in Illinois verschimmeln! Eine Idee muss her, um diese Schmach für das Team auszubügeln. Schnell hat Ashtyn einen genialen Plan ... Einziger Nachteil: Sie müsste diesen Bad Boy Derek einweihen. Einen Typen, der Ärger magisch anzieht. Sie weiß, es ist ein Spiel mit dem Feuer. Aber hat sie eine andere Wahl?






Ich war jetzt so drin im Suchen, dass ich schon nach dem nächsten Buch Ausschau gehalten habe. Dann habe ich gemerkt, dass ich die 10 Titel ja schon voll habe. :-D
Ob die Liste abwechslungsreich ist, darüber lässt sich streiten, aber es sind 10 Titel mit jeweils nur zwei Wörtern.
Liebe Grüße
Tinette

Ein paar Sätze zu... Mythologie - 5 Bücher in 1

 




Tauchen Sie ein in die epische Welt der Mythologie mit diesem einzigartigen Manuskript, einer fesselnden Sammlung, die Sie durch die Geheimnisse und Legenden der alten Kulturen führen wird. Diese Sammlung erforscht die Mythen und Erzählungen, die die Geschichte, Religion und Traditionen dieser jahrtausendealten Zivilisationen geprägt haben, und enthüllt ihre Werte, Gottheiten und fantastischen Kreaturen. Jeder Abschnitt des Buches erzählt nicht nur die Geschichten dieser Mythologien, sondern hilft Ihnen zu verstehen, welche Bedeutung diese Erzählungen für die Menschen hatten, die sie weitergaben. Sie werden entdecken, wie diese Mythen miteinander verbunden sind und welche Einflüsse sie auf die moderne Kultur und Gesellschaft hinterlassen haben. Dieses Manuskript bietet eine ausführliche Synthese von Ritualen, Legenden und Traditionen und lädt Sie zu einer bereichernden Erfahrung ein, die für Anfänger und Enthusiasten gleichermaßen geeignet ist.



Ich bin beim Stöbern auf diesen Sammelband aufmerksam geworden, weil ich mich schon länger für verschiedene Mythologien interessiere. Mit der griechischen und ägyptischen Mythologie kenne ich mich recht gut aus, während mir vor allem die japanische, keltische und nordische Mythologie weniger vertraut sind. Deshalb erschien mir das Buch als guter Einstieg.
Dabei war mir von Anfang an bewusst, dass 544 Seiten nicht ausreichen, um fünf verschiedene Mythologien wirklich tiefgehend zu behandeln. Entsprechend habe ich auch keine umfassende Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen erwartet, sondern eher einen Überblick.
Und als solchen fand ich das Buch stellenweise wirklich interessant. Besonders der Abschnitt über die japanische Mythologie ist mir positiv im Gedächtnis geblieben. In einem Fantasyroman, den ich zuvor gelesen hatte, war beispielsweise von Kitsune die Rede, ohne dass erklärt wurde, was sich dahinter verbirgt. Beim Lesen dieses Buches bin ich dann direkt über den Begriff gestolpert und habe mich gefreut, endlich mehr über die Hintergründe zu erfahren. Auch den Abschnitt über die keltische Mythologie fand ich als groben Überblick interessant.
Leider gibt es allerdings einiges, was meinen positiven Eindruck deutlich trübt. Schon die Gestaltung des Textes wirkt auf mich wenig sorgfältig. Die Kapitel sind einfach fortlaufend abgedruckt, sodass es beispielsweise vorkommt, dass eine Überschrift am unteren Seitenrand steht und der eigentliche Text erst auf der nächsten Seite beginnt. Das wirkt lieblos und hätte sich meiner Meinung nach leicht vermeiden lassen.
Noch störender fand ich jedoch die sprachliche Qualität. Zwar sind die Texte grundsätzlich einfach geschrieben, trotzdem lesen sie sich nicht immer flüssig. Es gibt zahlreiche Fehler und Ungereimtheiten – etwa „Grieschische“ statt „Griechische“, wechselnde Pronomen für dieselbe Person oder merkwürdige Formulierungen, die teilweise wie eine wortwörtliche Übersetzung wirken. Auch zwischen Präsens und Präteritum wird innerhalb einer Handlung immer wieder gewechselt. Insgesamt wirkt der Schreibstil dadurch auf mich ziemlich steif.
Letztendlich bin ich daher eher enttäuscht. Dass der Sammelband keine tiefgründige Betrachtung der einzelnen Mythologien bieten kann, war mir bewusst und habe ich auch nicht erwartet. Mehr Sorgfalt bei der sprachlichen Überarbeitung und der Gestaltung hätte ich allerdings schon erwartet. Als grober Einstieg in einige verschiedene Mythologien war das Buch durchaus interessant, für mich reicht das aber nicht aus, um mich auch mit den anderen Mythologie-Büchern von Aurora Mythos beschäftigen zu wollen.



Mittwoch, 26. August 2026

Ein paar Sätze zu... Der Tod liegt in der Luft

 





Der junge Sherlock Holmes soll seine Sommerferien auf dem Land verbringen – bei Tante Anna in Farnham. Stundenlang dauert die Reise und nichts als Gerstenfelder weit und breit. Noch öder geht es ja wohl kaum, Sherlock ist stocksauer. Doch dann kommt alles ganz anders und plötzlich ist er mittendrin in seinem ersten Fall. Mysteriöse Todesfälle, prügelnde Muskelprotze und ein böser Baron – das erste Abenteuer des jungen Meisterdetektivs beginnt.

Im Urlaub in Plauen habe ich durch Zufall die Serie Young Sherlock entdeckt und in einem Rutsch geschaut. Zuhause wollte ich dann schauen, ob die Serie auch auf DVD erhältlich ist bzw. ob eine zweite Staffel geplant ist. Dabei habe ich herausgefunden, dass es eine Buchvorlage gibt. Da habe ich nicht lange überlegt und zugegriffen.
Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht packen. Ich weiß nicht einmal genau, woran es lag: War die Serie im Hinterkopf schuld, oder hätte mich der Auftakt auch so nicht überzeugt? Sherlock ist hier zwar deutlich jünger, aber das war nicht das Problem.
Ich habe gelesen, aber die Handlung ist an mir vorbeigezogen. Es hat mich schlicht kaltgelassen. Weder wollte ich wissen, wie es weitergeht, noch hat mich Sherlocks Schicksal berührt. Ich empfand weder Sympathie noch Abneigung – eigentlich gar nichts. Und Gleichgültigkeit ist für mich beim Lesen schlimmer, als einen Charakter einfach nur unsympathisch zu finden. Nach 120 Seiten (Kapitel 5) habe ich das Buch schließlich abgebrochen.




Dienstag, 25. August 2026

Aktuell lese ich.... Mythologie und Die Krone der Meere

 Hallo,





... zwei Bücher.

Mein aktuelles Lesefutter




📖 Tauchen Sie ein in die epische Welt der Mythologie mit diesem einzigartigen Manuskript, einer fesselnden Sammlung, die Sie durch die Geheimnisse und Legenden der alten Kulturen führen wird. Diese Sammlung erforscht die Mythen und Erzählungen, die die Geschichte, Religion und Traditionen dieser jahrtausendealten Zivilisationen geprägt haben, und enthüllt ihre Werte, Gottheiten und fantastischen Kreaturen. Jeder Abschnitt des Buches erzählt nicht nur die Geschichten dieser Mythologien, sondern hilft Ihnen zu verstehen, welche Bedeutung diese Erzählungen für die Menschen hatten, die sie weitergaben. Sie werden entdecken, wie diese Mythen miteinander verbunden sind und welche Einflüsse sie auf die moderne Kultur und Gesellschaft hinterlassen haben. Dieses Manuskript bietet eine ausführliche Synthese von Ritualen, Legenden und Traditionen und lädt Sie zu einer bereichernden Erfahrung ein, die für Anfänger und Enthusiasten gleichermaßen geeignet ist.



📖 1593. Die Hanse kämpft um ihr Überleben, misstrauisch beäugen die Kaufleute Lübecks den Aufstieg des rivalisierenden Amsterdam. Der junge Arjen, unehelich in eine Lübecker Kaufmannsfamilie geboren und voller Neugier auf die weite Welt, macht sich auf, um in der niederländischen Metropole das Glück zu finden. Dank seinem Geschäftssinn erarbeitet er sich schnell Reichtum und Respekt. Doch als er sich ausgerechnet in Marianna verliebt, die längst einem anderen versprochen ist, muss Arjen erkennen, dass Erfolg seinen Preis hat und man die Vergangenheit niemals ganz hinter sich lassen kann ...

Lesezeichen





🔖Aktuell bin ich auf Seite 162 von 544. <Das Mädchen stand daraufhin auf, wandte dem Händler aber weiterhin den Rücken zu und weinte.> (Kapitel Das Licht von Kiinokuni-Zaka)



🔖Aktuell bin ich auf Seite 35 von 704. <Dem Aufbruch seines Bruders war ein weiterer heftiger Streit vorausgegangen, denn Arjen hatte beschlossen, nicht zu schweigen.> (Kapitel Lübeck, April 1593)

Warum dieses Buch?



❓Diesen Monat habe ich bereits drei Bücher, an die ich hohe Erwartungen hatte, abgebrochen. Deshalb habe ich mir eine neue "Taktik" ausgedacht. Inzwischen greife ich einfach wahllos zu Büchern und lese die ersten Kapitel. Dann überlege ich, ob ich weiterlese oder abbreche.



❓Das gilt auch für dieses Buch.

Was gibt es sonst noch zu sagen?



💬Die Formatierung finde ich nicht so gelungen. Oft steht die Kapitelüberschrift am Ende der Seite, auf der nächsten Seite geht es dann weiter. Was mir auch aufgefallen ist: viele Fehler, z. B. mehrfach Grieschisch. Da die einzelnen Teile nur rund 100 Seiten umfassen, kann die Mythologie natürlich nicht besonders tiefgehend behandelt werden. Deshalb fand ich den Teil über die griechische Mythologie nicht so spannend. Da war nichts Neues für mich dabei. Mit der japanischen Mythologie sieht es da schon anders aus. Da kenne ich mich nicht aus und deshalb finde ich das interessant, nur eben nicht so flüssig zu lesen.



💬Der Einstieg hat mir schon mal gut gefallen. Das zwölfjährige Straßenmädchen Agnes hat direkt meine Neugier wecken können, und ich will mehr über ihren Hintergrund wissen. Auch, was es mit dem Tod von Thilos Eltern auf sich hat. Wer hat sie getötet? Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Was ist sonst noch passiert?

Da ich inzwischen ja einige Erlebnisberichte veröffentlicht habe, dachte ich, es wäre an der Zeit, Schiggy auch offiziell in den Blog einzubinden. Deshalb gibt es seit heute einen neuen Header.
Auch wenn Tibi jetzt schon über vier Jahre tot ist, möchte ich sie weiterhin symbolisch als Maskottchen der Buchrezensionen behalten. Die Kategorie "Tibi liest" wird also ebenso wie "Tawny spielt" bleiben, auch wenn beide in letzter Zeit nicht so häufig vertreten waren. Dafür habe ich zu wenig gelesen und gespielt. Schiggy ist ab sofort offiziell das Maskottchen der Erlebnisberichte.


Liebe Grüße
Tinette

Montag, 24. August 2026

Tibi liest: Die Auferstehung

  Allgemeine Infos:






Originaltitel: Die Auferstehung
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Andreas Eschbach
Übersetzt von: ///
Verlag: Kosmos
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Thriller
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 442
Preis: 24,00 € (Hardcover)
ISBN:  978-3-440-17974-1




Klappentext:
Können Tote wieder auferstehen? Eine junge Frau ist vor vielen Jahren nicht mehr aus dem brasilianischen Regenwald zurückgekehrt. Nun taucht sie plötzlich wieder auf. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews kommen - inzwischen erwachsen geworden - auf verschiedenen Wegen mit ihrer Rückkehr in Verbindung und in gewohnt detektivischer Manier ziehen sie ihre Schlüsse. Irgendwann kreuzen sich ihre Wege und die drei Freunde von einst müssen sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

 

Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 10.08.2026
Beendet: 22.08.2026
Gebraucht: 13 Tage
 
~*~Erwartung~*~
Der Klappentext klingt interessant, aber das war beim vorherigen Buch genau so, und das habe ich nach knapp zwei Wochen abgebrochen. Überhaupt hatte ich dieses Jahr bisher kein glückliches Händchen bei der Bücherauswahl. Deshalb habe ich bei diesem Buch ein bisschen Angst, dass ich am Ende wieder enttäuscht werde.

 
Lob und Tadel
 
~*~Gestaltung~*~
Das Cover mit den zwei überlagerten Gesichtern finde ich sehr interessant. Dabei werden die Farben der drei ??? (Weiß, Rot und Blau) aufgegriffen. Gleichzeitig passt das Motiv auch gut zu meiner Wahrnehmung während des Lesens, denn ich war mir lange nicht sicher, ob Tracy tatsächlich mit offenen Karten spielt oder vielleicht doch ein falsches Spiel treibt und nicht ihr wahres Gesicht zeigt. Die drei Fragezeichen in Schwarz sind durch ein leichtes Relief hervorgehoben, sodass man sie beim Darüberstreichen auch ertasten kann. Allerdings sind sie mir erst auf den zweiten Blick aufgefallen.
Neben dem Prolog ist das Buch in 40 nicht allzu lange Kapitel aufgeteilt. Da ich nicht gerne mitten in einem Kapitel aufhöre, gefällt mir das gut. Gleichzeitig animiert mich eine solche Kapiteleinteilung immer dazu, „nur noch ein Kapitel“ weiterzulesen.
Auch die Schriftgröße finde ich angenehm. Ich habe weder das Gefühl, eine Lupe zu brauchen, noch die Befürchtung, von den Buchstaben erschlagen zu werden.
 
~*~Charaktere~*~
Im Gegensatz zu den Hörspielen und den Verfilmungen sind Justus, Peter und Bob hier erwachsen und nicht mehr als Detektive tätig. Sie haben sich mit der Zeit aus den Augen verloren. Warum es zum Bruch zwischen Justus und Peter kam, wird im Laufe der Handlung aufgelöst – da möchte ich aber nicht zu viel vorwegnehmen.
Justus lebt immer noch auf dem alten Schrottplatz, gemeinsam mit seiner Tante Mathilda. Sein Onkel Titus ist vor ein paar Jahren gestorben. Justus hat es sich zur Aufgabe gemacht, Dinge zu reparieren und sie so vor dem Müll zu retten. Nachhaltigkeit ist ihm sehr wichtig. Sein Wissen gibt er in Kursen weiter. Als er gebeten wird, einen Auftrag als Detektiv zu übernehmen, zögert er zunächst, sagt dann aber doch zu. Die Detektivarbeit packt ihn schnell, und man merkt, dass ihm daran vielleicht doch etwas gefehlt hat – vor allem seine beiden Freunde. Allerdings gerät er auch in einen Konflikt, als er Gefühle für die Verdächtige entwickelt.
Bob ist inzwischen bei der Quencher Literary Agency angestellt. Da er früher schon immer für Recherche und Archiv zuständig war, finde ich das eine sehr schlüssige Berufswahl. Sein Chef will, dass er Tracy dazu überredet, einen Roman über ihr Leben im Regenwald zu schreiben, weil er darin einen Bestseller wittert. So kommt Bob in Kontakt mit dem Fall und schließlich auch wieder mit Justus. Er zögert keine Sekunde, als er erkennt, dass an der Sache etwas faul sein könnte, und begibt sich sofort auf die Suche nach der Wahrheit.
Peter schrieb zuerst Reiseführer. Nachdem er merkte, dass diese nicht mehr so gefragt sind, wechselte er zu Google. Nur mit Bob hat er noch unregelmäßig Kontakt, während er mit Justus überhaupt nicht mehr spricht. Seine aktuelle Stelle erweist sich als nützlich, weil er praktisch an der Quelle für Netz-Recherchen sitzt, auch wenn ich diese Aufgabe gefühlsmäßig eher bei Bob verortet hätte.
Tracy ist die totgeglaubte Tochter des reichen Alec Hitfield. Sie gibt sich sehr unnahbar sowie geheimnisvoll und behauptet, unter Gedächtnislücken zu leiden. Durch die Überforderung braucht sie viel Ruhe, was nach sieben Jahren im brasilianischen Regenwald verständlich wirkt. Aber spricht sie wirklich die Wahrheit? 
Mary Kingsley ist Tracys Tante und gleichzeitig die Auftraggeberin. Sie zweifelt öffentlich an, dass es sich bei Tracy wirklich um ihre Nichte handelt. Doch auch ihr habe ich nicht zu hundert Prozent getraut: Will sie wirklich nur die Wahrheit erfahren, oder geht es ihr primär darum, ihre kurz vor der Insolvenz stehende Firma zu retten?


 
~*~Handlungsort und -zeit~*~
Die Handlung spielt hauptsächlich in den USA (Rocky Beach) sowie in Brasilien. Eine genaue Jahreszahl wird zwar nicht genannt, aber durch die gezeigte Technologie und die Lebensumstände lässt sich darauf schließen, dass die Geschichte in der Gegenwart spielt.
 
~*~Idee und Umsetzung, Einstieg, Handlung~*~
In diesem Buch sind die drei Detektive bereits um die 50 Jahre alt und gehen seit vielen Jahren getrennte Wege. Die Vorstellung, die drei ??? als Erwachsene zu erleben, finde ich spannend, weil sich dadurch ganz neue Möglichkeiten für die Handlung ergeben.
Der Einstieg hat mich direkt gefesselt: Dass Tracy plötzlich nur mit einem Lendenschurz bekleidet auftaucht und behauptet, von den Toten auferstanden zu sein, hat mich sofort zum Spekulieren gebracht. Auf mich wirkte das Ganze recht inszeniert. Aber vielleicht lag ich da ja auch völlig falsch? Ich wollte lieber noch nicht zu schnell urteilen und habe gespannt weitergewälzt.
Auf dem Buchrücken ist ein Zitat von Oliver Rohrbeck (der Hörspiel-Stimme von Justus Jonas) abgedruckt. Er sagt dort, es sei für ihn „unvorstellbar, dass die drei Detektive diese Entwicklung nehmen werden“. Da ich vor allem die Verfilmungen kenne, kann ich das schwer beurteilen. Mit meinem Kenntnisstand wirkte der Lebensweg, den die drei eingeschlagen haben, aber keineswegs abwegig.
Besonders neugierig war ich auf die Auflösung und den wahren Grund für das Zerwürfnis zwischen Justus und Peter, denn in den Filmen wirkten sie immer unzertrennlich. Sicher sind mir einige Anspielungen entgangen, weil mir das Hörspiel-Vorwissen fehlt. Das Buch hat es aber geschafft, mich so neugierig zu machen, dass ich mir direkt die allererste Folge „Die drei ??? und der Super-Papagei“ gekauft habe!
Auch wenn der Fall für mich schon recht früh durchschaubar war, hat mich das nicht groß gestört. Der Reiz lag vor allem darin, zu beobachten, wie die drei auf ganz unterschiedlichen Wegen versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

 
~*~Schreibstil und Stilmittel~*~
Erzählt wird die Geschichte aus der personalen Perspektive. Wir begleiten abwechselnd Justus, Peter und Bob, was einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der drei gealterten Freunde gewährt. Der häufige Perspektivwechsel sorgt für ein hohes Tempo und hält die Spannung aufrecht, da ich immer wissen möchte, wie der jeweils andere auf die neuen Erkenntnisse reagiert. 
Der Autor schreibt flüssig und schnörkellos. Die Dialoge wirken lebensnah und der Text lässt sich ohne Stolpersteine zügig lesen. Dass ich knapp zwei Wochen für die 40 Kapitel gebraucht habe, lag rein an meiner knappen Lesezeit im Alltag.

 
~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~
///
 
~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: ... (Den Gedanken kann ich hier leider nicht aufschreiben, ohne zu spoilern.)
Fazit: Ein packender und Nostalgie weckender Thriller, der weniger durch seinen Fall überrascht, sondern vor allem durch das spannende Wiedersehen mit den gealterten Detektiven überzeugt.

Bewertung:

 

Dienstag, 18. August 2026

Aktuell lese ich... (immer noch) Die Auferstehung

 Hallo,





... einen Einzelband.

Mein aktuelles Lesefutter



Können Tote wieder auferstehen? Eine junge Frau ist vor vielen Jahren nicht mehr aus dem brasilianischen Regenwald zurückgekehrt. Nun taucht sie plötzlich wieder auf. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews kommen - inzwischen erwachsen geworden - auf verschiedenen Wegen mit ihrer Rückkehr in Verbindung und in gewohnt detektivischer Manier ziehen sie ihre Schlüsse. Irgendwann kreuzen sich ihre Wege und die drei Freunde von einst müssen sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

Lesefortschritt



Aktuell bin ich auf Seite 270 von 442. <Der Mann war eine ausgesprochen ungepflegte Erscheinung.> (Kapitel 25)

Warum dieses Buch?



Aus der Vorwoche...

Was gibt es sonst noch zu sagen?



Ich finde es weiterhin sehr spannend und weiß gar nicht, wem ich glauben soll. Die Frau, die behauptet sieben Jahre im Dschungel gelebt zu haben, verhält sich sehr merkwürdig, aber die Tante scheint auch etwas zu verbergen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Was ist sonst noch passiert?

Wir waren am Sonntag mit den Kindern im Wildfreigehege Wildenburg. Weil es wieder so heiß werden sollte, sind wir direkt um 9:00 Uhr dorthin. Da war es noch angenehm, außerdem waren wir fast allein im Park und konnten uns alles in Ruhe anschauen.. Als wir um 11:00 Uhr gegangen sind, war der Parkplatz voll. Da fand ich es schon heiß und war froh, dass wir durch waren.
Fotos habe ich einige gemacht. Ich habe dazu auch einen Bericht geschrieben. Diesen und Fotos findet ihr hier.


Liebe Grüße
Tinette

Schiggy unterwegs... Wildfreigehege Wildenburg

 

 

Schiggy war wieder unterwegs. Dieses Mal haben wir das Wildfreigehege Wildenburg in Kempfeld besucht.
Die Preise finde ich wirklich human: Erwachsene zahlen 5,00 Euro, Kinder bis einschließlich 17 Jahre sind kostenlos. Parkplätze sind ausreichend vorhanden und auch Hunde dürfen mit, allerdings nur an kurzer Leine und natürlich nicht in die Gehege.
Da es an diesem Sonntag wieder heiß werden sollte, haben wir beschlossen, direkt zur Öffnung um kurz nach 9:00 Uhr dort zu sein. Der Parkplatz war zu dieser Zeit praktisch leer. Neben uns waren gerade einmal drei weitere Besucher da.
Für die Kinder haben wir jeweils für 2,00 Euro einen Futterbecher gekauft. Dazu kommen 2,00 Euro Pfand, die man bei der Rückgabe wiederbekommt.
Direkt nachdem wir den Park betreten, werden wir von zwei Pfauen begrüßt. Einer davon springt auf die Mauer und beginnt erst einmal ausgiebig, sich zu putzen.
Hat er etwa so früh noch keine Besucher erwartet und muss sich jetzt noch schnell herausputzen? ;-)


Was mich als Hühnerbesitzerin natürlich besonders freut: Hier gibt es auch Hühner. Und zwar Deutsche Lachshühner und Deutsche Reichshühner.
Beide Rassen hatte ich selbst einmal. Leider fand der Fuchs sie unwiderstehlich. Da beide Rassen eher gemütlich sind, habe ich mich danach für aktivere Rassen entschieden. Nach wie vor finde ich sie aber toll.

Deutsche Reichshühner

Deutsches Lachshuhn (Hahn)

Deutsches Lachshuhn (Henne)

Auch Warzenenten, Hausgänse, Höckergänse und Pommerngänse laufen in diesem Bereich frei herum. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag vor vier Jahren, als ich vier Pommerngans-Gössel großgezogen habe. Das hat mich natürlich direkt wieder daran erinnert.


Besonders niedlich finden die Kinder die Meerschweinchen. Dort gibt es Nachwuchs in verschiedenen Altersstufen. Eines davon ist noch ganz winzig. Ich hätte es auf höchstens einen Tag alt geschätzt.
Und auch dazu fällt mir direkt eine Geschichte aus meiner Kindheit ein.
Als Kind hatte ich zwei Meerschweinchen, die beide als Weibchen gekauft worden waren. Nachdem das Meerschweinchen eines Nachbarn gestorben war, bekam ich dessen verbliebenes Tier – ein kastriertes Männchen.
Kurz darauf starb eines meiner vermeintlichen Weibchen. Und rund 68 Tage später lief plötzlich ein winziges Meerschweinchen mit herum.
Wir dachten damals natürlich: Das Männchen muss wohl doch noch aktiv gewesen sein.
Tja. War es nicht.
Es stellte sich heraus, dass das Männchen tatsächlich kastriert war. Das verstorbene „Weibchen“ war nämlich ein Männchen gewesen.
So kann es gehen. ;-)




Auf dem Plan steht nichts davon, aber da ich selbst fünf davon besitze, habe ich die Laufenten direkt erkannt. Vielleicht sind sie noch neu dort und der Plan wurde einfach noch nicht aktualisiert.

Bei den Ziegen freuen sich die Kinder, dass ihr Futtereimer zum ersten Mal zum Einsatz kommen kann.
Die Tiere kommen zwar tatsächlich zu uns und lassen sich auch streicheln. Am Futter sind sie allerdings überhaupt nicht interessiert.


Dafür sind die Kamerunschafe umso hungriger, was die Kinder sehr freut. Ich muss sie etwas zurückhalten, den Schafen nicht alles zu geben, weil wir ja auch noch an anderen Tieren vorbeikommen werden. Aber ich muss sagen: Diese Schafe haben es mir angetan. Davon würde ich mir auch eine Herde halten, wenn ich Platz und Zeit dafür hätte. :-) 




Nach den Schafen kommen wir zum Damwild.
Auf der einen Seite sehen wir das rötlich-braune, teilweise auch helle Damwild, auf der anderen Seite das weiße Damwild. Die Gehege sind sehr groß und wirken angenehm natürlich.
Ein Damhirsch scheint sich direkt in mein Herz schleichen zu wollen.
Er kommt sofort an den Zaun, lässt sich streicheln und füttern und läuft mir sogar hinterher – zumindest so lange, bis der Tierpfleger mit dem Futter erscheint.
Wir kommen mit ihm ins Gespräch und erfahren, dass dieser Hirsch von klein auf an Menschen gewöhnt ist und von Hand aufgezogen wurde. Während man das andere Damwild treiben muss, könnte man mit ihm sogar ohne Leine durch den Park spazieren gehen.


Das ist der liebe Kerl, der sofort zu mir kam.


Das weiße Damwild.

An jeder Tierstation gibt es eine Infotafel. Solche Tafeln stehen außerdem auch bei verschiedenen Bäumen und anderen Gewächsen.
Die Informationen dazu fand ich tatsächlich sehr interessant – und erstaunlicherweise sogar besonders die über die Bäume.
Zum Beispiel über den Riesenmammutbaum, der einen Stammdurchmesser von rund elf Metern erreichen kann. Elf Meter! Das ist schon ziemlich beeindruckend.


Als Nächstes kommen wir zu den Wildschweinen.
Wegen der Schweinepest dürfen diese nicht gefüttert werden. Deshalb wurden die Zäune erhöht. Der Tierpfleger, dem wir hier erneut begegnen, erzählt uns allerdings, dass es trotzdem Besucher gibt, die versuchen, Futter über den Zaun zu werfen.
Ein zusätzlicher Holzzaun vor dem eigentlichen Gehege soll die Besucher auf Abstand halten.
Dort gibt es außerdem eine kleine „Rennbahn“ für Kinder. Die Aufgabe: Innerhalb von zehn Sekunden möglichst weit geradeaus laufen und sich damit mit verschiedenen Tieren messen – zum Beispiel mit einer Schnecke, einem Eichhörnchen oder einem Käfer.
Die Jungs müssen es sofort testen.
Die Wildschweine lassen sich zunächst überhaupt nicht blicken. Irgendwann taucht das erste auf, kurz darauf folgen weitere.
Da habe ich ja schon ein bisschen Mitleid mit ihnen, weil sie von uns kein Futter bekommen dürfen. Deshalb entschuldige ich mich dann auch noch bei ihnen. :-D
Fotos habe ich von den Wildschweinen übrigens überhaupt keine gemacht. Das ist mir erst zu Hause aufgefallen.

Das Gehege des Sikawilds darf betreten werden. Das wollen die Jungs natürlich unbedingt ausprobieren.
Wir müssen lediglich auf dem Weg bleiben.
So hautnah zwischen Hirschen und Hirschkühen hindurchzugehen, hat schon etwas. Man merkt, dass die Tiere Menschen gewohnt sind. Sie bleiben die ganze Zeit entspannt und lassen sich von uns überhaupt nicht aus der Ruhe bringen.

Bei der nächsten Station bin ich besonders gespannt: das Wolfsgehege.
Wölfe finde ich unglaublich faszinierend, habe aber tatsächlich noch nie einen in echt gesehen.
Auf der Infotafel erfahren wir, dass die Wölfe als Welpen in den Park kamen und von Hand aufgezogen wurden. Jeden Sonntag um 14:00 Uhr werden sie gefüttert.
Schade. So lange wollen wir dann doch nicht warten.
Ich halte trotzdem Ausschau – und entdecke erst einmal gar nichts.
Wir vermuten, dass die Wölfe irgendwo hinten im Gebüsch liegen. Also stehen wir eine ganze Weile vor dem Zaun und suchen den hinteren Bereich nach irgendwelchen Bewegungen ab.
Und plötzlich entdecke ich drei Wölfe.
Allerdings nicht hinten.
Sie liegen direkt vor uns am Zaun.
Wir haben also die ganze Zeit direkt vor ihnen gestanden und sie einfach nicht gesehen.
Im vertrockneten Gras sind sie wirklich hervorragend getarnt.
Als der Pfleger mit seinem Mobil vorfährt, werden die drei wach. Kurz darauf erscheint auch der vierte Wolf.
Da hat sich für mich tatsächlich so ein kleiner Traum erfüllt: einmal Wölfe in echt zu sehen.

Such die Wölfe ;-)






In der Nähe des Wolfgeheges gibt es einen Spielplatz. Da sind die Jungs dann auch sofort Feuer und Flamme.



In regelmäßigen Abständen gibt es Sitzbänke und Tische, an denen man sich ausruhen und die gekauften oder selbst mitgebrachten Speisen und Getränke genießen kann.
Auch Mülleimer, beispielsweise für Papier und Biomüll, stehen dort bereit.
Gerade bei einem heißen Tag finde ich solche Sitzmöglichkeiten wirklich angenehm.

Das Rotwild haben wir zwar schon vorher bemerkt, allerdings waren wir zunächst mehr mit den Wildschweinen und dem Sikawild beschäftigt.
Sind die jetzt etwa beleidigt?
Zunächst kommt nämlich überhaupt keiner von ihnen zu uns, obwohl wir versuchen, sie anzulocken.
Ich probiere es noch einmal.
Und tatsächlich: Schließlich kommt ein Hirsch auf uns zu.
Erst ganz langsam. Dann wird er schneller und verfällt schließlich in einen kleinen Trab.
Ein zweiter Hirsch folgt ihm, wird vom ersten allerdings direkt wieder vertrieben.
Der Gewinner darf sich dafür das restliche Futter schmecken lassen.




In der Voliere wohnt ein Uhu, der nicht mehr ausgewildert werden kann.
Ich entdecke ihn am Boden sitzend.
Leider ist mir vor ein paar Tagen mein Handy aus der Hand gefallen und dabei sind zwei der Kameralinsen zersprungen. Ersatz habe ich zwar schon, aber ich habe es noch nicht geschafft, sie auszutauschen.
Deshalb kann ich momentan nicht besonders gut heranzoomen. Sobald ich näher heranzoome, wird das Bild milchig und verschwommen.
Das merkt man den Fotos leider auch an.

Auch in diesem Wildfreigehege ist man vor Interviews nicht geschützt.
Ein Pärchen stellt sich neben uns und sofort geht es los:
„Schatz, was bist du nochmal von Beruf?“
Meine Augen fahren Karussell.
Fabian hat allerdings eine Idee und fängt einfach an, auf Finnisch zu sprechen.
Ich nicke zustimmend.
Irgendwann sagt die Frau dann:
„Wir können damit aufhören. Die verstehen nichts.“
Ich muss mir wirklich das Lachen verkneifen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was die Leute immer davon haben, solche „Interviews“ zu führen.


Neben der Voliere stehen mehrere Bienenvölker.
Da halten wir aber lieber gebührend Abstand und gehen weiter.
Vorbei geht es wieder am Damwild. Die Tiere kommen sofort angelaufen – ziehen aber genauso schnell wieder ab, nachdem sie festgestellt haben, dass wir kein Futter mehr haben.
Beim nächsten Mal müssen wir also wohl einen dritten Futtereimer kaufen.



Eine Wildkatze können wir trotz intensiver Suche nicht entdecken.
Dafür sieht Fabian den Waschbären.
Der liegt gemütlich in einem Reifen und schläft.
Offenbar hat er es sich deutlich bequemer gemacht als wir.


Die Ziegen werden gerade freigelassen. Wir sehen sie noch vorbeihuschen.
Da sind wir allerdings schon ziemlich am Ende der Strecke.
Der Aussichtsturm der Wildenburg ist momentan für Besucher gesperrt. Deshalb kann ich ihn nur aus der Entfernung fotografieren und einmal näher heranzoomen.
Wobei „näher heranzoomen“ mit meinen kaputten Kameralinsen momentan eher bedeutet: „etwas verschwommener darstellen“.
Etwas verschwommen




Zuletzt kommen wir noch an Hausschafen und Ziegen vorbei.
Ein Mutterschaf hat Zwillingslämmer.
Wirklich süß.
Natürlich habe ich in diesem Moment glatt vergessen, ein Foto zu machen.

Im Park ist inzwischen deutlich mehr los als am frühen Morgen. Die Kinder sind vom Ausflug müde und wir machen uns langsam auf den Heimweg.
Wir haben viele verschiedene Tiere gesehen, konnten einige davon füttern und teilweise sogar ganz nah erleben. Besonders schön fand ich die großen, natürlich wirkenden Gehege und natürlich die Wölfe.
Für die Kinder waren die Tiere, der Spielplatz und die Futterbecher die Highlights. Für mich waren es vermutlich die Wölfe, der zutrauliche Damhirsch und die Kamerunschafe.
Und so steht am Ende fest: Es war ein toller Tag. Wir werden auf jeden Fall noch einmal hierherkommen. Beim nächsten Mal dann vielleicht mit drei Futtereimern. ;-)

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