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Dienstag, 22. September 2026

Ein paar Sätze zu... Die drei ??? und der Super-Papagei

 

 






Der neueste Auftrag an die Detektive lautet: Sucht einen entflogenen Papagei. Doch kaum beginnen sie mit ihren Nachforschungen, da scheinen sich noch andere Leute für diesen Papagei zu interessieren. Vielleicht, weil er lateinische Sprüche zitieren kann? Aber bald geht es nicht mehr nur um einen, sondern um sieben Papageien - und alle führen höchst seltsame Reden. Ob da nicht eine geheime Botschaft hinter den Vögeln steckt. Die drei ??? müssen sich ganz schön ihre Köpfe zerbrechen, um den Fall zu lösen.



Ich habe es gestern tatsächlich endlich durchgezogen und den ersten Fall der drei ??? als Hörspiel gehört.
Dabei ist mir dann auch die Telefon-Lawine aufgefallen, die auch im Buch Die Auferstehung vorkommt. Wer weiß, welche Anspielungen ich da noch verpasst habe.
Insgesamt hat mir der Fall gut gefallen. Ich war neugierig, was es genau mit den Papageien auf sich hat. Nur das Ende kam mir etwas abrupt. Ansonsten möchte ich auch weitere Fälle der drei ??? lesen oder hören.

Ein paar Sätze zu... Nanny Matilda fährt ans Meer

 




Keiner kann die frechen Braun-Kinder bändigen. Selbst im Krankenhaus treiben sie nur Unfug. Also muss Nanny Matilda zurück! Mit ihrem Stock klopft sie auf den Boden - und plötzlich ist alles verändert. Zur Erholung fährt Nanny Matilda mit den Kindern ans Meer. Und wirkt dem nahenden Unheil mit ihrer ganz besonderen Magie entgegen.



Im dritten und letzten Teil der Nanny Matilda-Trilogie haben die Braun-Kinder erneut einen Rückfall und sind frech wie eh und je. Da frage ich mich schon, ob sie es überall jemals lernen werden.
Mit 116 Seiten und vielen Illustrationen ist das Buch flott ausgelesen. Der einfache Schreibstil lässt sich gewohnt flüssig lesen.
Es war schön, wieder auf die bekannten Charaktere zu treffen und sie ein weiteres Mal zu begleiten. Außerdem war ich neugierig, welche Magie Nanny Matilda wieder mit ihrem Stock vollzieht, um den Kindern eine Lektion zu erteilen.
Insgesamt ein kurzweiliger, schöner Reihenabschluss.

Montag, 14. September 2026

Ein paar Sätze zu... Nanny Matilda geht in die Stadt

 




Die Kinder der Familie Braun sind frech – unglaublich frech! Nur Nanny Matilda hat es geschafft, sie zu zähmen und ihnen gutes Benehmen beizubringen. Doch das hat nicht lange angehalten: Nun sind die Kinder frecher denn je! Tora schmiert Klebstoff auf die Butterbrote, David setzt eine Kröte in die Milchkanne, und Tim bindet die Schnürsenkel der Kinderschwester am Stuhlbein fest. Ihr Aufenthalt in London mit Großtante Adelheid Stich verspricht, eine einzige Katastrophe zu werden. Da kann nur Nanny Matilda mit ihrem Stock helfen!



Auch die Fortsetzung ist mit ihren 117 Seiten, verteilt auf 8 Kapitel, wieder flott gelesen und liebevoll illustriert. Wir kehren zurück zur Familie Braun, die durch weiteren Nachwuchs und Adoptionen mittlerweile noch größer geworden ist. Gelernt haben die Kinder allerdings nichts – im Gegenteil: Sie wirken fast noch ungezogener als im ersten Teil. Nanny Matilda scheint einmal mehr die Einzige zu sein, die das Chaos unter Kontrolle hat.
An manchen Stellen hatte ich allerdings das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Wenn Evangelina etwa plötzlich mit von Haferbrei verklebtem Mund hinter Fräulein Krabbe herrennt, fragte ich mich, wann sie den eigentlich gegessen hat; davon stand im Text nämlich nichts.
Ansonsten liest sich das Buch gewohnt flüssig. Ich bin gespannt, was mich im dritten und letzten Teil erwartet.

Montag, 7. September 2026

Ein paar Sätze zu... Das Nibelungenlied

 







Das um 1200 entstandene »Nibelungenlied« ist das bekannteste deutsche Heldenepos: Jeder kennt Siegfrieds Tarnkappe und seine Haut aus Drachenblut, das Schwert Balmung, den Schatz der Nibelungen und die fürchterliche Rache der Kriemhild. Wie kaum ein anderes Werk diente das »Nibelungenlied« als Vorlage für Literatur, Kunst und Film: Spätestens seit dem Welterfolg von »Der Herr der Ringe« sind die sagenhaften Bilderwelten fester Bestandteil moderner Populärkultur.




Ich habe mich dazu entschieden, Das Nibelungenlied in der Prosaform zu lesen. Die Strophen sind in dieser Ausgabe auf 39 Kapitel aufgeteilt.
Wir mussten damals in der Schule Das Nibelungenlied auf Mittelhochdeutsch lesen, was ich deutlich schwieriger fand. Die Prosaform war für mich daher wesentlich angenehmer und ließ sich flüssiger lesen. Der Schreibstil, vor allem die Dialoge, orientiert sich dabei durchaus an der damaligen Zeit, ohne schwer verständlich zu sein.
Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Sprache für mich tatsächlich nach Mittelalter angefühlt hat. Ich habe schon historische Romane gelesen, bei denen ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Figuren eigentlich viel zu modern sprechen oder bestimmte Begriffe eher aus unserer heutigen Zeit stammen. Das war hier anders. Natürlich handelt es sich um eine moderne Prosafassung, trotzdem hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass die Geschichte in einer anderen Zeit verankert ist.
Die grobe Handlung des Nibelungenlieds war mir noch bekannt, auch wenn ich mich längst nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern konnte. Umso schöner war es, beim Lesen immer wieder auf Stellen zu stoßen, bei denen ich dachte: „Stimmt, daran kann ich mich noch erinnern.“ Insgesamt konnte ich der Handlung gut folgen, und vieles fühlte sich dadurch überraschend vertraut an.
Interessant fand ich auch einen Gedanken, über den ich durch eine Dokumentation am Wochenende noch einmal neu nachgedacht habe. In der Schule hatte ich das Nibelungenlied immer mit den Ereignissen um die Burgunder im 5. Jahrhundert verbunden. Dabei entstand das Epos selbst erst um 1200 – also viele Jahrhunderte später. In der Dokumentation wurde erklärt, dass der Verfasser offenbar eigene Erfahrungen und Eindrücke aus seiner Zeit in die Geschichte einfließen ließ. Gerade die ausführlichen Beschreibungen bestimmter Orte können darauf hindeuten.
Dieser Gedanke hat für mich noch einmal dazu beigetragen, dass sich das Buch trotz der modernen Prosafassung erstaunlich authentisch anfühlt. Es erzählt zwar eine Geschichte, deren Stoff auf eine viel ältere Zeit zurückgeht, wurde aber von jemandem niedergeschrieben, der selbst im Mittelalter gelebt hat. Vielleicht ist es genau das, was ich beim Lesen in der Sprache gespürt habe.
Nach der eigentlichen Geschichte gibt es noch ein Nachwort, das ich ebenfalls sehr interessant fand. Auch die Geschichte der Übersetzung hat mir gut gefallen und war für mich eine schöne Ergänzung zur eigentlichen Lektüre.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Die Prosafassung war für mich eine angenehme Möglichkeit, das Nibelungenlied noch einmal neu zu entdecken – diesmal, ohne mich durch das Mittelhochdeutsche kämpfen zu müssen.



Ein paar Sätze zu... Nanny Mathilda

 

 





Keiner kann die frechen Braun-Kinder bändigen. Selbst im Krankenhaus treiben sie nur Unfug. Also muss Nanny Matilda zurück! Mit ihrem Stock klopft sie auf den Boden - und plötzlich ist alles verändert. Zur Erholung fährt Nanny Matilda mit den Kindern ans Meer. Und wirkt dem nahenden Unheil mit ihrer ganz besonderen Magie entgegen.



Nachdem ich letztes Jahr beide Filme gesehen hatte, wollte ich auch unbedingt die Bücher dazu lesen. Auf Deutsch konnte ich sie allerdings weder neu noch gebraucht bekommen. Dann wurde ich bei einer Aktion wieder an die Filme erinnert und habe einfach noch einmal geschaut, ob es die Bücher inzwischen gibt. Und tatsächlich: Ich habe alle drei Bände gebraucht bekommen.
Teil 1 hat 117 Seiten, auf denen teilweise Illustrationen abgebildet sind. Die Schrift ist nicht zu klein und lässt sich gut lesen.
Die Kinder der Familie Braun sind wirklich unmöglich. Frech finde ich da noch viel zu nett ausgedrückt. Die Eltern und sämtliche Kindermädchen sind restlos überfordert. Da kann nur Nanny Mathilda helfen. Mit ihrem Stock kann sie Magie einsetzen und den Kindern so einige Lektionen in Sachen gutes Benehmen erteilen.
An manchen Stellen erscheint mir die Geschichte etwas zu sprunghaft. Insgesamt liest sich das Buch aber flott weg. Eine nette Geschichte für zwischendurch. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt.




Freitag, 28. August 2026

Ein paar Sätze zu... Der Graf von Monte Christo

 



Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantès vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft - beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen ...



Besser spät als nie! Ich habe dieses Buch schon im März 2025 gelesen und erst jetzt gemerkt, dass ich noch gar nichts dazu geschrieben habe – und das bei einem meiner absoluten Jahreshighlights.
Das Buch stand auf der Liste der 30 Titel, von denen jeder angeblich nur behauptet, sie gelesen zu haben. Ich hatte mir ja vorgenommen, zehn Bücher davon zu lesen – darunter Der Graf von Monte Christo. Noch konnte ich nicht ahnen, dass es eins meiner Buch-Highlights werden würde.
Schließlich gab es da einen riesigen Vorbehalt: fast 1.000 Seiten! Und wie ihr sicher wisst, weil ich das immer wieder betone, schrecke ich ja schon bei Wälzern ab 500 Seiten zurück.
Aber ich habe es mir vorgenommen, also wollte ich es zumindest versuchen. Und das war ein Glück. Kaum hatte ich begonnen, dachte ich gar nicht mehr daran, wie viele Seiten diese Ausgabe hatte. Ich wollte Edmond auf seinem Weg begleiten, wissen, wie ihm die Flucht gelingt und wie er Rache nehmen wird. Weil ich vorher nicht damit gerechnet hatte, hatte ich noch ein zweites Buch parallel begonnen und stand nun vor dem Dilemma, dass ich beide Geschichten so spannend fand, dass ich überlegen musste, wann ich welches weiterlese, um beiden gerecht zu werden.
Edmond ist wirklich von Rache zerfressen, und ich habe überlegt, ob er nicht zu weit geht. Natürlich kann ich ihn verstehen. Er saß jahrelang unschuldig im Kerker und hätte das Gefängnis wohl nicht lebend verlassen, wenn ihm die Flucht nicht gelungen wäre. Trotzdem frage ich mich, ob er mit seinen Taten besser ist als diejenigen, wegen denen er ins Château d'If kam. Diesen Zwiespalt fand ich besonders interessant. Dantès ist eben kein herzensguter Mensch, sondern er will seine Peiniger tatsächlich zerstören. Wer ihm jedoch geholfen hat, dem ist er wohlgesonnen und auch bereit, diesem aus der Not zu helfen. Ein wirklich vielschichtiger Charakter also.
Es kommen viele Personen in diesem Buch vor, aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich den Überblick verliere. Sie werden gut eingeführt und die Beziehungen zueinander anschaulich erklärt.
Das Buch hat mich wirklich begeistert, und ich war sehr gespannt auf die Musicaladaption in Plauen, die ich im Juni besucht habe. Könnte sie mich ebenso wie die Romanvorlage begeistern?
Die Lösung findet ihr in meinem Erlebnisbericht hier. 






Donnerstag, 27. August 2026

Ein paar Sätze zu... Mythologie - 5 Bücher in 1

 




Tauchen Sie ein in die epische Welt der Mythologie mit diesem einzigartigen Manuskript, einer fesselnden Sammlung, die Sie durch die Geheimnisse und Legenden der alten Kulturen führen wird. Diese Sammlung erforscht die Mythen und Erzählungen, die die Geschichte, Religion und Traditionen dieser jahrtausendealten Zivilisationen geprägt haben, und enthüllt ihre Werte, Gottheiten und fantastischen Kreaturen. Jeder Abschnitt des Buches erzählt nicht nur die Geschichten dieser Mythologien, sondern hilft Ihnen zu verstehen, welche Bedeutung diese Erzählungen für die Menschen hatten, die sie weitergaben. Sie werden entdecken, wie diese Mythen miteinander verbunden sind und welche Einflüsse sie auf die moderne Kultur und Gesellschaft hinterlassen haben. Dieses Manuskript bietet eine ausführliche Synthese von Ritualen, Legenden und Traditionen und lädt Sie zu einer bereichernden Erfahrung ein, die für Anfänger und Enthusiasten gleichermaßen geeignet ist.



Ich bin beim Stöbern auf diesen Sammelband aufmerksam geworden, weil ich mich schon länger für verschiedene Mythologien interessiere. Mit der griechischen und ägyptischen Mythologie kenne ich mich recht gut aus, während mir vor allem die japanische, keltische und nordische Mythologie weniger vertraut sind. Deshalb erschien mir das Buch als guter Einstieg.
Dabei war mir von Anfang an bewusst, dass 544 Seiten nicht ausreichen, um fünf verschiedene Mythologien wirklich tiefgehend zu behandeln. Entsprechend habe ich auch keine umfassende Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen erwartet, sondern eher einen Überblick.
Und als solchen fand ich das Buch stellenweise wirklich interessant. Besonders der Abschnitt über die japanische Mythologie ist mir positiv im Gedächtnis geblieben. In einem Fantasyroman, den ich zuvor gelesen hatte, war beispielsweise von Kitsune die Rede, ohne dass erklärt wurde, was sich dahinter verbirgt. Beim Lesen dieses Buches bin ich dann direkt über den Begriff gestolpert und habe mich gefreut, endlich mehr über die Hintergründe zu erfahren. Auch den Abschnitt über die keltische Mythologie fand ich als groben Überblick interessant.
Leider gibt es allerdings einiges, was meinen positiven Eindruck deutlich trübt. Schon die Gestaltung des Textes wirkt auf mich wenig sorgfältig. Die Kapitel sind einfach fortlaufend abgedruckt, sodass es beispielsweise vorkommt, dass eine Überschrift am unteren Seitenrand steht und der eigentliche Text erst auf der nächsten Seite beginnt. Das wirkt lieblos und hätte sich meiner Meinung nach leicht vermeiden lassen.
Noch störender fand ich jedoch die sprachliche Qualität. Zwar sind die Texte grundsätzlich einfach geschrieben, trotzdem lesen sie sich nicht immer flüssig. Es gibt zahlreiche Fehler und Ungereimtheiten – etwa „Grieschische“ statt „Griechische“, wechselnde Pronomen für dieselbe Person oder merkwürdige Formulierungen, die teilweise wie eine wortwörtliche Übersetzung wirken. Auch zwischen Präsens und Präteritum wird innerhalb einer Handlung immer wieder gewechselt. Insgesamt wirkt der Schreibstil dadurch auf mich ziemlich steif.
Letztendlich bin ich daher eher enttäuscht. Dass der Sammelband keine tiefgründige Betrachtung der einzelnen Mythologien bieten kann, war mir bewusst und habe ich auch nicht erwartet. Mehr Sorgfalt bei der sprachlichen Überarbeitung und der Gestaltung hätte ich allerdings schon erwartet. Als grober Einstieg in einige verschiedene Mythologien war das Buch durchaus interessant, für mich reicht das aber nicht aus, um mich auch mit den anderen Mythologie-Büchern von Aurora Mythos beschäftigen zu wollen.



Mittwoch, 26. August 2026

Ein paar Sätze zu... Der Tod liegt in der Luft

 





Der junge Sherlock Holmes soll seine Sommerferien auf dem Land verbringen – bei Tante Anna in Farnham. Stundenlang dauert die Reise und nichts als Gerstenfelder weit und breit. Noch öder geht es ja wohl kaum, Sherlock ist stocksauer. Doch dann kommt alles ganz anders und plötzlich ist er mittendrin in seinem ersten Fall. Mysteriöse Todesfälle, prügelnde Muskelprotze und ein böser Baron – das erste Abenteuer des jungen Meisterdetektivs beginnt.

Im Urlaub in Plauen habe ich durch Zufall die Serie Young Sherlock entdeckt und in einem Rutsch geschaut. Zuhause wollte ich dann schauen, ob die Serie auch auf DVD erhältlich ist bzw. ob eine zweite Staffel geplant ist. Dabei habe ich herausgefunden, dass es eine Buchvorlage gibt. Da habe ich nicht lange überlegt und zugegriffen.
Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht packen. Ich weiß nicht einmal genau, woran es lag: War die Serie im Hinterkopf schuld, oder hätte mich der Auftakt auch so nicht überzeugt? Sherlock ist hier zwar deutlich jünger, aber das war nicht das Problem.
Ich habe gelesen, aber die Handlung ist an mir vorbeigezogen. Es hat mich schlicht kaltgelassen. Weder wollte ich wissen, wie es weitergeht, noch hat mich Sherlocks Schicksal berührt. Ich empfand weder Sympathie noch Abneigung – eigentlich gar nichts. Und Gleichgültigkeit ist für mich beim Lesen schlimmer, als einen Charakter einfach nur unsympathisch zu finden. Nach 120 Seiten (Kapitel 5) habe ich das Buch schließlich abgebrochen.




Montag, 17. August 2026

Ein paar Sätze zu... Die Weiße Frau von Tecklenburg




Die Tecklenburgerinnen Brigitte und Dorothee Jahnke haben als gute Kennerinnen des Tecklenburger Landes schon seit langer Zeit Sagen und Geschichten aus der Region gesammelt und verfasst, von denen sie hier eine Auswahl vorstellen. In weit über 50 Sagen und Geschichten begegnen wir Hexen, Rittern, Spökenkiekern, Geistern, Werwölfen, Weißen Frauen und anderen unheimlichen Geschöpfen.







 
Das Buch habe ich Fabian aus Tecklenburg mitgebracht und anschließend selbst gelesen. Mit seinen 92 Seiten und der angenehm großen Schrift lässt es sich zügig lesen. Die einzelnen Sagen und Geschichten sind kurz, sodass zwischen den Texten immer etwas Platz bleibt. Ab und zu gibt es Schwarz-Weiß-Fotografien, die zeigen, wo eine Sage spielt oder was es beispielsweise mit den Fußabdrücken des Teufels auf sich hat.
Die Sprache ist sehr einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Wir fanden beide die Geschichten interessant. Ich habe einiges Neues über Tecklenburg erfahren und wurde dabei sogar neugierig auf weitere Literatur, etwa „Wasserversorgung im Tecklenburger Land einst und heute“ von H. Strothmann.
Eine interessante und kurzweilige Sammlung von Sagen und Geschichten rund um Tecklenburg und Umgebung.



Donnerstag, 2. Juli 2026

Ein paar Sätze zu... Ilias von Homer (Prosaform)

 




Die »Ilias« erzählt vom über zwanzig Jahre währenden Trojanischen Krieg. Der Kampf der Archäer gegen Troja, die Abenteuer des Achill und der Zorn der olympischen Götter gehören zu den Höhepunkten der Weltliteratur. Wie die »Odyssee« kann auch die gewaltige und schillernde »Ilias« in dieser modernen Prosafassung als das gelesen werden, was sie wirklich ist: ein fesselnder Roman.












 
Nachdem ich anfangs mit der Versform Schwierigkeiten hatte und die Prosa-Ausgabe entdeckt habe, habe ich kurz überlegt, komplett umzusteigen. Letztlich bin ich bei beiden Versionen geblieben, was sich für den Vergleich als interessant herausgestellt hat.
Die Prosaform lässt sich deutlich leichter lesen, ist aber trotzdem kein Buch für zwischendurch. Die Geschichte bleibt komplex und erfordert Aufmerksamkeit.
Insgesamt hat mir die Ilias sehr gut gefallen. Besonders durch die Prosa-Version wurde der Text für mich deutlich zugänglicher.

Ein paar Sätze zu... Ilias von Homer (Versform)

 




Homers Epos Ilias erzählt in 24 Kapiteln (Gesängen) die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas und beruht auf Mythen und Erzählungen um den Trojanischen Krieg. Die »Ilias« ist das älteste nahezu vollständig erhaltene Zeugnis der europäischen Literatur. Sie entstand im 8. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland und schildert in 24 Gesängen die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas. Die unübertroffene Erzählkunst Homers bescherte dieser Dichtung eine überwältigende Wirkung und macht die »Ilias« zu einem bis heute lebendigen Meisterwerk. »Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus«, lautet der berühmte erste Vers, hier eingebunden in feinem Cabra-Leder mit Goldprägung.







 
Die Ilias war 10. Buch meiner Challenge "10 von 30 Büchern". Wie es zu dieser Challenge kam, erfahrt ihr hier.
Die Versform war anfangs sehr ungewohnt, und ich habe etwas gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Wörter werden teilweise in der Mitte getrennt, wobei der zweite Teil in einer anderen Zeile steht. Das hat meinen Lesefluss zunächst immer wieder unterbrochen.
Nach etwa 100 Seiten wurde es jedoch leichter, und ich kam deutlich schneller durch die Geschichte.
Inhaltlich fand ich die Ilias sehr spannend. Besonders interessant ist die Vorstellung, dass die griechischen Götter aktiv in den Krieg eingreifen und so für einige überraschende Wendungen sorgen.
Allerdings ist das Buch nichts, das man „nebenbei“ lesen kann – man muss sich wirklich konzentrieren.
Insgesamt hat mir die Ilias gut gefallen.



Montag, 11. Mai 2026

Ein paar Sätze zu... Die Edda - Die germanischen Sagen





Die Texte der Edda sind die Vorlage fast aller überlieferten germanischen Göttersagen. Durch sie wissen wir erst von Odin und Thor, Loki und Baldur, Asgard und Hel, und von Ragnarök, der Götterdämmerung. Diese Ausgabe enthält neben dem Originaltext der Simrockschen Übersetzung auch Marginalspalten, in denen zahlreiche Begriffe, Metaphern und Namen erklärt und Hintergründe beleuchtet werden.






 
Mit der germanischen Götterwelt kenne ich mich praktisch gar nicht aus. Ich hatte einmal einen Film darüber begonnen, ihn aber erst einmal abgebrochen, weil ich gemerkt habe, dass ich mich in dieser Welt nicht zurechtfinde. Deshalb habe ich mir vorgenommen, zunächst die Göttersagen zu lesen.
Das Buch hat ein ungewöhnliches, fast quadratisches Format. Durchnummeriert sind zwar 160 Seiten, allerdings gibt es zusätzlich einige rein bebilderte Seiten, die nicht mitgezählt wurden. Insgesamt umfasst diese Ausgabe also mehr als 160 Seiten.
Inhaltlich ist das Buch in die Prosa-Edda und die Lieder-Edda aufgeteilt. Den Text fand ich nicht immer einfach und flüssig zu lesen, da mir viele Götternamen und Begriffe aus dieser Welt nicht geläufig waren. Die Schreibweise erinnerte mich teilweise an Bibeltexte aus dem Religionsunterricht in der Schule.
Besonders gut gefallen hat mir, dass an den Seitenrändern Erklärungen zu manchen Namen und Begriffen stehen. Das war für mich sehr praktisch und hilfreich.
Auch die bebilderten Seiten fand ich besonders interessant. Gezeigt werden unter anderem Cover alter Edda-Ausgaben, Gemälde rund um die germanische Götterwelt sowie Fotografien echter jahrhundertealter Hinterlassenschaften, etwa von Runensteinen. Gerade für die archäologischen Aspekte bin ich sehr offen, weshalb ich mich mit diesem Thema sicher noch weiter beschäftigen werde.
Die germanischen Sagen selbst fand ich spannend, weil ich dabei viel Neues erfahren habe. Interessant war vor allem, wie die Menschen damals versuchten, sich Naturereignisse wie Erdbeben zu erklären.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ich denke, dass mir der Film jetzt deutlich leichter fallen wird.



Mittwoch, 29. April 2026

Ein paar Sätze zu... The wild robot escapes



Roz is no ordinary robot. After being washed up on the shore of a remote and wild island, she learned to adapt and make it her home, befriend its animal inhabitants and even adopt a small orphaned gosling, Brightbill. But a new life is now beginning for Roz - she has been taken away, far away from her island, back to civilisation. Where she must pretend that she is a robot like any other - there to follow orders and to carry out tasks on the farm where she now works. She knows she must never let anyone find out who she really is. And more than anything, she must find a way to escape, back to the island and her beloved Brightbill - a journey that will be fraught with danger and drama, and some very unexpected surprises ...


Ich habe den ersten Band auf Deutsch gelesen, aber weil die Fortsetzungen (bisher) nicht übersetzt wurden, habe ich zu Teil 2, The Wild Robot Escapes von Peter Brown, auf Englisch gegriffen. Ich wollte wissen, wie es weitergeht.
Das Buch umfasst etwa 280 Seiten, ist aber dank der großen Schrift und der vielen Illustrationen, die wieder vom Autor selbst stammen, flott durchgelesen. Obwohl ich sonst kaum englische Bücher lese, hatte ich hier keinerlei Probleme: Die Sprache ist einfach gehalten mit kurzen Sätzen, und das eine oder andere unbekannte Wort konnte ich aus dem Kontext erschließen.
Besonders gespannt war ich darauf, ob und wie Roz ihre Flucht meistern wird. Gleichzeitig fand ich die Situation auf der Farm sehr interessant: Mr. Shareef und seine Kinder sind sympathisch und brauchen wirklich Hilfe, nachdem die Mutter gestorben ist. Da war ich sehr gespannt, ob das für Roz eine Zwickmühle bedeutet, vor allem, weil sie sich mit den Kindern so gut versteht. Aber auch das Wiedersehen mit Brightbill war ein Moment, auf den ich hingefiebert habe. 
Insgesamt hat mir diese Fortsetzung sehr gut gefallen. 
Eine schöne, herzergreifende Geschichte über den wilden Roboter.

Montag, 20. April 2026

Ein paar Sätze zu... Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

 

 

 


»Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast ... «, behauptet der Verfasser eines anonymen Briefs und versetzt damit Julie, Ray, Helen und Barry in Angst und Schrecken. Eigentlich war es »nur« ein Unfall – doch an jenem Juliabend vor einem Jahr beschlossen die vier Freunde, das tödliche Ereignis für immer als ihr Geheimnis zu bewahren. Aber irgendjemand kennt die Wahrheit – und will Rache! Und damit beginnt ein albtraumhafter Wettlauf auf Leben und Tod ...


Dieses Buch habe ich eher zufällig entdeckt – als günstigen Gebrauchtkauf, um Versandkosten zu sparen. Der erste Eindruck war dann leider etwas holprig, da einige Seiten am Anfang fehlten. Zum Glück beginnt die Geschichte direkt mit Kapitel 1, sodass mir kein entscheidender Einstieg verloren ging.
Die Handlung entfaltet sich ruhig und lebt vor allem von Andeutungen: Was vor einem Jahr passiert ist, bleibt zunächst im Dunkeln. Die vier Jugendlichen wirken verändert, doch wir lernen sie nur in diesem „Danach“-Zustand kennen, was eine gewisse Distanz schafft. Erzählt wird ohnehin aus einer neutralen Perspektive, die uns nie ganz nah an die Figuren heranlässt.
Spannend fand ich, eigene Theorien zu entwickeln, wer hinter den Drohungen steckt. Auch wenn ich früh einen Verdacht hatte, blieb die Geschichte für mich interessant, weil ich wissen wollte, ob ich richtig liege. Anders als die Verfilmung, die ich nicht gesehen habe, setzt das Buch nicht auf Horror, sondern auf unterschwellige Bedrohung.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, was gut zum Jugend-Thriller-Genre passt. Weniger gefallen hat mir allerdings, wie stark das Aussehen der Figuren bewertet wird. Manche Beschreibungen wirken abwertend und klischeehaft, und oft werden Eigenschaften einfach behauptet, statt sie durch Handlungen zu zeigen. Gerade das hat für mich das Leseerlebnis etwas getrübt.


Mittwoch, 4. Februar 2026

Ein paar Sätze zu... Feindliche Spuren

 

 



Zurück an der Clearwater High wartet ein neues Abenteuer auf Carag: Das Berufspraktikum vor den Abschlussprüfungen steht an und der Pumajunge schließt sich einem Ranger an. Dabei haben er und seine Freunde gerade ganz andere Sorgen. Widersacher Andrew Milling gewinnt immer mehr Anhänger in seinem Kampf gegen die Menschen. Um denen zu helfen, gründen Carag und seine Freunde kurzerhand einen Secret-Ranger-Club. Aber können sie Milling so wirklich aufhalten? Und wo steckt eigentlich Frankie?


Im Klappentext wird erwähnt, dass Carag ein Berufspraktikum machen wird. Dieses kommt allerdings erst spät in der Handlung vor.
Es ist bereits der 5. Teil, und ich war sehr gespannt, wie es mit Carag und seinen Freunden weitergeht.
Das Buch, das wie die Vorgänge aus Carags Sicht geschrieben ist, liest sich flüssig. Es bietet wieder einige humorvolle Stellen, kann aber auch mit einer spannenden Handlung aufwarten.
Im 4. Teil war Frankie, der Otter-Wandler, plötzlich verschwunden. In dieser Fortsetzung wird er nun gesucht. Was ist mit ihm passiert?
Und wann wird Andrew Milling das nächste Mal zuschlagen? Wer sind seine Verbündeten? Wem kann Carag trauen?
In der Vergangenheit hatte sich ja so mancher Woodwalker als Spion/Verräter herausgestellt.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es hat mir Spaß gemacht, die liebgewonnen Charaktere ein weiteres Mal zu begleiten.
Auf den Showdown im letzten Teil bin ich schon sehr gespannt.




Ein paar Sätze zu... Solange du mich siehst

 


Wer sich erinnert, ist niemals allein: zwei kurze, magische Geschichten der jungen irischen Bestsellerautorin über Erinnerung, Liebe und Betrug. Voller Hoffnung und Wunder, aber auch voller unheimlicher Rätsel. Cecelia Ahern hat sie zwischen ihren großen Romanen geschrieben, in ihrem Auszeit-Jahr nach der Geburt ihrer Tochter.

›Das Lächeln der Erinnerung‹: Ein Mann, der eine unglaubliche Maschine erfunden hat – mit der er die Erinnerungen der Menschen verändern kann. Doch was ist mit seinen eigenen Erinnerungen?

›Das Mädchen im Spiegel‹: Eine junge Frau, die vor dem schönsten Tag ihres Lebens steht – und hinter den verhängten Spiegeln im Haus ihrer Großmutter eine unheimliche Entdeckung macht …


Auf 123 Seiten gibt es zwei Kurzgeschichten: Im Lächeln der Erinnerung und Das Mädchen im Spiegel.
Gerade die zweite Geschichte enthält einen großen Anteil Mystery und ist auch düsterer als die erste, die eher melancholische Stimmung verbreitet.
Da es so wenige Seiten sind und die Schrift nicht gerade winzig ist, lässt sich das Buch flott durchlesen, wozu auch der einfache Schreibstil beiträgt.
Eine richtige Verbindung zum Protagonisten konnte ich bei der ersten Geschichte nicht aufbauen. Er wirkte sehr distanziert. Die Geschichte hat mir auch nicht so gut gefallen und ist mir nicht im Gedächtnis geblieben.
Die zweite Geschichte fand ich dagegen kreativ und interessant und habe mit der Protagonistin mitgefühlt.
Insgesamt finde ich das Buch nett für zwischendurch.



Mittwoch, 21. Januar 2026

Ein paar Sätze zu: Der große Gatsby

 


 




Der große Gatsby ist ein gesellschaftskritischer Roman, der im New York der 1920er Jahre spielt. Im Mittelpunkt steht die Verkörperung des amerikanischen Traums, das Streben nach Geld, Macht und Liebe, und schließlich dessen Scheitern.


Mit 160 Seiten ist es ein vergleichsweises dünnes Buch. Trotzdem habe ich 3 Tage dafür gebraucht.
Die Übersetzung dieser Ausgabe lässt sich flüssig lesen, und die 1920er als Handlungszeit finde ich interessant, aber das Buch hat mich einfach nicht gepackt. 
Ich war verwirrt, weil ich vermutet hatte, der Ich-Erzähler wäre Gatsby, aber es ist Nick Carraway. Irgendwann ist Gatsby dann plötzlich tot. Da dachte ich, ich hätte das irgendwie überlesen. Ich habe die letzten Seiten erneut gelesen, aber nichts entdeckt.
Ich habe ja noch andere Bücher von diesem Verlag, bei denen sich die Goldprägung gelöst hat. Das war bei diesem Buch jetzt nicht der Fall. Das finde ich schon mal positiv.
Die Geschichte an sich hat mich aber leider nicht überzeugt. Ich würde für die flüssig geschriebene Übersetzung 2 Sterne geben. 



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