Freitag, 9. Oktober 2026

Ins Wochenende mit... der Suche nach der Wahrheit

 

Hallo,

ich finde einfach nicht die Zeit zum Lesen. Dabei finde ich vor allem den Thriller sehr spannend, weil ich da einen konkreten Verdacht habe und wissen möchte, ob ich richtig liege.
Beim 2. Buch bin ich immer noch ganz am Anfang und habe erst 3 Kapitel gelesen. Es soll Gerüchte über Genesene geben. Stimmen sie?
Bei beiden Geschichten suche ich also nach der Wahrheit...


Ich verabschiede mich ins Wochenende mit...

... diesen Büchern




Als die Journalistin und angehende Politikerin Nell MacDermott erfährt, dass ihr Mann, ein erfolgreicher Architekt, bei einer Explosion ums Leben kam, glaubt sie nicht an einen Unfall. Sie begibt sich auf eigene Faust auf die Suche nach der Wahrheit. Doch bei ihren Nachforschungen gerät sie schon bald in ein Netz gefährlicher Intrigen …



Ein beispielloses Virus breitet sich auf dem Planeten aus. Diejenigen aber, die überleben, sind … glücklich. Stress, Depression, Einsamkeit – alle negativen Gefühle sind plötzlich verschwunden. Immer mehr Genesene genießen das neue Glücksgefühl. Doch längst nicht alle, denn innere Zufriedenheit ist schlecht fürs Geschäft. Wirtschaftsbosse und Politiker brauchen die Unzufriedenheit ihrer Kunden oder Wähler. Und so beginnt ein gefährlicher Wettlauf um einen Impfstoff, der das Unglück zurückbringen soll. Mariel lebt mit ihrer Mutter in einem verbeulten Ford Fiesta und wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Rons Vater ist Milliardär, doch obwohl ihm jeglicher Luxus offen steht, erscheint Ron das Leben sinnlos. Der Zufall bringt Mariel und Ron zusammen, und das Schicksal schleudert sie mitten hinein in den Machtkampf um eine neue Weltordnung.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Tinette

Schiggy unterwegs... Kiss me, Kate in Kaiserslautern

 



 
Es ist Sonntag und ich bin auf dem Weg zum Pfalztheater Kaiserslautern, um mir „Kiss me, Kate“ anzuschauen – ganz nach meinem Vorsatz, dieses Jahr neue Musicals für mich zu entdecken. Dass die männliche Hauptrolle ausgerechnet Fred heißt, sorgt bei mir direkt für Schmunzeln (Stichwort: unser Feuerstein-Insider-Gag).
Da 2026 für mich bisher ein extrem starker Musical-Jahrgang ist, gehe ich mit entsprechend hohen Erwartungen rein. Ich erwarte einen unterhaltsamen Abend – allerdings kein Stück, das es in meinem persönlichen Ranking weit nach vorne schafft. Oder um es passend zum Stück zu sagen: Gib’s auf, Fred!

1. Eckdaten zur Vorstellung
 
Titel der Veranstaltung: Kiss me, Kate
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Pfalztheater Kaiserslautern
Sprache: Deutsch
Besuch: 04.10.2026
Beginn: 15:00 Uhr
Dauer: ca. 3 Stunden (inkl. Pause)
Reihe / Platz: Parkett Reihe 1, Platz 14
Vorlage: „Der Widerspenstigen Zähmung“ von William Shakespeare

2. Mein Eindruck von der Show
 
Dass meine Glücksschuhe, die ich fast zu jeder Veranstaltung trage, ihren Namen absolut verdienen, beweist sich schon auf dem Hinweg. Nur fünf Minuten später, und wir müssten umkehren und einen riesigen Umweg in Kauf nehmen. Der Grund: Zwischen 13:30 und 14:30 Uhr ist die Ortsdurchfahrt von Olsbrücken komplett gesperrt. Wir rollen aber um Punkt 13:25 Uhr an und dürfen gerade noch durchrutschen.
 
Wir sind zehn Minuten zu früh für den günstigen Theatertarif, der erst ab 14:00 Uhr gilt. Dafür ergattern wir immerhin problemlos eine Lücke im jetzt schon ziemlich vollen Parkhaus. Das Schicksal meint es heute gut mit uns.
Nachdem wir die Besetzungsliste abfotografiert haben, kaufen wir uns erst einmal für jeweils 2,50 € ein Programmheft. Perfekt, um die Wartezeit bis zum Start zu überbrücken – und für mich ein tolles Sammlerstück voller Erinnerungen.
Beim Durchblättern stolpere ich über ein Detail: Das Musical enthält Jazz-Rhythmen. Ich muss gestehen: Ich bin absolut kein Jazz-Fan. Erlebe ich gleich etwa eine böse Überraschung?
Dafür entdecke ich eine überraschende Parallele zu einem meiner Lieblingsfilme: „10 Dinge, die ich an dir hasse“. Dass es darin Anspielungen auf Shakespeare gibt – wie die Nachnamen Stratford und Verona –, ist mir zwar früher schon aufgefallen. Aber dass der Film direkt auf „Der Widerspenstigen Zähmung“ basiert, ist mir völlig neu. Wieder etwas gelernt!
 



Um 14:45 Uhr öffnet sich der Saal. Kaum sitze ich auf meinem Platz, legen meine Sitznachbarn auch schon los und zählen lautstark ihre besuchten Kulturorte samt Bühnen-Größen-Vergleich auf. Zum Glück kann ich so etwas inzwischen gut ausblenden. Ich hoffe inständig, dass sie während der Vorstellung den Mund halten… (Spoiler: Eine absolut vergebliche Hoffnung!)
 
Kurz nachdem sich der Vorhang öffnet, muss ich bereits innerlich grinsen: Auf der Bühne hängt ein Schild mit der Aufschrift „Stage Door“. Das erinnert mich sofort an die Fans, die nach Vorstellungen dorthin stürmen – gerne auch mal ohne Rücksicht auf Verluste. (Die blauen Flecken, die ich selbst schon als Beweis davongetragen habe, sprechen Bände!).
Im Hintergrund steht „Ford‘s Theatre“, sodass ich davon ausgehe, dass dies der Name des Theaters ist.
„Kiss me, Kate“ arbeitet mit dem Prinzip „Stück im Stück“. Wir sehen also, wie sich die Darsteller für ihre eigene Aufführung aufwärmen. Sie laufen außerdem nach vorne zum Orchestergraben und winken. Der Dirigent winkt ihnen zurück. Ein gutes Betriebsklima ist Gold wert!
Sie singen vom „Premierenfieber“ und der ganz besonderen Aufregung, die so ein Abend mit sich bringt. Sowohl die Melodie als auch der Text („Premierenfieber ist ein Gefühl, bei dem dir heiß ist, und doch so kühl.“) sind sehr eingängig. Und vor allem: Ich kann es so gut nachempfinden! Zwar stand ich nie selbst auf einer Theaterbühne, aber dieses kalte Schaudern kenne ich noch allzu gut von meinen eigenen Vorträgen in der Schule. Ja, man könnte den Text auch auf Lampenfieber umschreiben.
Ich bin jedenfalls direkt drin und neugierig, wie es weitergeht. Meine Schwester hatte vorher echte Bedenken. Nach der Vorstellung erfahre ich von ihr, dass sie bei diesem Lied schon wusste, dass sie es genial finden würde.
 
Fred, Lilli, Lois und Bill starten hochmotiviert und besingen mit einem fröhlichen Lied die verschiedenen Stationen ihrer Reise, wie etwa Venedig. Zwei Ensemblemitglieder halten dazu die passenden Ortsschilder hoch. Alle wirken begeistert, beschwingt und voller Leidenschaft für ihren Beruf. Doch so eine Tournee zieht sich… Die Musik wird schleppender und träger. Auch die vier Hauptdarsteller wirken plötzlich wie ausgesaugt. Die Bewegungen werden schwerfällig, der Gesang verkommt zu einem lustlosen Geleier. Sogar die Schildträger agieren nur noch halbherzig, die Freude ist komplett aus den Gesichtern gewichen. Die Luft ist raus, die Motivation im Keller – alle wollen wohl nur noch eins: nach Hause!
 
Dass ein Leben als Darsteller kein Zuckerschlecken ist, zeigt das Training des Ensembles. Ein Paar ist bei der Hebefigur nicht synchron zu den anderen und wird dafür sofort rüde vom Choreografen zurechtgewiesen. Doch kein so gutes Betriebsklima.
Das zeigt auch ein Detail, das meiner Schwester auffällt, mir jedoch entgeht: Ein Mann macht beim Training die Übung einer Frau nach. Sie lacht ihm erst motivierend zu und streckt den Daumen nach oben. Doch in dem Moment, in dem sie sich wegdreht, verzieht sie verächtlich das Gesicht und schüttelt den Kopf. Offenbar findet sie seine Performance doch eher mittelmäßig.
 
Fred Graham hat „Der Widerspenstigen Zähmung“ als Musical adaptiert und übernimmt selbst die Hauptrolle des Petruchio. Bei seinen ersten Tönen denke ich sofort: Was für eine angenehm tiefe Stimme!
Ein angenehmer Zeitgenosse ist Fred allerdings keineswegs. Er fährt schnell aus der Haut, verteilt Beleidigungen gegen seine Ex-Frau, bei denen man nur den Kopf schütteln kann, und wird sogar handgreiflich. Auch seinen Assistenten Paul behandelt er von oben herab. Was interessieren ihn die Gefühle anderer? Hauptsache, das Rampenlicht gehört ihm ganz allein. Dazu passt auch das riesige Plakat, mit dem für das Musical geworben wird. Dort steht zwar über dem Titel der Name Lilli Vanessi, aber ansonsten wird mehrfach Fredric C. Graham genannt, ob bei Buch, Regie oder Hauptrolle.
Um Petruchio zu spielen, muss er sich vermutlich gar nicht groß verstellen – sein reales Leben und seine Rolle ähneln sich erschreckend. Auch die protzige Kette mit dem riesigen „P“ passt perfekt zu so einem Egomanen (wobei ich mir gleichzeitig denke: Das „P“ könnte ja auch glatt fürs Pfalztheater stehen. Ein wirklich lustiger Zufall!).
Als Petruchio fragt er sich schließlich: „Wo ist die liebestolle Zeit?“ und schwärmt singend von seiner wilden Junggesellenzeit und seinen zahlreichen Verflossenen. Mitten im Lied steigt er von der Bühne herab, spaziert durch die erste Reihe und schmachtet verschiedene Frauen im Publikum an.
Ich erinnere ihn wohl an Marcella, denn genau bei diesem Namen zeigt er auf mich, baut sich vor meinem Platz auf und singt mich direkt an. Laut Petruchio bin ich also „gertenschlank“. Danke, endlich bekomme ich auch mal ein Kompliment! Bei „Mrs. Doubtfire“ im März wurde ich schließlich noch fälschlicherweise beschuldigt, einen Apfel nach Stuart geworfen zu haben.
Petruchio bleibt bei seiner Performance konstant in der Rolle, während ich mich vor Lachen kaum einkriegen kann. Abgekauft habe ich ihm sein Gesäusel aber sowieso keine Sekunde – dafür hat er vorher einfach schon zu viele andere Damen im Saal angesungen. Netter Versuch, aber: Gib’s auf, Fred!
 
Lilli, die im Stück-im-Stück die Katharina spielt, besitzt eine sehr ausdrucksstarke Mimik. Jede einzelne Emotion ist sofort in ihrem Gesicht abzulesen. Das wünscht man sich allerdings nicht immer, denn sie kann einen mit ihren Blicken buchstäblich töten!
Lilli ist resolut, lässt sich (fast) nichts gefallen und gibt messerscharfe Kontra. Ihre Wortwahl ist dabei nicht immer die feine englische Art. Für sie ist Fred schlichtweg ein „Drecksack“. Dabei schwebt sie kurz vor der Vorstellung noch im siebten Himmel. Sie glaubt fest daran, dass die Blumen, die ihr Paul in Freds Namen überreicht hat, für sie bestimmt sind. Mit einem breiten Grinsen steckt sie sich die dazugehörige Karte ins Dekolleté. Die bittere Wahrheit erfährt sie erst, als sie sich den Zettel genauer anschaut – dumm nur, dass die eigentliche Aufführung da schon längst läuft. Plötzlich hallt ein wütendes „Drecksack!“ hinter den Kulissen hervor, ehe Lilli als Katharina auf die Bühne stürmt und eine Szene hinlegt, die so definitiv nicht im Skript steht! Sie zerreißt die Karte und pfeffert die Schnipsel verächtlich zu Boden. Jeder Beschwichtigungsversuch macht es nur noch schlimmer.
Ihre Wut ist zwar verständlich, ein Fünkchen mehr Professionalität hätte man in diesem Moment aber durchaus erwarten können.  Zum Glück ist Katharina als Rolle ohnehin als kratzbürstige Furie angelegt. Als Zuschauer von „Der Widerspenstigen Zähmung“ könnte man glauben, das gehöre exakt so zur Regieanweisung dieser Adaption. Als Lilli schließlich mit einem Besen hinter Bianca herjagt, bin ich mir jedenfalls nicht mehr sicher, wie viel davon noch Inszenierung und was schon bitterer Ernst ist.
 
Lois hat im Stück die Rolle der Bianca ergattert. Beim Zusehen frage ich mich allerdings schnell, was wohl die wahren Gründe für diese Besetzung waren – pure Bühnenbegabung jedenfalls eher nicht! Als Bianca spricht Lois streckenweise auffallend monoton. Ihr Gesicht bleibt seltsam ausdruckslos, ganz so, als müsste sie sich krampfhaft darauf konzentrieren, einfach nur fehlerfrei ihren Text aufzusagen.
Gemeinsamkeiten zwischen Lois und ihrer Rolle gibt es aber definitiv: Beide werden von einer Schar an Verehrern umgarnt. In ihrem Solo wird klar, dass Lois auf eine beachtliche Liste verflossener Liebhaber zurückblickt – wovon ihr Freund Bill Calhoun natürlich keinen blassen Schimmer hat. Sobald Bill von der Bildfläche verschwindet, mutiert Lois zur selbstbewussten, verruchten Verführerin und spielt gekonnt mit ihren Reizen. Das dunkle, bläuliche Licht auf der Bühne setzt diesen Charakterwechsel perfekt in Szene.
Taucht Bill jedoch wieder auf, wechselt die Beleuchtung blitzartig zu einem warmen, unschuldigen Gelb. Lois zieht eiskalt die Unschuldsnummer ab, lächelt ihn freundlich, wenn auch leicht zerknirscht an und flötet: „Aber treu bin ich nur dein, Schatz – auf meine Weise!“ Der Arme scheint die Wahrheit nicht zu erkennen (wollen).
 
Bill Calhoun ist spielsüchtig und hat zu allem Überfluss einen Schuldschein über 10.000 Dollar gefälscht – unterschrieben mit dem Namen Fredric C. Graham. Das ruft prompt zwei Ganoven auf den Plan, die das Geld eintreiben sollen und sich direkt an den Theaterleiter wenden.
 
Bedrohlich wirken die beiden allerdings nicht gerade, dafür stellen sie sich schlicht zu dämlich an: Jedes Mal versuchen sie, gleichzeitig durch die Tür zu marschieren, bleiben stecken und quetschen sich schließlich seitwärts hindurch. Mit ihren gestreiften Anzügen und den klassischen Hüten erinnern sie eher an zwei Möchtegern-Al-Capones als an echte Gangster. Da hilft selbst die gezogene Pistole nichts mehr!
Als die beiden durch einen Zufall selbst (erneut) Teil der Aufführung werden, merkt man ihnen aber schnell an, wie viel Spaß ihnen das Theater macht. Ursprünglich wollten sie das Gebäude eigentlich nur heimlich verlassen, stolpern dabei jedoch versehentlich mitten auf die Bühne. Nach einem kurzen Moment der Verunsicherung fangen sie sich überraschend schnell und legen eine astreine Show-Einlage aufs Parkett.
Ihre spontan improvisierte Nummer „Schlag nach bei Shakespeare“ ist ein absoluter Ohrwurm, der in jedem großen Musical ein Showstopper wäre! Würde diese Nummer in einem Musical vorkommen, wäre sie mit Sicherheit für mich das „beste Duett“.
Die beiden saugen den Applaus sichtlich auf und lassen sich gleich für zwei Zugaben auf die Bühne klatschen – beim letzten Mal sogar elegant mit Spazierstock. Also, wenn das keine angehenden Broadway-Stars sind… Das wäre für die zwei auf jeden Fall eine wesentlich lukrativere (und sicherere) Karriere!
 
Garderobier Paul ist quasi im Dauereinsatz damit beschäftigt, über seine eigenen Füße zu stolpern, was beim Publikum jedes Mal für Lacher sorgt. Dabei kann er einem eigentlich nur leidtun – schließlich macht Fred ihn wegen seines Ungeschicks unbarmherzig zur Schnecke.
 
Hattie ist ebenfalls in der Garderobe tätig, wirkt im Gegensatz zu Paul aber stets absolut tiefenentspannt. Sie ist ganz offensichtlich die gute Seele des Hauses: Sie drängt sich nie in den Vordergrund, aber ohne sie würde hinter den Kulissen vermutlich augenblicklich das Chaos ausbrechen.
 
Harry Trevor, der im Stück den Brautvater Baptista spielt, plagen derweil schon bei den Proben schreckliche Zahnschmerzen. Er will dringend zum Zahnarzt, wird von Fred aber immer wieder mit einem knappen „Nur noch eine Minute!“ vertröstet. Fred ignoriert den Armen ansonsten völlig und merkt nicht einmal, wie sich Harry pausenlos die schmerzende Wange hält.
Als Lilli später radikal vom Skript abweicht, ist Harry als Baptista vollkommen überfordert: Er vergisst vor lauter Verwirrung prompt seinen Text und überhört sogar das verzweifelte Zuspielen der Souffleuse. Auch danach beweist er wenig Improvisationstalent. Als Lilli im zweiten Akt einfach nicht auf der Bühne erscheint, fragt er mit ausladender Gestik nach ihrem Verbleib, was ziemlich unbeholfen wirkt. Hilfesuchend dreht er sich zu Fred um – in der Hoffnung, dass der weiß, wo Lilli steckt.
 
Privat hat Lilli übrigens schon Ersatz für Fred gefunden: Harrison Howell, einen General. Die beiden wollen heiraten und überhäufen sich gegenseitig mit Kosenamen wie „Schnurzel“, „Hasi“ oder „Mausi“. Dass er allerdings kaum als treuer Ehemann in die Geschichte eingehen wird, deutet sich an, als er rein zufällig einer früheren Geliebten über den Weg läuft.
 
Durch den Vergleich wird besonders deutlich, wie sehr die Darsteller ihr reales, privates Leben in das Stück-im-Stück übertragen: Lilli und Fred führen ihren Rosenkrieg nahtlos als Katharina und Petruchio fort. Lois hat auch als Bianca an jedem Finger fünf Verehrer. Harry kann sich selbst als Baptista nicht durchsetzen, während Bill auch in der Rolle des Lucentio nicht den richtigen Durchblick hat. Und Paul? Der stolpert selbst als Geistlicher zielsicher über seine eigenen Füße!
Da die Vorstellung des Musicals fast ins Wasser fällt, nachdem Lilli erkennt, für wen die Blumen in Wahrheit bestimmt waren, denkt sich Fred einen Plan aus. Er „gesteht“, dass er den Schuldschein unterschrieben hat und das Geld nur zurückzahlen kann, wenn das Musical erfolgreich sein wird. Das wäre aber nur der Fall, wenn Lilli weiterhin mitspielt. Also drohen die beiden Ganoven ihr mit einer Waffe. Lilli weigert sich zuerst, doch nach einem Schuss, durch den eine Taube getroffen vom Himmel fällt, sieht sie keine andere Wahl als gute Miene zum Spiel zu machen und weiterhin die Katharina zu geben, wenn auch mit sichtlichem Widerwillen.
Doch die Lage eskaliert im Laufe des Stücks völlig. Das Ex-Ehepaar geht im Scheinwerferlicht aufeinander los: Fred legt Lilli sogar kurzerhand übers Knie und versohlt ihr den Hintern! Das restliche Ensemble versucht verzweifelt, die Situation zu überspielen. Die Darsteller eilen nach vorne zum Orchestergraben, geben dem Dirigenten wilde Zeichen und legen eine beschwingte Tanznummer aufs Parkett, während man im Hintergrund vor allem Lilli wütend keifen hört. Weil sich die Gemüter einfach nicht beruhigen, fordert das Ensemble den Dirigenten auf, die Nummer immer und immer wieder zu wiederholen – und das alles mit einem professionellen Lächeln auf den Lippen.
 
Lilli reicht es und sie ruft in der Pause ihren Verlobten an. Dieser erscheint auch samt Militärpolizei. Fred verkauft dem General jedoch die ganze Aufregung im Vorfeld als einen schlechten Scherz von Lilli. Als Lilli dann wenig später exakt den Satz über das FBI fallen lässt, den Fred prophezeit hat, schluckt Harrison den Köder. Er glaubt fest daran, dass seine Verlobte ihn nach Strich und Faden veräppeln will.
Lilli ist fassungslos und hält ihm die Waffe der Ganoven unter die Nase, doch Harrison sieht das ganz locker: „Das ist auch sein gutes Recht als Amerikaner.“ Ja, als ob ein General von einem Revolver schockiert wäre.
Lilli muss also zähneknirschend weiterspielen, auch wenn der zweite Akt spontan abgewandelt werden muss. Die Szene, in der sie vom Esel fällt, wird kurzerhand gestrichen. Das teilt Fred dem Publikum höchstpersönlich mit – die wahren (und schmerzhaften) Gründe verschweigt er natürlich großzügig. Es geht stattdessen direkt mit der Szene weiter, in der Katharina und Petruchio sein Haus erreichen.
Fred legt ihr scheinbar fürsorglich ein weiches Kissen auf die Bank. Doch im allerletzten Moment zieht er es mit einem fiesen Grinsen wieder weg und hockt sich selbst darauf. Lilli landet mit einem unschönen Plumps auf der harten Holzbank und verzieht vor Schmerzen das Gesicht. Ein erneuter Streit sorgt schließlich dafür, dass der gedeckte Tisch „abgeräumt“ wird: Das Geschirr zerspringt scheppernd, das Essen landet auf dem Boden. Ich hoffe, Fred hat eine gute Haftpflichtversicherung!
In einem unbeobachteten Moment schnappt sich Lilli zwei Wurstketten und schmuggelt sie in ihr Dekolleté – doch Fred hat sie längst ertappt und fischt das Diebesgut wieder heraus. Bis sie gezähmt ist, heißt es für sie ab jetzt: Fasten! Als Zuschauer bin ich mir längst unsicher, was hier eigentlich noch „gespielt“ ist und was nicht. Die Grenzen zwischen Realität und Musical sind vollkommen verschwommen.
 
Was die Musik angeht, bin ich rückblickend sehr positiv überrascht! Jedes einzelne Lied hat mir richtig gut gefallen: Sie sind schwungvoll, mitreißend und versprühen diesen Charme der guten alten Broadway-Tage. Es sind etliche Nummern zum Mitschnipsen dabei – was im Publikum glücklicherweise niemand getan hat. Auch nerviges Mitklatschen blieb aus, was ich persönlich als sehr angenehm empfunden habe.
Einen kleinen – beziehungsweise für meine Schwester recht großen – Wermutstropfen gab es allerdings bei dem Song „Es ist viel zu heiß“: Das Mikrofon des Hauptsängers fiel während der gesamten Nummer komplett aus. Dadurch war er selbst bei uns in Reihe 1 kaum zu verstehen. Sobald er sich weiter nach hinten bewegte oder das Orchester etwas aufdrehte, ging sein Gesang völlig unter. Meine Schwester mochte den Song eigentlich unheimlich gerne und hätte gerne gehört, was er singt. So war das Zuhören für sie allerdings extrem anstrengend.
 
Das Bühnenbild hat mir ausgesprochen gut gefallen, vor allem diese Abgrenzung von der „realen“ Ebene zum Bühnenstück. Das „echte“ Bühnenbild sieht deutlich realistischer als das des Musicals aus. Der Backstagebereich im Theater besteht aus vielen Holzelementen. Man sieht u.a. Querbalken. Ich bekomme sofort das Gefühl, mich in einem echten, alten Theater zu befinden. Die Schilder sehen gebraucht aus. Sie könnten vielleicht einen neuen Anstrich vertragen. Gleichzeitig hat es aber auch einen gewissen Charme: ein Theater, das scheinbar schon viel erlebt hat. Da passt auch der alte Pförtner an der Stage Door perfekt ins Bild, der gewissenhaft und ruhig seiner Arbeit nachgeht und kleinere Reparaturen direkt selbst erledigt. Dort hängt auch das Haustelefon, das einige Darsteller für private Anrufe nutzen.
Lilli hat dagegen den Luxus, ein eigenes Telefon in ihrer Garderobe zu besitzen. Dieses steht auf ihrem Schminktisch. Die Wände sind mit einer Shakespeare-Tapete versehen. Drei Poster von früheren Inszenierungen lassen mich spekulieren, dass Lilli ihrer Zeit als erfolgreiche Darstellerin etwas nachtrauert.
Ein großer Aufdruck eines Satzes auf der Tapete bringt mich immer wieder ins Grübeln. Ich vermute, dass es ein Shakespeare-Zitat ist. Das möchte ich zuhause unbedingt herausfinden. Obwohl ich das Zitat nur noch bruchstückhaft weiß, finde ich dank Suchmaschine die Lösung: „He that knows better how to tame a shrew, now let him speak…“ ist tatsächlich ein Zitat aus „Der Widerspenstigen Zähmung“ und zwar ein Monolog von Petruchio kurz nach seiner Heirat mit Katharina. Ich mag solche Anspielungen sehr.
Die fahrbaren Kleiderständer trennen gleichzeitig Lillis und Freds Garderobe.
Wechselt das Geschehen auf die Musical-Ebene, erstrahlen die Fassaden plötzlich in einem knalligen Kirschrosa und schreien förmlich nach künstlicher Kulisse. Als Hintergrund dient eine aufgezeichnete Stadtsilhouette. Mir gefällt dieses bewusst Offensichtliche unheimlich gut – man muss schließlich bedenken, dass die Handlung in den späten 1940er-Jahren spielt, als man im Theater noch ganz offen zu seinen künstlichen Kulissen stand.
Das oberste Fenster der farbenfrohen Fassade lässt sich übrigens öffnen. Wer davor steht, muss aufpassen: Es kann jederzeit passieren, dass eine wütende Lilli alias Katharina einen Blumentopf herausfeuert!
Besonders gut hat mir der mediterrane Brunnen mit dem Löwenkopf in Steinoptik gefallen, denn einen sehr ähnlichen habe ich im Miniformat an meiner weihnachtlichen griechischen Krippe angebracht.
Der Tisch und die Bank aus Holz vermitteln eine rustikale, beschauliche Atmosphäre, die im starken Kontrast zur aufgeladenen Stimmung stehen.
 
Auch die Kostüme beider Ebenen unterscheiden sich deutlich voneinander. In den 1940ern tragen sie viel Schwarz und Spitze, Hotpants, Hosenträger, Hüte. Da muss ich irgendwie an Cabaret und Chicago denken, auch wenn ich diese Stücke bisher nur von Bildern und Ausschnitten kenne.
Im Musical wird Mut zur Farbe bewiesen: Gelb, Lila, Grün, Blau, Orange und Türkis leuchten um die Wette. Die Männer tragen Strumpfhosen, bei denen ich sofort an „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ denken muss, dazu meistens Codpieces. Vereinzelt werden auch Pluderhosen getragen. Außerdem haben sie ein Wams an, während die Frauen in ebenso farbenfrohen Kleidern mit Mieder und ballonartigem Rockteil gekleidet sind.
Katharinas Hochzeitskleid ist weiß und hat einige „echte“ rote Rosen auf dem Rockteil. Das finde ich ein lustiges Detail, weil Lilli als Katharina ja vor Wut Rosen aus dem Fenster wirft.
Biancas Hochzeitskleid hat deutlich mehr Pinkanteil und aufgedruckte Blumen, wodurch es viel romantischer und verträumter wirkt.
Als der Esel auftritt und mittanzt, muss ich lachen. Auch dieses Kostüm gefällt mir gut.
 
Wegen der kommentierenden Sitznachbarn konnte ich mich leider nicht durchgängig auf das Stück konzentrieren. So sind mir neben der bereits angesprochenen Trainingsszene mit dem falschen Zuspruch weitere Details entgangen, die meiner Schwester aufgefallen sind:
Die Harfe ist einmal schön herauszuhören. Da ich dieses Instrument besonders gerne mag, ärgert es mich, dass mir die Stelle wegen der Sitznachbarn entgangen ist.
Der Pförtner versucht sehr lange, das Licht an der Stage Door zu reparieren und erscheint auch später zum Schlussapplaus mit einer Glühlampe.
 
Dafür entgeht mir nicht die Berührung der Wange des Harry-Darstellers und auch die um Aufmerksamkeit konkurrierenden Lilli- und Fred-Darsteller sind nicht zu übersehen. Diese Anspielungen auf die Rollen finde ich wirklich amüsant.
 
Insgesamt hat mir das Stück sehr gut gefallen. Mir war es keine Sekunde lang langweilig. Ich war von Sekunde 1 an sehr gespannt, was passiert und meine Gedanken sind nicht abgeschweift. Der erste Akt dauert rund 85 Minuten, fühlte sich jedoch deutlich kürzer an. Ich konnte viel lachen, und auch die Befürchtung, dass mir die Musik wegen der Jazz-Elemente nicht gefallen könnte, bewahrheitete sich nicht. Eine praktisch rundum gelungene Inszenierung mit überzeugenden Darstellern und einer stringenten Handlung. Ohne den Mikrofonausfall und die störenden Sitznachbarn hätte es tatsächlich Platz 1 angreifen können. So landet es punktgleich mit „Der Graf von Monte Christo“ auf Platz 3. Da ich keine Plätze doppelt vergebe, gehen beide Stücke ins Tiebreak. „Der Graf von Monte Christo“ gewinnt die 0,1 Tiebreakpunkte und bleibt auf Platz 3, weil ich dieses Musical dreimal gesehen habe. „Kiss me, Kate“ kann sich mit glatten 190 Punkten einen herausragenden vierten Platz sichern. Gib’s auf, Fred!? – Von wegen, ich würde mir dieses Stück jederzeit wieder anschauen!
 
 
Schiggys Schlusswort
Schiggy zieht ihr ganz persönliches Schildkröten-Fazit:
Wenn zwei sich auf der Theaterbühne streiten, freut sich die Panzerechse! Ein feuriger Schlagabtausch, mitreißende Musik und zwei charmante Ganoven – da verzeiht man selbst ein stummes Mikrofon. Nur eines steht für mich fest: Unter meinem Panzer bin ich von Natur aus absolut gertenschlank!
Bis zum nächsten Abenteuer
Eure Schiggy
 
3. Persönliche Highlights
Highlight des Tages: Das geniale „Stück im Stück“-Prinzip – die Grenzen zwischen Realität und Shakespeare verschwimmen komplett!
Bestes Solo: „Aber treu bin ich nur dir“ – Lois zieht eiskalt die perfekte Unschuldsnummer ab.
Bestes Duett: „Schlag nach bei Shakespeare“
Ohrwurm des Tages: Einige, da kann ich mich nicht festlegen
Beste Ensemblenummer: „Premierenfieber“ (weil bei „Es ist viel zu heiß“ ja leider der Ton nicht mitspielte)
Lustigster Moment: Das Ende der langen Tour
Unvergessen: Als Petruchio mich als Marcella ansingt (Stichwort: „gertenschlank“ :-D)
 
4. Besetzung der besuchten Vorstellung

Schiggy saß im Publikum – aber wer stand eigentlich auf der Bühne?
Lilli Vanessi/Katharina: Astrid Vosberg
Fred Graham/Petruchio: Darius Merstein-MacLeod
Lois Lane/Bianca: Valerie Gels
Bill Calhoun/Lucentio: Johannes Fritsche
Hattie, Garderobiere/Wirtin: Bethany Yeaman       
Paul, Garderobier/Putzmacher: Stefan Merten
Erster Ganove: Daniel Böhm
Zweiter Ganove: Günther Fingerle
Harry Trevor/Baptista: Henning Kohne
Harrison Howell: Marcus Hering
Arbeiter/Hortensio u.a.: Ivan Lytvynenko
Taxifahrer/Gremio u.a.: Julian Stöcklein
Arbeiter/Gregor u.a.: Win McCain
Ankleiderin: Sinja Maschke
Elena: Elena Laborenz
Ralph, Inspizient: Andreas Neigel
Pops, Pförtner: Andreas Bronkalla
 
außerdem mit
Chor, Tanzensemble und Statisterie des Pfalztheaters
 
Es spielt die Pfalzphilharmonie Kaiserslautern unter der musikalischen Leitung von Massimilano Iezzi.
 
5. Spoilerteil
Zu guter Letzt möchte ich noch kurz auf das große Finale eingehen. Falls ihr das Musical selbst noch sehen und euch am Schluss überraschen lassen wollt, ist hier für euch die Endstation des Berichts erreicht. Für alle anderen: Vorhang auf für den letzten Akt!
 
-------------------------
 
Die Ganoven werden informiert, dass der Auftraggeber gestorben ist und die Schuld somit hinfällig ist. Lilli kann mit dem General verschwinden, was sie auch erhobenen Hauptes tut.
Diese Vorstellung scheint gelaufen zu sein. Die einzige Hoffnung scheint die Ersatzdarstellerin zu sein, nach der Fred verzweifelt ruft. Nur leider fehlt von der besagten Dame jede Spur. Überraschung. Lilli betritt die Bühne und wirkt erstaunlich gefasst. Ohne Streit zu suchen spielt sie die finale Szene. Gibt es doch noch ein Happy End sowohl für Katharina und Petruchio als auch für ihre Darsteller? Es sieht ganz danach aus. Sie küssen sich am Ende, ohne dass jemand ein Auge verliert. Doch kaum fällt der Vorhang, fahren sie auseinander und das Gezanke geht wieder los. Lilli und Fred können wohl nicht miteinander – allerdings auch nicht ohne einander.
 
Selbst beim finalen Schlussapplaus ziehen die Darsteller von Lilli und Fred ihre Rollen als streitendes Ex-Paar eiskalt durch. Da wird sich beim Verbeugen dreist vor den anderen gestellt, dem Ex-Partner die Show gestohlen oder dieser einfach unsanft zur Seite geschubst. Dass die Schauspieler diesen Meta-Humor bis zur allerletzten Sekunde aufrechterhalten, macht einfach unheimlich viel Spaß beim Zusehen!

Dienstag, 6. Oktober 2026

Aktuell lese ich... Vergiss die Toten nicht und All better now

   Hallo,





... zwei Bücher.

Mein aktuelles Lesefutter



📖 Als die Journalistin und angehende Politikerin Nell MacDermott erfährt, dass ihr Mann, ein erfolgreicher Architekt, bei einer Explosion ums Leben kam, glaubt sie nicht an einen Unfall. Sie begibt sich auf eigene Faust auf die Suche nach der Wahrheit. Doch bei ihren Nachforschungen gerät sie schon bald in ein Netz gefährlicher Intrigen …




📖 Ein beispielloses Virus breitet sich auf dem Planeten aus. Diejenigen aber, die überleben, sind … glücklich. Stress, Depression, Einsamkeit – alle negativen Gefühle sind plötzlich verschwunden. Immer mehr Genesene genießen das neue Glücksgefühl. Doch längst nicht alle, denn innere Zufriedenheit ist schlecht fürs Geschäft. Wirtschaftsbosse und Politiker brauchen die Unzufriedenheit ihrer Kunden oder Wähler. Und so beginnt ein gefährlicher Wettlauf um einen Impfstoff, der das Unglück zurückbringen soll. Mariel lebt mit ihrer Mutter in einem verbeulten Ford Fiesta und wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Rons Vater ist Milliardär, doch obwohl ihm jeglicher Luxus offen steht, erscheint Ron das Leben sinnlos. Der Zufall bringt Mariel und Ron zusammen, und das Schicksal schleudert sie mitten hinein in den Machtkampf um eine neue Weltordnung.

Lesezeichen



🔖 Aktuell bin ich auf Seite 115 von 384. <Nach dem Anruf seines Partners, er habe am Vortag einen Mann am Pier aufgegriffen und ihn zum Verhör mitgenommen, fuhr Jack Sclafani sofort nach Manhattan zurück.> (Kapitel 23)





🔖Aktuell bin ich auf Seite 16 von 574. <"Hi, ich bin Rón, Rón mit einem Angeberakzent auf dem <o>. ..."> (Kapitel 2 Hai auf der Dunklen Seite)

Warum dieses Buch?



❓ Ich habe es nur genau 100 Seiten weiter geschafft.





❓Das Buch liegt seit letztem Jahr auf dem SuB. Ich dachte einfach, es wird Zeit dafür. Und ich finde den Klappentext sehr interessant und bin gespannt, was mich erwartet.

Was gibt es sonst noch zu sagen?



💬 Ich bin jetzt an der Stelle, an der Nell ihren Mann verloren hat und gerade von ihrem Großvater angegangen wird, was Adam angeblich alles getan haben soll. Stimmt das oder wurde ihr Mann erneut Opfer - dieses Mal von fieser Verleumdung?





💬 Ich habe gestern Abend nur das erste Kapitel gelesen. Deshalb kann ich noch nichts dazu sagen.



Liebe Grüße
Tinette

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Tibi, Tawny und Schiggy blicken zurück... auf den September 2026

 



Hallo,

zwischen dicken Wälzern, kniffligen Kartenrunden und fantastischen Musical-Abenden verging der September wie im Flug. Dank der Geschichten in den Büchern und Musicals war ich viel unterwegs - in Friesland, in Verona, in Arendelle, in den Bergen und sogar in virtuellen Welten. Und dann war da noch dieser Bandit, der uns das Leben schwer machte und einfach immer wieder ausbrach...

Der September in drei Worten: Buchmagie – Bühnenzauber – Banditen.

~*~ Tibis Leseecke ~*~


1. Mein SuB und ich


Der SuB zum Monatsbeginn 

📚 43 Printbücher
📱 0 E-Books
➡️ Insgesamt: 43 Bücher


Zugänge

  

  






Abgänge
aussortiert:
keine

gelesen:
1. Nanny Matilda von Christiana Brand, 117 Seiten
2. Die Krone der Meere von Johanna Dorn, 704 Seiten
3. Das Nibelungenlied, 262 Seiten
4. Nanny Matilda geht in die Stadt von Christiana Brand, 117 Seiten
5. Nanny Matilda fährt ans Meer von Christiana Brand, 116 Seiten
6. Canvas von Ursula Poznanski, 474 Seiten
7. Never leave the Path von Antonia Michaelis, 380 Seiten



begonnen:
1. Vergiss die Toten nicht von Mary Higgins Clark

abgebrochen:
1. Im Zweifel für das Monster von Royce Buckingham, nach 68 Seiten

ohne Auswirkungen auf den SuB:
1. Die drei ??? und der Super-Papagei (Hörspiel)


Der SuB zum Monatsende

📚 42 Printbücher
📱 0 E-Books
➡️ Insgesamt: 42 Bücher
📉 Veränderung: - 1 Buch

2. Gebell

Neu hinzugekommen sind folgende Rezensionen: 

3. Reihen

🆕Begonnen 
1. Nanny Matilda
2. Die drei ???
3. Monsteranwalt

📖Fortgeführt 
keine Reihe

✅Beendet
1. Nanny Matilda
2. Cryptos

❌Abgebrochen
1. Monsteranwalt

4. Statistiken

📄Gelesene Seiten (inkl. gel. Seiten abgebrochener Bücher): 2.238
📚 Gelesene Bücher: 7
📖Ø Seiten pro Buch: 310
📅 Seiten pro Tag: 74


5. Buchverfilmungen (erstmals geschaut)

Ich zeige immer zuerst die Romanvorlage und daneben dann das Cover der Verfilmung.  


Es gibt zwar keine direkte Buchvorlage über Sherlock Holmes und seine vermeintliche Tochter. Allerdings basieren zumindest einige Charaktere auf den Kurzgeschichten.


6. 


💛Top vs.  Flop

 vs. 


⭐Positive Überraschung vs. größte Enttäuschung

 
vs. ///





📏Kürzestes Buch vs. längstes Buch


vs. 


Nanny Matilda fährt ans Meer hat 116 Seiten, Die Krone der Meere 704 Seiten.


👀Schönstes Cover vs. "hässlichstes" Cover

   vs ///

💚Liebling des Monats vs. Unsympath des Monats


 vs. 


Jesper mochte ich von Anfang an. Ich habe mich für Jana aus Canvas als Unsympath entschieden, weil ich Teil 1 der Monsteranwalt-Reihe abgebrochen habe und nicht weiß, ob sich Daniel im späteren Verlauf ändert.

~*~ Tawnys Spielecke ~*



🎲Spiel des Monats





Begründung:
Es war ein richtiges Erfolgserlebnis, als wir zum ersten Mal Bandido gewonnen haben. Das Originalspiel hat uns dabei am besten gefallen.


~*~ Schiggy unterwegs ~*~

Im September habe ich Folgendes besucht:



06.09. Fulda


11.09. Düsseldorf


13.09. Stuttgart


📸 Highlight 



Ich hatte vorher etwas Angst, dass eine Abweichung zur originären Handlung zu gewollt und erzwungen wirkt, aber das Gegenteil war der Fall. Im aktuellen Jahres-Ranking der besuchten Musicals 2026 liegt Romeo & Julia auf dem 2. Platz.

---

Das war mein bunter September auf einen Blick! Ein Monat voller schöner Geschichten, toller Ausflüge nach Fulda, Düsseldorf und Stuttgart und mit einem echten Jubelmoment am Spieletisch.
Welche Bücher ich im Oktober lesen werde, entscheide ich wieder spontan. Ich bin auch gespannt, was mich auf meinen Reisen in die Theater erwartet: Wen wird Kate küssen? Was steckt in den drei Haselnüssen für Aschenbrödel? Was machen Diebe im Olymp? Wie ergeht es Julia ohne Romeo? Können Wünsche wahr werden und Wunder bewirken? Und was ist das für eine seltsame Pflanze im kleinen Horrorladen?
Ihr dürft gespannt sein.

Liebe Grüße
Tinette

Schon gelesen?

Ins Wochenende mit... der Suche nach der Wahrheit

  Hallo, ich finde einfach nicht die Zeit zum Lesen. Dabei finde ich vor allem den Thriller sehr spannend, weil ich da einen konkreten Verda...