Dienstag, 2. Februar 2021

Tawny spielt: Broom Service

 


Allgemeine Infos
Spieltitel: Broom Service
Autor/in: Andreas Pelikan, Alexander Pfister
Illustration/Design: Vincent Dutrait
Verlag: Ravensburger
EAN: 4005556269174
Kategorie: Brettspiel
Spielart: gegeneinander
Spielmechanismus: „Punkt zu Punkt“, Set Collection
Thema: Zaubertränke ausliefern
Einstufung: Kenner
Alter: ab 10 Jahren
Spieler: 2 – 5
Dauer:  45 - 75 Minuten
Sprachneutral: Nein
 
Anmerkung:
Diese Rezension habe ich schon vor längerer Zeit geschrieben und dachte, ich hätte sie online gestellt. Das habe ich damals aber scheinbar doch nicht und hole es hiermit nach. Ich habe sie nur etwas überarbeitet, weil ich das Spiel in letzter Zeit mit Fabian und seiner Oma gespielt habe.
 
Beschreibung:
Gehen die Zaubertränke zur Neige? Und es müssen neue her? Dann ist es Zeit für den Broom Service. Kaum angefordert, schon schwingen sich die fixen Hexen auf ihre flotten Besen und schwärmen mit zahlreichen Fläschchen im Gepäck ins magische Reich aus. Ob es um die Herstellung oder das Ausliefern der Zaubertränke geht, ob Helfer wie Wurzelsepp, Fruchtzwergl oder Donna Wetta zur Seite stehen, immer geht es darum, die richtige Karte im rechten Moment auszuspielen. Es ist wie verhext!
 
Ziel des Spiels:
Die meisten Punkte nach den 7 Runden zu haben
 
Unsere Spielgruppe:
Bis jetzt habe ich das Spiel in folgenden Besetzungen gespielt:
Zweier-Partien mit meiner Schwester (spielt gerne)
Zweier-Partien mit Luisa (offen für alle Spiele)
Dreier-Partien mit Fabian und seiner Oma (spielen wenig)
Vierer-Partien mit Luisa, Mara und Andrej (offen für alle Spiele)
Fünfer-Partien mit Luisa, Mara, Fabian und Andrej
Fünfer-Partien mit Helena (spielt wenig), Fabian, Waldemar (spielt eigentlich nie) und Lukas (Vielspieler)
 
Unsere Hausregeln(n):
keine
 
Verpackung und Spielmaterial:
Die Schachtel ist stabil. Der doppelseitige Spielplan ist aus festem Karton und schön farbenfroh illustriert. Die Figuren, Punktesteine und Tränke sind aus Holz. Die Farben lassen sich gut voneinander unterscheiden. Die Kartenqualität ist auch gut. Die Illustrationen sind schön und lustig. Das restliche Spielmaterial, wie Wolken oder Zauberstäbe, sind aus festem Karton, wobei die Zauberstäbe etwas klein sind. Insgesamt ist das Spielmaterial hochwertig.
 
Anleitung:
Die Anleitung ist ausführlich und beschreibt die Regeln verständlich. Auch die Varianten sind gut erklärt.
 
Spielspaß:
Broom Service hat mich nie so richtig gereizt. Als 5-Euro-Schnäppchen habe ich dann doch zugeschlagen.
Das Pfiffige an diesem Spiel ist die Möglichkeit, eine Karte „feige“ oder „mutig“ auszuspielen. Die feige Aktion dürfen wir auf jeden Fall ausführen, allerdings ist sie nicht so stark. Die mutige Aktion ist zwar stärker, aber es kann auch sein, dass sie nicht ausgeführt werden darf. Der Startspieler ist bei diesem Spiel im Nachteil.
Broom Service hat mich positiv überrascht. Schon das Grundspiel ein schönes Spiel für die Familie. Die verschiedenen Varianten steigern nicht nur die Varianz, sondern heben den Schwierigkeitsgrad auch etwas an. Ich habe aber beim ersten Spiel merken, dass ich hier eigentlich nicht richtig planen kann, weil mir meine Mitspieler einen Strich durch die Rechnung machen können. Da immer Bedienzwang herrscht und ich evtl. meine mutige Aktion gar nicht spielen kann, werden schnell mal die eigenen Pläne durcheinander gewirbelt. Da muss ich schon gut abschätzen können, was meine Mitspieler vorhaben könnten.
Das Spiel kam in unseren Spielrunden überwiegend gut an. Lukas mag das Spiel nicht so sehr. Er findet, dass es kein Kennerspiel ist, sondern würde es eher der Kategorie Familienspiel zuordnen. Es ist ihm zu leicht und auch unberechenbar. Er mag es nicht, dass er keine Strategie aufstellen kann.
Meine Schwester war erst durch die Auszeichnung Kennerspiel des Jahres abgeschreckt. Sie mag ja keine komplizierten Spiele und wollte sich erst drücken. Sie wurde aber auch positiv überrascht. Mit ihr habe ich das Grundspiel gespielt. Im Gegensatz zu Lukas gefällt ihr die vergleichsweise niedrige Einstiegsstufe, und auch die Unberechenbarkeit findet sie gut.
Helena und ihr Freund Waldemar, die beide gar nicht bis wenig spielen, konnte das Spiel auch überzeugen. Helena findet es interessant, dass es ein Brettspiel ohne Würfel ist, dafür mit Bedienzwang wie bei Stichspielen. Waldemar mag an Broom Service, dass man sich nicht sicher sein kann, die mutige Aktion auch spielen zu dürfen, weil ja noch ein nachfolgender Spieler diese auch auswählen könnte. Ihm gefällt auch, dass zusätzliche Punkte durch das Sammeln von Blitzen und den Ressourcen generiert werden können. Er findet das gerade am Ende nochmals spannend bei der Wertung.
Andrej war positiv überrascht. Er findet, dass das Spiel durch die farbenfrohen Illustrationen und bunten Tränke eher wie ein Kinderspiel wirkt. Er findet Broom Service innovativ und spaßig und lobte die angenehme Spieldauer. Das Spiel ist ihm weder zu schnell vorbei noch dauert es ihm zu lange.
Mara konnte sich dafür nicht erwärmen. Sie stört es, dass sie evtl. Karten nutzlos abwerfen muss. Das frustriert sie. Sie hätte es lieber, wenn sie mehr planen könnte.
Luisa ist von Broom Service begeistert. Sie liebt es durch das magische Reich zu reisen und Tränke auszuliefern. Ihr sagt das gesamte Spielprinzip zu. Sie findet es sehr durchdacht.
Mir gefällt das Spiel zu zweit ganz gut. Allerdings finde ich es mit mehr Spielern noch lustiger, weil das Überbieten der mutigen Aktionen besser zum Tragen kommt.
Broom Service ist ein schönes Spiel, egal ob nun Familien- oder Kennerspiel. Die Hauptsache ist doch, dass wir Spaß bei den Partien haben.
 
Wiederspielreiz:
Hoch. Für eine Partie finden sich immer Mitspieler. Die Spieldauer ist nicht zu lang. Die verschiedenen Varianten bringen genug Abwechslung mit, um das Spiel auch auf Dauer interessant zu machen.
 
Fazit:
Ein schönes Spiel für Familie und Freunde mit einem pfiffigen Kartenspiel-Mechanismus.
 
Bewertung:

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