Dienstag, 3. April 2018

Gebell zu: So still in meinen Armen



Allgemeine Infos

OriginaltitelThe Cinderella Murder
Originalsprache: Englisch
Autor/in: Mary Higgins Clark und Alafair Burke
Verlag: Heyne
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenfortsetzung
Reihe: Laurie Moran/Unter Verdacht
Teil: 2
Genre: Thriller
Erscheinungsjahr: 2017
Seiten: 412
Preis: 9,99 €
ISBN: 978453421875





Handlung:
Schon zwanzig Jahre ist es her, dass die talentierte junge Schauspielerin Susan Dempsey abends zu einem Vorsprechen aufbrach – aber niemals ankam. Am nächsten Tag fand man sie ermordet im Park auf, meilenweit von ihrem Auto entfernt, mit nur noch einem Schuh an den Füßen. Der „Cinderella-Mord“ wurde nie aufgeklärt.
Doch nun greift die engagierte TV-Produzentin Laurie Moran den Fall auf. Sie gräbt tief in den Geheimnissen der Vergangenheit. Und macht sich damit selbst zur Zielscheibe des Täters, der alles zu tun bereit ist, um weiter unerkannt zu bleiben…

Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gewinn
Zugangsjahr: 2018
Status: Gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Zu lesen begonnen: 28.03.2018
Beendet am: 02.04.2018
Gebraucht: 6 Tage

Lob und Tadel

~*~Gestaltung~*~
Der Name Mary Higgins Clark ist mir direkt ins Auge gestochen. Erst auf den zweiten Blick ist mir aufgefallen, dass darunter ein weiterer Name steht: Alafair Burke. Diese Autorin war mir bisher unbekannt.
Der Titel ist im Vergleich zu Mary Higgins Clark klein geschrieben. Darunter sieht man zwei silberne Schuhe, was auf den ersten Blick etwas unspektakulär wirkt. Susan hatte solche Schuhe an, als sie ermordet wurde. Deshalb finde ich diesen dezenten Hinweis, auch in Bezug auf den Originaltitel, gelungen.
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, verrät jedoch nicht zu viel.
Das Buch ist in 80 Kapitel, die unbetitelt sind, und Epilog aufgeteilt. Die Kapitel sind recht kurz.
Die Schriftgröße ist angenehm. So lässt sich das Buch gut lesen.

~*~Charaktere~*~
Laurie Moran: Die Protagonistin ist bereits aus dem ersten Teil bekannt. Sie ist TV-Produzentin und wird als sehr attraktive Frau beschrieben. Für ihren Sohn Timmy ist sie eine liebevolle Mutter. Man merkt, dass sie den Tod ihres Mannes noch nicht überwunden hat. Sie kann sich gegenüber ihrem Vorgesetzten durchsetzen und kämpft für das, was sie als wichtig ansieht.
Alex: Der Moderatorin der Unter Verdacht-Sendung hat dieses Mal nur wenige Auftritte. Auch er möchte den ungelösten Mordfall lösen und versucht, den Täter mit seinen Fragen aus der Reserve zu locken.
Leo: Lauries Vater ist ein sympathischer Nebencharakter. Er unterstützt seine Tochter, wo er nur kann. Er passt auf seinen Enkel Timmy an, wenn Laurie arbeiten geht. Außerdem recherchiert er selbst nach, um dem Mörder auf die Spur zu kommen.
Rosemary: Susans Mutter ist inzwischen über 70. Der ungelöste Mord an ihrer Tochter lässt ihr auch nach zwanzig Jahren noch keine Ruhe. Vor drei Jahren ist ihr Mann gestorben.
Nicole: Susans beste Freundin wird als schüchtern beschrieben. Sie redet kaum etwas und weicht den Fragen aus. Man merkt, dass sie etwas zu verbergen hat.
Madison: Sie ist eine richtige Diva, die den großen Auftritt liebt. Sie ist egoistisch und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Vor zwanzig Jahren hat sie die Rolle bekommen, die damals für Susan vorgesehen war,
Keith: Er war damals Susans Freund gewesen. Allerdings wurde gemunkelt, dass er nicht treu sein konnte und mehrere Affären hatte.
Etwas stört mich, dass sämtliche Charaktere als besonders attraktiv beschrieben werden. Es scheinen ausnahmslos perfekte Menschen mitzuspielen. Erwähnt wird es allerdings jeweils nur zur Einführung des jeweiligen Charakters. So konnte ich damit leben.


~*~Handlung~*~
Die Idee, die Reihe mit den ungelösten Fällen fortzusetzen, gefällt mir. Es tauchen die bereits bekannten Charaktere, wie Laurie, Leo und Alex, auf. Ebenso lernt man neue kennen, die in irgendeiner Beziehung zum Mordopfer standen.
Die Handlung spielt 1994 sowie 2014 hauptsächlich in Los Angeles, teilweise auch in New York.
Das Buch beginnt am 7. Mai 1994. Rosemary Dempsey wartet auf ihre neunzehnjährige Tochter Susan, um den 60. Geburtstag von ihrem Mann Jack zu feiern. Rosemary hat ein seltsames Gefühl, dass „etwas fürchterlich schiefgehen würde.“ (S. 12)
Am nächsten Tag bekommt sie einen Anruf. Ihre Tochter wurde tot aufgefunden.
Im nächsten Kapitel sind zwanzig Jahre vergangen. Laurie hat nach einem weiteren Fall für die nächste Sendung recherchiert und ist auf den sogenannten „Cinderella-Mord“ gestoßen. Obwohl ihr Chef wegen den Quoten lieber einen Mord bei einer Kinder-Schönheitswahl vorstellen will, setzt sie sich durch.
Rosemary hat bereits zugesagt. Noch immer hat sie keine Ruhe bei dem Gedanken, dass der Mörder ihrer Tochter niemals gefasst wurde. Außerdem stört es sie, dass der Fall als „Cinderella-Mord“ in den Medien herumging. Susan hatte auf der Flucht vor dem Täter einen silbernen Schuh verloren, daher der Name.
Laurie verspricht Respekt und nimmt Kontakt zu den anderen Bekannten von Susan auf. Es scheint, dass den meisten die Sendung nicht recht ist. Sie haben wohl alle etwas zu verbergen, trauen sich aber nicht abzusagen. Madison, eine damalige Schauspiel-Konkurrentin, wittert Publicity und macht mit.
Die Perspektive wechselt immer, sodass man die Gedanken sämtlicher Charaktere erfährt. Diese Gedanken sind nicht immer eindeutig, sodass man als Leser nicht sicher sein kann, was sie zu bedeuten haben.
Ich habe mir selbst Gedanken gemacht, Theorien aufgestellt und meinen Verdacht notiert.
Während den Dreharbeiten geschehen weitere Morde bzw. Mordversuche, und ich habe ebenso wie Laurie versucht, herauszufinden, wie sie in Zusammenhang zu Susans Ermordung stehen.
Besonders Nicoles Verhalten kam mir suspekt vor. Man erfährt schon recht früh, dass sie am liebsten nicht an der Sendung teilnehmen würde, weil dann die Wahrheit ans Licht käme. Welche Wahrheit das ist, wird nicht gesagt. So rätselt man mit. Weiß sie mehr über den Mord, als sie zugeben will? Hat sie ihn sogar beobachtet? War sie daran beteiligt?
Ich habe diesen Thriller sehr gerne gelesen. Er ist wirklich sehr spannend, und ich konnte irgendwann nicht mehr aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Handlung weitergeht.

~*~Schreibstil und Stilmittel~*~
Das Buch ist im Präteritum aus der Sicht mehrerer Personen als neutraler Erzähler geschrieben. Es gibt keine verschachtelten Endlos-Sätze. Die Geschichte liest sich flüssig. Am Ende der Kapitel gibt es meistens Cliffhanger. Im nächsten Kapitel wechselt jedoch die Szene, was die Spannung weiter steigert.

~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Spannend, sehr spannend!
Fazit: Auch dieser Teil der Reihe überzeugt durch einen spannenden Mordfall. Wem der erste Band gefallen hat, sollte sich auch So still in meinen Armen nicht entgehen lassen.
Bewertung


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