Dienstag, 29. November 2022

Mein Erlebnis-Bericht von... The magical music of Harry Potter - Live in concert

    

© Star Entertainment


Veranstaltung: The magical music of Harry Potter - Live in concert
Art der Veranstaltung: Konzert
Ort: Kurfürstliches Schloss Mainz - Großer Saal
Datum: 26.11.2020
Beginn: 16:00 Uhr (geplant) - tatsächlicher Beginn: ca. 16:20 Uhr
Einlass: 15:30 Uhr (geplant) - tatsächlicher Einlass 15:15 Uhr





Die Tickets für dieses Konzert habe ich einer Freundin zum Geburtstag (Juni) geschenkt. Wenn es die vielen negativen Rezensionen damals schon gegeben hätte, hätte ich wohl eine andere Veranstaltung gewählt. So fand ich es aber eine gute Idee und habe mich für Tickets in Mainz, wo sie aktuell wohnt, entschieden.


Um keine Überraschung wie bei Sister Act zu erleben, habe ich am Tag vor dem Konzert geprüft, ob es wie geplant stattfinden wird. Dabei sind mir dann die vielen 1*-Bewertungen aus Regensburg und Gelsenkirchen aufgefallen. Da hieß es, dass die Veranstaltung ein einziges Chaos gewesen wäre. Für die Tickets gab es 5 verschiedene Preiskategorien je nach Sitzplatz. Das wäre jedoch vollkommen egal gewesen, weil es freie Platzwahl gegeben hätte. Das Orchester wäre auch sehr schlecht gewesen.
Da hatte ich dann ein etwas mulmiges Gefühl. Würde das ein chaotischer Tag werden? Würde ich sie enttäuschen, obwohl ich ihr mit dem Geschenk doch eine Freude machen wollte. Aber die Tickets waren nun einmal gekauft. Ich habe dann mit ihr telefoniert, und wir haben uns darauf geeignet, so früh wie möglich da zu sein.
Und so bin ich am Samstagmorgen nach Mainz gefahren. Wir sind dann schon gegen 14:30 Uhr zum Kurfürstlichen Schloss aufgebrochen. Um 15:15 Uhr durften wir schon in den Saal. Das Chaos, das scheinbar in Regensburg und Gelsenkirchen geherrscht hatte, blieb hier aus. Alle hatten ihre festen Sitzplätze. Wir hätten also doch nicht so früh da sein müssen. Aber na ja, jetzt waren wir da. 
Die Bühne war sehr hoch. Genickstarre in der ersten Reihe war also vorprogrammiert.
Der Beginn verzögerte sich. Auch nach 16:00 Uhr strömten noch Menschen in den Saal. Wegen der Garderobenpflicht war es nicht erlaubt, die Jacken mit in den Saal zu nehmen. Deshalb wurden alle mit Mänteln und Jacken zurück an die Garderobe geschickt. 
Wir haben uns noch Programmhefte für 10 Euro gekauft. Ich finde so etwas immer eine schöne Erinnerung an eine Veranstaltung.



Gegen 16:00 Uhr kamen dann das Orchester und der Chor herein und betraten die Bühne. Der Applaus war noch eher verhalten. Kurz darauf erschien der Dirigent und sorgte schon für die ersten Lacher. Die Musiker spielten absichtlich falsch, und er zeigte ihnen, dass sie die Noten lesen sollten und ahmte die Streich-Bewegungen von Cello und Violine nach. Doch noch immer lief es nicht wie geplant. Da entdeckte er einen Zauberstab und präsentierte diesen dem Publikum. "Ahhhhhhhhh", war die Reaktion.
Plötzlich schoss ein Mini-Feuerwerk aus dem Stab und Rauchschwaden schossen von den Bühnenrändern empor. Eine nette Überraschung.
Das Konzert begann, und das Orchester zeigte sein Gönnen. Wow. Entgegen den 1*-Bewertungen fanden wir, dass die Musiker großartig spielten. Der Applaus nach jedem Lied war schon lauter als beim Einzug des Orchesters.
Nach dem 3. Lied kam Chris Rankin, der den Percy Weasley in den Harry Potter-Filmen gespielt hatte, in den Saal und stellte sich vor. Da brandete richtiger Jubel auf. Bestens gelaunt führte er durch den Abend und erzählte zwischen den Songs von den Dreharbeiten. Er scherzte auch mit dem Dirigenten und den Musikern und brachte die Zuschauer zum Lachen. Da er nur Englisch sprach, hat möglicherweise nicht jeder alles verstanden. Ich hatte keine Schwierigkeiten, was auch daran lag, dass er britisches Englisch sprach. Ich weiß noch, dass ich bei einer Texanerin vor ein paar Jahren damals eigentlich gar nichts verstanden hatte. 
Er überraschte das Publikum, als er einen Song sang, und das wirklich gut.
Der zwölfköpfige Chor ergänzte sich harmonisch mit dem Orchester. Es machte einfach großen Spaß zuzuhören.
Der Nachmittag bot eine gelungene Abwechslung aus erstklassig gespielter Musik, Auflockerung durch kleine Scherze, die niemals plump erschienen, den einen oder anderen Zaubertrick und der heiteren Moderation mit britischem Humor.
Dafür gab es verdient Standing Ovations und frenetischem Applaus.
Am Ende des Konzerts wurde dann aufgelöst, dass das gesamte Orchester und der Chor aus der Ukraine stammte, woraufhin der Saal erneut aufstand und laut klatschte.
Zuletzt wurde dann noch die ukrainische Nationalhymne gespielt, die der Chor voller Hingabe sang.
Auch dafür gab es wieder Standing Ovations. Einige Musiker hatte da sogar Tränen in den Augen.
Ich bin wirklich froh, dass ich mich von den negativen Meinungen nicht abschrecken gelassen habe.
Die Animationen fand ich gar nicht schlimm. Ich habe mich sowieso nicht auf die Bildschirme geschaut, sondern mich auf die Musik konzentriert, und die war einfach nur traumhaft.
Wir hatten einen sehr tollen Nachmittag.


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