Freitag, 1. Juni 2018

Gebell zu: Der Teufel vom Hunsrück


Allgemeine Infos:


OriginaltitelDer Teufel vom Hunsrück
Originalsprache: Deutsch
Autor/in: Ursula Neeb
Verlag: ullstein
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Historischer Roman
Erscheinungsjahr: 2016
Seiten: 407
Preis: 9,99 €
ISBN:978-3-548-28750-8






Klappentext:
Im Jahre 1581 bricht der Gelehrte Martin Molitor zu einer Reise nach Trier auf. Seine Schwester Sybille ist voller Sorge. Es ist kein Geheimnis, dass ein Serienmörder an der Mosel sein Unwesen treibt und viele Wanderer nicht zurückkehren.
Als ihre schlimmsten Befürchtungen wahr werden und Martin verschollen bleibt, bricht Sybille gegen die Widerstände ihrer Familie auf und will die Wahrheit ergründen… <…>

Meine Lesestatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2018
Status: Gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Zu lesen begonnen: 19.05.2018
Beendet am: 31.05.2018
Gebraucht: 13 Tage

Lob und Tadel

~*~Gestaltung~*~
Das Cover ist rot gestaltet und mit einem schwarzen Rahmen verziert. Es sind Bücher und ein Schädel abgebildet. Die Schrift ist sehr groß. Da braucht man wirklich keine Lupe zum Lesen. Die Kapitel sind unbetitelt. Es stehen aber immer Ort und Datum in kursiver Schrift.

~*~Charaktere~*~
Sybille: Sie ist eine Tochter aus reichem Haus. Ich fand sie etwas naiv. Obwohl es kein Geheimnis ist, dass zahlreiche Wanderer spurlos verschwunden sind, macht sie sich allein auf die Suche nach ihrem Bruder.
Sebastian: Er ist Schriftenhändler und lernt auf dem Markt Sybille kennen. Er verliebt sich sofort unsterblich in sie. Zu ihm konnte ich keine richtige Verbindung aufzubauen. Seine Liebe zu Sybille schien mir der einzige Grund für seine Existenz zu sein.
Gniperdoliga: Er ist ein Monster, der seinen einzigen Sinn im Leben darin sieht, andere Menschen zu töten. Er ist eine historische Person und gilt als erster Serienmörder Deutschlands.
Marie: Sie wird als 16-Jährige von Gniperdoliga entführt. Durch die lange Gefangenschaft und die Vergewaltigungen und Demütigungen wird sie eine gebrochene Frau. Ihr Schicksal hat mich sehr berührt.
Schwester Canisia: Die Nonne unterstützt Sybille und setzt sich sehr für sie ein. Ich fand sie eine sympathische Nebenfigur.

~*~Handlung~*~
Im Prolog lernt man eine junge Frau kennen, deren Namen nicht genannt wird. Sie trifft auf ein Pärchen, läuft aber vor ihnen davon. Das erzeugt gleich Spannung. Man möchte wissen, wer das ist, und was mit ihr los ist.
Die Kapitel wechseln sich mit verschiedenen Zeiten und Personen ab. Einmal geht es um den jungen Gniperdoliga. Man begleitet ihn auf seinem Weg, wie er zu Deutschlands schlimmsten Massenmörder wurde.
Der zweite Zeitstrang spielt in Frankfurt, wo man die wohlhabende Familie Molitor kennenlernt. Der Gelehrte Martin, Sybilles Bruder, macht sich allein auf den Weg nach Trier. Er verschwindet spurlos. Man munkelt, dass der Teufel im Hunsrück sein Unwesen treibt. Sybille macht sich auf den Weg nach Bernkastel-Kues, um ihren Bruder zu finden.
Die Handlung ist spannend. Man fiebert mit Sybille mit, ob sie ihren Bruder wieder lebend findet. Aber besonders das Schicksal von Marie hat mich berührt.
Ich finde es gut, dass die Autorin die Morde der Personen und die Vergewaltigungen nicht ausführlich beschreibt. Sie werden meist nur angedeutet. Man erkennt auch so, dass Gniperdoliga ein Monster ist.
Die Liebesgeschichte zwischen Sybille und Sebastian hätte nicht unbedingt sein müssen. Die Liebe entwickelte sich viel zu schnell für meinen Geschmack. Die beiden haben sich kaum kennengelernt, da nennen sie sich schon gegenseitig die Liebe ihres Lebens. Dass Sybilles Bruder womöglich tot ist, wird da fast schon zur Nebensache.
Das Ende war vielleicht zu einfach gelöst, aber ich habe da vor allem Marie bewundert. Ihre Verzweiflung und Angst konnte ich gut nachvollziehen. Ihr habe ich ein Happy End sehr gegönnt.
Sybilles und Sebastians Geschichte fand ich dagegen am Schluss zu viel Zuckerguss.

~*~Schreibstil und Stilmittel~*~
Das Buch ist im Präteritum aus der Sicht eines neutralen Erzählers geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und die Sprache der Zeit angemessen. Das Buch lässt sich gut lesen.

~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Der Epilog war mir zu übertrieben.
Fazit: Ein spannender historischer Roman, der geschickt Fakten und Fiktion mischt.
Bewertung


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