Donnerstag, 31. August 2023

Tibi liest: Oracle

      Allgemeine Infos:




OriginaltitelOracle
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Mystery
Erscheinungsjahr: 2023
Seiten: 430
Preis: 22,00 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-7432-1658-7






Klappentext:
Ich sehe was, was du nicht siehst, und das wird wahr
Als Kind hat Julian merkwürdige Visionen. Das sind nur Fehlschaltungen im Hirn, sagt seine Therapeutin, bedeutungslose Trugbilder. Und mit den richtigen Medikamenten sind die auch verschwunden. Jahre später wird Julian mit einer schockierenden Erkenntnis konfrontiert. Einige seiner Visionen scheinen wahr geworden zu sein. Sieht er Schatten, die die Zukunft vorauswirft? Könnte er also schlimme Ereignisse verhindern? Oder tritt er damit noch größere Katastrophen los?

Meine Schnüffelstatistik:

Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2023
Status: Gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Gebraucht: 5 Tage

 

Lob und Tadel 

~*~Anmerkung~*~

Das Buch ist als Thriller deklariert. Ich würde es aber eher dem Genre Mystery zuordnen.

~*~Erwartung~*~

Ich habe mir das Buch gekauft, ohne auf den Klappentext zu achten, weil Ursula Poznanski eine meiner Lieblingsautoren ist. 
Ich habe eine spannende Geschichte erwartet, die mit der Mischung aus Realität und Fantasie spielt.

~*~Gestaltung~*~

Das Buch ist in 45 durchnummerierte Kapitel aufgeteilt. Die Länge fand ich angenehm. Die einzelnen Kapitel sind eher kurz.
Die Schrift ist etwas größer als üblich. Das kommt mir aber entgegen.

~*~Charaktere~*~

Julian: Der Protagonist sieht seltsame Zeichen an manchen Menschen, wie etwa schwarze Balken, Nebel oder wurmartige Geflechte. Da ihm niemand glaubt, hat er es nicht einfach. Durch die Medikamente verschwinden diese Visionen. Doch normal kann Julian nicht wirklich leben. Er hat große Angst, andere Menschen anzuschauen, und leidet manchmal unter Panikattacken. Er ist ein ruhiger Protagonist, der sich aber auch oft naiv verhält.
Robin: Julians Mitbewohner ist das Gegenteil von ihm. Robin lebt so, wie er es will, egal, was andere von ihm denken. Mit seinem Selbstbewusstsein steht er über argwöhnischen Blicken anderer, wenn er beispielsweise einen Rock trägt. Sein Verhalten gegenüber Julian hat mir gut gefallen. Er ist ihm ein guter Freund.
Pia: Sie hat einen Hund namens Kinski und freundet sich ebenfalls mit Julian an. Sie nimmt seine Sorgen ebenfalls ernst und lacht ihn nicht aus. 
Eine Extra-Erwähnung verdient nochmal Pias süßer Hund Kinski. Ich war immer froh, wenn er in Szenen aufgetaucht ist.
Auch die anderen Charaktere sind interessant gestaltet. Nur eine Person wird nicht genauer beleuchtet, wodurch man über die (wahren) Motive nur spekulieren kann. Das würde aber zu viel verraten.

~*~Handlungsort und -zeit~*~

Es gibt weder Orts- noch Zeitangaben. Ich gehe aber davon aus, dass die Handlung in Österreich in der heutigen Zeit spielt.

 

~*~Idee und Umsetzung, Einstieg, Handlung~*~

Die Idee finde ich sehr interessant.
Die Handlung beginnt mit Julians Einzug ins Studentenwohnheim. Visionen hat er keine mehr, seitdem er Tabletten nimmt. Trotzdem hat er solche Angst, andere Menschen anzuschauen. Mit seinem Mitbewohner Robin gerät er direkt in Konflikt, weil dieser es falsch deutet, warum Julian ihn nicht ansehen kann. Das klärt sich aber schnell auf.
Robin glaubt ihm, dass Julian Visionen hat, und ermuntert ihn sogar, die Tabletten abzusetzen, um zu testen, ob die Visionen dann wieder auftauchen. 
Das Absetzen ging mir etwas zu einfach. Julian hat die Medikamente jahrelang genommen, hat aber neben etwas Schwindel kaum Nebenwirkungen. Auch Entzugserscheinungen scheint er nicht wirklich zu haben.
Kurz nach dem Absetzen sieht er die Marker, wie er sie selbst nennt, wieder. Als er in einem Fall eingreift, verschwinden die entsprechenden Marker wieder. Kann er also Schlimmeres verhindern?
Ich habe gerne mitgerätselt, was die einzelnen Marker bedeuten könnten. Außerdem konnte ich mir nicht ganz sicher sein, ob er sie tatsächlich sieht oder sich doch nur alles einbildet. Er verrennt sich mehr und mehr in der Sache mit den Visionen und setzt mit seinen überstürzten Aktionen die Freundschaft zwischen ihm, Robin und Pia aufs Spiel.
Mir war es zu keiner Zeit langweilig. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Gegen Ende des Buches spitzt sich die Lage zu. Die Sache vor dem eigentlichen Showdown war mir zu einfach und zu schnell gelöst. Da möchte ich aber nicht zu viel verraten.
Der Showdown an sich ist spannend, wenn auch etwas kurz. Das Ende fand ich stimmig.
Es wird nicht aufgelöst, was denn nun die einzelnen Marker zu bedeuten haben, was ich aber nicht schlimm fand. So bleibt Raum für eigene Spekulationen, ob Julians Vermutungen richtig waren, etwas anderes bedeuten oder ob er sich doch alles nur eingebildet hat.
Insgesamt hat mir das Buch wieder gut gefallen. Ich fand es nicht das beste Buch, das ich von Ursula Poznanski gelesen habe, aber es hat mich dennoch überzeugt.


~*~Schreibstil und Stilmittel~*~

Das Buch ist im Präteritum aus der Sicht eines personellen Erzählers geschrieben. Wir begleiten hauptsächlich Julian und erfahren nur seine Gedanken, wodurch wir auch immer nur das wissen, was er uns erzählt.
Der Schreibstil ist flüssig, und das Buch lässt sich flott lesen.

~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~

keine

 

~*~Abschlussgedanken~*~

Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Diese Idee hätte ich gerne von Antonia Michaelis umgesetzt.

Fazit: Ein spannender Einzelband, in dem die interessante Idee gelungen umgesetzt ist..

Bewertung


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