Freitag, 21. August 2020

Gebell zu: Cryptos

Allgemeine Infos:





OriginaltitelCryptos
Originalsprache: Deutsch
Autor/in: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Dystopie-Thriller
Erscheinungsjahr: 2020
Seiten: 446
Preis19,95 € (Hardcover)
ISBN978-3-7432-0050-0







Klappentext:
Wohin gehen wir, wenn wir nirgendwo mehr hinkönnen?

Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: Ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün und geduckten Häuschen. Es gibt Schafe, gemütliche Pubs und vom Meer her weht ein kühler Wind. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn es an ihrem Arbeitsplatz mal wieder so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.
Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Aber dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein spektakuläres Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln …


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2020
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Hardcover
Zu lesen begonnen: 17.08.2020
Beendet am: 19.08.2020
Gebraucht: 3 Tage

Lob und Tadel

~*~ Meine Erwartung ~*~
Ich habe nur "Poznanski" auf dem Cover gelesen und wusste sofort: Das Buch muss ich lesen, ohne zu wissen, worum es geht. Meine Erwartungen an das Buch sind hoch, weil Ursula Poznanski eine meiner Lieblings-Autoren ist. Auf der Lesung in Tübingen durfte ich mich ja kurz mit ihr unterhalten. Sie ist wirklich sehr sympathisch.
Ich bin schon sehr gespannt, was mich erwartet. Bis jetzt hat sie mich mit ihren Büchern noch nie enttäuscht.

~*~Gestaltung~*~
Das Cover gefällt mir gut. Der Titel ist in einem reflektierenden Grün geschrieben. Die schwebende Insel mit reichlich Grün scheint wie ein Rettungsanker des grauen und tristen Hintergrunds zu sein.
Das Buch ist in 28 Kapitel mit einer angenehmen Länge aufgeteilt. Jedes Kapitel ist mit einer von einem Pfeil durchbohrten Taube versehen. Was das mit der Handlung zu tun hat, erfahrt ihr, wenn ihr die Geschichte selbst lest. Ich möchte da nicht zu viel verraten.
Die Schriftgröße finde ich gut. Sie ist weder zu groß noch zu klein und deshalb augenfreundlich zu lesen.

~*~Charaktere~*~
Jana: Die Protagonistin ist eine junge Weltendesignerin. Im Gegensatz zum Großteil der Weltbevölkerung lebt sie vor allem in der Realität und taucht nur ab und zu in eine der virtuellen Welten ab. Sie ist mir von Anfang an sympathisch gewesen. Sie ist sehr kreativ und hat sich bei den von ihr entwickelten Welten Gedanken gemacht und sich viel Mühe gegeben. Sie ist gerecht und möchte die Wahrheit herausfinden. Dabei hört sie auf ihr Gefühl und nicht auf das, was andere ihr einreden wollen. Sie ist willensstark und gibt nicht auf, bevor sie nicht die wahren Gründe herausfindet.
Die anderen Charaktere aufzuzählen, würde zu lang dauern. Doch auch sie sind vielschichtig und interessant gestaltet, sodass sie lebendig und authentisch wirken. Ich war mir auch nicht immer sicher, wem Jana trauen kann und wem nicht. Das zeigt, dass die Autorin keine eindimensionalen Figuren erschaffen hat, die direkt in eine Schublade gesteckt werden können.

~*~Handlungsort und -zeit~*~
Die Handlung spielt vor allem in virtuellen Welten, die die sogenannten Weltendesigner erschaffen haben. Es gibt die unterschiedlichsten Welten, von idyllisch-harmlos über High-Fantasy bis zu Welten, in denen die Dinosaurier "überlebt haben". Auch Kriegswelten gibt es. Nicht jede Person hat Zugriff auf jede Welt.

~*~Idee und Umsetzung, Einstieg, Handlung~*~
Die Idee ist gleichermaßen interessant wie erschreckend. Das Leben auf der Erde hat sich im Laufe der Zeit sehr geändert. Die Erde ist nicht mehr bewohnbar, denn sie wurde durch die Folgen des Klimawandels zerstört. Der Großteil der Menschen lebt in der virtuellen Welt.
Diese Umsetzung ist sehr gelungen. Die Autorin kann mich von der ersten Seite an von ihrer Geschichte überzeugen. Sie nimmt sich nicht die Zeit, die Leser erst mal an das allgemeine Leben, wie es in dieser Geschichte normal geworden ist, zu gewöhnen, sondern wartet sofort mit einer Katastrophe auf: der Störung im idyllischen Kerrybrook.
Gemeinsam mit Jana gehen wir der Sache nach, folgen Hinweisen und erleben viele verschiedene virtuellen Welten. Das Buch ist durchgehend spannend, und ich bin mir nicht ganz sicher, wohin die Reise führen wird. Die Autorin hält ein paar Überraschungen parat, mit denen ich nicht gerechnet hätte.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie wirkt durchdacht und stimmig und gar nicht so abwegig.
Das Ende lässt mich mit ein paar offenen Fragen zurück. Ich kann nun also spekulieren und eigene Theorien aufstellen, wie es weitergeht. Vielleicht gibt es aber auch irgendwann einen 2. Teil.

~*~Schreibstil und Stilmittel~*~
Das Buch ist in der Ich-Form aus Janas Sicht im Präsens geschrieben. So sind wir immer hautnah dabei und haben auch keinen Wissensvorsprung. So bleibt es sehr spannend. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und wirkt authentisch. Der Autorin ist es gelungen, mit ihren Beschreibungen die virtuellen Welten aber auch das Leben auf der Erde vor meinem inneren Auge auftauchen zu lassen. Sie hat fantasievolle Welten erschaffen, sowohl traumhafte, die die Leser gerne selber besuchen würden, als auch schreckliche, bei denen man hofft, dort niemals zu landen.

~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~
///



~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Wie immer hat mich Ursula Poznanski nicht enttäuscht.
Fazit: Ein spannender, aber auch erschreckender Zukunftsroman, der Dystopie und Thriller geschickt vereint.
Bewertung:

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