Mittwoch, 15. Juli 2026

Kurz gebellt zu: Klänge einer neuen Zeit




   Allgemeine Infos:

Originaltitel: Klänge einer neuen Zeit
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Eva Wagendorfer
Übersetzt von: /
Verlag: Penguin
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Die Radioschwestern
Teil: 1
Genre: Historischer Roman
Erscheinungsjahr: 2022
Seiten: 429
Preis: 15,00 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-328-10796-5




Klappentext:
Frankfurt, 1927: Ihre Zukunft ist das Radio – da sind sich Gesa, Inge und Margot sicher. Die Freundinnen haben eine Stelle bei einem neu gegründeten Radiosender ergattert und träumen nun von einer glänzenden Karriere. Gesa möchte Hörspielsprecherin werden, die lebenshungrige Inge als berühmte Sängerin die Bühnen der Welt erobern, und Margot möchte endlich als Cellistin von ihren männlichen Kollegen im Rundfunkorchester anerkannt werden. Denn obwohl eine kreative Aufbruchsstimmung in der Luft liegt, müssen die jungen Frauen gegen alte Konventionen ankämpfen. Unterstützung bekommen sie vom neuen Intendanten, zu dem sich Gesa immer mehr hingezogen fühlt. Voller Tatendrang blicken die Freundinnen in die Zukunft, um ihren gemeinsamen Traum wahr werden zu lassen: Endlich frei und glücklich zu sein!



Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2025
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 05.07.2026
Beendet: 13.07.2026
Gebraucht: 9 Tage

Kurz gebellt


Seit der Fräulein Gold-Reihe lese ich gerne Bücher, die in den 1920ern spielen. Eine Geschichte rund um die Anfänge des Radios klang interessant. Außerdem war ich schon oft in Frankfurt und war gespannt, ob ich da irgendwelche Orte wiedererkenne, auch wenn es vor 100 Jahren vielleicht anders ausgesehen hat.
Die Kapitel sind nicht durchnummeriert, haben aber eine angenehme Länge. Interessant fand ich die Radiomeldungen zu Beginn jedes Kapitels sowie die kurze Information darüber, was aus der jeweiligen Persönlichkeit geworden ist.
Ich bin gut in das Buch hineingekommen. Der einfache Schreibstil mit eher kurzen und kaum verschachtelten Sätzen hat sich flüssig lesen lassen.
Leider schwang dabei viel Oberflächlichkeit mit. Das Aussehen der Figuren wird bewertet und daraus auf ihre Charaktereigenschaften geschlossen. Was hat die Größe der Nase damit zu tun, ob jemand bieder sein soll? 
Den drei Freundinnen fällt alles sehr leicht. Es wird zwar geschrieben, dass sie es als Frauen nicht einfach haben. Es gelingt ihnen trotzdem alles scheinbar mühelos. Da hätte ich mir gewünscht, dass deutlicher gezeigt wird, wie sehr sie wirklich darum kämpfen mussten. Obwohl die drei Freundinnen als starke, unabhängige Frauen dargestellt werden sollen, scheint letztlich jede von ihnen auf die Unterstützung eines Mannes angewiesen zu sein. Das passte für mich nicht zu dem Bild, das der Roman vermitteln wollte.
Die Handlung ist vorhersehbar, und mich hat die Liebesgeschichte sehr gestört. Als Gesa plötzlich zu Albert sagt, dass sie ihn liebt, hat mich das sehr stutzen lassen. Woher kam dieses Gefühl? Habe ich da etwas überlesen? Das konnte ich nicht nachvollziehen. Das kam für mich aus dem Nichts. Sie betont tatsächlich, dass sie ihn liebt, nicht nur verliebt ist. 
Von dem Zeitpunkt an hatte mich die Geschichte verloren, und ich habe sie eher überflogen als richtig gelesen.
Ich habe die weiteren Lebensstationen der drei Protagonistinnen nur noch zur Kenntnis genommen, statt mit ihnen mitzufiebern. 
Schade, ich hatte mir da eine spannende Geschichte und interessante Einblicke erhofft. Besonders in Margot als erste Cellistin im Rundfunkorchester habe ich Potential gesehen. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.
So bleibt es für mich ein Buch, das ich nur in Ordnung fand, und ich verspüre kein Bedürfnis, die Freundinnen auf ihrem weiteren Lebensweg zu begleiten.


Zitate, die im Kopf geblieben sind

keine

Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Das musste ja so kommen...
Fazit: Der flüssige Schreibstil konnte die negativen Punkte nicht wettmachen.
Bewertung

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