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Mittwoch, 17. August 2022

Mein Erlebnis-Bericht von... Wicked

 

 ©Brinkhoff-Moegenburg

Veranstaltung: Wicked- Die Magie zwischen Gut und Böse
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Neue Flora Hamburg
Datum: 13.08.2022
Beginn: 19:30 Uhr
Einlass: 18:30 Uhr

Die Besetzung:
Elphaba: Vajén van den Bosch
Glinda: Jeannine Wacker
Fiyero: Martijn Noort
Zauberer von Oz: Andreas Lichtenberger
Nessarose: Linda Rietdroff
Moq: Jan Rogler
Madame Akaber: Susanne-Elisabeth Walbaum
Dr. Dillamonth: Frank Logemann
Ensemble:
Lucina Scarpolini, Martina Lechner, Barbara Tartaglia, Petrelle Dias, Kenedy Small, Azzura Adinolfi, Nathan Saxon, Emanuel Oliveira Almeida, Dejan Krkic, Alessio Urzetta, Bram Tahamata, Salvo Maione


Die alte Fassung von Wicked habe ich zweimal gesehen: einmal in Stuttgart und einmal in Oberhausen. Beide Inszenierungen haben mich damals begeistert. Die Neuinszenierung hat mein Interesse nicht geweckt. Der Trailer sah mir nach einer zu modernen Umsetzung aus.
Als ich dann zu einer mehrtägigen Fortbildung nach Hamburg musste, habe ich die Gelegenheit doch nicht verstreichen lassen, mir eine der letzten Vorstellungen anzuschauen.
Die Geschichte an sich ist nicht großartig verändert werden. Auch die Lieder sind bekannt. Sie klingen gewohnt und doch anders, für meinen Geschmack etwas zu synthetisch. Durch das kleinere Orchester wirkten die Songs nicht so kraftvoll. Den Höhepunkt "Frei und schwerelos" fand ich im Vergleich zur früheren ein klein wenig enttäuschend. In der alten Fassung wird Elphaba mittels Hydraulikkran nach oben schwebt. Die Technik wird hinter einem langen Schleier versteckt. Das wirkte einfach beeindruckender als in der Neuinszenierung, in der die Darstellerin an Seilen hochgezogen wird, zumal diese Seile durch die Beleuchtung zu erkennen waren. Aber als Elphaba dann mit dem Besen über das Publikum geflogen ist, fand ich mich wieder entschädigt.
Die Besetzung ist gelungen. Das gesamte Ensemble konnte mich stimmlich und darstellerisch überzeugen. Am besten haben mir die Stimmen der Darstellerinnen von Elphaba und Glinda gefallen.
Das Bühnenbild erinnerte mich eher an Science-Fiction. Das fand ich nicht so passend für ein Stück, in dem es um Magie geht. Auch die Kostüme waren für meinen Geschmack zu modern. Da stellte sich nicht dieses "Zauberhaft"-Gefühl ein. Insbesondere die Szene mit dem Song "Tanz durch die Welt", in dem das Ensemble Schuluniform trägt, ließ mich eher an High-School-Filme denken.
Witzig dagegen war der Satz, in dem Glinda das * einbaut, in dem sie "Meine lieben ozeanischen Mitbürger*innen" sagt. So ein kleiner aktueller Bezug ist doch nett, ansonsten wirkte manches auf mich etwas erzwungen. 
Dass Dorothy z. B. nun kurz auftaucht, gefällt mir sehr gut. Das ist ein toller Einfall.
Vielleicht wäre das Fazit noch positiver ausgefallen, wenn die liebgewonnene Originalfassung nicht die ganze Zeit über im Hinterkopf herumgeschwirrt wäre.
Diese Neuinszenierung weiß zu unterhalten, und ich fand sie auch kurzweilig. Mir hat das Stück insgesamt gut gefallen, auch wenn mir das Bühnenbild und die Kostüme zu modern waren. Ich bin dann doch froh, es besucht zu haben.

Mittwoch, 10. August 2022

Mein Erlebnis-Bericht von... Die Päpstin - Das Musical

 


Veranstaltung: Die Päpstin
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Johanniskirche Lahnstein
Datum: 07.08.2022
Beginn: 18:00 Uhr
Einlass: ? - auf meiner Karte stand "Einlass 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn" - Als wir gegen 17:40 eintrafen, saßen aber schon Menschen auf der Tribüne. Deshalb weiß ich nicht, wann der tatsächliche Einlass war.

Die Besetzung:
Johanna: Julia Steingaß
Gerold: Sascha Stead
Anastasius: Robert Schmelcher
Arsenius / Rabanus: Bruno Grassini
Aeskulapius und andere: Nikolas Knauf
Gudrun und andere: Silva Heil
Vater / Ratgar und andere: Markus Angenvorth
Richild / Livia: Anni Heiligendorff
Marioza und andere: Silke Hartstang
Hebamme / Appolonia und andere: Felicitas Hadzik
Theodorus / Lothar / Thomas und andere: Fabian von Herman
Papst Sergius / Fulgentius: Christian Vitu
Klosterschüler / Novize / Hofmarschall: Jule Menzel
Johanna jung: Annika Ramm
Johannes: Lennart Reinelt
Ensemble:
Anni Reif, Manfred Scherer, Yelyzaveta Turchanovych


Die Päpstin konnte ich mir vorher nicht so richtig als Musical vorstellen. Wie sollte die Handlung auf der Bühne umgesetzt werden? Ich war neugierig, aber auch skeptisch, ob mir das wirklich gefallen könnte. 
Begleitet haben mich zwei Freundinnen und meine Schwester. Wir haben die Dernière besucht.
Gespielt wurde das Stück vor der Johanniskirche in Lahnstein. Die Kulisse ist schon mal sehr passend und beeindruckend.
Das Bühnenbild ist eher sparsam. So gibt es nur eine Art Holz-Podest in Form eines Kreuzes, Bänke, 3 Wandbehänge und später den Papststuhl. 
Natürlich konnte das Musical nicht 1:1 vom Roman übernommen werden. Es fehlt z. B. Johannes älterer Bruder Matthias. Die Änderungen sind aber nicht weiter dramatisch und fallen auch nicht negativ auf. Meine Schwester war froh, dass ich vor dem Besuch den Film mit ihr geschaut habe. Sie meinte, dass es sonst nicht so einfach für sie gewesen wäre, der Handlung zu folgen und die Rollen zuzuordnen. Die Romanverlage kennt sie nicht.
Ich muss sagen, dass ich positiv sehr überrascht war. 
Bei der einen oder anderen Besetzung klang vielleicht manchmal ein Ton ein klein wenig schief, aber ansonsten war der Gesang sehr gelungen. Am meisten haben mir die Stimmen der Darstellerinnen von Johanna und Gudrun gefallen. 
Auch schauspielerisch konnte das gesamte Ensemble überzeugen. Die Spielfreude war allen im Gesicht abzulesen.
Von der Tribüne aus konnten wir den Rhein sehen, der an der Kirche vorbeifließt. Als dann z. B. die Rede davon war, dass Wasser aus dem Fluss geschöpft werden soll oder Lothars Armee auf der anderen Rheinseite wartet, war das natürlich sehr stimmig.
Ich bin sehr froh, dass wir hingefahren sind. Mir hat die Inszenierung sehr gut gefallen. Die spannende Umsetzung konnte mich überzeugen. Das Stück kam mir gar nicht so lang vor.
Es war kurzweilig mit tollen Melodien und passenden Liedtexten. 
Das Publikum stand sofort nach dem letzten Ton auf. Mit minutenlangem Klatschen und Jubel-Pfiffen bezeugten, dass auch die anderen begeistert waren.
Für mich steht fest: Sollte auch 2023 ein Musical in Lahnstein gezeigt werden, werde ich wieder vorbeikommen.

Hier noch ein paar Fotos vom Rheinufer und der Johanniskirche:










Montag, 1. August 2022

Mein Erlebnis-Bericht von... Robin Hood - Das Musical (31.07.2022)

 


© spotlight musicals



Veranstaltung: Robin Hood 
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Schlosstheater Fulda
Datum: 31.07.2022
Beginn: 14:30 Uhr
Einlass: 14:00 Uhr





Hallo,


eigentlich war es nicht geplant, dieses Musical nochmal zu besuchen. Nicht, weil ich es beim letzten Mal schlecht fand, sondern, weil ich lieber viele verschiedene Stücke anschaue statt mehrfach das gleiche. Es kam dann aber doch anders. Die Karten habe ich von einer Arbeitskollegin geschenkt bekommen, deren Mann diese bekommen hat. Weil aber beide nichts für Musicals übrig haben, habe ich sie genommen. So kam es also, dass wir ein 2. Mal nach Fulda gefahren sind.
Da ich schon in der letzten Rezension etwas zu Bühnenbild, Kostümen und Inszenierung geschrieben habe, werde ich dieses Mal nicht darauf eingehen. Da hat sich ja großartig nichts geändert. Dafür erzähle ich euch, wie ich die Sitzplätze und die Besetzung dieses Mal fand.

Sitzplatz

zum Vergleich: orange = unsere Reihe am 31. Juli,
grün = unsere Reihe am 18. Juni


In dieser Vorstellung haben wir in der Reihe 12 gesessen, was dann eigentlich Reihe 15 entspricht, da es ja noch die Reihen A – C gibt. Diese Sitzplätze fand ich deutlich besser. Genickstarre habe ich dieses Mal keine bekommen. Da das Theater nicht so groß ist, waren wir nicht zu weit von der Bühne entfernt und konnten so alles gut erkennen. Wer Wert auf das Erkennen von Mimik legt, sollte vielleicht ein paar Reihen weiter vorne sitzen. Wem das egal ist, wird sich über einen guten Gesamtblick auf die Bühne freuen können. 

Mein Blick auf die Bühne

Besetzung




Die Besetzung der besuchten Vorstellung


Die folgenden Hauptrollen wurden am 18. Juni und 31. Juli von den selben Personen dargestellt:
- Lady Marian 
- Guy von Gisbourne
- Earl von Huntington/ John Little
- Bruder Tuck
(Alle waren die jeweilige Erstbesetzung.)

Vom Ensemble waren folgende Rollen identisch besetzt:
- Dienstmädchen
- Polina
- Eleonore
- Geächtete
- Steward (2)
- Baron de Vesci

Robin von Loxley wurde dieses Mal von der anderen alternierenden Besetzung gespielt.
Die Rollen von King John, Äbtissin, Sheriff de Lacy und Will Scarlett wurden am 31. Juli von den Erstbesetzungen dargestellt.
Auch bei den Rollen von Alys, Knut, Steward (1) und Baron Fitzwalter haben wir andere Personen erlebt.
Die Rolle des Herolds war am 18. Juni gar nicht vertreten gewesen.
Es war anfangs etwas verwirrend, den Darsteller des Sheriffs nun in seiner Erstbesetzung zu sehen, was aber nur daran lag, dass er beim ersten Besuch den King John gespielt hat, und mich deshalb erst umstellen musste, dass er jetzt ja der Sheriff ist.
Mich konnten wieder alle in ihren Rollen überzeugen. Sie spielten glaubwürdig und zeigten, wie hervorragend sie singen können. 
Es gab wohl im Vorfeld Verstimmungen bei einigen Zuschauern, die die Erstbesetzung erwartet haben. Ich habe erfahren, dass viele ihre Karten sogar verkauft haben, weil sie an diesem Tag nur wegen dieses einen Darstellers hingegangen wären. Dieser Darsteller hat sich aber in der Vorstellung am Samstag verletzt und konnte nicht auftreten, weshalb eben die alternierende Besetzung eingesprungen ist. Ich finde ja, die Leute, die deshalb doch nicht hingegangen sind, haben eine grandiose Show verpasst.
Ich fand ja schon, dass der Robin-Darsteller am 18. Juni klasse singen konnte, muss aber sagen, dass mir die Stimme des Darstellers in dieser Vorstellung sogar noch besser gefallen hat.
Für die meisten Lacher sorgte erneut Bruder Tuck, der wirklich grandios dargestellt wurde, und dafür mit jeder Menge Zwischenapplaus belohnt wurde. Zu Recht.
Insgesamt konnten wir wieder ein sehr starkes Ensemble mit ungehöriger Spielfreude erleben.

Zusätzliche Anmerkung

Ich weiß nicht, ob mich meine Erinnerung trübt, aber ich fand die Stimmung des Publikums in dieser Vorstellung noch besser. Es wurde sehr, sehr viel geklatscht und gejubelt. Der ganze Saal stand schon, bevor das Licht wieder angegangen war. Minutenlanger Applaus bestätigte, dass alle die Show unglaublich gut fanden.
Ich bin wirklich begeistert von diesem Musical, deshalb konnte ich nicht anders, als mir doch wieder Karten zu kaufen. So viel zu meinem Plan, es nur einmal zu besuchen. :-D
Bei Fotos, auf denen Personen nicht ganz von hinten zu sehen sind, habe ich die Gesichter  mit Kreisen überlappt, damit diese nicht zu erkennen sind.


Sonstige Schnappschüsse


Die Deckenbeleuchtung







Dienstag, 26. Juli 2022

Mein Erlebnis-Bericht von... Robin Hood - Das Musical (18.06.2022)


© spotlight musicals



Veranstaltung: Robin Hood 
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Schlosstheater Fulda
Datum: 18.06.2022
Beginn: 14:30 Uhr
Einlass: 14:00 Uhr




Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich sämtliche Robin Hood-Bücher lese und -Filme schaue. Also dürfte es auch klar sein, dass ich mir auch das Musical nicht entgehen lassen würde.
Es war mein erster Besuch im Schlosstheater Fulda. Bisher habe ich nur Gutes von den Musicals gehört. Deshalb war ich schon sehr gespannt auf diese Inszenierung.
Ich werde diese Rezension in 4 Teile aufteilen:
Sitzplatz
Inszenierung
Bühnenbild und Kostüme
Darstellerinnen und Darsteller

Sitzplatz



Wir hatten Sitzplätze in Reihe C (Orchestergraben). So nah habe ich noch nie an einer Bühne gesessen. Wir konnten die Mimik der Darsteller sehr gut erkennen, haben aber auch mitbekommen, dass so manche kleine Wasserspeier sind. Die Zuschauer in Reihe A haben sicher die eine oder andere "Dusche" abgekommen. Gut, es war ja ziemlich heiß an dem Tag. :-)

Meine Sicht auf die Bühne

Ein Nachteil an diesen ersten drei Reihen finde ich, dass man ganz schön nach oben schauen muss, weil die Bühne so hoch ist. Ich hatte jedenfalls eine Genickstarre bekommen. 
Diese Reihen im Orchestergraben sind alle ebenerdig, wodurch ich eine Szene nicht richtig verfolgen konnte, weil mir der Kopf der Person vor mir die Sicht versperrt hat.
Reihe A bis C würde ich nicht unbedingt empfehlen. 

Inszenierung

Das Stück nimmt die altbekannte Legende und würzt sie mit neuen Ideen. So bekommt z. B. die Figur der Marian mehr Platz im Musical, um ihre Stärke zu zeigen. Sie ist keine hilflose Person, sondern weiß sich zu wehren und kann mit Pfeil und Bogen umgehen.
Auch die Rolle Guy von Gisbourne ist nicht einfach nur böse angelegt, sondern hat eine Hintergrundgeschichte. So war er als Kind der beste Freund von Robin. 
Robin und Marian werden als junge Menschen gegen ihren Willen miteinander verheiratet. Gefühle haben sie zunächst keine füreinander.
Kurz nach der Hochzeit zieht Robin in den Krieg. Doch das nimmt ihn sehr mit. Vor allem die Tötung unschuldiger Menschen verkraftet er nicht.
Als sich die Nachricht von Robins Tod verbreitet, spekuliert Guy darauf, der nächste Earl von Loxley zu werden. Dann taucht Robin plötzlich doch wieder auf. Er ist durch die Erlebnisse gebrochen und weist alle von sich.
Die Handlung hat noch die eine oder andere Überraschung. Da möchte ich aber nicht zu viel verraten.
Bei den Liedern sind einige Ohrwürmer dabei. Am meisten sind mir "Für Gott und den König", "Komm, wir lassen Fünfe grade sein" und "Freiheit im Nottingham" im Gedächtnis geblieben.
Insgesamt ist es eine gelungene Mischung aus schwungvollen Liedern, die für gute Stimmung sorgen, und Balladen, die etwas Ruhe hineinbringen.
Die Ensemblenummern sind gut und energiegeladen choreografiert. Toll finde ich, dass immer wieder das Symbol des Bogenschießens eingebaut wird.
Mir hat diese Inszenierung sehr gut gefallen. Das Stück ist kurzweilig. So kam es mir gar nicht wie 3 Stunden vorbei, und ich war überrascht, als es schon vorbei war.

Bühnenbild und Kostüme

Das Bühnenbild ist minimalistisch. Doch die wenigen Dinge, wie etwa die "kleine" Wand, die auch senkrecht aufgestellt werden kann, werden gekonnt eingesetzt, sodass sie eine große Wirkung erzielen. Sherwood Forest oder Burggemäuer wurde auf die Rückwände projiziert. Es wurde mir wieder gezeigt, dass es nicht viel Bühnenbild braucht, um mich zu begeistern. 
Nicht alle Kostüme scheinen auf den ersten Blick zur damaligen Zeit zu passen, wirken sie doch viel zu modern, wie etwa Lederjacken mit Reißverschluss. Aber es ist mal etwas anderes. Irritiert war ich nur zu Beginn. Das hat sich aber schnell geklärt. Später ist es gar nicht mehr störend aufgefallen.

Besetzung



Durch Krankheit gab es einige Umbesetzungen. Auch wurde an diesem Tag mit einem kleineren Ensemble gespielt, wie der Produzent des Musicals uns vor Beginn der Show informiert.
Wenn er nichts gesagt hätte, wäre es gar nicht aufgefallen, dass ein Teil fehlt. Es wirkte alles stimmig. Alle zeigten große Spielfreude, die wir an den Gesichtern ablesen konnten.
Als Robin Hood hatten wir die alternierende Besetzung. King John, die Äbtissin, der Sheriff und Will Scarlett wurden jeweils von der Zweitbesetzung gespielt. Die anderen Hauptrollen waren die Erstbesetzungen. 
Ich verstehe nicht, warum manche Besucher immer nur die Erstbesetzungen wollen und Zweitbesetzungen negativ gegenüber stehen.
Ich fand alle sehr gut. Sie haben ihre Rollen glaubwürdig dargestellt und konnten mit ihren Stimmen überzeugen. 
Das Publikum in dieser Vorstellung sah das genauso. Die Leistung von allen wurde mit lautem Applaus honoriert.

Montag, 25. Juli 2022

Mein Erlebnis-Bericht von... Winnetou III

 



Veranstaltung: Winnetou III
Art der Veranstaltung: Karl-May-Festspiele
Ort: Freilichtbühne Mörschied
Datum: 24. Juli 2022
Beginn: 15:00 Uhr
Einlass: 13:30 Uhr

Ensemble:

Winnetou- Eric Nisius
Old Shatterhand - Helmut Urban
Santer - Marcel Gillmann
Ko-Itse - Alexander Klein
Fred Morgan - Michael Wagner (bei unserem Besuch nicht dabei)
Patrick Morgan - Sully Dreher
Stephen Moody - Pascal Korb
Vater Hillmann - José Duran Garcia
Massa Bob - Megan Dreher
Mrs. Hillmann - Angelika Dreher
To-Kei-Chun - Benny Engel
Hi-Lah-Dih - Carolin Gillmann
Ma-Ram - Niklas Schneider
Sans-Ear - Niklas Worst
Mr. Farrell/Tschu-Ga-Chat - Dominik Hepper
Wendy Hillmann - Lisa Kley

Statisten:
Luca Bill
Joly Bongardt
Johanna Duran
Julie Gehrmann
Bente Gesemann
Denise Gillmann
Johanna Gillmann
Mike Gottlieb
Lukas Grunwald
Maike Hahn
Stephanie Hartenbach
Marion Harth
Adrian Heich
Heike Heich
Johanna Heich
Melina Herrmann
Fabienne Hofer
Kati Klein-Emmanuelli
Leila Klein-Emmanuelli
Emma Klos
Elias Krummenauer
Nicola Kunz
Lisanne Loch
Zoe Moser
Sohail Nazeer
Fenja Nisius
Lana Nisius
Robyn Louise Philippi
Emma Ranft
Myriam Rieth
Lena Schmieden
Malou Schneider
Sarah Späth
Charly Temple
Colin van Dever
Denise Worst
Laura Worst
Stefan Worst

Unser Vater hat uns schon als kleine Kinder zu den Karl-May-Festspielen nach Elspe mitgenommen. Jedes Jahr besuchen wir die Vorstellung.
Zu den Festspielen in Mörschied bin ich 2015 während eines Hunsrück-Urlaubs gekommen. Seitdem gehören sie zum alljährlichen Muss-Besuch.
Wir sind immer samstagsabends gegangen, dieses Jahr ausnahmsweise sonntagsnachmittags. Um es gleich zu sagen: Nie wieder am Nachmittag. Im Gegensatz zu Elspe ist die Tribüne nicht überdacht, und so war es fast unerträglich bei der Hitze, dort so lange zu hocken. Es sind einige früher gegangen, darunter eine Frau bereits nach 10 Minuten. Und das lag sicher nicht an der Show, denn die war richtig klasse.

Dieses Jahr war Winnetou III an der Reihe. Obwohl das mein insgesamt 26. Festspielbesuch insgesamt war, sah ich erst zum 2. Mal dieses Stück. (2019 - Elspe). 
Nur Helmut Urban aus Österreich ist Profi-Schauspieler. Alle anderen sind Laien. Das Stück wirkte aber alles andere als laienhaft. Alle waren mit Spielfreude dabei. Gerade bei dieser Hitze fand ich es sehr bemerkenswert. Das war sicher nicht so angenehm, bei über 30 Grad in den Kostümen aufzutreten.
Die Reiter galoppierten in hohem Tempo an der Tribüne vorbei. Die Schüsse und Explosionen machten den Pferden nichts aus. Sie blieben gelassen. Sie sind wirklich sehr gut darauf trainiert.
In dieser Inszenierung gab es einige lustige Anspielungen auf die Region. So machen die Siedler etwa Edelsteinschleifer aus Idar und Oberstein. Vater Hillmann sagte z. B. "Wir sind aus einem kleinen Dorf im Hunsrück, das hier keiner kennen wird: Mörschied." Natürlich hatte er da die Lacher auf seiner Seite.
Bei der Darstellung von Massa Bob hatte ich schon die Befürchtung, dass es da Aufregung geben könnte, weil die Darstellerin mit schwarzer Farbe Gesicht und Arme angemalt hatte, um einen schwarzen Mann zu spielen. Negative Stimmen dazu habe ich aber nicht mitbekommen.
Bob wurde auch positiv und als gleichwertig dargestellt. Er ist es z. B., der die Idee hat, mit der die Gefangenen gerettet werden. 
Eine kleine Cancan-Nummer brachte Zwischenapplaus und Jubel ein.
Die Zweikämpfe waren gut und packend choreographiert. 
Die Pyroeffekte waren wieder grandios, auch wenn mir einmal die Ohren noch ein paar Minuten später geklingelt haben, weil der Knall doch ziemlich laut gewesen war. Da muss ich wirklich sagen: Top. 
Auch die Kulisse punktet jedes Mal. Es wurde ein tolles Bühnenbild gebaut.
Störend finde ich bei solchen Festspielen eher immer so manche Zuschauer, die meinen müssen, alles kommentieren zu müssen. Hinter uns saß dieses Jahr eine Frau, die scheinbar alles besser kann. "Wie schlecht die Kostüme aussehen. Die könnte ich besser nähen. - Die Kämpfe sehen unrealistisch aus. Das würden wir besser hinbekommen. - Die reiten ja wie totale Anfänger. Das kann ich aber viel besser." Ich war kurz davor, mich umzudrehen und zu sagen: "Na, dann zeigen Sie doch mal, dass Sie es besser können."
Mir hat die diesjährige Inszenierung wieder gut gefallen. Ich finde es toll, was diese Laiendarsteller immer mit viel Elan auf die Bühne bringen. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen.
Die knapp zweieinhalbstündige Fahrt hat sich erneut gelohnt.
Auch nächstes Jahr werden wir wieder vorbeikommen. Dann werden wir aber auf jeden Fall wieder am Samstagabend gehen.

Fotos der Shows














Die Buchvorlage




Nach vielen spannenden Erlebnissen unter den Komantschen und in Kalifornien setzt die Erzählung vom Leben und Sterben des edlen Häuptlings dem ganzen indianischen Volk ein unvergängliches Denkmal. Der Bericht über das Testament des Apatschen beschließt das tragische Geschehen.

Freitag, 22. Juli 2022

Mein Erlebnis-Bericht von Ehrlich Brothers - Dream & Fly

 


Veranstaltung: Ehrlich Brothers - Dream & Fly
Art der Veranstaltung: Zaubershow 
Ort: SAP Arena Mannheim
Datum: 07. Mai 2022
Beginn: 14:00 Uhr
Einlass: 13:30 Uhr

Anmerkung: Die Show war ursprünglich für Mai 2020 geplant und wurde dann mehrfach verschoben.

Ich wollte meiner Schwester mit dieser Zaubershow eine Freude machen. Also habe ich ihr zu ihrem Geburtstag und zu Weihnachten 2019 Tickets für Frankfurt gekauft, damals noch
diese Plätze (s. Ringel):


2 Jahre später saßen wir dann auf diesen Plätzen:


Das war ziemlich schräg zur Bühne. Ich habe kaum etwas gesehen, weil ein Teil der Bühne für mich verdeckt war. Ich habe fast die ganze Zeit auf die Leinwand geschaut, um etwas zu erkennen. Den Preis finde ich für diese Sichtverhältnisse zu hoch.

Eröffnet wurde die Show mit dem scheinbar wie aus dem Nichts auftauchenden Helikopter, aus dem die Magierbrüder stiegen.
Die Menge hat getobt, und die gute Stimmung war wirklich ansteckend.
Die größeren Tricks, bei denen vor allem auf Effekte gesetzt wurde, waren schon beeindruckend.
Ich könnte bis heute nicht erklären, wie das mit der Kreissäge funktioniert. Und ich will es auch gar nicht wissen. Das würde doch etwas vom "Zauber" nehmen.
Den Trick mit dem iPad habe ich schon mal bei einer Fernsehübertragung gesehen. Es war aber nett, ihn mal live zu erleben. 
Vor der Pause gab es noch die Lamborghini-Nummer: Aus einem roten Schrottwürfel wurde mit viel Feuereffekt ein goldener Lamborghini.
Der Trick mit dem Süßigkeitenglas war vor allem für die Kinder nett. Toll war, dass auch Süßigkeiten mit Fallschirmen von der Decke kamen. Leider kam bei unseren Plätzen nichts davon an.
Dann war doch eine Nummer, bei der eine Assistentin scheinbar aus dem Bauch von einem der Brüder krabbelt. Da weiß ich aber nicht mehr, ob das vor oder nach der Pause gezeigt wurde.
Genau wie ein Trick, bei dem meine Schwester die "Spielverderberin" war: Sie hat nicht da hingesehen, wo alle hinsehen sollten, und so diesen Trick mit der riesigen Nummer durchschaut. Ich habe mich ja brav ablenken lassen, aber meine Schwester hat mir einfach brühwarm die Auflösung erzählt, obwohl ich es gar nicht wissen wollte.
Fast am besten gefallen haben mir die kleinen Tricks ohne viel Schnickschnack: Da vermehrten sich wie von Zauberhand Spielkarten in der geschlossenen Hand einer Zuschauerin. Aus 10 € eines Zuschauers wurden zuerst 5 €, später dann 100 €. Aus einem eindimensionalen Bild wurde ein Teddybär gezogen-
Die Nummer mit den verdrehten Händen war lustig, bei denen alle mitgemacht haben. Wir haben den Trick dann mehrfach gezeigt bekommen, bis ihn alle verstanden haben. Er ist einfach, aber interessant. Eine Arbeitskollegin von mir konnte ich damit jedenfalls "beeindrucken." :-)
Schön fand ich den gemeinsamen Trick mit dem Publikum, für den alle "Herzkarten" bekommen haben. Diese Karten wurden in der Mitte durchgerissen. Am Ende waren nur noch 2 Teile war. Wer alles richtig gemacht hatte, hatte dann ein passendes Herz.
Am beeindruckendsten fand ich den Schwebetrick, bei dem die beiden Magier über die Bühne flogen, auch in einem gläsernen Kasten. Plötzlich waren sie verschwunden, und zwei Schmetterlinge flatterten über das Publikum.
Ja, ich weiß, das ist alles nur Illusion, aber das ändert nichts daran, dass ich den Trick wirklich gut fand. Dazu lief "A million dreams" aus The greatest showman, wirklich sehr passend gewählt.
Als Zugabe flogen dann auch der Lamborghini und ein Motorrad. Auch das sah beeindruckend aus.
Negativ in Erinnerung ist mir der Live-Gesang. Den fand ich nicht so berauschend. Auch so manchen Gag hätte ich nicht unbedingt gebraucht.
Insgesamt hat mir die Show aber gefallen, wozu auch die Stimmung in der Arena beigetragen hat. Sie hat mich den Gesang fast vergessen lassen.

Fotografieren und Filmen war während der Show verboten. Nur in der Pause durften wir Fotos vom Lamborghini machen. Ich habe dann schnell dieses Foto geschossen:


P.S.: Unerwartet werde ich diese Show ein 2. Mal besuchen. Bei der Sommerfeier-Tombola auf der Arbeit habe ich 3 Golden Tickets für Köln nächstes Jahr gewonnen. Begleiten werden mich dann Fabian und mein Neffe.

Mittwoch, 15. Juni 2022

Mein Erlebnis-Bericht von... Cavalluna - Legende der Wüste

 


Veranstaltung: Cavalluna - Legende der Wüste
Art der Veranstaltung: Pferdeshow
Ort: LANXESS arena Köln
Datum: 05.06.2022
Beginn: 14:00 Uhr
Einlass: 12:30 Uhr
Anmerkung: Das Fotografieren, Filmen und Onlinestellen war ausdrücklich erwünscht!

Nachdem ich bereits meinen Bericht zu Disney in concert  online gestellt habe, möchte ich das auch bei der aktuellen Show von Cavalluna machen.
Mit Pferden kenne ich mich nicht so gut aus. Ich finde die Friesen wunderschön mit ihrem rabenschwarzen Fell und mag es, wenn sie laufen. Das sieht so elegant aus.
Die Show waren wir in Köln schauen, in der LANXESS arena, wo ich sonst bei den Heimspielen der Kölner Haie dabei bin. Schließlich wohnen wir in Köln. :-)
Wir waren rechtzeitig da und konnten noch einige Fotos vor dem aufgestellten LKW machen. Ein schönes Andenken, auch wenn es regnerisch war.
Pünktlich um 12:30 Uhr durften wir hinein, allerdings noch nicht in den Saal. Es hieß, dass "Produktion noch nicht so weit wäre". Wir haben uns dann noch einen Trinkbecher und ein Programmheft gekauft. 
Wir hatten seitliche Plätze in der 5. Reihe und hatten dort eine gute Sicht auf alles. 
Ein Mann mit Wagen und Esel fährt ein paar Runden über die Reitfläche und bietet den Zuschauern an, nach vorne zu kommen und den Esel zu streicheln, was viele auch tun.
Kurz darauf beginnt die Show, und sie hat einiges zu bieten. Manchmal wusste ich gar nicht, wo ich hinschauen sollte. Da gab es Pferdedressur, Tanz, Akrobatik am Boden und in der Luft (Tuchakrobatik) zu sehen. 
Am besten gefallen haben mir die eher ruhigen Szenen, wenn es hauptsächlich um die Pferde ging. Die Freiheitsdressur mit bis zu 8 Pferden, die Bartolo Messina aus Italien gezeigt hat, fand ich sehr beeindruckend. Es war sehr schön anzusehen, wie ihm die Pferde ohne Zügel bereitwillig gefolgt sind. Außerdem hat er noch eine Nummer mit mehreren Mini-Shetlandponys präsentiert. Diese Ponys waren einfach nur süß.
Toll fand ich auch die Szenen mit den Amazonen von Feuer, Erde, Wind und Feuer. Diese Szenen waren sehr stimmig und passend zum jeweiligen Element umgesetzt. 
Sofia Bacioia zeigt als Amazone des Feuers Dressurlektionen, während um sie herum die Funken sprühen.
Amalia Ruscone als Amazone der Erde reitet im Damensattel. Passend zum Element rieselt an mehreren Stellen Sand von der Decke.
Giulia Giona ist die Amazone des Windes. Sie hat drei wunderschöne Friesen dabei, wobei sie auf einem davon reitet und die anderen beiden frei neben ihr laufen. Die silbernen Tücher, die sich dank Ventilatoren im Kreis drehen, unterstützen die Element-Thematik.
Als wunderschöne Szene bleibt mir das Bild der Amazone des Wassers, Dajana Pfeifer, in Erinnerung. Sie reitet freihändig mit ihrem Schimmel über ein riesiges, blaues Tuch, das sich wie Wellen aufbauscht. Traumhaft! Das hat mir neben der Freiheitsdressur der 8 Pferde am besten gefallen.
Die Hasta Luego Academy aus Frankreich weiß mit rasanten, spektakulären Stunts zu überzeugen. Dafür gab es zurecht tosenden Applaus.
Kenzie Dysli spielt die Hauptrolle: Prinzessin Samira. Sie zeigt neben Tanz und einem Trickreiten auch Freiheitsdressur, ein Dressur-Duell sowie die traditionelle Reitweise der Doma Vaquera mit der sogenannten Garrocha-Stange.
Die Equipe von Sebastián Fernández zeigt ebenfalls die Doma Vaquera. Am meisten ist mir hier die Szene in der Höhle in Erinnerung geblieben, wenn die Pferde und Reiter mit LED-Lichtern im Dunkeln ihre Kunststücke zeigen, vor allem als ein Pferd auf den Hinterbeinen läuft - mit einem Reiter auf dem Rücken. Ein tolles Bild!
Filipe Fernandes spielt den Antagonisten in dieser Show. Er zeigt beeindruckend präzise Dressurlektionen mit einem wunderschönen Friesen. Auch seine Equipe kann mit der klassischen Dressur überzeugen.
Die Equipe von Luis Valença hat Lusitanos dabei und zeigt schwierige Lektionen, die ich mangels Kenntnissen nicht benennen kann. Besonders beeindruckend fand ich hier die Kapriole: Das Pferd springt in die Luft.
Diego Giona überzeugt mit seiner Vorführung der Ungarischen Post. Hier steht er auf dem Rücken zweier Pferde und hat bis zu vier weitere Pferde vor sich laufen. Dabei springt er über Hindernisse. Mit seiner Schwester Giulia zeigt er außerdem eine Doppelpost. Wirklich beeindruckend!
Die Musik ist passend zu den einzelnen Szenen komponiert und ergänzt das stimmige Gesamtbild.
Die Geschichte, die um die Lektionen, den Tanz und die Akrobatik herumgewoben ist, ist interessant und wirkt schlüssig.
Insgesamt bin ich wirklich begeistert von dieser Show, und das, obwohl ich kein Pferdetyp bin. Karten für "Geheimnis der Ewigkeit" nächstes Jahr sind jedenfalls schon gekauft.

Offizielle Pressefotos

alle Fotos © Apassionata World GmbH 
Download der Fotos vom Presseportal

Kenzie Dysli in der Hauptrolle

Dajana Pfeifer als Amazone des Wassers

Giulia Giona als Amazone des Windes

Sofia Bacioia als Amazone des Feuers

Amalia Ruscone als Amazone der Erde

Equipe Luis Valença (Kapriloe)

Equipe Luis Valença (Pas de quatre)

Silk Dance

Hasta Luego Academy - Trickreiterin

Bartolo Messina (Mini-Ponys)

Kenzie Dyslie (Freiheitsdressur)

Der Hofnarr mit Esel und Tinker

Bartolo Messina (Freiheitsdressur)

Hasta Luego Academy - Trickreiter

Equipe Sebastián Fernández (Laufpesade)

Hasta Luego Academy (Pyramide)

Bartolo Messina mit steigendem Pferd

Krönungszeremonie 

Equipe Giona (Doppelpost)

Diego Giona (Ungarische Post)

Filipe Fernandes & Kenzie Dysli (Dressurbattle)


Fotos, die ich selbst geschossen habe:
































Aufgenommene kurze Ausschnitte aus der Show:

















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