Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantès vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft - beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen ...
Besser spät als nie! Ich habe dieses Buch schon im März 2025 gelesen und erst jetzt gemerkt, dass ich noch gar nichts dazu geschrieben habe – und das bei einem meiner absoluten Jahreshighlights.
Das Buch stand auf der Liste der 30 Titel, von denen jeder angeblich nur behauptet, sie gelesen zu haben. Ich hatte mir ja vorgenommen, zehn Bücher davon zu lesen – darunter Der Graf von Monte Christo. Noch konnte ich nicht ahnen, dass es eins meiner Buch-Highlights werden würde.
Schließlich gab es da einen riesigen Vorbehalt: fast 1.000 Seiten! Und wie ihr sicher wisst, weil ich das immer wieder betone, schrecke ich ja schon bei Wälzern ab 500 Seiten zurück.
Aber ich habe es mir vorgenommen, also wollte ich es zumindest versuchen. Und das war ein Glück. Kaum hatte ich begonnen, dachte ich gar nicht mehr daran, wie viele Seiten diese Ausgabe hatte. Ich wollte Edmond auf seinem Weg begleiten, wissen, wie ihm die Flucht gelingt und wie er Rache nehmen wird. Weil ich vorher nicht damit gerechnet hatte, hatte ich noch ein zweites Buch parallel begonnen und stand nun vor dem Dilemma, dass ich beide Geschichten so spannend fand, dass ich überlegen musste, wann ich welches weiterlese, um beiden gerecht zu werden.
Edmond ist wirklich von Rache zerfressen, und ich habe überlegt, ob er nicht zu weit geht. Natürlich kann ich ihn verstehen. Er saß jahrelang unschuldig im Kerker und hätte das Gefängnis wohl nicht lebend verlassen, wenn ihm die Flucht nicht gelungen wäre. Trotzdem frage ich mich, ob er mit seinen Taten besser ist als diejenigen, wegen denen er ins Château d'If kam. Diesen Zwiespalt fand ich besonders interessant. Dantès ist eben kein herzensguter Mensch, sondern er will seine Peiniger tatsächlich zerstören. Wer ihm jedoch geholfen hat, dem ist er wohlgesonnen und auch bereit, diesem aus der Not zu helfen. Ein wirklich vielschichtiger Charakter also.
Es kommen viele Personen in diesem Buch vor, aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich den Überblick verliere. Sie werden gut eingeführt und die Beziehungen zueinander anschaulich erklärt.
Das Buch hat mich wirklich begeistert, und ich war sehr gespannt auf die Musicaladaption in Plauen, die ich im Juni besucht habe. Könnte sie mich ebenso wie die Romanvorlage begeistern?
Die Lösung findet ihr in meinem Erlebnisbericht hier.



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hallo,
ich freue mich immer über neue Kommentare und komme auch gerne auf einen Gegenbesuch vorbei.
Mit der Veröffentlichung seid ihr damit einverstanden, dass euer Name, eure Website, die E-Mail-Adresse, die IP-Adresse und natürlich euer Kommentar gespeichert werden.
Vor der Veröffentlichung könnt ihr gerne auf Vorschau nochmal überprüfen, wie eure Nachricht aussieht. :-)
Liebe Grüße
Tinette