Freitag, 14. August 2026

Schiggy unterwegs... Der Medicus in Tecklenburg

 

Schiggy war wieder unterwegs. Nach dem Unwohlsein beim Anblick von Rockys Blut hielt ich es für notwendig, beim Medicus vorbeizuschauen.
Das Buch habe ich zwar nicht gelesen und auch die Verfilmung kenne ich nicht, dafür hatte ich 2025 zwei Vorstellungen in Plauen besucht, die mir sehr gut gefallen haben. Entsprechend gespannt war ich nun auf die Inszenierung auf der großen Freilichtbühne in Tecklenburg.

1. Eckdaten zur Vorstellung

Titel: Der Medicus
Art: Musical
Ort: Freilichtbühne Tecklenburg
Sprache: Deutsch
Datum: 08.08.2026
Beginn: 20:00 Uhr
Reihe / Platz: Reihe 8, Platz 25
Dauer (inkl. Pause): ca. 2 Stunden 45 Minuten
Vorlage: das gleichnamige Buch
Hinweise:
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2. Mein Eindruck von der Show

Der Abend begann mit einer kleinen Überraschung – und das, noch bevor wir überhaupt in der Nähe der Freilichtbühne waren. Wie bei unseren vorherigen Besuchen gingen wir davon aus, dass es reicht, zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn um 18:00 Uhr am Parkplatz zu sein.
Die Anzeige der freien Plätze war allerdings schon seit dem Vortag defekt und verharrte starr bei „68“. Der Parkplatz P5 (Bismarckturm) sah jedoch schon sehr voll aus. Da wir nicht wussten, wie viele Plätze tatsächlich noch frei waren, bogen wir ab, mussten aber unverrichteter Dinge weiterfahren. Der nächste Parkplatz P6 (Waldfreibad) sollte nur fünf Gehminuten weiter entfernt sein – eigentlich kein Problem. Wir bogen ab in der Annahme, dass der Parkplatz gleich um die Ecke liegt. Von wegen! Die Straße führte immer weiter. Wie sollten wir diese Strecke jemals in fünf Minuten schaffen?
Zum Glück war alles halb so dramatisch wie befürchtet. Wir wählten den Weg durch den Kurpark sowie die Fußgängerzone und standen schließlich nach nur einer Viertelstunde an der Freilichtbühne.
Ein kleiner Wermutstropfen war allerdings mein Sitzplatz – oder besser gesagt das, was davon übrig blieb. Der Mann zwei Plätze weiter saß so breitbeinig auf der Bank, dass sich die Frau zwischen uns halb auf meinen Platz setzte (inklusive ihrer Tasche auf meinem Schoß) und mir immer wieder den Ellenbogen in die Rippen rammte. Auf Ansprache in der Pause reagierte sie sehr gereizt und schob mir die Schuld zu, statt sich mit dem eigentlichen Verursacher der Situation auseinanderzusetzen.
Bei der Anfangsszene wusste ich ehrlich gesagt gar nicht, wohin ich zuerst schauen sollte: Über die gesamte Bühne erstreckte sich ein buntes Gewusel aus den unterschiedlichsten Menschen und Händlern, am linken Rand wuschen Frauen ihre Wäsche an einem imaginären Gewässer. Durch den Chor mit Menschen verschiedener Altersgruppen und Größen machte das einen sehr lebendigen, authentischen Eindruck. Im Gegensatz zu Plauen wirkte die Bühne dabei zu keinem Zeitpunkt überladen. Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich nach der Show direkt die Zahlen recherchiert habe: Während die Spielfläche in Plauen bei rund 180 m² liegt, ist Tecklenburg fast siebenmal so groß.

Nicht so geschickt gelöst fand ich die Sichtbarkeit von Robs Gabe. Da hat mir die Lösung in Plauen deutlich besser gefallen: Nachdem Rob eine dem Tode geweihte Person berührt hatte, wurde die Bühne in grünes Licht getaucht und eine Tänzerin mit Totenmaske erschien. In Tecklenburg hingegen tauchte der Tod als typischer Sensenmann bereits vor der Berührung auf. Dadurch wusste man sofort, was passieren würde, was etwas von der Überraschung nahm.
Ansonsten hat mir die Tecklenburger Inszenierung aber tatsächlich besser gefallen und die ohnehin schon starke Aufführung in Plauen sogar noch geschlagen. Da möchte ich folgende Szenen hervorheben, die mir in besonderer Erinnerung geblieben sind:

Bei der „Arie des Schah“ steht dieser oben auf der Empore und setzt die Figuren auf einem üblichen Schachbrett um. Dieses Schachspiel erwacht unten zum Leben: Die Figuren bewegen sich entsprechend ihrer Funktion (ein Läufer beispielsweise diagonal). Wenn eine Figur geschlagen wird, wird angedeutet, dass ihr die Kehle durchgeschnitten wird, woraufhin sie das Spielfeld verlässt. Das habe ich als Demonstration der Macht des Schahs gedeutet. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Schah im gleichen Farbmuster (weiß-blau-kariert) wie die Hälfte seiner Schachfiguren auftritt und selbst die Figur des Königs als Kopfbedeckung trägt. Die andere Hälfte der Figuren ist wie die feindliche Armee gekleidet, die später den Palast stürmen will. Da nach den traditionellen Schachregeln Weiß immer beginnt und dadurch den Start vorgibt, habe ich daraus geschlossen, dass der Schah einen Vorteil für sich ziehen und damit seine Feinde bezwingen möchte.
Bei Gefahr oder einem bevorstehenden Tod im zweiten Akt wird die Bühne in rotes Licht gehüllt, während die Bibliothek grün erstrahlt und mir so direkt ins Auge gestochen ist. Ich habe mich gefragt, ob das bedeuten könnte, dass dort die Antwort, der Schlüssel liegt, um die Seitenkrankheit zu heilen.
Das Lied „Schalom“ hatte bei mir ja schon in Plauen für Gänsehaut gesorgt und war mein Highlight des Stücks geworden. Nur fand ich es damals schade, dass der Szene nahtlos ein Unglück folgte, sodass es keine Möglichkeit zum Applaudieren gab. In Tecklenburg ist es anders gelöst: Nicht nur, dass eine andere Szene dazwischengeschoben wird, es wird nach dem Lied auch erst einmal innegehalten. Ich war dabei so gefangen, dass ich einen Moment brauchte, um zu registrieren, dass es vorbei war. Den anderen Zuschauern musste es genauso gegangen sein, denn für ein paar Sekunden war es mucksmäuschenstill, ehe der Applaus aufbrandete. Da diese Szene erst gegen Mitte des zweiten Aktes vorkommt, ist es dann schon entsprechend dunkel und das Licht wird gedimmt. Zunächst ist die Bühne fast leer, als Dawwid das Lied auf Hebräisch anstimmt, um den Streit zwischen seinem Vater und Rob zu schlichten. Dann erscheinen von beiden Seiten immer mehr Menschen in weißen Gewändern mit einer Kerze in der Hand und verstärken den Gesang. Diese ruhige Szene hat mich komplett gefesselt und ist auch in Tecklenburg mein Highlight des Abends.
Auch ein kleines Detail, als die Karawane zum ersten Mal erscheint, hat mich fasziniert: Ein Darsteller bückt sich, greift zu Boden und lässt Sand aus seiner Hand rieseln. Eine ganz einfache Geste, die unmissverständlich deutlich macht, wo sie sich gerade befinden. Dazu hätte es die Projektion einer Wüstenlandschaft auf den Wänden der oberen Etage gar nicht gebraucht. Die Darstellung des Wüstensturms gefällt mir ebenfalls sehr gut: Der Nebel lässt die Karawane fast verschwinden, die Menschen halten sich die Hände vor die Augen und kämpfen sich gegen den Wind nach vorne. Sehr authentisch!

Der junge Rob wurde im Gegensatz zu Plauen, wo die Rolle von einer Sopranistin übernommen worden war, von einem Mädchen gespielt und erschien mir auf der Bühne von meinem Platz aus recht klein. Dazu kann ich aber eine lustige Anekdote erzählen: Nach der Show warteten wir am Rand, bis der Großteil der Besucher der ausverkauften Vorstellung (2.300 Plätze!) gegangen war. In unserer Nähe stand ebenfalls eine kleine Gruppe. Zu genau diesen Leuten kam schließlich die junge Darstellerin, und ich musste schmunzelnd feststellen, dass sie größer war als ich. Gut, ich bin eh nicht besonders groß, aber die Entdeckung war trotzdem sehr amüsant.
Rob hat zweifellos ein schweres Schicksal: Seine Mutter verlor er schon als Kind, und nach der Trennung von seinen Geschwistern sieht er diese nie wieder. Er verkleidet sich als Jude, um vom bekannten Medicus Avicenna zu lernen. Aber abgesehen von seiner Gabe fällt mir ehrlich gesagt nicht viel ein, was ich über ihn sagen könnte. Er ist irgendwie einfach nur „nett“ und hätte gut ein paar Ecken und Kanten gebrauchen können. Gerade bei der Hauptrolle finde ich das etwas schade, denn andere Figuren sind da deutlich vielschichtiger.

Der Bader etwa ist ein kleiner Scharlatan, der Panacea Universal als Wundermittel anpreist und seinen Urin als „Spezialmischung“ an unliebsame Zeitgenossen wie Steuereintreiber verschenkt. Völlig ahnungslos ist er jedoch nicht: Er weiß, wie man eine ausgekugelte Schulter einrenkt, und kennt die Wirkung von Kräutern. Neue Methoden wie die Behandlung des Grauen Stars lehnt er jedoch stur ab. Rob behandelt er stets gut und vererbt ihm später sogar seinen Karren. Auf dem Markt gibt es die für mich lustigste Szene, an der Rob und der Bader beteiligt sind: Als der Bader demonstrieren will, was Panacea Universal kann, bringt er den jungen Rob dazu, sich kleinzumachen und später aufzustehen, als wäre er durch das Mittel gewachsen. Als Erwachsener greift Rob diesen Moment wieder auf und ruft aus, wie alt und klapperig dieser Mann doch sei. Der Bader findet das alles andere als lustig. Er schnappt nach Luft, wirft Rob einen wütenden Blick zu und murmelt, dass er es ihm heimzahlen werde. Rob antwortet ihm grinsend mit dem genauen Wortlaut des Baders von eben. Mit wenig Elan spielt dieser dann doch mit.

Die rothaarige Mary ist Schafzüchterin aus Schottland, liest gerne und hat sich mit ihrem Vater der Karawane angeschlossen. Da sie glaubt, Rob sei Jude, sieht sie zunächst keine Zukunft für die beiden, weil ihr Vater das nie erlauben würde. Als sie schließlich doch der Heirat zustimmt, muss sie eine schwierige Entscheidung treffen, die ihre Beziehung zu Rob auf eine harte Probe stellt.
Der Schah wirkt erhaben, aber völlig undurchschaubar. Bei ihm wusste ich nie so recht, woran ich war: Ist er gut oder böse? Er nimmt sich, was er will – darunter auch verheiratete Frauen. Die betroffenen Ehemänner erhalten danach einen Korb mit süßen Melonen; ein offenes Geheimnis, sodass sofort jeder Bescheid weiß. Das Schachspiel passt perfekt zu ihm: Hier behält er die Kontrolle, während alles für ihn nur ein Spiel zu sein scheint. Feige ist er allerdings nicht, denn als die feindliche Armee den Palast stürmen will, flieht er nicht, sondern stellt sich seinem Schicksal. Meine Schwester und ich waren später sehr überrascht, als wir entdeckten, dass der Darsteller bei Rocky den plumpen Paulie gespielt hat. Ich hätte ihn nicht wiedererkannt. Wirklich ein wandelbarer Darsteller, der als Schah seine Stimme rollenbedingt viel besser zur Geltung bringen konnte.

Avicenna überraschte mich mit einer wunderbar angenehmen, tiefen Stimme. Die Freunde und Mit-Studenten von Rob lockern das Geschehen immer wieder mit flotten Sprüchen aus dem Handgelenk auf, ohne dass es in flachen Klamauk abdriftet.

Sehr gut gefiel mir das Solo des jungen Rob. Die junge Darstellerin hat eine wirklich schöne Stimme, und mir ging währenddessen durch den Kopf, wie unfassbar viel Text sie für ihr Alter meistern musste. Davor habe ich großen Respekt. Das Lied ist sehr emotional: Der junge Rob singt davon, dass er kein Kind mehr sein kann, nachdem er seine Familie verloren hat, und viel zu schnell erwachsen werden muss.
Bei „Aididididai“ hatte ich nach meinen Erfahrungen aus Plauen schon fest mit dem Mitklatschen des Publikums gerechnet, und genau so kam es auch. Das Lied beginnt zunächst ruhig: Ein Darsteller fängt an zu singen, nach und nach steigen immer mehr Ensemblemitglieder ein und die Melodie nimmt an Fahrt auf. Sie wird beschwingter und fröhlicher, bis schließlich die gesamte Bühne tanzt und singt.
Wie es mit Rob und Mary weitergeht, zeigt „Geschrieben in den Sternen“, bei dem sich die beiden langsam annähern. Die Stimmen haben schön harmonisiert. Allerdings hatte ich hier das Gefühl, dass Mary gesanglich ein Stück stärker war und Rob gegen ihre Präsenz etwas unterging. Dieser Eindruck wiederholte sich beim Terzett zwischen den beiden und dem Schah. An sich gefiel mir die Nummer sehr gut, nur wirkten Mary und der Schah gesanglich auf Augenhöhe, während Rob ein wenig abfiel. Das soll keineswegs heißen, dass seine Stimme schlecht war; die beiden anderen waren für mich in diesen Momenten schlicht kraftvoller.
Marys Solo „Dies Sturmgewitter“ gehörte für mich zu den stärksten Nummern des gesamten Abends. Während beim Solo des Schahs das Lebendschach visuell beeindruckte, stand Mary hier ganz allein auf der Bühne. Dadurch konnte man sich voll und ganz auf sie und ihre Wirkung konzentrieren. Es ist ein sehr emotionaler Song, in dem Mary verzweifelt ist, aber keine andere Wahl sieht, als so zu handeln, wie sie es tut. Als sie am Ende des Liedes noch einen letzten Blick ins Publikum wirft, bevor sie die Treppen hochschreitet und ihrem Schicksal entgegentritt, tat sie mir unglaublich leid.
Ein kleiner Nachtrag zur Musik: Letztes Jahr hatte ich noch geschrieben, dass das Musical zwar wuchtige Nummern, aber keine echten Ohrwürmer besitzt. Doch als die Lieder nun erklangen, kamen sie mir sofort wieder vertraut vor. Bei fast jedem Stück dachte ich sofort: Ja, genau! Das kenne ich doch noch aus 2025!
So stark die Gesangsleistungen durchweg waren, gab es am Abend doch ein paar kleine Stolperfallen. Über das Stück verteilt schlichen sich bei verschiedenen Rollen immer wieder kleine Versprecher ein. Zudem gab es eine Stelle, bei der ich mir nicht ganz sicher war: War das ein Texthänger oder ein kompletter Tonausfall? Der Darsteller war zu hören, plötzlich herrschte absolute Stille und kurz darauf ging es weiter. Auch der Gesang klang stellenweise etwas schwammig oder dumpf, was vermutlich der Open-Air-Akustik und der Tonmischung geschuldet war.

Das Bühnenbild unterscheidet klar zwischen England und Persien: Während in London Holzbalken und -gerüste stehen und die Bühne ansonsten trist wie das Leben der armen Menschen im 11. Jahrhundert erscheint, wird in der Pause der Palast des Schahs aufgebaut. Die gelb-orangenen Stangen und Aufsätze in Bogenform sowie die breite Treppe lassen die Bühne wie einen völlig anderen Ort wirken.
Noch eindrucksvoller fand ich die hochwertigen Kostüme. In England tragen die Menschen einfache, oft etwas schmutzige Kleidung in Erdtönen oder dunklen Farben. Sie sehen damit genauso trostlos aus wie ihre Umgebung. In Isfahan erscheinen die Kostüme wie ein Farbenmeer, sie sind viel aufwendiger und prachtvoller. Die Menschen wirken dort auch individueller: Da sind die Studenten in ihren weiß-cremefarbenen Gewändern mit grüner Kopfbedeckung und grünem Band um die Taille oder die Haremsfrauen des Schahs in funkelnden, farbenfrohen Zweiteilern mit Goldakzenten und Münzgürteln.
Die Sicht von meinem Platz in Reihe 8 war gut. Ich hatte einen tollen Gesamtüberblick, konnte jedoch die Mimik nicht so gut erkennen. Da muss man abwägen, was einem persönlich lieber ist. Ich mag es lieber, wenn ich die Gesichtsausdrücke genau deuten kann. Dafür ist mir die 8. Reihe dann etwas zu weit entfernt. Beim Schlussapplaus habe ich von der Bühne leider gar nichts mehr gesehen, da die Besucher vor mir groß waren und zusätzlich ihre Handys zum Filmen hochhielten.

Das Stück an sich hat mir sehr gut gefallen. Die Inszenierung konnte vor allem mit den Massenszenen, den kreativen Einfällen (wie dem Schachspiel), dem 26-köpfigen Orchester und den prächtigen Kostümen überzeugen, musste durch die Tonprobleme und die häufigen Versprecher jedoch einige Punkte einbüßen.
Am Ende kommt die Vorstellung auf 181,5 Punkte und damit auf Platz 4 hinter Rocky. Man kann sich denken, dass die Vorstellung ohne diese technischen und sprachlichen Patzer das Zeug gehabt hätte, den bisherigen Favoriten Schneewittchen vom Thron zu stoßen!

3. Schiggys persönliche Highlights

Lieblingsszene: "Schalom"

Bestes Solo: Unentschieden zwischen Marys „Dies Sturmgewitter“ und der "Arie des Schah"

Bestes Duett: „Geschrieben in den Sternen“

Beste Ensemblenummer: „Finale erster Akt"

Lustigster Moment: Rob "revanchiert" sich beim Bader

Emotionalster Moment: Das Solo des jungen Robs


4. Die Besetzung

Schiggy saß im Publikum. Aber wer stand auf der Bühne?


Rob Cole: Thomas Hohler
Mary Cullen: Navina Heyne
Bader: Benjamin Eberling
Avicenna / Fritta: Wolfgang Höltzel
Schah / Edgar Thorpe: Gerben Grimmius
Merlin / Ensemble: Jan Altenbockum
Mirdin / Ensemble: Michael Berres
Karim / Ensemble: Jürgen Brehm
Tuveh / Ensemble: Tim Grimme
Agnes / Ensemble: Lisa Kolada
Quandrasseh / Ensemble: Mathias Meffert
Simón / Ensemble: Niklas Roling
Meir / Ensemble: Christian Rosprim
Editha / Ensemble: Myriam Akhoundov
Ardis / Ensemble: Anneka Dacres
Emma Thorpe / Ensemble: Lara de Toscano
Vize-Rektor / Ensemble: Henk Nagel
Amelia / Ensemble: Lara Schitto
Tod / Ensemble: Tillmann Schmuhl
Farah / Ensemble: Gülfidan Söylemez
Tuareg / Ensemble: Daniel Délyon, Christian Julios
Haremsdamen / Ensemble: Esther-Larissa Lach, Janina Niehus, Melissa Laurenzia Peters, Franziska Wagner, Julia Waldmayer
Swing: Annika Hagen
Kinderdarsteller:
Junger Rob Cole: Rija Holthaus
Dawwid: Mona Käsekamp
William: Mattes Polkehn
Anne Mary: Juli Knippenberg
Außerdem: Chor und Orchester der Freilichtspiele Tecklenburg
Musikalische Leitung: Juheon Han 



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