Originaltitel: Abtauchen ins Abenteuer
Originalsprache: Deutsch
Geschrieben von: Katja Brandis
Übersetzt von: ///
Verlag: Arena
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenauftakt
Reihe: Delfinteam
Teil:: 1
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2004 (unter dem Titel Das Geheimnis der Antares)
Seiten: 262
Preis: 10,00 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-401-51242-6
Klappentext:
Sandra findet nichts langweiliger als ihre Ausbildung bei der Bank. Deswegen ergreift sie sofort die Gelegenheit, als ihr ein Job als Taucherin in einem DelfinTeam in Florida angeboten wird. Weit weg von Deutschland lernt Sandra gemeinsam mit ihrer Delfin-Partnerin Caruso die neue Umgebung kennen, übt die gemeinsame Sprache ein und bereitet sich auf ihre Einsätze im Meer vor. Und schon bei ihrer ersten, richtigen Mission mit Caruso wird es gefährlich: Das Bergungsschiff Antares sucht im Meer nach der Silberfracht einer versunkenen spanischen Galeone, doch ein noch größeres Rätsel gibt Sandra das merkwürdige Verhalten der Menschen an Bord auf. Als sie herausfindet, was dahintersteckt, ist es schon fast zu spät …
Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2026
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Begonnen: 10.02.2026
Beendet: 19.02.2026
Gebraucht: 10 Tage
Kurz gebellt
Nachdem mir die Woodwalkers-Reihe von Katja Brandis so gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf den Auftakt der Delfinteam-Trilogie. Mit rund 260 Seiten schien mir das Buch ideal für zwischendurch. Tatsächlich habe ich jedoch über eine Woche dafür gebraucht.
Das lag vor allem an der Protagonistin Sandra, genannt Sandy. Sie war mir von Anfang an unsympathisch. Sie wirkt häufig überheblich. Einerseits schüttelt sie den Kopf über Tauchanfänger. Andererseits stellt sie selbst Fragen, deren Antworten eigentlich offensichtlich sein sollten.
Zudem bringt sie die Organisation The Deep dazu, einen Delfin aus einem Wasserpark in Japan freizukaufen und wird im Anschluss ohne nennenswerte Referenzen direkt eingestellt. Sie zieht dann auch zügig nach Florida um. Diese Entwicklung erschien mir etwas unrealistisch.
Besonders negativ aufgefallen ist mir ein Gedanke von ihr auf Seite 97: „Wenn das so weitergeht, wird sie wirklich noch neidisch auf mich, wenn sie es nicht schon ist.“
Auf Seite 101 meint Sandy zu ihrem Chef Greg: „Ist Tommy nicht eine Nummer zu groß für sie?“ Diese Aussagen über ihre Kollegin Nikki finde ich sehr arrogant, auch wenn der letzte zitierte Satz scheinbar eher zeigen soll, dass sich Sandy für andere einsetzt.
Generell scheint sie nahezu alles sofort zu können. Noch vor Ende der Probezeit besteht sie ihre erste Tauchprüfung.
Greg erwidert auf ihre Frage von Seite 101 übrigens u. a.: „Ach ja, ich würde vorschlagen, dass du Nikki mit ihm hilfst. Ich will, dass du im Notfall für sie einspringen kannst.“
Das war für mich wieder so ein Moment, in dem Sandy als Alleskönnerin hingestellt wird. Dabei ist sie ganz neu im Team, ist aber scheinbar die Geheimwaffe von The Deep.
Nikkis Tod wird schnell abgehandelt und kommt mir zu gewollt vor, um vor allem zu zeigen, wie toll Sandy ist. Schließlich organisiert sie problemlos die Rückkehr von Wal Tommy von Grönland nach Florida.
Auch die Abschlussprüfung meistert sie mit Bravour. Für mich wirkt sie dadurch zu perfekt. Selbst vermeintliche Schwächen dienen eher dazu, ihre Fähigkeiten hervorzuheben. Ich hätte mir mehr Ecken und Kanten gewünscht, um sie greifbarer und menschlicher wirken zu lassen.
Auch die personelle Erzählweise trägt für mich dazu bei, dass Sandy trotz Einblicke in ihre Gedanken seltsam distanziert bleibt. Vielleicht hätte die Ich-Form etwas daran geändert.
Deutlich sympathischer fand ich dagegen ihren Kollegen Sharky. Seine Begeisterung für Haie und seine klugen Ratschläge machten ihn für mich zu einer angenehmen Figur. Er ist loyal und hilfsbereit – ein Freund, auf den man sich verlassen kann.
Caruso ist ebenfalls ein interessanter und ungewöhnlicher Charakter. Einen Delfin als einer der Hauptfiguren hatte ich bisher noch nicht in einem Buch. Sie ist eigenwillig, aber sehr intelligent.
Weniger gelungen fand ich die Darstellung der Haie. Sie sind grundsätzlich negativ gezeichnet und ganz klar als die Bösen positioniert. Da hätte ich mir eine differenziertere Betrachtung gewünscht.
Nach etwa 2/3 nahm die Spannung für mich zu. Der Showdown näherte sich, und ich wollte wissen, was die Crew der Antares zu verbergen hat.
Insgesamt bin ich aber eher enttäuscht. Die Grundidee finde ich durchaus interessant. Auch den einfachen, flüssigen Schreibstil möchte ich positiv hervorheben.
Leider wurde der Leseeindruck stark durch die für mich zu perfekt und unsympathisch dargestellte Protagonistin getrübt.
Zitate, die im Kopf geblieben sind
keine


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hallo,
ich freue mich immer über neue Kommentare und komme auch gerne auf einen Gegenbesuch vorbei.
Mit der Veröffentlichung seid ihr damit einverstanden, dass euer Name, eure Website, die E-Mail-Adresse, die IP-Adresse und natürlich euer Kommentar gespeichert werden.
Vor der Veröffentlichung könnt ihr gerne auf Vorschau nochmal überprüfen, wie eure Nachricht aussieht. :-)
Liebe Grüße
Tinette