Originaltitel: The frozen river
Originalsprache: Englisch
Geschrieben von: Ariel Lawhon
Übersetzt von: Rena Zienert
Verlag: Adrian & Wimmelbuchverlag
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil:: ///
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsjahr: 2024
Seiten: 495
Preis: 22,00 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-9858-5227-7
Klappentext:
Maine, 1789 : Als der Kennebec River zufriert und die Leiche eines toten Mannes im Eis sichtbar wird, soll Martha Ballard den Leichnam untersuchen und die Todesursache feststellen. Als Hebamme und Heilerin ist sie in vieles eingeweiht, was sich hinter verschlossenen Türen in der Kleinstadt Hallowell abspielt. Ihr Tagebuch ist eine Aufzeichnung aller Geburten und Todesfälle, Verbrechen und Debakeln, die sich in der engen Gemeinschaft ereignen. Monate zuvor dokumentierte Martha die Einzelheiten einer angeblichen Vergewaltigung, die von zwei der angesehensten Herren der Stadt begangen wurde – einer von ihnen wurde nun tot im Eis aufgefunden. So ist Martha sich sicher, dass sie es hier mit einem Mord zu tun hat. Doch ein örtlicher Arzt widerlegt ihre Schlussfolgerung und erklärt den Tod für einen Unfall. Martha ist entschlossen, den schockierenden Mord auf eigene Faust zu untersuchen. <...>
Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Neu gekauft
Zugangsjahr: 2025
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Hardcover
Begonnen: 20.01.2026
Beendet: 29.01.2026
Gebraucht: 10 Tage
Kurz gebellt
An das Buch hatte ich sehr hohe Erwartungen. Ich hatte fast nur positive Meinungen dazu gehört, und der Klappentext hat mich direkt neugierig gemacht.
Ich fand die Idee mit der Hebamme im 18. Jahrhundert, die auf eigene Fast ermittelt, sehr interessant, zumal erwähnt wird, dass es sich bei Martha Ballard um eine historische Person handelt.
Der Einstieg ist mir leicht gefallen. Ich war sehr gespannt, was es mit dem Todesfall auf sich hat und wie Martha die Spuren verfolgen wird.
Leider hat die Autorin Martha als Buchcharakter nicht sympathisch angelegt. Mir gefällt zwar, dass sie resolut ist und sich nicht unterbuttern lässt, aber sie kann auch sehr überheblich sein. Sie scheint ja sowieso die Beste zu sein. Über die schwangeren Frauen denkt sie teilweise nicht gerade positiv. So bezeichnet sie manche der Frauen als Schreihälse oder findet, dass sich eine Frau bei der Geburt anstellt. Bei einer frisch entbundenen Frau merkt sie abwertend an, dass diese schon ihr drittes Kind in vier Jahren bekommt. Martha selbst hat übrigens 9 Kinder auf die Welt gebracht, aber das scheint etwas ganz anderes zu sein.
Für so eine erfahrene Hebamme hätte ich mehr Feingefühl erwartet und nicht solche Gedanken.
Ihr Ehemann scheint der einzige nette Mann im Ort, vielleicht sogar auf der Welt, zu sein. Alle anderen bekommen bei mir nämlich nicht gerade positiv weg.
Im Nachwort steht, dass Martha Ballard in Wahrheit ganz anders war. Das ist gut. Wie bereits gesagt, finde ich die Buchfigur-Martha schrecklich. Es war schwer vorstellbar, dass das reale Vorbild auch so gewesen sein soll.
Für die Handlungszeit finde ich es eher seltsam, dass praktisch alle Frauen im Ort schon vor der Geburt schwanger geworden sind. Wenn es vielleicht die eine oder andere Frau gewesen wäre, aber sämtliche wirkt für das 18. Jahrhundert in meinen Augen ungewöhnlich.
Die Autorin hat sich bei ihrer Geschichte sehr viel Freiraum genommen und einfach etwas in die Handlung eingebaut, was ihrer Meinung nach zu 30% hätte passiert sein können. Das klingt für mich eher nach unnötiger Dramatik, um den Absatz zu steigern.
Leider muss ich sagen, dass die Autorin mit ihrem Nachwort selbst arrogant rüberkommt und mit Eigenlob nicht spart.
Aufgeregt habe ich mich über ihr „Gern geschehen“, nachdem sie berichtet hat, dass sie den Namen einer historischen Person geändert hat.
Das Buch ist hauptsächlich im Präsens in der Ich-Form aus Marthas Sicht geschrieben, wird aber in den Rückblenden im Präteritum gehalten.
Präsens ist nicht meine bevorzugte Zeit, aber es hat sich wegen des einfachen Schreibstils flüssig lassen.
In englischen Rezensionen wurde erwähnt, dass die Charaktere viel zu modern sprechen und außerdem ständig Kraftausdrücke verwenden. Das ist mir in der deutschen Übersetzung so nicht aufgefallen.
Die Handlung hat sich sehr gezogen, sodass ich die Seiten ab Seite 220 eher überflogen und nur noch halbherzig gelesen habe. Mich hat die Auflösung nicht wirklich interessiert, aber ich wollte nicht bereits das 2. Buch für dieses Jahr abbrechen.
Insgesamt hat mich das Buch sehr enttäuscht. Von dieser Autorin werde ich nichts mehr lesen.
Zitate, die im Kopf geblieben sind
keine
Abschlussgedanken
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: ...
Fazit: Die interessante Idee wurde mir durch die arrogante Darstellung der historischen Martha Ballard die Geschichte verdorben.


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