Montag, 11. Dezember 2023

Tawny spielt: Forest

 

Allgemeine Infos
Spieltitel: Forest
von: Leo Colovini, Fabio Vistintin
Illustration/Design: Sarah Bourquin, Lucas Guidetti
Verlag: HELVETIQ
EAN: 7640139531377
Kategorie: Kartenspiel
Spielart: kompetitiv
Spielmechanismus: Set Collection
Thema: Märchenwald
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Kinder
Alter: ab 6 Jahren
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 Minuten
 
Beschreibung:
Bildet eine unendliche Märchenwelt mit euren Karten. Forest ist ein Spiel um Beobachtungsgabe, Zählen und Taktik.
 
Ziel des Spiels:
Am Ende die meisten Karten zu haben
 
Unsere Hausregeln(n):
Keine
 
Verpackung und Spielmaterial:
Die Schachtel ist im typischen HELVETIQ-to go-Format, d. h. klein und handlich, dabei stabil. Die 60 Karten haben eine gute Qualität und sind schön illustriert. Neben den gesuchten Figuren, wie Eulen, Feen, Fröschen und Weihnachtsmännern (die wir aber immer Wichtel nennen), sind auf den Karten verschiedene Märchenfiguren abgebildet.
 
Anleitung:
Die Anleitung ist kurz und verständlich geschrieben. In meiner Anleitung hört der Text plötzlich mitten im Satz auf, bevor dann zwei Bilder folgen, die zeigen, wie man die Karten anlegen muss. Danach geht es mit einem neuen Satz weiter. Viel Text kann aber nicht fehlen. Er ist auch nicht notwendig, um das Spielprinzip zu verstehen.
 
Spielspaß:
Ein weiteres Kartenspiel aus der Reihe HELVETIQ to go. Auch Forest ist ein einfaches, schnell gelerntes Spiel, was die meisten in unseren Runden aber als Kinderspiel einstufen würden.
Sobald wir min. 7 gleiche Figuren zählen, dürfen wir alle Karten nehmen, auf denen diese Figuren abgebildet sind. Für Kinder ist es praktisch, weil es spielerisch das Zählen fördert.
Mit Kindern hat das Spiel (Grundspiel-Variante) dann auch am meisten Spaß gemacht.
Es gilt, gut aufzupassen, um keine Chance zu übersehen. Denn wenn min. 7 gleiche Figuren auf den Karten sind, wir das aber übersehen, darf der nächste Spieler zuschlagen.
Auf jeder Karte sind 0 bis 4 Figuren abgebildet. Es ist also durchaus Taktik gefragt, denn wir wollen ja selbst möglichst viele Karten sammeln. Für Schadenfreude ist gesorgt, wenn das dann doch nicht so funktioniert wie geplant und ein Mitspieler dazwischenfunkt.
Forest ist schnell gespielt, auch wenn es bei Grüblern und Immer-wieder-Nachzählern manchmal etwas dauern kann. Im Prinzip hält sich die Wartezeit aber in Grenzen.
Es gibt noch zwei Spielvarianten, die beide interessant sind, vor allem die Version, bei denen derjenige gewinnt, der die wenigsten Karten gesammelt hat. Wer eine Karte legt und nun min. 7 gleiche Figuren ausliegen, „vergisst“ das gerne mal und hofft, dass die Mitspieler das ebenfalls übersehen, um ihnen später diese Karten „unterzujubeln“. Das bringt nochmal eine ganz andere Dynamik mit sich und hat in unseren Runden für so einige Diskussionen gesorgt. Diese Variante konnte in Spielrunden ohne Kinder am meisten punkten.
 
Wiederspielreiz:
Vorhanden. Hin und wieder bin ich gerne dabei.
 
Zu zweit spielbar?
Ja
 
Fazit:
Ein schönes Kartenspiel, das bei Kindern spielerisch das Zählen fördert.
 
Bewertung:



Tawny spielt: Mada

 


Allgemeine Infos
Spieltitel: Mada
von: Sophia Wagner
Illustration/Design: Clara San Milán
Verlag: HELVETIQ
EAN: 7640139533104
Kategorie: Kartenspiel
Spielart: kompetitiv
Spielmechanismus: Zocken, Take That
Thema: abstrakt
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Familie
Alter: ab 7 Jahren
Spieler: 2 – 5
Dauer: 20 Minuten
 
Beschreibung:
Sammle mehr Kaktusfeigen als alle anderen. Fordere dein Glück heraus, aber bedenke, dass nicht nur Kakteen stechen.
 
Ziel des Spiels:
Am Ende die meisten Kaktusfeigen zu haben
 
Unsere Hausregeln(n):
Keine
 
Verpackung und Spielmaterial:
Die Schachtel ist im kleinen, handlichen Format und ideal zum Mitnehmen. Sie ist stabil und bietet genug Platz für die 70 Karten. Diese sind im gleichen Format wie die anderen „Unterwegs“-Kartenspiele von HELVETIQ. Die Qualität ist gut. Die Illustrationen sind zweckmäßig.
 
Anleitung:
Die Anleitung ist kurz und verständlich geschrieben. Die 3 möglichen Aktionen sind gut erklärt, ebenso die Funktionen der Sonderkarten. Wir konnten direkt nach einmaligem Durchlesen mit der ersten Partie starten.
 
Spielspaß:
Das einfache Spielprinzip ist schnell erklärt. Mada funktioniert in jeder Besetzung gut. Die Wartezeit hält sich auch in voller Besetzung in Grenzen.
In unseren Runden kam das Spiel durchweg gut an, wobei ich es nicht in der Vielspielergruppe auf den Tisch gebracht habe.
Diese Zocker-Variante fanden viele originell. Wir dürfen nur eine Karte ausspielen, wenn diese min. den gleichen Wert wie die oberste ausliegende Karte des eigenen Stapels hat. Es besteht zwar auch die Möglichkeit, nachzuziehen anstatt auszuspielen. Allerdings müssen wir hierbei das Limit von 3 Handkarten beachten. Eine weitere Aktion ist das Risiko, was die einzige Option ist, wenn wir weder spielen noch ziehen können. Hierbei müssen wir dann vom Nachziehstapel ziehen und den Wert mit der obersten ausliegenden (eigenen) Karte vergleichen. Wenn wir Glück haben, können wir sie ablegen. Falls nicht, endet die Runde, und die Mitspieler freuen sich. Sie dürfen nun die oberste Karte ihres Ablagestapels verdeckt vor sich legen. Je höher die Zahl ist, desto mehr Kaktusfeigen sind abgebildet. Deshalb gilt es gut abzuwägen, ob man lieber so lange wie möglich niedrige Karten spielt oder hohe ablegt, in der Hoffnung, dass sich ein Mitspieler beim Risiko verzockt hat. Sobald eine Person 5 Kaktuskarten abgelegt hat, endet schließlich das Spiel.
Die drei verschiedenen Sonderkarten können hilfreich sein.
Der Lemur lässt die oberste Karte (sowie alle darunter, die den gleichen Wert haben) nach unten wandern. Das ist sehr praktisch, wenn wir ansonsten nicht mehr ausspielen könnten, aber kein Risiko eingehen möchten. Blöd nur, wenn kurz darauf ein Mitspieler ausgeht und wir so evtl. weniger Kaktusfeigen sammeln.
Mit der Karte Doppellemur können wir unsere Mitspieler ärgern, denn wir dürfen unseren Ablagestapel mit dem eines beliebigen Mitspielers tauschen. Auch hier gilt: Es kann zum eigenen Nachteil sein, wenn die Runde schneller endet als einem lieb ist.
Der Skorpion konnte ich eigene Male gut gebrauchen, wenn ich eine Handkarte loswerden wollte. Aber manchmal habe ich ihn auch zu unpassenden Gelegenheiten gezogen, etwa, wenn ich nur „gute“ Handkarten hatte, von denen ich keine abwerfen wollte.
Eine Partie dauert nicht lange. Wir haben auch zu fünft kaum 30 Minuten gespielt.
Wir haben es auch schon im Zug gespielt. Mada hat nämlich noch einen Vorteil: Es braucht nicht viel Platz auf dem Tisch.
 
Wiederspielreiz:
Vorhanden. Ich müsste nicht unbedingt mehrere Partien hintereinander spielen, aber ich bringe es gerne immer mal wieder auf den Tisch.
 
Zu zweit spielbar?
Ja, es funktioniert. Mit mehr Spielern macht es aber natürlich noch mehr Spaß.
 
Fazit:
Ein lustiges Ärger- und Zockerspiel.
 
Bewertung:


Tawny spielt: Kawaii

 


Allgemeine Infos
Spieltitel: Kawaii
von: Marc-Antoine Hofmann, Ismael Perrin
Illustration/Design: Noelle Zweiacker, Felix Kinderlán
Verlag: HELVETIQ
EAN: 7640139531957
Kategorie: Kartenspiel
Spielart: kompetitiv
Spielmechanismus: Set Collection, Zocken
Thema: abstrakt
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Familie
Alter: ab 6 Jahren
Spieler: 3 – 5
Dauer: 15 Minuten
 
Beschreibung:
Lust auf ein Eis?
Sei der Schnellste und ergattere so viele Karten wie möglich deiner Lieblingseissorte und -form!
 
Ziel des Spiels:
Am Ende die meisten Punkte zu haben
 
Unsere Hausregeln(n):
Keine
 
Verpackung und Spielmaterial:
Die Schachtel im typischen HELVETIQ-to go-Format ist stabil. Die 65 Karten haben eine gute Qualität. Die Illustrationen sind lustig und haben beim Spielen für so einige Schmunzler gesorgt.
Enthalten sind auch 10 kleine Herzchen aus Holz.
 
Anleitung:
Die Anleitung ist kurz und verständlich geschrieben. Es sind keine Fragen offen geblieben.
 
Spielspaß:
Ein weiteres Kartenspiel aus der Reihe HELVETIQ to go. Das Spielprinzip ist wie die anderen dieser Reihe einfach und schnell erklärt.
Kawaii funktioniert in jeder Besetzung gut. Da wir jederzeit „Kawaii“ rufen können, egal, ob wir an der Reihe sind oder nicht, entstehen keine Wartezeiten.
Ein großer Pluspunkt für viele war genau dieses Prinzip: Es spielt nicht jeder vor sich her, sondern es gilt auch, die Auslagen der Mitspieler zu beachten. „Die Interaktion ist hoch“, meinte z. B. ein Mitspieler.
Kawaii spielt sich flott. Wir müssen gut überlegen, wann wir zuschlagen wollen. Schließlich wollen wir ja nicht, dass ein anderer uns die Karten wegschnappt, die wir selbst haben wollen. Das kann aber passieren, wenn wir zu lange zögern. Allerdings stehen uns, zumindest anfangs, nur jeweils 2 Herzen zur Verfügung, mit denen wir Stapel erobern können. Wollen wir den eigenen Stapel, kommt ein Herz sogar ganz aus dem Spiel. Haben wir keins mehr, können wir (vorerst) nicht mehr zuschlagen. Da können wir nur hoffen, dass ein Mitspieler unseren Stapel möchte, um von diesem ein Herz zu erhalten.
Punkte gibt es am Ende nur für Kirschkarten sowie Karten mit unserem persönlichen Lieblingsgeschmack und/oder -form. Die Eisdiele-Karten bringen nur Punkte, wenn wir alle 3 sammeln konnten. Andernfalls gibt es je einen Minuspunkt.
Das Spiel hat auch mit Kindern ab 6 Jahren gut funktioniert.
Uns gefällt Kawaii gut. Es spielt sich flott und ärgern können wir die anderen auch, wenn wir ihnen einen Stapel vor der Nase wegschnappen.
 
Wiederspielreiz:
Vorhanden. Eine Partie ist schnell gespielt. Dafür findet sich immer Zeit.
 
Zu zweit spielbar?
Nein, es ist für min. 3 Spieler
 
Fazit:
Ein flottes, kleines Kartenspiel mit lustigen Eisillustrationen.
 
Bewertung:


Tawny spielt: Papageno

 


Allgemeine Infos
Spieltitel: Papageno
von: Kevin Kim
Illustration/Design: Felix Kindelán
Verlag: HELVETIQ
EAN: 7640139532282
Kategorie: Kartenspiel
Spielart: kompetitiv
Spielmechanismus: Golf
Thema: Abstrakt
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Familie
Alter: ab 6 Jahren
Spieler: 2 – 5
Dauer: 15 Minuten
 
Beschreibung:
Locke die leichtesten Vögel in deinen Zaubergarten. Denn in diesem witzigen und schnellen Spiel ist alles eine Frage des Gleichgewichts!
 
Ziel des Spiels:
Am Ende die wenigstens Punkte zu haben
 
Unsere Hausregeln(n):
Variante: am Ende die meisten Punkte zu haben (Spielprinzip bleibt gleich)
 
Verpackung und Spielmaterial:
Die Schachtel ist klein und handlich und kann so überallhin mitgenommen werden. Die Karten sind eher hoch und schmal. Die Qualität ist gut. Die Zeichnungen der Vögel sind lustig.
 
Anleitung:
Wer bereits Spiele wie Skyjo, Golf usw. gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden. Aber auch Neulinge werden keine Schwierigkeiten haben. Das Spielprinzip und die Sonderkarten sind verständlich geklärt. Es gibt keine Unklarheiten bezüglich der Regeln.
 
Spielspaß:
Spiele dieser Art mag ich sehr. Inzwischen gibt es schon so viele davon, dass man sich fragen kann: Lohnt sich ein weiteres Spiel á la Skyjo?
Auch wenn es heißt, dass wir eine bunte Vogelschar ins Königreich locken würden, so ist das Spiel trotzdem abstrakt. Das vermeintliche Thema sorgte aber in einer Spielrunde dafür, dass sich eine Person weigerte, es mitzuspielen. Diese fand es diskriminierend, dass die schweren Vögel nicht erwünscht sind. Da brachte es auch nichts, sich ein neues „Thema“, etwa je niedriger der Wert desto seltener die Vogelart, auszudenken.
Papageno habe ich also erst ein paar Tage später auf den Tisch bringen können.
Es ist sehr leicht. Im Gegensatz zu Skyjo spielen wir hier mit 2 Reihen á 3 Karten. Doppelte Werte in einer Spalte bringen 0 Punkte.
Mir gefällt es, dass wir hier keine Karte in unserem Raster aufdecken müssen, wenn wir die soeben gezogene Karte vom verdeckten Nachziehstapel nicht wollen. Diese Regel lässt sich natürlich auf andere Golf-Ableger anwenden und ist deshalb allein kein Grund, sich dieses Spiel zuzulegen.
Womit möchte sich dieses Spiel dann von anderen abheben?
Es gibt zusätzlich drei verschiedene Spezialkarten, wobei die Panflöten-Karten bei 2 Spielern nicht zum Einsatz kommt und vorher aussortiert. Wird sie gespielt, muss jeder eine Karte austauschen und diese weiterreichen.
Die Vogelei-Karte ist praktisch, wenn sie an der richtigen Stelle liegt, denn sie nimmt den Wert einer Karte neben ihr an. Im besten Fall können das 2 Minuspunkte sein.
Die Vogelfang-Karte lässt den Ausspieler eine eigene aufgedeckte Karte mit der eines Mitspielers austauschen. Das kann hilfreich sein. Die Vogelfang-Karte ist aber genau wie die Panflöte 10 Punkte wert.
Die Spezialkarten können alles nochmal durcheinanderbringen, aber für die meisten Mitspieler in meiner Runde sind sie nicht ausschlaggebend, um das Spiel unbedingt haben zu wollen. Vereinzelt gab es sogar Stimmen, die lieber ohne Sonderkarten spielen wollten.
Ich selbst spiele am liebsten ohne irgendwelche Spezialkarten bei Golf-Spielen, weil ich sie oft störend finde. Sie bringen uns öfter aus dem gewohnten Spielfluss. Bei Papageno habe ich das aber nicht so empfunden. Da fand ich die Aktionen passend, auch weil die Karten im eigenen Raster ausgelegt werden müssen, damit man die Fähigkeit nutzen kann.
Mir gefällt das Spiel gut. Es ist einfach und schnell erklärt. Eine Partie dauert nicht lange. Es hat das bekannte Golf-Prinzip, bietet dabei aber noch Sonderkarten.
 
Wiederspielreiz:
Vorhanden. Bei Spielen dieser Art bin ich immer dabei. Es wird mir auch nach mehreren Partien nicht langweilig.
 
Zu zweit spielbar?
Ja, ist es und es macht auch Spaß.
 
Fazit:
Eine tolle Golf-Variante – einfach und schnell gespielt.
 
Bewertung:


Freitag, 1. Dezember 2023

Kurz gebellt zu: Sanditon

   Allgemeine Infos:



Originaltitel: Sanditon
Originalsprache: Englisch
Geschrieben von: Jane Austen und Marie Dobbs
Verlag: dtv
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe:///
Teil: ///
Genre: Klassiker
Erscheinungsjahr: 1980
Seiten: 380
Preis: 9,00 € (Taschenbuch)
ISBN: 3-423-12666-3








Klappentext:
Eine turbulente Gesellschaft...

Bei Jane Austen geht es wie immer ums Ehestiften, diesmal ist der Schauplatz der idyllische englische Badeort Sanditon. Als Charlotte Heywood dort eintrifft, gerät sie sofort in eine turbulente Gesellschaft. Als Jane Austen 1817 starb, war der Roman unvollendet. 1975 unternahm es die Austen-Verehrerin Marie Dobbs, die Handlung kunstvoll fortzuspinnen, und brachte auf so unterhaltsame Weise etliche glückliche Paare zusammen, daß es schwerfällt zu glauben, Jane Austen habe nicht selbst den Schlußpunkt gesetzt.


Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gebraucht gekauft
Zugangsjahr: 2023
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Gebraucht: 4 Tage

Kurz gebellt

Ich habe die Serienverfilmung geschaut und war dann doch neugierig auf das Buch. Jane Austen-Verfilmungen habe ich schon einige gesehen, aber tatsächlich ist Sanditon das erste Buch, das ich von ihr lese.
Sie konnte das Buch nicht beenden, weil sie starb. So gab es nur 11 Kapitel, wobei das letzte nicht fertig war. 1975 schrieb es Marie Dobbs weiter und vollendete die Geschichte so.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Das Buch liest sich flüssig. Den Übergang von Jane Austens zu Marie Dobbs Text habe ich nicht bemerkt. Es geht fließend über. 
Vor allem in den ersten Kapiteln gibt es oft Fußnoten, die ich beim Lesen nicht ignorieren konnte. Sie haben mich etwas aus dem Lesefluss gebracht. Es waren aber auch interessante Informationen dabei. Vor allem waren auch die Erklärungen der alten Begriffe hilfreich.
Wir lernen Charlotte Heywood kennen. Sie ist 22 Jahre und verbringt den Sommer in Sanditon.
Mr Parker möchte daraus einen beliebten Badeort machen. Unterstützung, vor allem finanziell, möchte er von Lady Denham haben, eine reiche und einflussreiche Witwe.
Da die Serie einen anderen Werdegang der Personen gewählt hat, musste ich mich bei dieser Geschichte umgewöhnen, was aber nicht weiter schlimm war.
Marie Dobbs hat sich wirklich Gedanken gemacht, wie die Geschichte weitergehen könnte, und sie hat sich einige überraschende Wendungen ausgedacht.
Ein Pärchen, das gegen Ende der Handlung entsteht, hätte ich mir so auch in der Serie gewünscht, weil ich fand, dass die beiden gut zusammenpassen. Da möchte ich aber nicht zu viel verraten.
Das Ende ist rund und lässt mich das Buch zufrieden zuklappen.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen.

~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~
///



~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Gute Idee!
Fazit: Marie Dobbs hat Jane Austens letzten Roman würdig zum Schluss gebracht.
Bewertung: 

Mein Erlebnis-Bericht zu... Tanz der Vampire - Das Musical

 

© Stage Entertainment


Veranstaltung: Tanz der Vampire
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Stage Palladium Theater Stuttgart
Datum: 10.09.2023
Beginn: 19:00 Uhr
Einlass: 18:00 Uhr




Die Besetzung:
Sarah -  Kristin Backes
Magda -  Anja Backus
Rebecca -   Hanny Aden  
Graf von Krolock - Filippo Strocchi
Professor Abronsius  - Jakub Wocial
Alfred -Vincent Van Gorp
Chagal - Oleg Krasovitskii
Herbert - Andreas Nützl
Koukol - James-Paul Mc Allister      

Bis auf Koukol waren die Hauptrollen alle von den Erstbesetzungen gespielt.

Gesangsolisten:            Andreas Nützl, Robert Meyer
Tanzsolisten:                Julia Iggo, Paolo Valenti, Ivan Dubinin

Ensemble
Nina Barton, Manon van den Berg, Silja Teerling, Margot Baars, Luna Maria Muller, Valeria Vegezzi, Alice Giammarioli, Kezia Coulson, Chloe Lee, Jessie Vos, Thijs Kobes, Andrea Gioia, Luca Marchetti, Bardley Parsons, Nicolas Christahl, Ynze Lanser, Diego Federico, Marlene Jubelius, Rosie Porter, Sophie Aigner         


Die Dernière war ja eigentlich schon für den 28. August 2022 geplant. Das Stück wurde dann aber um ein weiteres Jahr verlängert. So fand die (vorerst) letzte Vorstellung in Stuttgart am 10. September 2023 statt.
Natürlich wollte ich dabei sein, nachdem ich die Stimmung letztes Mal so toll fand.
Dieses Mal hatten wir Plätze in Reihe 7. Die Sicht ist gut. Ich muss nicht hin und her schauen, sondern habe einen guten Gesamtüberblick. Die Mimik ist auch zu erkennen.
Die Stimmung war wieder grandios. Es wurde sehr oft gejubelt und applaudiert, sodass ich den Text nicht verstanden habe. 
Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, gab es dreimal Standing Ovations schon während der Show: einmal kurz vor dem Ende des 1. Aktes, als der Graf den Professor und Alfred in sein Schloss einlädt, das 2. Mal bei Alfreds Solo "Für Sarah" und das 3. Mal nach Krolocks Solo "Die unstillbare Gier". So etwas habe ich noch nie erlebt. Für das Solo von Magda "Tot zu sein ist komisch" hätte es dann meiner Meinung nach auch Standing Ovations geben müssen. Das war klasse.

Das gesamte Ensemble sprühte nur so vor Spielfreude, und sie hatten sich Scherze im Minutentakt ausgedacht.
Darstellerisch waren sie alle überzeugend. Ich nahm ihnen ihre Rollen ab.
Kristin Backes ist eine sehr neugierige Sarah, die kopflos zum Schloss des Grafen rennt, ohne an irgendwelche Folgen zu denken. Sie möchte aber nicht mehr länger eingesperrt sein, sondern etwas erleben. Die Darstellerin hat eine schöne, klare Stimme, die sie bei einigen Songs, wie "Ein Mädchen, das so lächeln kann", "Du bist wirklich sehr nett", "Draußen ist Freiheit" oder "Totale Finsternis".
Anja Backus hat mich schon bei meinem ersten Besuch als Magda begeistert. Sie ist erst eine ruhige Person, der es sichtlich unangenehm ist, dass sich Chagal gerne nachts in ihr Zimmer schleicht. Als Vampirin erwacht ein großes Selbstbewusstsein. Bei "Tot zu sein ist komisch" zeigt sie ihre Powerstimme. Sie singt sehr kraftvoll, ohne dass es geschrien ist.
Hanny Aden spielt Rebecca, die nur im 1. Akt dabei ist. Sie macht das Beste daraus und gibt sich als resolute Frau. Nach Chagals Tod sieht man ihr die Trauer an und hat Mitleid mit ihr. Sie hat eine schöne, angenehme Stimme.
Filippo Strocchi spielte auch bei meinem 1. Besuch den Grafen. Die Rolle ist gar nicht so häufig auf der Bühne. Der Vampir begehrt Sarah und möchte sie unbedingt in seinem Schloss haben, aber er weiß, dass sie freiwillig kommen muss. Gesanglich weiß der Darsteller ebenso zu überzeugen, z. B. bei "Gott ist tott", "Einladung zum Ball", "Totale Finsternis" oder "Die unstillbare Gier".
Jakub Wocial war beim letzten Besuch Herbert. Dann wechselte zur Rolle des Professors. Der Professor ist eine schrullige Person, die davon überzeugt ist, dass es Untote gibt. Das möchte er beweisen. Er hat einige Stellen, bei denen er sehr, sehr schnell singen muss. Das gelingt dem Darsteller sehr gut.
Vincent Van Gorp spielte auch beim 1. Besuch Alfred. Er ist vom ersten Moment von Sarah angetan und möchte ihr Herz erobern. Er ist aber eher schüchtern. Doch als Sarah flieht, nimmt er seinen Mut zusammen und folgt ihr zum Schloss. Er singt z. B.  "Ein Mädchen, das so lächeln kann", "Draußen ist Freiheit" oder "Für Sarah". Eine schöne Stimme.
Chagal wurde beim 1. Besuch von der Zweitbesetzung gespielt. Dieses Mal stand Oleg Krasovitskii auf der Bühne. Es ist ja nicht unbedingt eine sympathische Rolle. Schließlich sperrt er seine Tochter in ihrem Zimmer ein oder begrapscht einfach Magda. Ich habe vorher gehört, dass man den Darsteller nur sehr schwer verstehen würde. Das kann ich so nicht bestätigen. Ich habe alles gut verstanden, egal ob er sprach oder sang, wie z. B. "Eine schöne Tochter ist ein Segen".
Herbert wurde bei dieser Dernière von Andreas Nützl gespielt. Krolocks Sohn verliebt sich in Alfred und lässt nichts unversucht ihm näherzukommen. Gesanglich überzeugt er z. B. bei "Carpe Noctem" oder "Wenn Liebe in dir ist".
Koukol wurde bei diesem Besuch von James-Paul Mc Allister gespielt. Außer undeutlichen Lauten ist es eher eine stumme Rolle.


Dernièrenscherze und andere Besonderheiten (kein Anspruch auf Vollständigkeit):
Vielleicht hätte ich den Bericht viel früher schreiben müssen, denn es gab viele, viele Scherze. Ich versuche, so viele wie möglich zusammenzubekommen. Ich schreibe sie nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern so, wie sie mir gerade einfallen.

- Bei dem Lied "Gebet" zünden die ersten 12 Reihen Teelichter an, die im Takt geschwungen werden.
- Bei Alfreds Albtraum "Fühl die Nacht" singt ein Vampir nicht "Über Gräber und Ruinen", sondern "Über STUTTGART und Ruinen".
- Als der Professor Krolock seine Visitenkarte gibt, reicht dieser ihm eine Autogrammkarte.
- Als sich Magda aus dem Sarg hochsetzt, hat sie eine Sonnenbrille auf.
- In der Gruftszene sagt Alfred "Ich werde dich vermissen, Professor."
- Herbert küsst Alfred nach "Wenn Liebe in dir ist", und das ganz schön lange.
- Beim Finale kamen scheinbar alle vom Ensemble auf die Bühne, selbst, wenn sie in dieser Vorstellung nicht gespielt haben. Es war nämlich sehr voll geworden.
- Während des Finales werden im Zuschauerraum rote Knicklichter angemacht.
- Beim Schlussapplaus werfen die ersten 3 Reihen Schwämme auf die Bühne.

Mehr fällt mir tatsächlich nicht ein. Ich muss mir vornehmen, nächstes Mal zeitnah zu berichten.






Mein Erlebnis-Bericht zu... Tina - Das Tina Turner Musical

 

© Stage Entertainment


Veranstaltung: Tina - Das Tina Turner Musical
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Stage Apollo Theater Stuttgart
Datum: 10.09.2023
Beginn: 14:00 Uhr
Einlass: 13:00 Uhr




Besetzung
Tina Turner - Peti van der Velde (Alternierende Besetzung)
Ike Turner - Perci Moeketsi (Zweitbesetzung)
Zelma Bullock - Julie-Denise Hyangho (Zweitbesetzung) 
Alline Bullock/Ikette - Jahlisa Norton (Erstbesetzung)
Raymond Hill - Prince Orji (Erstbesetzung)
Rhonda Graam - Alice Wittmer (Zweitbesetzung)
Roger Davies - Matt Posada (Erstbesetzung)
Erwin Bach - Nicolo Soller (Zweitbesetzung)
Gran Georgeanna - Anastasia Bain (Erstbesetzung)
Phil Spector - Dani Spampinato (Erstbesetzung)
John Carpenter - Stuart Pattenden (Zweitbesetzung)
Richard Bullock - Trevor Jackson (Erstbesetzung)
Anna Mae als Kind - Amara
Alline als Kind - Joline

In weiteren Rollen:
Naomi Dundas, Tatyana Gilbertson, Lorena Mazuera Grisales, Aswintha Vermeulen, CUT, Yannick Dijck, Sacha Setubun

Wer den Bericht zu meinem ersten Besuch gelesen hat, weiß, dass ich schon in der Pause den 2. Besuch gebucht habe - dieses Mal in der 1. Reihe.
Zur Inszenierung an sich schreibe ich dieses Mal nicht viel. Wer meine Meinung dazu wissen möchte, kann das gerne hier nachlesen.
Auch beim 2. Mal hat mich das Stück mitgenommen. Ich finde, da passt alles alles. Es hat eine emotionale Geschichte mit einigen schockierenden Szenen. Aber es gibt auch Stellen, an denen man lachen kann. Die Musik ist bekannt und mitreißend. Kurzum: Das Musical ist momentan mein Lieblings-Stück und schlägt sogar Robin Hood, welches ist deutlich häufiger gesehen habe.
Und so wundert es nicht, dass ich nächstes Jahr ein drittes Mal hingehe.
Vorher habe ich bei einem Musical noch nie in Reihe 1 gesessen. es ist also eine Premiere für mich. Kaum beginnt die Musik, vibriert mein Sessel. Das war in Reihe 3 damals nicht so. Wow.
Noch etwas zum Schluss: Dieser besteht ja aus einem Konzert, und genau so fühlt es sich auch in Reihe 1 an. Ich bin begeistert.

Da die Besetzung bei diesem 2. Besuch unterschiedlich war, möchte ich darauf näher eingehen.

Tina Turner - Peti van der Velde (Alternierende Besetzung)
Dieses Mal spielte die andere alternierende Besetzung. Sie hat eine etwas tiefere Stimme. Das war aber auch schon der einzige Unterschied, den ich festgestellt habe. Darstellerisch und gesanglich fand ich Peti van der Velde ebenso großartig wie Charlotte Loomann. Ich möchte mich gar nicht festlegen, wen ich davon besser fand. Ich würde sagen: Unentschieden.
Peti van der Velde ist als Tina praktisch permanent auf der Bühne. Hut ab vor dieser Leistung!

Ike Turner - Perci Moeketsi (Zweitbesetzung)
Beim 1. Besuch stand die Erstbesetzung Carlos de Vries auf der Bühne. Perci Moeketsi haben wir damals als Cover Richard Bullock gesehen. Auch als Ike Turner weiß er zu überzeugen. Es ist ja keine sympathische Rolle, auch wenn der Besuch im Krankenhaus bei Tinas Mutter zeigt, dass er irgendwie tief in sich eine gute Seite hat, die sich nur versteckt hat.


Zelma Bullock - Julie-Denise Hyangho (Zweitbesetzung) 
Beim 1. Besuch hatten wir die Erstbesetzung Kim Sanders.
Julie-Denise Hyangho hat als Zelma eine eher kleine Rolle, aber mit ihrem kurzen Gesang ist sie mir am meisten im Gedächtnis geblieben. Ich finde ihre Stimme grandios. Auch darstellerisch überzeugt sie als schroffe Mutter, die deutlich zeigt, dass sie Alline bevorzugt.

Alline Bullock/Ikette - Jahlisa Norton (Erstbesetzung)
Wie beim 1. Besuch stand auch dieses Mal die Erstbesetzung Jahlisa Norton als Alline auf der Bühne. Sie sorgt für die eher lockeren Szenen und weiß mit Humor zu überzeugen. Herrlich, wie sie Ike angehimmelt hat. Wie beim letzten Mal hat sie mich auch wieder stimmlich überzeugt.

Raymond Hill - Prince Orji (Erstbesetzung)
Auch Prince Orji habe ich schon beim 1. Besuch in dieser kleinen Rolle gesehen, und damals ja schon geschrieben, dass er eine schöne Stimme hat. Beim Duett harmonisiert er sehr schön mit Peti van der Velde.

Rhonda Graam - Alice Wittmer (Zweitbesetzung)
Im Gegensatz zum 1. Besuch, bei dem wir die Erstbesetzung Martina Lechner sahen, stand dieses Mal die Zweitbesetzung Alice Wittmer auf der Bühne. Zunächst als eine von Ikes vielen Affären entwickelt sich im Laufe der Handlung eine tolle Freundschaft zwischen Tina und ihr. Sie spielt überzeugend und weiß auch gesanglich beim Lied "Mit offenen Armen" zu überzeugen.

Gran Georgeanna - Anastasia Bain (Erstbesetzung)
Auch beim 2. Besuch sehen wir Anastasia Bain in der Rolle der Großmutter. Sie spielt wieder sehr berührend. Ich mochte die Szenen mit ihr und Tina sehr. Auch gesanglich hat sie mich wieder überzeugt.

Erwin Bach - Nicolo Soller (Zweitbesetzung)
Beim 1. Besuch stand die Erstbesetzung Florian Sigmund, nun Nicolo Soller. Er hat keine Songs. Es ist eine reine Sprechrolle. Nicolo Soller spielt ebenso authentisch und sympathisch. Die Szenen zwischen Erwin und Tina waren immer schön anzuschauen. Die beiden Darsteller haben gut miteinander harmonisiert.

Roger Davies - Matt Posada (Erstbesetzung)
1. Besuch Stuart Pattenden (Zweitbesetzung)
Phil Spector - Dani Spampinato (Erstbesetzung)
wie beim 1. Besuch
John Carpenter - Stuart Pattenden (Zweitbesetzung)
1. Besuch Nico Baumgartner (Erstbesetzung)
Richard Bullock - Trevor Jackson (Erstbesetzung)
1. Besuch Perci Moeketsi (Zweitbesetzung)

Alle vier Darsteller fand ich überzeugend in ihren kleinen Rollen.

Anna Mae als Kind - Amara
Alline als Kind - Joline

Kinder auf der Bühne bekommen ja grundsätzlich großen Applaus. Die beiden in dieser Show fand ich auch überzeugend. Anfangs war ich etwas verwirrt, weil Amara größer als Joline ist und auch älter aussieht. Dabei soll sie doch die jüngere Schwester sein. Warum das so gewählt wurde, zeigte sich aber schon bald.
Amara hat eine grandiose Stimme. Ich würde sagen: Stimmlich auf jeden Fall das beste Kind, was ich bisher auf einer Musicalbühne gesehen habe. Neben ihrem tollen Gesang spielt sie auch überzeugend. Zurecht hat sie einen riesigen Applaus bekommen.
Dazu möchte ich noch eine kleine Anekdote zu etwas, was vor dem Einlass passiert ist, erzählen. Wir waren schon recht früh da und wollten noch Fotos vor der Wand machen, weil zu der Zeit noch niemand da war. Vor uns gingen zwei Erwachsene und zwei Kinder (ein Mädchen und ein Junge). Sie verschwanden dann in einer Tür, die backstage führte.
Später sahen wir dann nur noch die Eltern (davon gehe ich jetzt mal aus) und den Jungen. Als er an uns vorbei gegangen ist, konnte ich lesen, was auf seinem T-Shirt stand: Amara - das ist meine Schwester. Einfach nur süß!

Mein Fazit: Ich bin auch beim 2. Besuch begeistert. Ich fand beide Shows gleich gut und kann auch kein Ranking abgeben, wer mich mehr in den Rollen überzeugt hat. Ich fand beide Besetzungen an den besuchten Vorstellungen grandios und überzeugend.
Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.



Es gab zu der Zeit eine kleine Ausstellung, die ich sehr interessant fand. Neben den gewonnenen Preisen gab es u. a. auch eine Tina-Barbie, Schallplatten, Briefe und Kleider zu sehen.





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