Donnerstag, 12. Juni 2025

Tawny spielt: Armadillo

 







Allgemeine Infos
Spieltitel: Armadillo
von: Rudi Biber
Design/ Illustration: Marek Blaha
Verlag: AMIGO
EAN: 4007396022544
Kategorie: Würfelspiel
Spielart: kompetitiv 
Spielmechanismus: Zocken, Leere Hand
Thema: abstrakt
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Familie
Alter: ab 8 Jahren
Spieler: 2- 6
Dauer: 20 Minuten
 
Beschreibung:
Das große Wettrollen der Armadillos!
Wählt clever eure Würfel aus und lasst sie rollen. Nutzt euren eigenen oder den Wurf der anderen, um eure Karten loszuwerden. Wer Chips einsetzt, kann ein knapp verfehltes Ergebnis noch retten.
Wer rollt am schnellsten zum Sieg?
 
Ziel des Spiels:
Als Erster alle Handkarten loswerden
 
Unsere Hausregeln(n):
keine
 
Verpackung und Spielmaterial:
Die Schachtel ist im typischen AMIGO-Format und damit handlich. Leider hat sie keine Einsätze, sodass das Spielmaterial darin herumfliegt.
Die Karten sind schön griffig und fest. Die Illustrationen sind ganz lustig.
Die Chips sind aus festem Karton. 
Die Holzwürfel zeigen je nach Farbe unterschiedliche Werte an. Bei Blau gibt es z. B. nur die Werte 1 bis 3, bei Gelb 4 bis 6 und bei Rot 7 - 9. Die 7 sieht dabei der 1 so ähnlich, dass es bei einigen Runden trotz der unterschiedlichen Farben Verwirrungen gab. Da hätten sich manche Mitspieler eine deutlichere Unterscheidbarkeit gewünscht.
Die Qualität des Spielmaterials ist aber gut.
 
Anleitung:
Die Anleitung ist strukturiert aufgebaut. Die einzelnen Schritte werden anschaulich mit Bildern erklärt, sodass es keine Unklarheiten gibt. Direkt nach dem Durchlesen kann die erste Partie beginnen.

Spielspaß:
Auch wenn jeder Handkarten hat, ist es doch ein Würfelspiel. Es ist zwar ein Thema vorgegeben, aber es ist abstrakt. Wir würfeln und hoffen, dass wir die passende Handkarte haben, um sie ablegen zu können.
Das Spiel ist wirklich einfach und schnell erklärt.
Der aktive Spieler darf sich eine beliebige Kombination aus den 6 Würfeln zusammenstellen und mit diesen würfeln. Die anderen müssen aber nicht untätig warten, bis sie an der Reihe sind. Auch sie dürfen schauen, ob es ihnen möglich ist, eine Karte abzulegen. Wer nicht kann oder will, nimmt sich einen Chip, mit dem man später das Ergebnis für sich "manipulieren" kann. Jeder abgegebene Chip verändert den Würfel Wert um + oder - 1, was aber nur denjenigen Spieler, der sie abgibt, betrifft. Die anderen Spieler sind davon nicht betroffen, können aber selbst Chips abgeben.
Durch die Auswahl der Würfel haben wir einen gewissen Einfluss, aber letzten Endes ist es natürlich glücksabhängig, auch, weil die Karten zufällig verteilt werden.
In unseren Spielrunden kam Armadillo gut an. Es spielt sich flott, und da alle auch die Würfelwerte der anderen nutzen können, gibt es keine Wartezeiten. 
Ich habe es sowohl in Runden mit Kindern als auch in reinen Erwachsenen-Runden auf den Tisch gebracht. Jüngere Kinder können dabei auch noch spielerisch rechnen üben, weil sie 1. überlegen müssen, mit welchen Würfeln sie am ehesten auf die Werte ihrer Handkarten kommen und 2. dann natürlich noch die Augensumme zusammenrechnen müssen.
Es funktioniert bei jeder Spielanzahl gut, egal ob zu zweit oder zu sechst.
Mir gefällt das Spiel gut. Ich finde es ideal für zwischendurch oder auch als Absacker nach einem langen Spieleabend.


Wiederspielreiz:
Vorhanden. Eine Partie dauert nicht lange. Das Spiel ist schnell vorbereitet und Neulingen schnell erklärt. Das bringe ich immer mal wieder gerne auf den Tisch.
 
Zu zweit spielbar?
Ja
 
Fazit:
Ein lustiges Würfelspiel, das sich flott spielen lässt - ohne Wartezeiten.
 
Bewertung: 

Mittwoch, 11. Juni 2025

Hallo Dolly in Bad Vilbel



Veranstaltung: Hallo Dolly
Art der Veranstaltung: Musical
Ort: Wasserburg Bad Vilbel
Datum: 08.06.2025
Beginn: 18:15 Uhr
Einlass: 17:00 Uhr
Buchvorlage: The Matchmaker von Thornton Wilder

Besetzung:

Sonja Herrmann (Mrs. Dolly Gallagher Levi)
Matthias Schuppli (Horace Vandergelder)
Sascha Stead (Cornelius Hackl)
Alexander Plein (Barnaby Tucker)
Julia Steingaß (Irene Molloy)
Alice Veronese (Minnie Fay)
Lukas Schwedeck (Ambrose Kemper; Louie)
Rita Correia (Ermengarde; Hanley)
Thijs Snoek (Rudolph; Richter)
Annemarie Purkert (Ernestina) 
Silvia Hofmann (Mrs. Rose)
Bastiaan Louis (Harry)
Zakaria Fleury (Manny; ein Handwerker)
Esmee Mardjan (Stanley)
Antonia Wortberg (Danny; Polizistin)

außerdem dabei: der Chor BelVoce.

Nachdem mir die drei besuchten Stücke letztes Jahr in Bad Vilbel so gut gefallen haben, wollte ich auch 2025 wieder zu den Burgfestspielen.
Hallo Dolly! sollte das erste Stück sein, das ich mir anschauen würde. Ich habe weder die Buchvorlage gelesen noch die Verfilmung gesehen. Ich wusste nur, dass es von einer verwitweten Heiratsvermittlerin handelt, die selbst einen Mann sucht.
Nachdem es bei der Hinfahrt regnete und der Himmel in Bad Vilbel zunächst nach weiterem Regen aussah, besserte sich das Wetter pünktlich zum Einlass.
Das Musical selbst sollte ja erst in einer Stunde anfangen, aber wir waren trotzdem früh genug da, damit wir noch in Ruhe etwas essen konnten. Das Essen, das dort angeboten wird, fand ich schon letztes Jahr so lecker. 
Leider stand direkt hinter uns ein älteres, sehr ungeduldiges Paar, das sich keifend beschwerte, warum es nicht voranging. Dabei kamen sie uns unangenehm nahe, dass ich schon deren Atem im Nacken spürte. 
Es gab zwei Schlangen: links und rechts. Wir standen rechts, wo es zunächst nicht voranging. Weil aber noch so viel Zeit war, konnte ich diese Ungeduld nicht verstehen. Der Mann wollte dann zur linken Schlange wechseln, aber die Frau meinte, sie würden ja rechts sitzen. Dann trat sie neben mich und keifte: "Warum geht das hier denn nicht weiter? Das ist ja eine Unverschämtheit!" Eine Unverschämtheit fand ich eher das Verhalten der beiden. Schließlich haben sie dann zur anderen Seite gewechselt. 
Warum ging es zunächst nicht auf der rechten Seite weiter? Der Ticket-Scanner funktionierte nicht. Die Frau hat die Tickets deshalb von Hand kontrollieren müssen. Also nichts Tragisches. 
Das Lustige war, dass das Paar dann direkt vor uns reinkam. Also viel gebracht hat der Wechsel nichts. Aber gut, hier soll es ja um das Musical gehen. Es wäre nur schön, wenn die Leute gelassener wären. 


Wir saßen in der 10. Reihe auf der rechten Seite und hatten einen guten Blick auf die Bühne. Auf dieser waren vier Uhren in unterschiedlichen Größen aufgebaut. Außerdem stand auf der seitlichen Bühne eine Leiter. Über dem Raum, in dem das zehnköpfige Orchester saß, gab es den Schriftzug "The Harmonia".
Also ein eher schlichtes Bühnenbild auf den ersten Blick. Ich war gespannt, was es noch geben würde.
Das Stück spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Dolly Levi hat sich vorgenommen, den reichen Horace Vandergelder zu heiraten, der aber scheinbar nichts davon hält und lieber die Hutmacherin Irene Molloy ehelichen will. Also nimmt sich Dolly vor, es selbst in die Hand zu nehmen.



Da das Stück vor 130 spielt und in den 1960er-Jahren erstmalig aufgeführt wurde, ist das Frauenbild natürlich anders als heute. So gibt es einen Song, in dem Vandergelder davon singt, dass er eine Frau sucht, die sich um den Haushalt kümmert und für sein leibliches Wohl sorgt. Wer bei dieser Inszenierung auf eine Anpassung hofft, wird enttäuscht werden.
Wer sich darauf einlassen kann, wird mit einem kurzweiligen Stück und so einigen Lachern belohnt.
Der Handlung kann man gut folgen, auch wenn man sich vorher nicht näher damit beschäftigt hat.



Die Kostüme haben mir gut gefallen. Sie passen zur Zeit. Minnie Fay sticht mit ihren farbenfrohen, blumigen Hosen hervor. Meine Begleitung meinte, dass das wahrscheinlich ihr spanisches Temperament unterstreichen sollte.
Dolly trägt zunächst einen schwarzen Überrock über ihrem roten Rock, legt ihn irgendwann aber ab. Das haben wir so interpretiert, dass sie nun bereit für eine neue Beziehung ist. Im Restaurant hat sie dann ihren großen Auftritt in einem goldenen Kleid.
Anhand der Kostüme, die die jeweiligen Personen tragen, lässt sich sofort die gesellschaftliche Stellung erkennen. Vandergelder ist immer vornehm gekleidet, während seine Angestellten Cornelius Hackl
und Barnaby Tucker einfache Kleidung tragen. 


Die Uhren dienen je nach Szene für unterschiedliche Zwecke. Mal zeigen sie eben einfach nur die Uhrzeit an. Am Bahnhof werden Fenster geöffnet, und die Darsteller stellen sich dahinter, sodass man erkennt, dass es der Zug sein soll, mit dem sie nach New York fahren. Einfaches, aber wirkungsvolles Mittel.
Umgedreht zeigt eine mittlere Uhr einen Kellereinstieg und dient als Vandergelders Geschäft, während die andere mittlere und die kleine Uhr sich umgedreht in Irenes Hutgeschäft verwandeln.
In der Pause werden die Rückseiten der mittleren Uhren dann umgestaltet.
Der Schriftzug "The Harmonia" kann blau beleuchtet werden und zeigt, dass es die Außenwand vom Restaurant sein soll.
Die beiden mittleren Uhren-Rückseiten dienen nun als Kulisse des Restaurants, während die große Uhr in der Mitte für Dollys großen Auftritt sorgt. Sie ist mit blauen Leuchtröhren ausgestattet. Die Uhr kann geöffnet und eine Treppe hervorgefahren werden. Eben diese Treppe schreitet Dolly in einem goldenen Kleid herunter, wo sie von den Kellnern empfangen wird.
Das Bühnenbild hat mir sehr gut gefallen. Man konnte immer erkennen, was gerade dargestellt werden sollte. Die Bühne wirkte weder überladen noch hatte ich das Gefühl, dass es zu wenig Bühnenbild gab.
Auch die Requisiten wurden wirkungsvoll eingesetzt. Da denke ich vor allem, an die übergroßen Messer und Gabeln, mit denen Dolly und Vandergelder essen.


Alle Darsteller zeigten große Spielfreude und konnten uns mit ihren Stimmen und ihrem Schauspiel überzeugen. Es hat wirklich Spaß gemacht, ihnen dabei zuzuschauen.
Vereinzelt kam es vor, dass mal ein Mikro nicht rechtzeitig eingeschaltet wurde. Das war aber höchstens zwei oder dreimal und dauerte auch nur eine Sekunde. Ansonsten hat man alle gut verstanden.
Das Orchester bestand neben dem Dirigenten aus 10 Musikern. Sie spielten kraftvoll, ohne den Gesang zu übertönen.

Insgesamt hat mir das Musical sehr gut gefallen. Mir war es zu keiner Zeit langweilig. 
Ich konnte der Handlung gut folgen. Sie war nicht verwirrend oder unlogisch. Der Humor kam auch nicht zu kurz.
Ein Klassiker mit eingängigen Melodien, der in Bad Vilbel mit einem engagierten, spielfreudigen Ensemble schwungvoll auf die Bühne gebracht wurde.

Dienstag, 10. Juni 2025

Aktuell lese ich... Fleurs Reise nach Gévaudan und Der Zorn der dreifachen Göttin

 Hallo,





... einen Einzelroman.


Mein aktuelles Lesefutter






Fleurs Leben ist das Internet. Dieser Ort bietet der Datenforensikerin im Gegensatz zur realen Welt Geborgenheit. Als Fleur die Wohnung ihrer verhassten französischen Großmutter erbt, wird sie mit ihrer ungeklärten Familiengeschichte konfrontiert. Auf den Spuren ihrer Ahnen reist Fleur nach Frankreich in die Auvergne. Dort stößt sie auf ein dunkles Geheimnis, das bis in die Zeit der Aufklärung zurückreicht. Dabei blickt sie auch einer Bestie ins Gesicht, die das Schicksal ihrer Familie seit Generationen überschattet. Nach dieser Begegnung wird Fleur für immer eine andere sein.


Ein Empfehlungsschreiben der Götter hat sich Percy bereits hart erkämpft - doch zwei weitere fehlen noch, um mit Annabeth aufs College in Neu-Rom gehen zu können. Diesmal ist es Hekate, die ihm einen Auftrag erteilt: die Göttin der Magie und Wächterin der Tore zwischen den Welten. Percy und seine Freunde müssen in Hekates verzauberter Villa mitten in Manhattan eine Woche auf ihre Haustiere aufpassen. Das klingt erst mal einfach - würde es sich nicht um einen leibhaftigen Höllenhund und eine mit einem Fluch belegte Iltisdame handeln! Natürlich entwischen ihnen beide Kreaturen schon am ersten Tag und ein wildes Abenteuer beginnt. Um die Situation zu retten, müssen sogar Tote wiederauferstehen ...


Lesefortschritt




Aktuell bin ich auf Seite 96 von 448. <Das Handynavi führt uns zum Rand der Altstadt.> (Kapitel Rosen und Schlüssel)

Aktuell bin ich auf Seite 102 von 383. <Es klang wirklich beeindruckend, was ich da sagte.> (Kapitel Ich kassiere ein Nö)



Warum dieses Buch?




Es ist von letzter Woche übrig.

Das Buch hatte ich vorbestellt. Ich war sehr neugierig, was Percy und seine Freunde bei der nächsten Aufgabe erwartet.


Was gibt es sonst noch zu sagen?




Noch ist nicht viel passiert. Fleur ist gerade auf dem Weg nach Echternach. Mal schauen, wie es weitergeht.

Der Höllenhund und der Iltis sind gerade geflohen, wie es der Klappentext ja bereits angekündigt hat. Ich bin gespannt, was noch alles passiert. 

Was ist sonst sonst passiert?


Am Sonntag war ich "Hallo Dolly" in Bad Vilbel schauen. Die Tickets hatte ich ja schon seit letztem Jahr. Ich kannte das Stück vorher nicht und wusste nur grob, worum es geht. Aber eine Melodie kam mir gleich sehr bekannt vor, und ich wusste auch, wo ich sie schon mal gehört habe: Im Film WALL·E zeigt der kleine WALL·E seiner EVE die VHS "Hallo Dolly", und da hört man dann den Song "Put On Your Sunday Clothes" bzw. "Zieh deinen Sonntagsanzug an". Gesprochen und gesungen wurde in Bad Vilbel auf Deutsch. Es gibt wohl auch Versionen, bei denen die Sprechtexte auf Deutsch sind, aber auf Englisch gesungen wird. 
Ich hatte keinerlei Erwartungen und habe knapp 3 Stunden gute Unterhaltung erlebt.

Liebe Grüße
Tinette

Freitag, 6. Juni 2025

Tawny spielt: Fischfutter





Allgemeine Infos
Spieltitel: Fischfutter
von: Michael Modler
Design/ Illustration: Bernhard Speh
Verlag: AMIGO
EAN: 4007396025033
Kategorie: Kartenspiel
Spielart: kompetitiv oder kooperativ
Spielmechanismus: Gedächtnis
Thema: Piranha
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Familie
Alter: ab 8 Jahren
Spieler: ab 2 Spielern
Dauer: 15 Minuten
 
Beschreibung:
Bei Fischfutter heißt es mutig sein, denn du springst in einen Teich voller Piranhas! Wenige Piranhas sind ungefährlich. Wenn aber zu viele von ihnen zusammenkommen, bist du Fischfutter! Sei besser nicht im Wasser, wenn sich ein großer Piranha-Schwarm bildet.
 
Ziel des Spiels:
Am Ende die meisten Pflaster-Chips haben (kompetitiv)
So viele Runden wie möglich schaffen (kooperativ)
 
Unsere Hausregeln(n):
keine
 
Verpackung und Spielmaterial:
Die stabile Schachtel ist im handlichen AMIGO-Format, wie man es von anderen Kartenspielen dieses Verlags gewohnt ist. Sie bietet zwei Einsätze für die Karten und die Pflaster-Chips.
Die Karten sind doppelseitig bedruckt und mit Piranhas in einer von vier Farben illustriert. Die Farben lassen sich gut voneinander unterscheiden. Wer dennoch Schwierigkeiten haben sollte, kann sich an der unterschiedlichen Mimik der Piranhas orientieren. Die Karten sind schön griffig.
Die Pflaster-Chips sind aus festem Karton.
 
Anleitung:
Die Anleitung ist strukturiert aufgebaut und erklärt beide Varianten verständlich. Wichtiges ist im Fettdruck markiert und sticht so hervor, sodass man es nicht so leicht überlesen kann (was uns schon in anderen Anleitungen passiert ist).
Es bleiben keine Fragen offen, und man kann direkt mit der ersten Partie beginnen.

Spielspaß:
Das Spiel hatte ich zum ersten Mal für die Mittagspausen-Spielrunde mitgebracht. Es ist schnell erklärt und genauso schnell gespielt. Eine Viertelstunde haben wir nie pro Partie gebraucht. Gerade zu zweit waren wir in der kompetitiven Variante in weniger als 5 Minuten fertig. 
Ein gutes Gedächtnis ist von Vorteil. Mit nur einer Handkarte bleibt die Entscheidung trotzdem eher Glückssache, auch wenn man sich aussuchen darf, welche Seite man ausspielt. 
Bei der kooperativen Variante läuft es etwas anders. Es wird zwar auch nur immer eine Karte gespielt, aber durch die Schutz-Karten hat man mehr Möglichkeiten, einzugreifen. Wir müssen nämlich entscheiden, vor welcher Piranha-Farbe wir uns schützen wollen, bevor Karten umgedreht werden. 
Umgedreht werden die Karten, die die aktuelle Farbmehrheit haben. Anschließend wird geprüft, in welcher Farbe nun die meisten Piranhas ausliegen, und diese greifen nun an. Haben wir uns entscheiden, uns vor dieser Farbe zu schützen, geht es in die nächste Runde. Ansonsten haben wir verloren. Wir haben gemerkt, wie wir uns in den Partien gesteigert haben und mehr Karten geschafft haben. Es ist ein gutes Gedächtnis-Training, und durch den kooperativen Faktor gibt es auch keine Missgunst, weil eben alle gemeinsam gewinnen oder verlieren.
Es ist kein Spiel, das wir den ganzen Abend spielen könnten. 
Es war immer das letzte Spiel in der Mittagspause, wenn wir ein anderes Spiel beendet und nur noch ein paar Minuten übrig hatten. Dafür finde ich es ideal. Auch als Einstieg in den Spieleabend oder als Absacker eignet es sich gut.
Eine Wartezeit gibt es so nicht. Bei der kooperativen Variante muss man zwar warten, bis man selbst aktiv an der Reihe ist, aber man muss ja immer aufpassen, welche Karten umgedreht werden und sich immer wieder beide Kartenseiten ins Gedächtnis rufen.
Bei der kooperativen Variante wird gerne mal diskutiert, was meine Mitspieler positiv fanden.
Es gab folgende Vorschläge für Hausregeln:
1. Bei der kompetitiven Variante hat jeder drei Handkarten, um so mehr Einfluss auf das Spiel zu haben.
2. Bei der kooperativen Variante werden 3 Pflaster-Chips bereitgelegt. Die Gruppe hat dann praktisch drei Leben. Wird die Gefahr nicht abgewendet, wird ein Chip abgelegt. Erst, wenn der 3. Chip abgegeben werden muss, ist das Spiel verloren.
Ich hatte noch keine Zeit, diese Hausregeln zu testen. Die Mittagspausen-Spielrunden fehlen. :-D
Insgesamt gefällt mir das Spiel ganz gut, wobei die kooperative Variante mehr punkten kann.


Wiederspielreiz:
Es ist kein Spiel, das ich den ganzen Tag oder bei jeder Spielrunde spielen muss. Ab und zu aber mal dazwischengeschoben, bin ich aber gerne dabei, vor allem, um mein Gedächtnis zu verbessern.
Da es sich so flott spielen lässt, findet sich immer Zeit dafür.
 
Zu zweit spielbar?
Ja
 
Fazit:
Ein flottes Kartenspiel, bei dem es aufs Gedächtnis ankommt.
 
Bewertung: 


Donnerstag, 5. Juni 2025

Kurz gebellt zu: Das neunte Opfer

 

   Allgemeine Infos:



OriginaltitelDead Mountain
Originalsprache: Englisch
Geschrieben von: Douglas Preston, Lincoln Child
Übersetzt von: Michael Benthack
Verlag: Knaur
Einzelband/Teil einer Reihe: Reihenfortsetzung
Reihe: Old Bones
Teil: 4
Genre: Thriller
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 416
Preis16,99 € (Taschenbuch)
ISBN978-3-426-52818-1








Klappentext:
Ein Leichenfund in einer Höhle beschert FBI-Agentin Corrie Swanson ihren neuen Fall: Die beiden Toten gehören zu einer Gruppe von neun Wanderern, die 2008 auf ungeklärte Weise ums Leben kamen. Von einer winterlichen Rucksacktour in den Bergen von New Mexico kehrte keiner der neun zurück – doch man fand damals trotz intensiver Suche nur sechs Leichen. Und am letzten Lagerplatz der Wanderer stießen die Retter auf eine bizarre Szene: Offenbar war am Zelteingang etwas derart Furchterregendes aufgetaucht, dass die Männer sich ins Freie schnitten und barfuß in einen Schneesturm flohen, in ihren sicheren Tod.Der unheimliche Fall gilt bis heute als unlösbar. Dass einer der beiden Toten in der Höhle sich anscheinend auf grausame Weise selbst getötet hat, lässt Corrie Swanson Böses ahnen. Sie bittet erneut die Archäologin Nora Kelly um Hilfe, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen und den neunten Toten zu finden. Doch ihre Suche weckt ein lang schlummerndes Übel, das Corrie und Nora mit aller Macht verfolgt und verhindern will, dass die letzte Leiche jemals ans Licht kommt.



Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gekauft
Zugangsjahr: 2025
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Gebraucht: 19 Tage

Kurz gebellt

Auf den 4. Teil der Old Bones-Reihe war ich schon sehr gespannt. 
Die Handlung hat mich direkt an das Unglück am Djatlow-Pass erinnert. Zu diesem Vorfall aus dem Jahr 1959 gibt es ja einige Theorien, was damals genau passiert ist. Das konnte ja bis heute nicht abschließend geklärt werden.
Aus diesem realen Unglück haben sich die beiden Autoren nun eine eigene Version gestrickt und dazu die Handlung vom Ural in die Berge von New Mexico verlegt. Außerdem ist der Vorfall in diesem Buch erst 2008 passiert, liegt also nicht Jahrzehnte zurück.
Das Buch ist durchweg spannend. 
Corrie Swanson ermittelt mit ihrem Team und erhält erneut Unterstützung von Nora Kelly, denn der Ort, an dem die Leichen entdeckt wurden, könnte eine alte Grabstätte der Isleta sein. Dabei bekommen es die beiden mit einem unangenehmen Sheriff zu tun, der sich verhält, als wäre er der Größte. Durch ihn gerät Noras Bruder in ernsthafte Schwierigkeiten mit der Justiz.
Ich war sehr gespannt, wo die neunte und letzte Leiche ist und natürlich, was damals genau passiert ist.
Die Auflösung ist stimmig. Ich habe am Ende keine Frage mehr offen, hoffe aber, dass es weitere Bände dieser Reihe gibt.
Dieser 4. Teil hat mir wieder sehr gut gefallen.





~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~
///



~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: ...
Fazit: Ein spannender Thriller, der eine ganz eigene Version des Unglücks am Djatlow-Pass zeigt, aber doch die Parallelen erkennen lässt.
Bewertung



Kurz gebellt zu: Das Haus der süßen Träume

 

   Allgemeine Infos:


OriginaltitelLa fabbrica delle tuse. Le ragazze del ciccolato
Originalsprache: Italienisch
Geschrieben von: Giacinta Cavagna di Gualdana 
Übersetzt von: Dr. Mirjam Bitter
Verlag: Atlantik
Einzelband/Teil einer Reihe: Einzelband
Reihe: ///
Teil: ///
Genre: Historischer Roman
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 399
Preis18,00€ (Taschenbuch)
ISBN978-3-455-01980-3








Klappentext:
Mailand um 1910: »In der Liebe gibt es keine Opfer.« Diese Worte prägen das Leben von Olga, der Frau von Luigi Zaini. Der sanftmütige Luigi verzaubert Olga mit seiner Güte und verfolgt zugleich einen ehrgeizigen Traum: Er will eine Schokoladenfabrik errichten. Wie die Familie wächst auch die Fabrik und wird zum Zuhause für die unermüdlichen Arbeiter, die ihr Herzblut in die Kreation der Zaini-Schokolade fließen lassen. Als Luigi 1938 eines frühen Todes stirbt, tritt Olga in seine Fußstapfen. Unerschrocken führt sie die Familie Zaini durch Italiens dunkelste Stunden. Dieser berührende, auf wahren Begebenheiten basierende Roman ist ein Fest der Liebe und der Familie und zugleich ein einzigartiges sinnliches Erlebnis.



Meine Schnüffelstatistik:
Zugangsart: Gekauft
Zugangsjahr: 2025
Status: gelesen
Lesesprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Gebraucht: 10 Tage

Kurz gebellt

Der Klappentext hat mich direkt neugierig gemacht.
Geschrieben ist es hauptsächlich im Präsens. Es springt aber immer mal wieder ins Präteritum. Dadurch fand ich es nicht ganz so flüssig zu lesen. Es hat etwas gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe. Dann ging es, und ich kam relativ zügig voran.
Die Autorin hat sich das Thema die Zaini Schokoladenfabrik aus Mailand, ihrer Heimatstadt, ausgesucht. Diese Schokoladenfabrik wurde vor über 100 Jahren von Luigi Zaini gegründet und existiert noch heute. 
Hauptsächlich handelt der Roman aber nicht vom Gründer, sondern dessen Frau Olga. Olga Zaini war eine starke Frau, die nach Luigis Tod im Jahr 1938 die Verantwortung der Fabrik hatte und sie durch schwierige Zeiten führen musste.
Man merkt, dass sich die Autorin intensiv mit dieser Geschichte auseinandergesetzt hat und sie ihr auch wichtig ist. Man spürt, wie viel Herzblut sie hineingesteckt hat.
Es ist keine Biografie, sondern erzählt auch Geschichten, die die Autorin sich ausgedacht hat, wie sie selbst bei den Anmerkungen schreibt. Da ist aber nichts dabei, bei dem ich das Gefühl hatte, dass es nicht zum Roman passt. Es wirkt alles stimmig.
Neben der Familiengeschichte wird auch beleuchtet, wie sich das Leben in Mailand gesellschaftlich und politisch verändert hat.
Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Ich habe viel Interessantes erfahren.
Es ist eine gelungene Mischung aus historischen Fakten und fiktiven, kleinen Geschichten rund um das Leben von Olga Zaini.





~*~Zitate, die im Kopf geblieben sind~*~
///



~*~Abschlussgedanken~*~
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe: Wirklich interessant.
Fazit: Ein spannender historischer Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht.
Bewertung



Dienstag, 3. Juni 2025

Aktuell lese ich... Fleurs Reise ins Gévaudan

  Hallo,





... einen Einzelroman.


Mein aktuelles Lesefutter






Fleurs Leben ist das Internet. Dieser Ort bietet der Datenforensikerin im Gegensatz zur realen Welt Geborgenheit. Als Fleur die Wohnung ihrer verhassten französischen Großmutter erbt, wird sie mit ihrer ungeklärten Familiengeschichte konfrontiert. Auf den Spuren ihrer Ahnen reist Fleur nach Frankreich in die Auvergne. Dort stößt sie auf ein dunkles Geheimnis, das bis in die Zeit der Aufklärung zurückreicht. Dabei blickt sie auch einer Bestie ins Gesicht, die das Schicksal ihrer Familie seit Generationen überschattet. Nach dieser Begegnung wird Fleur für immer eine andere sein.


Lesefortschritt




Aktuell bin ich auf Seite 30 von 448. <Der Rotwein-Fleckenlöser ist ein Geheimtipp von Renate.> (Kapitel Schwellen)

Warum dieses Buch?




Die Legende über die Bestie ist mir bekannt. Eine Verfilmung habe ich auch gesehen: Der Pakt der Wölfe. Der Klappentext hier hat mich neugierig gemacht. Ich bin gespannt auf Nina Blazons Version der Legende.


Was gibt es sonst noch zu sagen?




Weit gekommen bin ich bisher nicht. Noch ist auch nicht viel passiert. Ich lasse die Geschichte einfach mal auf mich zukommen.

Was ist sonst sonst passiert?


Mein Laptop kann leider nicht repariert werden. Ich habe mir auch noch keinen neuen gekauft, weil ich nicht überstürzt einfach irgendeinen Laptop kaufen wollte. Eine Freundin hat mir ihren alten Laptop ausgeliehen, den sie für den "Notfall" noch aufgehoben hat. Ich darf ihn so lange behalten, bis ich einen neuen habe. Das ist gut. So kann ich in Ruhe nach einem Laptop suchen.
Die Laufenten-Küken sind immer noch bei uns, weil es der Oma immer noch nicht besser geht. Sie sind in der kurzen Zeit ganz schön gewachsen. Deshalb war der Kaninchenkäfig zu klein. Sie sind jetzt vorerst in den Garten mit Stall und Auslauf zu meinem Laufenten-Paar gezogen, bis sie dann in ihr endgültiges Zuhause kommen. Behalten kann ich sie wirklich nicht. Für 8 Enten und 6 Hühner ist der Platz zu klein,

Liebe Grüße
Tinette

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