Freitag, 4. September 2026

Tawny spielt: Oh my socks!

 


Allgemeine Infos
Spieltitel: Oh my socks!
von: Antoine Bauza und Théo Rivière
Illustration/Design: Camille Chaussy
Verlag: HELVETIQ
EAN: 7640139534101
Kategorie: Kartenspiel
Spielart: kompetitiv
Spielmechanismus: Set Collection, Take That
Thema: abstrakt
Sprachneutral: Ja
Einstufung: Familie
Alter: ab 6 Jahren
Spieler: 2-5
Dauer: 15 Minuten
 
Beschreibung:
Socken gehören zusammen - aber eine verschwindet immer!
Sammelt die besten Paare, bevor die Waschmaschine startet!
 
Ziel des Spiels:
am Ende die meisten Punkte zu haben
 
Unsere Hausregeln(n):
In Partien, die etwas weniger Überraschung wollen, spielen wir nach folgender Hausregel: Wer eine Karte mit dem Geschenk-Symbol auswählt, deckt die oberste Karte vom Nachziehstapel auf und wählt, wer sie erhalten soll. Man kann sie auch selbst nehmen.

Originalregeln: Man zieht die Karte verdeckt und wählt eine Person, die sie erhalten soll. Diese Karte darf erst bei der Wertung aufgedeckt und der Sammlung hinzugefügt werden.

Verpackung und Spielmaterial:
Das Spiel gehört zur Pocket Collection und ist daher in einem praktischen kleinen Format, das man ohne Probleme überallhin mitnehmen kann.
Die Schachtel selbst ist stabil.
Die Karten sind vergleichsweise schmal und länglich. Das wirkt vielleicht etwas ungewohnt, wenn man keine Spiele dieser Reihe kennt. Man gewöhnt sich aber schnell daran. Sie sind schön griffig.
Die Illustrationen sind witzig gestaltet und zeigen bunte Socken, auf denen beispielsweise Alpakas, Kaffeebohnen, Bienen oder Dinos abgebildet sind. Durch die verschiedenen Motive lassen sich die Sockenpaare gut voneinander unterscheiden. Außerdem steht auf jeder Karte eine Zahl, an der man sich orientieren kann. Diese Zahl gibt an, wie oft das jeweilige Motiv vorhanden ist.

Anleitung:
Die Anleitung ist übersichtlich und gut strukturiert. Der Spielablauf, die Spezialkarten sowie die Wertung sind verständlich beschrieben. So hat das einmalige Durchlesen der Regeln gereicht, um direkt danach mit der ersten Partie zu beginnen. Es sind keine Fragen oder Unklarheiten offen geblieben.
 
Spielspaß:
Das Spiel ist sehr einfach und schnell erklärt. Wenn wir an der Reihe sind, decken wir zwei Karten auf und entscheiden uns für eine davon. Die andere Karte wird entsprechend des Pfeils darauf weitergegeben. Am Ende zählen die Punkte nur, wenn man eine gerade Anzahl an Socken des jeweiligen Motivs gesammelt hat.

Das sorgt dafür, dass man auch ein klein wenig taktisch vorgehen kann, auch wenn das durch die nur zwei offenen Karten, aus denen man auswählen kann, begrenzt ist.

Vor allem zu zweit ist das sehr interessant, denn hier kann es passieren, dass Karten aus dem Spiel kommen, weil der Pfeil eben nicht in Richtung des Mitspielers zeigt. Wir haben es einige Male zu zweit gespielt, und es hat uns großen Spaß gemacht. So ist es natürlich auch möglich, deutlich mehr Punkte als in einer größeren Gruppe zu sammeln. Auch die Chance, gerade die wertvollen Karten mit niedriger Summe in gerader Anzahl zu sammeln, ist größer.

Grundsätzlich hat uns das Spiel aber in jeder Besetzung gefallen, egal ob wir zu zweit oder zu fünft gespielt haben.

Es ist möglich, seine Mitspieler zu ärgern, wenn das Kartenglück mitspielt. Man kann ihnen einzelne Socken wegschnappen, ihnen eine Karte schenken oder absichtlich eine Karte nehmen, die der Mitspieler gebrauchen könnte. So etwas kommt in unseren Spielrunden immer gut an.

Eine Partie ist flott gespielt, sodass wir in unserer kurzen Mittagspause gerne zwei Partien gespielt haben. Es braucht keine große Vorbereitung – lediglich die Waschmaschine muss unter die untersten zehn Karten gemischt werden. Auch das Zählen der Punkte ist schnell erledigt.

Die Geschenk-Karte kann am Ende noch einmal alles durcheinanderwirbeln, denn plötzlich kann es sein, dass man dadurch eine ungerade Anzahl eines Motivs hat. Dann sind die Punkte weg. Es ist aber auch durchaus möglich, dass man eine passende Karte – vielleicht sogar die Super-Socke als Joker – aufdeckt und dadurch eine gerade Anzahl hat und die Punkte zählen darf.

Gerade das sorgt für Spannung am Ende. Wer es nicht ganz so unberechenbar mag, sollte vielleicht einmal unsere Hausregel testen. Diese vermeidet während der laufenden Partie die Überraschung, sodass man in den nächsten Runden darauf reagieren kann.

Uns hat dieses kleine Kartenspiel sehr gut gefallen, wobei es für die Vielspieler etwas zu seicht und glückslastig war. Sie haben aber zugegeben, dass es gerade als Absacker ideal ist. Eine Vielspielerin meinte jedoch, dass sie es zu viert oder fünft nicht ideal findet und es zu zweit oder dritt bevorzugt.

Den meisten in unseren Spielrunden gefiel, dass es so einfach ist, sich flott spielen lässt und nicht so berechenbar ist.

Wiederspielreiz:
Sehr hoch. Wir haben meist nicht länger als zehn Minuten pro Partie gebraucht. Da bietet es sich an, gleich mehrere Partien zu spielen. Nur wenn die Vielspieler mit am Tisch saßen und sämtliche Möglichkeiten abwogen – „Wenn ich die Karte nehme, passiert das … Wenn ich die andere nehme, dann …“ – dauerte eine Partie auch mal etwas länger. Ich bringe es immer wieder gerne auf den Tisch, sei es für gemütliche Spielrunden oder als Einstieg bzw. Absacker zum Vielspieler-Marathon.
 
Zu zweit spielbar?
Ja, und es funktioniert sehr gut.
 
Fazit:
Ein flottes, witziges Kartenspiel mit Ärgerfaktor.
 
Bewertung: 

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