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Montag, 18. Dezember 2017

Ja oder Nein? (3)

Ja oder Nein?
***Mängelexemplare?***

(Diese Kolumne spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.)

Heute geht es um – Überraschung – Mängelexemplare. :-) Ich habe mich mit einer Bekannten unterhalten, die Mängelexemplare kategorisch ablehnt. Ich bin anderer Meinung, denn ich habe schon oft Bücher mit (angeblichen) Mängeln gekauft. Das Wichtigste für mich ist, dass ich dadurch oft viel Geld spare. Persönlich habe ich kein Problem damit, wenn ein Buch Eselsohren hat, vor allem, wenn ich es dadurch günstiger bekomme. Wenn ich Mängelexemplare online bestellt habe, war ich oft überrascht, weil ich auf den ersten Blick keinen Mangel entdeckt habe. Da war vielleicht ein winziger Knick in der Ecke des Hardcover-Buches. Dafür habe ich dann 2,00 € statt 20,00 € bezahlt. Das ist schon ein Unterschied. Manchmal sind auch Eddingstriche auf dem Fußschnitt, ab und zu ist die Rückseite eingeschnitten. Letzteres ist nicht so schön, für mich aber in Ordnung.
Vor allem habe ich durch Mängelexemplare schon einige Buchschätze entdeckt, die ich mir sonst nie zugelegt hätte. Aber für 1,- oder 2,- € kann ich nicht viel falsch machen. So landeten sie im Einkaufskorb. Dann habe ich sie gelesen und mich gefreut, dass ich sie mir gekauft habe.
Außerdem ärgere ich mich mehr, wenn ich 20,- € für ein Buch ausgebe, das mir nicht gefällt, das ich vielleicht sogar abbreche. Bei einem Mängelexemplar ist es nicht so schlimm.
Deshalb: Ja zu Mängelexemplaren.


Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ja oder Nein? (2)

Ja oder Nein?
***Verrisse/Rants?***

(Diese Kolumne spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.)

Oft genug gelesen habe ich sie schon: Verrisse von Büchern. Hier wird meist alles schlecht gemacht, manchmal sogar die Autorin/der Autor persönlich angegriffen.
Die Autorin hat überhaupt kein Talent!
Bloß nicht kaufen!
Die Handlung ist sowas von dumm und hohl.
Grauenhaft!
Wer das gut findet, kann doch nicht richtig im Kopf ticken!
Das sind nur ein paar Beispiele, die in Verrissen (auch Rants genannt) verwendet werden.
Es mag vielleicht als Unbeteiligter lustig sein, wenn man liest, wie jemand anderes ein Buch komplett auseinandernimmt und sich nur negativ äußert. Aber es wird nicht daran gedacht, wie sich die Autorin/der Autor fühlt. Sie oder er sammelt Ideen, steckt das ganze Herzblut hinein und präsentiert das Werk schließlich der Welt. Natürlich muss man dann mit Kritik umgehen können, auch mit negativ. Dieses Negative sollte jedoch nicht ins Beleidigende ausufern. Derjenige, der die Rezension schreibt, sollte sachlich bleiben. Und sicher gibt es etwas am Buch, das gut war – vielleicht die Idee, der Schreibstil. Das sollte man erwähnen, nicht nur, was einem nicht gefallen hat.
Einmal hatte ich eine gemeine Bewertung gelesen. Der Wortlaut war ungefähr so:
Ich dachte, das wird nett. Aber es war eine Qual. Kindischer Schreibstil, unrealistische Handlung, dumme Protagonisten. Der Typ steht also auf sie, obwohl sie nicht Idealmaße hat. Ich glaube, das ist Wunschdenken der Möchtegern-Autorin. Sie ist wahrscheinlich selbst übergewichtig und träumt davon, ihren Märchenprinzen zu finden. Und was soll das Rezept am Ende? Das sagt mir nur, dass diese Person, die sich einbildet, schreiben zu können, in Wahrheit nur eine Hausfrau ist, die den ganzen Tag am Herd steht… Nein, ich rate euch: Kauf es nicht! Ich habe es bitterlich bereut, nur schnell ausgelesen und sofort zurückgegeben. Lohnt sich nicht. Ich hätte es wissen müssen. Trivial-Literatur eben. Nichts für intelligente Menschen!

Diese Rezension hat mich aufgeregt. Sie war nicht sachlich. Im Gegenteil. Die Autorin wurde sogar persönlich angegriffen. Ich dachte mir nur: Was soll das? Warum wird über das Gewicht der Autorin spekuliert? Überhaupt: Was hat die Figur der Autorin/des Autors mit der Geschichte zu tun? Und warum wird sich darüber ausgelassen, welchen Beruf sie vermutlich hat? Warum wird es negativ gesehen, dass ein Rezept dabei ist? Ist das nicht eher ein nettes Extra?
Mir kam es mehr wie eine persönliche Rache vor, so als wollte jemand die Autorin gezielt kränken.
Mich hat die Bewertung jedenfalls getroffen, auch wenn ich das Buch nicht geschrieben habe.
Meine Bitte: Hier könnt ruhig eine negative Kritik schreiben. Nur bitte greift weder Autor/in noch die Leser an! Bleibt einfach konstruktiv!

Deshalb: Nein zu Verrissen. 

Ja oder Nein? (1)

Ja oder Nein?
***Bücher von Selfpublishern?***

(Diese Kolumne spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.)

Als ich meinen ersten Ebook-Reader bekommen habe, habe ich gezielt nach kostenlosen Büchern geschaut. Bücher, die etwas kosteten, habe ich mir lieber als Printausgabe gekauft.
Durch die kostenlosen Bücher bin ich auch Autoren und Autorinnen gestoßen, die ihre Geschichten selbst veröffentlichen.
Viele Geschichten konnten mich begeistern, und ich habe mich nach Nachschub umgesehen. Das erste Ebook, für ich Geld ausgegeben habe, war Der 7. Tag von Nika Lubitsch. Ich lese gerne Krimis und Thriller, und dieses Buch, dass den Prozess einer vermeintlichen Mörderin erzählt, konnte mich überzeugen.
Seitdem kaufe ich auch Ebooks, sowohl von Verlagen als auch von Selfpublishern.
Manche Bücher von SP-Autorinnen/Autoren haben mir gefallen, manche nicht. Wenn ich eine Geschichte gut fand, habe ich mich gefreut, es entdeckt zu haben. Wenn sie mich nicht überzeugt hat, war es eben so. Denn es gibt auch keine Garantie, dass mir Verlagsbücher gefallen.

Deshalb: Ja zu Büchern von Selfpublishern.

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