Mittwoch, 1. April 2026

Schiggy unterwegs... This is the Greatest Show in Frankfurt und Stuttgart


1. Eckdaten zur Vorstellung

Veranstaltung: Konzert
Ort: Alte Oper Frankfurt / Stage Apollo Theater Stuttgart
Besuch: 29.03. & 30.03.2026
Beginn:
Ort: Alte Oper Frankfurt / Stage Apollo Theater Stuttgart
Besuch: 29.03. & 30.03.2026
Beginn:
29.03.: 19:00 Uhr
30.03.: 19:30 Uhr
Dauer: ca. 3 Stunden (inkl. Pause)
Vorlage:  
Wichtige Hinweise:
Es handelt sich nicht um die Musicalversion des Films Greatest Showman, sondern um ein Konzertformat mit Songs aus verschiedenen Musicals und Filmen.
Es waren an beiden Orten einige Stimmen im Publikum zu hören, die das Musical erwartet hatten und entsprechend überrascht bzw. enttäuscht waren.

2. Die Besetzung beider Vorstellungen

Solistinnen:
Verena Mackenberg
Michaela Schober
Roberta Valentini

Solisten:
Friedrich Rau
Filippo Strocchi

Special Guest:
Prince Damien

Showman-Singers (alphabetisch nach Nachnamen):
Max William Best
Tayler Davis
Amber-Chiara Eul
Jan Grossfeld
Lina Kropf
Esther-Larissa Lach
Mattis Moll
Melissa Laurenzia Peters
Ilias Sidi-Yacoub
Simon Staiger
Ann-Charlotte Wittmann
Froukje Zuidema

3. Songliste

1. Akt
This is the Greatest Show (The Greatest Showman)
Don’t Stop Believin’ (Rock of Ages)
Wenn sie diesen Tango hört (Abenteuerland)
Billie Jean (MJ – Das Michael Jackson Musical)
Ich gehör nur mir (Terzett-Version) (Elisabeth)
Das, was ewig bleibt / Stärker als ihr denkt (Maria Theresia)
Der Heiratsantrag / Wir seh’n uns wieder (Titanic – Das Musical)
Totale Finsternis (Tanz der Vampire)
Marta / Aurora / Das Lied der Spinnenfrau / Am Morgen danach (Der Kuss der Spinnenfrau)
The Power of Love (Zurück in die Zukunft – Das Musical)
Jetzt wird der Heimweg lang (Pretty Woman – Das Musical)
Let It Go (internationale Version) (Die Eiskönigin)
Hurricane (Death Note)
Save Tonight / Wake Me Up / Hello / Bring Tomorrow On (The Choir of Man)


2. Akt
Mamma Mia!-Medley:
Dancing Queen / Voulez-Vous / Knowing Me, Knowing You / Fernando / SOS / The Winner Takes It All / Money, Money, Money / Super Trouper

I Will Always Love You (The Bodyguard)
Crazy Rolling (Moulin Rouge)
Even If (I Can Only Imagine 2)
Frei und schwerelos (Wicked)
Dann fall ich / Hormone / Liebe ist alles (Romeo & Julia – Liebe ist alles)

The Greatest Showman-Block:
A Million Dreams
Come Alive
Never Enough
This Is Me
Tightrope
Rewrite the Stars
From Now On
This Is the Greatest Show

4. Mein Eindruck

Schiggy war wieder unterwegs… Das gleiche Konzert, aber an zwei verschiedenen Orten.
In der Alten Oper Frankfurt steigt der Zuschauerraum erst in den hinteren Reihen an, das Parkett vorne ist ebenerdig. Wir saßen dort in Reihe 1 auf den Plätzen 24 und 25 – also höchste Preiskategorie, aber leider mit einem sehr seitlichen Blick auf die Bühne.
In Stuttgart im Stage Apollo Theater saßen wir dagegen in Reihe 9 auf der linken Seite (Plätze 3–6). Dort steigen die Reihen bereits ab der 6. Reihe an, sodass wir trotz größerer Entfernung einen deutlich besseren Gesamtüberblick hatten. Insgesamt wirkte die Show dort einfach stimmiger. Auch klanglich hat mir Stuttgart besser gefallen.
Dafür war das Publikum in Frankfurt deutlich angenehmer. Dort gab es kaum Unruhe, während es in Stuttgart leider einige störende Situationen gab: Zuschauer standen während der Songs auf, sodass die Leute dahinter nichts mehr sehen konnten, hinter uns wurde geredet und teilweise so stark im Takt mitgestampft, dass unsere Sitze gewackelt haben. Das hat den Abend schon etwas getrübt. Außerdem fiel auf, dass einige Zuschauer klare „Lieblinge“ hatten – was zu Standing Ovations für einzelne Darsteller führte, während andere, die es genauso verdient hätten, diese nicht bekamen.
Die Show selbst war an beiden Abenden identisch – sowohl vom Programm als auch von der Besetzung. Ich habe die Konzertreihe bereits 2023 und 2024 besucht, und auch dieses Jahr begann alles wieder mit „This is the Greatest Show“, wobei alle wie in den Vorjahren Abendkleidung trugen.
Der erste Akt bot einen sehr ausgewogenen Mix aus bekannten Songs und eher selten gespielten Stücken.
„Ich gehör nur mir“ aus Elisabeth habe ich schon oft gehört – aber noch nie als Terzett. Diese Version hat sich dadurch deutlich abgehoben und war wirklich sehr schön.
Auch „Let it go“ war eine positive Überraschung: Obwohl ich das Lied eigentlich kaum noch hören kann, wirkte die internationale Version (Deutsch, Englisch, Italienisch und Niederländisch) frisch und interessant.
Solche mehrsprachigen Versionen von Songs könnte es gerne öfter geben. Ich finde so etwas immer spannend.
„Billie Jean“ aus MJ – Das Michael Jackson Musical hat bei uns ebenfalls Eindruck hinterlassen. Eine meiner Begleitungen meinte dazu übrigens: „Ich hätte die Augen schließen können und meinen können, es wäre tatsächlich Michael Jackson, der da singt.“
Und genau das beschreibt es ziemlich gut – stimmlich wirklich erstaunlich nah am Original.
Der Kuss der Spinnenfrau war mir vorher nur dem Namen nach bekannt. Gesanglich war das sehr stark, auch wenn die Songs – bis auf „Am Morgen danach“ – nicht ganz meinen persönlichen Geschmack getroffen haben. Trotzdem fand ich es spannend, mal etwas anderes zu hören.
Der Einblick in Maria Theresia hat mich neugierig auf das Musical gemacht.
„Totale Finsternis“ ist ein Klassiker solcher Konzerte, hier hatte ich allerdings das Gefühl, dass der Sänger an beiden Abenden etwas schwächelte. Da hatte ich seine Performances an den beiden besuchten Musicalbesuchen von Tanz der Vampire 2022 und 2023 stärker in Erinnerung.
Sehr positiv aufgefallen ist bei uns dagegen „Hurricane“ aus Death Note. Der Song ist sehr kraftvoll und wurde sehr stark präsentiert, sodass ich auf eine Aufführung des gesamten Musicals in Deutschland hoffe. Eine meiner Begleitungen hatte in der Pause direkt geschaut, ob es den Song als mp3 zu kaufen gibt.  Auch die Songs aus The Choir of Man waren sehr schwungvoll und mitreißend.
Ich habe mich sehr gefreut, als ich im Programmheft entdeckt habe, dass auch das Musical Titanic vertreten war. Das Stück habe ich ja durch Inszenierungen in Tecklenburg und Magdeburg insgesamt viermal erlebt und war jedes Mal begeistert. Gezeigt wurde "Der Heiratsantrag" von Fred, dem Heizer, leider ohne die Verbindung zu "Die Nacht hallte wider" des Funkers. Ich mag diese Szene mit den beiden einfach sehr. In Frankfurt kam der Song durch unseren Sitzplatz leider nicht so gut zur Geltung, in Stuttgart wirkte er deutlich stärker. Der Übergang vom Heiratsantrag zu „Wir seh’n uns wieder“ war sehr gelungen. Er war schön fließend.
Der zweite Akt startete mit einem Mamma Mia!-Medley – eine gute Entscheidung, da alle Songs einzeln den Rahmen der Show gesprengt hätten.
„I Will Always Love You“ wurde an beiden Abenden sehr sicher und klar gesungen – technisch wirklich stark.
Ein Highlight war für uns der Block aus Romeo & Julia – Liebe ist alles. „Dann fall ich“ war ein sehr harmonisches Duett, „Hormone“ hat mit viel Energie überzeugt und „Liebe ist alles“ sorgte für ordentlich Stimmung – auch wenn ich persönlich kein Fan vom durchgehenden Mitklatschen bin. Ich bin jetzt aber sehr auf meinen Besuch des Musicals im September gespannt.
Den Abschluss bildete der große Greatest Showman-Block mit passenden Kostümen, die sich deutlich am Film orientierten. Hier haben noch einmal alle alles gegeben – mit spürbarer Energie, die sich auf das Publikum übertragen hat.
Ich habe nur nicht ganz das Konzept der Kleiderordnung bei diesem Konzertformat verstanden. Teilweise gab es Kostüme bei den Auftritten. Teilweise trugen die Darsteller aber Abendkleidung.
Am Konzerterlebnis an sich macht es natürlich keinen Unterschied, was die Sänger anhaben, und es soll auch keine negative Kritik dazu sein. Ich wäre nur neugierig, was es damit auf sich hat. :-D

Fazit:
Die Show an sich ist wirklich großartig – abwechslungsreich, hervorragend gesungen und mit viel Energie präsentiert. Wir waren alle begeistert.
Der direkte Vergleich zeigt aber auch: Die Rahmenbedingungen machen viel aus. Während in Stuttgart Sicht und Klang besser waren, hat dort das Publikum den Gesamteindruck etwas getrübt. Frankfurt war in dieser Hinsicht deutlich angenehmer.
Nächstes Jahr geht es für mich nach Trier – ich bin gespannt, wie sich das Format dort anfühlen wird.

5. Persönliche Highlights

Lustigstes Lied:
„Hormone“ (Romeo & Julia – Liebe ist alles)

Schönste Ballade:
„I Will Always Love You“ (The Bodyguard)

Schönstes Duett:
„Dann fall ich“ (Romeo & Julia – Liebe ist alles)

Emotionalstes Lied:
„Der Heiratsantrag / Wir seh’n uns wieder“ (Titanic – Das Musical)

Highlight des Abends:
„Hurricane“ (Death Note)
→ gesanglich herausragend und absolut mitreißend.

 

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